„Nächstens mehr.“

Literatur, Musik, Theater – die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.

Archiv für das Schlagwort ‘winter’

skifoarn 2010: obergurgl & sölden

keine Kommentare

nach dem kurzen abstecher nach venedig stand ende januar wieder das alljährliche skivergnügen in meinem kalender. diesmal hatte ich mir ausgeguckt: ein offenbar recht nettes skigebiet mittlerer größe mit wenig betrieb. die unterkunftsuche hatte sich etwas mühsam gestaltet, in dem dorf – immerhin schon auf 1900 m höhe – gibt es offenbar nur hotels. das sieht auch wirklich so aus, wenn man da hineinkommt, stellte ich dann fest. ich fand dann aber doch noch ein zimmer, direkt an der skibushaltestelle. das ist ja für mich als bahnfahrer nicht ganz unwichtig ;-)

die anreise: ins ötztal ist es schon ein gutes stück fahrt von mainz aus. es gibt aber eine wunderbare verbindung: ein ic von münster nach innsbruck, der samstags einmal fährt und auch in mainz halt macht. also habe ich mich hier am rhein in den zug gesetzt – erst um kurz nach 11 ging es los – und meinen platz bis ötztal bahnhof (wirklich kaum mehr als ein bahnhof am eingang des ötztales) nicht mehr hergegeben. betrieb war ziemlich viel, doch so einige skifahrer, aber auch ohne reservierung hatte ich glück. die späte abfahrt in mainz führte dann nur dazu, dass ich erst recht spät und im dunkeln ankam. denn vom bahnhof muss man noch einmal mehr als eine stunde, ca. 80 minuten sogar, mit dem bus rechnen, bis man in ist. schließlich kommt danach ja auch nix mehr. so bekam ich also überhaupt nicht mit, wo ich eigentlich gelandet war. die unterkunft lag aber nicht nur sehr praktisch an der bushaltestelle, sondern auch nur ca. 500 m von der talstation der hochgurglbahn entfernt und direkt an loipe und winterwanderweg. dem sport stand also nichts mehr im weg.

und damit ging es am sonntag gleich los: mit dem ersten lift zur gondelbahn und hinein ins vergnügen. das war es, vom ersten moment an. auch wenn ich schon etwas merkte, dass der letzte skitag doch einige zeit zurücklag. zunächst fing ich mal mit dem naheliegenden pisten an, dem wurmkogl und dem schermer. zu letzterem führt übrigens eine neue, luxuriöse 8-personen-gondelbahn hinauf: offenbar ist es dort oft so kalt, dass die bergbahngesellschaft hier ihre profite mit so einer überdimensionierten anlage loswerden musste … zum glück war sie nie voll (ist sie wohl auch bei voll ausgebuchten hotels nie) – überhaupt war für einen sonntag angenehm wenig betrieb. wartezeiten gab es nie – also auch keine pausen. ich bin, wie auch jeden weiteren tag also von kurz nach neun bis vier uhr durchgefahren. zum ausruhen gibt es ja lifte. nun ja. in hochgurgl gibt es nämlich tatsächlich auch noch schlepplifte – fast ein anachronismus. und zumindest einer davon ist alles andere als geruhsam. doch dazu später mehr. am sonntag machte ich mich also erst einmal auf, mit dem gebiet vertraut zu werden, alles abzuklappern. oder fast alles. zumindest in hochgurgl. also war auch der etwas längere schlepper am kirchenkar mit der ganz netten roten abfahrt und schönen kleinen varianten dran. abseits der piste machte sich aber sehr bemerkbar, dass es schon lange nicht mehr vernünftig geschneit hatte: das war alles eher hart und sehr, sehr zerfahren. aber trotzdem schön, dort.
auch die große karbahn mit der leider nicht mehr allzu üppig mit bedeckten schwarzen abfahrt direkt am lift hinunter kam an die reihe. diese abfahrt zog mich irgendwie immer wieder an. zum einen eine der wenigen nicht so superbreiten abfahrten. zum anderen durch drei querende wege, die ziemlich heftige stufen in den schönen steilhang schneiden, nicht ganz einfach fließend zu befahren.
auch die höchste stelle, der wurmkogl II mit seiner kleinen aussichtsrestauration (im marketingslang des ötztals (eine ziemlich schlimme sache) „top mountain star“ genannt, war auf dem programm. dort oben gibt es eine nette, knackige schwarze abfahrt mit zwar sehr hartem, aber schön steilem einstieg. und natürlich einen tollen ausblick von dieser höhe aus. und nebenbei führt von dort oben auch eine gemütliche blaue abfahrt hinunter, die an mehreren stellen schöne varianten ermöglicht, die jetzt aber durch die vielen vorgänger schon sehr zerfahren, meist schon zur ordentlichen buckelpiste geworden war.
die talabfahrt von hochgurgl war zwar nicht besonders spannend (sehr typische talabfahrt mit ausgebauten wegen etc.), dafür aber typisch eisig im unteren teil. und erstaunlich leer für kurz vor vier an einem sonntag nachmittag. dem skifahren folgte dann – natürlich – noch das , auf den gewalzten winterwanderwegn bzw. der skatingloipe sehr schön möglich.

