»Nächstens mehr.«

Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Digitale Pausen

Hans Ulrich Gum­brecht betreibt ja schon seit gerau­mer Zeit eine Anti-Blog-Blog bei der FAZ: Digital/​Pausen. Marei­ke König vom DHI Paris hat ihn dazu befragt – und abge­se­hen von dem etwas ver­wir­ren­den Sprach­ge­brauch Gum­b­rechts, der Blog­posts immer als „Blog“ bezeich­net, ist das durch­aus inter­es­sant. Gera­de weil Gum­brecht ja aus einer enorm pri­vi­le­gier­ten Posi­ton spricht – er gibt ganz offen zu, bei der FAZ nur mit dem blog­gen ange­fan­gen zu haben, weil er gut dafür bezahlt wird – und gera­de weil Gum­brecht ja nicht im eigent­li­chen Sin­ne bloggt, weist er doch auf eini­ge wich­ti­ge Punk­te hin, aus denen ich auch das Blog­gen von Wis­sen­schaft­ler for­de­re oder befür­wor­te: Weil das eine Mög­lich­keit der Kom­mu­ni­ka­ti­on ist, die für die Wis­senchaft enorm wich­tig ist – und die enor­me Band­brei­te ent­wi­ckeln kann, zum Beispiel:

Man erschließt sich damit ein Publi­kum – nicht nur quan­ti­ta­tiv – was man über ein Buch nicht errei­chen kann. 

Und spä­ter:

Wenn ich etwas pro­du­zie­re, was letzt­lich für Kom­mu­ni­ka­ti­on pro­du­ziert ist – und das ist Wis­sen­schaft immer – dann muss ich schon sehen, dass ich eini­ge Leu­te erreiche.

Neben­bei weist er zum Schluss übri­gens auch noch auf einen in den letz­ten Jah­ren wie­der etwas in Ver­ges­sen­heit gera­te­nen kate­go­ria­len Unter­schied zwi­schen Natur- und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten hin: Dass Geis­tes­wis­sen­schaf­ten im eigent­li­chen Sin­ne gar nicht for­schen, kei­ne neu­en Regel­mä­ßig­kei­ten oder Gesetz­mä­ßig­kei­ten ent­de­cken (oder das zumin­dest selt­ent tun). Und das gera­de aus der spe­zi­fi­schen Form der geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Übung – der „Kon­tem­pla­ti­on“ – eigent­lich ein Gebot der Offen­heit der Wis­sen­schaft resul­tiert, für das neue digi­ta­le Medi­en ein gro­ßer Segen sind. Oder sein könn­ten, wenn sie systembedingt/​institutionell die ent­spre­chen­de Wür­di­gung erführen.

Das gesam­te Inter­view kann man hier nach­hö­ren: klick.

Taglied 18.6.2012

cool: Hen­ry Threadgill’s Zoo­id mit neu­em Album, mys­te­ri­ös „Tomor­row Sun­ny /​The Revel­ry, Spp“ beti­telt. Bei NPR noch kom­plett zu hören!

http://​www​.npr​.org/​2​0​1​2​/​0​6​/​1​7​/​1​5​4​4​3​0​7​6​0​/​f​i​r​s​t​-​l​i​s​t​e​n​-​h​e​n​r​y​-​t​h​r​e​a​d​g​i​l​l​-​z​o​o​i​d​-​t​o​m​o​r​r​o​w​-​s​u​n​n​y​-​t​h​e​-​r​e​v​e​l​r​y​-​spp

Taglied 15.6.2012

Aus nahe­lie­gen­dem Anlass – 169. Geburts­tag – heu­te Edvard Grieg pur. Und zwar auf der Orgel:

Edward Grieg Zwei Ele­gi­sche Melo­dien op. 34 (1) H.-D. Karras

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Edward Grieg Tri­umph­marsch aus Sigurd Jor­sal­far H.-D. Kar­ras Riddagshausen

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und das darf natür­lich auch nicht fehlen:

Edward Grieg Hoch­zeits­tag auf Troldhau­gen H.-D. Kar­ras Riddagshausen

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Taglied 14.6.2012

lan­ge nicht mehr gehört: Carl Craig & Moritz von Oswald, Recom­po­sed (hier nur ein Teil des Anfangs):

Recom­po­sed By Carl Craig & Moritz Von Oswald Move­ment 1 & 2.AVI

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Taglied 13.6.2012

schön – Sigur Rós, Varúð:


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via Song des Tages.

Vorhersagen und Einmaligkeit

Das Pro­blem von ein­ma­li­gen, ers­ten Vor­gän­gen und sta­tis­tisch berech­ne­ten Vor­her­sa­gen, wie­der ein­mal groß­ar­tig auf den Punkt gebracht von xkcd:

Taglied 12.6.2012

Pos­tyr-Pro­ject (groß­ar­ti­ge Trup­pe, die Dänen):


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aPaper: Die taz-App für Androide – endlich!

