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	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; winter</title>
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		<title>Taglied 17.12.2011</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 16:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[antonio vivaldi]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach dem Lauf heute vormittag und wil ich gerade Lust darauf habe (und weil es irgendwie nat&#252;rlich auch passt): „Wide White Horizon” (finde ich online allerdings nirgends — macht auch nix, muss man eh in vern&#252;nftiger Qualit&#228;t und angemessener Lautst&#228;rke h&#246;ren ;-) — nur die „Sketches of Spring” gibt es bei Youtube, aber der passt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem <a title="bilderbuch-laufen" href="http://laufen.matthias-mader.de/laufe/bilderbuch-laufen/" target="_blank">Lauf</a> heute vormittag und wil ich gerade Lust darauf habe (und weil es irgendwie natürlich auch passt): „Wide White Horizon” (finde ich online allerdings nirgends — macht auch nix, muss man eh in vernünftiger Qualität und angemessener Lautstärke hören ;-) — nur die „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=DxAhEV_MQFY" target="_blank">Sketches of Spring</a>” gibt es bei Youtube, aber der passt heute nicht …), von <a title="thomas wilbrandt" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Thomas_Wilbrandt" target="_blank">Thomas Wilbrandts</a> grandioser Doppel-CD „<a title="the electric v" href="http://www.discogs.com/Thomas-Wilbrandt-The-Electric-V/release/2680844" target="_blank">The Electric V</a>”. Und ganz nebenbei: wahrscheinlich die beste Version/Interpretation der Vivaldischen Jahreszeiten der letzten Jahrzehnte: 1984 erstmals aufgenommen, aber immer noch frisch und begeisternd, dieser — natürlich sehr freie — Umgang mit den alten Noten … Unbedingte Empfehlung (nicht nur im Winter …)</p>

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		<title>Bilderbuch-Laufen</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 12:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Herrlich. Einfach nur herrlich. Der ersten Lauf im Schnee ist immer etwas besonderes, etwas sch&#246;nes: Ich liebe es einfach, wenn der Wald, die Felder und die Wege wei&#223; sind. Auch wenn es das Laufen etwas anstrengender macht. Heute morgen war das wieder wunderbar: Nach dem Sturm und den Regenschauern der letzten Tage habe ich &#252;berhaupt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herrlich. Einfach nur herrlich. Der ersten Lauf im Schnee ist immer etwas besonderes, etwas schönes: Ich liebe es einfach, wenn der Wald, die Felder und die Wege weiß sind. Auch wenn es das Laufen etwas anstrengender macht. Heute morgen war das wieder wunderbar: Nach dem Sturm und den Regenschauern der letzten Tage habe ich überhaupt nicht damit gerechnet — aber die Sonne schien, der Himmel war blau: Ein richtig schöner Wintertag. Und in Erbach lag sogar ein bisschen Schnee. Also habe ich meine Winter– und Schlechtwetterschuhe rausgekramt, die Salomon XA 3D Ultra und bin losgezogen. Ein paar Kilometer weiter und einige Höhenmeter später fand ich mich im Bilderbuch des Winters wieder: Der Wald war richtig dick weiß, der feuchte Schnee hing dick an den Bäumen und auf den Ästen, die Wege waren niedrig und eng von den durch die Schneelast hinunter gekrümmten Bäumen — und einige kleinere hatte der Sturm auch auf die Wege geschmissen. Und ich lief mutterseelenallein im Wald über den noch unberührten Schnee: Nur ab und an kreuzte ein Wildfährte meine jungfräulichen Wege. Das ist — immer wieder — ungeheuer erhebend, ein Gefühl, das sich nur schwer beschreiben lässt. Da möchte man am liebsten laufen und laufen und laufen. Das tat ich dann auch erst einmal.</p>
<p>Dummerweise hatte meine rechte Socke nicht so viel Spaß wie ich: Kurz vor Bullau fing es an zu reiben — und beim nächsten Halt stellte ich mit Schrecken fest: Da ist, genau an der Oberkante des Schuhs, ein schön breites, großes Loch in der Socke! Das war neu — und nicht gerade vorteilhaft. Denn jetzt musste meine zarte Haut dran glauben. Die nächsten Kilometer waren nicht so erfreulich, es rieb und kratzte: Mir war klar, ich sollte doch langsam mal wieder in Richtung Heimat drehen … Passend war auch auf einmal, als ich in Bullau aus dem Wald kam, von dem herrlichen Wetter nichts mehr zu sehen: Graue Wolken überall, die nichts Gutes verhießen. Ganz hinten am Horizont fielen noch ein paar Sonnenstrahlen auf den weiß bestäubten Odenwald — aber da würde ich heute bestimmt nicht mehr hinkommen, nicht mit einer blutenden Ferse.</p>
<p>Also wurde die Runde doch etwas kürzer (22 Kilometer). Lustig war dann der Schluss — nicht so sehr die Tatsache, dass ich immer mehr mit Schnee und Wasser beworfen wurde, je tiefer ich kam und je mehr ich mich wieder Erbach näherte. Nein, eher der Zufall, dass die Wolken sich wieder auflösten und die Sonne wieder durchbrach. Und so hatte ich, als ich am Buchwaldskopf aus dem Wald kam, wieder mal einen herrlichen Blick über das sonnenerfüllte Mümlingtal: Das ist — trotz der zivilisatorischen Verschandelung des Tals — immer wieder erhebend, wenn man nach einem längeren/langen Lauf durch den Wald an dieser Stelle wieder aufs Feld kommt und einen freien Blick über Erbach und Michelstadt und noch mehr hat . Ganz besonders wirkt das natürlich, wenn die Sonne mitspielt. Da macht dann auch die aufgeriebene Ferse auf einmal nicht mehr viel aus.</p>