am montag ging es ebenfalls wider um kurz nach neun los. diesmal allerdings mit dem bus in die anderer richtung, zur festkoglbahn am ortseingang von . da noch nix (wirklich, nix!) los war, stürzte ich mich gleich mal wieder in die talabfahrt. am festkogl gibt es zwei davon: eine normale rote und eine sehr schöne, auch landschaftlich reizvolle und gar nicht so schwere schwarze variante. später ging es dann mit den auch sehr schönen, abwechslungsreichen pisten an der roßkarbahn (mit netter, einfacher variationsmöglichkeit direkt unterm lift) und vor allem der plattachbahn weiter. beides übrigens sessellifte mit mittelstationen. gegen mittag wechselte ich dann noch zur hohen mut. die rote abfahrt von der bergstation der neuen gondelbahn fand ich aber nicht so spannend: da merkt man doch zu sehr, dass sie sehr künstlich in den berg hinein gebaut wurde. unten ging es dann nahtlos an der steinmannbahn weiter, wo es immerhin einige bucklige varianten durch die verstreut stehenden bäume auszuprobieren gab. an der hohen mut oben habe ich aber, es kaum glaubend, tatsächlich herbert heckers, dem autor des einzigen deutschen buches über den , den ich schon von einem der monoski.org-treffen kannte, getroffen. er und seine frau hatten mich schon am sonntag gesehen und sofort am fahrstil erkannt und wir liefen uns noch öfters über den weg … bei einer der letzten abfahrten von der hohen mut nahm ich dann noch die äußere pistenvariante – keine besonders gute idee. im schönsten tempo sah ich dann eine bodenwelle zu spät, flog ein stück und versemmelte die landung etwas. über roßkarbahn und die schöne schwarze talabfahrt ging es zurück zur festkogbahn und weiter zum – das wurde aber nur sehr wenig, weil ich mich nach zwei anstrengenden skitagen recht schlapp fühlte.

der dienstag präsentierte sich nach zwei sehr sonnigen tagen mit eher schwierigem skiwetter: fast lückenlosen wolken. und kurz vor 3000 m ist das ziemlich schnell nebel ;-). zumal es bald ganz zuzog und leicht zu schneien anfing – leider nicht sehr ergiebig. zunächst trieb ich mich wieder in hochgurgl rum: der schlepplift am vorderen wurmkogl wollte mich noch kennenlernen. dort gab es, bei diesem wetter nicht sehr ideal, nur eine vollkommen unmarkierte piste (überhaupt ist die pistenmarkierung und -beschilderung in extrem spartanisch), die teilweise kaum zu finden war: dafür aber eine sehr schöne, im unteren drittel unpräparierte enge & steile schwarze piste. nur leider war der schlepper auch enstprechend: steil, ohne liftspur (einmal auch quer durch die buckelpiste) – beim dritten mal hat’s mich rausgehauen. das forderte natürlich spätere revanche. zunächst beließ ich es aber dabei, denn der schwere, schnelle, steile schlepper und die abfahrt waren doch eine anstrengende kombination mit dem mono. bis mittag war ich dann wieder an der großen karbahn und am kirchenkar unterwegs, bevor ich noch mal den dieses mal sehr schönen oberen teil des wurmkogls und des schermers (mit ausflügen neben die piste) unter den nahm. nachdem es gegen mittag etwas heller geworden war, verschlecherte sich die sicht mit dem verschwinden der sonne hinter den bergen gegen 15 uhr wieder deutlich, so dass ich etwas früher schluss machte und schon um 15:40 wieder an der talstation stand. danach noch schöne, aber sehr langsame sieben laufkilometer im leichten schneegestöber und der tag war vollendet.

