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	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; pop</title>
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	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.</description>
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		<title>wise guys: so viel nettigkeit &#8211; das kann doch nicht sein</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 18:27:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[sie nervt zumindest ein bisschen. aber bevor ich das l&#228;stern anfange, zun&#228;chst einmal den text, den ich f&#252;r die mainzer rhein-zeitung schrieb: Sie sind bringen alle zusammen: Singende Kinder, kreischende Teenies mit und ohne Eltern, alte Fans, die schon beim ersten Konzert dabei waren genau wie zahlreich neu enthusiasmierte, solche mit Partitur unterm Arm und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>sie nervt zumindest ein bisschen. aber bevor ich das l&auml;stern anfange, zun&auml;chst einmal den text, den ich f&uuml;r die <a href="http://www.rhein-zeitung.de" target='blank' class="liexternal">mainzer rhein-zeitung</a> schrieb:</p>
<p>Sie sind bringen alle zusammen: Singende Kinder, kreischende Teenies mit und ohne Eltern, alte Fans, die schon beim ersten Konzert dabei waren genau wie zahlreich neu enthusiasmierte, solche mit Partitur unterm Arm und diejenigen, die schon im Tour-T-Shirt erscheinen und signierte CDs als Troph&auml;en heimtragen. Bei den <a href="http://www.wiseguys.de" target="_blank" class="liexternal">Wise Guys</a> ist einfach jeder zu Hause. Und die f&uuml;nf sind &uuml;berall dort daheim, wo ein B&uuml;hne und einige gut gelaunte Zuh&ouml;rer zu finden sind. In Mainz passiert das &ouml;fters. Jetzt wieder mal in der Ph&ouml;nix-Halle, um ihr neues Album vorzustellen. Das hei&szlig;t „Klassenfahrt“ &#8211; ein wunderbarer, passender Titel f&uuml;r das Quintett. Die auch nicht mehr ganz so jungen Herren aus K&ouml;ln werden n&auml;mlich einfach nicht so richtig erwachsen. Daf&uuml;r haben sie viel zu viel Spa&szlig; am Rumalbern. Und am Singen. Und ganz besonders, wenn sie beides verbinden k&ouml;nnen. Zum Beispiel in der Rap-Parodie „Hamlet“, in der zumindest zwei aus ihrer Mitte, Sari und Ferenc, mal die ganz harten Kerle geben. Das erfordert einige Umstellung, denn eigentlich sind die Wise Guys viel zu nett f&uuml;r so etwas. Deshalb ist das auch nicht gerade der H&ouml;hepunkt des Konzertes. Davon gibt es aber mehr als genug andere – mit den alten Hits wie „Es ist nicht immer leich ich zu sein“ oder dem unvergessenlichen „Radio“. Aber auch mit neuer Musik und neuen Texten, wie immer vor allem von D&auml;n und Eddi.<br />
Denn, das zeigt „Klassenfahrt“ sehr sch&ouml;n, die Wise Guys bleiben sich treu. Und das hei&szlig;t, dass sie weiterhin sehr nette, hitverd&auml;chtige Popsongs schreiben. Dass sie die als A-Cappella-Gruppe halt ausschlie&szlig;lich mit ihren Stimmb&auml;ndern produzieren, ist da fast zuf&auml;llig. Und gar nicht so wichtig. Hauptsache, die gute Laune kommt. Daf&uuml;r brauchen sie nie viel: Eine eing&auml;ngige Melodie, ein unbedingt gereimter Text, etwas Augenzwinkern: Und fertig ist schon die Rock-Hymne „Latein“, die den Klassenprimus zum Helden macht. Zumindest f&uuml;r diesen Song. &Uuml;berhaupt ihr ungebrochener Optimismus. Das wird manchmal fast zu viel, wenn sie immer noch und wieder nur an das Gute glauben – selbst „Am Ende des Tages“, mag er noch so ruppig gewesen sein. Und das „Schlechte Karma“ wird nat&uuml;rlich auch umgehend &uuml;berwunden. Das sind eben die Wise Guys: unverdrossen gut drauf. Das es musikalisch einfallsreichere und stimmlich raffiniertere Gruppen gibt, macht da gar nix. Denn wenn die Wise Guys dann zum Beispiel „Wo der Pfeffer w&auml;chst“ anstimmen, k&ouml;nnten sie sich ganz entspannen und aufs pantominische Singen verlegen – das Publikum singt gerne und rundum begeistert an ihrer Stelle. Aber das tun sie nat&uuml;rlich nicht. Sondern legen noch einen Zahn zu und rocken auf der B&uuml;hne mal so richtig ab. Schlie&szlig;lich wollen ja alle Spa&szlig; haben – und das „ganz ohne Drogen“, wie es einmal hei&szlig;t. Aber irgendewie sind die Wise Guys doch auch eine Droge. Man kommt einfach nicht los von ihnen.</p>
<p>ja, so war das. und ich habe noch ein bisschen mehr dr&uuml;ber nachgedacht. vielleicht ist ja der erfolg der wise guys in deutschland das beste zeichen f&uuml;r ihr mittelma&szlig; &#8211; in zeit und ort &#8211;, f&uuml;r die zufriedenheit der musiker &amp; des publikums mit der bequemen mitte, dem ewigen sowohl-als auch: ein bisschen witz, ein bisschen nachdenklichkeit, ein bisschen gut, ein bisschen b&ouml;se, ein bisschen freud und ein bisschen leid. aber halt nichts richtig &#8230; nichts wirklich zu ende gedacht oder gef&uuml;hrt. und das nervt nach einer weile &#8211; mich zumindest: diese ewigen halbheiten, die &#8211; das unterstelle ich &#8211; durchaus berechnet, zumindest beabsichtigt sind: n&auml;mlich aus der orientierung am gr&ouml;&szlig;ten gemeinsamen nenner. die offensichtliche &auml;sthetische (und intellektuelle) belanglosigkeit ist die folge davon. und damit ist die musik nicht nur nachrangig, sondern auch voll zufrieden: das streben nach besonderem, nach au&szlig;ergew&ouml;hnlichem hat sie l&auml;ngst aufgegeben. das aber macht sie (fast) bl&ouml;dsinnig (ok, das ist vielleicht ein wenig hoch gegriffen) massenkompatibel. nur eben auch langweilig und vorhersehbar. da ist f&uuml;r mich einfach kein kitzel, kein reiz mehr dran &#8211; weder musikalisch noch inhaltlich irgend etwas &uuml;berraschendes, neues.</p>
