<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; oratorium</title>
	<atom:link href="http://matthias-mader.de/tag/oratorium/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://matthias-mader.de</link>
	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 21:58:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Liebe, G&#246;tter und Musik: H&#228;ndels „Semele”</title>
		<link>http://matthias-mader.de/musik/liebe-gotter-und-musik-handels-semele/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/musik/liebe-gotter-und-musik-handels-semele/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 10:16:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[georg friedrich händel]]></category>
		<category><![CDATA[oratorium]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=5031</guid>
		<description><![CDATA[Komplizierter geht es kaum noch. Da ist Semele, die Tochter des K&#246;nigs von Theben. Sie soll eigentlich Athamus heiraten, hat insgeheim aber ein Verh&#228;ltnis mit dem Gott Jupiter. Daf&#252;r ist ihre Schwester Ino in den Br&#228;utigam verliebt. Auch Juno, Apollo und einige andere Figuren aus G&#246;tter– und Menschenwelt mischen noch mit, bis Semele am Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Komplizierter geht es kaum noch. Da ist Semele, die Tochter des Königs von Theben. Sie soll eigentlich Athamus heiraten, hat insgeheim aber ein Verhältnis mit dem Gott Jupiter. Dafür ist ihre Schwester Ino in den Bräutigam verliebt. Auch Juno, Apollo und einige andere Figuren aus Götter– und Menschenwelt mischen noch mit, bis Semele am Ende beim Versuch, selbst göttlich zu werden, stirbt und die restlichen Beteiligten ohne sie ihr Happy End erleben und feiern könne. Das Programmheft benötigt fünf Seiten für eine verständliche und hinreichend ausführlich Inhaltszusammenfassung.  Und dabei ist das noch nicht einmal eine Oper – Händel hat seine „Semele“ ausdrücklich als Oratorium verstanden und auch so komponiert, trotz des Librettis. Das ist schon den Zeitgenossen aufgefallen, bei der Uraufführung bemerkt ein Freund Händels wenig freundlich: „Das ist kein Oratorium, sondern eine zotenhafte Oper, eine englische Oper, die Narren als Oratorium bezeichnen.“ Zum Glück hat sich diese Meinung nicht durchgesetzt. Oft zu hören ist die „Semele“ aber trotzdem nicht. Dank des Kollegs für Alte Musik, Barock vokal, das an der Mainzer Musikhochschule ein Weiterbildungsprogramm für junge Sänger und Sängerinnen anbietet, war die Geschichte von Semele jetzt in der Christuskirche zu erleben. Vor allem war die Musik zu hören – das es nicht um Handlung ging, macht schon ein erster Blick deutlich: Alle Beteiligten in strengem schwarz, in klassischer Oratorienform: Vorn die Solisten von Barock vokal, hinten der Chor der Musikhochschule, dazwischen das mit studentischer Verstärkung famos leicht und durchsichtig spielende Mainzer Bachorchester. Aber was den Augen fehlt, können die Ohren leicht ausgleichen. Denn alle der immerhin zehn Sänger und Sängerinnen um Elisabeth Scholl, die eine wunderbar klare, kontrollierte Semele singt, haben sich ihre Rolle genau erarbeitet.<br />
Zusammengehalten und mit bewunderswerter Präzision in allen Details ausgemalt wird das von Ralf Otto, der aus dem künstlichen Beginn ein immer packenderes und mitreißenderes Drama entwickelt, das erst mit dem Schlusschor und Happy End Erleichterung bietet. Und das macht er so deutlich und so überzeugend schön, dass man dazu nicht einmal der Handlung in jedem Detail folgen können muss. </p>
<p><span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de/" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mrz</a></span>.</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/musik/liebe-gotter-und-musik-handels-semele/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Taglied 26.2.2012</title>
		<link>http://matthias-mader.de/kleinkram/taglied-26-2-2012/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/kleinkram/taglied-26-2-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 23:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[kleinkram]]></category>