mittwochs zog es mich nach sölden. nicht nur mich: ausgerechnet an diesem tag war der skibus so voll, dass ich um zehn vor neun gerade noch so einsteigen konnte. in sölden, an der gaislachkoglbahn, die auf gut 3000 m hinauf führt, durfte ich auch das erste mal anstehen. überhaupt war in sölden doch deutlich mehr betrieb – auch wenn es für die dortigen verhältnisse wohl sehr leer war. zumindest schien mir das so, wenn ich mir die riesigen, langen eingangsgatter und -zäune an den liften ansah. da muss wohl öfters mal ziemlich viel los sein. das skigebiet ist um einiges größer als , vor allem recht weitläufig. alles habe ich an einem tag gar nicht geschafft (und auch nicht gewollt), die gletscher sparte ich mir gleich. sonst blieben aber recht wenig lücken: zunächst vom gaislachkogl hinüber zum giggijoch (wo ein ziemlicher rummel herrscht), dort gibt es an der roßkirplbahn eine schöne schwarze piste und nebendran eine ausgewiesene buckelpiste (etwas schwer & steil für mich …), auch einige nette rote abfahrten. und vor allem eine sehr schöne schwarze talabfahrt, die am späten vormittag natürlich menschenleer war. die giggijochbahn brachte mich wieder zurück ins skigebiet, wo ich mich in richtung gletscher weiter machte und an der genialen piste am schwarzkogl eine weile hängenblieb: die konnte ich wunderbar am äußersten rand im kurzschwung schön rhythmisch abfahren – einfach herrlich, genau die richtige mischung aus gefälle und losem, weichen , den die anderen an den rand geschoben hatten. über einige zwischenstationen, u.a. die heidebahn ganz außen, nahm ich dann die rote talabfahrt und wurde erneut überrascht – diesmal von einem anderen monoskifahrer, der lange keinen gleichgesinnten mehr getroffen hatte. zusammen sind wir dann wieder auf den gaislachkogl hoch und zusammen in richtung rettenbachtal abgefahren. dort trennten sich unsere wege wieder: ich nahm die schwarze talabfahrt zurück in den ort, er kehrte noch einmal ein. zurück in gurgl bin ich dann mit dem rucksack nach gelaufen, etwas lebensmittel-nachschub einkaufen – das gab immerhin etwas mehr als sieben kilometer laufstrecke.

am donnerstag blieb ich morgens der piste zunächst einmal fern: die sicht war nahe null, das schien mir sinnlos. gegen elf uhr hielt es mich dann doch nicht mehr im zimmer: inzwischen hatte der mäßige wind die wolkendecke etwas verschoben und aufgelockert, so dass zumidnest hoffnung bestnad. ich startete in hochgurgl mit einigen talabfahrten und den nicht so hoch gelegenen pisten an der großen karbahn und dem kirchenkarlift. gegen 13 uhr, als mittagspause, transferierte ich mich dann mit dem top-express hinüber nach , um hauptsächlich die talabfahrten, insbesondere die schöne schwarze version, hinunterzubrausen. viel mehr war dann auch nicht mehr möglich: nach und nach wurden immer mehr lifte abgestellt – der wind wurde recht frisch und stellenweise stürmisch, skifahrer waren sowieso kaum welche unterwegs. auch die festkoglbahn lief nur noch in langamer geschwindigkeit – aber sie lief immerhin. gegen halb vier reichte es mir dann doch, nachdem ich mich nochmal in den weichen schneeanwehungen beim sturz über beide körperachsen überschlagen hatte und ich ging . den abend verbrachte ich dann noch sehr gemütlich im jagdhof bei herbert und gabriele.

