Ins Netz gegangen (9.2.)

Berliner Fernsehtum hinterm NetzFlo Karr

Ins Netz gegan­gen am 9.2.:

  • Ger­ma­nis­tik in der Kri­se? Der eier­le­gen­de Woll­milch­ger­ma­nist wird drin­gend gesucht | FAZ → ste­fan mar­tus über die gegen­wär­ti­ge lage der ger­ma­nis­tik, anläss­li­ch eines spie­gel-arti­kels

    Mit der Ger­ma­nis­tik ist es ein wenig wie mit Ber­lin: Wem die Stadt nicht gefällt, war im fal­schen Stadt­teil. Oder er mag ein­fach kei­ne Metro­po­len, in denen man vor der Qual der Wahl steht. Ein Pro­blem für die Rede über „die“ Ger­ma­nis­tik besteht mit­hin dar­in, dass es kei­nen Stadt­plan gibt, der für Über­bli­ck sorgt. 

  • Australia’s Faul­ty Wel­fa­re Pro­gram Shows the Perils of Big Data | Vice → in aus­tra­li­en schei­tert ein big-data-pro­jekt, dass arbeits­lo­sen­be­zie­her und ihr ver­steu­er­tes ein­kom­men auto­ma­ti­sch über­prüft und bei feh­lern straf­zah­lun­gen for­dert, mas­siv – und nie­mand küm­mert es …

    „The data matching errors mean up to 20 per­cent of the ‚debts‘ are just plain wrong,“ Dr. Suelet­te Drey­fus, a lec­turer in com­pu­ting and infor­ma­ti­on sys­tems at the Uni­ver­si­ty of Mel­bour­ne, tells VICE.
    […] An auto­ma­ted debt-reco­very sys­tem, it turns out, is about as Orwel­li­an as it sounds. Drey­fus explains that rely­ing on sim­pli­s­tic methods to crun­ch extre­me­ly com­plex sets of data will always mean high failure rates. To a com­pu­ter algo­rithm, your per­so­nal circumstances—those that forced you to app­ly for wel­fa­re bene­fits in the first place—mean abso­lu­te­ly not­hing. The num­bers are all that mat­ter. Unfor­t­u­n­a­te­ly, espe­cial­ly when devo­id of con­text, num­bers can be wrong.
    […] „This is a politi­cal failure dres­sed up as an an IT failure,“ Drey­fus says. „Big Data com­bi­ned with data ana­lytics and pre­dic­tive ana­lytics has the poten­ti­al to give us bet­ter ans­wers on many things. View it as a power­ful tool. How that tool is used—for good or evil—depends on how accoun­ta­ble the peop­le are who wield it.“

  • Das blan­ke Ent­set­zen| Stö­rungs­mel­der → micha­el berg­mann berich­tet aus sach­sen bzw. dres­den, wo die poli­zei immer noch mit zwei­er­lei maß arbei­tet, je nach­dem, ob die „störer“/protestanten/… von rechts oder von links kom­men
  • Sicher­heit in Deutsch­land: „Je frem­der, desto schlim­mer unse­re Fan­ta­si­en“ | Zeit → sehr gutes, unauf­ge­reg­tes inter­view mit dem sozio­lo­gen ort­win renn über sicher­heit, gefüh­le und kri­mi­na­li­tät (nur die kom­men­ta­re darf man wie­der mal nicht lesen, die haben näm­li­ch von dem, was der wis­sen­schaft­ler sagt, wenig bis nix kapiert …)
  • Die Lust ver­langt Opfer |FR arno wid­mann wür­digt klaus the­we­leit zu des­sen 75. geburts­tag

    Wer heu­te einen Text von Klaus The­we­leit liest, der – das macht The­we­leits Qua­li­tät aus – spürt auch noch in den neue­ren Arbei­ten den Schre­cken dar­über, dass „Das Lachen der Täter“, die „Män­ner­phan­ta­si­en“ nicht nur bei ande­ren, son­dern auch an sich selbst zu beob­ach­ten sind. Die Hun­der­te von Sei­ten umfas­sen­den Stu­di­en, in denen The­we­leit – zum Bei­spiel im noch immer nicht abge­schlos­se­nen „Buch der Köni­ge“ (Stro­em­feld Ver­lag) – sich und dem Leser deut­li­ch macht, wie sehr in unse­rer Kul­tur – und womög­li­ch nicht nur in ihr – männ­li­che Pro­duk­ti­vi­tät ange­wie­sen ist auf ihr sich opfern­de Frau­en. Die­se Opfer wer­den nicht nur gefor­dert. Sie wer­den auch gebracht. Bei­de Geschlech­ter wer­den geprägt von dem Ver­hält­nis, das zwi­schen bei­den herrscht. Dem Wahn­haf­ten, der ganz und gar irra­tio­na­len Öko­no­mie unse­rer Emo­tio­nen ist kaum einer so akri­bi­sch nach­ge­gan­gen wie The­we­leit. Sei­ne Bücher kön­nen kein Ende fin­den, weil wir alle noch mit­ten drin sind in den Ver­hält­nis­sen, die sie zu fas­sen ver­su­chen.

