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	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; österreich</title>
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	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur.</description>
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		<title>Niedrigfrequente Musik aus &#214;sterreich</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 20:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[österreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Gut, so ganz neu ist es nicht mehr. Aber manchmal dauert es eben etwas, bis Musik aus dem Alpenland den Weg zu mir gefunden hat ;-). K&#252;rzlich bekam ich also endlich die neue Scheibe des Low Frequency Orchestra (LFO) in die H&#228;nde: „Mole” (bei chmafu nocords). Es hat ja eine gute Weile gedauert, seit S [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut, so ganz neu ist es nicht mehr. Aber manchmal dauert es eben etwas, bis Musik aus dem Alpenland den Weg zu mir gefunden hat ;-). Kürzlich bekam ich also endlich die neue Scheibe des <a title="lfo" href="http://www.lfo.at" target="_blank">Low Frequency Orchestra</a> (LFO) in die Hände: „Mole” (bei <a title="chmafu nocords" href="http://nocords.net/LFO/mole.html" target="_blank">chmafu nocords</a>). Es hat ja eine gute Weile gedauert, seit S aus dem Jahre 2007 (damals noch bei <a title="einklang" href="http://www.einklangrecords.com/" target="_blank">einklang records</a>), bis die Mannen und Frauen mal wieder was von sich hören ließen. Oder auch nicht: Denn der Kern zu Mole wurde auch schon 2007 gelegt, mit der Aufnahme der Mole im ORF-Studio — die natürlich noch erheblich weiter bearbietet wurde. Dafür haben sie für Mole nun noch den meinerseits sehr geschätzen Komponisten und Organisten <a title="mitterer" href="http://www.wolfgangmitterer.com" target="_blank">Wolfgang Mitterer</a> dazugeholt (bei dem Albumtitel (und der entsprechenden Cover-Art) müsste man wohl sagen: Ins Boot geholt.).</p>
<p>Was bietet die „Mole” also? Fünf slugs und eine Mole ausweichlich des Tracklistings. Die slugs sind kurze Impressionen von zwei bis vier Minuten, jeweils von einem Mitglied des LFO verantwortet. Die eigentliche „Mole” ist dann ein großes, halbständiges Gemeinschaftswerk. Man kann vielleicht sagen: „S” hatte mehr Detailreichtum, mehr Plastizität des Klangs — zumindest in der Erinnerung auch mehr ausgeglichene Ruhe, die den ausgefeilten, minimalistischen Expeditionen in unbekannte Klangwelten erst die notwendige Basis, den hilfreichen Anker, einen festen (Bezugs-)Punkt gaben. Ich habe gerade noch einmal nachgehört: Die Erinnerung trügt nicht.</p>
<p>Die „slugs” sind da etwas anders: schon der heftige Einstieg bei Angélica Castelló, der uns vollkommen unvorbereitet (immer wieder …) ins kalte Wasser schmeißt, die Unmittelbarkeit, mit der es hier zur Sache und um alles geht — das ist neu. Und spannend, und überraschend, und ganz oft unerwartet: Es scheint fast so, als suchte LFO hier jetzt im Raum des Klanges möglichst abrupte Wendungen. Das geht in den kurzen Stücken ziemlich kreuz und quer — langweilig ist das keinesfalls. Vielleicht liegts ja an der kleinteiligen, konzentrierten Form: Aber die Imagination scheint mir einige Grade wilder, ungezähmter, blühender zu sein als vor einigen Jahren. Vielleicht daher auch der sehr diskontinuierliche Eindruck, der manchmal verdächtig nach fehlendem Ziel, abwesendem Formprinzip klingt … Wenn man aber weiß, dass das so etwas wie Visitenkarten oder Konzeptpapiere der einzelnen Musiker sind/sein sollen, wird manches klarer. Aber erstaunlich bleibt: Irgendwie sind das fünf vollkommen eigenständige, total verschiedene Dinge. Und doch bilden sie dann — gleich im Anschluss — so etwas wie eine Einheit: Im Modus des LFO ist der Einzelne kaum noch zu entdecken, sind Klänge udn Spielweisen nicht (mehr) einer Person zuzuordnen (Auch die Instrumente bieten da kaum Hilfestellungen — wann klingen sie hier schon mal alleine und pur?). Mathias Kochs slug ist z.B. unvergleich locker, dünnschichtig, hellscheinend und –sichtig. Maja Osojnik gibt sich grundierter, moduliert mehr als Klänge (ab– und aufzu-)brechen, lässt die Ideen schweifen. Thomas Grill verliert sich in den endlosen Feinheiten Digitaliens ganz wunderbar bräsig bruzzelnd und knisternd. Matija Schellander schließlich verknüpft digitales und anloges Tiefenscharfes auf ganz bestimmt sehr bedeutungsvolle Weise.</p>
<p>Im großen „Mole” ist das sozusagen klassischer: komplexer vor allem zunächst mal, ungeheuer dicht geschichtet — woran Mitterer ausweichlich der benutzten Klangerzeuger keinen geringen Anteil hat. Viel Spannung, viel Erwartung spielt hier mit, auch der Wille zum Ausdruck und die unbezähmte Freiheit in genau diesem brechen ganz deutlich hervor. Manchmal bilden sich dann gehörg skurile Momente aus diesem Konglomerat, vor allem aber spannende Entdeckungen. Auch der „Freude schöne Götterfunken” klingt von Ferne wieder an und durch, genau wie am Schluss von „S”. Musik hören wird hier (bzw. kann!) zur Selbstbefragung: Was hat das gewurschtel da mit mir zu tun? Oder überhaupt mit irgend jemanden? Was löst das aus? Was ändert das? .….… Ganz vergessen gerät dabei die sowieso blödsinnige Frage: Was will der/die Künstler damit sagen? — Vermutlich gar nichts, er will, dass ich was sage/denke …</p>