und dann war auch schon wieder freitag und damit schon fast schluss. also stand ich natürlich wieder um neun uhr an der talstation, diesmal wieder am festkogl. mittags wechselte ich wieder nach hochgurgl hinüber, der vordere wurmkogl reizte mich noch einmal. diesmal flog ich gleich beim ersten mal schon recht weit unten aus dem lift – sogar der liftwärter merkte es … aber die restlichen male ging es dann. und die piste belohnte die mühe aufs herrlichste: der leichte schneefall und der wind hatten sie wunderbar gemach – einfach herrlich. auch wenn sich gerade im unteren teil einige anfänger herumtrieben, die da wenig spaß hatten ;-). da mir das auf die dauer aber doch zu anstrengend wurde, wechselte ich wieder an den wurmkogl, der oben blödsinnig hart gefroren war und keinen spaß machte und an den wesentlich angenehmeren schermer. später, am kirchenkarlift, als es schon wieder anfing kalt zu werden, verlor ich dann auch noch meine rechte kontaktlinse – einfach so. und als die sicht dann auch noch nachließ, wurde mir das in den fehlenden kontrasten zu blöd und ich machte mich wieder auf den weg ins tal – immerhin, es war doch wieder kurz vor 16 uhr bis ich unten war. zum abschluss lief ich dann die straße noch hochgurgl und bis zur mautstation in richtung timmelsjoch hinauf: der wohl langsamste der letzten jahre für mich: lang und erstaunlich steil ging es da hoch (auch runter keine reine freude mit so ausgepowerten oberschenkeln nach einer woche skifahren und …).

die heimreise am samstag verlief dann nicht ganz so glatt wie der hinweg. morgens hatte wieder leichter schneefall eingesetzt. und für den postbus war das offenbar dermaßen überraschend, dass er erst mit fast zwanzig minuten verspätung abfuhr. bis ötztal bahnhof hatte er zwar einiges wieder herausgefahren, aber es reichte trotzdem nur dazu, dass ich den ic, der mich ohne umsteigen nach mainz gebracht hätte, gerade noch abfahren sah. also durfte ich über innsbruck – münchen – stuttgart reisen – was gerade einmal eine halbe stunde länger dauerte als die eigentlich geplante verbindung und auch tadellos klappte.

Geschrieben von matthias

1. Februar 2010 um 20:55

warum ich das laufen liebe. und den winter.

3 Kommentare

heute ist so ein tag, der das (tägliche) wieder herrlich und lohnend macht:
der fällt und fällt seit dem morgengrauen (der weg zum gottesidenst war kein großes vergnügen). aber sofort nach der rückkehr vom dienst in die laufklamtotten geschlüpft, den forerunner gestartet und die salomon-schuhe (für den ) geschnürt: raus geht es, in den und den winterlichen . was schöneres gibt es für einen läufer kaum. gut, rekorde bricht man bei diesem wetter nicht …. vor allem, da ich die gut 32 km von gestern noch etwas in den beinen merkte. aber das ist bei so schönem wetter auch egal. ja, ich finde das wirkliich ausgesprochen schönes laufwetter. auch wenn die sonne nicht scheint. und auch, wenn es ununterbrochen schneit. gut, der wind hätte jetzt nicht sein müssen – dann hätte ich nicht so viel im gesicht gehabt. aber das konnte meine freude nicht trüben.

unterwegs war ich auf einer „standard“-runde: über den buchwaldskopf und sonnenweg zum zirkelberg, dann ein stück den kutschen weg hinauf, oberhalb von erbuch durch den in einem großen bogen bis ungefähr zum almenhof und dann über den schachert ins dreiseetal und zurück nach hause. das ist eine sehr schöne, weil sehr leere runde. nach dem ersten kilometer (mit schönen anstiegen) verschwindet man beim buchwaldskopf im und lässt mensch und ort hinter sich. am zirkelberg muss man noch einmal kurz die straße überqueren, aber sonst ist man nur auf waldwegen unterwegs. und bis zur rückkehr ins dreiseetal bei kilometer 13 auch meist ganz allein. nur der schluss hat dann noch ein kleines bisschen straße – aber das ist minimal.

so kann man oder ich zumindest auf dieser runde ganz viel genießen. den schönen . die ab und an davonstiebenden rehe. die zwitschernden vögel. vor allem aber die sanfte stille, die gedämpfte ruhe, die heute im alles umgibt.

und dann nach 80 minuten die harte rückkehr in die zivilisation: die autos brausen, die menschen schippen mit möglichst viel getöse, der sonntagsbraten duftet bis auf die straße. und man hat es eigentlich gar nicht vermisst. aber die warme dusche genießt man dann schon.