		<category><![CDATA[georg friedrich händel]]></category>
		<category><![CDATA[oratorium]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=5028</guid>
		<description><![CDATA[Zwei klitzekleine Ausschnitte aus H&#228;ndels wirklich &#252;berraschend sch&#246;nem Oratorium „Semele”: http://www.youtube.com/watch?v=kyzR2qvT0Ac http://www.youtube.com/watch?v=G3jlnK8ROBI]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei klitzekleine Ausschnitte aus Händels wirklich überraschend schönem Oratorium „Semele”:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=kyzR2qvT0Ac">http://www.youtube.com/watch?v=kyzR2qvT0Ac</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=kyzR2qvT0Ac"><img src="http://img.youtube.com/vi/kyzR2qvT0Ac/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=G3jlnK8ROBI">http://www.youtube.com/watch?v=G3jlnK8ROBI</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=G3jlnK8ROBI"><img src="http://img.youtube.com/vi/G3jlnK8ROBI/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/kleinkram/taglied-26-2-2012/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alle Jahre wieder: Das Weihnachtsoratorium</title>
		<link>http://matthias-mader.de/musik/alle-jahre-wieder-das-weihnachtsoratorium/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/musik/alle-jahre-wieder-das-weihnachtsoratorium/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 13:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[johann sebastian bach]]></category>
		<category><![CDATA[kirchenmusik]]></category>
		<category><![CDATA[oratorium]]></category>
		<category><![CDATA[weihnachten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=4830</guid>
		<description><![CDATA[Schon die schiere Gr&#246;&#223;e ist beeindruckend, die Chormassen auf den Altarstufen, die L&#228;nge des Werkes und das Durchhalteverm&#246;gen der Musiker und des Publikums. Das ist aber eher seine portliche Leistung. Domkapellmeister Mathias Breitschaft gelingt es allerdings, daraus auch durchaus beeindruckende Musik zu machen. Dabei ist das f&#252;r ihn schon fast Routine: Regelm&#228;&#223;ig steht in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon die schiere Größe ist beeindruckend, die Chormassen auf den Altarstufen, die Länge des Werkes und das Durchhaltevermögen der Musiker und des Publikums. Das ist aber eher seine portliche Leistung. Domkapellmeister Mathias Breitschaft gelingt es allerdings, daraus auch durchaus beeindruckende Musik zu machen. Dabei ist das für ihn schon fast Routine: Regelmäßig steht in der Weihnachtszeit auch im Dom das komplette Bachsche Weihnachtsoratorium auf den Plan. Dieses Jahr war es wieder so weit.</p>
<p>Und ganz schnell, nämlich schon beim „Jauchzet, frohlocket“ des Eingangschores, wird klar: Dieses Mal wird das Weihnachtsoratorium noch lebendiger und kraftvoller klingen. Der Domchor und das Mainzer Kammerorchester legen sich gleich ins Zeug, als hätten sie nicht noch über zwei Stunden Musik vor sich. Und doch bleibt Breitschaft seiner Interpretationslinie treu: Das wirkliche Erstaunen ob des Wunders der Geburt Jesu Christ steht im Mittelpunkt. Und die unbändige Freude darüber, immer wieder jauchzt, frohlockt und jubelt der Chor, die Instrumentalisten und auch die Solisten.</p>
<p>Die zügigen Tempi dieser hochgestimmten Musik sind dabei durchaus irdisch, wirklich entrückt wirkt das fast nur im Choral „Ich steh an deiner Krippen hier“ im sechsten Teil. Das gilt vor allem in der ersten Hälfte, den ersten drei Kantaten für die eigentlichen Weihnachtsfeiertage. Hier wird die eigentliche Weihnachtsgeschichte, der Kern des Wunders, erzählt. Und hier singt der Mainzer Domchor. Denn nach der Pause ersetzt Breitschaft die jungen Stimmen des Domchors mit den etwas reiferen der Domkantorei St. Martin. Und diesen Unterschied hört man deutlich: Die Kantorei klingt erwachsener, fülliger und singt mit mehr Druck, aber nicht ganz so beweglich wie der Domchor. Die immer etwas ungläubig-naive Begeisterung des Beginns wandelt sich in ehrfürchtiges Staunen.</p>