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		<title>Auf einem Ski in Arosa</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 13:52:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das diesj&#228;hrige Treffen der Monoskifahrer begann f&#252;r mich am Donnerstag: Vormittags schnell noch mein Kram fertig gepackt — eine gro&#223;e Tasche vollgestopft mit Schuhen (zum Skifahren und Laufen), jeder Menge Klamotten und ein paar M&#252;sliriegeln. Dann den Ski unter den Arm geklemmt und ab zum Bahnhof — der Zug brachte mich n&#228;mlich nach Schifferstadt, zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das diesjährige Treffen der <a title="Monoski-Gemeinschaft" href="http://mono-ski.org" target="_blank">Monoskifahrer</a> begann für mich am Donnerstag: Vormittags schnell noch mein Kram fertig gepackt — eine große Tasche vollgestopft mit Schuhen (zum Skifahren und Laufen), jeder Menge Klamotten und ein paar Müsliriegeln. Dann den Ski unter den Arm geklemmt und ab zum Bahnhof — der Zug brachte mich nämlich nach Schifferstadt, zu Tilo. Der war noch nicht ganz so weit, aber das war nicht weiter schlimm, weil sich auch bei Andreas die Abfahrt etwas verzögert hatte. Gegen 17 Uhr waren wir dann unterwegs: Andreas mit Tochter Ariane, Tilo und ich — so ging es nach Arosa. Die Fahrt verlief denn auch ohne Probleme, besonders das letzte Stück von Chur, die 360 Kurven, auf die Arosa so stolz ist (und für die man sogar eine <a title="kurven-patenschaft" href="http://www.kurvensicher.ch" target="_blank">Patenschaft</a> erwerben kann …), sogar in ausgesprochen rasantem Tempo. Nur in Arosa brauchten wir einen Moment, unsere Unterkunft für die erste Nacht zu finden: Das <a title="Mountainlodge" href="http://www.backpackers-arosa.ch/" target="_blank">Backpackers Mountainlodge</a>. Das ist offenbar ein ehemaliges Santorium. Zumindest sehen die Räume — kleine Zimmer mit Jugendherbergseinrichtung inklusive Stockbetten — die Flure und die Balkons sehr danach aus. Da es mittlerweile schon 22.15 Uhr war, fanden wir nur noch eine unbesetzte Rezeption vor — aber immerhin mit einem Zettel, welche Zimmer unsere waren. Die waren schnell bezogen, die Betten gemacht — und das war’s dann auch schon eigentlich, die Nachtruhe rief. Das Mountainlodge war zwar recht ordentlich und sehr sauber, aber über den Preis kann man geteilter Meinung sein. Für Leute aus dem Euro-Gebiet wie uns war das — angesichts des bescheidenen Komforts und der einfachen Verpflegegung — eigentlch unverschämt teuer. Obwohl die beiden Backpackers — von den Bergbahnen betrieben — die billigsten Unterkünfte in Arosa sind: Preisgünstig sind sie keineswegs …</p>
<p>Denn am Freitag sollte es richtig losgehen. Trotz des zeitigen Aufstehens hat zwar nicht das Frühstücken, aber doch das Bezahlen, Auto packen und Auschecken eine gute Weile gedauert. Auf dem Weg zur Seilbahn-Talstation trafen wir dann gleich die Leute von Duret sowie Remy und Otto. Allerdings mussten wir noch das Auto loswerden — in Arosa nie eine einfache Sache, diesmal bedeutete es einen ordentlichen Fußmarsch für Andreas. Gegen 10 Uhr war dann aber alles erledigt und wir oben auf dem Berg. Und das heißt wirklich, oben: Auf der Spitze des Weißhorns, wo uns die große Gondeln der Seibahn (eine ziemlich zeitaufwändige Fahrt) hinbeförderten. Zum Einfahren musste erst einmal die rote Abfahrt zur Mittelstation herhalten (die schwarze von oben musste ja nicht gleich bei den ersten Schwüngen dieses Winters sein …). Und dann ging es vor allem auf die Pisten am Hörnli — da waren wir einen Großteil dieser drei Tage unterwegs, die Pisten dort, die der eine Vierer-Sessel bedient, bieten wunderbare Möglichkeiten: Rote und Schwarze gleichermaßen, solche mit eher gleichmäßigem Gefälle und welche mit schönen Absätzen und Stufen — vor allem viele Kombinationsmöglichkeiten … Sehr schöne Möglichkeiten bot aber auch der Carmenna-Sessellift (natürlich von ganz oben, nicht schon ab der Mittelstation): Entweder über die schwarze Piste, die vom Weisshorn herunter kommt oder direkt am Lift hinunter: Das beginnt gleich richtig steil — und weil oben am Einstieg eine Schneekanone in Betrieb war, waren gerade die ersten Meter davon ziemlich heftig. Aber dann ging es richtig schön hinunter — auch eine klasse Piste. Nur unten vielleicht einen Tick langweilig.</p>
<p>Der Schnee in Arosa: Ausreichend, aber uralt (letzter Neuschnee im Januar, da hat’s den ganzen Monat aber auch nur 30 Zentimeter geschneit) und entsprechend hart. Neben der Piste — vor allem am Weisshorn — war schon fast kein Schnee mehr. Und wo noch mehr oder weniger genügend war, war er dermaßen steinhart, dass es kaum fahrbar war — wir haben es am Hörnli natürlich sofort ausprobiert. Zumindest Spaß macht das Abseitsfahren bei solchem Schnee nicht.</p>
<p>Abgeschlossen haben wir den Skitag mit einer gemeinsamen Talabfahrt — nachdem wir alle auf der richtigen Piste waren, war das auch ganz nett und noch erstaunlich gut zu fahren. Danach ging es dann erst einmal in die neue Unterkunft, das andere Backpackers in Arosa, <a title="Downtown Backpackers" href="http://downtown-arosa.ch/" target="_blank">Downtown</a> genannt, weil es im Gegensatz zum Mountainlodge nicht am Ortsrand bei der Piste liegt, sondern mitten in der unteren Hälfte des Ortes. Ansonsten unterschied es sich nicht groß vom ersten Backpackers — die An– und Abmeldung ist bei beiden furchtbar kompliziert, aufwändig und umständlich gewesen. Irgendwann war das aber alles erledigt und wir waren auf unseren Zimmern. Inzwischen schon reichlich spät, denn für 17 Uhr war ein erstes offizielles Treffen im nahegelegenen Sunstar-Hotel angesetzt. Ich ging aber erst einmal wenigstens ein bisschen Laufen — viel war es nicht, ich und meine Beine waren müde. Und in Arosa gibt es noch weniger Möglichkeiten, ohne große Steigungen zu laufen, als in anderen Skiorten. Mein Forerunner hatte sich dummerweise in der Tasche irgendwann von selbst angeschaltet und war deshalb inzwischen ohne Strom. Geschätzt war ich ca. 20 Minuten für ungefähr drei Kilometer unterwegs, in Richtung Hörnli, ab dem Campingplatz auf der „Piste” Nr. 1.</p>
<p>Nach dem Begrüßungstreffen ginge wir dann gemeinsam (fast) alle zum Abendessen ins <a href="http://www.hotelmerkur.ch/index.php?page=kulinarisches">Chamanna</a> — sehr nett und lecker, aber wie alles in diesem Ort nicht gerade preiswert … Das hat seine Zeit gedauert — erst gegen 23 Uhr waren wir zurück im Backpackers und hörten auf den Ruf der Betten …</p>