Geschrieben von matthias

3. Januar 2010 um 14:34

Abgelegt in laufen

Schlagworte: , , , , , ,

wunderbar einfach

2 Kommentare

im – ein grandioser genuss. vor allem, wenn es so ist wie heute: zwar verdammt kalt – -15°C beim start, auf der höhe bestimmt noch kälter – aber einfach wunderschön. der der vergangenen nacht verzaubert die welt. durch odins wälder in der des samstagvormittags zu – es gibt kaum schöneres. ich wollte gar nicht aufhören. nach gut zwei stunden (knapp 24 km) hat es dann aber doch gereicht. es wurde mittlerweile nämlich immer noch nicht warm. meine oberschenkel sind auch jetzt noch nicht ganz aufgetaut … nach dreißig minuten und den ersten anstiegen wächst auf den handschuhen am handrücken eine -/eisschicht, die nicht mehr verschwindet. und noch eine stunde später hängen mir kleine eiszapfen im gesicht – das hatte ich noch nie. das schild der mütze (auch die inzwischen recht weiß) sorgt wohl dafür, dass ich immer in meinen eigenen atemdampf reinlaufe und der dann an meinem gesicht friert – ohne das ich das noch spüre …
aber trotzdem: der , die unberührten wege – klasse einfach. der erste war ich aber nirgends: ich bin keinen meter gelaufen, auf dem nicht mindestens ein vor mir war. oft genug leider auch auto, offenbar jäger, die ihr kostbares unbedingt füttern musste. einen habe ich dabei noch gesehen. leute waren aber nur ganz, ganz wenig unterwegs – natürlich an den üblichen stellen: am mini-rodelhang, im dreiseental, bei würzberg auch ein paar.
auch wenn es heute nicht sehr schnell war – für solche läufe rentiert sich so manche quälerei das jahr über. einfach wunderbar.

Geschrieben von matthias

19. Dezember 2009 um 12:26

Abgelegt in laufen

Schlagworte: , , , , , ,

laufen und skifahren

keine Kommentare

oder besser gesagt umgekehrt: skifahren und . das ist eine anstrengende kombination. das habe ich dieses jahr in galtür wieder sehr gemerkt: nach sieben stunden auch nicht gerade purer entspannung auf den skiern noch gut anderthalb stunden zu gehen – und das in den alpen – ist kein leichtes unterfangen. nach drei tagen hatte ich mich aber so halbwegs daran gewöhnt. ich meinte freilich, den einfluss der höhenluft bereits zu spüren (gestartet bin ich auf ca. 1600 m, es ging hinauf bis knapp 2000 m): ich kam öfters ganz schön ins hecheln und der puls war viel zu schnell viel zu weit oben – da bin ich dann doch lieber vorsichtig geworden. unterwegs war ich vor allem auf der silvretta-hochalpenstraßen, die von wirl aus durch das kleinvermunt-tal zur bieler höhe (wo der silvretta-stausee liegt) hinaufführt. die wird ja nicht geräumt, sondern nur von pistenbullys und scootern verdichtet. dennoch lässt es sich darauf ziemlich gut . weniger gut war die andere idee, der versuch, das jamtal hinauf zu : dort hatte die pistenwalz den so weich gelockert, dass ich unentwegt einsank und beim abstoßen keinen festen halt hatte, also unendlich viel kraft benötigte. deshalb beließ ich es dann bei dem einen versuch, obwohl auch diees seitental sehr sehr schön ist. überhaupt ist die trainingswirkung dieser läufe so eine sache: ich meine zu beobachten, dass ich enorm an geschwindigkeit und schnellkraft verloren habe. dafür aber auch noch eine erhebliche portion ausdauer dazugewonnen habe. naja, schaun mer mal, wie sich das jetzt weiter entwickelt …