<p>Jedenfalls: Auch wenn es auf der „Mole” nicht wenige Momente der vorübergehenden/scheinbaren/täuschenden Ruhe gibt, ist Bewegung, Veränderung, Fluktuation das Wesentlichere — wie auf einer Mole halt. Klar, diese Gemeinsamkeit von Ruhe und Bewegung in einer Musik, das ist irgendwie paradox. Aber was soll’s? Wer, wenn nicht Kunst, darf Paradoxe paradox sein lassen? Der Hörer muss es halt aushalten (diejenigen, die sich so etwas anhören, haben mit so etwas meist wenig Probleme) und irgendwie mitmachen.</p>
<p>Man kann dann sagen, das sei subversive Musik (Bad Alchemy deutet das an und verweist gleicht noch auf den Maulwurf, der hier sein Unwesen treibe). Aber das ist doch irgendwie egal. Denn die „Mole” von LFO und Mitterer ist jedenfalls ganz sicher Musik/Klang/Ereignis, das selbst nur ganz wenige Konstanten kennt und anerkennt, das sich die Freiheit nimmt, frei zu sein — was in der Praxis der Realität ja blöderweise wahnsinnig schwierig und anstrengend ist. Dafür kann man den Musikern kaum genug danken: Dass sie hier — im Klang (wo auch sonst? in der Sprache geht so etwas wahrscheinlich gar nicht (mehr)) — Wege, Löcher, Möglichkeiten im Leben und um es herum zeigen — ob man was draus macht, bleibt jedem selbst überlassen …</p>
<p><strong>Low Frequency Orchestra &amp; Wolfgang Mitterer</strong>: Mole. Chmafu Nocords 2010.</p>

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		<title>Frauen und M&#228;nner</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 07:39:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[österreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Freiheit oder Anpassung, eigene Identit&#228;t oder Selbstaufgabe in der gesellschaftlichen Unfreiheit — das sind so ungef&#228;hr die Pole, zwischen denen Marlene Streeruwitz die kleinen und nicht so kleinen Geschichten ihrer Figuren in „Das wird mir alles nicht passieren…” ansiedelt. Immer wieder stehen die Frauen (und M&#228;nner) dieses Buches vor der selben Entscheidung: Autonome Person bleiben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freiheit oder Anpassung, eigene Identität oder Selbstaufgabe in der gesellschaftlichen Unfreiheit — das sind so ungefähr die Pole, zwischen denen <a title="Streeruwitz" href="http://www.marlenestreeruwitz.at/" target="_blank">Marlene Streeruwitz</a> die kleinen und nicht so kleinen Geschichten ihrer Figuren in „Das wird mir alles nicht passieren…” ansiedelt. Immer wieder stehen die Frauen (und Männer) dieses Buches vor der selben Entscheidung: Autonome Person bleiben oder werden oder dem gesellschaftlichen, d.h. vor allem dem männlichen Druck zur Anpassung — auch um den Preis des Verlusts des eigenen Selbst, der eignen Vorstellungen und Ideale — stattgeben. Insofern also ein typisches Streeruwitz-Buch. In anderer Hinsicht ist es das eher weniger. Vor allem stilistisch gerade in den ersten Kapiteln nicht, das ist kaum als Prosa aus der Feder Streeruwitzens zu erkennen. Je weiter das kleine Büchlein fortschreitet, desto deutlicher tritt er aber (wieder) in Erscheinung, vor allem in den letzten drei Abschnitten ist die Verkürzung der Sätze, die rhythmische Unterbrechung des Flusses, die Verknappung und Pointierung wieder stark ausgeprägt und ganz typisch.</p>
<p>Die Geschichten bleiben alle offen, haben kein Ende: Die Leben der Figuren werden nicht „gemeistert”, es gibt nicht einmal (immer) einen Silberstreif am Horizont. Hier geht zunächst darum, zu erfassen, was ist und wie es ist. Was das Problem ist, sozusagen. Und das auch als solches wahrzunehmen, zu erkennen und anzuerkennen. Lösungen lassen sich da nicht so einfach (er-)schreiben, die muss das Leben erst noch selbst finden. Die Offenheit des Buches wird dann auch fortgeführt auf dem dazugehörigen Blog der Autorin: <a title="wie bleibe ich feministin.org" href="http://wie.bleibe.ich.feministin.org/" target="_blank">wie.bleibe.ich.feministin.org</a>. Dort wird der literarische Text weitergeschrieben und durch theoretisches ergänzt.</p>
<p>Mit der Fügung „hoffnungslose Geschichten gegen die Hoffnungslosigkeit” hat Rolf Löchel das in seine <a title="rezension auf literaturkritik.de" href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=14904" target="_blank">Rezension</a> für <a title="Literaturkritik" href="http://literaturkritik.de/public/welcome.php" target="_blank">literaturkritik.de</a> sehr treffend charakterisiert. Denn Streeruwitz zeigt keine Lösungen, sie gibt keine Ratschläge (auch wenn der Untertitel das suggerieren mag), sie stellt nur dar, wie die Gesellshaft ist (bzw. wie sie sie sieht), wie groß die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern immer noch ist. Das betrifft weniger „faktische” Unterschiede wie verschieden hohe Löhne oder ähnliches, sondern vor allem die Erwartungshaltungen, die Vorstellungen, wie sich Menschen bestimmter Geschlechter zu verhalten haben, was ihre Rolle sein soll. Und was das mit und in den Menschen, eben vor allem den Frauen, anrichtet. Das ist, vor allem wenn man die elf erzählten Lebenswege gesammelt betrachtet, nicht nur ernüchternd, sondern eigentlich fast deprimierend. Aber vielleicht ist es ja notwendig, diese ernüchternde Depression immer wieder zu erfahren, damit sich mal irgend wann etwas ändert. Und erfahren lässt sich das dank Streeruwitz, ihrer Genauigkeit und Schärfe, ihre präzisen Lebendigkeit und vitalen Formvollendung, sehr gut, fast sogar schon „schön” in diesen 151 Seiten.</p>
<p>Marlene Streeruwitz: Das wird mir alles nicht passieren… Wie bleibe ich FeministIn. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch 2010. 151 Seiten. ISBN <a title="worldcat" href="http://www.worldcat.org/oclc/670470495" target="_blank">978–3-596–17734-9</a>.</p>

