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Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Jazzgrößen: Alte Männer (und eine Frau)

Chris­ti­an Broe­cking, der Jazz­jour­na­list, der sich ja schon län­ger inten­siv mit dem Zusam­men­hang von Jazz und Poli­tik sowie Jazz und Far­big­keit beschäf­tigt (etwa in den Publi­ka­tio­nen „Black Codes“ oder „Respekt!“), hat in den letz­ten Jah­ren nicht nur Tex­te und Bücher geschrie­ben, son­dern auch Fotos gemacht. Ein paar davon zeigt die „Zeit“ – und es sind schö­ne Auf­nah­men dabei, Bil­der von mehr oder weni­ger alten Män­nern (das Durch­schnitts­al­ter in die­ser Aus­wahl ist recht hoch …), und immer­hin eine Frau hat es auch in die Gale­rie geschafft (Abbey Lin­coln). Mei­ne Favo­ri­ten, die ich mal ganz scham­los hier einbinde:

Ornette Colemans Musikzimmer (mit ihm) (c) Christian Broecking
William Parker (pur)

Taglied 29.5.2012

Mathi­as Spah­lin­ger: Far­ben der Frü­he (2005)

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Taglied 27.5.2012

Weil ich mir heu­te in der Digi­tal­con­cert­hall die beein­dru­cken­de kon­zer­tan­te Auf­füh­rung der „Wal­kü­re“ der Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­ker angesehen/​angehört habe:


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Taglied 26.5.2012

Platz Da!!!

Fehl­far­ben – Platz Da (offi­ci­al)

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(oder so:)

Fehl­far­ben – Platz Da !

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Taglied 25.5.2012

Jazz­fest Bonn 2010, Brot­fa­brik, Nils Wogram – Simon Naba­tov Duo

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und noch ein Bonus­track

Taglied 24.5.2012

dad­rü­ber bin ich heu­te zufäl­lig gestolpert:

Leben

„Das Leben ist kein Roman. Es ist die Anein­an­der­rei­hung von mehr oder weni­ger poin­tier­ten Kurzgeschichten.“

— Manue­la Reich­art, Zehn Minu­ten und ein gan­zes Leben

Buchweh

[black­bird­pie id=„205256783739109377“]

so etwas gehört ohne zwei­fel zu den schö­nen sei­ten von twitter.

Taglied 23.5.2012

Wir sind die Ein­ge­bo­re­nen von Tri­zo­ne­si­en – Karl Ber­buer (1948)

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und die „Alter­na­tiv­ver­si­on“:
Tri­zo­ne­sier­lied – alter­na­ti­ve Version

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Mozart und Paris

Mozart und Paris, das war alles ande­re als eine inni­ge Lie­bes­be­zie­hung. Und doch ist es sinn­voll, Mozarts Es-Dur-Quin­tett mit­ten in ein Kon­zert mit fran­zö­si­scher Musik zu plat­zie­ren. Denn auch wenn er über die Pari­ser und die Fran­zo­sen im all­ge­mei­nen in sei­ner unnach­ahm­lich direk­ten Art böse schimpf­te – hin­ge­hört hat Mozart genau, als er an der Sei­ne war. Blä­ser solo und im Ensem­ble hat er da zum Bei­spiel viel erlebt. Und viel­leicht wäre es ohne die­se Bekannt­schaft nicht zum Es-Dur-Quin­tett gekom­men. Ganz sicher aber wäre es nicht dazu gekom­men, hät­te Mozart nicht auch in Wien groß­ar­ti­ge Instru­men­ta­lis­ten erlebt.

Wie auch immer: Das Quin­tett für Blä­ser und Kla­vier ist jeden­falls ein ers­ter Höhe­punkt beim Kon­zert der Sti­pen­dia­ten der Vil­la Musi­ca um die bei­den Dozen­ten Ingo Goritz­ki und Johan­nes Peitz. Fast ein Dut­zend jun­ger Musi­ker bevöl­kern in die­sem Kon­zert abwech­selnd die Büh­ne. Und alle sehr sou­ve­rän dabei. Das war auch dem Mozart-Quin­tett anzu­hö­ren: Hohe Anspan­nung und Kon­zen­tra­ti­on ist zu mer­ken. So geschmei­dig der Klang sich dar­bie­tet, blei­ben doch eini­ge Kan­ten und ecki­ge Phra­sie­run­gen, die gera­de die Eck­sät­ze an man­chen Stel­len etwas schwer­fäl­lig wir­ken las­sen. Ande­rer­seits passt das auch ins Kon­zept, das die schwer­mü­ti­ge Stim­mung, den etwas gedämpf­ten Opti­mis­mus die­ser Musik beson­ders her­vor­hebt. Scha­de nur, das der Kla­vier­klang hin­ter der schö­nen Klang­wand der vier Blä­ser etwas ver­steckt bleibt. 

150 Jah­re spä­ter klang die Stadt Paris ganz anders. Wie ein Kom­po­nist sie in der Zwi­schen­kriegs­zeit erleb­te, davon ver­mit­telt Fran­cois Pou­lencs Sex­tett für Blä­ser und Kla­vier ein unmit­tel­bar tönen­des Bild: Tru­bel und Ele­ganz, Läs­sig­keit und Hek­tik prä­gen die­ses Sex­tett, das in eini­gen Pas­sa­gen ein auf­re­gend rea­lis­ti­sches akus­ti­sches Abbild der Metro­po­le zeigt, ohne ande­rer­seits die kunst­vol­le Fer­tig­keit ihres Schöp­fers zu ver­ber­gen. Vor allem in einer so plas­ti­schen Auf­füh­rung wie in der Vil­la Musi­ca klingt das berau­schend. Da stört es auch kaum noch, dass die­se Musik im inti­men Kon­zert­raum auf der Bas­tei eigent­lich arg beengt ist – das ver­langt nach Grö­ße und Frei­heit. Unbe­küm­mert frisch, unver­braucht drän­gend spru­delt die reich­hal­ti­ge Rafi­nes­se Pou­lencs aber auch hier, von den Sti­pen­dia­ten mit Herz­blut ver­ge­gen­wär­tigt. Die vie­len prä­sen­ten Augen­bli­cke, die sich dank des Über­blicks der Inter­pre­ten zu grö­ße­ren Zusam­men­hän­gen for­men und bei­de Pole in einem auf­re­gen­den Gleich­ge­wicht hal­ten, sind genau so auf­re­gend, wie eben nur Paris sein kann. 

(geschrie­ben für die Main­zer Rhein-Zeitung.)

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