Geschrieben von matthias

25. Februar 2008 um 20:57

Abgelegt in freizeit,laufen

Schlagworte: , , , ,

ski fahren im montafon 2007

keine Kommentare

mein diesjähriger skiurlaub – zugleich test- und eingewöhnungswoche mit dem neuen – führte mich ins in vorarlberg. gewohnt habe ich in tschagguns. oder besser gesagt, leicht oberhalb des eigentlichen ortes, mit skibushaltestelle direkt vor der haustür. das war auch wichtig, denn die skigebiete des (vier große und noch ein paar pille-palle-lifte) liegen recht verteilt, so dass man ohne bus oder pkw ziemlich aufgeschmissen ist.

am ersten tag, 28-1, ging es auf die golm, das lag praktisch direkt vor der haustür (5 minuten mit dem bus). die erste enttäuschung stellte sich allerdings schon gleich am beginn heraus: das berührungslose ticketsystem im ist ausgesprochen schlecht. gleich an der ersten schranke zur golmerbahn, die mich auf den berg bringen sollte, hab‘ ich ewig rumgezoppelt, bis der mein skipass, der in der jackentasche steckte, endlich mal gelesen hatte. und das ging den ganzen tag so weiter … aber so etwas ist irgendwie typisch, service-mäßig reißen die im sich überhaupt kein bein aus. die lifttypen etwa hocken, oft genug auch noch zu zweit, schön bequem in ihren abgeschirmten kabäuzchen, bewegen sich möglichst wenig. die ein- und ausstiege waren, obwohl es gar nicht so wahnsinnig voll war, ziemlich schnell ziemlich schlecht – das blieb die ganze woche so. auch etwa die gitter an den einstiegen waren immer wieder nicht ordentlich aufgestellt, man blieb ständig irgendwo hängen. die pisten waren auf der golm schlecht präpariert – es hatte über nacht geschneit. das war für den ersten tag nicht gerade optimal, zumal die pisten – fast nur rotes, die schwarze diabolo war mitsamt dem außergolm-lift geschlossen – doch ziemlich heftige steilstücke drin hatten, bei denen – oder bevorzugt nach denen – ich ziemlich oft hingeknallt bin. denn auf der harten (kunst-) grundlage bildete der trockene neuschnee ziemlich schnell die schönsten buckelpisten mit wandernden buckeln.

vormittags war ich vor allem an der rätikonbahn, neben der die sogenannte „weltcup-abfahrt“ verläuft – schön schmal und sakrisch steil. später bin ich vor allem an der matschwitzbahn unterwegs gewesen, da war weniger los. die blaue piste dort allerdings ist sehr langweilig, die rote aber hat auch anspruchsvolle seiten. kurz war ich auch am 2er-sessel der hüttenkopfbahn, doch die rote piste dort war schon in sehr schlechtem zustand: oben eisig, unten kein , sondern steine.

am zweiten tag, 29-1, ging es dann auf die andere talseite ins hochjoch. morgens war ich noch ziemlich kaputt gewesen, aber auf dem ging’s dann doch sehr ordentlich. ich bin über die zamangbahn hochgefahren (das war bustechnisch am einfachsten), die war um kurz nach neun noch ganz leer – auch auf der piste noch nix los – hier kommen die leute erst später … leider war das kreuzjoch geschlossen – der verbindungslift hatte einen getriebeschaden. deshalb war ich fast den ganzen tag am seebliga-sesellift. der hat zwei sehr schöne rote varianten, deren eine oben einen supersteilen, tiefschwarzen einstieg hat: direkt am lift herunter. das erste mal bin ich wieder umgekehrt … später dann aber doch einige male da runter, bis es zu glatt wurde. einen ausflug hab‘ ich auch zum kropfen-sessellift gemacht. eine lange blaue abfahrt führt dahin (zur mittelstation der hochjoch-bahn), die offensichtlich am abend zuvor präpariert wurde, auf der dann aber wohl die ganze nacht gemacht wurde, der nicht mehr befestigt worden ist – mit den entsprechenden ergebnissen. und der lift braucht ewig, bis er oben ist …