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		<title>post aus russland</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 21:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>neulich kam das hier bei mir an:</p>

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	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/cache/364__420x240_imgp0814.jpg" alt="päckchen von mikroton - aus moskau" title="päckchen von mikroton - aus moskau" />
</a>

<p>in diesem päcken aus moskau, für das ich (einschreiben!) auch noch unterschreiben musste, war dann eine cd. nein, zwei sogar: nämlich die doppel-cd „<a href="http://klingt.org/gro.tgnilk/releases/151_10_jahre_bessere_farben/index.html">10 jahre bessere farben</a>” von <a href="http://klingt.org">klingt.org</a>. aus österreich. über moskau nach wien. und das sieht man auch. zumindest auf den zweiten blick:</p>
<p>
<a href="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/diverses/imgp0815.jpg" title="" class="shutterset_singlepic365" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/cache/365__220x240_imgp0815.jpg" alt="die vorderseite" title="die vorderseite" />
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	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/cache/366__220x240_imgp0816.jpg" alt="die rückseite. nicht sehr österreichisch." title="die rückseite. nicht sehr österreichisch." />
</a>
 </p>
<p>denn erschienen ist der sampler bei <a href="http://mikroton.net/site/index.php?sLang=en">mikroton</a> (übrigens auch ein label, das man durchaus im auge und ohr behalten darf … ) das ist dann wohl auch eine art der globalisierung … aber schöne, gute musik ist da drauf. spannendes und entspannendes, ungewohntes und vertrautes, aber nichts gewöhnliches. sehr zu empfehlen!</p>

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		<title>skifoarn 2010: obergurgl &amp; s&#246;lden</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 19:55:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[nach dem kurzen abstecher nach venedig stand ende januar wieder das allj&#228;hrliche skivergn&#252;gen in meinem kalender. diesmal hatte ich mir obergurgl ausgeguckt: ein offenbar recht nettes skigebiet mittlerer gr&#246;&#223;e mit wenig betrieb. die unterkunftsuche hatte sich etwas m&#252;hsam gestaltet, in dem dorf — immerhin schon auf 1900 m h&#246;he — gibt es offenbar nur hotels. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>nach dem kurzen abstecher nach venedig stand ende januar wieder das alljährliche skivergnügen in meinem kalender. diesmal hatte ich mir obergurgl ausgeguckt: ein offenbar recht nettes skigebiet mittlerer größe mit wenig betrieb. die unterkunftsuche hatte sich etwas mühsam gestaltet, in dem dorf — immerhin schon auf 1900 m höhe — gibt es offenbar nur hotels. das sieht auch wirklich so aus, wenn man da hineinkommt, stellte ich dann fest. ich fand dann aber doch noch ein zimmer, direkt an der skibushaltestelle. das ist ja für mich als bahnfahrer nicht ganz unwichtig ;-)</p>
<p>die <strong>anreise</strong>: ins ötztal ist es schon ein gutes stück fahrt von mainz aus. es gibt aber eine wunderbare verbindung: ein ic von münster nach innsbruck, der samstags einmal fährt und auch in mainz halt macht. also habe ich mich hier am rhein in den zug gesetzt — erst um kurz nach 11 ging es los — und meinen platz bis ötztal bahnhof (wirklich kaum mehr als ein bahnhof am eingang des ötztales) nicht mehr hergegeben. betrieb war ziemlich viel, doch so einige skifahrer, aber auch ohne reservierung hatte ich glück. die späte abfahrt in mainz führte dann nur dazu, dass ich erst recht spät und im dunkeln ankam. denn vom bahnhof muss man noch einmal mehr als eine stunde, ca. 80 minuten sogar, mit dem bus rechnen, bis man in obergurgl ist. schließlich kommt danach ja auch nix mehr. so bekam ich also überhaupt nicht mit, wo ich eigentlich gelandet war. die unterkunft lag aber nicht nur sehr praktisch an der bushaltestelle, sondern auch nur ca. 500 m von der talstation der hochgurglbahn entfernt und direkt an loipe und winterwanderweg. dem sport stand also nichts mehr im weg.</p>
<p>und damit ging es am <strong>sonntag</strong> gleich los: mit dem ersten lift zur gondelbahn und hinein ins vergnügen. das war es, vom ersten moment an. auch wenn ich schon etwas merkte, dass der letzte skitag doch einige zeit zurücklag. zunächst fing ich mal mit dem naheliegenden pisten an, dem wurmkogl und dem schermer. zu letzterem führt übrigens eine neue, luxuriöse 8-personen-gondelbahn hinauf: offenbar ist es dort oft so kalt, dass die bergbahngesellschaft hier ihre profite mit so einer überdimensionierten anlage loswerden musste … zum glück war sie nie voll (ist sie wohl auch bei voll ausgebuchten hotels nie) — überhaupt war für einen sonntag angenehm wenig betrieb. wartezeiten gab es nie — also auch keine pausen. ich bin, wie auch jeden weiteren tag also von kurz nach neun bis vier uhr durchgefahren. zum ausruhen gibt es ja lifte. nun ja. in hochgurgl gibt es nämlich tatsächlich auch noch schlepplifte — fast ein anachronismus. und zumindest einer davon ist alles andere als geruhsam. doch dazu später mehr. am sonntag machte ich mich also erst einmal auf, mit dem gebiet vertraut zu werden, alles abzuklappern. oder fast alles. zumindest in hochgurgl. also war auch der etwas längere schlepper am kirchenkar mit der ganz netten roten abfahrt und schönen kleinen varianten dran. abseits der piste machte sich aber sehr bemerkbar, dass es schon lange nicht mehr vernünftig geschneit hatte: das war alles eher hart und sehr, sehr zerfahren. aber trotzdem schön, dort.<br />
