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Schlagwort: laufen

20. arque-lauf 2007: gemeinsam zum ziel

das wet­ter hat in die­sem jahr nicht so ganz mit­ge­spielt. der 20. arque-lauf von kelk­heim nach mainz war aber trotz­dem eine schö­ne sache. gut, petrus schickt unfreund­li­ches feucht-kal­tes wet­ter. aber eigent­lich war es gar nicht so sehr kalt, nur ein sehr fie­ser, schnei­den­der wind von beträcht­li­cher geschwin­dig­keit in böen, der einen dann doch zum frie­ren brach­te – vor dem start und auch unter­wegs so eini­ge male. vor allem auf den brü­cken blies der wind – natür­lich immer von vorn oder wenigs­tens schräg von vor­ne. vor hoch­heim ver­sucht die son­ne, die wol­ken bei­sei­te zu schie­ben, hat­te damit aber nur sehr momen­tan ein wenig erfolg. na ja, das ist alles nicht so schlimm – es ist schließ­lich novem­ber. und rich­tig gereg­net hat es erst, als wir auf dem main­zer dom­platz hin­ter dem ziel unse­re geträn­ke tank­ten … da wur­de es dann lei­der ziem­lich unge­müt­lich, wes­halb ich bald ab nach hau­se bin – wie vie­le ande­re auch.

die stre­cke des arque-laufs hat eine etwas selt­sa­me län­ge: 17.248 €meter = 33.735 Meter, denn ein euro­me­ter ist logi­scher­wei­se 1,95583 Meter lang. das sind 80% eines mara­thons. zum ers­ten mal gab es die­se jahr auch die mög­lich­keit, kür­ze­re teil­stre­cken zu lau­fen und ent­spre­chend spä­ter ein­zu­stei­gen. das waren dann noch 10.848 €m = 21.218 Meter (sprint l genannt), 6.948 €m = 13.590 Meter (sprint m) und 4.048 €m = 7.918 Meter (sprint s). so arg vie­le habe ich da aber nicht gese­hen. das geschah jeweils an den ver­pfle­gungs­stel­len, wo es reich­lich bana­nen, war­men tee, und bei den spä­te­ren auch cola, was­ser etc. gab. gelau­fen wer­den alle stre­cken in fes­ten grup­pen, die von pace­ma­kern in einem kilo­me­ter-schnitt von 4:30 auf­wärts in abstän­den von 30 sekun­den geführt wer­den und zeit­ver­setzt star­ten. etwas unsi­cher war ich vor­her nur, wie ich die ver­pfle­gungs­stel­len über­ste­hen wür­den. denn hier hält die grup­pe geschlos­sen an und macht sozu­sa­gen rast – aber zum glück ging es immer zügig wei­ter. und obwohl ich sonst eigent­lich lie­ber durch­lau­fe, ging das wie­der anlau­fen ohne pro­blem vonstatten.

der lauf führt von zwei start­plät­zen in kelk­heim (ich star­te­te vom sport­ge­län­de reis aus, weil der dom-shut­tle nur dort­hin fuhr) zunächst hin­un­ter in den ort, wo wir uns mit den weni­gen läu­fern der grup­pe b des ande­ren start­plat­zes ver­ei­nig­ten und dann wie­der den berg hin­auf – immer­hin ist kelk­heim schon tau­nus ;-) – sehr schön fand ich dann das stück durch den gun­del­hard-wald hin­un­ter nach hof­heim. von dort führt die stre­cke auf der stra­ße nach marx­heim (zur ers­ten ver­pfle­gungs­stel­le) und wei­ter über die a66 nach weil­bach. dann geht es noch über die a3 und nun wei­ter auf feld­we­gen ober­halb von flörs­heim vor­bei. kurz vor hoch­heim trifft die stre­cke dann auf den main (ich hat­te mir aus irgend­ei­nem grund ein­ge­bil­det, das gesche­he schon viel frü­her und die gan­ze zeit dar­auf gewar­tet) und folgt die­sem bis kurz vor die mün­dung in den rhein, biegt dort aber ab und geht durch kost­heim über die theo­dor-heuss-brü­cke nach mainz. dort haben wir die ver­spreng­ten fast­nach­ter und die paar weni­gen main­zer noch gehö­rig mit unse­ren sprech­chö­ren – „erbar­men! zu spät! die hes­se kom­me!” – ver­schreckt und sind dann mit die­sem schlacht­ruf auch über den lieb­frau­en­platz um den dom bis ins ziel auf den dom­platz gebret­tert (die letz­ten ver­su­che der pace­ma­ker, das tem­po zu dros­seln, waren zum schei­tern ver­ur­teilt – vor allem, weil sie selbst ein­fach nicht lang­sa­mer wur­den), den wir nach 2 stun­den und 47 minu­ten (rei­ne lauf­zeit, ohne die pau­sen) erreichten.