<p>Auf der Suche nach dem Charakteristischen jedes einzelnen Satzes kommt Breitschaft so sehr weit. Die Verve, mit der er sich und die Chöre etwa in jeden einzelnen der sechs Eingangschöre stürzt, ist jedesMal beeindruckend. Und sie überträgt sich recht problemlos auf den Rest des Oratoriums, auch auf Arien und Rezitative der Solisten. Die wurden in der Pause nicht ausgewechselt, was aber nicht von Nachteil war. Denn auf einen Evangelisten wie Christoph Prégardien, dem man in jedem Satz seine lange Erfahrung und seine Detailfreudigkeit anhört, möchte man keinesfalls verzichten – auch wenn die Höhe in den Spitzentönen in der letzten Arie etwas mürbe wird. Intensive Kläng steuern auch die Altistin Alexandra Rawohl und der Mainzer Bass Patrick Pobeschin bei, während die Sopranistin Claudia von Tilzer oft etwas überdramatisch agiert. Aber selbst die plakativen Momente finden ihren Platz: Manchmal muss man eben etwas dicker auftragen. Sonst würden da ja auch nicht fast 100 Choristen singen.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>.)</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/musik/alle-jahre-wieder-das-weihnachtsoratorium/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>und noch ein (letzter) messias. aber ein grandioser.</title>
		<link>http://matthias-mader.de/kritik/und-noch-ein-letzter-messias-aber-ein-grandioser/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/kritik/und-noch-ein-letzter-messias-aber-ein-grandioser/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 22:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[bachchor]]></category>
		<category><![CDATA[biographie]]></category>
		<category><![CDATA[chor]]></category>
		<category><![CDATA[christuskirche]]></category>
		<category><![CDATA[georg friedrich händel]]></category>
		<category><![CDATA[gott]]></category>
		<category><![CDATA[mainz]]></category>
		<category><![CDATA[oratorium]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1641</guid>
		<description><![CDATA[oder auch nicht … jedenfalls: hervorragend. und bequeme st&#252;hle … Prophezeiung, Geburt, Kreuzestod und Auferstehung – es ist immer das selbe. Der „Messias“ von H&#228;ndel ist nun einmal so etwas wie eine Biographie Jesu. Und die bleibt in jeder Auff&#252;hrung gleich. Aber es ist doch immer wieder anders: Ein anderer Chor, ein anderes Orchester, andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>oder auch nicht … jedenfalls: hervorragend. und bequeme stühle …<br />
Prophezeiung, Geburt, Kreuzestod und Auferstehung – es ist immer das selbe. Der „Messias“ von Händel ist nun einmal so etwas wie eine Biographie Jesu. Und die bleibt in jeder Aufführung gleich. Aber es ist doch immer wieder anders: Ein anderer Chor, ein anderes Orchester, andere Solisten und ein anderer Dirigent. So bekommt auch Händel bekanntestes Oratorium immer wieder etwas Neues. Auch in der Christuskirche, wo jetzt, kurz vor Schluss des Händel-Jubiläumsjahres, auch der Bachchor sich des englischen Hits angenommen hat – als ob es keine anderen Oratorien aus der Feder Händels gäbe. Aber immerhin, unter der Leitung von Ralf Otto wird das genau so, wie man das erwartet: Grandios. Oder eigentlich gerade überhaupt nicht grandios. Denn Otto kümmert sich nicht so sehr um Erwartungen und Aufführungstraditionen, um Pracht und Effekt. Er stößt lieber immer wieder zum Kern des „Messias“ vor. Und dort sind es nicht nur der triumphale „Hallelujah“-Chor am Ende des zweiten Teils oder die große Schlussfuge, die zählen. Dort, im Innersten dieser Partitur, findet Otto mit seinen vorzüglichen Solisten und dem prächtigen Orchester ganz private und intime Bekenntnismusik. Das ist faszinierend und bestechend, wie ernst Otto die Noten nimmt und wie genau er sie umsetzen kann.<br />