auch die große karbahn mit der leider nicht mehr allzu üppig mit schnee bedeckten schwarzen abfahrt direkt am lift hinunter kam an die reihe. diese abfahrt zog mich irgendwie immer wieder an. zum einen eine der wenigen nicht so superbreiten abfahrten. zum anderen durch drei querende wege, die ziemlich heftige stufen in den schönen steilhang schneiden, nicht ganz einfach fließend zu befahren.<br />
auch die höchste stelle, der wurmkogl II mit seiner kleinen aussichtsrestauration (im marketingslang des ötztals (eine ziemlich schlimme sache) „top mountain star” genannt, war auf dem programm. dort oben gibt es eine nette, knackige schwarze abfahrt mit zwar sehr hartem, aber schön steilem einstieg. und natürlich einen tollen ausblick von dieser höhe aus. und nebenbei führt von dort oben auch eine gemütliche blaue abfahrt hinunter, die an mehreren stellen schöne varianten ermöglicht, die jetzt aber durch die vielen vorgänger schon sehr zerfahren, meist schon zur ordentlichen buckelpiste geworden war.<br />
die talabfahrt von hochgurgl war zwar nicht besonders spannend (sehr typische talabfahrt mit ausgebauten wegen etc.), dafür aber typisch eisig im unteren teil. und erstaunlich leer für kurz vor vier an einem sonntag nachmittag. dem skifahren folgte dann — natürlich — noch das laufen, auf den gewalzten winterwanderwegn bzw. der skatingloipe sehr schön möglich.</p>
<p>am <strong>montag</strong> ging es ebenfalls wider um kurz nach neun los. diesmal allerdings mit dem bus in die anderer richtung, zur festkoglbahn am ortseingang von obergurgl. da noch nix (wirklich, nix!) los war, stürzte ich mich gleich mal wieder in die talabfahrt. am festkogl gibt es zwei davon: eine normale rote und eine sehr schöne, auch landschaftlich reizvolle und gar nicht so schwere schwarze variante. später ging es dann mit den auch sehr schönen, abwechslungsreichen pisten an der roßkarbahn (mit netter, einfacher variationsmöglichkeit direkt unterm lift) und vor allem der plattachbahn weiter. beides übrigens sessellifte mit mittelstationen. gegen mittag wechselte ich dann noch zur hohen mut. die rote abfahrt von der bergstation der neuen gondelbahn fand ich aber nicht so spannend: da merkt man doch zu sehr, dass sie sehr künstlich in den berg hinein gebaut wurde. unten ging es dann nahtlos an der steinmannbahn weiter, wo es immerhin einige bucklige varianten durch die verstreut stehenden bäume auszuprobieren gab. an der hohen mut oben habe ich aber, es kaum glaubend, tatsächlich herbert heckers, dem autor des einzigen deutschen buches über den monoski, den ich schon von einem der <a title="monoski-forum" href="http://www.mono-ski.org" target="_blank">monoski.org</a>-<a title="monoski-treffen 2008" href="http://matthias-mader.de/freizeit/monoskitreffen-in-galtuer/">treffen</a> kannte, getroffen. er und seine frau hatten mich schon am sonntag gesehen und sofort am fahrstil erkannt und wir liefen uns noch öfters über den weg … bei einer der letzten abfahrten von der hohen mut nahm ich dann noch die äußere pistenvariante — keine besonders gute idee. im schönsten tempo sah ich dann eine bodenwelle zu spät, flog ein stück und versemmelte die landung etwas. über roßkarbahn und die schöne schwarze talabfahrt ging es zurück zur festkogbahn und weiter zum laufen — das wurde aber nur sehr wenig, weil ich mich nach zwei anstrengenden skitagen recht schlapp fühlte.</p>
<p>der <strong>dienstag</strong> präsentierte sich nach zwei sehr sonnigen tagen mit eher schwierigem skiwetter: fast lückenlosen wolken. und kurz vor 3000 m ist das ziemlich schnell nebel ;-). zumal es bald ganz zuzog und leicht zu schneien anfing — leider nicht sehr ergiebig. zunächst trieb ich mich wieder in hochgurgl rum: der schlepplift am vorderen wurmkogl wollte mich noch kennenlernen. dort gab es, bei diesem wetter nicht sehr ideal, nur eine vollkommen unmarkierte piste (überhaupt ist die pistenmarkierung und –beschilderung in obergurgl extrem spartanisch), die teilweise kaum zu finden war: dafür aber eine sehr schöne, im unteren drittel unpräparierte enge &amp; steile schwarze piste. nur leider war der schlepper auch enstprechend: steil, ohne liftspur (einmal auch quer durch die buckelpiste) — beim dritten mal hat’s mich rausgehauen. das forderte natürlich spätere revanche. zunächst beließ ich es aber dabei, denn der schwere, schnelle, steile schlepper und die abfahrt waren doch eine anstrengende kombination mit dem mono. bis mittag war ich dann wieder an der großen karbahn und am kirchenkar unterwegs, bevor ich noch mal den dieses mal sehr schönen oberen teil des wurmkogls und des schermers (mit ausflügen neben die piste) unter den ski nahm. nachdem es gegen mittag etwas heller geworden war, verschlecherte sich die sicht mit dem verschwinden der sonne hinter den bergen gegen 15 uhr wieder deutlich, so dass ich etwas früher schluss machte und schon um 15:40 wieder an der talstation stand. danach noch schöne, aber sehr langsame sieben laufkilometer im leichten schneegestöber und der tag war vollendet.</p>
