Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Schlagwort: ski

skiurlaub 2009, #2

dies­mal ging es zwar wie­der nach tiro, aber nach ser­faus. für mich eine neue erfah­rung – in die­sem ski­ge­biet war ich vor­her noch nie. aber es war bestimmt nicht das letz­te mal. zwar ist der ort ziem­lich teu­er – vor allem die unter­künf­te kos­ten eine men­ge geld – aber das ski­ge­biet ist gro­ße klas­se. schö­ne, eher schma­le pis­ten. eine schö­ne gegend. wun­der­ba­re ver­bin­dun­gen zwi­schen den tei­len (also vor allem zwi­schen ser­faus, fiss und ladis, aber auch inner­halb des recht aus­ge­dehn­ten ser­fau­ser teils).

die anrei­se am sams­tag war aller­dings eher müh­sam. die auto­bah­nen waren in deutsch­land natür­lich wie­der sehr voll, der übli­che rei­se­ver­kehr mit den übli­chen staus – etwa vor & am alb­an­stieg – eben. und der fern­pass war auch so voll, dass es nur noch im stop und go hoch und wie­der run­ter ging. in imst such­ten wir ver­geb­lich den hofer, um unse­re lebens­mit­tel­vor­rä­te für die woche zu ergän­zen, bis joa­chim auf die idee kam, dass der in lan­deck doch viel prak­ti­scher liegt … den hat­ten wir dann tat­säch­lich schnell gefun­den und die autos noch ein wenig vol­ler gela­den. ab dort ging es dann wei­ter ins inn­tal hin­auf, bis zum abzweig nach ser­faus. die stra­ße führt dann am tal­hang in 12 (durch­num­me­rier­ten) keh­ren auf kur­ze stre­cke fast 1000 höhen­me­ter hin­auf auf das ter­as­sen­pla­teau, auf dem ser­faus, fiss und ladis (in umge­kehr­ter rei­hen­fol­ge) lie­gen – mit präch­ti­gem aus­blick über das tal. in ser­faus war gera­de ziem­lich viel betrieb – die ski­fah­rer kamen von der pis­te zurück, die letz­ten urlau­ber ver­schwan­den, neue kamen … unse­re unter­kunft fan­den wir sofort, sie lag ja auch super zen­tral am kirch­platz. und damit direkt an der u‑bahn-sta­ti­on. denn so ver­rückt es klingt, ser­faus hat eine minia­tur-u-bahn unter der haupt­stra­ße, die vom gro­ßen park­platz am orts­ein­gang über zwei sta­tio­nen zur seil­bahn-tal­sta­ti­on am ande­ren dorf­en­de führt – eine wun­der­bar prak­ti­sche und schnel­le mög­lich­keit, mor­gens ins ski­ge­biet zu kom­men und abends zurück. aber auf dem rück­weg war sie nur bedingt nötig, weil man eine tal­ab­fahrt pro­blem­los bis zur dorf­mit­te ver­län­gern konn­te und dann nur noch weni­ge meter zu gehen hat­te. lau­fen muss­te ich an die­sem tag nicht mehr, das hat­te ich mor­gens in darm­stadt erle­digt, um für den ers­ten ski­tag am sonn­tag so aus­ge­ruht wie mög­lich zu sein ;-).

der ers­te tag auf der pis­te also. es soll­te eini­ges pas­sie­ren … wir schaff­ten es trotz kar­ten­kauf etc., ziem­lich genau um 9 uhr in die ers­te gon­del­bahn ein­zu­stei­gen. schnell ori­en­tier­ten wir uns in rich­tung pezid­bahn. dort gibt es zwei sehr schö­ne und teil­wei­se ordent­lich stei­le schwar­ze pis­ten. bei herr­lichs­tem wet­ter – viel son­ne vor allem – stürz­ten wir uns also mehr oder weni­ger schnell die pis­ten hin­un­ter. und ich zusam­men mit mar­kus und hei­ke, die schon sams­tags in ser­faus unter­wegs gewe­sen waren, auch in die unprä­pa­rier­ten hän­ge neben der pis­te. das ging vom ers­ten moment an erstaun­lich gut und mach­te eine men­ge spaß – so lang­sam wer­de ich mit dem mono auch dort immer siche­rer. ich tum­mel­te mich gera­de dort, etwas abseits, als joa­chim schein­bar unfrei­wil­lig beschloss, den geschwin­dig­keits­re­kord auf der pezid­ab­fahrt zu bre­chen. bei einer wel­le kam er dann ordent­lich ins flie­gen, hat­te nach der lan­dung enor­men speed. und beim nächs­ten bogen zer­fetz­te es ihn dann. oder bes­ser gesagt: sei­ne bin­dung. und zwar so ziem­lich total: an bei­den ski­ern waren nur noch trüm­mer übrig – die eine fer­sen­back fehl­te kom­plett, das vor­de­re gehäu­se an meh­re­ren stel­len gebro­chen. und am ande­ren ski hat­te sich der vor­de­re bin­dungs­teil kom­plett vom ski gelöst – die kunst­stoff­ver­bin­dung war gebro­chen. so etwas habe ich noch nie gese­hen … ihm selbst ist dabei zum glück nichts pas­siert und nach eini­gem hin und her glit­ten thors­ten und er auf jeweils einem ski zur tal­sta­ti­on der pezid­bahn hin­un­ter. dort wur­de er dann von einem ski­bob abge­holt – ohne ski­er kommt man von dort näm­lich eigent­lich nicht weg. und der nächs­te ver­leih war an der mit­tel­sta­ti­on der kom­per­dell-lazid-bahn … ansons­ten war der sonn­tag aber ein wun­der­ba­rer ski­tag. der schnee war grif­fig, die pis­ten prä­pa­riert, das wet­ter gut – wie meist in die­ser woche eher warm, eigent­lich nie unter 0 °C.

auch der mon­tag bot eher wenig über­ra­schun­gen. wir erkun­de­ten wei­ter das ski­ge­biet, fan­den noch eine schö­ne vari­an­te zwi­schen pezid und arrez­joch. die car­ver schos­sen sich schon ein wenig auf die pis­ten am plan­segg ein – da bot sich ein schö­nes spiel­feld für sie. der diens­tag zeig­te sich dann mit deut­lich wech­sel­haf­te­rem wet­ter. nach­dem es den gan­zen tag bewölkt und leicht nebe­lig war, setz­te gegen mit­tag noch recht ordent­li­cher schnee­fall ein, der uns dann schon recht früh, gegen 14 uhr, von der pis­te nach hau­se trieb. das bot mir immer­hin gele­gen­heit, mal etwas mehr zeit zum lau­fen zu haben. die ers­ten bei­den tage war da noch nicht viel bei her­um­ge­kom­men – ich such­te noch pas­sen­de wege und ver­such­te mich an die stei­len hän­ge zu gewöh­nen. am diens­tag brach­te ich dann immer­hin knapp 10 kilo­me­ter zusam­men. und fand eini­ge schö­ne stel­len. es macht näm­lich trotz der anstren­gung und selbst bei ver­gleichs­wei­se schlech­tem wet­ter eine men­ge spaß, in ver­schnei­ten ber­gen und wäl­der zu lau­fen – so lan­ge man wege hat, die pla­niert wur­den und man nicht durch tief­schnee stap­fen muss. das pro­pier­te ich für ziem­lich genau fünf schrit­te – jeweils inklu­si­ve ein­sin­ken im schnee bis fast an den schritt: das war der­ma­ßen erschöp­fend, dass ich schnell wie­der halb­wegs fes­ten boden unter den füßen suchte.