<p>schon die besetzung weist ja darauf hin: f&uuml;nf m&auml;nnerstimmen &#8211; aber keine extreme. kein wirklich tiefer bass und kein ordetnlicher hoher tenor. auch keine beatbox oder wirklich gute vocal percussion. und, das ist die kehrseite, deswegen sind sie ja auch so wunderbar zum mitsingen geeignet. aber das liegt nat&uuml;rlich auch an den einfachst gebauten songs, den &uuml;bersichtlichen arrangements und vor allem den eing&auml;ngigen, unkomplizierten, eigentlich sogar simplen melodien.</p>
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		<title>jazz oder was? die dritten jazztage des mainzer klangraums</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 20:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[zumindest der erste tag, beim zweiten abend konnte ich leider nicht dabei sein. aber die erste h&#228;lfte war schon ziemlich an- &#038; aufregend &#8211; genau wie es das lineup verhie&#223;: triband, frau contra bass, daniel stelter band etc. hier meine betrachtungen f&#252;r die mainzer rhein-zeitung: Zwei Duos und zwei Quartette: Schon der Auftakt der dritten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>zumindest der erste tag, beim zweiten abend konnte ich leider nicht dabei sein. aber die erste h&auml;lfte war schon ziemlich an- &#038; aufregend &#8211; genau wie es das lineup verhie&szlig;: triband, frau contra bass, daniel stelter band etc.</p>
<p>hier meine betrachtungen f&uuml;r die <a href="http://www.rhein-zeitung.de" target='blank' class="liexternal">mainzer rhein-zeitung</a>:<br />
Zwei Duos und zwei Quartette: Schon der Auftakt der dritten Klangraum-Jazztage Mainz bot ein reichhaltiges Programm: Mit Blue Snow, FrauContraBass, Triband und der Daniel-Stelter-Band war das Programm nicht nur gut vollgepackt, sondern auch sehr unterschiedlich best&uuml;ckt. Und einige Bekannte waren ja auch dabei, zusammen mit den neuen Gesichtern beim ausverkauften ersten Tag in der Showb&uuml;hne. Die Veranstalter vom Klangraum-Studio freut der wachsende Zuspruch, die am am Eingang vergeblich noch um Einlass bittenden vermutlich weniger. Ddenn sie verpassten wirklich einiges. Nach dem leisen, feinsinnig-versponnen Auftakt von Blue Snow, dem schweizerischen Percussionisten-Duo, das mit Marimbaphon, Vibraphon und auch auf dem umfunktionierten Ikea-Tisch Rhythmen aller m&ouml;glichen Herk&uuml;nfte ganz ohne schweizer Gem&uuml;tlichkeit mischte, war es aber mit der Ruhe und Gelassenheit ganz schnell vorbei.<br />
FrauContraBass, das andere Duo, erfreuten schon im letzten Jahr bei den Jazztagen. Auch jetzt hatten S&auml;ngerin Katharina Debus und Bassist Hanns H&ouml;hn wieder viel launige Musik dabei. Mit Stevie Wonder, Jamiroquai und vielen anderen widmen die beiden sich der Liebe – der k&ouml;rperlichen und der platonischen, der erf&uuml;llten und der versagten. Trotz der Reduktion des musikalischen Materials erzeugen sie gro&szlig;artige Effekte: H&ouml;hn schrammelt, zupft, klopft und reibt an allen Ecken und Enden seines Kontrabasses, Debus l&auml;sst ihre kr&auml;ftige, volle Stimme r&ouml;hren, scatten und schmeicheln.<br />
Auch die Daniel-Stelter-Band, die zum Schluss, gegen Mitternacht, als das Publikum schon anfing zu schw&auml;cheln, der Showb&uuml;hne einheizte, war im letzten Jahr schon zu Gast. Und immer noch scheinen die vier M&auml;nner &uuml;ber unersch&ouml;pfliche Energiereservoirs zu verf&uuml;gen. Die Rhythmusgruppe ist zwar personalidentisch mit der von Triband. Aber mit Ulf Kleiner an den Fender-Rhodes und Daniel Stelters sowie seiner E-Gitarre wird das ganz anders: Die druckvollen, knackig dr&ouml;hnenden Grooves werden mit dem Mut und der Kraft zu ganz schlichten, bet&ouml;renden Melodien gro&szlig;er Pr&auml;gnanz konfrontiert und erg&auml;nzt. Egal, ob als Hommage an einen HipHopper oder in der traurigen Geschichte eines untergehenden Papierb&ouml;tchens: Alles &uuml;berfl&uuml;ssige wird gnadenlos entsorgt, auf der Suche nach dem Optimum ihrer Musik ist das Quartett schon ziemlich nah am Ziel.<br />
Damit kn&uuml;pfen sie nicht nur personell an Triband an. Auch die machen nicht gerne viele unn&ouml;tige Worte und T&ouml;ne. Aber sie sind exaltierter, experimentierfreudiger. Ihre Mischung aus Pop, Jazz, Funk und einem reichlichen Schuss Soul ist dabei aber auch wunderbar ausgefeilt. Und live noch besser als im Studio: Noch pr&auml;ziser in den Stimmungen, noch genauer und auch noch konzentrierter, noch – was man kaum glauben mag – ein bisschen mehr entschlackt und zugleich gnadenlos fokussiert. Diese Strenge, gepaart mit der unb&auml;ndigen Freude – die Musiker scheinen oft noch mehr Spa&szlig; zu haben als das auch schon begeisterte Publikum – das ist so zwingend, so unbarmherzig richtig – und so wunderbar gut.<br />
Und es ist eine herrliche Erg&auml;nzung f&uuml;r die Jazztage und passt genau in deren Profil. Nach dem ersten Abend war ja noch nicht Schluss: Am Samstag ging es genauso bunt und umfangreich weiter – diesmal mit der Phoenix-Foundation und Lars Reichow, mit dem akustischen Jazz von Spaniol 4, dem elektronisch abgeschmeckten Kl&auml;ngen von „2 fishes in the big big sea“ und den hauseigenen Vibes.</p>