<p><strong>mittwochs</strong> zog es mich nach sölden. nicht nur mich: ausgerechnet an diesem tag war der skibus so voll, dass ich um zehn vor neun gerade noch so einsteigen konnte. in sölden, an der gaislachkoglbahn, die auf gut 3000 m hinauf führt, durfte ich auch das erste mal anstehen. überhaupt war in sölden doch deutlich mehr betrieb — auch wenn es für die dortigen verhältnisse wohl sehr leer war. zumindest schien mir das so, wenn ich mir die riesigen, langen eingangsgatter und –zäune an den liften ansah. da muss wohl öfters mal ziemlich viel los sein. das skigebiet ist um einiges größer als obergurgl, vor allem recht weitläufig. alles habe ich an einem tag gar nicht geschafft (und auch nicht gewollt), die gletscher sparte ich mir gleich. sonst blieben aber recht wenig lücken: zunächst vom gaislachkogl hinüber zum giggijoch (wo ein ziemlicher rummel herrscht), dort gibt es an der roßkirplbahn eine schöne schwarze piste und nebendran eine ausgewiesene buckelpiste (etwas schwer &amp; steil für mich …), auch einige nette rote abfahrten. und vor allem eine sehr schöne schwarze talabfahrt, die am späten vormittag natürlich menschenleer war. die giggijochbahn brachte mich wieder zurück ins skigebiet, wo ich mich in richtung gletscher weiter machte und an der genialen piste am schwarzkogl eine weile hängenblieb: die konnte ich wunderbar am äußersten rand im kurzschwung schön rhythmisch abfahren — einfach herrlich, genau die richtige mischung aus gefälle und losem, weichen schnee, den die anderen an den rand geschoben hatten. über einige zwischenstationen, u.a. die heidebahn ganz außen, nahm ich dann die rote talabfahrt und wurde erneut überrascht — diesmal von einem anderen monoskifahrer, der lange keinen gleichgesinnten mehr getroffen hatte. zusammen sind wir dann wieder auf den gaislachkogl hoch und zusammen in richtung rettenbachtal abgefahren. dort trennten sich unsere wege wieder: ich nahm die schwarze talabfahrt zurück in den ort, er kehrte noch einmal ein. zurück in gurgl bin ich dann mit dem rucksack nach obergurgl gelaufen, etwas lebensmittel-nachschub einkaufen — das gab immerhin etwas mehr als sieben kilometer laufstrecke.</p>
<p>am <strong>donnerstag</strong> blieb ich morgens der piste zunächst einmal fern: die sicht war nahe null, das schien mir sinnlos. gegen elf uhr hielt es mich dann doch nicht mehr im zimmer: inzwischen hatte der mäßige wind die wolkendecke etwas verschoben und aufgelockert, so dass zumidnest hoffnung bestnad. ich startete in hochgurgl mit einigen talabfahrten und den nicht so hoch gelegenen pisten an der großen karbahn und dem kirchenkarlift. gegen 13 uhr, als mittagspause, transferierte ich mich dann mit dem top-express hinüber nach obergurgl, um hauptsächlich die talabfahrten, insbesondere die schöne schwarze version, hinunterzubrausen. viel mehr war dann auch nicht mehr möglich: nach und nach wurden immer mehr lifte abgestellt — der wind wurde recht frisch und stellenweise stürmisch, skifahrer waren sowieso kaum welche unterwegs. auch die festkoglbahn lief nur noch in langamer geschwindigkeit — aber sie lief immerhin. gegen halb vier reichte es mir dann doch, nachdem ich mich nochmal in den weichen schneeanwehungen beim sturz über beide körperachsen überschlagen hatte und ich ging laufen. den abend verbrachte ich dann noch sehr gemütlich im jagdhof bei herbert und gabriele.</p>
<p>und dann war auch schon wieder <strong>freitag</strong> und damit schon fast schluss. also stand ich natürlich wieder um neun uhr an der talstation, diesmal wieder am festkogl. mittags wechselte ich wieder nach hochgurgl hinüber, der vordere wurmkogl reizte mich noch einmal. diesmal flog ich gleich beim ersten mal schon recht weit unten aus dem lift — sogar der liftwärter merkte es … aber die restlichen male ging es dann. und die piste belohnte die mühe aufs herrlichste: der leichte schneefall und der wind hatten sie wunderbar gemach — einfach herrlich. auch wenn sich gerade im unteren teil einige anfänger herumtrieben, die da wenig spaß hatten ;-). da mir das auf die dauer aber doch zu anstrengend wurde, wechselte ich wieder an den wurmkogl, der oben blödsinnig hart gefroren war und keinen spaß machte und an den wesentlich angenehmeren schermer. später, am kirchenkarlift, als es schon wieder anfing kalt zu werden, verlor ich dann auch noch meine rechte kontaktlinse — einfach so. und als die sicht dann auch noch nachließ, wurde mir das in den fehlenden kontrasten zu blöd und ich machte mich wieder auf den weg ins tal — immerhin, es war doch wieder kurz vor 16 uhr bis ich unten war. zum abschluss lief ich dann die straße noch hochgurgl und bis zur mautstation in richtung timmelsjoch hinauf: der wohl langsamste der letzten jahre für mich: lang und erstaunlich steil ging es da hoch (auch runter keine reine freude mit so ausgepowerten oberschenkeln nach einer woche skifahren und laufen …).</p>
<p>die <strong>heimreise</strong> am samstag verlief dann nicht ganz so glatt wie der hinweg. morgens hatte wieder leichter schneefall eingesetzt. und für den postbus war das offenbar dermaßen überraschend, dass er erst mit fast zwanzig minuten verspätung abfuhr. bis ötztal bahnhof hatte er zwar einiges wieder herausgefahren, aber es reichte trotzdem nur dazu, dass ich den ic, der mich ohne umsteigen nach mainz gebracht hätte, gerade noch abfahren sah. also durfte ich über innsbruck — münchen — stuttgart reisen — was gerade einmal eine halbe stunde länger dauerte als die eigentlich geplante verbindung und auch tadellos klappte.</p>