<p>Der Samstag begrüßte uns schon morgens mit herrlichem Wetter: Blauer Himmel ohne das kleinste Wölkchen. Heute beschlossen wir, das Auto stehen zu lassen und zu Fuß zur Bergbahn zu marschieren. Das war dann doch etwas länger als gedacht, zum Glück hatten wir die Skischuhe noch nicht an. Tilo und ich waren etwas früher aufgebrochen, er wollte den Duret-Leuten helfen beim Aufbauen des Teststandes für deren Monoskier an der Mittelstation. Da angekommen, trafen wir zufällig auf Bruno, Kurt und Rodolfo. Mit denen war ich dann fast den ganzen Tag unterwegs — und wie. Die hatten’s nämlich ziemlich eilig. Und man merkt, dass sie öfters auf dem Ski stehen als ich — mithalten konnte ich, mit etwas Mühe, gerade so. Das hohe Tempo machte aber wirklich irrsinnig Spaß: Die Sonne schien strahlend, der Schnee war okay, die Pisten gut präpariert. Da machte es auch wenig, dass ich schon auf der ersten Abfahrt meine rechte Kontaktlinse verlor — die war wohl nicht richtig drin. Sehr seltsam war das, wie ich während dem Fahren merkte, dass sie aus dem Auge rutschte, im Augenwinkel hängenblieb und vom Fahrtwind dann endgültig herausgedrückt wurde und auf Nimmerwiedersehn verschwand. Gegen Mittag wurde es zwar etwas voller, aber dafür, dass ganz Arosa ausgebucht sein sollte, war noch erstaunlich viel Platz auf den Pisten. Gut, am Hörnli-Sessellift musste man zwischendurch mal (ganz) kurz anstehen — aber auf der Piste war das immer noch in Ordnung mit dem Betrieb. Unterdessen lief wieder — wie sich das für ein Monoskitreffen gehört — der große Skitausch: Die <a href="http://www.duretskis.com/" target="_blank">Durets</a> (und einige andere, wie das <a href="http://www.monoblade.com/Monoblade/Home.html" target="_blank">Monoblade</a>, der Monocross, das <a title="Erste Eindr&uuml;cke vom Yamatool" href="http://matthias-mader.de/freizeit/erste-eindruecke-vom-yamatool/">Yamatool</a>/<a href="http://codaboards.com/" target="_blank">Coda</a>) wurden eifrig probiert — von mir allerdings nicht, ich blieb diese drei Tage lieber bei meinem mir vertrauten <a title="dieser ski ist der hammer!" href="http://matthias-mader.de/freizeit/dieser-ski-ist-der-hammer/">TT Hammer</a>. Die Gruppen wechselten über den Tag öfter, der Spaß blieb derselbe. So war es ruckzuck schon 16.30 Uhr, als ich mit Bruno die letzte Abfahrt vom Weisshorn anging. Dann saßen wir noch kurz alle bei der Schirmbar an der Mittelstation (Hütten– &amp; Apréski-technisch ist Arosa übrigens extrem zurückhaltend), bevor wir die gemeinsame Talbafahrt antraten. Bis wir dann endlich wieder auf unserem Zimmer waren, zeigte die Uhr schon sechs an — und ich ging erst spät laufen. Diesmal ging es etwas weiter, zwar ähnlich wie am Freitag (wieder auf die „Piste”), aber mit einigen kleinen Schleifen zusätzlich: ca. vier Kilometer in einer halben Stunde). Nach dem Duschen widmete ich mich noch kurz meinem Mono: Vor allem am Nachmittag hatte ich auf den harten Pisten gemerkt, dass meine Kanten etwas nachließen — das wurde schnell behoben. Und dann war es auch schon Zeit für das große Fondue Chinoise, wieder im Chamanna, das ja praktischerweise recht nahe lag — gut vor allem für Andreas, der nach seinem Sturz am Freitag mittag doch beim Laufen sehr gehandicapt war.</p>
<p>Am Sonntag war wieder alles anders. Schon beim Aufwachen wurde klar: Das schöne Wetter war verschwunden, die einzelnen dunklen Wolken vom Samstag abend waren nicht mehr allein, sondern hingen dicht über dem Ort und also voll im Skigebiet den ganzen Himmel bedeckend. Also ließen wir uns mit dem Frühstück etwas mehr Zeit — es war ja auch Sonntag … Weil wir nach dem Skifahren sofort nach Hause wollten, war ich extra schon um 7 Uhr aufgestanden, um vor dem Frühstück einen kleinen Lauf zu absolvieren. Dieses Mal blieb ich auf der Straße, das war am einfachsten. Bei gerade einmal 0 °C war ich wieder eine knappe halbe Stunde unterwegs — mit schrecklich steifen Beinen …</p>
<p>Auf der Piste war es heute zwar ausgesprochen leer, aber auch etwas schwierig. Ich brauchte ein bis zwei Abfahrten, mich daran zu gewöhnen: Durch die dichte Bewölkung und den leicht grieseligen Schneefall war das Licht zu diffus, das man nicht sah, wo die Piste auf– oder abging und entsprechend etwas vorsichtiger und zurückhaltender unterwegs sein sollte. Mit der Zeit und der Gewöhnung nahm aber unser Tempo auch wieder zu. Bald war ich nämlich wieder mit den schnellen Flitzern Bruno, Kurt und Rodolfo unterwegs. Und die Pisten am Hörnli kannten wir ja inzwischen. Tatsächlich kam am späten Vormittag auch für kurze Zeit etwas Besserung auf: Die Wolkendecke dünnte stellenweise etwas aus, so dass die Sonne etwas stärker hindurch kam — und sofort machte das Fahren mit deutlich mehr Sicht erheblich mehr Spaß. Mittags trafen wir uns alle an der Mittelstation für eine kurze Pause. Und dann ging es noch mal in der großen Gruppe aufs Weisshorn. Peter wollte ja auch noch den Ki-Mono-Car-Ver probieren — und tat das gleich auf der langen Abfahrt. Weit kam er damit allerdings nicht, dieser Miniski ist wohl doch sehr speziell. Aufgrund der momentan extrem schlechten Sicht war diese Abfahrt allerdings für den Rest der Gruppe auch nicht sehr leicht– dafür hatten wir die komplette Piste für uns. Heute war eh’ kaum jemand utnerwegs, nur so ein paar Unentwegte wie wir. Und ein einheimischer Monoskifahrer, Viktor, der seit Jahrzehnten seinem Monoturm treu geblieben ist. Nachmittags waren wir dann wieder in verschiedenen Gruppierungen (mit eigentlich fast allen noch fahrenden Teilnehmern) am Hörnli unterwegs — allerdings auch nicht mehr besonders lange. Andreas und Ariane machten bald Schluss, ich hing noch zwei schnelle Abfahrten an, bevor ich ihnen ebenfalls folgte — und bei der letzten Talabfahrt noch eine falsche Abzweigung machte, die mich — auf dem Weg zur Hörnli-Express-Talstation, wo das Auto stand — auf die Piste 1 führte: Eine Katastrophe, das Ende dieser Piste ist ein Weg, der zum Schluss noch bergauf führt und bei gutem Schnee vielleicht gerade noch so fahrbar ist, bei langsamen Bedingungen wie an diesem Tag aber Fußweg bedeutet …</p>
<p>Genau um 16 Uhr hatten wir dann im Schneetreiben das Auto gepackt und starteten in Richtung Heimat. Die Fahrt verlief wieder sehr glatt, bis Chur brauchten wir ungefähr eine Stunde und dann für den Rest nach Schifferstadt nochmal vier — genau um 21 Uhr waren wir am Bahnhof, wo ich meinen Zug noch wunderbar bequem erreichte und kurz nach zehn dann wieder in Mainz war — müde und erschöpft, aber zufrieden.</p>
<p>Denn die Organisatioren Remy und Tilo haben sich wieder viel Mühe gegeben — auch wenn wir nicht immer alles mitgemacht haben, was sie sich ausgedacht haben. Vor allem auf das Mondscheinfahren am Freitag (auf unbeleuchteter Piste bei Vollmond) hatte irgendwie keiner Lust, alle waren den ganzen Tag gefahren und entsprechend ausgepowert …<br />