am 30-1 hatte ich dann einen herrlichen skitag an der silvretta nova: sonne pur, nur viel zu warm, gute pisten: vor allem viele carver-autobahnen. denn hier in der silvretta ist eindeutig am meisten planiert worden. schön anzusehen ist das nicht. aber die leute verteilen sich so ganz gut. morgens zunächst am älpli unterwegs gewesen, auch zur mittelstation der valiserabahn (aber das war nicht sehr schön: die blaue biste erstaunlich schmal und erstaunlich steil). nicht sehr interessant auch der ausflug auf die nova, wo ich für diesen tag allerdings die schwarzen pisten ausgelassen habe. auch die rückseite von der rinderhütte (dort eine ganz nette abfahrt, oben leider erste ein stück weg), die heimspitzbahn, konnte mich nicht begeistern: ein ewig langer ziehweg für eine kurze, unspektakuläre piste.

gargellen hieß das ziel am wiederum wunderbar sonnigen 31-1. das ist von tschagguns noch ein ganzes stück (liegt aber auch doppelt so hoch, nämlich auf über 1400 m), der skibus braucht mit umsteigen fast eine stunde dahin. dafür war ich dann vom eigentlichen skigebiet, das sonst immer so hoch gelobt wird, eher enttäuscht. zwar war sehr wenig los, aber viel auswahl gibt es nicht und vor allem nur wenig spannendes für mich. die rote piste neben dem vierersessel, dem hauptlift dort, ist im oberen teil sehr sehr schräg, dafür aber ziemlich flach. erst unterhalb des sesselliftes, zum schlepper hin, wird es knackiger. sonst gibt es da oben vorwiegend blaue, flache und breite bisten (und einige skirouten, die ich aber nicht erkundet habe). die talabfahrt war vormittags noch in ordnung, aber auch ziemlich langweilig. und obwohl ich schon ziemlich gebrettert bin, musste ich dann doch noch ein stücken schieben. nachmittags war ich dann öfters zwischen den pisten unterwegs – wenn ich schon einen hab … und kurz vor schluss, als kaum noch jemand auf der piste war, hab‘ ich den auch noch zum carven gebracht – saugeil, super schnell und anstrengend …

am 1-2 war ich noch einmal in der silvretta, diesmal bei weitesgehend bedecktem himmel (warm war’s trotzdem). es war kaum jemand da. diesmal noch ausgiebiger den nova-teil erkundet – aber dort ist nur kurzes rotes oder lahmes blaues mit vielen wegen zu finden – also nix für mich. dafür bin ich mehrmals die schwarze piste direkt am sessellift hinunter – die ist nicht übermäßig schwer, hatte allerdings etwas viel steinzeug im , was dann doch für abwechselung sorgte. nachmittags war ich vor allem wieder an madrisella und dem 3er-sessel nebendran ind allen varianten.

zum schluss, am 2-2, bin ich noch einmal ins hochjoch. schließlich warteten kreuz- und grasjoch noch auf die erkundung. dazu muss man zunächst über den sennigrät-lift, der ganz seltsam schräg über den hang läuft, hinauf. und bis man endlich drüben ist, sitzt man eine gute weile im lift. dafür gibt es dann aber gar nicht so viel so erkunden: da hinten nur blaue pisten, lauter sehr hügelige, wellige bänder, die immer wieder schussfahrten benötigen – das macht mit dem nicht so sehr viel spaß. deshalb bin ich dann nach einer weile doch wieder zum seebliga-lift und hab mich da vergnügt – im steten wechsel zwischen harten, kurzen bögen und weiten, sehr temporeichen schwüngen. immer mehr kam allerdings das eis raus – und immer mehr unterschied sich die spreu vom weizen: einige sehr gute fahrer bretterten über die piste, andere rutschten ziemlich seltsam herum oder landeten im akia und hubschrauber, den ich in dieser woche jeden tag mindestens einmal gesehen hab. war halt doch sehr wenig – im tal wurden die hänge von tag zu tag immer grüner.

Geschrieben von matthias

6. Februar 2007 um 11:15

Abgelegt in freizeit,laufen

Schlagworte: , , , , , ,

Switch to our mobile site