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	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; soul</title>
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	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.</description>
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		<title>jazz oder was? die dritten jazztage des mainzer klangraums</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 20:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>zumindest der erste tag, beim zweiten abend konnte ich leider nicht dabei sein. aber die erste h&auml;lfte war schon ziemlich an- &#038; aufregend &#8211; genau wie es das lineup verhie&szlig;: triband, frau contra bass, daniel stelter band etc.</p>
<p>hier meine betrachtungen f&uuml;r die <a href="http://www.rhein-zeitung.de" target='blank' class="liexternal">mainzer rhein-zeitung</a>:<br />
Zwei Duos und zwei Quartette: Schon der Auftakt der dritten Klangraum-Jazztage Mainz bot ein reichhaltiges Programm: Mit Blue Snow, FrauContraBass, Triband und der Daniel-Stelter-Band war das Programm nicht nur gut vollgepackt, sondern auch sehr unterschiedlich best&uuml;ckt. Und einige Bekannte waren ja auch dabei, zusammen mit den neuen Gesichtern beim ausverkauften ersten Tag in der Showb&uuml;hne. Die Veranstalter vom Klangraum-Studio freut der wachsende Zuspruch, die am am Eingang vergeblich noch um Einlass bittenden vermutlich weniger. Ddenn sie verpassten wirklich einiges. Nach dem leisen, feinsinnig-versponnen Auftakt von Blue Snow, dem schweizerischen Percussionisten-Duo, das mit Marimbaphon, Vibraphon und auch auf dem umfunktionierten Ikea-Tisch Rhythmen aller m&ouml;glichen Herk&uuml;nfte ganz ohne schweizer Gem&uuml;tlichkeit mischte, war es aber mit der Ruhe und Gelassenheit ganz schnell vorbei.<br />
FrauContraBass, das andere Duo, erfreuten schon im letzten Jahr bei den Jazztagen. Auch jetzt hatten S&auml;ngerin Katharina Debus und Bassist Hanns H&ouml;hn wieder viel launige Musik dabei. Mit Stevie Wonder, Jamiroquai und vielen anderen widmen die beiden sich der Liebe – der k&ouml;rperlichen und der platonischen, der erf&uuml;llten und der versagten. Trotz der Reduktion des musikalischen Materials erzeugen sie gro&szlig;artige Effekte: H&ouml;hn schrammelt, zupft, klopft und reibt an allen Ecken und Enden seines Kontrabasses, Debus l&auml;sst ihre kr&auml;ftige, volle Stimme r&ouml;hren, scatten und schmeicheln.<br />
Auch die Daniel-Stelter-Band, die zum Schluss, gegen Mitternacht, als das Publikum schon anfing zu schw&auml;cheln, der Showb&uuml;hne einheizte, war im letzten Jahr schon zu Gast. Und immer noch scheinen die vier M&auml;nner &uuml;ber unersch&ouml;pfliche Energiereservoirs zu verf&uuml;gen. Die Rhythmusgruppe ist zwar personalidentisch mit der von Triband. Aber mit Ulf Kleiner an den Fender-Rhodes und Daniel Stelters sowie seiner E-Gitarre wird das ganz anders: Die druckvollen, knackig dr&ouml;hnenden Grooves werden mit dem Mut und der Kraft zu ganz schlichten, bet&ouml;renden Melodien gro&szlig;er Pr&auml;gnanz konfrontiert und erg&auml;nzt. Egal, ob als Hommage an einen HipHopper oder in der traurigen Geschichte eines untergehenden Papierb&ouml;tchens: Alles &uuml;berfl&uuml;ssige wird gnadenlos entsorgt, auf der Suche nach dem Optimum ihrer Musik ist das Quartett schon ziemlich nah am Ziel.<br />
Damit kn&uuml;pfen sie nicht nur personell an Triband an. Auch die machen nicht gerne viele unn&ouml;tige Worte und T&ouml;ne. Aber sie sind exaltierter, experimentierfreudiger. Ihre Mischung aus Pop, Jazz, Funk und einem reichlichen Schuss Soul ist dabei aber auch wunderbar ausgefeilt. Und live noch besser als im Studio: Noch pr&auml;ziser in den Stimmungen, noch genauer und auch noch konzentrierter, noch – was man kaum glauben mag – ein bisschen mehr entschlackt und zugleich gnadenlos fokussiert. Diese Strenge, gepaart mit der unb&auml;ndigen Freude – die Musiker scheinen oft noch mehr Spa&szlig; zu haben als das auch schon begeisterte Publikum – das ist so zwingend, so unbarmherzig richtig – und so wunderbar gut.<br />
Und es ist eine herrliche Erg&auml;nzung f&uuml;r die Jazztage und passt genau in deren Profil. Nach dem ersten Abend war ja noch nicht Schluss: Am Samstag ging es genauso bunt und umfangreich weiter – diesmal mit der Phoenix-Foundation und Lars Reichow, mit dem akustischen Jazz von Spaniol 4, dem elektronisch abgeschmeckten Kl&auml;ngen von „2 fishes in the big big sea“ und den hauseigenen Vibes.</p>
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