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		<title>„YouTube hat das Beatboxen revolutioniert“</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 18:25:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Raue Industriekl&#228;nge mischen sich hier mit feinsten Harmonien &#8211; der Vocal Jazz Summit in der Mainzer Ph&#246;nixhalle bringt reine T&#246;ne in eine eher ungem&#252;tliche Gegend. Aber die S&#228;nger und Fans sind ja nicht gekommen, die Aussicht zu bestaunen. Sondern zu arbeiten, zu lernen und vor allem ganz viel Vocal Jazz zu h&#246;ren. In allen Facetten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Raue Industriekl&auml;nge mischen sich hier mit feinsten Harmonien &#8211; der <a href="http://vocal-jazz-summit.de/" title="vocal jazz summit" target="_blank" class="liexternal">Vocal Jazz Summit</a> in der Mainzer <a href="http://www.phoenix-halle.de/" target="_blank" class="liexternal">Ph&ouml;nixhalle</a> bringt reine T&ouml;ne in eine eher ungem&uuml;tliche Gegend. Aber die S&auml;nger und Fans sind ja nicht gekommen, die Aussicht zu bestaunen. Sondern zu arbeiten, zu lernen und vor allem ganz viel Vocal Jazz zu h&ouml;ren. In allen Facetten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Mittendrin in dem Gewusel schlendert Tobias Hug gelassen vom Studioraum zur Kaffeetheke, vom Foyer auf die gro&szlig;e B&uuml;hne. Der auf den ersten Blick unscheinbare, zur&uuml;ckhaltende Bass der <a href="http://www.swinglesingers.com" title="the swingle singers" target="_blank" class="liexternal">Swingle Singers</a> ist eine der zentralen Figuren des Summits, der nach der Premiere 2005 zum zweiten Mal in Mainz stattfindet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Hug, immer eine schicke Kappe auf dem kahlen Kopf, hat seine Arbeit n&auml;mlich schon vor dem eigentlichen Beginn angefangen. Drei Tage hat er mit drei Kollegen und 28 Lernwilligen die Masterclass „Beatbox and Beyond“ in der Mainzer Hochschule f&uuml;r Musik auf die Beine gestellt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Es war ungeheuer intensiv. Und es hat wahnsinnig viel Spa&szlig; gemacht. Wir hatten eine ganz starke Eigendynamik, die Gruppe hat sich ganz schnell zusammengefunden. Und was uns besonderen Spa&szlig; gemacht hat: Wir haben noch nicht zusammen gearbeitet, das war auch f&uuml;r uns ein neues Konzept.“ Wir, das sind die vier Dozenten: Neben Hug sein Bass-Kollege bei den Swingle Singers, Kevin Fox, dazu der belgische Beatboxer und Vize-Weltmeister <a href="http://www.myspace.com/the_original_roxorloops" target="_blank" class="liexternal">RoxorLoops</a> und der Franzose Jérôme Colloud, ein Akrobat nicht nur der Stimme.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Erstmals haben wir hier mit Dozenten aus verschiedene Richtungen gearbeitet“, erz&auml;hlt Hug: „Hip-Hop, Vocal-Jazz, Theater: die verschiedensten  Improvisationstechniken waren hier vertreten. Und nat&uuml;rlich spielte das Beatboxen eine besondere Rolle, aber wir haben auch viel mit anderen Improvisationsmodellen gearbeitet, mit circle songs oder Techniken aus der Theaterimprovisation. Unser Ziel war immer, abwechslungsreich zu bleiben und doch zu etwas Gemeinsamen zu kommen.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="background: transparent none repeat scroll 0% 0%; -moz-background-clip: border; -moz-background-origin: padding; -moz-background-inline-policy: continuous;">Die Masterclass lebte auch von ihrer bunten Zusammensetzung &#8211; von Hip-Hop-Kids bis zu gestandenen Chorleitern und Musiklehrern war so ziemlich alles vertreten. Und alle waren nicht nur musikalisch neugierig und offen: „Wir haben ungeheuer viel zur&uuml;ckbekommen von den Teilnehmern, die haben sich gut miteinander verstanden. Und die Experimentierfreude hat uns immer wieder &uuml;berrascht. Vor allem aber die gro&szlig;en Entwicklungen in diesen drei Tagen, wie wirklich alle sehr bald ihre Hemmungen fallen gelassen haben – das war wirklich toll. Denn am Anfang ist man nat&uuml;rlich scheu, es klingt ja auch etwas albern zun&auml;chst, wenn man es noch nie gemacht hat – aber in der Masterclass haben alle diese Scheu abgelegt.“ Das Abschlusskonzert, zugleich offizieller Beginn des eigentlichen Summits, war zwar fast eine reine Insider-Sache, konnte den Enthusiasmus Tobias Hugs aber gut belegen: Die Dozenten traten kaum mehr in Erscheinung, die Gruppe steuerte sich selbst durch verschiedene Improvisationen, in Gruppen und solistisch, im Circle Song und dem Hip-Hop-Break.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Aber wie kommt man als Schulmusikstudent in Trossingen &uuml;berhaupt zu den Swingle Singers? Und zum Beatboxen?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Ich habe in einer a-cappella-Gruppe gesungen, die sich aus dem <a href="www.jazzchorfreiburg.de" target="_blank" class="liinternal">Jazzchor Freiburg</a> entwickelt hat. Da war ich Bass und habe angefangen, gleichzeitig Beats zum Bass dazu zu machen. Dann hat mich das so interessiert und fasziniert, das ich nach allem gesucht habe, was ich irgendwie finden konnte und habe einen Beatbox-Workshop in &Ouml;sterreich mitgemacht. Gleichzeitig war dort auch ein Swingle-Singers-Workshop. Da habe ich die Swingle Singers kennen gelernt und gemeint, wenn ihr mal einen Bass braucht, meldet euch. Damals studierte ich noch Schulmusik in Trossingen. Sechs Monate sp&auml;ter hatte ich – am Tag meiner Zwischenpr&uuml;fung –  das erste Vorsingen in London …“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Seit 2001 ist er jetzt Bass bei dem wohl dienst&auml;ltesten Vocal-Jazz-Ensemble der Welt. Und inzwischen auch k&uuml;nstlerischer Leiter des Ensembles.