der arque-lauf hat wirk­lich eine aus­ge­spro­chen schö­ne stre­cken­füh­rung. vie­le wald- und feld­we­ge (die in deutsch­land ja dum­mer­wei­se fast alle asphal­tiert sind), er führt durch die aus­läu­fer des tau­nus und die wein­ber­ge am main (und knapp vor­bei am tor zum rhein­gau). bei schö­nem wet­ter ist das bestimmt eine herr­li­che tour. wir wur­den dabei fast stän­dig von poli­zei und kran­ken­wa­gen (der lei­der auch ein­mal zum ein­satz kam) beglei­tet, die für einen wirk­lich rei­bungs­lo­sen ablauf sorg­ten – so müss­te man immer lau­fen kön­nen: die auto­fah­rer müs­sen war­ten, bis man über die kreu­zung ist und man hat die gan­ze stra­ße für sich allein.

und es gibt hier gute tem­po­ma­cher: klei­ne schwan­kun­gen sind natür­lich dabei, aber alles in allem fand ich das vor­ge­ge­be­ne tem­po ange­nehm kon­stant und auch an den auf- und abstie­gen gut zu lau­fen. sehr schön, das lau­fen mit tem­po­mat – auch eine neue erfah­rung für mich. mei­ne beden­ken, ob ein 5er-schnitt auf die­ser stre­cke nicht zu schnell sei, waren da bald ver­flo­gen. gut, die ers­ten kilo­me­ter lie­fen noch etwas holp­rig – ich war halt wie­der zu faul, mich ein­zu­lau­fen. um kilo­me­ter 22–25 etwa ging’s auch mal etwas zäher. aber danach lief es wie­der ganz und gar pro­blem­los. denn ganz aus­ge­powert war ich jetzt immer nicht – woh­lig erschöpft schon … die grup­pe ist auch erstaun­lich gut zusam­men geblie­ben – das hät­te ich nicht so erwar­tet. erst recht spät zog sie sich etwas aus­ein­an­der. und ich muss sagen, mit so einem vor­ge­ge­be­nen tem­po und in der grup­pe läuft es sich doch aus­ge­spro­chen ange­nehm und leicht. das tem­po war nie ein pro­blem für mich – obwohl ich mir auf der län­ge im moment nicht so beson­ders viel mehr zutraue. den 4:49er-schnitt, den mir mein trai­nings­plan vic­sys­tem vor­schlug, hät­te ich – wäre ich das als wett­kampf gelau­fen – viel­leicht noch geschafft. aber viel mehr sicher­lich nicht.

auch sonst fand ich die orga­ni­sa­ti­on ein­fach wun­der­bar – da kann man wirk­lich nichts sagen. und dass am start­platz reis nur zwei toi­let­ten zur ver­fü­gung ste­hen, lässt sich auch ver­schmer­zen. mei­ne start­num­mer – die gab es in die­sem jahr zum ers­ten mal auch – konn­te ich aller­dings nicht befes­ti­gen, weil ich in mei­ner tüte kei­ne sicher­heits­na­deln fand und selbst kei­ne dabei hat­te. aber die brauch­te man eigent­lich auch nur, um sei­nen klei­der­beu­tel im ziel wie­der­zu­fin­den. doch 9899 kann ich mir sogar beim lau­fen 3 stun­den mer­ken. und ich war nicht der ein­zi­ge ohne num­mer: in mei­ner grup­pe lief tat­säch­lich einer mit nack­tem ober­kör­per (bei knapp 10 °C) und kur­zen hosen. dafür aber mit son­nen­bril­le (ich fra­ge mich aller­dings, wie so jemand im som­mer bei 30 °C läuft – noch weni­ger kann er ja kaum anzie­hen, ohne anstoss zu erregen).