Für den Bachchor scheint das fast ein Heimspiel zu sein: Federleicht und voll mit vibrierender Spannung preisen sie anfangs die Herrlichkeit Gottes. Und sie halten diese Mischung aus konzentrierter Präzision und ausgwogen weichen Klängen durch bis in das allerletzte, abschließende Amen. Diese Einheit des komplexen Oratoriums wird auch durch den Dirigenten gefördert, dem offenbar selbst die kurze Pause zum Nachstimmen zwischen zweitem und drittem Teil schon zu lange ist: Otto bemüht sich nämlich sehr erfolgreich um einen „Messias“ aus einem Guss – mit dichten Übergängen zwischen den einzelnen Nummern, mit weit ausholenden dramatischen Entwicklungen und Verzögerungen. Und vor allem mit einer sensiblen und klugen Tempogestaltung: Auf zügigen Grundtempi aufbauend, besticht er mit flexiblen Anpassungen, aber auch mit ungeheurer Ruhe und Anspannung in langsamen Sätzen. Zum Beispiel der herrlichen Alt-Arie „He was despised“, die Andrew Radley bis zum Zerreißen dehnt und mit körperlicher Spannung auflädt. Überhaupt geizen auch die Solisten nicht mit vollem Einsatz: Der elastisch geführte Sopran von Susanne Bernhard und der furiose Bass von Klaus Mertens ebenso wie der lichte und klare Tenor Hans Jörg Mammel – beides alte Bekannte in der Christuskirche. Genau wie das Münchener Orchester „L’arpa festante“, das Otto empfindsame, aber unsentimentale Deutung des „Messias“ knackig ergänzt und zu einer intensiven, neuen Hörerfahrung macht. </p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/kritik/und-noch-ein-letzter-messias-aber-ein-grandioser/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>noch ein messias. aber immer wieder der selbe.</title>
		<link>http://matthias-mader.de/kritik/noch-ein-messias-aber-immer-wieder-der-selbe/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/kritik/noch-ein-messias-aber-immer-wieder-der-selbe/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 11:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[chormusik]]></category>
		<category><![CDATA[georg friedrich händel]]></category>
		<category><![CDATA[Johanniskantorei]]></category>
		<category><![CDATA[messiah]]></category>
		<category><![CDATA[oratorium]]></category>
		<category><![CDATA[volker ellenberger]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1608</guid>
		<description><![CDATA[manchmal muss man ganz sch&#246;n leiden f&#252;r die kunst. &#252;ber drei stunden in harten kirchenb&#228;nken. und das f&#252;r den xten messiah. und der war nicht so &#252;berragend gut, dass das rumsitzen wirklich spa&#223; gemacht h&#228;tte (&#252;berhaupt, der messiah hat ja doch so einige l&#228;ngen. oder anders: das heutige zeitempfinden passt nicht mehr zu solchen dingern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">manchmal muss man ganz schön leiden für die kunst. über drei stunden in harten kirchenbänken. und das für den xten messiah. und der war nicht so überragend gut, dass das rumsitzen wirklich spaß gemacht hätte (überhaupt, der messiah hat ja doch so einige längen. oder anders: das heutige zeitempfinden passt nicht mehr zu solchen dingern — drei stunden musik — und nix passiert …)</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Irgendwann muss jeder Chor in diesem Jahr dem Jubilar huldigen. Die Johanniskantorei ist da schon relativ spät mit ihrem Tribut an Händels 250. Todestag. Aber dafür war es dann auch ein ambitioniertes Vorhaben: Der „Messiah“ musste es schon sein, diesen Anlass zu würdigen. Schade eigenlich, dass es offenbar wirklich immer der Mesias sein muss — Händel hat ja noch einige Oratorien mehr komponiert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Für die Johanniskantorei war es immerhin eine große Herausforderung, die fast drei Stunden Musik auf die Beine zu stellen. Und für das Publikum in den voll besetzten harten Bänken von Sankt Johannis auch, wirklich bis zum Schuss durchzuhalten. Aber das lag nicht an den Musikern, sondern an den unbequemen Sitzen. Denn Volker Ellenberger hat neben seinem solide vorbereiteten Chor noch einiges aufgeboten für diesen Messias. Das auf englisch gesungen wurde, ist inzwischen ja schon fast selbstverständlich — auch wenn das der Verständlichkeit nicht gerade förderlich ist. Zumal Chor und Solisten sich ziemlich penibel an die Aussprache des 18. Jahrhunderts hielten. Auch die historischen Instrumente des Orchesters, der sehr klangstarken Frankfurter Camerata musica, gehören mittlerweile zum