Arosa selbst fand ich ganz nett, für mich allerdings auch ausgesprochen teuer. Das Skigebiet ist nicht super anspruchsvoll (wirklich einfache Pisten gibt es aber auch fast keine), und fällt auch sonst nicht besonders auf: Alles sehr ordentlich, aber irgendwie nichts herausragendes. Aber einige Pisten — vor allem die rote 3 am Hörnli, aber auch die schwarze 8 am Weisshorn, machten eine Menge Spaß — gerade weil sie nicht zu anspruchsvoll und schwierig waren, konnte man/ich sie wunderbar ausfahren und auch mal ordentlich Tempo riskieren. Für die eher überschaubare Größe (eigentlich sind es ja nur zwei Berge) gibt es recht viele geschickt angelegte Abfahrten, allerdings auch erstaunlich viele Wege, die zudem sehr oft ausgesprochen flach waren und dem Mono daher nicht so sehr entgegenkamen. Leider waren die Pisten am Brüggerhorn, dem sogenannten „Entspannungsberg” nicht offen — bei vernünftigem Schnee hätte das wohl einige schöne Varianten gegeben. Überhaupt lässt die Topographie erahnen, dass bei ausreichendem Schnee in Arosa viel neben der Piste möglich ist — da hatten wir halt einfach Pech mit dem Wetter in diesem Winter — wobei die Bergbahnen den wenigen Schnee gut im Griff hatten und ordentlich präparierten. Also, wieder einmal ein schöne Treffen der <a href="http://mono-ski.org">mono-ski.org</a>: Einfach drei schöne Tage des Skifahrens — wie immer, wenn sich die Monoskifahrer treffen …</p>

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		<title>Zerm&#252;rbungslauf erster G&#252;te</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 14:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute war’s nur was f&#252;r die Harten: Am Anfang war es nur kalt, so ca. 3 °C. Schon auf der Theodor-Heuss-Br&#252;cke ahnte mir, was kommen w&#252;rde: Die Wolkendecke hing tief und wurde tiefschwarz, das Licht immer sp&#228;rlicher und gelber. Und dann ging es los: Sch&#246;nster Schnee-Hagel fiel vom Himmel, in Massen und Massen. Das h&#252;pfte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war’s nur was für die Harten: Am Anfang war es nur kalt, so ca. 3 °C. Schon auf der Theodor-Heuss-Brücke ahnte mir, was kommen würde: Die Wolkendecke hing tief und wurde tiefschwarz, das Licht immer spärlicher und gelber. Und dann ging es los: Schönster Schnee-Hagel fiel vom Himmel, in Massen und Massen. Das hüpfte gerade so von mir weg, eine reine Freude. Nach zehn Minuten war es aber nicht mehr so lustig. Der Wind drückte, der matschige Schnee-Wasser-Eis-Kram hing mir im Gesicht und in den Haaren. Aber nix da, immer weiter, nur weiter. Vielleicht wird’s ja noch besser … Viel geändert hat sich aber nicht. In Kostheim donnerte es so laut und lang, das ich vor Schreck fast in die Hecke gehüpft wäre. Ab der Mainbrücke waren Straßen und Wege weiß — ein schöner Matsch, dafür hatte ich nicht ganz die richtige Gummimischung an den Sohlen. Und ab der Eisenbahnbrücke Mainz-Süd wurde es regnerischer Schnee. Eigentlich wollte ich ja die Autobahnrunde laufen, aber dafür war’s mir zu ungemütlich auf Dauer — also bin dich auf die Dreibrückenrunde geschwenkt. Auf der Mainzer Seite, ab dem Winterhafen, wurde es dann wieder richtiger Schnee: Super weich, mit riesigen Flocken — das macht die Klamotten so richtig schön nass. Aber jetzt war ich ja schon im Endspurt. So ziemlich reichte es mir auch gerade — ohne Kappe war das wirkclih kein Spaß heute. Aber so ist das halt beim täglichen Laufen …</p>

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		<title>skifoarn 2010: obergurgl &amp; s&#246;lden</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 19:55:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>nach dem kurzen abstecher nach venedig stand ende januar wieder das alljährliche skivergnügen in meinem kalender. diesmal hatte ich mir obergurgl ausgeguckt: ein offenbar recht nettes skigebiet mittlerer größe mit wenig betrieb. die unterkunftsuche hatte sich etwas mühsam gestaltet, in dem dorf — immerhin schon auf 1900 m höhe — gibt es offenbar nur hotels. das sieht auch wirklich so aus, wenn man da hineinkommt, stellte ich dann fest. ich fand dann aber doch noch ein zimmer, direkt an der skibushaltestelle. das ist ja für mich als bahnfahrer nicht ganz unwichtig ;-)</p>
<p>die <strong>anreise</strong>: ins ötztal ist es schon ein gutes stück fahrt von mainz aus. es gibt aber eine wunderbare verbindung: ein ic von münster nach innsbruck, der samstags einmal fährt und auch in mainz halt macht. also habe ich mich hier am rhein in den zug gesetzt — erst um kurz nach 11 ging es los — und meinen platz bis ötztal bahnhof (wirklich kaum mehr als ein bahnhof am eingang des ötztales) nicht mehr hergegeben. betrieb war ziemlich viel, doch so einige skifahrer, aber auch ohne reservierung hatte ich glück. die späte abfahrt in mainz führte dann nur dazu, dass ich erst recht spät und im dunkeln ankam. denn vom bahnhof muss man noch einmal mehr als eine stunde, ca. 80 minuten sogar, mit dem bus rechnen, bis man in obergurgl ist. schließlich kommt danach ja auch nix mehr. so bekam ich also überhaupt nicht mit, wo ich eigentlich gelandet war. die unterkunft lag aber nicht nur sehr praktisch an der bushaltestelle, sondern auch nur ca. 500 m von der talstation der hochgurglbahn entfernt und direkt an loipe und winterwanderweg. dem sport stand also nichts mehr im weg.</p>
<p>und damit ging es am <strong>sonntag</strong> gleich los: mit dem ersten lift zur gondelbahn und hinein ins vergnügen. das war es, vom ersten moment an. auch wenn ich schon etwas merkte, dass der letzte skitag doch einige zeit zurücklag. zunächst fing ich mal mit dem naheliegenden pisten an, dem wurmkogl und dem schermer. zu letzterem führt übrigens eine neue, luxuriöse 8-personen-gondelbahn hinauf: offenbar ist es dort oft so kalt, dass die bergbahngesellschaft hier ihre profite mit so einer überdimensionierten anlage loswerden musste … zum glück war sie nie voll (ist sie wohl auch bei voll ausgebuchten hotels nie) — überhaupt war für einen sonntag angenehm wenig betrieb. wartezeiten gab es nie — also auch keine pausen. ich bin, wie auch jeden weiteren tag also von kurz nach neun bis vier uhr durchgefahren. zum ausruhen gibt es ja lifte. nun ja. in hochgurgl gibt es nämlich tatsächlich auch noch schlepplifte — fast ein anachronismus. und zumindest einer davon ist alles andere als geruhsam. doch dazu später mehr. am sonntag machte ich mich also erst einmal auf, mit dem gebiet vertraut zu werden, alles abzuklappern. oder fast alles. zumindest in hochgurgl. also war auch der etwas längere schlepper am kirchenkar mit der ganz netten roten abfahrt und schönen kleinen varianten dran. abseits der piste machte sich aber sehr bemerkbar, dass es schon lange nicht mehr vernünftig geschneit hatte: das war alles eher hart und sehr, sehr zerfahren. aber trotzdem schön, dort.<br />