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&Uuml;berhaupt hat er schon viel gemacht – Anthropologie studiert, Gesch&auml;ftsmann mit eigenem Unternehmen zum Import von Computerteilen gewesen, als Koch gearbeitet – und dann doch der Entschluss: „Ich muss es mit der Musik probieren. Wenn es nicht klappt – okay. Aber bisher l&auml;uft es ganz gut. Es kann also gut sein, dass das deutsche Beamtentum mich f&uuml;r immer verloren hat.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Inzwischen ist er trotzdem eine Art Lehrer geworden. Denn immer &ouml;fter l&auml;sst er andere, junge S&auml;nger und Ensembles an seinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben – da geht es l&auml;ngst nicht nur um das Beatboxen, sondern auch um klassische Ensembletechniken oder verschiedene Methoden des Obertongesangs. Auch das ist typisch f&uuml;r Tobias Hug: „Ich habe halt schon immer, von Kindesbeinen an, ganz viel mit der Stimme einfach experimentiert und rumgespielt.“ Grenzen gibt es da kaum noch.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„YouTube hat das Beatboxen wirklich revolutioniert: Zum Einen kennt jetzt fast jeder Beatboxen. Dann hat es das Beatboxen auch in den Mainstream geschafft – Bj&ouml;rk, Justin Timberlake, DSDS – &uuml;berall findet man sie jetzt.“ Er selbst hat noch ohne das hilfreiche Internet-Videoportal gelernt – mit einer amerikanischen VHS-Kassette und vielen direkten Kontakten zu Beatboxern. Aber Tobias Hug ist doch immer noch in erster Linie Bass, kein reiner Stimmakrobat: „Das Interessante beim Beatboxen ist dann eigentlich, es nicht nur als so ein Gimmick zu benutzen, als etwas Witziges, als Partytrick, sondern wirklich Musik damit zu machen, das Beatboxen also auch musikalisch weiterzuentwickeln. Oder es vern&uuml;nftig in ein Ensemble einzubauen. Das sind zwei v&ouml;llig verschiedene Disziplinen, das Solo-Beatboxing im Hip-Hop-Style mit seinen Battles und Shows und die Vocal Percussion in einem a-cappella-Ensemble. Und da habe ich einfach viel Erfahrung, wie man Vokal-Schlagzeuger ist in einer Band.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schlie&szlig;lich ist er ja inzwischen seit acht Jahren die eine H&auml;lfte des tiefen Viertels der Swingle Singers. Was unterscheidet die Arbeit in einer solchen Gruppe also vom Solisten?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Die Technik ist schon dieselbe, aber viel st&auml;rker zur&uuml;ckgenommen: Man macht einen Groove, vielleicht noch ein paar Variationen, w&auml;hrend der Solo-Beatboxer viel st&auml;rker mit elektronischen Soundimitationen aus allen Bereichen der Musik arbeiten wird. Vokalschlagzeuger benutzt dann oft wirklich nur die vier, f&uuml;nf Kl&auml;nge des Schlagzeugs – mehr nicht.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Und die sind in ihren Grundz&uuml;gen schnell gelernt: In mehreren Workshops gaben die Masterclass-Dozenten beim Vocal Jazz Summit noch einmal eine ganz kurze Einf&uuml;hrung in das Beatboxing f&uuml;r alle: Den Aufbau der Grooves aus den einzelnen Instrument des Schlagzeugs, das bewusste Kombinieren von Bass Drum, Snare, Hi-Hat und Toms nicht nur so, dass es groovt, sonder auch so, dass gen&uuml;gend Luft zum Durchhalten bleibt. Und dann muss man nur noch &uuml;ben – die Grundlagen sind nicht schwer.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Aber nat&uuml;rlich bot auch der Vocal Jazz Summit mehr als reine Vocal Percussion. Sehr viel mehr sogar. Neben den gro&szlig;en Konzerten mit Top Acts aus der ganzen Welt &#8211; den Swingle Singers, The Real Group, Manhattan Transfer &#8211; eine Menge (noch) nicht so ber&uuml;hmter Ensembles, Nachwuchsgruppen aus ganz Europa – nicht unbedingt viel schlechter, wenn &uuml;berhaupt. F&uuml;r jede Menge Abwechslung im Stil und Repertoire, f&uuml;r Gruppen von solistischen Ensembles bis zur vokalen Big Band war so gesorgt. Eine Menge Anregungen also, diese internationale Leistungsschau des Vocal Jazz, eine Menge Stoff f&uuml;r die Ohren – danach braucht man erst einmal Pause.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die gab’s aber nicht. Denn selbst zwischen Nachmittags- und Abendkonzert, zwischen morgendlichem Workshop und mitt&auml;glichem Coaching ist da ja auch noch das zentrale Zelt vor der Ph&ouml;nixhalle, wo sich alle Welt wieder trifft, um beim Kaffee weiter zu machen, das Geh&ouml;rte zu diskutieren und Kontakte zu kn&uuml;pfen. Und dann waren da ja auch noch die Workshops &#8211; eher theoretisches zum Proben, Arrangieren und Dirigieren von Vocal Jazz-S&auml;tzen mit Stephen Zegree oder Bertrand Gr&ouml;ger (der seine Loop-Songs auch in den abendlichen Konzerten mit dem Publikum zelebrierte) und anderen oder etwa eine Einf&uuml;hrung in die Arrangements Gene Puerlings von Jesper Holm. Die Teilnehmer waren daf&uuml;r teilweise weit angereist – aus ganz Deutschland sowieso, aus den Niederlanden, Belgien, der Schweiz. Und auch aus dem Iran: Das Teheran Vocal Ensemble, gerade in Europa auf verschiedenen Festivals unterwegs, nutzte die Chance, sich in einem der angebotenen Coachings durch die Real Group und die Swingle Singers noch einen Feinschliff beim gro&szlig;en Vorbild aus England abzuholen. Mehdi Abtahi war ganz begeistert: „Die haben diese Art der Musik bei uns &uuml;berhaupt erst bekannt gemacht. Und jetzt konnten wir von ihnen lernen – das war sehr hilfreich und hat uns gro&szlig;en Spa&szlig; gemacht.