Ins Netz gegangen (30.1.)

spinnweben zwischen holz, schwarz-weißnidan

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  • Talk­show-Ter­ror mit Trump-Effekt| Deutsch­land­ra­dio Kul­tur → bodo mor­s­häu­ser über die unsäg­li­chen talk­shows des deut­schen fern­se­hens:

    Ihr Kri­te­ri­um ist der Erre­gungs­pe­gel, den es zu hal­ten gilt. Ist es Absicht oder ist es Unge­schick, dass die­se Art von soge­nann­ter Dis­kus­si­on eine der bes­ten Wahl­kampf­hil­fen für unse­re neue, auf Erre­gungs­pe­gel spe­zia­li­sier­te Rechts­par­tei ist? Abge­se­hen davon, dass Migra­ti­ons­the­men sowie­so ihr Spiel­feld sind.

    Ganz sicher wer­den Ter­ror und Sicher­heit die Wahl­kampf­the­men des Jah­res wer­den. Wirt­schafts- oder sozi­al­po­li­ti­sche The­men dage­gen – wie unter­be­zahl­te Jobs, sie­ben Mil­lio­nen Emp­fän­ger von Trans­fer­leis­tun­gen, Armut bei jedem sechs­ten Kind, die absurd unge­rech­te Ver­mö­gens­ver­tei­lung, die per­ma­nen­te Euro-Kri­se oder der unglaub­li­che Abgas­be­trug – sind offen­bar nicht erre­gend genug.

  • Men­schen ers­ter Klas­se, Men­schen zwei­ter Klas­se | law blog → udo vet­ter hält aus guten grün­den wenig davon, (wei­te­re) son­der­rech­te für poli­zis­tin­nen etc. zu schaf­fen
  • Ber­li­ner Städ­te­bau – lang­wei­lig und fan­ta­sie­los | SZ → der fran­zö­si­sche deutsch­land-kor­re­spon­dent chris­to­phe bour­doi­se­au rech­net mit der städ­te­bau-poli­tik ber­lins ziem­li­ch gna­den­los ab:

    Seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung ori­en­tiert sich die Ber­li­ner Poli­tik nicht an der Sub­stanz die­ser Stadt – an deren Ener­gie und Krea­ti­vi­tät -, son­dern an den alten und stau­bi­gen preu­ßi­schen Zei­ten mit deren Men­tor Karl Fried­rich Schin­kel.

  • Stop Pro­ble­ma­ti­zing Aca­de­mic Jar­gon | Sla­te → rebec­ca schu­man schreibt gegen die ver­ach­tung, die aka­de­mi­schem jar­gon (eigent­li­ch ja: fach­spra­che) beson­ders der geis­tes­wis­sen­schaf­ten ent­ge­gen­schlägt. kei­ne beson­ders ori­gi­nel­le argu­men­ta­ti­on, aber nett zu lesen und schließ­li­ch nie fal­sch …

    Per­haps the ans­wer moving for­ward, then, is not to join in the mocke­ry of jar­gon, but to dou­ble down on it. Scho­lars of Yid­dish stu­dies are hap­py to tell you the thou­sand-year-old lan­gua­ge deve­lo­ped as a kind of secret code so that its spea­kers could talk fre­e­ly under the noses of their oppres­sors (and, yes, some­ti­mes mock them). Per­haps aca­de­mic jar­gon could ser­ve a simi­lar pur­po­se. Yes, per­haps the last hope to pro­ble­ma­ti­ze fascis­to­id non­pro­gres­si­ve edges, so to speak, is to reter­ri­to­ria­li­ze the oppo­si­tio­nal ver­na­cu­lars. But per­haps that was the point all along, and jar­gon has been lying pati­ent­ly and use­ful­ly in wait for all this time, a secret code in sear­ch of a foo­lish tyrant.