der mitt­woch bescher­te uns dann schon wie­der ganz ande­res wet­ter: föhn war ange­sagt. und der brach­te ziem­lich star­ke win­de mit sich, so dass vor allem vor­mit­tags der seil­bahn- und lift­be­trieb doch eini­ges ein­ge­schränkt wur­de. aber ein gutes hat­ten die kräf­ti­gen win­de: sie blie­sen die wol­ken hin­weg. mor­gens war alles noch ziem­lich ver­han­gen. aber spä­tes­tens ab mit­tag über­wog wie­der der blaue him­mel und die strah­len­de son­ne. das mach­te dann so viel spaß, dass wir bis zum end­gül­ti­gen schluss der lif­te auf den pis­ten blie­ben und des­halb erst nach 16 uhr auf die tal­ab­fahrt kamen.  da konn­te der don­ners­tag dann über­haupt nicht mit­hal­ten: wie­der war das wet­ter ver­än­dert. aller­dings nicht zum bes­ten. denn dicker und ziem­lich bestän­di­ger nebel hing in den ber­gen. wenn man glück hat­te, war man zur rich­ti­gen zeit am rich­ti­gen ort und konn­te kur­ze, mini­ma­le auf­lo­cke­run­gen genie­ßen. da aber die wol­ken­de­cke ins­ge­samt aus­ge­spro­chen nied­rig hing, war die sicht durch das extrem dif­fu­se licht aus­ge­spro­chen gewöh­nungs­be­dürf­tig, um nicht zu sagen schlecht. dazwi­schen kam immer wie­der leich­ter schnee­fall, der sich zum abend hin noch ver­stärk­te. die pis­ten waren zwar in sehr gutem zustand und es war ziem­lich wenig betrieb, aber auf­grund der ein­ge­schränk­ten sicht war das fah­ren doch recht anstren­gend. auch am frei­tag blieb uns der nebel und der schnee­fall weit­ge­hend erhal­ten. trotz­dem war auf den pis­ten noch eine men­ge spaß zu haben. und auch auf der einen ski­rou­te, die ich dann doch noch gefah­ren bin, der schleif­plat­ten­rou­te an der obe­ren scheid­bahn. die war zwar im obers­ten stück nicht nur sakrisch steil, son­dern auch sehr unan­ge­nehm ungleich­mä­ßig ver­bu­ckelt. da ver­lor ich dann end­gül­tig noch einen tel­ler mei­ner ski­stö­cke, die eh schon stark in mit­lei­den­schaft gezo­gen waren. und ohne tel­ler macht das fah­ren abseits der pis­te doch erstaun­lich wenig spaß ;-). aber die schwar­zen pis­ten waren noch ziem­lich gut zu fah­ren, vor allem die an der obe­ren scheid­bahn und am pezid. und auch die wald­ab­fahrt vom alp­kopf hin­un­ter hat­te noch ihren reiz. zwar war die rote pis­te ziem­lich zer­fah­ren. aber am rand blie­ben so ander­halb meter, wo sich der schö­ne lose und wei­che schnee sam­mel­te – da stürz­te ich mich noch eini­ge male her­ab. aber irgend­wann – lei­der schon vor 16 uhr – waren mei­ne ober­schen­kel dann ein­fach hin­über. das vie­le fah­ren auf schwe­ren, stei­len pis­ten und die nicht gera­de leich­ten lauf­stre­cken mach­ten sich bemerk­bar. zur krö­nung ver­län­ger­te ich mei­ne lauf­run­de dann am frei­tag auch zu einer rich­ti­gen run­de auf über 11 kilo­me­ter: über den beu­tel­kopf­weg zur berg­sta­ti­on des sun­li­ners, von dort über den pan­ora­ma-genuss-wan­der­weg hin­über zum kom­per­dell und nach eini­gen stü­cken ski­pis­te quer zum hang zurück nach ser­faus – mit abstand die schöns­te stre­cke der woche, herr­li­che aus­bli­cke trotz mit­tel­präch­ti­gen schneefalls …

die heim­rei­se ver­lief dann eher unspek­ta­ku­lär – da wir rela­tiv früh star­te­ten, waren wir zwar im dich­ten ver­kehr und schnee­fall unter­wegs, blie­ben aber wenigs­tens von grö­ße­ren staus ver­schont. und schon wie­der war eine woche ski­fah­ren vorüber …

fotos habe ich natür­lich doch wie­der nur sehr weni­ge gemacht – das aus­pa­cken etc. ist immer zu umständ­lich … aber ein paar sind hier immerhin:

skiurlaub 2009, #1

am mon­tag, den 5.1., ging es also los. der bus war schon am sonn­tag abend gepackt (und die fra­ge, wem wel­che ski­er gehö­ren, war auch geklärt), mein mono­ski ruh­te sanft in dem hau­fen der duo-lat­ten der ande­ren. früh­mor­gens sam­mel­ten wir uns also um den bus – chris­toph, chris­toph, mai­ke, vol­ker und ich. und etwas ganz außer­ge­wöhn­li­ches in erbach: rich­ti­ger schnee. der mach­te das fah­ren dann ein wenig unlus­tig, denn geräumt war noch erstaun­lich wenig. bis neckar­sulm tucker­ten wir also recht vor­sich­tig unse­res weges. auf der auto­bahn lief es dann aber präch­tig, so dass wir doch schon nach ziem­lich genau sechs stun­den am ende des zil­ler­tals in das tuxer tal hin­auf­fuh­ren und auch ganz pro­blem­los unse­re feri­en­woh­nung auf dem honsn­hof in vor­der­la­ners­bach fan­den. die war mit zwei schlaf­räu­men und gemüt­li­cher wohn­kü­che sehr ange­nehm aus­ge­stat­tet (und vor allem außer­or­dent­lich gut geheizt). schnell hat­ten wir uns ein­ge­rich­tet und chris­toph auch schon die play­sta­ti­on ange­schlos­sen – der urlaub konn­te also so rich­tig los­ge­hen. doch halt – vor­her muss­ten wir für den ande­ren chris­toph noch ski­er und schu­he besor­gen. dafür stat­ten wir ste­fans ski­stall einen besuch ab, wäh­rend der rest der grup­pe schon ein­mal die lift­kar­ten kaufte.
am nächs­ten tag, hei­li­ge drei köni­ge, ging es dann end­lich auf die pis­te. zwar nicht ganz so früh, wie ich das ger­ne gehabt hät­te ;-), aber noch zu einer annehm­ba­ren zeit (und es wur­de mit jedem tag bes­ser …). end­lich konn­te mein snow­shark wie­der schnee schnup­pern! schon die ers­ten schwün­ge mach­ten klar: das funk­tio­niert trotz lan­ger som­mer­pau­se noch bes­tens. gut, die pis­ten auf dem rast­ko­gel und pen­ken, wo wir den ers­ten tag ver­brach­ten, waren auch ordent­lich prä­pa­riert. schnee hat­te es aller­dings eher wenig – 110 cm konn­te ich da nir­gends ent­de­cken. an nicht weni­gen expo­nier­ten stel­len kamen nach­mit­tags gras und stei­ne zum vor­schein. das lag viel­leicht aber auch dar­an, dass rela­tiv viel betrieb war auf den pis­ten. wir hat­ten aber trotz­dem eine men­ge spaß, gleich schon am ers­ten tag. die eher zurück­hal­ten­den ski­fah­rer der grup­pe sorg­ten auch gut dafür, dass ich mich immer wie­der aus­ru­hen konnte …
so sah der ers­te tag also aus: skiline 6.1.

nach dem recht frü­hen schluss auf der pis­te  zog ich mir erst ein­mal die lauf­schu­he an (viel wur­de es am ers­ten tag nicht, dafür ein schö­nes stück auf einem wan­der­weg durch den wald am hang ober­halb unse­rer feri­en­woh­nung). und nach dem tafeln war natür­lich wie­der arbeit ange­sagt (zumin­dest für die männer): spueltrupp

auch am mitt­woch star­te­ten wir wie­der am rast­ko­gel. nach eini­gen wun­der­schö­nen (und vor allem schnel­len) abfahr­ten am hor­berg­joch – die pis­ten waren wie­der schön hart und glatt prä­pa­riert, es war recht wenig betrieb – wan­der­ten wir wie­der hin­über zu pen­ken, zum nord­hang und knor­ren sowie ins schnee­kar, wo es eine net­te schwar­ze pis­te gibt. mit­tags­pau­se mach­ten wir an der neu­en hüt­te „check point“, eine sehr schön gele­ge­ne, son­ni­ge hüt­te. denn das wet­ter war nach der leich­ten bewöl­kung des ers­ten tages per­fekt: son­ne pur, kei­ne ein­zi­ge ein­trü­bung, aber noch aus­rei­chend kalt, damit der schnee nicht all­zu weich wur­de und hin­weg schmolz.
so sahen wir am start zur pan­ora­ma­ab­fahrt (wirk­lich eine der schöns­ten pis­ten dort, nicht nur der aus­sicht wegen, son­dern auch ihrer hän­ge wegen): 

gruppenbild

so, das war also schon fast der zwei­te tag (die hara­ki­ri-pis­te sind wir natür­lich auch hin­un­ter gebraust. das war aber kein beson­de­rer spaß, weil auch die gera­de oben, wo sie eh‘ nicht so ein­fahc ist, bru­tal hart gefro­ren war. da rut­schen selbst die ski­fah­rer mit ihren zwei lat­ten ganz schön hin und her). denn danach mach­ten wir uns schon bald wie­der auf in rich­tung tal. dies­mal über die ski­rou­te (die eigent­lich kei­ne ist, son­dern ein durch­weg prä­pa­rier­ter ver­bin­dungs­weg) auf die eggalm, weil nur von dort eine tal­ab­fahrt nach vor­der­la­ners­bach führt. auch für die­sen tag wie­der die daten: skiline 7.1.