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Niveau war nicht nur in den Konzerten hoch – auch in den Coachings offenbarten so einige Amateurgruppen professionelles K&ouml;nnen. Tobias Hug beobachtet das auch von London aus: „Ich sehe, dass sich in den letzten f&uuml;nf, sechs Jahren hier viel getan hat, dass viele Gruppen nicht nur den Schritt in die Professionalit&auml;t geschafft haben, sondern richtige Stars sind.“ Und dass die Entwicklung auch in die Breite geht: „Die Leute wollen eben singen – und a-cappella ist unschlagbar, vor allem im Live-Kontext: Die Stimme ist das Unmittelbarste &uuml;berhaupt um mit dem Publikum in Kontakt treten. Die Menschen wollen singen, aber nicht mehr im Kirchenchor – da entwickeln sich eben Jazz-, Pop- und Gospelch&ouml;re. Vielleicht h&auml;ngt das auch mit dem Beatboxen zusammen. Aber a-cappella war schon immer cool. Nur haben&#8217;s die Leute noch nicht gewusst. Und jetzt merken sie es.“ Und damit verabschiedet sich Tobias Hug. Er hat noch viel vor – ein weiterer Workshop wartet, dann der Soundcheck und das gro&szlig;e Konzert der Swingle Singers.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">(geschrieben f&uuml;r die <a href="http://www.dcvg.de/neuechorzeit/chorzeit.html" target='blank' class="liexternal">Neue Chorzeit</a>)</p>
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		<title>spuren der hoffnung: rock in der (katholischen) kirche</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 13:08:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[An Material l&#228;sst es Markus Sch&#246;llhorn nicht mangeln. Der Partitur seiner Rockmesse mit dem sch&#246;nen Titel „Spuren der Hoffnung“, die er f&#252;r den Deutschen Katholikentag 1998 in Mainz geschrieben hat, ist eine ganze Liste an vorliegenden Ausgaben und Stimmen beigef&#252;gt. Und dann ermuntert der Komponist auch noch zum Experimentieren. Dabei bietet die Messvertonung, deren deutsche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">An Material l&auml;sst es Markus Sch&ouml;llhorn nicht mangeln. Der Partitur seiner Rockmesse mit dem sch&ouml;nen Titel „Spuren der Hoffnung“, die er f&uuml;r den Deutschen Katholikentag 1998 in Mainz geschrieben hat, ist eine ganze Liste an vorliegenden Ausgaben und Stimmen beigef&uuml;gt. Und dann ermuntert der Komponist auch noch zum Experimentieren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dabei bietet die Messvertonung, deren deutsche Texte von Martina Beckmann und Sibylle Brandl und anderen stammen, schon von alleine viel Abwechslung. Sch&ouml;llhorn spielt mit den verschiedensten Kompositionsmustern aus dem Sacro-Pop und seinen Verwandten, etwa mit dem homophonen, fast klassischen vierstimmigen Satz des Vater Unser, dem Reggae des Sanctus (inklusive sehr athmosph&auml;rischem Intro) oder dem ausgesprochen lebendig-vibrierenden Credo, das vor Zuversicht geradezu strahlt. Und doch immer bleibt auch noch gen&uuml;gend Raum f&uuml;r Adaptionen und Improvisationen. Noch nicht einmal eine Band ist f&uuml;r die Rockmesse unbedingt notwendig – empfehlenswert w&auml;re sie allerdings schon. Aber alternativ gibt es auch eine Orgelstimme, eine Blechbl&auml;sersatz oder eine Ausgabe f&uuml;r kammermusikalisches Ensemble.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">F&uuml;r die S&auml;nger ist das insgesamt gar nicht so sehr schwer – man muss sich nur ein bisschen trauen und darf nicht zu sch&uuml;chtern sein. Und mit ordentlich Schwung an die Sache heran gehen. Die Messe tr&auml;gt ihren Titel &uuml;brigens sehr zu recht: Hoffnung, Aufbruchstimmung, Kraft und Zuversicht sind hier &uuml;berall nicht nur in Spuren zu finden – sie pr&auml;gen Text und Musik, Melodie und Arrangement durch und durch.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Markus Sch&ouml;llhorn: <a href="http://www.carus-verlag.com/index.php3?BLink=KKArtikel&amp;ArtikelID=30139" title="spuren der hoffnung" target="_blank" class="liexternal">Spuren der Hoffnung. Eine Rockmesse</a>. <a href="http://www.carus-verlag.com/" title="carus-verlag" target="_blank" class="liexternal">Carus</a> 97.300 (Partitur), 97.300/05 (Chorpartitur)</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">(geschrieben f&uuml;r die <a href="http://www.dcvg.de/neuechorzeit/chorzeit.html" target='blank' class="liexternal">Neue Chorzeit</a>)</p>
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		<title>schleichende begeisterung</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 15:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ich h&#246;re ja, das ist eine art gest&#228;ndnis, element of crime recht gerne. insbesondere seit &#8222;romantik&#8220; haben sie es mir immer angetan. ein etwas s&#252;ndiges begehren ist das, weil ich sonst eigentlich eher etwas komplexere, avancierte &#228;sthetische programme und konzepte sch&#228;tze. aber manchmal ist so ein bisschen seichter pop auch nicht schlecht ;-). denn auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich h&ouml;re ja, das ist eine art gest&auml;ndnis, <em>element of crime </em>recht gerne. insbesondere seit &#8222;romantik&#8220; haben sie es mir immer angetan. ein etwas s&uuml;ndiges begehren ist das, weil ich sonst eigentlich eher etwas komplexere, avancierte &auml;sthetische programme und konzepte sch&auml;tze. aber manchmal ist so ein bisschen seichter pop auch nicht schlecht ;-). denn auch wenn gerade die texte immer wieder sehr gepriesen werden &#8211; im grunde bleibt es alles sehr harmlos hier.</p>