Ins Netz gegangen (8.1.)

spinnenetz mit tautropfenMichael Podger

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  • CO2-Bilanz 2016: Deutschland macht einen Schritt zurück | Deutsche Welle → 2016 war für Deutschlands Klimaschutz ein schlechtes Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr wurde sogar wieder mehr CO2 in die Luft geblasen. Für die Klimaziele reicht das Tempo der Energiewende bisher nicht. So wird das - wie in den letzten Jahren und Jahrzehnten - wieder nichts, trotz hehrer Ziele: Wenn es an die konkrete Umsetzung geht, gelten offenbar auf einmal andere Prioritäten ...
  • Historisches Erbgut: Genetisches Erbe der Sklaverei | Spektrum → interessanter text über die genetische untersuchung von (wieder)gefundenen gräbern befreiter sklaven z.b. auf st. helena
  • Die postfaktische Universität | Zeit → bernhard pörksen über das "postfaktische" zeitalter, die probleme dieser diagnose und möglichkeiten der abhilfe - ich bin mir nicht sicher, ob er mit allem recht hat (z.b. scheint mir ein unterschied zw. ideologischer weltsicht und bullshit/post-truth zu bestehen), aber er hat durchaus einige bedenkenswerte argumente und beobachtungen

    Postfaktisch ist, darin besteht das Problem, ein sachlich falscher Verbalaufreger, ein Symptomwort des Pauschalismus.
    [...] Das demokratische Prinzip lebt elementar vom Ideal der Aufklärung und von der Idee des mündigen Bürgers – bis zum absolut endgültigen Beweis des Gegenteils. Und eine paternalistisch regierte Wahrheitswelt kann sich bei allem Erschrecken über das gegenwärtige Kommunikationsklima niemand wünschen. Was für liberal gesinnte Geister bleibt, ist die manchmal beglückende und manchmal schreckliche Sisyphusarbeit des Diskurses, die nun überall stattfinden muss.

  • What if Hitler had won the war? What is Jesus hadn't been crucified? Who cares? | New Republic → über kontrafaktische geschichtsschreibung und ihren möglichen nutzen für die gegenwart, v.a. auch eine widersprechende diskussion der ablehnenden thesen von richard evans

Ins Netz gegangen (5.11.)

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  • Are you man enough for bir­th con­trol? | NewSta­tes­man → lau­rie pen­ny stellt in die­sem inter­es­san­ten text die nach­richt über den abbruch der test von hor­mo­nel­ler gebur­ten­kon­trol­le an män­nern in den grö­ße­ren zusam­men­hang:

    The sto­ry of a male con­tra­cep­ti­ve jab hal­ted becau­se men were too dis­t­res­sed by the side effects to stay the cour­se is as disap­poin­ting as it is fami­li­ar. It fits the cul­tu­ral nar­ra­ti­ve whe­r­e­by men can’t pos­si­bly be trusted with tra­di­tio­nal­ly fema­le res­pon­si­bi­li­ties — from washing up to chan­ging nap­pies, if you lea­ve it to the guys, they’ll eit­her fla­ke out, fuck it up or both. We should sim­ply let them off the hook, and let the women get on with it, grit their tee­th though they may. That’s nature’s way, or God’s, depen­ding on who you ask. But that’s not what hap­pe­n­ed here. The real sto­ry is more inte­res­ting. The real sto­ry — of rese­ar­ch hal­ted des­pi­te most of the men invol­ved being enthu­si­a­s­tic, and a great many peop­le all over the world won­de­ring why the hell male hor­mo­nal con­tra­cep­ti­on isn’t a thing yet — is a sto­ry of collec­tive cul­tu­ral resis­tan­ce to sci­en­ti­fic pro­gress. Once again, tech­no­lo­gi­cal advan­ces that could impro­ve people’s lives are on hold becau­se we’re too soci­al­ly back­ward to tell a dif­fe­rent sto­ry about sex, love and gen­der.

  • 7 Rea­sons So Many Guys Don’t Under­stand Sexu­al Con­s­ent | cra­cked → David Wong über die rol­le der durch kino­fil­me ver­mit­tel­ten män­ner­bil­der und dort posi­tiv gezeich­ne­ten über­grif­fi­gen paa­rungs­si­tua­tio­nen für die aktu­el­le dis­kus­si­on um zustim­mung zum sex

Ins Netz gegangen (25.9.)

Milada Vigerova

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  • Ent­gren­zung und die Spra­che der Flücht­lings­de­bat­te | FAZ → ein sehr guter text von tobi­as rüt­her über die zuneh­mend unsäg­li­che, untrag­ba­re, ver­hee­ren­de rhe­to­rik im poli­ti­schen dis­kurs, vor allem wenn es um „flücht­lings­fra­gen“ geht (wor­an die faz aber auch ihren anteil hat …)
  • #Open_Ac­cess: Wie der aka­de­mi­sche Kapi­ta­lis­mus die Wis­sen­schaf­ten ver­än­dert – Geschich­te der Gegen­wart → micha­el hagner wirf einen eher pes­si­mis­ti­schen bli­ck auf die momen­ta­nen ent­wick­lun­gen von open access

    Als Geschäfts­modell des akade­mi­schen Kapita­lismus ist OA Rea­li­tät, als Pro­gramm dafür, die Mensch­heit im gemein­samen intel­lek­tu­ellen Gespräch und Stre­ben nach Wis­sen zu verei­nigen, ist es eine Uto­pie.