und etwas gutes tut man auch noch: das start­geld von 27 euro (mit groß­zü­gi­ger ver­pfle­gung an drei sta­tio­nen und t‑shirt, das man sogar anzie­hen kann, ohne augen­krebs zu bekom­men) ist eine spen­de für die namens­ge­ben­de arque, die „die Inter­es­sen von Men­schen mit ange­bo­re­ner Quer­schnitt­läh­mung (Spi­na bifi­da) und Stö­rung des Gehirn­was­ser­kreis­lau­fes (Hydro­ze­pha­lus)” ver­tritt. und es gibt außer­dem auch noch bus­trans­fers – sogar vom ziel zum start mor­gens, für mich sehr prak­tisch. da muss man zwar früh auf­ste­hen, denn abfahrt ist schon um 7.15. aber das ist wun­der­bar bequem. nach dem lauf dann noch die drei minu­ten heim spa­ziert und die herr­lich hei­ße dusche genos­sen. und weil’s mir so gut gefal­len hat, habe ich mir den nächs­ten arque-lauf schon wie­der fest vorgenommen.

und so sieht sie aus (nicht von den pfei­len ver­wir­ren las­sen, die hat sport­tracks dies­mal sehr selt­sam gesetzt):

strecke des arque-lauf

heute: mal wieder ein sporttag

das muss­te ein­fach sein: das wet­ter war so schön – herr­lich blau strah­len­der him­mel, nur ganz sel­ten ein ver­wisch­tes wol­ken­fetz­lein, dau­ern­der son­nen­schein bei ange­neh­men 25 „C und ein fri­scher Wind dazu – und der ter­min­ka­len­der für heu­te nach­mit­tag leer. also habe ich mich nach dem mit­tag­essen schnell auf­ge­macht zum mkv-boots­haus und war um 13.50 Uhr auf dem was­ser. und ich war nicht allei­ne auf dem rhein. vom mkv waren schon eini­ge aus­ge­flo­gen, auch sonst waren etli­che padd­ler heu­te unter­wegs. vor allem im gins­hei­mer alt­rhein sind sie mir begeg­net bzw. von mir über­holt wor­den. lei­der waren auch wie­der eini­ge blö­de motor­boo­te unter­wegs – das lässt sich halt auf dem rhein kaum umge­hen. ich war auch recht zügig unter­wegs. der anfang bis zur eisen­bahn­brück und die fluss­que­rung zogen sich natür­lich wie­der mal, dann ging es aber doch recht flott den rhein hin­auf und ab in den alt­rhein. hin­ter gins­heim wur­de es dann rich­tig schön ruhig und gemüt­lich – bei fast spie­gel­glat­tem was­ser glitt ich aus­ge­spro­chen zügig dahin – allei­ne mit mir und dem geräusch mei­ner pad­del (und den blö­den flug­zeu­gen im lan­de­an­flug natür­lich …). beim umset­zen am stein­damm war es dann nicht der obli­ga­to­ri­sche ang­ler, son­dern des­sen beglei­tung, die mein­te, mich dar­auf hin­wei­sen zu müs­sen, dass die ande­ren padd­ler neben­an aus­stie­gen. das fand ich aber nicht so schön, weil enger und stei­ler. was solls, so lan­ge nur eine angel aus­liegt, kann man da noch pro­blem­los anlan­den. und ich bin ja gleich wie­der ver­schwun­den. nach einer kur­zen pau­se – mein rech­tes bein war heu­te ums knie her­um recht kramp­fig – ging es gleich wie­der den rhein hin­ab. der war da oben auf dem ers­ten kilo­me­ter aus­ge­spro­chen unru­hig, mit ziem­lich vie­len ste­hen­den wel­len (eini­ge locker 70–80 zen­ti­me­ter hoch). doch das gab sich bald wie­der … und dann war ich auch schon gleich wie­der in mainz zurück: 2 stun­den 35 minu­ten pad­del­zeit waren es heu­te nur. dafür gab es außer­ge­wöhn­lich vie­le bla­sen an den hän­den: mehr als ein hal­bes dut­zend, und an den ver­rück­tes­ten stel­len. wie ich etwas die bla­se an der sei­te der kup­pe des rech­ten zei­ge­fin­gers hin­be­kom­men habe, ist mir völ­lig schlei­er­haft. lus­tig sehen jetzt auch mei­ne ober­schen­kel aus: bis­her kaum son­ne gese­hen (wegen den lauf-tights), haben sie jetzt selt­sa­me mus­ter und schrä­ge lini­en – dort näm­lich, wo der rand der luke verlief.