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		<title>felix austria mit beata olanda (und deutschen zuh&#246;rern)</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 21:02:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nein, viel Spa&#223; verstehen diese vier nicht. Daf&#252;r ist ihnen die Sache viel zu ernst. Schlie&#223;lich geht es um gro&#223;e Musik. Und das erfordert nicht nur Ernst, sondern auch volle Hingabe. Eines wird n&#228;mlich schnell klar in der St. Antoniuskapelle: F&#252;r „La Beata Olanda“ gibt es keine halben Wege. Alles oder Nichts hei&#223;t die Devise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, viel Spaß verstehen diese vier nicht. Dafür ist ihnen die Sache viel zu ernst. Schließlich geht es um große Musik. Und das erfordert nicht nur Ernst, sondern auch volle Hingabe. Eines wird nämlich schnell klar in der St. Antoniuskapelle: Für „La Beata Olanda“ gibt es keine halben Wege. Alles oder Nichts heißt die Devise für das Spezialistenensemble – trotz des Namens übrigens eine ziemlich deutsche Sache. Und das heißt wiederum: Sie geben alles. Denn Scheitern steht nicht auf dem Programm. Dafür aber eine kleine Rundreise durch den deutschen und österreichischen Barock – mit deutlichem Schwerpunkt auf dem Alpenland. Sowohl Bach als auch Händel, beide mit einer Violinsonate vertreten, werden da eher zur Nebensache. Viel spannender und viel vitaler auch  gelingt dem Quartett die Auswahl aus den Sonaten von Johann Heinrich Schmelzer und Heinrich Ignaz Franz von Biber. Die können beide ein reiches Oeuvre vorweisen – nicht nur quantitativ. Und vor allem für Violinisten. Schmelzer, Hofkapellmeister im Wien Kaiser Leopolds, war als Komponist genauso angesehen wie als Violinist. Und für den Salzburger Hofmusikus Biber gilt nur zwanzig Jahre später das gleiche: Gefeierter Tonsetzer und europaweit berühmter Virtuose auf der Geige. Entsprechend anspruchsvoll sind viele seiner Sonaten.<br />
Für Claudia Hoffmann scheint die technische Herausforderung aber nicht besonders hoch zu sein. Fast gelassen und ohne Furcht wählen sie und ihre Mitstreiter forsche Tempi, forcieren die Kontraste zwischen ruhigen Abschnitten und wild-brausenden Passagen noch zusätzlich.<br />
Ihre technischen Fähigkeiten stellen sie dabei genauso wenig heraus wie sich selbst. Egal ob in Schmelzer Duosonaten für Diskantgambe und Violine (aus der Sammlung „Duodena selectarum sonatarum“) oder seiner dritten Sonate aus den großen „Sonatae unarum fidium“, ganz gleich ob in Tanzsätzen oder Ostinati – immer macht „La Beata Olanda“ das Material zu absoluter, ganz und gar reiner Musik. Da wird dann auch nichts mehr historisiert – das Wissen um die zeitgenössische Aufführungspraxis ist auch nur noch ein Mittel, dieser Musik zu ihrer vollständigen, unparteiischen Materialisierung zu verhelfen. Und das funktioniert blendend. Vielleicht auch deshalb, weil der kleine Raum der St. Antoniuskapelle das gut unterstützt: Mitten im musikalischen Geschehen wähnt man sich als Publikum, so direkt und unmittelbar umfangen einen die reichhaltigen Klänge.<br />
Und direkt ist schließlich auch der Zugriff des Ensembles: Mit voller Kraft werfen sie sich etwa in die Kontraste und Spannungen der Sonaten. Da gibt es keine Beschönigungen, aber auch keine übertriebenen Dramatisierungen, sondern einfach nur Musik – mal entspannend, mal spannungsgeladener als jeder Krimi. Und wenn sie dann das Konzert mit Bibers c-Moll-Sonate enden lassen, zeigen sie nicht nur großen Mut, sondern auch unbarmherzige Härte: So ein Cliffhanger ist ziemlich gemein. Aber auch ganz schön gut.</p>
<p>(konzert des <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainz-klassik.de/content/view/14/14/" title="musiksommer" target="_blank">mainzer musiksommers</a></span>, geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)</p>

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		<title>skiurlaub 2009, #2</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 11:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[diesmal ging es zwar wieder nach tiro, aber nach serfaus. f&#252;r mich eine neue erfahrung — in diesem skigebiet war ich vorher noch nie. aber es war bestimmt nicht das letzte mal. zwar ist der ort ziemlich teuer — vor allem die unterk&#252;nfte kosten eine menge geld — aber das skigebiet ist gro&#223;e klasse. sch&#246;ne, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>diesmal ging es zwar wieder nach tiro, aber nach serfaus. für mich eine neue erfahrung — in diesem skigebiet war ich vorher noch nie. aber es war bestimmt nicht das letzte mal. zwar ist der ort ziemlich teuer — vor allem die unterkünfte kosten eine menge geld — aber das skigebiet ist große klasse. schöne, eher schmale pisten. eine schöne gegend. wunderbare verbindungen zwischen den teilen (also vor allem zwischen serfaus, fiss und ladis, aber auch innerhalb des recht ausgedehnten serfauser teils).</p>