auch die große karbahn mit der leider nicht mehr allzu üppig mit schnee bedeckten schwarzen abfahrt direkt am lift hinunter kam an die reihe. diese abfahrt zog mich irgendwie immer wieder an. zum einen eine der wenigen nicht so superbreiten abfahrten. zum anderen durch drei querende wege, die ziemlich heftige stufen in den schönen steilhang schneiden, nicht ganz einfach fließend zu befahren.<br />
auch die höchste stelle, der wurmkogl II mit seiner kleinen aussichtsrestauration (im marketingslang des ötztals (eine ziemlich schlimme sache) „top mountain star” genannt, war auf dem programm. dort oben gibt es eine nette, knackige schwarze abfahrt mit zwar sehr hartem, aber schön steilem einstieg. und natürlich einen tollen ausblick von dieser höhe aus. und nebenbei führt von dort oben auch eine gemütliche blaue abfahrt hinunter, die an mehreren stellen schöne varianten ermöglicht, die jetzt aber durch die vielen vorgänger schon sehr zerfahren, meist schon zur ordentlichen buckelpiste geworden war.<br />
die talabfahrt von hochgurgl war zwar nicht besonders spannend (sehr typische talabfahrt mit ausgebauten wegen etc.), dafür aber typisch eisig im unteren teil. und erstaunlich leer für kurz vor vier an einem sonntag nachmittag. dem skifahren folgte dann — natürlich — noch das laufen, auf den gewalzten winterwanderwegn bzw. der skatingloipe sehr schön möglich.</p>
<p>am <strong>montag</strong> ging es ebenfalls wider um kurz nach neun los. diesmal allerdings mit dem bus in die anderer richtung, zur festkoglbahn am ortseingang von obergurgl. da noch nix (wirklich, nix!) los war, stürzte ich mich gleich mal wieder in die talabfahrt. am festkogl gibt es zwei davon: eine normale rote und eine sehr schöne, auch landschaftlich reizvolle und gar nicht so schwere schwarze variante. später ging es dann mit den auch sehr schönen, abwechslungsreichen pisten an der roßkarbahn (mit netter, einfacher variationsmöglichkeit direkt unterm lift) und vor allem der plattachbahn weiter. beides übrigens sessellifte mit mittelstationen. gegen mittag wechselte ich dann noch zur hohen mut. die rote abfahrt von der bergstation der neuen gondelbahn fand ich aber nicht so spannend: da merkt man doch zu sehr, dass sie sehr künstlich in den berg hinein gebaut wurde. unten ging es dann nahtlos an der steinmannbahn weiter, wo es immerhin einige bucklige varianten durch die verstreut stehenden bäume auszuprobieren gab. an der hohen mut oben habe ich aber, es kaum glaubend, tatsächlich herbert heckers, dem autor des einzigen deutschen buches über den monoski, den ich schon von einem der <a title="monoski-forum" href="http://www.mono-ski.org" target="_blank">monoski.org</a>-<a title="monoski-treffen 2008" href="http://matthias-mader.de/freizeit/monoskitreffen-in-galtuer/">treffen</a> kannte, getroffen. er und seine frau hatten mich schon am sonntag gesehen und sofort am fahrstil erkannt und wir liefen uns noch öfters über den weg … bei einer der letzten abfahrten von der hohen mut nahm ich dann noch die äußere pistenvariante — keine besonders gute idee. im schönsten tempo sah ich dann eine bodenwelle zu spät, flog ein stück und versemmelte die landung etwas. über roßkarbahn und die schöne schwarze talabfahrt ging es zurück zur festkogbahn und weiter zum laufen — das wurde aber nur sehr wenig, weil ich mich nach zwei anstrengenden skitagen recht schlapp fühlte.</p>
<p>der <strong>dienstag</strong> präsentierte sich nach zwei sehr sonnigen tagen mit eher schwierigem skiwetter: fast lückenlosen wolken. und kurz vor 3000 m ist das ziemlich schnell nebel ;-). zumal es bald ganz zuzog und leicht zu schneien anfing — leider nicht sehr ergiebig. zunächst trieb ich mich wieder in hochgurgl rum: der schlepplift am vorderen wurmkogl wollte mich noch kennenlernen. dort gab es, bei diesem wetter nicht sehr ideal, nur eine vollkommen unmarkierte piste (überhaupt ist die pistenmarkierung und –beschilderung in obergurgl extrem spartanisch), die teilweise kaum zu finden war: dafür aber eine sehr schöne, im unteren drittel unpräparierte enge &amp; steile schwarze piste. nur leider war der schlepper auch enstprechend: steil, ohne liftspur (einmal auch quer durch die buckelpiste) — beim dritten mal hat’s mich rausgehauen. das forderte natürlich spätere revanche. zunächst beließ ich es aber dabei, denn der schwere, schnelle, steile schlepper und die abfahrt waren doch eine anstrengende kombination mit dem mono. bis mittag war ich dann wieder an der großen karbahn und am kirchenkar unterwegs, bevor ich noch mal den dieses mal sehr schönen oberen teil des wurmkogls und des schermers (mit ausflügen neben die piste) unter den ski nahm. nachdem es gegen mittag etwas heller geworden war, verschlecherte sich die sicht mit dem verschwinden der sonne hinter den bergen gegen 15 uhr wieder deutlich, so dass ich etwas früher schluss machte und schon um 15:40 wieder an der talstation stand. danach noch schöne, aber sehr langsame sieben laufkilometer im leichten schneegestöber und der tag war vollendet.</p>
<p><strong>mittwochs</strong> zog es mich nach sölden. nicht nur mich: ausgerechnet an diesem tag war der skibus so voll, dass ich um zehn vor neun gerade noch so einsteigen konnte. in sölden, an der gaislachkoglbahn, die auf gut 3000 m hinauf führt, durfte ich auch das erste mal anstehen. überhaupt war in sölden doch deutlich mehr betrieb — auch wenn es für die dortigen verhältnisse wohl sehr leer war. zumindest schien mir das so, wenn ich mir die riesigen, langen eingangsgatter und –zäune an den liften ansah. da muss wohl öfters mal ziemlich viel los sein. das skigebiet ist um einiges größer als obergurgl, vor allem recht weitläufig. alles habe ich an einem tag gar nicht geschafft (und auch nicht gewollt), die gletscher sparte ich mir gleich. sonst blieben aber recht wenig lücken: zunächst vom gaislachkogl hinüber zum giggijoch (wo ein ziemlicher rummel herrscht), dort gibt es an der roßkirplbahn eine schöne schwarze piste und nebendran eine ausgewiesene buckelpiste (etwas schwer &amp; steil für mich …), auch einige nette rote abfahrten. und vor allem eine sehr schöne schwarze talabfahrt, die am späten vormittag natürlich menschenleer war. die giggijochbahn brachte mich wieder zurück ins skigebiet, wo ich mich in richtung gletscher weiter machte und an der genialen piste am schwarzkogl eine weile hängenblieb: die konnte ich wunderbar am äußersten rand im kurzschwung schön rhythmisch abfahren — einfach herrlich, genau die richtige mischung aus gefälle und losem, weichen schnee, den die anderen an den rand geschoben hatten. über einige zwischenstationen, u.a. die heidebahn ganz außen, nahm ich dann die rote talabfahrt und wurde erneut überrascht — diesmal von einem anderen monoskifahrer, der lange keinen gleichgesinnten mehr getroffen hatte. zusammen sind wir dann wieder auf den gaislachkogl hoch und zusammen in richtung rettenbachtal abgefahren. dort trennten sich unsere wege wieder: ich nahm die schwarze talabfahrt zurück in den ort, er kehrte noch einmal ein. zurück in gurgl bin ich dann mit dem rucksack nach obergurgl gelaufen, etwas lebensmittel-nachschub einkaufen — das gab immerhin etwas mehr als sieben kilometer laufstrecke.