Einträge mit dem Schlagwort “pop”
Überall nur Blau
Auch wenn der Einband ganz gelb ist: „Bluescreen” von Mark Greif ist ein fantastisches Buch. Mir war Greif ja noch unbekannt — eine echte Lücke. Die Essays, die er „Ein Argument vor sechs Hintergründen” untertitelte und die in der — von Greif mitherausgegebenen — Zeitschrift n+1 erschienen sind, drehen sich um Erscheinungen des modernen Lebens […]
teuflisch — oder auch nicht
die neue platte von kammerflimmer kollektief (ja, in diesem fall ist das wirklich eine platte — so viel nostalgie und klangextremismus muss bei dieser gruppe sein!) heißt „teufelskamin” das weckt bei mir weniger düstere als vor allem romantische assoziationen, so in der richtung des teufels im „freischütz” etwa. und auch wenn das natürlich eine ganz, […]
hans söllner wird alt
und ein bisschn depressiv. oder zumindest resignativ. wenn man sich „mei zuastand” anhört und das mit „im regen live” (meiner meinung nach wohl seine beste veröffentlichung), dann läuft’s einem fast kalt den rücken hinunter: das ist ein ganz anderer mensch, offenbar nur noch ein rest des einstigen mannsbilds. gebrochen klingt er, schwerfällig fast, wie er […]
Poppiger Barock: Händels Hallelujah aufgepeppt
Der erste Blick ist richtig erschreckend: „ss-p-t-pow“, „dang-dang-tsch-gang-g-dah-dab“ — das soll jetzt Händels Hallelujah sein? Dieses willkürliche Durcheinander von Pausen und Noten, von Punktierungen und Synkopen? Und diese sinnentleerten Laute? Ja, hinter dem scheinbaren Chaos steckt tatsächlich „das“ Hallelujah aus Händels „Messiah“. Allerding ganz leicht überarteitet: Eine Renovierung könnte man die Bemühungen Bernhard Hofmanns nennen. Denn […]
Singende Seelen
Wenn ein A-Cappella-Ensemble sich den Namen „Sjaella“, für „Seele“ gibt, kann man von der ersten CD schon einiges erwarten. Besonders beseelt singen die sechs jungen Sängerinnen auf ihrer Debüt-Aufnahme allerdings eher selten. Ein bisschen schade ist das, die technischen Möglichkeiten dazu hätte die Gruppe, die trotz der Jugend ihrer Mitglieder schön sechs Jahre gemeinsam singt, […]
est
„Dieses Eric Svensson Trio. Und diese Musik, das ist unglaublich. […] Da ist kein Ton, den ich nicht schon gehört hätte, der beutet alles aus, von Bill Evans bis Pat Metheny udn macht daraus so was angenehm … […] Es ist nicht richtig kuschelig. Die improvisieren, aber das ist keine richtige Improvisation. Selbst die Ekstatse […]