Gute wissenschaftliche Praxis nur im Verborgenen?

Die DFG – die immer­hin einen Groß­teil der deut­schen For­schung finan­ziert und damit auch inhalt­lich maß­ge­bend bestimmt – hat zusam­men mit der Hoch­schul­rek­to­ren­kon­fe­renz beschlos­sen, dass “gute wis­sen­schaft­li­che Pra­xis” (eine Wort­kon­struk­tion, die mich immer sehr an die genauso unspe­zi­fierte “gute fach­li­che Pra­xis” der Bäue­rin­nen und Bau­ern erin­nert) ver­langt, dass Whist­leb­lo­wer ihre Beob­ach­tun­gen, Ent­de­ckun­gen und Befürch­tun­gen – zum Bei­spiel von Pla­gia­ten – nicht öffent­lich machen sol­len, son­dern nur den zustän­di­gen Gre­mien der Hoch­schu­len ver­mel­den – damit, so muss man sich das wohl den­ken, die dann in Ruhe und ohne von den blö­den Fra­gen der ner­ven­den Öffent­lich­keit (die zwar alles bezahlt, aber was soll’s …) oder gar Fach­kol­le­gin­nen und –kol­le­gen beläs­tigt zu wer­den, ent­schei­den kön­nen, was sie zu tun geden­ken. Fast wie die arcana impe­rii also …

Wer das – wie ich – nicht so gut fin­det und sol­che Dinge auch zukünf­tig lie­ber öffent­lich ver­han­delt sehen möchte, der oder die möge bitte diese von Ste­fan Heß­brüg­gen initi­ierte Peti­tion hier mit­zeich­nen. Viel Hoff­nung habe ich zwar nicht, dass sie wirk­lich etwas bewegt, aber ver­su­chen sollte und muss man es wenigs­tens. Also: Mit­zeich­nen!

Nach­trag: Der Pete­ten Ste­fan Heß­brüg­gen hat im Redak­ti­onblog von Hypo­the­ses noch ein­mal aus­führ­lich begrün­det, warum die Peti­tion not­wen­dig ist und warum HRK & DFG irren.

Über Matthias

Leser mit allerlei Ansprüchen und ausdauernder Läufer. Je nach Tagesform auch mal ausdauernder Leser und Läufer mit allerlei Ansprüchen.

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