„Nächstens mehr.“

Literatur, Musik, Theater – die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.

Archiv für das Schlagwort ‘test’

Taiwan Hong Cha

keine Kommentare

Und gleich noch ein neuer : Diesmal – ganz selten in meiner Sammlung – ein taiwanesischer , der Hong Cha. Wie immer kommt er von Kolodziej & Lieder zu mir. Die schrieben dort, und das weckte mein Interesse:

Die bernsteinfarbene Tasse überzeugt geschmacklich mit tiefen Edelholznoten, und feiner Honigsüße. Ein Geschmack der lange am Gaumen nachklingt.
Hergestellt wird dieser edle in der Teeregion Sanxia, . Der Teepflanzer produziert aus dem Blattgut, dass üblicherweise für den Oriental Beauty (Bai Hao Oolong) genommen wird, diesen handverarbeiteten schwarzen .

Also, schauen wir mal … Zuerst der Blick auf das trockene Blatt: Lange, sehr dunkle Blätter mit helleren „goldenen“ Spitzen und angenehm dezentem Duft, der nach dem Aufguss einer betörend-sinnlichen, sehr intensiven Note weicht – schnell wieder den Deckel auf das kleine Kännchen. Den dem Vorschlag des Händlers folgend bereite ich den Hong Cha das erste Mal im kleinen Oolong-Seitengriff-Kännchen vor – mit der langen Ziehzeit von immerhin 30 Sekunden. Danach präsentiert der Taiwaner sich mit einer sehr dunklen, matt schimmernden Tasse, die mit etwas Phantasie durchaus an Bernstein erinnern mag.

So, und wie schmeckt er nun? Mist, jetzt habe ich mir glatt beinahe den Daumen an der Tasse verbrannt! Erst einmal etwas abkühlen lassen … so, jetzt müsste es gehen: Ahh, schon wieder dieser Duft – das riecht ganz anders als etwa die Darjeelings oder auch die chinesischen Tees, die sonst in meiner Schale landen. Und es schmeckt auch vollkommen anders – aber „edel“ ist durchaus treffend (der Preis wäre sonst auch nicht gerechtfertigt …). Natürlich sind das sehr feine Geschmacksnoten – mich erinnert es etwas an würzige Weihnachtsgebäcke wie Magenbrot oder Früchtekuchen – aber doch wieder anders … Etwas süßlich und sehr exotisch – mir fallen da keine rechten Worte zur Beschreibung ein. Also erst einmal Schluss hier, vielleicht kommt die Eingebung ja noch. Der Geschmack dieses Tees bleibt jedenfalls in Erinnerung – in guter natürlich.

Zubereitung: ca. 2-3g in der Seitengriffkanne, mit kochendem Wasser etwa 30 Sekunden ziehen lassen.

Geschrieben von matthias

4. August 2010 um 20:45

Abgelegt in diverses

Schlagworte: , , ,

Darjeeling Thurbo Tippy FTGFOP1 F.F. CL

keine Kommentare

Heute habe ich – endlich – mal wieder einen „neuen“ verkostet, der schon einige Zeit bei mir bereit liegt (es ist noch ein First Flush aus 2009): den Thurbo Tippy FTGFOP1 F.F. CL, wie der Name schon verrät, aus dem Teegarten Thurbo, gekauft (natürlich) bei Kolodzeij & Lieder, die inzwischen den Nachfolger der 2010er Ernte anbieten..

Die erste Freude bereitet er mir gleich beim Öffnen der Tüte und beim Abwiegen: Schon die recht großen Blätter, mit ihren feinen silbrigen Spitzen, duften ausgesprochen verführerisch, etwas geheimnisvoll, fast märchenhaft, und mit dezent-fruchtiger Frische. Nach dem Aufguss hat sich die würzige Süße, mit der dieser meine Nase ungewöhnlich stark schmeichelt, sogar noch verstärkt. Er hat eine kräftig leuchtende, goldgelbe Tasse mit leichtem Braunton, die ungemindert stark duftet und verführt. Nach so viel Begeisterung – kann da der Geschmack überhaut noch standhalten? Er kann. Denn der Thurbo Tippy bietet eine voole, weiche Tasse mit zarten würzigen Noten – entfernt erinnert er mich auch an die Muskatell-Tees aus . Aber das wunderbare an diesem , der glatt das Zeug zu einem neuen Liebling für mich hat, ist die Feinheit seines Charakters: Nichts drängt sich in den Vordergrund, nichts überspielt, nichts trumpft auf – das schmeckt einfach. Also genug der Lobhudelei – ich muss jetzt weitertrinken …