am don­ners­tag wech­sel­ten wir das ski­ge­biet und erkun­de­ten den tuxer glet­scher. hier war es zwar ein klei­nes biss­chen käl­ter, aber dafür auch garan­tiert weiß … und auch hier gibt es durch­aus eini­ge schö­ne abfahr­ten. vor allem weil ich bei dem herr­lichs­ten son­nen­schein vol­ker und chris­toph dies­mal den schle­geis-lift schmack­haft machen konn­te – dane­ben war auch mal ein klei­nes biss­chen off-pis­te ange­sagt, obwohl der schnee auch dort schon sehr hart, fast schon so fest wie auf der pis­te, und bereits reich­lich zer­fah­ren war. nach dem ski­tag (die ski­li­ne zeigt nicht alle lift­fahr­ten, weil auf dem glet­scher eini­ge lif­te ohne kon­trol­le lau­fen: skiline 8.1.) auch am don­ners­tag war nach dem ski­fah­ren für mich natür­lich lau­fen ange­sagt. chris­toph kam mit und hat­te dann lei­der ziem­li­che pro­ble­me mit einer alten knie­ver­let­zung, die weder den unru­hi­gen unter­grund des win­ter­wan­der­we­ges noch die stär­ke­ren stei­gun­gen hin­auf und hin­ab gut ver­trug – und ihn dann lei­der auch am letz­ten tag beim ski­fah­ren noch einschränkte.

der letz­te tag führ­te uns ein wei­te­res mal auf den rast­ko­gel – wie­der star­te­ten wir am hor­berg­joch, zogen dann über die wangl­spitz wei­ter zu knor­ren und schnee­kar. da hat es mich dann auf der schwar­zen pis­te beim zwei­ten mal tat­säch­lich noch hin­ge­legt: auf­grund eines ziem­lich blöd­sin­nig und unauf­merk­sam falsch plat­zier­ten stock­ein­sat­zes kipp­te ich im steil­hang ein­fach schön nach vorn­über, rut­sche dann ein gutes stück bäuch­lings mit dem kopf vor­an die pis­te hin­un­ter, bis ich end­lich den ski wie­der nach unten bekam. das war bestimmt ein net­tes spek­ta­kel für die leu­te im lift, der natür­lich just in die­sem moment still­stand … unten, am ende der pis­te, hat­te ich dann aber trotz­dem noch genü­gend zeit, mich vom schnee zu säu­bern, bevor die ande­ren wie­der zu mir stie­ßen. auf unse­rem nach­mit­täg­li­chen weg zur eggalm wur­den wir dann lei­der von einer lift­pan­ne am eggalm-nord-ses­sel auf­ge­hal­ten, die das gan­ze ziem­lich ver­zö­ger­te und auch ein wenig die lust nahm, den tag bis zum schluss aus­zu­rei­zen. des­halb sieht die ski­li­ne so aus: skiline 9.1.

dafür war der sport an die­sem tag noch nicht erle­digt – ich ging selbst­ver­ständ­lich auch wie­der lau­fen. vor allem aber aßen wir auf der grier­alm zu abend und rodel­ten dann die knapp fünf kilo­me­ter nach laners­bach hin­un­ter. ein ziem­lich rup­pi­ges und rasan­tes ver­gnü­gen, aber nicht so ganz mein fall …: rodeln

die rück­rei­se ging dann so pro­blem­los von­stat­ten (sieht man mal von dem zunächst aus­ge­fal­le­nen niveau­aus­gleich der hin­ter­rad­fe­de­rung des bus­ses ab), dass wir auf­grund der frü­hen abfahrts­zeit (6.30) tat­säch­lich schon pünkt­lich zum mit­tag­essen wie­der daheim waren.

laufen und skifahren

oder bes­ser gesagt umge­kehrt: ski­fah­ren und lau­fen. das ist eine anstren­gen­de kom­bi­na­ti­on. das habe ich die­ses jahr in gal­tür wie­der sehr gemerkt: nach sie­ben stun­den auch nicht gera­de purer ent­span­nung auf den ski­ern noch gut andert­halb stun­den lau­fen zu gehen – und das in den alpen – ist kein leich­tes unter­fan­gen. nach drei tagen hat­te ich mich aber so halb­wegs dar­an gewöhnt. ich mein­te frei­lich, den ein­fluss der höhen­luft bereits zu spü­ren (gestar­tet bin ich auf ca. 1600 m, es ging hin­auf bis knapp 2000 m): ich kam öfters ganz schön ins hecheln und der puls war viel zu schnell viel zu weit oben – da bin ich dann doch lie­ber vor­sich­tig gewor­den. unter­wegs war ich vor allem auf der sil­vret­ta-hoch­al­pen­stra­ßen, die von wirl aus durch das klein­ver­munt-tal zur bie­ler höhe (wo der sil­vret­ta-stau­see liegt) hin­auf­führt. die wird ja nicht geräumt, son­dern nur von pis­ten­bul­lys und scoo­tern ver­dich­tet. den­noch lässt es sich dar­auf ziem­lich gut lau­fen. weni­ger gut war die ande­re idee, der ver­such, das jamt­al hin­auf zu lau­fen: dort hat­te die pis­ten­walz den schnee so weich gelo­ckert, dass ich unent­wegt ein­sank und beim absto­ßen kei­nen fes­ten halt hat­te, also unend­lich viel kraft benö­tig­te. des­halb beließ ich es dann bei dem einen ver­such, obwohl auch die­es sei­ten­tal sehr sehr schön ist. über­haupt ist die trai­nings­wir­kung die­ser läu­fe so eine sache: ich mei­ne zu beob­ach­ten, dass ich enorm an geschwin­dig­keit und schnell­kraft ver­lo­ren habe. dafür aber auch noch eine erheb­li­che por­ti­on aus­dau­er dazu­ge­won­nen habe. naja, schaun mer mal, wie sich das jetzt wei­ter entwickelt …

Monoskitreffen in Galtür

ein wahn­sin­ni­ger spaß war es wie­der, das dies­jäh­ri­ge tref­fen der mono­is­ten von mono​-ski​.org in galtür.

sonn­tags war mei­ne anrei­se – zum haus val­lü­la, fast unmit­tel­bar neben dem hotel cassa­da, wo die meis­ten ande­ren logier­ten. sehr bequem, sonn­tags sind die züge näm­lich ziem­lich leer – und ich hat­te eine direkt­ver­bin­dung von mainz nach lan­deck-zams, wo ich in den bus nach gal­tür umstieg.

am mon­tag ging es dann end­lich los: ski­fahrn!! gleich vorm haus traf ich auf kal­le & eve­lyn. zusam­men sind wir dann schon kurz vor neun an den lif­ten gewe­sen. und es war ein ein­stieg bei traum­wet­ter: son­ne pur. lee­re pis­ten, herr­li­che fahr­ten – so muss ein ski­ur­laub begin­nen. spä­ter stie­ßen dann noch peter und bir­git sowie her­bert und gabrie­le dazu. spä­ter sam­mel­ten wir dann auch noch tilo und ste­fan ein. kreuz und quer jag­ten wir so durch’s ja eigent­lich recht über­schau­ba­re gal­tü­re ski­ge­biet peter zog mich gleich am ers­ten tag mit in die vari­an­ten – aber es lief auch sehr gut, ich muss­te mich eigent­lich über­haupt nicht ein­ge­wöh­nen. irgend­wann am nach­mit­tag stieg peter dann auf sei­nen abge­säg­ten mini-mono­ski um – und bau­te ihn ziem­lich schnell im tief­schnee-hang zum falt­mo­no um: bei einem sturz nach vor­ne schaff­te er es, den ski vor der bin­dung abzu­kni­cken. da er das nicht merk­te, ging es danach natür­lich auch nicht beson­ders gut wei­ter. er ver­such­te dann zwar noch ganz tap­fer, mit dem lädier­ten ski zum lift zu kom­men, gab aber doch bei der nächs­ten hüt­te erschöpft auf und ließ sich von kal­le einen ersatz­ski brin­gen. immer­hin kam er so zum drop­man-award – und es gibt sogar video­auf­nah­men davon!. den abschluss such­ten wir neben der pis­te an der breit­spitz­bahn – erstaun­lich, wie die ande­ren sich durch die bäu­me schlängelten …