guten Ton. Und es lohnt sich — wer einmal die große Bass-Arie „The trumpet shall sound” im dritten Teil mit einer authentischen Trompete erlebt hat, will an dieser Stelle kein modernes Instrument mehr hören. In Sankt Johannis kam noch hinzu, dass der leichtfüßige Bass von Johannes Wilhelmi mit seiner sehr baritonalen Färbung sich nicht nur hier wunderbar mit Trompete und Orchester mischte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Fast so gut wie der Alt von Maarten van Leer. Der zeigte, etwa im zweiten Teil, wirklich alle Facetten seines Könnens und zog alle Register der musikalischen Empfindung. Gerade die zarten, innerlichen Momente gelangen ihm ausgesprochen bewegend. Am deutlichsten im „He was despised” — eine hochgradig emphatische Musik, die er zusammen mit Ellenberger hier entfaltete. Das konnten weder der Tenor Christian Petrenz noch die Sopranistin Renata Grunwald überbieten. Aber schließlich hatte von Leer in Ellenberger ein mehr als passendes Gegenüber. Denn auch der Dirigent hatte seine größten Erfolge in den zarten, zurückgenommenen Stellen des Oratoriums. Sicher, so krachende Chorhits wie der große „Hallelujah”-Chor lösen immer wieder Begeisterung aus. Aber viel spannender, viel unmittelbarer gelangen Ellenberger die Details der stärker introvertieren Chöre und Arien. Hier wurde sein Gespür für die Kraft der innigen Momente sehr deutlich. Und seine Fähigkeit, präzise abgestimmte Pausen ganz genau zu setzen. So lässt sich dann auch im „Messiah” immer wieder Neues entdecken.</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/kritik/noch-ein-messias-aber-immer-wieder-der-selbe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>geschaffen aus dem nichts</title>
		<link>http://matthias-mader.de/musik/geschaffen-aus-dem-nichts/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/musik/geschaffen-aus-dem-nichts/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 19:21:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[chor]]></category>
		<category><![CDATA[chormusik]]></category>
		<category><![CDATA[joseph haydn]]></category>
		<category><![CDATA[klassik]]></category>
		<category><![CDATA[mainz]]></category>
		<category><![CDATA[oratorium]]></category>
		<category><![CDATA[schöpfung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/?p=1126</guid>
		<description><![CDATA[Es war ein Hit von der ersten Auff&#252;hrung an, den Joseph Haydn vor 210 Jahren mit seinem Oratorium „Die Sch&#246;pfung“ gelandet hat. Und wie jetzt der volle Dom bei sch&#246;nstem Sonntagssommerwetter beweist, gilt das auch noch heute. Man konnte im Dom auch wunderbar erfahren, warum genau die „Sch&#246;pfung“ sich eigentlich seit ihrer Urauff&#252;hrung dieser andauernder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;">Es war ein Hit von der ersten Aufführung an, den Joseph Haydn vor 210 Jahren mit seinem Oratorium „Die Schöpfung“ gelandet hat. Und wie jetzt der volle Dom bei schönstem Sonntagssommerwetter beweist, gilt das auch noch heute. Man konnte im Dom auch wunderbar erfahren, warum genau die „Schöpfung“ sich eigentlich seit ihrer Uraufführung dieser andauernder Beliebtheit erfreut: Kaum ein anderes Werk Haydns – und auch die Vorbild-Oratorien Händels nicht – kann so eine große Bandbreite musikalischer Mittel und so eine gelungene Mischung aus Schönheit, Drama, Spannung und Happy-End aufweisen: Fast wie das Rezept eines Blockbusters liest sich die Liste der Eigenschaften dieses Komposition.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;">Und Domkapellmeister Mathias Breitschaft gelingt es mit der ganzen Masse der erwachsenen Sängern seiner Chöre und dem vital spielenden Mainzer Kammerorchester, diese Mischung ganz ausgezeichnet vorzuführen und in der Balance zu halten. So erhält die aufklärerisch gefärbte Erzählung der Schöpfungsgeschichte eine sehr pointierte Dramatik. Breitschaft nimmt sich nämlich der plastischen Klangschilderungen Haydns und seiner bildhaften Vertonung des biblischen Geschehens in drastischer Deutlichkeit an. Das macht den Text fast überflüssig, so klar und nachvollziehbar