    OA hat das auch vor­her schon viru­len­te Pro­blem eines hemmungs­losen Publi­ka­ti­ons­wahns noch wei­ter ver­schärft und mit der vermeint­lichen Trans­parenz eine noch grö­ße­re Unüber­sicht­lichkeit geschaf­fen.

  • Die Schwar­zen Schwä­ne der Ener­gie­wen­de | Neue Ener­gie → ein inter­es­san­tes inter­view über risi­ken für die ener­gie­wen­de

    Das kri­tischs­te Risi­ko für die Ener­gie­wen­de wirkt im Ver­gleich gar nicht so span­nend: dau­er­haft nied­ri­ge Welt­markt­prei­se für fos­si­le Ener­gi­en.

  • Das Geld wan­dert ab aus die­sem Beruf“ | Voll­text → inter­es­san­tes inter­view mit ulri­ke draes­ner über lyrik und deren wert­schät­zung, die ände­run­gen für das schrei­ben, die die all­zeit ver­füg­ba­ren daten & infor­ma­tio­nen mit sich brin­gen
  • US Air­ways Flight 1549: Ana­to­my of a Mira­cle | Vani­ty Fair → groß­ar­ti­ge (wirk­li­ch!) – und auch ziem­li­ch lan­ge – repor­ta­ge über das flug­zeug, das auf dem hud­son river kurz nach dem start not­lan­de­te. tol­ler text!
  • Alfred Harth: Jen­seits von Para­dox (Erin­ne­run­gen) | geti­dan → der groß­ar­ti­ge alfred 23 harth erin­nert sich an die 80er:

    Am Abend medi­tie­re ich auf dem Saxo­fon die jüngs­ten Ereig­nis­se die­ser enig­ma­ti­schen Rei­se, ihre nume­ro­lo­gi­schen Impli­ka­tio­nen, und bin ab sofort als 23 neu inkar­niert.
    […] Zer­split­ter­te Zeit­py­ra­mi­de. Simu­la­ti­ons­zeit­al­ter. Any­thing Goes – Jazz ist eigent­li­ch ein quer­ste­hen­des Gefühl.

  • Byung-Chul Han: Wir hat­ten eine gute Zeit | ZEIT ONLINE → Magnus Klaue zeigt wie das Den­ken und Schrei­ben von Byung-Chul Han funk­tio­niert und erfolg­reich sein kann

Ins Netz gegangen (30.5.)

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  • Kleist-Edi­ti­on: Ein trau­ri­ges Ende | Süd­deut­sche → kleist-exper­te und -her­aus­ge­ber klaus mül­ler-sal­get berich­tet vom sehr unrühm­li­chen umgang des han­ser-ver­la­ges mit der offen­bar grot­ten­schlech­ten, aber als ulti­ma­ti­ven ange­prie­se­nen kleist-lese­aus­ga­be von roland reuß und peter sta­en­gle – nach­dem der ver­lag eine revi­si­on ver­sprach, die feh­ler­haf­te aus­ga­be aber mun­ter wei­ter ver­kauf­te, stellt er sie nun gänz­li­ch ein (das sind übri­gens die ver­la­ge, die über die vg wort geld von den urhe­bern haben wol­len – für ihre uner­setz­li­chen leis­tun­gen …)
  • re:publica 2016 – Thors­ten Schrö­der & Frank Rie­ger: Ad-Wars → span­nen­der vor­trag von frank rie­ger & thors­ten schrö­der über adblo­cker, mal­wa­re und gefah­ren­ab­wehr im netz (mit lösung­vor­schlä­gen!)
  • Muse­ums­di­rek­tor Köh­ne im Gespräch: Wir müs­sen es wagen! | FAZ → eck­art kröh­ne, direk­tor des badi­schen lan­des­mu­se­ums, will sein muse­um öff­nen – die faz spricht im inter­view von einer „revo­lu­ti­on von unten“:

    Muse­en sind eigent­li­ch so ange­legt, dass sie die wis­sen­schaft­li­ch fach­li­che Deu­tungs­ho­heit für ihre Inhal­te haben. Wir ver­su­chen, neben die­sem kura­to­ri­schen Strang einen zwei­ten Strang zu ent­wi­ckeln, bei dem wir sel­ber nicht mehr deu­ten, son­dern die Nut­zer und Nut­ze­rin­nen des Muse­ums das tun.