auch am diens­tag herrsch­te von mor­gens an immer noch herr­lichs­ter son­nen­schein. wie­der waren wir früh auf der pis­te und viel und aus­ge­spro­chen zügig unter­wegs. mit­tags habe ich dann kal­les geschoss, den moun­tain gun, aus­pro­biert: ein ver­dammt schnel­ler ski, der gera­de bei hohen tem­pi aber wie auf schie­nen läuft, unge­heu­er sicher zu fah­ren ist. da kam ich dann rich­tig in einen geschwin­dig­keits­rausch … nach kur­zer rück­ge­wöh­nung an den tt ham­mer ging es dann mit kal­le in die ski­rou­te 1, eine böse buckel­pis­te. gera­de in den wirk­lich stei­len pas­sa­gen wur­de ich aber nicht so recht glück­lich. nach­mit­tags tum­mel­ten wir uns dann wie­der an der breit­spitz­bahn – auf und neben den pisten.

am mitt­woch – noch ein­mal son­ne pur, mei­ne nasen­spit­ze hat’s nicht so gefreut, den rest von mir aber umso mehr – wur­de es dann lang­sam voll. ralf und berit kamen noch hin­zu, fred und anne­ma­rie und patric und auch – lei­der nur kurz – jür­gen. vor­mit­tags waren die pis­ten nicht so klas­se wie am diens­tag, dafür haben wir dann so eini­ge vide­os gedreht. lei­der hat­te kal­les helm­ka­me­ra einen aus­set­zer, sonst hät­ten wir schö­nes mate­ri­al mit geschwin­dig­kei­ten von über 80 km/​h (gps-mes­sung) gehabt … nach­mit­tags muss­te dann noch eine fol­ge für dropman’s world mit einem do-it-yours­elf-mono gedreht und noch schnell kurz vor schluss an der breit­spitz­bahn den klas­si­schen nach­mit­tags­ab­schluss gefah­ren. am abend ging es dann wie­der wei­ter: von 19.30 an star­te­te der nach­ski­lauf – dies­mal recht gut besucht, was sich aber auch all­mäh­lich rela­ti­vier­te. spaß gemacht hat es aber auf jeden fall wie­der eine menge.

am don­ners­tag war das wet­ter lei­der schlecht bzw. vor allem die sicht: mor­gens fiel noch ein wenig nas­ser schnee, der wind blies recht ordent­lich bei durch­aus war­men tem­pe­ra­tu­ren. lei­der war mei­ne lieb­lings­pis­te, die schwar­ze 1, nicht prä­pa­riert wor­den – das war dann doch nicht so lus­tig. all­mäh­lich klar­te es aber auf und wir sind noch ein wenig in die buckel­pis­te gefah­ren. mit dem mako von berit ging das doch ein wenig leich­ter – lei­der hat­ten wir beim umstel­len nur ver­ges­sen, den z‑wert anzu­pas­sen. das führ­te dann zu dem blö­den fall, dass er auf ein­mal fast vom fuß fiel und ein gutes stück den berg hin­ab rat­ter­te. durch die vie­len ski­wech­sel war der tag etwas chao­tisch – stän­dig wur­de irgend­wo geschraubt und ange­passt. es waren eben so eini­ge poly­ga­me mono­is­ten da. gefah­ren bin ich: snow­shark von mako, andre­as‘ duret moun­tain sl 177 (ein tol­ler, leich­ter all­round-ski), kal­les moun­tain gun (ein 1,94 lan­ges geschoss von snow­shark), noch ein wenig nor­dic­board und dann das yama­tool. abge­schlos­sen haben wir dann mit den höl­lisch schwe­ren mono­ski-prü­fun­gen für dropman’s world im skikindergarten.

am frei­tag lief es sehr rund – ein schö­ner ski­tag bei mit­tel­mä­ßi­gem wet­ter. dafür war der sams­tag dann noch ein­mal so rich­tig klas­se: mit franz und andre­as sowie tilo vor allem über die pis­ten gebret­tert. und dann haben wir auch noch die lift­tras­se der birk­hahn­bahn unter die ski­er genom­men. das war schon ziem­lich geil: dicker, tie­fer wei­cher schnee, der auch im steils­ten hang noch sehr gut hielt und das gan­ze etwas ver­lang­sam­te – was mir sehr ent­ge­gen­kam … etwas blöd und unan­ge­nehm war nur, dass eine gewal­ti­ge ladung bus­tou­ris­ten ange­kom­men war: allein 8 bus­se aus offen­burg in schwa­ben, von irgend einem radio­sen­der. das hat das publi­kum auf der pis­te total ver­än­dert: nicht nur, dass dadurch auf­fäl­lig vie­le mit­tel­mä­ßi­ge und schlech­te ski­fah­rer als leben­dende (und gemüt­lich sich bewe­gen­de) sla­lom­stan­gen unter­wegs waren. natür­lich waren das auch sol­che grüpp­chen, die mor­gens um halb zehn vor der ers­ten lift­fahrt erst mal den gro­ßen flach­mann aus der tasche kram­ten – da krieg‘ ich ja schon immer genug. denn schließ­lich ist ski­fah­ren sport – auch wenn man es viel­leicht nicht so for­dernd betreibt wie wir. aber das ver­ges­sen ja immer wie­der vie­le. kein wun­der war es dann auch, dass der kran­ken­wa­gen mehr­mals benö­tigt wur­de. und auch die hub­schrau­ber hat­ten am sams­tag viel zu tun (wenn auch nicht in galtür)

daz­tu kam dann natür­lich noch jeden nach­mit­tag – nach kur­zem ein­kehr­schwung – das lau­fen (doch dazu habe ich einen eige­nen ein­trag geschrie­ben): meist auf der sil­vret­ta-hoch­al­pen­stra­ße (d.h. auf fes­tem schnee­grund). dadurch war ich dann fast gar nicht in mei­nem zim­mer – denn abends haben wir uns natür­lich auch noch ein­mal zusam­men­ge­setzt. das gehört näm­lich unbe­dingt dazu beim mono­ski­tref­fen: das gemüt­li­che zusam­men­sit­zen mit mehr oder min­der hit­zi­gen dis­kus­sio­nen und gesprä­chen rund um den mono oder auch nicht … mit so viel net­ten leu­ten zusam­men macht das fast so viel spaß wie das ski­fah­ren tagsüber …

Erste Eindrücke vom Yamatool

Beim dies­jäh­ri­gen Tref­fen der Mono​-Ski​.org in Gal­tür hat­te ich am letz­ten Tag noch die Mög­lich­keit, ein brand­neu­es (und daher von mir nur behelfs­mä­ßig prä­pa­rier­tes) Yama­tool zu fah­ren. Das waren mei­ne Eindrücke:

Der Ski: Ein Yama­tool (heißt es eigent­lich das Yama­tool? oder der? ich fin­de das irgend­wie pas­sen­der) fällt immer auf: Schon durch die Tei­lung des hin­te­ren Skis ab der Bin­dung (einer sehr sta­bi­len und mas­si­ven Non-Secu­re-Bin­dung), die bei­den Enden sind dann aber wie­der durch ein Draht­seil ver­bun­den (Das in der „Ruhe­stel­lung“ durch­hängt, beim Bogen auf der Pis­te aber unter Span­nung gesetzt wird)
„Unser“ Modell ist ein V.2–10, wenn ich das rich­tig ent­zif­fert habe [da müss­te Tilo noch ein­mal nach­schau­en …], mit einer Län­ge von 170 cm und einem nomi­nel­len Radi­us von 10 m ein ech­ter Car­ver (und damit bin ich als Tes­ter eigent­lich schon halb dis­qua­li­fi­ziert …). An der Stel­le der Bin­dun­gen ist er jeden­falls nicht sehr breit, Tilo pass­te mit sei­nen Schu­hen nur sehr knapp dar­auf, ich hat­te auch nicht mehr viel Luft zwi­schen den Füßen.
Die Ver­ar­bei­tung – alle Yama­tools wer­den hand­ge­fer­tigt – ent­täusch­te mich zunächst ein wenig: Die Ober­kan­ten waren durch­weg rauh und nicht ent­gra­tet, die Bie­gung der Schau­fel recht grob­schläch­tig ein­ge­fügt. Mög­li­cher­wei­se lag es ja an der beson­de­ren Eile – der Ski soll­te schieß­lich noch nach Gal­tür kom­men. Das hat er immer­hin gera­de noch geschafft (Frei­tag nach­mit­tag kam er im Hotel an). Aber im Finish sind die ande­ren Her­stel­ler sorg­fäl­ti­ger. Und die Folie war auch nicht exakt mit­tig pla­ziert. Damit sind wir schon beim nächs­ten Punkt:
Das Design: Das ist ech­tes „Made by Drop­man“, spe­zi­ell für die­sen Ski: Mit gro­ßen Hin­wei­sen auf die­se Sei­ten hier ist der Ski ver­ziert. Und einer net­ten Design-Idee: An der Ober­sei­te täuscht das Yama­tool Ste­reo­lat­ten vor, die mit­ein­an­der ver­schraubt sind. Sehr schön fand ich auch die platt­ge­fah­re­ne Maus mit Blut­spu­ren unter der Schaufel ;-)
Der Test in der Pra­xis: Die ers­ten Meter und die gan­ze ers­te Abfahrt waren eine her­be Ent­täu­schung – mit drauf­stel­len und wohl­füh­len war da nix. Der Ski, der sich schon beim Prä­pa­rie­ren als aus­ge­spro­chen steif und hart zeig­te, reagier­te auf mei­ne Bemü­hun­gen ganz und gar nicht so wie ich das woll­te. Die Schau­fel schien mir extrem schwer (sie ist ja auch ver­gleichs­wei­se breit gebaut) und erst ein­mal kaum bzw. nur mit gewal­ti­gem Auf­wand in die Kur­ve zu zwin­gen. Das selt­sa­me war dann, dass das ab der zwei­ten Abfahrt gar nicht mehr auf­fiel – ob ich da irgend etwas anders gemacht habe, kann ich nicht mehr rekon­stru­ie­ren. Jeden­falls wur­den wir schnell ein ein­ge­spiel­tes Team: Im zum Test­zeit­punkt recht sul­zi­gen Schnee der Gal­tü­rer Pis­ten ließ sich mit dem Yama­tool so eini­ges anstel­len: Extrem kur­ze Schwin­ge, Kipp­schwün­ge, brei­te Bögen und sogar eini­ge Car­ving­ver­su­che gelan­gen dann doch sehr schnell sehr gut und sicher. Beson­ders beein­druckt hat mich die extre­me Prä­zi­si­on, mit der sich die­ser Ski in allen Lagen steu­ern lässt – er ver­langt aller­dings auch Genau­ig­keit und auf­merk­sa­me Kon­trol­le vom Fah­rer. Nach der kur­zen Ein­ge­wöh­nungs­zeit schien er mir jeden­falls deut­lich agi­ler, wen­di­ger und auch ein wenig genau­er als mein Snow­shark TT Ham­mer. Der Ver­gleich mit dem Nor­dic­board zeig­te dann noch ein­mal die Unter­schie­de: Im Gegen­satz zu Ottos Ski dreht er nicht fast von allei­ne, son­dern erfor­dert deut­li­che Akzen­te des Fah­rers. Dafür ruht er aber auch viel siche­rer und gelas­se­ner auf der Pis­te, bzwl. gera­de­zu fest im Schnee. Gera­de bei hohen Tem­pi macht sich einer­seits die enor­me Stei­fig­keit natür­lich bezahlt (bei immer noch ver­gleichs­wei­se nied­ri­gem gefühl­ten (gewo­gen haben wir ihn nicht) Gewicht), ande­rer­seits beein­druck­te mich immer wie­der neu, wie prä­zi­se sich damit die Kur­ven selbst in hohen Tem­pi noch fah­ren lie­ßen und dabei das Tem­po aus­ge­spro­chen har­mo­nisch zu kon­trol­lie­ren war. Den Ski wirk­lich auf die Kan­te zu set­zen fand ich etwas müh­sa­mer als beim Nor­dic­board (gut, die Bedin­gun­gen waren dafür auch nicht mehr opi­mal, die Pis­ten inzwi­schen schon sehr ungleich­mä­ßig), aber der Ein­druck blieb schon, dass das Yama­tool bei etwas zöger­li­chem Ver­hal­ten leicht wie­der ins Abrut­schen hin­ein­glei­tet – was man aber auch gezielt ein­set­zen kann.
Ins­ge­samt hat­te ich also den Ein­druck, das das Yama­tool ein sehr schnel­ler und aus­ge­spro­chen kraft­vol­ler Ski ist, an des­sen Gren­zen ich wahr­schein­lich noch lan­ge nicht her­an­kam. Ja, man könn­te ihn fast aggre­siv nen­nen. Denn er for­dert auf­grund sei­ner Prä­zi­si­on gera­de­zu zum rasan­ten Angriff auf die Hän­ge auf – und beacht­lich ist, wie wenig er bei hohen Geschwin­dig­kei­ten nach­lässt: Er greift durch­weg (mit einer Aus­nah­me: bei gaaa­anz lang­sa­men Geschwin­dig­kei­ten ist er eben trä­ge und schwer­fäl­lig) noch gut in die Kur­ve, lässt sich auch dann noch sehr dosiert und fein abge­stuft dre­hen und damit auch ins­ge­samt über­durch­schnitt­lich kon­trol­liert fah­ren. Ich bin jeden­falls gespannt, was Tilo dann von sei­nen nächs­ten Ski­ta­gen mit dem Yama­tool berichtet …

5. mono-ski.org-treffen in galtür

es war das ers­te mal für mich, das fünf­te ins­ge­samt: das dies­jäh­ri­ge tref­fen der mono​-ski​.org in gal­tür. ich war übri­gens nicht der ein­zi­ge, der zum ers­ten mal dabei war. aber die meis­ten die­ser aus­ge­pro­chen net­ten trup­pe (d.h. streng genom­men sogar alle) fah­ren schon län­ger mono­ski als ich. so konn­te ich mir noch eini­ges an- und abschauen.

die anrei­se am 3.3.nach gal­tür war zwar lang­wie­rig (v.a. der bus ab dem bahn­hof lan­deck-zams braucht eine ziem­li­che wei­le – das paz­naun­tal ist halt ein­fach ewig lang), aber voll­kom­men unpro­ble­ma­tisch. auch mein zim­mer habe ich schnell gefun­den – sehr schön, geräu­mig, nett ein­ge­rich­tet mit couch …

am nächs­ten tag ging es dann gleich um 9 uhr auf die pis­te – schließ­lich woll­te ich die ande­ren mono­is­ten tref­fen. und es war ein herr­li­cher ski­tag: wun­der­bar son­ni­ges wet­ter (was sich in mei­nem gesicht deut­lich bemerk­bar mach­te, da ich mor­gens ver­ges­sen hat­te, die son­nen­creme auf­zu­tra­gen), fri­scher schnee, schön locker und leicht, trotz sonn­tag aus­ge­spro­chen wenig betrieb auf den pis­ten – also alles, was das ski­fah­rer­herz begehrt. unter­wegs war ich vor allem an der breit­spitz­bahn, wo es eine sehr schö­ne schwar­ze abfahrt hat. dort traf ich auch die ande­ren gegen mit­tag, wor­auf wir unse­re kräf­te ver­ein­ten und die pis­ten unsi­cher machten.

auch am mon­tag, 5.3., war das wet­ter zunächst wie­der wun­der­bar. ab mit­tag zogen aller­dings zuneh­mend wol­ken auf, die die gip­fel des ski­ge­biets in nebel hüll­ten. es war ein weit­ge­hend gemüt­li­ches ski­fah­ren an die­sem tag: selbst mor­gens waren die pis­ten wun­der­bar, über­haupt nicht hart – kein wun­der bei den früh­lings­haf­ten tem­pe­ra­tu­ren. nach­mit­tags haben wir dann die schwar­ze pis­te an der birk­hahn­bahn für uns ent­deckt – sehr schö­ne, kräf­ti­ge steil­stü­cke mit fla­chem aus­lauf am ende.