wird die Klangsprache im Dom entwickelt. Und das Beste: Damit ist Breitschaft noch nicht am Ende. Ihm gelingt es nämlich außerdem auch, die Einheit des Oratoriums betonend zu wahren. Die zügigen Tempi und seine scharfe Kontrolle des Geschehens, gepaart mit der energischen Animation aller Beteiligten verhindern trotz aller feinen Arbeit das Verlieren in Details. Von der hier sehr friedvollen „Vorstellung des Chaos“ am Beginn, die die kommende Ordnung der Schöpfung schon in sich trägt, bis zum großen Finale nach dem Lobpreis des paradiesischen Lebens im Garten Eden reicht die vollendete Einheit der Musik. Und die Solisten unterstützen ihn in seinen intensiven Bemühungen. Bariton Dietrich Greve hilft mit fülliger, warmtönender Güte und Harmonie, während Tenor Markus Schäfer sich eher den dramatischen Akzenten und deutlichen Akzenten verpflichtet sieht. Vor allem die Sopranistin Sabine Goetz aber beeindruckt mit ihrer engelsgleichen, reinen und in allen Lagen ausgegelichenen Stimme – eine wunderbare Besetzung für den Erzengel Gabriel. Der Chor wirkte neben dieser leidenschaftlichen und ausgesprochen präzisen fast etwas blass, bewältigt seine Partie aber natürlich sehr sicher. Mit so viel chorischer Masse, die sich – etwa im wunderbar zarten Eingangschor – durchaus zähmen lässt, kann Breitschaft souverän arbeiten. Und da ist es kein Wunder, dass die „Schöpfung“ auch in Mainz ihren Status als immerwährender Hit behaupten kann.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;">(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/musik/geschaffen-aus-dem-nichts/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>power und einf&#252;hlungsverm&#246;gen: h&#228;ndels oratorien im querschnitt</title>
		<link>http://matthias-mader.de/kritik/power-und-einfuehlungsvermoegen-haendels-oratorien-im-querschnitt/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/kritik/power-und-einfuehlungsvermoegen-haendels-oratorien-im-querschnitt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 14:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[cd]]></category>
		<category><![CDATA[chormusik]]></category>
		<category><![CDATA[georg friedrich händel]]></category>
		<category><![CDATA[oratorium]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/?p=868</guid>
		<description><![CDATA[Nicht alle H&#228;ndel-Einspielungen, die jetzt erscheinen, verdanken ihre Entstehung dem Jubil&#228;um des Komponisten. Der Maulbronner Kammerchor und sein Leiter J&#252;rgen Budday etwa besch&#228;ftigen sich schon l&#228;nger und sehr erfolgreich mit den gro&#223;en Oratorien des Meisters. Und seit zehn Jahren werden ihre Auff&#252;hrungen von K&#38;K mitgeschnitten. Aus diesem reichhaltigen Material hat das Label nun, zur Feier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht alle Händel-Einspielungen, die jetzt erscheinen, verdanken ihre Entstehung dem Jubiläum des Komponisten. Der Maulbronner Kammerchor und sein Leiter Jürgen Budday etwa beschäftigen sich schon länger und sehr erfolgreich mit den großen Oratorien des Meisters. Und seit zehn Jahren werden ihre Aufführungen von K&amp;K mitgeschnitten. Aus diesem reichhaltigen Material hat das Label nun, zur Feier des doppelten Jubiläums sozusagen, eine Auswahl unter dem Titel „The Power of Händel“ zusammengestellt. Die etwas reißerische Vermarktung verzeiht man gerne – denn „outstanding“ sind sie wirklich, diese ausgewählten Soli und Chöre. Und „Power of Händel“  heißt das ganze Unternehmen zu recht. Denn was immer wieder sofort auffällt, ist die immense Kraft, die Budday und seine Mitstreiter in der Musik zum Leben erwecken. Das liegt beileibe nicht nur an den fast durchweg zügig bis rasanten Tempi. Eine Freude ist es aber schon, zu hören, wie präzise der Maulbronner Kammerchor auch bei hohem Tempo bleibt, wie rasch die Sänger – immerhin keine Profis! — reagieren und wie wendig sie in Klang und Ausdruck bleiben.</p>
<p>Klarheit, Prägnanz und pointierte Ausdrucksstärke gehen eine ausgesprochen fruchtbare Allianz ein. Und dass hier federnd und spritzig gesungen wird – mit Freude und Esprit aller Beteiligten – das hört man eben in fast jedem Moment. Und man hört es gerne, zumal auch die Aufnahme atmosphärisch gelungen ist.</p>