<p>die anreise am samstag war allerdings eher mühsam. die autobahnen waren in deutschland natürlich wieder sehr voll, der übliche reiseverkehr mit den üblichen staus — etwa vor &amp; am albanstieg — eben. und der fernpass war auch so voll, dass es nur noch im stop und go hoch und wieder runter ging. in imst suchten wir vergeblich den hofer, um unsere lebensmittelvorräte für die woche zu ergänzen, bis joachim auf die idee kam, dass der in landeck doch viel praktischer liegt … den hatten wir dann tatsächlich schnell gefunden und die autos noch ein wenig voller geladen. ab dort ging es dann weiter ins inntal hinauf, bis zum abzweig nach serfaus. die straße führt dann am talhang in 12 (durchnummerierten) kehren auf kurze strecke fast 1000 höhenmeter hinauf auf das terassenplateau, auf dem serfaus, fiss und ladis (in umgekehrter reihenfolge) liegen — mit prächtigem ausblick über das tal. in serfaus war gerade ziemlich viel betrieb — die skifahrer kamen von der piste zurück, die letzten urlauber verschwanden, neue kamen … unsere unterkunft fanden wir sofort, sie lag ja auch super zentral am kirchplatz. und damit direkt an der u-bahn-station. denn so verrückt es klingt, serfaus hat eine miniatur-u-bahn unter der hauptstraße, die vom großen parkplatz am ortseingang über zwei stationen zur seilbahn-talstation am anderen dorfende führt — eine wunderbar praktische und schnelle möglichkeit, morgens ins skigebiet zu kommen und abends zurück. aber auf dem rückweg war sie nur bedingt nötig, weil man eine talabfahrt problemlos bis zur dorfmitte verlängern konnte und dann nur noch wenige meter zu gehen hatte. laufen musste ich an diesem tag nicht mehr, das hatte ich morgens in darmstadt erledigt, um für den ersten skitag am sonntag so ausgeruht wie möglich zu sein ;-).</p>
<p>der erste tag auf der piste also. es sollte einiges passieren … wir schafften es trotz kartenkauf etc., ziemlich genau um 9 uhr in die erste gondelbahn einzusteigen. schnell orientierten wir uns in richtung pezidbahn. dort gibt es zwei sehr schöne und teilweise ordentlich steile schwarze pisten. bei herrlichstem wetter — viel sonne vor allem — stürzten wir uns also mehr oder weniger schnell die pisten hinunter. und ich zusammen mit markus und heike, die schon samstags in serfaus unterwegs gewesen waren, auch in die unpräparierten hänge neben der piste. das ging vom ersten moment an erstaunlich gut und machte eine menge spaß — so langsam werde ich mit dem mono auch dort immer sicherer. ich tummelte mich gerade dort, etwas abseits, als joachim scheinbar unfreiwillig beschloss, den geschwindigkeitsrekord auf der pezidabfahrt zu brechen. bei einer welle kam er dann ordentlich ins fliegen, hatte nach der landung enormen speed. und beim nächsten bogen zerfetzte es ihn dann. oder besser gesagt: seine bindung. und zwar so ziemlich total: an beiden skiern waren nur noch trümmer übrig — die eine fersenback fehlte komplett, das vordere gehäuse an mehreren stellen gebrochen. und am anderen ski hatte sich der vordere bindungsteil komplett vom ski gelöst — die kunststoffverbindung war gebrochen. so etwas habe ich noch nie gesehen … ihm selbst ist dabei zum glück nichts passiert und nach einigem hin und her glitten thorsten und er auf jeweils einem ski zur talstation der pezidbahn hinunter. dort wurde er dann von einem skibob abgeholt — ohne skier kommt man von dort nämlich eigentlich nicht weg. und der nächste verleih war an der mittelstation der komperdell-lazid-bahn … ansonsten war der sonntag aber ein wunderbarer skitag. der schnee war griffig, die pisten präpariert, das wetter gut — wie meist in dieser woche eher warm, eigentlich nie unter 0 °C.</p>
<p>auch der montag bot eher wenig überraschungen. wir erkundeten weiter das skigebiet, fanden noch eine schöne variante zwischen pezid und arrezjoch. die carver schossen sich schon ein wenig auf die pisten am plansegg ein — da bot sich ein schönes spielfeld für sie. der dienstag zeigte sich dann mit deutlich wechselhafterem wetter. nachdem es den ganzen tag bewölkt und leicht nebelig war, setzte gegen mittag noch recht ordentlicher schneefall ein, der uns dann schon recht früh, gegen 14 uhr, von der piste nach hause trieb. das bot mir immerhin gelegenheit, mal etwas mehr zeit zum laufen zu haben. die ersten beiden tage war da noch nicht viel bei herumgekommen — ich suchte noch passende wege und versuchte mich an die steilen hänge zu gewöhnen. am dienstag brachte ich dann immerhin <a title="laufstrecke 3.3.2009" href="http://www.gpsies.com/map.do?fileId=nkqxfjnfxkhpgbzl">knapp 10 kilometer</a> zusammen. und fand einige schöne stellen. es macht nämlich trotz der anstrengung und selbst bei vergleichsweise schlechtem wetter eine menge spaß, in verschneiten bergen und wälder zu laufen — so lange man wege hat, die planiert wurden und man nicht durch tiefschnee stapfen muss. das propierte ich für ziemlich genau fünf schritte — jeweils inklusive einsinken im schnee bis fast an den schritt: das war dermaßen erschöpfend, dass ich schnell wieder halbwegs festen boden unter den füßen suchte.</p>
<p>der mittwoch bescherte uns dann schon wieder ganz anderes wetter: föhn war angesagt. und der brachte ziemlich starke winde mit sich, so dass vor allem vormittags der seilbahn– und liftbetrieb doch einiges eingeschränkt wurde. aber ein gutes hatten die kräftigen winde: sie bliesen die wolken hinweg. morgens war alles noch ziemlich verhangen. aber spätestens ab mittag überwog wieder der blaue himmel und die strahlende sonne. das machte dann so viel spaß, dass wir bis zum endgültigen schluss der lifte auf den pisten blieben und deshalb erst nach 16 uhr auf die talabfahrt kamen.  