Zubereitung beim ersten Mal: 18g für 1,5 Liter kochendes Wasser, knappe 2 Minuten Ziehzeit (könnte vielleicht doch einen Tick länger ziehen, muss ich noch probieren)

Geschrieben von matthias

3. August 2010 um 17:50

Abgelegt in diverses

Schlagworte: , , ,

Einmalsocken

keine Kommentare

Heute mal ein negativer Erfahrungsbericht: Die Bamboo-Socken von Newline, die der Greif-Shop mir geschenkt hat, taugen gar nichts. Sie sind zwar angenehm zu tragen, aber schon mal im Schuh arg rutschig. Und, das ist das Hauptproblem, sie halten nichts – aber auch gar nichts – aus: Das weiße Paar, das man unten auf den Bildern sieht, hat gerade einmal sage und schreibe knappe 90 Kilometer hinter sich. Das ist also noch nicht einmal eine Woche, die die überlebt haben (zum langen Lauf hatte ich wie oft die CEP-Strümpfe an). Zum Vergleich: Ich habe Skinfit- – die kosten auch nur 9 Euro pro Paar – die schon 2000 Kilometer hinter sich haben. Und immer noch fitter aussehen als diese von Newline, die ja immerhin auch Laufsocken sein sollen. Gut, sie sind in der Woche zweimal richtig nass geworden – aber eben das sollen und müssen Laufsocken doch aushalten! Nun, das tägliche fordert eben auch Opfer …

newline-socken rechte sohle
newline-socken rechte ferse
newline-socken links

Geschrieben von matthias

25. Juli 2010 um 22:46

Abgelegt in laufen

Schlagworte: , , , ,

neue tees – erster eindruck

2 Kommentare

Ein Gutschein von Tea & Tea (den ich über deren Twitter-Account bekam) hat mich verführt, meinem Hauslieferanten untreu zu werden (zumindest temporal) und diesen Laden bzw. Versand mal auszuprobieren. Angekommen sind drei Tees: SFTGFOP1 Pottabong Muskatel, SFTGFOP1 North Tukvar und der Gold Himalayan Shangri-La aus . Verpackt werden die Tees bei Tea & Tea recht aufwendig: In Aluminiumbeutel, die verschweißt werden, stabil stehen und auch wiederverschließbar sind. Sieht teuer aus ;-): die erste lieferung von tea & tea
Leider fehlts dann an anderem: An Hinweisen zur Zubereitung. Die gibt es nämlich nur super-pauschal auf der Webseite, nicht aber teespezifisch. Schade, dass finde ich immer einen hilfreichen Service – denn es erspart einfach das Probieren. Oder verkürzt es zumindest.

Den North-Tukvar-Darjeeling habe ich mal ganz klassische probiert, gut drei Minuten durfte er ziehen. Ein netter ist das: angenehm würzig, recht sanft und zurückhaltend, bei meinem ersten Versuch auch nicht sehr stark.
Eben trinke ich den - mit dem tollen Namen „Gold Himalayan Shangri-La“, der mit 3:30 bei 15 Gramm für ca. 1,5 Liter kochendes Wasser recht dunkel geworden ist. An meinen anderen aus kommt er auch nicht ganz heran. Es ist ein solider, ordentlicher mit stark gekräuselten Blättern, der auf jeden Fall angenehm trinkbar ist. Das Gold halte ich aber für etwas hochgegriffen. Auch der andere Namensteil, Shangri-La, weckt ja Assoziationen, die ich momentan nicht ganz eingelöst sehe. Aber vielleicht bin ich nur noch nicht bei der optimalen Zubereitung …

Der Zwischenstand bisher also, was Tea & Tea angeht: Ein solider Laden mit (noch) überschaubarem Angebot ordentlicher Tees – sie selbst behaupten „Richtig guter “ – die ich geschmacklich und preislich in der Mittelklasse einordnen würde. Mal sehen, ob ich den ersten Eindruck noch korrigieren darf/muss …