</p>
<p>am <strong>donnerstag</strong> blieb ich morgens der piste zunächst einmal fern: die sicht war nahe null, das schien mir sinnlos. gegen elf uhr hielt es mich dann doch nicht mehr im zimmer: inzwischen hatte der mäßige wind die wolkendecke etwas verschoben und aufgelockert, so dass zumidnest hoffnung bestnad. ich startete in hochgurgl mit einigen talabfahrten und den nicht so hoch gelegenen pisten an der großen karbahn und dem kirchenkarlift. gegen 13 uhr, als mittagspause, transferierte ich mich dann mit dem top-express hinüber nach obergurgl, um hauptsächlich die talabfahrten, insbesondere die schöne schwarze version, hinunterzubrausen. viel mehr war dann auch nicht mehr möglich: nach und nach wurden immer mehr lifte abgestellt — der wind wurde recht frisch und stellenweise stürmisch, skifahrer waren sowieso kaum welche unterwegs. auch die festkoglbahn lief nur noch in langamer geschwindigkeit — aber sie lief immerhin. gegen halb vier reichte es mir dann doch, nachdem ich mich nochmal in den weichen schneeanwehungen beim sturz über beide körperachsen überschlagen hatte und ich ging laufen. den abend verbrachte ich dann noch sehr gemütlich im jagdhof bei herbert und gabriele.</p>
<p>und dann war auch schon wieder <strong>freitag</strong> und damit schon fast schluss. also stand ich natürlich wieder um neun uhr an der talstation, diesmal wieder am festkogl. mittags wechselte ich wieder nach hochgurgl hinüber, der vordere wurmkogl reizte mich noch einmal. diesmal flog ich gleich beim ersten mal schon recht weit unten aus dem lift — sogar der liftwärter merkte es … aber die restlichen male ging es dann. und die piste belohnte die mühe aufs herrlichste: der leichte schneefall und der wind hatten sie wunderbar gemach — einfach herrlich. auch wenn sich gerade im unteren teil einige anfänger herumtrieben, die da wenig spaß hatten ;-). da mir das auf die dauer aber doch zu anstrengend wurde, wechselte ich wieder an den wurmkogl, der oben blödsinnig hart gefroren war und keinen spaß machte und an den wesentlich angenehmeren schermer. später, am kirchenkarlift, als es schon wieder anfing kalt zu werden, verlor ich dann auch noch meine rechte kontaktlinse — einfach so. und als die sicht dann auch noch nachließ, wurde mir das in den fehlenden kontrasten zu blöd und ich machte mich wieder auf den weg ins tal — immerhin, es war doch wieder kurz vor 16 uhr bis ich unten war. zum abschluss lief ich dann die straße noch hochgurgl und bis zur mautstation in richtung timmelsjoch hinauf: der wohl langsamste der letzten jahre für mich: lang und erstaunlich steil ging es da hoch (auch runter keine reine freude mit so ausgepowerten oberschenkeln nach einer woche skifahren und laufen …).</p>
<p>die <strong>heimreise</strong> am samstag verlief dann nicht ganz so glatt wie der hinweg. morgens hatte wieder leichter schneefall eingesetzt. und für den postbus war das offenbar dermaßen überraschend, dass er erst mit fast zwanzig minuten verspätung abfuhr. bis ötztal bahnhof hatte er zwar einiges wieder herausgefahren, aber es reichte trotzdem nur dazu, dass ich den ic, der mich ohne umsteigen nach mainz gebracht hätte, gerade noch abfahren sah. also durfte ich über innsbruck — münchen — stuttgart reisen — was gerade einmal eine halbe stunde länger dauerte als die eigentlich geplante verbindung und auch tadellos klappte.</p>
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		<title>warum ich das laufen liebe. und den winter.</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 13:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[heute ist so ein tag, der das (t&#228;gliche) laufen wieder herrlich und lohnend macht: der schnee f&#228;llt und f&#228;llt seit dem morgengrauen (der weg zum gottesidenst war kein gro&#223;es vergn&#252;gen). aber sofort nach der r&#252;ckkehr vom dienst in die laufklamtotten geschl&#252;pft, den forerunner gestartet und die salomon-schuhe (f&#252;r den schnee) geschn&#252;rt: raus geht es, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>heute ist so ein tag, der das (tägliche) laufen wieder herrlich und lohnend macht:<br />
der schnee fällt und fällt seit dem morgengrauen (der weg zum gottesidenst war kein großes vergnügen). aber sofort nach der rückkehr vom dienst in die laufklamtotten geschlüpft, den forerunner gestartet und die salomon-schuhe (für den schnee) geschnürt: raus geht es, in den schnee und den winterlichen wald. was schöneres gibt es für einen läufer kaum. gut, rekorde bricht man bei diesem wetter nicht .… vor allem, da ich die gut 32 km von gestern noch etwas in den beinen merkte. aber das ist bei so schönem wetter auch egal. ja, ich finde das wirkliich ausgesprochen schönes laufwetter. auch wenn die sonne nicht scheint. und auch, wenn es ununterbrochen schneit. gut, der wind hätte jetzt nicht sein müssen — dann hätte ich nicht so viel schnee im gesicht gehabt. aber das konnte meine freude nicht trüben.</p>
<p>unterwegs war ich auf einer „<a title="laufdaten" href="http://sportics.net/activity/73148" target="_blank">standard”-runde</a>: über den buchwaldskopf und sonnenweg zum zirkelberg, dann ein stück den kutschen weg hinauf, oberhalb von erbuch durch den wald in einem großen bogen bis ungefähr zum almenhof und dann über den schachert ins dreiseetal und zurück nach hause. das ist eine sehr schöne, weil sehr leere runde. nach dem ersten kilometer (mit schönen anstiegen) verschwindet man beim buchwaldskopf im wald und lässt mensch und ort hinter sich. am zirkelberg muss man noch einmal kurz die straße überqueren, aber sonst ist man nur auf waldwegen unterwegs. und bis zur rückkehr ins dreiseetal bei kilometer 13 auch meist ganz allein. nur der schluss hat dann noch ein kleines bisschen straße — aber das ist minimal.</p>