  • Kri­se des Libe­ra­lis­mus: Ein auto­ri­tä­res Ange­bot | Zeit → tho­mas ass­heu­ser ver­sucht sich in der „zeit“ an einer ana­ly­se der situa­ti­on des libe­ra­lis­mus – und so viel er rich­tig beob­ach­tet, fra­ge ich mich doch, ob sein aus­gangs­punkt – dass näm­li­ch „unse­re“ moder­ne libe­ra­le gesell­schaft so eng mit dem libe­ra­lis­mus zusam­men­hängt, wirk­li­ch rich­tig ist. ich ten­die­re ja eher zur annah­me, dass die poli­tik der letz­ten jahre/jahrzehnte gen­au das – näm­li­ch den libe­ra­lis­mus – ver­lo­ren hat, auch ohne in das auto­ri­tä­re geham­pel der rech­ten zu ver­fal­len.

    Man kann sich leicht aus­ma­len, wel­ch kleb­ri­ge Attrak­ti­vi­tät eine sol­che Apart­heid­ge­sell­schaft ent­wi­ckelt, wenn Bür­ger das Gefühl haben, sie sei­en Moder­ni­sie­rungs­ver­lie­rer und könn­ten sich für ihre libe­ra­le Frei­heit nichts kau­fen. Die rech­te Alter­na­ti­ve ver­spricht dage­gen die Befrei­ung von der Befrei­ung und den Abschied von Euro­pa sowie­so. Sie malt die Nati­on als gute Stu­be mit Hirsch­ge­weih und kugel­si­che­ren But­zen­schei­ben, als Trutz­burg gegen Ter­ror, Kli­ma­ka­ta­stro­phe und Flücht­lin­ge, kurz: als wet­ter­fes­ten Herr­gotts­win­kel für Men­schen mit apo­ka­lyp­ti­schen Vor­ge­füh­len, die nicht zu Unrecht fürch­ten, die „Welt drau­ßen“ kön­ne über ihren Köp­fen zusam­men­bre­chen. Das auto­ri­tä­re Ange­bot ver­fängt.

  • Exzel­lenz­in­itia­ti­ve: Pri­vat ein Las­ter, öffent­li­ch eine Tugend | FAZ → jochen höri­sch über den „dou­ble­speak“ in bezug auf die exzellenziniative,die auch vie­le (betei­lig­te) wis­sen­schaft­ler für sub­op­ti­mal bis unsinn hal­ten, das aber selten/kaum öffent­li­ch sagen

    Man muss kein appro­bier­ter Medi­en- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­ler sein, um die all­täg­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on an den Uni­ver­si­tä­ten über die alte wie die neu auf­ge­leg­te Exzel­lenz­in­itia­ti­ve auf­fal­lend und ana­ly­se­be­dürf­tig zu fin­den. Denn immer wie­der macht sich ein pro­fa­nes Dilem­ma bemerk­bar. Im ältes­ten Medi­um, der face-to-face-com­mu­ni­ca­ti­on, wird noch sehr viel stär­ker als son­st gänz­li­ch anders über die Exzel­lenz­in­itia­ti­ve gespro­chen als in der publi­zier­ten Schrift­form. Antrags­pro­sa oder Ver­laut­ba­run­gen von offi­ziö­sen Uni­ver­si­täts­zeit­schrif­ten begrü­ßen die Erneue­rung der Exzel­lenz­in­itia­ti­ve, ansons­ten aber hört man zumeist läs­ter­li­che Reden.

  • Corporate’s Child | text­dump → zur lage der poli­tik eini­ge schar­fe beob­ach­tun­gen und anmer­kun­gen in guen­ter hacks text­dump:

    Der Staat gibt vor, alles sehen zu kön­nen (sie­he Punkt 2), wenn er aber han­deln soll, tut er so, als sei­en ihm die Hän­de gebun­den, von der bösen EU, durch inter­na­tio­na­le Ver­trä­ge, durch Res­sour­cen­man­gel, durch die all­ge­mei­ne Wirt­schafts­lo­gik, die halt nun mal so ist. Wenn der Staat agiert, dann nur mit noch mehr Repres­si­on nach unten, weil das halt ein­fa­cher ist, als Steu­ern von Ama­zon zu ver­lan­gen. Die­se Dis­kre­panz führt zu einer Art Theo­di­ze­e­ge­fühl, die schon ziem­li­ch mas­si­ve Welt­re­li­gio­nen hat abschmel­zen las­sen.

    Die neo­na­tio­na­lis­ti­schen Par­tei­en sind nicht des­we­gen so erfolg­reich, weil sie dis­rup­tiv wären, son­dern weil sie bestehen­de Leit­li­ni­en der Main­stream-Poli­tik der letz­ten 30 Jah­re kon­se­quen­ter und skru­pel­lo­ser wei­ter­den­ken als die Cor­po­ra­te-Poli­ti­ker selbst.