am diens­tag, 6.3., ging es selbst­ver­ständ­lich auch gleich mor­gens auf die pis­te. wie­der hat­ten wir schö­nes wet­ter mit wech­seln­der bewöl­kung und wei­chem, nas­sen schnee, den wir für aus­ge­spro­chen ange­neh­me abfahr­ten (vor allem an der breit­spitz­bahn) nutz­ten. dort habe ich dann auch die ers­ten ver­su­che im unprä­pa­rier­ten gelän­de gemacht, die aber fast alle frü­her oder spä­ter schei­ter­ten (was aller­dings auch kaum anders zu erwar­ten war, bei mei­ner reich­hal­ti­gen erfah­rung auf die­sem gebiet ;-)). doch nach­dem ich gese­hen hat­te, das selbst für schlei­bi an den ers­ten bei­den tagen jede (aber auch wirk­lich jede) fahrt in den tief­schnee mit einem sturz ende­te (oder ihren höhe­punkt fand – je nach stand­punkt halt – für uns war das immer eine mords­gau­di, wes­halb er ja auch zu recht den drop­man-award erhielt), konn­te ich wohl kaum hin­ten­an­ste­hen. und irgend­wann muss ich es ja auch mal ler­nen. und dass geht halt nicht ohne übung und die ent­spre­chen­den miss­erfol­ge. zum abschluss gab es dann noch zwei sehr har­mo­ni­sche abfahr­ten auf der roten pis­te von der ball­un­spit­ze bis in die alm­hof-ten­ne. die run­de lös­te sich dann nur sehr kurz­zei­tig auf, um sich im klei­nen kreis zum gemein­sa­men ski-prä­pa­rie­ren im hotel wie­der zu tref­fen. und abends gab es dann noch das außer­or­dent­lich amü­san­te (zumin­dest für die zuschau­er) fassdaubenrennen.

am 7.3., mitt­woch, war das wet­ter dann nicht mehr so gut. zwar war es immer noch aus­ge­spro­chen mild, aber sehr neb­lig und vor­mit­tags schnei­te es auch noch ein wenig. des­halb fuh­ren wir meis­tens unten an der alp­ko­gel­bahn, mit kur­zen abste­chern bei klei­nen auf­hei­te­run­gen hoch zur ball­un­spit­ze. nach­mit­tags locker­te die nied­rig hän­gen­de bewöl­kung zeit­wei­se etwas auf und wir konn­ten die wun­der­ba­re pis­te an der breit­spit­ze noch eini­ge male fah­ren. und wir konn­ten dort schon ein­mal anfan­gen, das for­ma­ti­ons­fah­ren für die ski-show im rah­men des nacht­s­ki­fah­rens zu üben. das hat bei ingo und mir erstaun­lich (zumin­dest für mich erstaun­lich, ich hab so etwas ja noch nie gemacht) schnell ganz gut geklappt, nur schlei­bi und mal­colm hat­ten eini­ge pro­ble­me bei der syn­chro­ni­sa­ti­on, ihre fahr­wei­se war zu unter­schied­lich. mit mar­kus als ersatz für mal­colm klapp­te das dann aber auch. dum­mer­wei­se konn­ten wir das dann gar nicht vor­füh­ren, denn die ski­show wur­de – wohl wegen der um 19 uhr wie­der kas­ta­stro­pha­len sicht – abge­sagt. zum nachts­ki­lauf sind wir aber natür­lich trotz­dem – schließ­lich hat­te tilo die kar­ten orga­ni­siert. und es war auch ein gro­ßer spaß. bei der ers­ten abfahrt lag die gelb-oran­ge beleuch­te­te pis­te noch ganz im nebel. im ses­sel­lift sah man kaum bis zum vor­her­ge­hen­den ses­sel. aber inzwi­schen kann­ten wir die abfahrt ja schon und so fuh­ren wir unver­dros­sen los. aber der zwei­ten abfahrt riss die bewöl­kung aller­dings rasant auf, die sicht wur­de immer bes­ser. und die pis­ten waren herr­lich leer – frisch prä­pa­riert, noch wun­der­bar weich. und so sind wir immer schnel­ler und schnel­ler die pis­te hin­un­ter­ge­düst – bis wir nach zwei stun­den die not­brem­se zogen und in die ten­ne abbo­gen (das letz­te stück auch ohne licht kein pro­blem). nur alex und baro, die bei­de erst am abend ange­kom­men waren, nutz­ten noch die letz­te hal­be stun­de. auf jeden fall war’s eine mords-gau­di, so im dun­keln (naja, rich­tig dun­kel war es nicht ein­mal auf den unbe­leuch­te­ten pis­ten) ski zu fahren.

der don­ners­tag war dann ent­spre­chend anstren­gend, die zwei zusätz­li­chen stun­den rase­rei mach­ten sich in den ober­schen­keln bemerk­bar. außer­dem war das wet­ter noch ein­mal extrem neb­lig, meist auch noch mit leich­tem schnee­fall. des­we­gen waren wir fast aus­schließ­lich an der alp­ko­gel­bahn unter­wegs. dort hat­te es zwar aus­ge­spro­chen wei­chen schnee, aller­dings gar kei­ne sicht. und es wur­de eher schlim­mer als bes­ser. kurz habe ich in die­ser sup­pe auch noch den tigershark von schlei­bi getes­tet (sie­he unten). aber so im blind­flug strengt das ski­fah­ren doch deut­lich mehr an, wes­halb wir schon gegen halb drei schluss machten.

dafür hat uns dann der frei­tag, 9.3., aber wie­der voll­kom­men ent­schä­digt: strah­len­der son­nen­schein von mor­gens bis abends, nicht mehr so sehr warm (mor­gens um minus 5 grad). ent­spre­chend hart waren denn auch die pis­ten, beson­ders dort, wo die son­ne mor­gens (noch) nicht hin­kam, wir aber fah­ren woll­ten: an der breit­spitz­bahn. aus­ge­rech­net eine der bes­ten stel­len der schwar­zen pis­te, die schma­le rin­ne in der unte­ren hälf­te, war heu­te aus­ge­spro­chen schlecht prä­pa­riert: fast nur dicke, gefro­re­ne schnee­bro­cken. dafür habe ich mich nun, nach einer wei­te­ren woche der zuneh­men­den ver­traut­heit mit dem mono­ski, mehr aus den pis­ten ins unprä­pa­rier­te gelän­de gewagt. und das ging auch immer bes­ser – bis ich mei­nen tt ham­mer bei­na­he den tief­schnee-göt­tern geop­fert hät­te: irgend­wann blieb er mir näm­lich auf ein­mal im schnee ste­cken, kata­pul­tier­te mich mir­nix dir­nix aus der bin­dung und mach­te sich dann allein auf den weg. als ich mich gera­de aus dem schnee auf­rap­pel­te, sah ich in rich­tung pis­te und stau­see los­zie­hen und schrie nur noch „mein ski!“. zum glück hör­te baro, der wei­ter unten auf der sei­te des tief­schnee­fel­des stand das, und stopp­te mei­nen ski (wobei er es zum ers­ten mal schaff­te, sei­ne bin­dun­gen zu lösen …). das hat mir dann erst ein­mal gereicht, nach­mit­tags habe ich monobla­de und nor­dic­board getes­tet (und bin mit vor allem mit dem monobla­de noch sehr schön abseits der pis­te unter­wegs gewe­sen). abends konn­ten wir uns dann im hotel noch so eini­ge groß- und schand­ta­ten auf video und foto anschau­en – sehr inter­es­sant, die unter­schied­li­chen fahr­sti­le mal so direkt im ver­gleich zu sehen.

das ski­ge­biet gal­tür war eine ange­neh­me über­ra­schung für mich. gemüt­lich trifft es ganz gut: kein hal­li-gal­li, sehr zurück­hal­ten­des aprés-ski. kei­ner­lei war­te­zei­ten an lif­ten. wenig betrieb auf den pis­ten. aller­dings auch kei­ne extre­men pis­ten, kei­ne aus­ge­spro­chen stei­le hän­ge etwa. dafür wie­der­um vie­le mög­lich­kei­ten, mal eben von der pis­te weg­zu­kom­men. und, was mich auch über­rascht hat: die pis­ten sind wirk­lich (fast) alle sehr gut und schön, es gibt lan­ge nicht so vie­le aus­fäl­le, lang­wei­ler, wie in ande­ren, grö­ße­ren ski­ge­bie­ten. die prä­pa­rie­rung war auch in ord­nung, nur an weni­gen stel­len manch­mal etwas schlam­pig (und am letz­ten tag, da hat­ten sie es zu eilig und hin­ter­lie­ßen zu vie­le klum­pi­ge, mor­gens sehr hart gefro­re­ne stellen).