Geschrieben von matthias

18. Mai 2010 um 21:04

Abgelegt in diverses

Schlagworte: , , , ,

Erste Eindrücke vom Yamatool

2 Kommentare

Beim diesjährigen Treffen der Mono-Ski.org in Galtür hatte ich am letzten Tag noch die Möglichkeit, ein brandneues (und daher von mir nur behelfsmäßig präpariertes) Yamatool zu fahren. Das waren meine Eindrücke:

Der : Ein Yamatool (heißt es eigentlich das Yamatool? oder der? ich finde das irgendwie passender) fällt immer auf: Schon durch die Teilung des hinteren Skis ab der Bindung (einer sehr stabilen und massiven Non-Secure-Bindung), die beiden Enden sind dann aber wieder durch ein Drahtseil verbunden (Das in der „Ruhestellung“ durchhängt, beim Bogen auf der Piste aber unter Spannung gesetzt wird)
„Unser“ Modell ist ein V.2-10, wenn ich das richtig entziffert habe [da müsste Tilo noch einmal nachschauen …], mit einer Länge von 170 cm und einem nominellen Radius von 10 m ein echter Carver (und damit bin ich als Tester eigentlich schon halb disqualifiziert …). An der Stelle der Bindungen ist er jedenfalls nicht sehr breit, Tilo passte mit seinen Schuhen nur sehr knapp darauf, ich hatte auch nicht mehr viel Luft zwischen den Füßen.
Die Verarbeitung – alle Yamatools werden handgefertigt – enttäuschte mich zunächst ein wenig: Die Oberkanten waren durchweg rauh und nicht entgratet, die Biegung der Schaufel recht grobschlächtig eingefügt. Möglicherweise lag es ja an der besonderen Eile – der sollte schießlich noch nach Galtür kommen. Das hat er immerhin gerade noch geschafft (Freitag nachmittag kam er im Hotel an). Aber im Finish sind die anderen Hersteller sorgfältiger. Und die Folie war auch nicht exakt mittig plaziert. Damit sind wir schon beim nächsten Punkt:
Das Design: Das ist echtes „Made by Dropman“, speziell für diesen : Mit großen Hinweisen auf diese Seiten hier ist der verziert. Und einer netten Design-Idee: An der Oberseite täuscht das Yamatool Stereolatten vor, die miteinander verschraubt sind. Sehr schön fand ich auch die plattgefahrene Maus mit Blutspuren unter der Schaufel ;-)
Der in der Praxis: Die ersten Meter und die ganze erste Abfahrt waren eine herbe Enttäuschung – mit draufstellen und wohlfühlen war da nix. Der , der sich schon beim Präparieren als ausgesprochen steif und hart zeigte, reagierte auf meine Bemühungen ganz und gar nicht so wie ich das wollte. Die Schaufel schien mir extrem schwer (sie ist ja auch vergleichsweise breit gebaut) und erst einmal kaum bzw. nur mit gewaltigem Aufwand in die Kurve zu zwingen. Das seltsame war dann, dass das ab der zweiten Abfahrt gar nicht mehr auffiel – ob ich da irgend etwas anders gemacht habe, kann ich nicht mehr rekonstruieren. Jedenfalls wurden wir schnell ein eingespieltes Team: Im zum Testzeitpunkt recht sulzigen Schnee der Galtürer Pisten ließ sich mit dem Yamatool so einiges anstellen: Extrem kurze Schwinge, Kippschwünge, breite Bögen und sogar einige Carvingversuche gelangen dann doch sehr schnell sehr gut und sicher. Besonders beeindruckt hat mich die extreme Präzision, mit der sich dieser in allen Lagen steuern lässt – er verlangt allerdings auch Genauigkeit und aufmerksame Kontrolle vom Fahrer. Nach der kurzen Eingewöhnungszeit schien er mir jedenfalls deutlich agiler, wendiger und auch ein wenig genauer als mein Snowshark TT Hammer. Der Vergleich mit dem Nordicboard zeigte dann noch einmal die Unterschiede: Im Gegensatz zu Ottos dreht er nicht fast von alleine, sondern erfordert deutliche Akzente des Fahrers. Dafür ruht er aber auch viel sicherer und gelassener auf der Piste, bzwl. geradezu fest im Schnee. Gerade bei hohen Tempi macht sich einerseits die enorme Steifigkeit natürlich bezahlt (bei immer noch vergleichsweise niedrigem gefühlten (gewogen haben wir ihn nicht) Gewicht), andererseits beeindruckte mich immer wieder neu, wie präzise sich damit die Kurven selbst in hohen Tempi noch fahren ließen und dabei das Tempo ausgesprochen harmonisch zu kontrollieren war. Den wirklich auf die Kante zu setzen fand ich etwas mühsamer als beim Nordicboard (gut, die Bedingungen waren dafür auch nicht mehr opimal, die Pisten inzwischen schon sehr ungleichmäßig), aber der Eindruck blieb schon, dass das Yamatool bei etwas zögerlichem Verhalten leicht wieder ins Abrutschen hineingleitet – was man aber auch gezielt einsetzen kann.
Insgesamt hatte ich also den Eindruck, das das Yamatool ein sehr schneller und ausgesprochen kraftvoller ist, an dessen Grenzen ich wahrscheinlich noch lange nicht herankam. Ja, man könnte ihn fast aggresiv nennen. Denn er fordert aufgrund seiner Präzision geradezu zum rasanten Angriff auf die Hänge auf – und beachtlich ist, wie wenig er bei hohen Geschwindigkeiten nachlässt: Er greift durchweg (mit einer Ausnahme: bei gaaaanz langsamen Geschwindigkeiten ist er eben träge und schwerfällig) noch gut in die Kurve, lässt sich auch dann noch sehr dosiert und fein abgestuft drehen und damit auch insgesamt überdurchschnittlich kontrolliert fahren. Ich bin jedenfalls gespannt, was Tilo dann von seinen nächsten Skitagen mit dem Yamatool berichtet …