<p>das neueste album, &#8222;immer da wo du bist bin ich nie&#8220;, schien mir dann aber zun&auml;chst, beim ersten und zweiten h&ouml;ren, doch arg platt geraten. aber, das ist das gemeine bei <em>element of crime </em>der letzten jahre, sie schleichen sich doch in die gunst der h&ouml;rer ein. inzwischen hat mich auch die neue cd ziemlich gepackt. die musik ist ja im gro&szlig;en und ganzen immer noch dieselbe &#8211; ein bisschen mehr tex-mex-ankl&auml;nge, aber sonst bleibt es beim bew&auml;hrten sound. aber eben ziemlich gut gemacht:  eing&auml;ngige, sehr eing&auml;ngige melodien, nett harmonisiert, tight gespielt, ohne irgend jemand zum widerspruch aufzuregen &#8211; deutsche konsensmusik at it&#8217;s best &#8230; die texte, zun&auml;chst, hatte mich ziemlich genervt: dieses bem&uuml;hen um kunstvolle naivit&auml;t, diese wollen um jeden preis, das aus fast jeder zeile spricht &#8211; nervig.</p>
<p>thematisch ist das nat&uuml;rlich extrem einfallslsos &#8211; der plattentitel [ein fast-zitat &uuml;brigens des ersten verses von <em>delmenhorst</em> vom <em>mittelpunkt der welt</em>], zugleich liedtitel #6 (auch da ohne komma), verr&auml;t eigentlich alles. aber das <em>element of crime</em> vorzuwerfen ist ungef&auml;hr so sinnvoll wie den metzger daf&uuml;r anzuklagen, dass er keinen k&auml;se verkauft. da sind es halt doch dann doch die &#8222;netten&#8220; formulierungen, die es wieder rausrei&szlig;en, die ins bewusstsein einsickern und zunehmend zustimmung und freude hervorrufen &#8230; aber genau auf das einsickern kommt es offenbar an: beim ersten h&ouml;ren ist das nicht unbedingt auff&auml;llig, vieles geht glatt vor&uuml;ber (und je nach stimmung ist man, d.h. bin ich, gelangweilt oder genervt). an vielen feinheiten erfreut man sich erst beim x-ten h&ouml;ren. und das ist wiederum ein gro&szlig;er vorzug der <em>element-of-crime</em>-musik: sie vertr&auml;gt das ofte h&ouml;ren erstaunlich gut. weil sie, trotz ihre bescheidenen &auml;sthetik und scheinbaren stromlinienf&ouml;rmigkeit, gen&uuml;gend details daf&uuml;r bietet.</p>
<p>inzwischen bin ich schon fast begeistert &#8230; es gibt auf jeden fall schlimmeres, als das zu m&ouml;gen.</p>
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		<title>neue verweise vom 7.4.2009</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 19:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[My Brightest Diamond - Hans Wollschl&#228;ger &#8211; „Bibliographie Hans Wollschl&#228;ger“ von Thomas K&#246;rber. triband &#8211; jazz-pop-irgendwas STUDNITZKY &#124; Jazz &#38; more &#8211; sebastian studnitzky (u.a. triband-mitglied) Friedliche Revolution.de &#8211; 2009 j&#228;hren sich die &#8222;Friedliche Revolution&#8220; in der ehemaligen DDR und der Umbruch in Osteuropa zum zwanzigsten Mal. Gedenkfeiern, politische Debatten, Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt, Filmpremieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://www.mybrightestdiamond.com/" class="liexternal">My Brightest Diamond</a> -</li>
<li><a href="http://www.hans-wollschlaeger.de/" class="liexternal">Hans Wollschl&auml;ger</a> &#8211; „Bibliographie Hans Wollschl&auml;ger“ von Thomas K&ouml;rber.</li>
<li><a href="http://www.triband-music.de/triband_deutsch.html" class="liexternal">triband</a> &#8211; jazz-pop-irgendwas</li>
<li><a href="http://www.studnitzky.de/studnitzky/d/frameset.html" class="liexternal">STUDNITZKY | Jazz &amp; more</a> &#8211; sebastian studnitzky (u.a. triband-mitglied)</li>
<li><a href="http://www.friedlicherevolution.de/index.php" class="liexternal">Friedliche Revolution.de</a> &#8211; 2009 j&auml;hren sich die &#8222;Friedliche Revolution&#8220; in der ehemaligen DDR und der Umbruch in Osteuropa zum zwanzigsten Mal. Gedenkfeiern, politische Debatten, Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt, Filmpremieren und zahlreiche Events stehen an.Das Onlineportal FriedlicheRevolution.de begleitet diese &ouml;ffentliche Auseinandersetzung kritisch, ordnet Publikationen ein und bietet einen &Uuml;berblick &uuml;ber die wichtgsten Veranstaltungen.
<p>- ganz nett gemacht &#8230;</li>
</ul>
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		<title>jazz im klangraum: jazztage mainz, tag 1</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 12:26:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim ersten Mal h&#228;tte es noch Gl&#252;ck sein k&#246;nnen, beim zweiten Mal kann der Erfolg der Jazztage Mainz kein Zufall mehr sein. Acht Bands in zwei Tagen ist eine Menge Musik, aber im „Klangraum“, wie die Organisatoren sich nennen, ist Platz f&#252;r vieles. Musikalische Grenzen sind hier l&#228;ngst aufgehoben. So war es auch beileibe kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim ersten Mal h&auml;tte es noch Gl&uuml;ck sein k&ouml;nnen, beim zweiten Mal kann der Erfolg der Jazztage Mainz kein Zufall mehr sein. Acht Bands in zwei Tagen ist eine Menge Musik, aber im „Klangraum“, wie die Organisatoren sich nennen, ist Platz f&uuml;r vieles. Musikalische Grenzen sind hier l&auml;ngst aufgehoben. So war es auch beileibe kein reines Jazz-Festival, der Pop nahm auch geh&ouml;rigen Raum ein.<br />
Den Anfang machte das sehr relaxte „Diethelm Duo“. Mit der Besetzung Fender Rhodes und Saxophon spielten sie angenehm entspannte Kompositionen mit un&uuml;berh&ouml;rbaren Wurzeln im West-Coast-Cool-Jazz. Ihre fein gewobenen, durchaus mal psychedelisch angehauchten klar strukturierten Songs gleichen dabei Ausfl&uuml;ge in vertr&auml;umte Gegenden.<br />