gefah­ren bin ich – neben mei­nem tt ham­mer von snow­shark – in die­ser woche dank der vie­len net­ten leu­te, die mir ihre ski gelie­hen haben, unter ande­rem fol­gen­de mono­skier:

  • duret best off: ein angeh­mer car­ver. nicht zu sehr auf die gecarv­ten bögen fixiert, lässt er sich doch recht leicht auf die kan­te set­zen und ist dort nicht so extrem wie monobla­de oder nor­dic­board. dafür lässt er sich auch recht ange­nehm und unpro­ble­ma­tisch mit kurz­schwün­gen fah­ren, ohne je bös­ar­tig zu wer­den – dafür ist das brett ein­fach viel zu weich abgestimmt.
  • snow­shark tigershark: kommt nicht ganz an mei­nen tt ham­mer her­an. zumin­dest für mei­ne fahr­wei­se nicht. weil er etwas här­ter und (in schlei­bis ver­si­on) län­ger ist. das merkt man näm­lich recht deut­lich: wesent­lich weni­ger agil, braucht mehr schub, vor allem die front hing mir immer schwer auf dem schnee, die muss­te ich immer kräf­tig her­um­schie­ben. dafür schluckt er mehr uneben­hei­ten – was ich nicht unbe­dingt mag, ich bevor­zu­ge den direk­te­ren zugang zur piste.
  • monobla­de: ein lus­ti­ges gerät. als ein­zi­ger ski frei­lich nicht zu gebrau­chen, weil er auf der pis­te für zügi­ges, schnel­les, nach unten ori­en­tier­tes gerät über­haupt nicht funk­tio­niert. auf har­tem unter­grund lei­tet er jede uneben­heit bis in den rücken wei­ter, was nach einer wei­le ziem­lich anstren­gend wird. dafür lässt sich das, wofür er gemacht ist, aber gut ver­wirk­li­chen: rum­spie­len. und off-pist fand ich ihn aus­ge­spro­chen leicht und gut­mü­tig. wegen der gro­ßen fle­xi­bi­li­tät und der sym­me­trie von front und heck ver­zeiht er unheim­lich viel, ins­be­son­de­re unbe­ab­sich­tig­te wech­sel von front- in rück­la­ge (oder umge­kehrt). als zweit- oder dritt­ski könn­te ich ihn mir schon vor­stel­len. dann müss­te ich mich frei­lich an die fes­ten bin­dun­gen ohne aus­lö­se­mög­lich­keit gewöh­nen – so ganz behagt mir das nicht.
  • nor­dic­board: nicht mein ski (und das nicht nur wegen des lei­der viel zu hohen prei­ses). aber des­we­gen nicht unbe­dingt schlecht: sehr dreh­freu­dig, denoch äußerst sta­bil, sehr guter kan­ten­griff – aber in ers­ter linie ein car­ver. und das will ich (zumin­dest im moment noch) nicht. beim kur­zen test off-pist hat er mich auch nicht beson­ders über­zeugt, da hat er viel kraft zum dre­hen ge/​verbraucht. ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob der enor­me auf­wand mit der ver­bin­dung von einer sicher­heits­bin­dung und den zwei fes­ten bin­dun­gen wirk­lich not­wen­dig ist. und ob die kon­struk­ti­on, wie es otto eder wohl beab­sich­tig hat (wenn ich rich­tig ver­stan­den hab), dem mono­ski zu neu­er popu­la­ri­tät ver­hilft, scheint mir auch eher frag­lich. aber das ist ja eine ande­re baustelle.

ski fahren im montafon 2007

mein dies­jäh­ri­ger ski­ur­laub – zugleich test- und ein­ge­wöh­nungs­wo­che mit dem neu­en mono­ski – führ­te mich ins mon­ta­fon in vor­arl­berg. gewohnt habe ich in tschag­guns. oder bes­ser gesagt, leicht ober­halb des eigent­li­chen ortes, mit ski­bus­hal­te­stel­le direkt vor der haus­tür. das war auch wich­tig, denn die ski­ge­bie­te des mon­ta­fon (vier gro­ße und noch ein paar pil­le-pal­le-lif­te) lie­gen recht ver­teilt, so dass man ohne bus oder pkw ziem­lich auf­ge­schmis­sen ist.

am ers­ten tag, 28–1, ging es auf die golm, das lag prak­tisch direkt vor der haus­tür (5 minu­ten mit dem bus). die ers­te ent­täu­schung stell­te sich aller­dings schon gleich am beginn her­aus: das berüh­rungs­lo­se ticket­sys­tem im mon­ta­fon ist aus­ge­spro­chen schlecht. gleich an der ers­ten schran­ke zur golm­erbahn, die mich auf den berg brin­gen soll­te, hab‘ ich ewig rum­ge­zop­pelt, bis der mein ski­pass, der in der jacken­ta­sche steck­te, end­lich mal gele­sen hat­te. und das ging den gan­zen tag so wei­ter … aber so etwas ist irgend­wie typisch, ser­vice-mäßig rei­ßen die im mon­ta­fon sich über­haupt kein bein aus. die lift­ty­pen etwa hocken, oft genug auch noch zu zweit, schön bequem in ihren abge­schirm­ten kabäuz­chen, bewe­gen sich mög­lichst wenig. die ein- und aus­stie­ge waren, obwohl es gar nicht so wahn­sin­nig voll war, ziem­lich schnell ziem­lich schlecht – das blieb die gan­ze woche so. auch etwa die git­ter an den ein­stie­gen waren immer wie­der nicht ordent­lich auf­ge­stellt, man blieb stän­dig irgend­wo hän­gen. die pis­ten waren auf der golm schlecht prä­pa­riert – es hat­te über nacht geschneit. das war für den ers­ten tag nicht gera­de opti­mal, zumal die pis­ten – fast nur rotes, die schwar­ze dia­bo­lo war mit­samt dem außer­golm-lift geschlos­sen – doch ziem­lich hef­ti­ge steil­stü­cke drin hat­ten, bei denen – oder bevor­zugt nach denen – ich ziem­lich oft hin­ge­knallt bin. denn auf der har­ten (kunst-)schnee grund­la­ge bil­de­te der tro­cke­ne neu­schnee ziem­lich schnell die schöns­ten buckel­pis­ten mit wan­dern­den buckeln.

vor­mit­tags war ich vor allem an der räti­kon­bahn, neben der die soge­nann­te „welt­cup-abfahrt“ ver­läuft – schön schmal und sakrisch steil. spä­ter bin ich vor allem an der mat­schwitz­bahn unter­wegs gewe­sen, da war weni­ger los. die blaue pis­te dort aller­dings ist sehr lang­wei­lig, die rote aber hat auch anspruchs­vol­le sei­ten. kurz war ich auch am 2er-ses­sel der hüt­ten­kopf­bahn, doch die rote pis­te dort war schon in sehr schlech­tem zustand: oben eisig, unten kein schnee, son­dern steine.