und weil mir das noch nicht reich­te, bin ich dann gleich im anschluss noch lau­fen gegan­gen: eine halb­wegs gemüt­li­che drei­brü­cken­run­de stand auf dem plan, mit ein­ge­streu­ten stei­ge­run­gen. das war heu­te aber nicht so opti­mal: irgend­wie fand ich nie ein gleich­mä­ßi­ges tem­po, das hat­te immer wie­der bewuss­tes anzie­hen nötig. und die stei­ge­run­gen brach­ten mich dann immer wie­der aus dem rhyth­mus – auch der lauf­stil war heu­te sehr unru­hig. naja, kann ja nicht immer so klas­se lau­fen wie am mon­tag
 

5. mono-ski.org-treffen in galtür

es war das ers­te mal für mich, das fünf­te ins­ge­samt: das dies­jäh­ri­ge tref­fen der mono​-ski​.org in gal­tür. ich war übri­gens nicht der ein­zi­ge, der zum ers­ten mal dabei war. aber die meis­ten die­ser aus­ge­pro­chen net­ten trup­pe (d.h. streng genom­men sogar alle) fah­ren schon län­ger mono­ski als ich. so konn­te ich mir noch eini­ges an- und abschauen.

die anrei­se am 3.3.nach gal­tür war zwar lang­wie­rig (v.a. der bus ab dem bahn­hof lan­deck-zams braucht eine ziem­li­che wei­le – das paz­naun­tal ist halt ein­fach ewig lang), aber voll­kom­men unpro­ble­ma­tisch. auch mein zim­mer habe ich schnell gefun­den – sehr schön, geräu­mig, nett ein­ge­rich­tet mit couch …

am nächs­ten tag ging es dann gleich um 9 uhr auf die pis­te – schließ­lich woll­te ich die ande­ren mono­is­ten tref­fen. und es war ein herr­li­cher ski­tag: wun­der­bar son­ni­ges wet­ter (was sich in mei­nem gesicht deut­lich bemerk­bar mach­te, da ich mor­gens ver­ges­sen hat­te, die son­nen­creme auf­zu­tra­gen), fri­scher schnee, schön locker und leicht, trotz sonn­tag aus­ge­spro­chen wenig betrieb auf den pis­ten – also alles, was das ski­fah­rer­herz begehrt. unter­wegs war ich vor allem an der breit­spitz­bahn, wo es eine sehr schö­ne schwar­ze abfahrt hat. dort traf ich auch die ande­ren gegen mit­tag, wor­auf wir unse­re kräf­te ver­ein­ten und die pis­ten unsi­cher machten.

auch am mon­tag, 5.3., war das wet­ter zunächst wie­der wun­der­bar. ab mit­tag zogen aller­dings zuneh­mend wol­ken auf, die die gip­fel des ski­ge­biets in nebel hüll­ten. es war ein weit­ge­hend gemüt­li­ches ski­fah­ren an die­sem tag: selbst mor­gens waren die pis­ten wun­der­bar, über­haupt nicht hart – kein wun­der bei den früh­lings­haf­ten tem­pe­ra­tu­ren. nach­mit­tags haben wir dann die schwar­ze pis­te an der birk­hahn­bahn für uns ent­deckt – sehr schö­ne, kräf­ti­ge steil­stü­cke mit fla­chem aus­lauf am ende.