Das Quartett um den Gitarristen Daniel Stelter, dass die B&uuml;hne danach eroberte, f&uuml;hrte in ganz andere Regionen. Denn sie heizten unbarmherzig ein, als w&uuml;rden sie schon ewig zusammen spielen. Dabei waren die Jazztage ihr erster Live-Auftritt &uuml;berhaupt, bisher spielten sie nur im Studio zusammen. Unerbittlich groovten sie mit allen Mitteln und entpuppten sich dabei als echte Klang-Extremisten. Vom ersten Ton jedes neuen St&uuml;ckes an verfolgten sie die Eskalation ihres knackigen Sounds mit enormer Konsequenz. Die Rasanz, mit der diese Mischung aus Jazz, Fusion und hartem Rock von einem Extrem ins andere kippt, war beeindruckend. Genauso wie die Sicherheit, mit der die vier jungen Musiker das mit vollem K&ouml;rpereinsatz vom wippenden Fu&szlig; bis zur exaltierten Mimik umsetzten.<br />
FrauContraBass verhie&szlig; dann erst einmal wieder kammermusikalische Entspannung. Aber von wegen: Auch das Duo von S&auml;ngerin Katharina Debus und Bassist Hanns H&ouml;hn lie&szlig; kaum Luft zum Ausruhen. Daf&uuml;r hatten ja auch die reichlich dimensionierten Umbaupausen gen&uuml;gend Gelegenheit gegeben. Auf die Idee muss man freilich erst einmal kommen, mit Bass und Gesang ausgesuchte Perlen der Popgeschichte neu zu interpretieren. Stevie Wonder hat diese artistische Duo genauso auf dem Programm wie Michael Jackson oder Britney Spears. Und weil Debus eine sehr wandlungsf&auml;hige S&auml;ngerin auch ohne Text ist und H&ouml;hn seinen Kontrabass auch mal zum Schlagzeug verwandelt, funktionierte das wunderbar.<br />
Funktionieren trifft auch die Vorgehensweise von „Trance Groove“ sehr genau. Die sieben Musiker um den Schlagzeuger Stefan Krachten grooven mit schamlosem Ekkletizismus und gnadenloser guten Laune seit &uuml;ber f&uuml;nfzehn Jahren durch Jazz, Rock und Funk. Und sie klingen immer noch frisch und unverbraucht, voller Ideen und vor allem Spontaneit&auml;t und echter Kraft – auch in der Showb&uuml;hne Mainz. Ein wirklich mitrei&szlig;ender und fetziger Abschluss des Abends – f&uuml;r die Jazztage Mainz allerdings gerade einmal die Halbzeit, denn auch der Samstag war ja wieder voller Musik.</p>
<p>(geschrieben f&uuml;r die <a href="http://www.rhein-zeitung.de" target='blank' class="liexternal">mainzer rhein-zeitung</a>)</p>
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		<title></title>
		<link>http://matthias-mader.de/literatur/z713/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 19:32:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[meinecke]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8222;Wie schwierig es doch im nachhinein ist, jammere ich meiner Schwester vor, die innovativen Momente, in denen sich gesellschaftliche Errungenschaften sonisch, n&#228;mlich immer zuerst in der Musik ank&#252;ndigen, auch ihre produktiven Widerspr&#252;che, weniger retrospektiv als in historisch zeitgen&#246;ssischer Perspektive, nachzuvollziehen respektiven, in Anspielung auf mein endlich zu realisierendes Buchprojekt, narrativ zu rekonstruieren.&#8220; &#8212; Thomas Meinecke, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&bdquo;Wie schwierig es doch im nachhinein ist, jammere ich meiner Schwester vor, die innovativen Momente, in denen sich gesellschaftliche Errungenschaften sonisch, n&auml;mlich immer zuerst in der Musik ank&uuml;ndigen, auch ihre produktiven Widerspr&uuml;che, weniger retrospektiv als in historisch zeitgen&ouml;ssischer Perspektive, nachzuvollziehen respektiven, in Anspielung auf mein endlich zu realisierendes Buchprojekt, narrativ zu rekonstruieren.&ldquo; &mdash; Thomas Meinecke, Musik, 34</p>
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		<title>alles wieder geschlossen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Nov 2007 08:05:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[nein, so hei&#223;t es gerade nicht: &#8222;alles wieder offen&#8221; behauptet das neue album (phase 3 der supporter-zeit) der einst&#252;rzenden neubauten. aber leider stimmt das immer weniger. das letzte war ja noch als versuch in die richtige richtung warzunehmen (nachdem perpetuum mobile auch schon nicht mehr die kraft der fr&#252;hen en hatte). aber das wird jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>nein, so hei&szlig;t es gerade nicht: &bdquo;alles wieder offen&rdquo; behauptet das neue album (phase 3 der supporter-zeit) der <a href="http://www.neubauten.org" class="liexternal">einst&uuml;rzenden neubauten</a>. aber leider stimmt das immer weniger. das letzte war ja noch als versuch in die richtige richtung warzunehmen (nachdem perpetuum mobile auch schon nicht mehr die kraft der fr&uuml;hen en hatte). aber das wird jetzt immer schlimmer.</p>
<p>blixa bargeld dreht mittlerweile total ab in die rolle des po&egrave;te maudit. er kann sie aber dummerweise nicht wirklich ausf&uuml;llen: klischee &uuml;ber klische &uuml;ber klischee h&auml;ufen seine texte inzwischen. das war ja schon eine weile abzusehen. aber inzwischen strahlt diese haltung auch auf die musik aus. und er scheint die gruppe immer mehr zu dominieren. entt&auml;uschend vor allem bass von alex hacke &#8211; das ist v&ouml;llig belanglos geworden.</p>