<p>The Power of Händel. Best of his glorious Oratorios. Solisten, Maulbronner Kammerchor, Jürgen Budday. KuK 44, 2008.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.deutscher-chorverband.de/index.php?page=neue-chorzeit" title="Neue Chorzeit" target="_blank">neue chorzeit</a></span>)<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/37dfb1a5aa084c05aacef1915cebe485" width="1" height="1" alt=""></p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/kritik/power-und-einfuehlungsvermoegen-haendels-oratorien-im-querschnitt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>sch&#246;nheit in gro&#223;: mendelssohn bartholdys elias</title>
		<link>http://matthias-mader.de/musik/schoenheit-in-grosz-mendelssohn-bartholdys-elias/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/musik/schoenheit-in-grosz-mendelssohn-bartholdys-elias/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 22:27:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[chormusik]]></category>
		<category><![CDATA[felix mendelssohn bartholdy]]></category>
		<category><![CDATA[klassik]]></category>
		<category><![CDATA[mainz]]></category>
		<category><![CDATA[oratorium]]></category>
		<category><![CDATA[universität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/publizistik/kritik/schoenheit-in-grosz-mendelssohn-bartholdys-elias/</guid>
		<description><![CDATA[Die gro&#223;e B&#252;hne der Ph&#246;nixhalle ist voll gef&#252;llt. Dicht an dicht stehen und sitzen die Studenten in Chor und Orchester des Collegium Musicums der Universit&#228;t. Denn Felix Mendelssohn Bartholdy verlangt vollen Einsatz und gro&#223;e Massen f&#252;r sein Oratorium „Elias“. Und obwohl die Zahl der Mitwirkenden hier noch lange nicht an die der Urauff&#252;hrung heranreicht, kommt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die große Bühne der Phönixhalle ist voll gefüllt. Dicht an dicht stehen und sitzen die Studenten in Chor und Orchester des Collegium Musicums der Universität. Denn Felix Mendelssohn Bartholdy verlangt vollen Einsatz und große Massen für sein Oratorium „Elias“. Und obwohl die Zahl der Mitwirkenden hier noch lange nicht an die der Uraufführung heranreicht, kommt der „Elias“ in diesem Semester-Abschlusskonzert ziemlich großartig und mächtig daher. Das hindert den Dirigenten Joshard Daus aber überhaupt nicht daran, auch den Details ausreichend Aufmerksamkeit zu schenken.<br />
Dieser „Elias“ ist also schön, über weite Strecken sogar wunderschön. Aber er ist einfach nur schön. Das ist zwar eigentlich großartig. Und auch überhaupt keine einfache Leistung. Dass aber dennoch etwas fehlt, merkt man an einigen Stellen. Etwa an den Soli von Ulf Bästlein, der geschmeidig und volltönend einen wunderbar emotionalen Elias gibt, der  durchaus auch mal am fehlenden Glauben seines Volkes verzweifeln kann. Oder auch an der eleganten Leichtigkeit der Engelsmusik von Fionnuala McCarthy. Das ist nämlich genau die Trennungslinie zwischen den Solisten (außerdem noch die solide Altistin Claudia Rüggeberg und der etwas verwaschen klingende Tenor Julio Fernández) und den Ensembles, vor allem dem Chor: Daus kümmert sich nicht besonders um die religiösen Inhalte. Ihm scheint es im Gegensatz zu seinen Solisten vor allem um die reine Musik zu gehen, ihre klangliche Gestalt führt er immer wieder auf Hochglanz poliert vor.<br />
Das kann Daus ausgezeichnet. Und auch delikate Stimmungen evozieren. Aber was ihm weniger gelingt, das ist die weiter umfassende Spannung, die Dramaturgie des gesamten Oratoriums. Zwar bemüht er sich um zügig-fließende Tempi und dichte Anschlüsse der einzelnen Sätze und Nummern, verpasst dabei aber immer wieder eigentliche Höhepunkte. Dort, wo die Musik klein und leicht, detailreich und schwebend sein kann und soll, dort hat er seine größten Stärken. Er lässt seine Musiker zwar immer wieder Anlauf nehmen für den nächsten Spannungsgipfel – aber die letzten Meter verweigert er ihnen dann gerne.<br />