am diens­tag, 6.3., ging es selbst­ver­ständ­lich auch gleich mor­gens auf die pis­te. wie­der hat­ten wir schö­nes wet­ter mit wech­seln­der bewöl­kung und wei­chem, nas­sen schnee, den wir für aus­ge­spro­chen ange­neh­me abfahr­ten (vor allem an der breit­spitz­bahn) nutz­ten. dort habe ich dann auch die ers­ten ver­su­che im unprä­pa­rier­ten gelän­de gemacht, die aber fast alle frü­her oder spä­ter schei­ter­ten (was aller­dings auch kaum anders zu erwar­ten war, bei mei­ner reich­hal­ti­gen erfah­rung auf die­sem gebiet ;-)). doch nach­dem ich gese­hen hat­te, das selbst für schlei­bi an den ers­ten bei­den tagen jede (aber auch wirk­lich jede) fahrt in den tief­schnee mit einem sturz ende­te (oder ihren höhe­punkt fand – je nach stand­punkt halt – für uns war das immer eine mords­gau­di, wes­halb er ja auch zu recht den drop­man-award erhielt), konn­te ich wohl kaum hin­ten­an­ste­hen. und irgend­wann muss ich es ja auch mal ler­nen. und dass geht halt nicht ohne übung und die ent­spre­chen­den miss­erfol­ge. zum abschluss gab es dann noch zwei sehr har­mo­ni­sche abfahr­ten auf der roten pis­te von der ball­un­spit­ze bis in die alm­hof-ten­ne. die run­de lös­te sich dann nur sehr kurz­zei­tig auf, um sich im klei­nen kreis zum gemein­sa­men ski-prä­pa­rie­ren im hotel wie­der zu tref­fen. und abends gab es dann noch das außer­or­dent­lich amü­san­te (zumin­dest für die zuschau­er) fassdaubenrennen.

am 7.3., mitt­woch, war das wet­ter dann nicht mehr so gut. zwar war es immer noch aus­ge­spro­chen mild, aber sehr neb­lig und vor­mit­tags schnei­te es auch noch ein wenig. des­halb fuh­ren wir meis­tens unten an der alp­ko­gel­bahn, mit kur­zen abste­chern bei klei­nen auf­hei­te­run­gen hoch zur ball­un­spit­ze. nach­mit­tags locker­te die nied­rig hän­gen­de bewöl­kung zeit­wei­se etwas auf und wir konn­ten die wun­der­ba­re pis­te an der breit­spit­ze noch eini­ge male fah­ren. und wir konn­ten dort schon ein­mal anfan­gen, das for­ma­ti­ons­fah­ren für die ski-show im rah­men des nacht­s­ki­fah­rens zu üben. das hat bei ingo und mir erstaun­lich (zumin­dest für mich erstaun­lich, ich hab so etwas ja noch nie gemacht) schnell ganz gut geklappt, nur schlei­bi und mal­colm hat­ten eini­ge pro­ble­me bei der syn­chro­ni­sa­ti­on, ihre fahr­wei­se war zu unter­schied­lich. mit mar­kus als ersatz für mal­colm klapp­te das dann aber auch. dum­mer­wei­se konn­ten wir das dann gar nicht vor­füh­ren, denn die ski­show wur­de – wohl wegen der um 19 uhr wie­der kas­ta­stro­pha­len sicht – abge­sagt. zum nachts­ki­lauf sind wir aber natür­lich trotz­dem – schließ­lich hat­te tilo die kar­ten orga­ni­siert. und es war auch ein gro­ßer spaß. bei der ers­ten abfahrt lag die gelb-oran­ge beleuch­te­te pis­te noch ganz im nebel. im ses­sel­lift sah man kaum bis zum vor­her­ge­hen­den ses­sel. aber inzwi­schen kann­ten wir die abfahrt ja schon und so fuh­ren wir unver­dros­sen los. aber der zwei­ten abfahrt riss die bewöl­kung aller­dings rasant auf, die sicht wur­de immer bes­ser. und die pis­ten waren herr­lich leer – frisch prä­pa­riert, noch wun­der­bar weich. und so sind wir immer schnel­ler und schnel­ler die pis­te hin­un­ter­ge­düst – bis wir nach zwei stun­den die not­brem­se zogen und in die ten­ne abbo­gen (das letz­te stück auch ohne licht kein pro­blem). nur alex und baro, die bei­de erst am abend ange­kom­men waren, nutz­ten noch die letz­te hal­be stun­de. auf jeden fall war’s eine mords-gau­di, so im dun­keln (naja, rich­tig dun­kel war es nicht ein­mal auf den unbe­leuch­te­ten pis­ten) ski zu fahren.