(ich weiß, ein beschis­se­nes Wort. Ich glau­be, das haben die Leu­te von der taz auch nicht wirk­lich ernst gemeint …)

Jeden­falls: Jetzt gibt es die taz auch als App für Andro­ide. Das habe ich gleich mal ausprobiert …

Das digi­ta­le Abo der taz ist ja sowie­so eine fei­ne Sache, fin­de ich. Vor allem in Ver­bin­dung mit dem Wochen­end-Abo: Man bekommt Sams­tags die taz & sonn­taz (also ver­hält­nis­mä­ßig viel Zei­tung) in den Brief­kas­ten und kann für gera­de mal 1 Euro pro Woche die digi­ta­le Aus­ga­be dazu abon­nie­ren. (Gera­de bei der Süd­deut­schen ist das ja völ­lig anders, da muss man noch ein­mal rich­tig tief in die Tasche grei­fen, wenn man nicht nur die Papier­aus­ga­be haben will.) Die gab es bis­her schon in vie­len For­ma­ten, unter ande­rem pdf, epub (sehr löb­lich!) und auch als mobi-Datei, die auto­ma­tisch an mei­nen Kind­le ver­sen­det wird. Das funk­tio­niert zwar, ist aber doch etwas gewöh­nungs­be­dürf­tig, weil die digi­ta­le taz – offen­bar aus kon­ver­tie­rungs­öko­no­mi­schen Grün­den – nicht das „Zei­tungs­for­mat“ des Kind­le nutzt, in dem man beque­mer von Arti­kel zu Arti­kel sprin­gen kann, son­dern als fort­lau­fen­der Text alle Arti­kel mit zwi­schen­ge­schal­te­ten Sei­ten­fak­si­mi­les dar­stellt. Das heißt aber, wenn man nicht so sehr viel liest, ist man ewig am Blät­tern – und das hält am Kind­le halt doch immer etwas auf.

Aber jetzt: Die taz auf Android-Gerä­ten. Ich habe sie zunächst auf dem Sony Tablet S gete­test. Und das macht rich­tig Spaß. Man kann natür­lich ganz bequem sei­ne Abo-Daten in die kos­ten­los im Play-Store von Goog­le erhält­li­che App ein­ge­ben und dann die gewünsch­ten Aus­ga­ben her­un­ter­la­den. Die Ein­stel­lun­gen bie­ten das nötigs­te, ohne gro­ßen Schnick­schnack: auto­ma­ti­sches Laden der nächs­ten Aus­ga­be, basa­le Ein­stel­lun­gen zum Lay­out (Schrift­grö­ße, Spal­ten­zahl etc.), und das war’s eigent­lich auch schon. Über­haupt ist die gan­ze App recht schlicht gehal­ten: Zei­tung pur sozu­sa­gen. Da ist nicht viel mit inter­ak­ti­ven Inhal­ten oder Vide­os oder Bil­der­ga­le­rien (zumin­dest habe ich noch kei­ne ent­deckt). Das ist für mich aber auch okay so. Denn die Text sind gut zu lesen, ein­fach zu navi­gie­ren: Ent­we­der über die Sei­ten­fak­si­mi­les (ein Tip­pen auf einen Arti­kel holt ihn in der Text­an­sicht her­vor) oder über das Inhalts­ver­zeich­nis. Dort kann man sich, das fin­de ich nett gemacht, auch sei­ne eige­ne taz zusam­men­stel­len: Ein­fach im aus­führ­li­chen Ver­zeich­nis (mit Anrei­ßer) die gewünsch­ten Tex­te mar­kie­ren, dann kann man sie ein­fach der Rei­he nach durch­wi­schen (und natür­lich lesen). Schön. 

Und das funk­tio­niert nicht nur auf dem 10-Zoll-Tablet gut (das ist ja ver­gleichs­wei­se ein­fach), son­dern läuft auch auf dem 4‑Zoll-Bild­schirm mei­nes Sam­sung Nexus wun­der­bar: Auf den Fak­si­mi­lies erkennt man zwar nicht viel, aber immer­hin die Über­schrif­ten. Und der Text ist dann im Augen­blick wun­der­bar les­bar auf den Bild­schirm gezau­bert – sehr flüs­sig läuft das alles, so dass man ganz in Ruhe lesen kann und sich um nichts sonst küm­mer muss …

Sonst gibt es nicht viel zu sagen. Gewünscht hät­te ich mir aller­dings die Mög­lich­keit, Text zu mar­kie­ren (und natür­lich zu kopie­ren …). Und die Social-Media-Anbin­dung (E‑Mail, Twit­ter, Face­book) steckt noch sehr in den Kin­der­schu­hen: Man kann die But­tons unter jeden Arti­kel ein­blen­den las­sen. Ein Tip­pen auf das Twitter‑T öff­net aller­dings nur die Twit­ter-Home­page und will da eine Tweet mit Titel & URL des Tex­tes erstel­len – die instal­lier­ten Twit­ter-Apps erkennt die taz-App offen­bar nicht. Das ist aller­dings scha­de, da wün­sche ich mir noch etwas Nachbesserung …

Taglied 9.6.2012

And now, to some­thing com­ple­te­ly different:

Taglied 7.6.2012

Tho­mas Weel­kes, As ves­tas was – gesun­gen von den Voces 8:

Tho­mas Weel­kes: As ves­ta was – Voces8

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

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