am zwei­ten tag, 29–1, ging es dann auf die ande­re tal­sei­te ins hoch­joch. mor­gens war ich noch ziem­lich kaputt gewe­sen, aber auf dem ski ging’s dann doch sehr ordent­lich. ich bin über die zamang­bahn hoch­ge­fah­ren (das war bus­tech­nisch am ein­fachs­ten), die war um kurz nach neun noch ganz leer – auch auf der pis­te noch nix los – hier kom­men die leu­te erst spä­ter … lei­der war das kreuz­joch geschlos­sen – der ver­bin­dungs­lift hat­te einen getrie­be­scha­den. des­halb war ich fast den gan­zen tag am seebli­ga-sesel­lift. der hat zwei sehr schö­ne rote vari­an­ten, deren eine oben einen supers­tei­len, tief­schwar­zen ein­stieg hat: direkt am lift her­un­ter. das ers­te mal bin ich wie­der umge­kehrt … spä­ter dann aber doch eini­ge male da run­ter, bis es zu glatt wur­de. einen aus­flug hab‘ ich auch zum krop­fen-ses­sel­lift gemacht. eine lan­ge blaue abfahrt führt dahin (zur mit­tel­sta­ti­on der hoch­joch-bahn), die offen­sicht­lich am abend zuvor prä­pa­riert wur­de, auf der dann aber wohl die gan­ze nacht schnee gemacht wur­de, der nicht mehr befes­tigt wor­den ist – mit den ent­spre­chen­den ergeb­nis­sen. und der lift braucht ewig, bis er oben ist …

am 30–1 hat­te ich dann einen herr­li­chen ski­tag an der sil­vret­ta nova: son­ne pur, nur viel zu warm, gute pis­ten: vor allem vie­le car­ver-auto­bah­nen. denn hier in der sil­vret­ta ist ein­deu­tig am meis­ten pla­niert wor­den. schön anzu­se­hen ist das nicht. aber die leu­te ver­tei­len sich so ganz gut. mor­gens zunächst am älpli unter­wegs gewe­sen, auch zur mit­tel­sta­ti­on der vali­se­ra­bahn (aber das war nicht sehr schön: die blaue bis­te erstaun­lich schmal und erstaun­lich steil). nicht sehr inter­es­sant auch der aus­flug auf die nova, wo ich für die­sen tag aller­dings die schwar­zen pis­ten aus­ge­las­sen habe. auch die rück­sei­te von der rin­der­hüt­te (dort eine ganz net­te abfahrt, oben lei­der ers­te ein stück weg), die heim­spitz­bahn, konn­te mich nicht begeis­tern: ein ewig lan­ger zieh­weg für eine kur­ze, unspek­ta­ku­lä­re piste.

gar­gel­len hieß das ziel am wie­der­um wun­der­bar son­ni­gen 31–1. das ist von tschag­guns noch ein gan­zes stück (liegt aber auch dop­pelt so hoch, näm­lich auf über 1400 m), der ski­bus braucht mit umstei­gen fast eine stun­de dahin. dafür war ich dann vom eigent­li­chen ski­ge­biet, das sonst immer so hoch gelobt wird, eher ent­täuscht. zwar war sehr wenig los, aber viel aus­wahl gibt es nicht und vor allem nur wenig span­nen­des für mich. die rote pis­te neben dem vie­rer­ses­sel, dem haupt­lift dort, ist im obe­ren teil sehr sehr schräg, dafür aber ziem­lich flach. erst unter­halb des ses­sel­lif­tes, zum schlep­per hin, wird es kna­cki­ger. sonst gibt es da oben vor­wie­gend blaue, fla­che und brei­te bis­ten (und eini­ge ski­rou­ten, die ich aber nicht erkun­det habe). die tal­ab­fahrt war vor­mit­tags noch in ord­nung, aber auch ziem­lich lang­wei­lig. und obwohl ich schon ziem­lich gebret­tert bin, muss­te ich dann doch noch ein stü­cken schie­ben. nach­mit­tags war ich dann öfters zwi­schen den pis­ten unter­wegs – wenn ich schon einen mono­ski hab … und kurz vor schluss, als kaum noch jemand auf der pis­te war, hab‘ ich den ski auch noch zum car­ven gebracht – sau­geil, super schnell und anstrengend …

am 1–2 war ich noch ein­mal in der sil­vret­ta, dies­mal bei wei­tes­ge­hend bedeck­tem him­mel (warm war’s trotz­dem). es war kaum jemand da. dies­mal noch aus­gie­bi­ger den nova-teil erkun­det – aber dort ist nur kur­zes rotes oder lah­mes blau­es mit vie­len wegen zu fin­den – also nix für mich. dafür bin ich mehr­mals die schwar­ze pis­te direkt am ses­sel­lift hin­un­ter – die ist nicht über­mä­ßig schwer, hat­te aller­dings etwas viel stein­zeug im schnee, was dann doch für abwech­se­lung sorg­te. nach­mit­tags war ich vor allem wie­der an madri­sel­la und dem 3er-ses­sel neben­dran ind allen varianten.

zum schluss, am 2–2, bin ich noch ein­mal ins hoch­joch. schließ­lich war­te­ten kreuz- und gras­joch noch auf die erkun­dung. dazu muss man zunächst über den sen­ni­grät-lift, der ganz selt­sam schräg über den hang läuft, hin­auf. und bis man end­lich drü­ben ist, sitzt man eine gute wei­le im lift. dafür gibt es dann aber gar nicht so viel so erkun­den: da hin­ten nur blaue pis­ten, lau­ter sehr hüge­li­ge, wel­li­ge bän­der, die immer wie­der schuss­fahr­ten benö­ti­gen – das macht mit dem mono­ski nicht so sehr viel spaß. des­halb bin ich dann nach einer wei­le doch wie­der zum seebli­ga-lift und hab mich da ver­gnügt – im ste­ten wech­sel zwi­schen har­ten, kur­zen bögen und wei­ten, sehr tem­po­rei­chen schwün­gen. immer mehr kam aller­dings das eis raus – und immer mehr unter­schied sich die spreu vom wei­zen: eini­ge sehr gute fah­rer bret­ter­ten über die pis­te, ande­re rutsch­ten ziem­lich selt­sam her­um oder lan­de­ten im akia und hub­schrau­ber, den ich in die­ser woche jeden tag min­des­tens ein­mal gese­hen hab. schnee war halt doch sehr wenig – im tal wur­den die hän­ge von tag zu tag immer grüner.

dieser ski ist der hammer!

er heißt ja auch so: der „tt ham­mer“ von snow­shark in den usa, mein neu­er mono­ski. das ist ein ech­tes prä­zi­sion­in­stru­ment, bei jeder geschwin­dig­keit – nur zu lang­sam darf’s nicht wer­den. für angst­ha­sen ist das nichts, mit ordent­lich tem­po lässt er sich ein­deu­tig am bes­ten fah­ren. feh­ler darf man aller­dings auch nicht machen, fahr­feh­ler ver­zeiht er kaum bis gar nicht. als ech­tes prä­zi­si­ons­in­stru­ment macht er genau das, was er soll. und wenn’s falsch ist, dann macht er es auch – ver­zei­hen, ver­schlu­cken tut er nix. man merkt auch jeden huckel der pis­te dem­entspre­chend. das ist eben ein hoch­ge­züch­te­tes sport­ge­rät. und das heißt v.a.: er braucht kraft und kon­zen­tra­ti­on – ent­spann­tes glei­ten ist damit nicht an der tages­ord­nung. schon klei­ne nach­läs­sig­kei­ten, etwa in der hal­tung der knie, kön­nen sich unan­ge­nehm bemerk­bar machen – das war für mich zunächst sehr gewöh­nungs­be­dürf­tig. dafür belohnt er mit her­vor­ra­gen­der sta­bi­li­tät bei jedem tem­po: genau­ig­keit eben.

ganz unver­dros­sen und wie selbst­ver­ständ­lich beißt er sich aber an jedem hang fest. selbst bei den für mono­ski eher ungüns­ti­gen ver­hält­nis­sen im mon­ta­fon (sehr har­te grund­la­ge, teil­wei­se eisig) bleibt er über­ra­schend gut zu kon­trol­lie­ren und beherr­schen. und auch car­ven kann er – wenn der fah­rer es sich traut. ich schaff­te das nur kurz: denn so zu fah­ren, ist anstren­gend und bru­tal schnell – eigent­lich schon fast waf­fen­schein­pflich­tig. denn dann dür­fen weder ande­re ski­fah­rer in die que­re kom­men noch unvor­her­ge­se­he­ne löcher oder kan­ten in der pis­te auf­tau­chen. ech­te car­ver-monos kön­nen das aller­dings bes­ser (und einfacher).

lei­der taugt die bei mir mon­tier­te tyro­lia-bin­dung für die­sen ein­satzweck nur wenig (aber ich war ja noch nie ein gro­ßer freund der tyro­lia …): immer wie­der hat­te ich das pro­blem – obwohl ich sie fast am anschlag der ein­stel­lung habe – dass bei (beinah-)stürzen ein schuh an der spit­ze ein wenig ver­rutscht – noch in der bin­dung hält, aber nach außen ver­scho­ben ist. damit lässt sich dann, wenn man es nicht merkt und gleich kor­ri­giert, wun­der­bar wie­der auf die nase fal­len, denn die nächs­te kur­ve wird dann zur ech­ten über­ra­schung. außer­dem hat der mon­teur beim einen teil auch noch zu tief gebohrt – abso­lu­ter mist also. aber das wird sich hof­fent­lich bald ändern.

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