<p>das schlimmste daran ist vor allem die permanente bildungshuberei der texte und ihre platte metaphorik, die immer so tut, als sei sie gro&szlig;e kunst. ein paar beispiele? gerne doch. &bdquo;enklave meiner wahl&rdquo; in &bdquo;nagorny karabach&rdquo; ist zun&auml;chst &#8211; was f&uuml;r eine &uuml;berraschung &#8211; die &bdquo;enklave meines herzens&rdquo; &#8211; aber mehr als diese parallelisierung bringt das ganze lied nicht fertig. ja, es ist wirklich ein lied. und selbst klang ist inzwischen fast radiokompatibel, so beliebig. und romantisch verkl&auml;rt immer wieder. das klingt ganz einfach viel zu &bdquo;normal&rdquo;, nach standard-instrumenten &#8211; auch wenn bargeld betont, dass das alles &bdquo;authentisch&rdquo; sei: &bdquo;Jeder Ton basiert auf einem nat&uuml;rlichen Klang, nicht auf Computersounds, auch wenn esich das mitunter so anh&ouml;rt.&rdquo; (in einem ziemlich schlechten interview mit dirk peitz in der s&uuml;ddeutschen zeitung vom 30. oktober 2007) &#8230; es gibt keine ausbr&uuml;che mehr &#8211; unvorstellbar, dass die heute noch mit flex und schwei&szlig;ger&auml;t auf die b&uuml;hnen gingen: sie werden halt auch &auml;lter.</p>
<p>und so mittelm&auml;&szlig;ig geht es eigentlich durchweg weiter: &bdquo;ich hatte ein wort / ein langes, selbstgezimmertes wie eine Rinne, mit R&auml;dern / schmal wie ein Einbaum, oder etwas das Zement leiten soll / ein Modell zwar, windschnittig und windschief, aber meins&rdquo; &#8211; so f&auml;ngt &bdquo;ich hatte ein wort&rdquo; an &#8211; grausam. und primitiv &#8211; auch der schluss: &bdquo;ich gebs nimmermehr preis&rdquo;</p>
<p>&bdquo;von wegen&rdquo; hat immerhin noch einige ahnungen und ankl&auml;ge fr&uuml;herer ideen, des fr&uuml;her strahlenden spieltriebs, der entdeckerfreude der &bdquo;wahren&rdquo; eint&uuml;rzenden neubauten. und endlich werden auch einmal rossolo und martinetti zitiert &#8211; aber derma&szlig;en platt, mit derma&szlig;en grausam-peinlich-primitven ger&auml;uschhintergrund &#8211; das ist schlimmer als nichts.</p>
<p>es fehlt mir bei dieser platte also einfach der knackpunkt &#8211; der &bdquo;winterspeck der m&ouml;glichkeiten&rdquo; (auch so eine tolle zeile) verbirgt das potenzial. ok, jetzt ist genug geschimpft, ganz so schlimmm ist es dann eigentlich doch nicht &#8211; aber das ist einfach viel zu nett und zu belanglos f&uuml;r eine cd der einst&uuml;rzenden neubauten, das bleibt hinter ihren fr&uuml;heren werken zu weit zur&uuml;ck. das zeigt sich &uuml;brigens st&auml;rker noch in den die entstehung der platte begleitenden &bdquo;jewels&rdquo; &#8211; da l&auml;sst sich eher interessante musik finden. allerdings auch nur noch mit der zuhilfenahme von tricks: um zu ideen zu kommen, m&uuml;ssen sie sich dem zwang der aleatorik unterwerfen und karten mit spielanweisungen ziehen &#8230;</p>
<p><strong>einst&uuml;rzende neubauten</strong>: <em>alles wieder offen</em> (supporter-version). potomak 2007.</p>
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		<title>wenn m&#228;nner den boogie haben</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 12:36:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Die Zeiten der Machos sind vorbei“, schreibt der Komponist im Vorwort, „doch im M&#228;nnerchorlied d&#252;rfen sie immer mal wieder nostalgisch aufbl&#252;hen.“ Dabei hat Uli F&#252;hre aber etwas wesentliches vergessen. Denn in seiner kleinen Sammlung „Der M&#228;nner-Boogie-Blues“ bestimmt nicht (nur) die Nostalgie das Klanggeschehen. Viel st&#228;rker treten hier eigentlich Ironie und Komik in den Vordergrund. Denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Zeiten der Machos sind vorbei“, schreibt der <a href="http://www.fuehre.de" title="die seite von uli f&uuml;hre" class="liexternal">Komponist</a> im Vorwort, „doch im M&auml;nnerchorlied d&uuml;rfen sie immer mal wieder nostalgisch aufbl&uuml;hen.“ Dabei hat Uli F&uuml;hre aber etwas wesentliches vergessen. Denn in seiner kleinen Sammlung „Der M&auml;nner-Boogie-Blues“ bestimmt nicht (nur) die Nostalgie das Klanggeschehen. Viel st&auml;rker treten hier eigentlich Ironie und Komik in den Vordergrund. Denn allzu ernst nehmen darf und soll man die acht kleinen S&auml;tze auf Texte von J&ouml;rg Ehni, Joachim Ringelnatz und Kurt Tucholsky nicht. Zwar geht es immer um ein ausgesprochen ernstes Thema: M&auml;nner und ihr Verhalten. Aber der studierte Schul- und Popularmusiker Uli F&uuml;hre ist ja in erster Linie f&uuml;r seine am&uuml;sant-unterhaltende Chormusik bekannt. Und genau dazu geh&ouml;ren auch der „M&auml;nner-Boogie-Blues“ und der „Verf&uuml;hrer-Tango“, das „Warzenschwein“ genauso wie „Meine Musca Domestica“. Besonders sch&ouml;n: Das „Chanson“ zur V&ouml;lkerverst&auml;ndigung à la Tucholsky mit ausgesprochen delikater lautmalerischer Begleitung. Aber auch die anderen, durchweg pr&auml;gnant und gewitzt ausgearbeiteten vierstimmigen a-cappella-S&auml;tze mit ihren angenehm sangbaren Melodien und der abwechslungsreichen, ryhtmisch und stilistisch sehr vielf&auml;ltigen Gestaltung sind prima Material zur Aufheiterung eines jeden Konzertrepertoires. Zumal es vom selben Komponisten auch noch das Gegenprogramm gibt: „Der Mond ist eine Frau“ hei&szlig;t die Antwort der holden Weiblichkeit auf diese klingende Beschw&ouml;rung der unverw&uuml;stlichen M&auml;nnlichkeit.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Uli F&uuml;hre</strong>: <em>Der M&auml;nner-Boogie-Blues</em>. F&uuml;r M&auml;nnerchor TTBB a-cappella. Stuttgart: Carus 2006 (Carus 9.611). 36 Seiten.</p>
<p>erschienen in der zeitschrift des <a href="http://www.deutscher-chorverband.de/" title="der dt. chorverband" class="liexternal">deutschen chorverbandes</a>, der <a href="http://www.dcvg.de/neuechorzeit/chorzeit.html" class="liexternal"><em>„neuen chorzeit</em></a>”, ausgabe juli/august 2007.</p>
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