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  • re:publica 2016 – Richard Sen­nett: The City as an Open Sys­tem → richard sen­nett sprach bei der re:publica sehr gut über open & smart cities, stadt­ent­wick­lung, gren­zen und begeg­nun­gen
  • Last Week Tonight with John Oli­ver: Sci­en­ti­fic Stu­dies (HBO) → John Oli­ver erklärt wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en und (Wissenschafts-)Journalismus
  • Rad­we­ge: Jetzt geht es rund | ZEIT ONLINE → sehr schö­ner text über die absur­di­tät und gewollt fak­ten-igno­rie­ren­de und -ver­dre­hen­de dis­kus­si­on um die för­de­rung von rad­ver­kehr in ham­burg

    Kaum eine Debat­te wird so emo­tio­nal geführt wie die um Rad­we­ge. In einer Stra­ße in Wands­bek zeigt sich nun die gesam­te Absur­di­tät des Kon­flikts.

  • The Absurd Pri­ma­cy of the Auto­mo­bi­le in Ame­ri­can Life | The Atlan­tic → auch wenn’s (v.a. bei den zah­len) pri­mär um die usa geht, gilt das im wesent­li­chen natür­li­ch für alle ent­wi­ckel­ten län­der

    But con­ve­ni­en­ce, along with Ame­ri­can his­to­ry, cul­tu­re, ritu­als, and man-machine affec­tion, hide the true cost and natu­re of cars. And what is that natu­re? Sim­ply this: In almost every way ima­ginable, the car, as it is deploy­ed and used today, is insa­ne.

  • Lite­ra­tur und Kapi­ta­lis­mus­kri­tik: Das Geld ver­schlingt uns | NZZ → björn hay­er in der nzz über die lite­ra­tur (d.h. über vier tex­te) und den kapi­ta­lis­mus bzw. des­sen kri­tik – er sieht da vor allem abs­trak­te schuld und schwarz­ma­le­rei, ihm fehlt sozu­sa­gen das posi­ti­ve …

    Die Schrift­stel­ler neh­men also ihre klas­si­sche Posi­ti­on als Mah­ner und Wäch­ter der Moral ein. Doch wo sind die Akteu­re, die sie zu adres­sie­ren sich bemü­hen, in einem nebu­lö­sen Sys­tem noch auf­zu­spü­ren?
    […] Sie ver­har­ren aber allein in Dia­gno­sen, die Schuld­fra­gen ins Nir­gend­wo ver­la­gern und das Sub­jekt zur macht­lo­sen Mario­net­te degra­die­ren.

    Ihre Lite­ra­tur arran­giert sich mit einem gemüt­li­chen Feind­bild, das sie wei­ter auf­bläst.

  • Selec­ted Stock­hau­sen Scores → Beispielseiten/-ausschnitte aus Stock­hau­sens Par­ti­tu­ren

Ins Netz gegangen (11.2.)

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  • Lite­ra­tur­blogs: Die­ses Buch wird Ihr Leben ver­än­dern! | Zeit – ana maria michel schreibt am mythos der guten, objek­ti­ven lite­ra­tur­kri­ti­ken in (zeitungs)feuilletons und der schlech­ten, sub­jek­ti­ven wer­ben­den bespre­chun­gen in blogs und youtube-kanä­len fort. eines der kri­te­ri­en ihres ziem­li­ch unzu­läng­li­chen tex­tes: in blogs gäbe es nur posi­ti­ve, loben­de bespre­chun­gen – als ob das in feuil­le­ton anders wäre!
  • Stra­di­va­ri: Frau Gene­ral lässt bit­ten | ZEIT ONLINE – wolf­ram goertz kann sich nicht ein­krie­gen vor begeis­te­rung, dass frank peter zim­mer­mann für drei jah­re eine neue gei­ge hat.
  • Der Online-Freud – alle 17 bän­de der „gesam­mel­ten wer­ke“ von freud gibt es hier online: zum lesen im brow­ser oder als pdf- bzw. epub-down­load.
  • Open Access zer­stört die Wis­sen­schaft. Meint Urs Heftrich in der FAZ. | LIBREAS.Library Ide­as – ben kaden setzt der ver­lags­pro­pa­gan­da der faz ent­ge­gen

    fak­ti­sch ist die Bedro­hung des wis­sen­schaft­li­chen Ver­lags­we­sens durch Open Access und Zweit­ver­öf­fent­li­chungs­rech­te kei­nes­falls so akut, wie sie ihren Lesern glau­ben machen wol­len. Zum Dis­kurs gehört also auch, dar­auf hin­zu­wei­sen. Ursäch­li­ch für einen Rück­gang bei den Erwer­bun­gen sind sicher nicht vor­ran­gig die Repo­si­to­ri­en und Open-Access-Ver­la­ge, son­dern viel­mehr die gro­tes­ken Preis­stei­ge­rung der STEM-Mono­po­lis­ten sowie Kür­zun­gen in den Biblio­thek­setats. Wie sehr wür­de man sich über regel­mä­ßi­ge, gern auch schar­fe Feuil­le­ton-Bei­trä­ge aus Hei­del­berg gegen die Preis­po­li­tik von Else­vier und für die bes­se­re finan­zi­el­le Aus­stat­tung von deut­schen Hoch­schul­bi­blio­the­ken freu­en.

