Einträge mit dem Schlagwort “roman”
Wahrheit oder Leben
Zwei Romane zum Preis von Einen. Oder auch nicht. Eigentlich ist ja doch nur einer, „Die Leinwand” von Benjamin Stein, der im „Turmsegler” auch ein sehr interessantes Blog hat. Aber er wird doppelt erzählt, mit Jan Wechsler und Amnon Zichroni als Zentren der jeweiligen Teile. Und damit auch jeder die Besonderheit merkt, sind die beiden […]
Juli Zeh, Corpus Delicti
… habe ich gelesen auf der Reise von Venedig zurück nach Mainz. Ein Thesenroman. Reinsten Wassers. Und durchaus oberster Güteklasse. Aber eben mit all den typischen Problemen — Man merkt die Absicht und ist verstimmt (oder so ähnlich). Nun hielt sich die Verstimmung bei mir extrem in Grenzen, weil ich dem Ziel Zehs, dem freien statt […]
jirgl erhält den feuchtwanger-preis
reinhard jirgl, in meinen augen einer der ganz wenigen ganz großen lebenden deutschen schriftsteller (in der bedeutung als sprach-künstler) erhält heute den lion-feuchtwanger-preis für historische romane. fast ein wenig ironisch, diese auszeichnung. denn auch wenn jirgls romane sich thematisch mit der vergangenheit beschäftigen (zwar nicht unbedingt in erster linie, wie es die pressemitteilung der akademie […]
„Das Thema:
… besser kein Thema. Thema war das Leben, so, wie es sein sollte. Das Leben, wie es nicht sein sollte, gab es ja schon.” (moritz von uslar, waldstein oder der tod des walter gieseking am 6. juni 2005, 121)
erste lesedrücke von den bieresch
soviel gleich vorweg: das (nämlich klaus hoffers bei den bieresch) ist ein seltsames, befremdliches buch. es entfaltet eine völlig andere welt — und doch auch wieder nicht. bieresch ist seltsames völkchen — schon die namen! alle sind sie mehrfach benannt, alle extrem mit bedeutung aufgeladen (aber auch wieder nicht, sie können sie verlieren, ändern, neue bekommen […]
einsamkeit und traurigkeit allerorten
so etwas gibt es wohl nur bei sibylle berg. auch ihr neuestes buch die fahrt (recht forsch und großzügig als „roman” etikettiert) kreist wieder um ihre ganz eigenen themen, die sie immer wieder neu aufgreift, neu abklopft und in ihrem lakonischen anti-stil vorführt: die einsamkeit des (post-) modernen menschen, das altern, das bewusstsein bzw. das […]