„Nächstens mehr.“

Literatur, Musik, Theater – die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.

Archiv für das Schlagwort ‘religion’

Unsinn haufenweise – aber schön geordnet

keine Kommentare

Das Periodensystem der Chemiker scheint in letzter Zeit (?) viele dazu zu verleiten, das auf andere Gegenstände zu übertragen – den Jazz zum Beispiel. Oder, wie ich jetzt bei Herrn Rau entdeckte, auf den gesammelten Unsinn unserer Zeit. Crispian Jago hat das entwickelt, für sein Blog „Sience, Reason and Critical Thinking“. Bei Herrn Rau übrigens sind gleich die üblichen Kommentare gekommen – das ginge doch nicht, die „richtigen“ Religionen mit so Sachen wie Holocaust-Leugnung und in einen Topf zu werfen.

Periodensystem des Unsinns

Geschrieben von matthias

19. Juli 2010 um 11:12

Abgelegt in diverses

Schlagworte: , , , ,

religiöse konservative sind dümmer als atheistische linke

keine Kommentare

zumindest haben sie offenbar einen niedrigeren intelligenz-quotienten. im durchschnitt natürlich. zu dem schluss kommt man, wenn man ergebnisse einer amerikanischen und einer englischen studie kombiniert. beide fanden leichte varianzen im iq, die mit der politischen einstellung signifikant korrelieren: die gruppe der sehr konservativen hat demnach einen iq-durchschnitt von 95, die der sehr progressiven einen von 106. ähnlich, wenn auch etwas geringer in der differenz, bei der differenzierung zwischen sehr religiös (97) und überhaupt nicht religiös (103). in der süddeutschen von heute hat christopher schraer das nett erzählt und mit kommentaren und erklärungsversuchen der psychologen garniert, z.B. von Detlef Rost:

Um progressiv zu sein, brauchen Menschen kognitive Leistungsfähigkeit. Wer immer im Bekannten bleibt, muss nicht viel überlegen.

(via papier-zeitung)
nachtrag: noch mehr dazu hat florian rötzer bei telepolis geschrieben: „Intelligente Menschen sind eher Atheisten und gehen nachts später schlafen“ (via @viertelnachvier)

Geschrieben von matthias

26. Februar 2010 um 13:27

Deutscher Alltag, 9. Januar 2010

2 Kommentare

Nein, es geht jetzt nicht um das Wetter, das ja nur ganz normaler Winter ist (also , auch wenn allerlei pseudojournalistische Medien gleich wieder Weltuntergangsszenarien konstruieren). Nein, hier geht es – wieder einmal – um den Grund, Samstag morgens die Süddeutsche zu lesen. Vor allem die Wochenendbeilage, von der ich im allgemeinen nicht besonders begeistert bin. Aber ein kleiner Text animiert mich immer wieder: Kurt Kisters „Deutscher “. Gottseidank ist (und hoffentlich bleibt) sie eine Kleinigkeit, eine Dreingabe – aber eine wunderbare. Auf größeres Format gezogen würde sie wahrscheinlich schnell unerträglich werden. So kann kk aber jede Woche ganz hervorragend seine ironische und satirische Ader ausleben. Und das ganze mit mehr oder weniger aktuellen Beobachtungen verknüpfen. Nicht immer sind das zwangsläufig grandiose Würfe. Aber immer sind sie niveauvoll und eröffnen neue Blicke.

Heute zum Beispiel steht da mitten in deneher harmlos-netten Betrachtungen zum „wilden Lesen“ ein wunderschöner (wenn auch gar nicht so wahnsinnig origineller) Satz:

Es ist immer richtig, das zu ändern, was bei Sloterdijk damit beginnen sollte, dass er sich endlich mal die Haar schneiden lässt.

Und dann geht es gleich weiter:

Sloterdijks Miniatur über den Scientology-Gründer Hubbard plus seine Grundsätzlichkeiten über die Nicht-Existenz von bringen einen zum Beispiel zu der Überlegung, was denn eigentlich Hubbard von Mohammed unterscheidet, und ob nicht vielleicht Tom Cruise und Osama bin Laden einen ähnliche Hang zur Vertikalität ausleben.

Ja, wenn man Kurt Kister heißt, dann kommt man offenbar auf solche herrlichen Ideen und Vergleiche.

Er schließt übrigens fast konventionell und absolut zustimmungsfähig: „Was für ein Abenteuer: Lesen.“ Deswegen: Samstags immer Kurt Kisters „Deutschen “ lesen. es ist ein Abenteuer, das Spaß mach. Bestimmt. Garantiert.

Geschrieben von matthias

9. Januar 2010 um 13:41

„‚Bindschädler, ich glaube, …

keine Kommentare

… daß uns heute weniger das Gesellschaftliche zu schaffen macht als vielmehr dieses Vakuum an Spiritualität, das uns sozusagen an den Rand eines kosmischen Abgrundes saugt‘, sagte Baur, lächelnd.“ (Gerhard Meier, Borodino, 114)

Geschrieben von matthias

4. Oktober 2009 um 20:27

Abgelegt in literatur

Schlagworte: , , , ,

„Denn letztlich ist der Dalai Lama

keine Kommentare

… nichts anderes als ein für Psychosomatiker, gescheiterte und andere Memmen, denen der aus dem eigenen Kulturkreis zu hart ist.“ (Adrian Kreye, Der Feuilletonist)

Geschrieben von matthias

6. August 2009 um 20:26

Abgelegt in diverses

Schlagworte: , , , ,

„Die Art, wie ein Theolog, …

keine Kommentare

… gleichgültig ob in Berlin oder in Rom, ein „Schriftwort“ auslegt oder ein Erlebnis, einen Sieg des vaterländischen Heers zum Beispiel unter der höheren Beleuchtung der Psalmen Davids, ist immer dergestalt kühn, dass ein Philolog dabei an allen Wänden emporläuft.“ (friedrich , der antichrist, 52)

Geschrieben von matthias

25. Juni 2009 um 13:45

Switch to our mobile site