Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Schlagwort: orgel Seite 4 von 5

Netzfunde vom 21.12. bis zum 31.12.

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 21.12. bis zum 30.12.:

Liedzettel

Alter Liedzettel

Alter Lied­zet­tel, gefun­den an der Sau­er-Orgel von 1899 in Erbach (Oden­wald)

Taglied 5.9.2012

Noël Rawst­hor­ne, Dance Suite (via pipe­d­reams …)

Noël Rawst­hor­ne Dance Suite H.-D. Kar­ras in Rid­dags­hau­sen St. Maria

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Taglied 4.8.2012

lan­ge nicht mehr gehört, heu­te im Kon­zert beim Erba­cher Orgel­som­mer und hier (auch sehr schön gespielt von Roland Münch): Carl Phil­ipp Ema­nu­el Bach, Fan­ta­sie & Fuge c‑moll


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Taglied 15.6.2012

Aus nahe­lie­gen­dem Anlass – 169. Geburts­tag – heu­te Edvard Grieg pur. Und zwar auf der Orgel:

Edward Grieg Zwei Ele­gi­sche Melo­dien op. 34 (1) H.-D. Karras

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Edward Grieg Tri­umph­marsch aus Sigurd Jor­sal­far H.-D. Kar­ras Riddagshausen

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und das darf natür­lich auch nicht fehlen:

Edward Grieg Hoch­zeits­tag auf Troldhau­gen H.-D. Kar­ras Riddagshausen

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Taglied 19.4.2012

Ein mir bis heu­te unbe­kann­tes klei­nes Orgel­kon­zert von Ernst Kre­nek – Con­cer­to per orga­no e orches­tra No. 2 op. 235 (1982) -, hier gespielt von Mar­tin Hasel­böck und dem Radio-Sym­pho­nie-Orches­ter Wien unter Lothar Zagrosek:

Ernst Kre­nek: Con­cer­to per orga­no e orches­tra n.2 op.235 (1982)

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Taglied 16.3.2012

Heu­te mal wie­der etwas Orgel­mu­sik – ein ech­ter Klas­si­ker, näm­lich Györ­gy Lige­tis „Volu­mi­na“, gespielt von Zsig­mond Szathmáry:


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und zum Ver­gleich die ganz anders klin­gen­de Ver­si­on von Gerd Zacher:


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Symphonie des Grauens: Klingender Stummfilm

Eine Sym­pho­nie des Grau­ens ohne Ton? Heu­te wäre das undenk­bar. Vor 90 Jah­ren war es das noch lan­ge nicht. Im Gegen­teil: Das „Nos­fe­ra­tu“ von Fried­rich Wil­helm Mur­nau, der ers­te Dra­cu­la-Film über­haupt, als Stumm­film ent­stand, war alles ande­re als ein bewusst gewähl­tes Stilmittel. 

Ste­phan Graf von Both­mer hat das neu ver­tont. Das „Nos­fe­ra­tur“ nicht der der ers­te Film ist, zu dem er, der sich auch ger­ne „Stumm­film­graf“ nen­nen lässt, eine neue Musik schöpft, hört man sofort. Both­mer weiß, was er macht – und was er machen muss, um dem Film sein Poten­ti­al aus­spie­len las­sen zu können.
Mit Orgel, Sopran und Chor steht im in der bis auf den letz­ten Platz besetz­ten Alt­müns­ter­kir­che ein brei­tees Klang­spek­trum zur Ver­fü­gung. Das nutzt er auch ger­ne aus: Dun­ja Kop­pen­hö­fer darf nicht nur äthe­ri­sche Voka­li­sen sin­gen, son­dern auch quiet­schen, äch­zen, schrei­en und mark­erschüt­ternd dämo­nisch lachen – schließ­lich ist das ja ein Vam­pir­film. Der Chor, ein eigens für die bei­den Auf­füh­run­gen in der Alt­müns­ter­kir­che zusam­men gestell­tes Ensem­ble „The silent voices“ unter der Lei­tung von Armin Rauch ergänzt das noch und sorgt für klang­li­che Tiefe. 

Both­mer an der Kir­chen­or­gel lie­fert unter­des­sen die Haupt­sa­che: eine unter­stüt­zen­de Ton­ku­lis­se, die sich qua­si non-stop in Bewe­gung befin­det und den Film mal sach­te, mal auch sehr deut­lich unter­stüzt, ohne auf der Selbst­stän­dig­keit des akus­ti­schen Moments zu ver­zich­ten. Er ist ein gro­ßer Freund der Sekund­be­we­gung und der har­mo­ni­schen Rückung. Vom Barock bis zur Mini­mal Music lässt Both­mer vie­les anklin­gen, ohne ein blo­ßes Sam­mel­su­ri­um zu bie­ten. Denn vor allem sei­ne Dis­po­si­ti­on über die Sze­nen hin­weg zeugt von der genau­en Beschäf­ti­gung mit dem Film. Und des­halb ist sei­ne Beglei­tung auch kei­ne blo­ße Unter­ma­lung, son­dern eine akus­ti­sche Unter­stüt­zung des Bil­des. Flä­chen­haf­te und beweg­te Klän­ge wech­seln ste­tig und dür­fen sich auch mal über­la­gern. Haupt­sa­che, die flie­ßen­de Musik hilft dabei, die Sze­nen­wir­kung ein­drück­lich zu ver­stär­ken. Tat­säch­lich trägt Both­mer wesent­lich dazu bei, dass die­ser Film wirk­lich eine „Sym­pho­nie des Grau­ens“ wird. Beson­ders die düs­te­ren Klän­ge des drit­ten Akts und ihre gran­dio­se sym­pho­nisch ange­leg­te Stei­ge­rung zei­gen, wie meis­ter­haft Both­mer als Film­mu­si­ker arbei­tet – auch wenn man durch­aus hört, dass er eher Pia­nist als Orga­nist ist. 

Und er gönnt sich und dem Publi­kum einen beson­de­ren Luxus, ein ech­tes offe­nes Ende: Ob das Opfer der Hel­din und der Tod des Vam­pirs wirk­lich die Erlö­sung ist? Die Musik ver­wei­gert eine kla­re Ant­wort. Das ist gut, denn sie war schon bis hier­her so viel­schich­tig wie der Film, ohne die­sen zu ver­eindeu­ti­gen. Und mehr kann und braucht eine Stumm­film­mu­sik gar nicht leisten. 

(geschrie­ben für die Main­zer Rhein-Zeitung.) 

Taglied 5.3.2012

Heu­te dank con­ti­nuo etwas neu­es ent­deckt, näm­lich die Orgel­mu­sik des schwe­di­schen Kom­po­nis­ten Sieg­fried Nau­mann, die dort auch her­un­ter­ge­la­den wer­den kann. Hier nur ein klei­nes Bei­spiel für Orgel & Per­cus­sion, „Bom­bar­de“:

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Taglied 3.3.2012

Ges­tern live (aller­dings mit Orgel) gese­hen und gehört: Nos­fe­ra­tu von Mur­nau, mit Musik von Ste­phan Graf von Both­mer. So etwas ungefähr:

Trai­ler Both­mer Nos­fe­ra­tu Chor

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