  • Deutsch­land: Off Duty | NEO MAGAZIN ROYALE mit Jan Böh­mer­mann – ZDFneo – YouTube – so bescheu­ert, dass es schon wie­der gut ist: jan böh­mer­manns neu­es­tes video „Deutsch­land: Off Duty“
  • Geschich­te der Gegen­wart – „eine Grup­pe von Geis­tes- und Kultur­wis­sen­schaft­le­rInnen“ v.a. aus zürich star­te­te gera­de die „Geschich­te der Gegen­wart“ als platt­form, um sich in die öffent­li­che dis­kus­si­on ein­zu­mi­schen.

    Tex­te, in denen die Gegen­wart nicht ver­neint wird durch das, was man immer schon zu wis­sen glaubt, son­dern zugäng­lich wird durch das, was man erschlie­ßen und rekon­stru­ieren, erör­tern und analy­sieren, begrei­fen und ein­schät­zen ler­nen kann.

    Gegen­wart liegt nicht ein­fach vor, son­dern sie pas­siert, wobei sie sich unse­rer Aufmerk­sam­keit lau­fend wie­der ent­zieht… Hal­ten wir sie fest! Dabei gilt: Wie sie pas­siert und was in ihr pas­siert, folgt aus all ihren Vergan­gen­heiten, die nicht abge­schlos­sen sind.

    Geschich­te der Gegen­wart bie­tet bewusst kei­ne Möglich­keit, Arti­kel unmit­telbar zu kommen­tieren. Die­se heu­te so verbrei­tete Form der media­len Öffent­lich­keit hat u. E. den Nach­weis ihrer publi­zis­ti­schen Unabding­bar­keit und politi­schen Produk­ti­vität bis­lang nicht erbrin­gen kön­nen, son­dern öff­ne­te das Feld nicht zuletzt dem ungefil­terten Vorur­teil, der Ran­kü­ne und der blos­sen Mutmas­sung, die sich um Argu­men­te nicht zu küm­mern braucht.

    könn­te inter­es­sant wer­den …

  • Stel­lung­nah­me zu “Sie­ger­kunst” | ide­en­frei­heit – wolf­gang ull­rich berich­tet per­ver­si­tä­ten des urhe­ber­rechts: künst­ler_in­nen nut­zen das zuneh­mend, um abbil­dun­gen ihrer (öffent­li­ch aus­ge­stell­ten) wer­ke in publi­ka­tio­nen, die ihnen nicht gefal­len, zu ver­hin­dern und somit eine wis­sen­schaft­li­che aus­ein­an­der­set­zung (fast) unmög­li­ch machen. und das spiel kann man bis zu 70 jah­re nach dem tod der urhe­be­rin­nen wei­ter­spie­len …

Ins Netz gegangen (21.12.)

Ins Netz gegan­gen am 21.12.:

  • 39. Besu­ch auf dem Fried­hof oder Ein Kreu­zungs­punkt der Zei­ten – achim land­wehr über die mög­lich­kei­ten & gele­gen­hei­ten, die ein gang auf den fried­hof bie­ten kann:

    Der Fried­hof ist dann nicht mehr nur ein Ort des Geden­kens, son­dern auch des Beden­kens der Zeit(en), die wir haben oder die wir mög­li­cher­wei­se haben wol­len. Hier ist nicht nur die Trau­er über die Toten zu Hau­se, son­dern auch die Hoff­nung ande­rer Zeit­mo­da­li­sie­run­gen, weil sich gen­au hier die sehr unter­schied­li­chen Ver­zei­tun­gen begeg­nen, über­kreu­zen und gegen­sei­tig durch­ein­an­der­brin­gen.

  • Wolf­gang Benz : „Ich bin schon froh, wenn es nicht schlim­mer wird“ | ZEIT – sehr gutes inter­view mit wolf­gang benz, der ziem­li­ch ernüch­tert über sei­ne for­schun­gen, den zustand der deut­schen gesell­schaft und die mög­lich­kei­ten der geschichts­wis­sen­schaf­ten spricht:

    Man kann sagen: Die Sache mit Natio­nal­staat und Natio­nal­be­wusst­sein ist in Deutsch­land gründ­li­ch schief­ge­gan­gen.
    […] Es hat doch ohne­hin <em>niemand<em> wirk­li­ch Inter­es­se an Geschich­te. Fürs Fami­li­en­al­bum viel­leicht, aber wenn es dar­um geht, poli­ti­sche und sozia­le Her­aus­for­de­run­gen in den Griff zu bekom­men, spielt der Bli­ck in die Geschich­te kaum noch eine Rol­le. Da wird der His­to­ri­ker allen­falls abge­wehrt. Von Geschich­te und der Mög­lich­keit, sie zu nut­zen im Sin­ne eines huma­nis­ti­schen Fort­schritts, will die Mensch­heit nichts wis­sen. Son­st wür­de es näm­li­ch seit lan­ger Zeit kei­ne Krie­ge mehr geben, kei­nen Völ­ker­mord und wahr­schein­li­ch kei­ne Ver­trei­bun­gen.
    […] [Die Auf­klä­rung] war und ist der ein­zi­ge Ansatz­he­bel gegen das Freund-Feind-Den­ken und die Dehu­ma­ni­sie­rung des Ande­ren. Aber wie müh­sam schritt nach dem Jahr­hun­dert der Auf­klä­rung die Jude­n­eman­zi­pa­ti­on vor­an und mit wel­cher Halb­her­zig­keit! Und wie viel stär­ker ist das Irra­tio­na­le, das an Ängs­te appel­liert; wie viel leich­ter tun sich die Dem­ago­gen als die Auf­klä­rer … </em></em>

    – sehr lesens­wert!

  • The Inter­na­tio­nal Postal Sys­tem Is Pro­found­ly Broken—and Nobo­dy Is Pay­ing Atten­ti­on – Paci­fic Stan­dard – span­nend: ein text über die UPU, die Uni­ver­sal Postal Uni­on, die den brief­ver­kehr und vor allem des­sen bezah­lung zwi­schen staa­ten & pos­ten orga­ni­siert – und die mit eini­gen gro­ßen pro­ble­men zu kämp­fen hat, aber anschei­nend kaum/nicht zu refor­mie­ren ist …
  • Ver­fah­ren gehö­ren zum Beruf des Jour­na­lis­ten dazu – Das Netz – hans ley­en­de­cker im gespräch mit irights.info, über die netz­po­li­tik-lan­des­ver­rats-affä­re, geheim­diens­te, deutsch­land und euro­pa
  • Secret Code Found in Juniper’s Fire­walls Shows Risk of Govern­ment Back­doors | WIRED – ein real-life-pro­blem, an dem man sehr schön sehen kann, dass hin­ter­tü­ren bei ver­schlüs­se­lung etc. über­haupt kei­ne gute ide­en sind – schließ­li­ch kann die jeder fin­den (nicht, dass das bis­her undenk­bar gewe­sen wäre …)
  • Kill Your Airbnb’s Hid­den WiFi Came­ras With This Script | Mother­board – ein skript, mit dem man (mit ein biss­chen glück) unlieb­sa­me über­wa­chungs­ka­me­ras im wlan aus­schal­ten kann (aber nicht darf ;-) …)
  • Flücht­lings­for­schung gegen Mythen 2 – Netz­werk Flücht­lings­for­schung – das netz­werk flücht­lings­for­schung hat zum zwei­ten mal wis­sen­schaft­ler unter­su­chen las­sen, was an häu­fi­gen behaup­tun­gen über flücht­lin­ge dran ist. und wie­der zeigt sich: poli­ti­ker haben oft über­ra­schend wenig ahnung (oder sie tun zumin­dest so)
  • Stop­pen wir lügen­de Poli­ti­ker! | NZZ Cam­pus – ser­van grü­nin­ger zeigt sehr deut­li­ch, dass björn höckes ras­sis­ti­sche erklä­rung der repro­duk­ti­ons­stra­te­gi­en der „afri­ka­ner“ und der „euro­pä­er“ nach dem stand der wis­sen­schaft ein­fach fal­scher unsinn ist.

    Das Pro­blem liegt nicht dar­in, dass er ein Ras­sist ist. Das Pro­blem liegt dar­in, dass er ein Ras­sist ist, der die Wis­sen­schaft für sei­ne Ideo­lo­gie ein­span­nen will – im Wis­sen dar­um, dass ein sol­ches Vor­ge­hen sei­ne Aus­sa­gen stützt.

  • Baye­ri­sches Kabi­nett erlaubt Ver­fas­sungs­schutz Zugriff auf Vor­rats­da­ten­spei­che­rung | netzpolitik.org
  • ohne worte.

  • Archiv Arbei­ter­ju­gend­be­we­gung – Rea­der – ein (quellen)reader zur arbei­ter­ju­gend­be­we­gung zwi­schen 1904 und 1945. sieht auf den ers­ten bli­ck ganz inter­es­sant und gut gemacht aus (auch/gerade, weil ich von dem the­ma kei­ne ahnung habe …)
  • Wenn Spi­cken erlaubt ist | Bob Blu­me – bob blu­me über den ver­su­ch einer arbeit, bei der spi­cken erlaubt ist
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