der don­ners­tag war dann ent­spre­chend anstren­gend, die zwei zusätz­li­chen stun­den rase­rei mach­ten sich in den ober­schen­keln bemerk­bar. außer­dem war das wet­ter noch ein­mal extrem neb­lig, meist auch noch mit leich­tem schnee­fall. des­we­gen waren wir fast aus­schließ­lich an der alp­ko­gel­bahn unter­wegs. dort hat­te es zwar aus­ge­spro­chen wei­chen schnee, aller­dings gar kei­ne sicht. und es wur­de eher schlim­mer als bes­ser. kurz habe ich in die­ser sup­pe auch noch den tigershark von schlei­bi getes­tet (sie­he unten). aber so im blind­flug strengt das ski­fah­ren doch deut­lich mehr an, wes­halb wir schon gegen halb drei schluss machten.

dafür hat uns dann der frei­tag, 9.3., aber wie­der voll­kom­men ent­schä­digt: strah­len­der son­nen­schein von mor­gens bis abends, nicht mehr so sehr warm (mor­gens um minus 5 grad). ent­spre­chend hart waren denn auch die pis­ten, beson­ders dort, wo die son­ne mor­gens (noch) nicht hin­kam, wir aber fah­ren woll­ten: an der breit­spitz­bahn. aus­ge­rech­net eine der bes­ten stel­len der schwar­zen pis­te, die schma­le rin­ne in der unte­ren hälf­te, war heu­te aus­ge­spro­chen schlecht prä­pa­riert: fast nur dicke, gefro­re­ne schnee­bro­cken. dafür habe ich mich nun, nach einer wei­te­ren woche der zuneh­men­den ver­traut­heit mit dem mono­ski, mehr aus den pis­ten ins unprä­pa­rier­te gelän­de gewagt. und das ging auch immer bes­ser – bis ich mei­nen tt ham­mer bei­na­he den tief­schnee-göt­tern geop­fert hät­te: irgend­wann blieb er mir näm­lich auf ein­mal im schnee ste­cken, kata­pul­tier­te mich mir­nix dir­nix aus der bin­dung und mach­te sich dann allein auf den weg. als ich mich gera­de aus dem schnee auf­rap­pel­te, sah ich in rich­tung pis­te und stau­see los­zie­hen und schrie nur noch „mein ski!“. zum glück hör­te baro, der wei­ter unten auf der sei­te des tief­schnee­fel­des stand das, und stopp­te mei­nen ski (wobei er es zum ers­ten mal schaff­te, sei­ne bin­dun­gen zu lösen …). das hat mir dann erst ein­mal gereicht, nach­mit­tags habe ich monobla­de und nor­dic­board getes­tet (und bin mit vor allem mit dem monobla­de noch sehr schön abseits der pis­te unter­wegs gewe­sen). abends konn­ten wir uns dann im hotel noch so eini­ge groß- und schand­ta­ten auf video und foto anschau­en – sehr inter­es­sant, die unter­schied­li­chen fahr­sti­le mal so direkt im ver­gleich zu sehen.

