Die Füße—seelen, sie
seelen!Ich fühle sie laufen im Sommer,
die Wiese hinauf (ich muß den Sommer einrücken) -sie seelen -
vielleicht sogar während ich laufe, ja doch wohl während, -
und jetzt, im Januar—erinnert.
— Elke Erb, Meins, 52

Die Füße—seelen, sie
seelen!Ich fühle sie laufen im Sommer,
die Wiese hinauf (ich muß den Sommer einrücken) -sie seelen -
vielleicht sogar während ich laufe, ja doch wohl während, -
und jetzt, im Januar—erinnert.
— Elke Erb, Meins, 52
Wunderbare Anfänge gibt es – trotz des Titels – in Mark Andrés „Un Fini I“, hier mit dem Ensemble Alternance:
„Franz Kafka, ein großer, wenn nicht sogar der ursprüngliche Hipster“ (Christopher Glazek, South Side Story)
schön.
Etwas von Morton Feldman (passt irgendwie zu meiner Sonntagsstimmung heute …), das ich noch nicht kannte und via atonality.net gefunden habe – „Bass Clarinet and Percussion“, hier mit dem New Millenium Ensemble:
Die westlichen Medien haben das damals mit einem meines Erachtens übertriebenen Unverständnis für die chinesische Regierung als Massaker bezeichnet. Doch was hätte Deng tun sollen? … Wenn er den Platz des Himmlischen Friedens nicht hätte räumen lassen, hätte die Regierung ‚das Gesicht verloren’.
So spricht Helmut Schmidt in einer kurzen Erinnerung über seine Begegnungen mit Deng Xiaoping in der aktuellen Ausgabe der „Zeit Geschichte“, die sich ganz China widment (1÷2012, S. 91).
Und genau damit hat mich Helmut Schmidt – nicht zum ersten Mal – gehörig verschreckt. Denn diese Beliebigkeit ist schlimm: ja, was sollen die armen Chinesen denn tun, sie hätten ja „ihr Gesicht“ verloren – und das weiß doch jeder, das das in dieser Kultur das Schlimmste überhaupt ist. Was sind schon fast 3000 Tote dagegen? Tote noch dazu, die ja – so die Implikatur – genau gewusst haben, was passieren muss, wenn sie da so blöd in der Öffentlichkeit demonstrieren und so etwas Unverschämtes wie Demokratie verlangen? Mein lieber Mann: Solche Äußerungen sind es immer wieder, die mir die Verehrung Helmut Schmidts gänzlich unbegreiflich machen.
Und dann noch: Was bitte schön ist denn „übertriebenes Unverständnis“? Entweder man versteht etwas nicht – dann versteht man es eben nicht. Das kann man dann nicht mehr übertreiben. Was Schmidt hier offenbar meinen, aber nicht sagen will: Das Unverständnis war keines, die „Medien“ wussten genau (nach Schmidts Lesart), worum es ging, und haben das Unverständnis vorgeschoben – und, das ist die Folge davon, sich (meines Erachtens zu Recht) moralisch entrüstet über das Gemetzel. Und das findet Herr Schmidt wohl übertrieben. Nun ja, da muss man ja eigentlich nichts mehr sagen …
Waldeinsamkeit/In der Fremde – das Gedicht war gestern im Lyrikkalender, heute in der wunderschönen Vertonung von Robert Schumann, von der es nicht gerade wenige gute Aufnahmen gibt …:
Ein Zufallsfund mit ziemlich grauseligem Video, aber genial freier Musik von Thurston Moore, Ikue Mori & Okkyun Lee:
Enno Poppe, Keilschrift:
Finde den Fehler:
Man kann ihn als Geländewagen fürs grüne Gewissen verstehen, den Lexus RX 450h, der mit einem V6-Benziner und zwei E‑Motoren eine beeindruckende Systemleistung von 220 kW (299 PS) bietet.
- so beginnt Michael Spehr von der FAZ seinen Text über die „Remote Touch im Lexus RX 450h“. Und mich regt so ein Schwachsinn immer auf: Wie kann man den bitte einen Geländewagen, der fast drei Tonnen wiegt (!), noch dazu mit 220 kW Leistung, irgendwie „grün“ finden? Nur weil er nicht ausschließlich auf Verbrennungsmotoren setzt, ist das doch noch kein ökologisch irgendwie vertretbares Fortbewegungsmittel. Aber das ist ein typisches Phänomen, das man bei Technikjournalisten ganz oft beobachten kann: Wenn ein Produkt nicht ganz und gar den Wahnsinn des immer mehr, immer stärker, immer schneller mitmacht, darf man das schon ungestraft als „grün“ oder „öko“ bezeichnen.
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