<p>so kann man oder ich zumindest auf dieser runde ganz viel genießen. den schönen wald. die ab und an davonstiebenden rehe. die zwitschernden vögel. vor allem aber die sanfte stille, die gedämpfte ruhe, die heute im schnee alles umgibt.</p>
<p>und dann nach 80 minuten die harte rückkehr in die zivilisation: die autos brausen, die menschen schippen schnee mit möglichst viel getöse, der sonntagsbraten duftet bis auf die straße. und man hat es eigentlich gar nicht vermisst. aber die warme dusche genießt man dann schon.</p>

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		<title>wunderbar einfach</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 11:26:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[laufen im winter — ein grandioser genuss. vor allem, wenn es so ist wie heute: zwar verdammt kalt — –15°C beim start, auf der h&#246;he bestimmt noch k&#228;lter — aber einfach wundersch&#246;n. der schnee der vergangenen nacht verzaubert die welt. durch odins w&#228;lder in der einsamkeit des samstagvormittags zu laufen — es gibt kaum sch&#246;neres. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>laufen im winter — ein grandioser genuss. vor allem, wenn es so ist wie heute: zwar verdammt kalt — –15°C beim start, auf der höhe bestimmt noch kälter — aber einfach wunderschön. der schnee der vergangenen nacht verzaubert die welt. durch odins wälder in der einsamkeit des samstagvormittags zu laufen — es gibt kaum schöneres. ich wollte gar nicht aufhören. nach gut zwei stunden (knapp 24 km) hat es dann aber doch gereicht. es wurde mittlerweile nämlich immer noch nicht warm. meine oberschenkel sind auch jetzt noch nicht ganz aufgetaut … nach dreißig minuten und den ersten anstiegen wächst auf den handschuhen am handrücken eine schnee-/eisschicht, die nicht mehr verschwindet. und noch eine stunde später hängen mir kleine eiszapfen im gesicht — das hatte ich noch nie. das schild der mütze (auch die inzwischen recht weiß) sorgt wohl dafür, dass ich immer in meinen eigenen atemdampf reinlaufe und der dann an meinem gesicht friert — ohne das ich das noch spüre …<br />
aber trotzdem: der wald, die unberührten wege — klasse einfach. der erste war ich aber nirgends: ich bin keinen meter gelaufen, auf dem nicht mindestens ein wild vor mir war. oft genug leider auch auto, offenbar jäger, die ihr kostbares wild unbedingt füttern musste. einen habe ich dabei noch gesehen. leute waren aber nur ganz, ganz wenig unterwegs — natürlich an den üblichen stellen: am mini-rodelhang, im dreiseental, bei würzberg auch ein paar.<br />
auch wenn es heute nicht sehr schnell war — für solche läufe rentiert sich so manche quälerei das jahr über. einfach wunderbar.</p>

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		<title>laufen und skifahren</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 20:57:14 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>oder besser gesagt umgekehrt: skifahren und laufen. das ist eine anstrengende kombination. das habe ich dieses jahr in galtür wieder sehr gemerkt: nach sieben stunden auch nicht gerade purer entspannung auf den skiern noch gut anderthalb stunden laufen zu gehen — und das in den alpen — ist kein leichtes unterfangen. nach drei tagen hatte ich mich aber so halbwegs daran gewöhnt. ich meinte freilich, den einfluss der höhenluft bereits zu spüren (gestartet bin ich auf ca. 1600 m, es ging hinauf bis knapp 2000 m): ich kam öfters ganz schön ins hecheln und der puls war viel zu schnell viel zu weit oben — da bin ich dann doch lieber vorsichtig geworden. unterwegs war ich vor allem auf der silvretta-hochalpenstraßen, die von wirl aus durch das kleinvermunt-tal zur bieler höhe (wo der silvretta-stausee liegt) hinaufführt. die wird ja nicht geräumt, sondern nur von pistenbullys und scootern verdichtet. dennoch lässt es sich darauf ziemlich gut laufen. weniger gut war die andere idee, der versuch, das jamtal hinauf zu laufen: dort hatte die pistenwalz den schnee so weich gelockert, dass ich unentwegt einsank und beim abstoßen keinen festen halt hatte, also unendlich viel kraft benötigte. deshalb beließ ich es dann bei dem einen versuch, obwohl auch diees seitental sehr sehr schön ist. überhaupt ist die trainingswirkung dieser läufe so eine sache: ich meine zu beobachten, dass ich enorm an geschwindigkeit und schnellkraft verloren habe. dafür aber auch noch eine erhebliche portion ausdauer dazugewonnen habe. naja, schaun mer mal, wie sich das jetzt weiter entwickelt …</p>

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		<title>ski fahren im montafon 2007</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Feb 2007 10:15:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[mein diesj&#228;hriger skiurlaub – zugleich test– und eingew&#246;hnungswoche mit dem neuen monoski – f&#252;hrte mich ins montafon in vorarlberg. gewohnt habe ich in tschagguns. oder besser gesagt, leicht oberhalb des eigentlichen ortes, mit skibushaltestelle direkt vor der haust&#252;r. das war auch wichtig, denn die skigebiete des montafon (vier gro&#223;e und noch ein paar pille-palle-lifte) liegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>mein diesjähriger skiurlaub – zugleich test– und eingewöhnungswoche mit dem neuen monoski – führte mich ins montafon in vorarlberg. gewohnt habe ich in tschagguns. oder besser gesagt, leicht oberhalb des eigentlichen ortes, mit skibushaltestelle direkt vor der haustür. das war auch wichtig, denn die skigebiete des montafon (vier große und noch ein paar pille-palle-lifte) liegen recht verteilt, so dass man ohne bus oder pkw ziemlich aufgeschmissen ist.</p>