das ski­ge­biet gal­tür war eine ange­neh­me über­ra­schung für mich. gemüt­lich trifft es ganz gut: kein hal­li-gal­li, sehr zurück­hal­ten­des aprés-ski. kei­ner­lei war­te­zei­ten an lif­ten. wenig betrieb auf den pis­ten. aller­dings auch kei­ne extre­men pis­ten, kei­ne aus­ge­spro­chen stei­le hän­ge etwa. dafür wie­der­um vie­le mög­lich­kei­ten, mal eben von der pis­te weg­zu­kom­men. und, was mich auch über­rascht hat: die pis­ten sind wirk­lich (fast) alle sehr gut und schön, es gibt lan­ge nicht so vie­le aus­fäl­le, lang­wei­ler, wie in ande­ren, grö­ße­ren ski­ge­bie­ten. die prä­pa­rie­rung war auch in ord­nung, nur an weni­gen stel­len manch­mal etwas schlam­pig (und am letz­ten tag, da hat­ten sie es zu eilig und hin­ter­lie­ßen zu vie­le klum­pi­ge, mor­gens sehr hart gefro­re­ne stellen).

gefah­ren bin ich – neben mei­nem tt ham­mer von snow­shark – in die­ser woche dank der vie­len net­ten leu­te, die mir ihre ski gelie­hen haben, unter ande­rem fol­gen­de mono­skier:

  • duret best off: ein angeh­mer car­ver. nicht zu sehr auf die gecarv­ten bögen fixiert, lässt er sich doch recht leicht auf die kan­te set­zen und ist dort nicht so extrem wie monobla­de oder nor­dic­board. dafür lässt er sich auch recht ange­nehm und unpro­ble­ma­tisch mit kurz­schwün­gen fah­ren, ohne je bös­ar­tig zu wer­den – dafür ist das brett ein­fach viel zu weich abgestimmt.
  • snow­shark tigershark: kommt nicht ganz an mei­nen tt ham­mer her­an. zumin­dest für mei­ne fahr­wei­se nicht. weil er etwas här­ter und (in schlei­bis ver­si­on) län­ger ist. das merkt man näm­lich recht deut­lich: wesent­lich weni­ger agil, braucht mehr schub, vor allem die front hing mir immer schwer auf dem schnee, die muss­te ich immer kräf­tig her­um­schie­ben. dafür schluckt er mehr uneben­hei­ten – was ich nicht unbe­dingt mag, ich bevor­zu­ge den direk­te­ren zugang zur piste.
  • monobla­de: ein lus­ti­ges gerät. als ein­zi­ger ski frei­lich nicht zu gebrau­chen, weil er auf der pis­te für zügi­ges, schnel­les, nach unten ori­en­tier­tes gerät über­haupt nicht funk­tio­niert. auf har­tem unter­grund lei­tet er jede uneben­heit bis in den rücken wei­ter, was nach einer wei­le ziem­lich anstren­gend wird. dafür lässt sich das, wofür er gemacht ist, aber gut ver­wirk­li­chen: rum­spie­len. und off-pist fand ich ihn aus­ge­spro­chen leicht und gut­mü­tig. wegen der gro­ßen fle­xi­bi­li­tät und der sym­me­trie von front und heck ver­zeiht er unheim­lich viel, ins­be­son­de­re unbe­ab­sich­tig­te wech­sel von front- in rück­la­ge (oder umge­kehrt). als zweit- oder dritt­ski könn­te ich ihn mir schon vor­stel­len. dann müss­te ich mich frei­lich an die fes­ten bin­dun­gen ohne aus­lö­se­mög­lich­keit gewöh­nen – so ganz behagt mir das nicht.
  • nor­dic­board: nicht mein ski (und das nicht nur wegen des lei­der viel zu hohen prei­ses). aber des­we­gen nicht unbe­dingt schlecht: sehr dreh­freu­dig, denoch äußerst sta­bil, sehr guter kan­ten­griff – aber in ers­ter linie ein car­ver. und das will ich (zumin­dest im moment noch) nicht. beim kur­zen test off-pist hat er mich auch nicht beson­ders über­zeugt, da hat er viel kraft zum dre­hen ge/​verbraucht. ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob der enor­me auf­wand mit der ver­bin­dung von einer sicher­heits­bin­dung und den zwei fes­ten bin­dun­gen wirk­lich not­wen­dig ist. und ob die kon­struk­ti­on, wie es otto eder wohl beab­sich­tig hat (wenn ich rich­tig ver­stan­den hab), dem mono­ski zu neu­er popu­la­ri­tät ver­hilft, scheint mir auch eher frag­lich. aber das ist ja eine ande­re baustelle.

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