Geschrieben von matthias

25. Februar 2008 um 15:19

Abgelegt in freizeit

Schlagworte: , , ,

dieser ski ist der hammer!

keine Kommentare

er heißt ja auch so: der „tt hammer“ von snowshark in den usa, mein neuer . das ist ein echtes präzisioninstrument, bei jeder geschwindigkeit – nur zu langsam darf’s nicht werden. für angsthasen ist das nichts, mit ordentlich tempo lässt er sich eindeutig am besten fahren. fehler darf man allerdings auch nicht machen, fahrfehler verzeiht er kaum bis gar nicht. als echtes präzisionsinstrument macht er genau das, was er soll. und wenn’s falsch ist, dann macht er es auch – verzeihen, verschlucken tut er nix. man merkt auch jeden huckel der piste dementsprechend. das ist eben ein hochgezüchtetes sportgerät. und das heißt v.a.: er braucht kraft und konzentration – entspanntes gleiten ist damit nicht an der tagesordnung. schon kleine nachlässigkeiten, etwa in der haltung der knie, können sich unangenehm bemerkbar machen – das war für mich zunächst sehr gewöhnungsbedürftig. dafür belohnt er mit hervorragender stabilität bei jedem tempo: genauigkeit eben.

ganz unverdrossen und wie selbstverständlich beißt er sich aber an jedem hang fest. selbst bei den für eher ungünstigen verhältnissen im montafon (sehr harte grundlage, teilweise eisig) bleibt er überraschend gut zu kontrollieren und beherrschen. und auch carven kann er – wenn der fahrer es sich traut. ich schaffte das nur kurz: denn so zu fahren, ist anstrengend und brutal schnell – eigentlich schon fast waffenscheinpflichtig. denn dann dürfen weder andere skifahrer in die quere kommen noch unvorhergesehene löcher oder kanten in der piste auftauchen. echte carver-monos können das allerdings besser (und einfacher).

leider taugt die bei mir montierte tyrolia-bindung für diesen einsatzweck nur wenig (aber ich war ja noch nie ein großer freund der tyrolia …): immer wieder hatte ich das problem – obwohl ich sie fast am anschlag der einstellung habe – dass bei (beinah-)stürzen ein schuh an der spitze ein wenig verrutscht – noch in der bindung hält, aber nach außen verschoben ist. damit lässt sich dann, wenn man es nicht merkt und gleich korrigiert, wunderbar wieder auf die nase fallen, denn die nächste kurve wird dann zur echten überraschung. außerdem hat der monteur beim einen teil auch noch zu tief gebohrt – absoluter mist also. aber das wird sich hoffentlich bald ändern.

Geschrieben von matthias

6. Februar 2007 um 00:13

Abgelegt in freizeit

Schlagworte: , , , ,

Switch to our mobile site