<p>am ersten tag, 28–1, ging es auf die golm, das lag praktisch direkt vor der haustür (5 minuten mit dem bus). die erste enttäuschung stellte sich allerdings schon gleich am beginn heraus: das berührungslose ticketsystem im montafon ist ausgesprochen schlecht. gleich an der ersten schranke zur golmerbahn, die mich auf den berg bringen sollte, hab‘ ich ewig rumgezoppelt, bis der mein skipass, der in der jackentasche steckte, endlich mal gelesen hatte. und das ging den ganzen tag so weiter … aber so etwas ist irgendwie typisch, service-mäßig reißen die im montafon sich überhaupt kein bein aus. die lifttypen etwa hocken, oft genug auch noch zu zweit, schön bequem in ihren abgeschirmten kabäuzchen, bewegen sich möglichst wenig. die ein– und ausstiege waren, obwohl es gar nicht so wahnsinnig voll war, ziemlich schnell ziemlich schlecht – das blieb die ganze woche so. auch etwa die gitter an den einstiegen waren immer wieder nicht ordentlich aufgestellt, man blieb ständig irgendwo hängen. die pisten waren auf der golm schlecht präpariert – es hatte über nacht geschneit. das war für den ersten tag nicht gerade optimal, zumal die pisten – fast nur rotes, die schwarze diabolo war mitsamt dem außergolm-lift geschlossen – doch ziemlich heftige steilstücke drin hatten, bei denen – oder bevorzugt nach denen – ich ziemlich oft hingeknallt bin. denn auf der harten (kunst-)schnee grundlage bildete der trockene neuschnee ziemlich schnell die schönsten buckelpisten mit wandernden buckeln.</p>
<p>vormittags war ich vor allem an der rätikonbahn, neben der die sogenannte „weltcup-abfahrt“ verläuft – schön schmal und sakrisch steil. später bin ich vor allem an der matschwitzbahn unterwegs gewesen, da war weniger los. die blaue piste dort allerdings ist sehr langweilig, die rote aber hat auch anspruchsvolle seiten. kurz war ich auch am 2er-sessel der hüttenkopfbahn, doch die rote piste dort war schon in sehr schlechtem zustand: oben eisig, unten kein schnee, sondern steine.</p>
<p>am zweiten tag, 29–1, ging es dann auf die andere talseite ins hochjoch. morgens war ich noch ziemlich kaputt gewesen, aber auf dem ski ging’s dann doch sehr ordentlich. ich bin über die zamangbahn hochgefahren (das war bustechnisch am einfachsten), die war um kurz nach neun noch ganz leer – auch auf der piste noch nix los – hier kommen die leute erst später … leider war das kreuzjoch geschlossen – der verbindungslift hatte einen getriebeschaden. deshalb war ich fast den ganzen tag am seebliga-sesellift. der hat zwei sehr schöne rote varianten, deren eine oben einen supersteilen, tiefschwarzen einstieg hat: direkt am lift herunter. das erste mal bin ich wieder umgekehrt … später dann aber doch einige male da runter, bis es zu glatt wurde. einen ausflug hab‘ ich auch zum kropfen-sessellift gemacht. eine lange blaue abfahrt führt dahin (zur mittelstation der hochjoch-bahn), die offensichtlich am abend zuvor präpariert wurde, auf der dann aber wohl die ganze nacht schnee gemacht wurde, der nicht mehr befestigt worden ist – mit den entsprechenden ergebnissen. und der lift braucht ewig, bis er oben ist …</p>
<p>am 30–1 hatte ich dann einen herrlichen skitag an der silvretta nova: sonne pur, nur viel zu warm, gute pisten: vor allem viele carver-autobahnen. denn hier in der silvretta ist eindeutig am meisten planiert worden. schön anzusehen ist das nicht. aber die leute verteilen sich so ganz gut. morgens zunächst am älpli unterwegs gewesen, auch zur mittelstation der valiserabahn (aber das war nicht sehr schön: die blaue biste erstaunlich schmal und erstaunlich steil). nicht sehr interessant auch der ausflug auf die nova, wo ich für diesen tag allerdings die schwarzen pisten ausgelassen habe. auch die rückseite von der rinderhütte (dort eine ganz nette abfahrt, oben leider erste ein stück weg), die heimspitzbahn, konnte mich nicht begeistern: ein ewig langer ziehweg für eine kurze, unspektakuläre piste.</p>
<p>gargellen hieß das ziel am wiederum wunderbar sonnigen 31–1. das ist von tschagguns noch ein ganzes stück (liegt aber auch doppelt so hoch, nämlich auf über 1400 m), der skibus braucht mit umsteigen fast eine stunde dahin. dafür war ich dann vom eigentlichen skigebiet, das sonst immer so hoch gelobt wird, eher enttäuscht. zwar war sehr wenig los, aber viel auswahl gibt es nicht und vor allem nur wenig spannendes für mich. die rote piste neben dem vierersessel, dem hauptlift dort, ist im oberen teil sehr sehr schräg, dafür aber ziemlich flach. erst unterhalb des sesselliftes, zum schlepper hin, wird es knackiger. sonst gibt es da oben vorwiegend blaue, flache und breite bisten (und einige skirouten, die ich aber nicht erkundet habe). die talabfahrt war vormittags noch in ordnung, aber auch ziemlich langweilig. und obwohl ich schon ziemlich gebrettert bin, musste ich dann doch noch ein stücken schieben. nachmittags war ich dann öfters zwischen den pisten unterwegs – wenn ich schon einen monoski hab … und kurz vor schluss, als kaum noch jemand auf der piste war, hab‘ ich den ski auch noch zum carven gebracht – saugeil, super schnell und anstrengend …</p>
<p>am 1–2 war ich noch einmal in der silvretta, diesmal bei weitesgehend bedecktem himmel (warm war’s trotzdem). es war kaum jemand da. diesmal noch ausgiebiger den nova-teil erkundet – aber dort ist nur kurzes rotes oder lahmes blaues mit vielen wegen zu finden – also nix für mich. dafür bin ich mehrmals die schwarze piste direkt am sessellift hinunter – die ist nicht übermäßig schwer, hatte allerdings etwas viel steinzeug im schnee, was dann doch für abwechselung sorgte. nachmittags war ich vor allem wieder an madrisella und dem 3er-sessel nebendran ind allen varianten.</p>
<p>zum schluss, am 2–2, bin ich noch einmal ins hochjoch. schließlich warteten kreuz– und grasjoch noch auf die erkundung. dazu muss man zunächst über den sennigrät-lift, der ganz seltsam schräg über den hang läuft, hinauf. und bis man endlich drüben ist, sitzt man eine gute weile im lift. dafür gibt es dann aber gar nicht so viel so erkunden: da hinten nur blaue pisten, lauter sehr hügelige, wellige bänder, die immer wieder schussfahrten benötigen – das macht mit dem monoski nicht so sehr viel spaß. deshalb bin ich dann nach einer weile doch wieder zum seebliga-lift und hab mich da vergnügt – im steten wechsel zwischen harten, kurzen bögen und weiten, sehr temporeichen schwüngen. immer mehr kam allerdings das eis raus – und immer mehr unterschied sich die spreu vom weizen: einige sehr gute fahrer bretterten über die piste, andere rutschten ziemlich seltsam herum oder landeten im akia und hubschrauber, den ich in dieser woche jeden tag mindestens einmal gesehen hab. schnee war halt doch sehr wenig – im tal wurden die hänge von tag zu tag immer grüner.</p>

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