Keinen Abbruch tut das dem Engagement und der Leistung der Studenten. Vor allem der Chor zeigt sich wieder einmal als Wachs in den Händen Daus’. Weich und geschmeidig, kompakt und erstaunlich beweglich folgt er ihm sehr bereitwillig für zwei Stunden große und reine Musik<br />
(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/musik/schoenheit-in-grosz-mendelssohn-bartholdys-elias/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>stark im glauben und in der musik: paulus im dom</title>
		<link>http://matthias-mader.de/musik/stark-im-glauben-und-in-der-musik-paulus-im-dom/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/musik/stark-im-glauben-und-in-der-musik-paulus-im-dom/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Dec 2008 23:22:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[chor]]></category>
		<category><![CDATA[felix mendelssohn bartholdy]]></category>
		<category><![CDATA[klassik]]></category>
		<category><![CDATA[mainz]]></category>
		<category><![CDATA[oratorium]]></category>
		<category><![CDATA[paulus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/?p=719</guid>
		<description><![CDATA[Paulus-Jahr, Komponisten-Jubil&#228;um, Weihnachten – Anl&#228;sse gibt es mehr als genug, Felix Mendelsson-Bartholdy Oratorium „Paulus“ jetzt aufzuf&#252;hren. Aber eigentlich ist der beste Grund ja schon, dieses gro&#223;e Werk &#252;berhaupt zum Klingen zu bringen. Vor allem, wenn man sich darauf so ausgezeichnet versteht wie Domkapellmeister Mathias Breitschaft – dann braucht man wirklich keinen &#228;u&#223;eren Anlass mehr. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Paulus-Jahr, Komponisten-Jubiläum, Weihnachten – Anlässe gibt es mehr als genug, Felix Mendelsson-Bartholdy Oratorium „Paulus“ jetzt aufzuführen. Aber eigentlich ist der beste Grund ja schon, dieses große Werk überhaupt zum Klingen zu bringen. Vor allem, wenn man sich darauf so ausgezeichnet versteht wie Domkapellmeister Mathias Breitschaft – dann braucht man wirklich keinen äußeren Anlass mehr. Die Erwartungen der vielen Mainzer – selbst Stehplätze waren schon knapp – wurden im Dom also bestimmt nicht enttäuscht.<br />
Von Anfang bis Ende, von der Steinigung des Stephanus über die Wandlung des Saulus zum Paulus bis zum Abschied des Märtyrers von seiner Gemeinde zeichnete Breitschaft mit den Domchören und dem Mainzer Kammerorchester eine intensive Klanggeschichte des sicheren Bestehens im Glauben. Der Hauptakteur dabei war – wenig überraschend an diesem Ort – die Chöre, also vor allem die Domkantorei mit den verstärkenden Männerstimmen des Domchores. Die gaben nämlich den entscheidenden Kick, bereiteten mit ihrer nachdrücklichen Präsenz ein ausgezeichnetes Klangfundament.<br />
Breitschaft führte seine Musiker in dramatischer Aufladung genau und diszipliniert, mit klar gezeichneten Strukturen und deutlichen Höhepunkten in den weiten Bögen – so macht das richtig viel Freude. Und außerdem gelang ihm noch etwas Besonderes: Zwei Chöre schienen sich in den Kehlen der Sänger zu verstecken. So völlig verschiedenen klang das in den Chörsätzen einerseits und den Chorälen andererseits. Indem Breitschaft diesen Unterschied aber so deutlich markierte und gleichzeitig auch die Verbindung zwischen allen Teilen des Werkes besonders stärkte, erschien das nicht gerade knappe Oratorium hier wie aus einem Guss.<br />
Das Solistenquartett spielte oder sang dabei wunderbar mit, vor allem der kräftige Sopran von Kaja Bördner und der stark ausdifferenzierte Bariton Johannes Kösters als Paulus.<br />
In der Verbindung mit den ausgefeilten Chorpassagen und gerade ihrer klanglichen Festigkeit betonte Breitschaft damit ganz besonders die personale, individuelle Seite des Glauben, die Erfahrung Gottes. Diese Gewissheit der religiösen Grundlage macht das Paulus-Oratorium so anrührend – selbst Atheisten muss so eine überzeugende Darbietung zumindest Respekt entlocken.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/musik/stark-im-glauben-und-in-der-musik-paulus-im-dom/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