da konnte der donnerstag dann überhaupt nicht mithalten: wieder war das wetter verändert. allerdings nicht zum besten. denn dicker und ziemlich beständiger nebel hing in den bergen. wenn man glück hatte, war man zur richtigen zeit am richtigen ort und konnte kurze, minimale auflockerungen genießen. da aber die wolkendecke insgesamt ausgesprochen niedrig hing, war die sicht durch das extrem diffuse licht ausgesprochen gewöhnungsbedürftig, um nicht zu sagen schlecht. dazwischen kam immer wieder leichter schneefall, der sich zum abend hin noch verstärkte. die pisten waren zwar in sehr gutem zustand und es war ziemlich wenig betrieb, aber aufgrund der eingeschränkten sicht war das fahren doch recht anstrengend. auch am freitag blieb uns der nebel und der schneefall weitgehend erhalten. trotzdem war auf den pisten noch eine menge spaß zu haben. und auch auf der einen skiroute, die ich dann doch noch gefahren bin, der schleifplattenroute an der oberen scheidbahn. die war zwar im obersten stück nicht nur sakrisch steil, sondern auch sehr unangenehm ungleichmäßig verbuckelt. da verlor ich dann endgültig noch einen teller meiner skistöcke, die eh schon stark in mitleidenschaft gezogen waren. und ohne teller macht das fahren abseits der piste doch erstaunlich wenig spaß ;-). aber die schwarzen pisten waren noch ziemlich gut zu fahren, vor allem die an der oberen scheidbahn und am pezid. und auch die waldabfahrt vom alpkopf hinunter hatte noch ihren reiz. zwar war die rote piste ziemlich zerfahren. aber am rand blieben so anderhalb meter, wo sich der schöne lose und weiche schnee sammelte — da stürzte ich mich noch einige male herab. aber irgendwann — leider schon vor 16 uhr — waren meine oberschenkel dann einfach hinüber. das viele fahren auf schweren, steilen pisten und die nicht gerade leichten laufstrecken machten sich bemerkbar. zur krönung verlängerte ich meine laufrunde dann am freitag auch zu einer <a title="laufrunde vom 6.3.3009" href="http://www.gpsies.com/map.do?fileId=lnmcgmpuanwwmqgv">richtigen runde </a>auf über 11 kilometer: über den beutelkopfweg zur bergstation des sunliners, von dort über den panorama-genuss-wanderweg hinüber zum komperdell und nach einigen stücken skipiste quer zum hang zurück nach serfaus — mit abstand die schönste strecke der woche, herrliche ausblicke trotz mittelprächtigen schneefalls …</p>
<p>die heimreise verlief dann eher unspektakulär — da wir relativ früh starteten, waren wir zwar im dichten verkehr und schneefall unterwegs, blieben aber wenigstens von größeren staus verschont. und schon wieder war eine woche skifahren vorüber …</p>
<p>fotos habe ich natürlich doch wieder nur sehr wenige gemacht — das auspacken etc. ist immer zu umständlich … aber ein paar sind hier immerhin:<br />
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		<title>skiurlaub 2009, #1</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 17:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>am montag, den 5.1., ging es also los. der bus war schon am sonntag abend gepackt (und die frage, wem welche skier gehören, war auch geklärt), mein monoski ruhte sanft in dem haufen der duo-latten der anderen. frühmorgens sammelten wir uns also um den bus — christoph, christoph, maike, volker und ich. und etwas ganz außergewöhnliches in erbach: richtiger schnee. der machte das fahren dann ein wenig unlustig, denn geräumt war noch erstaunlich wenig. bis neckarsulm tuckerten wir also recht vorsichtig unseres weges. auf der autobahn lief es dann aber prächtig, so dass wir doch schon nach ziemlich genau sechs stunden am ende des zillertals in das tuxer tal hinauffuhren und auch ganz problemlos unsere ferienwohnung auf dem <a href="http://www.honsnhof.at">honsnhof</a> in vorderlanersbach fanden. die war mit zwei schlafräumen und gemütlicher wohnküche sehr angenehm ausgestattet (und vor allem außerordentlich gut geheizt). schnell hatten wir uns eingerichtet und christoph auch schon die playstation angeschlossen — der urlaub konnte also so richtig losgehen. doch halt — vorher mussten wir für den anderen christoph noch skier und schuhe besorgen. dafür statten wir <a href="http://www.carvingski.at">stefans skistall</a> einen besuch ab, während der rest der gruppe schon einmal die liftkarten kaufte.<br />
am nächsten tag, heilige drei könige, ging es dann endlich auf die piste. zwar nicht ganz so früh, wie ich das gerne gehabt hätte ;-), aber noch zu einer annehmbaren zeit (und es wurde mit jedem tag besser …). endlich konnte mein <a href="/freizeit/ski/dieser-ski-ist-der-hammer/">snowshark</a> wieder schnee schnuppern! schon die ersten schwünge machten klar: das funktioniert trotz langer sommerpause noch bestens. gut, die pisten auf dem rastkogel und penken, wo wir den ersten tag verbrachten, waren auch ordentlich präpariert. schnee hatte es allerdings eher wenig — 110 cm konnte ich da nirgends entdecken. an nicht wenigen exponierten stellen kamen nachmittags gras und steine zum vorschein. das lag vielleicht aber auch daran, dass relativ viel betrieb war auf den pisten. wir hatten aber trotzdem eine menge spaß, gleich schon am ersten tag. die eher zurückhaltenden skifahrer der gruppe sorgten auch gut dafür, dass ich mich immer wieder ausruhen konnte …<br />
so sah der erste tag also aus:  <a title="meine skiline vom 6.1." href="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/skiline-612009.png"><img class="ngg-singlepic ngg-none" src="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/thumbs/thumbs_skiline-612009.png" alt="skiline 6.1." /></a></p>
<p>nach dem recht frühen schluss auf der piste  zog ich mir erst einmal die laufschuhe an (viel wurde es am ersten tag nicht, dafür ein schönes stück auf einem wanderweg durch den wald am hang oberhalb unserer ferienwohnung). und nach dem tafeln war natürlich wieder arbeit angesagt (zumindest für die männer): <a title="der sp&uuml;ltrupp in aktion" href="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/spueltrupp.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none" src="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/thumbs/thumbs_spueltrupp.jpg" alt="spueltrupp" /></a></p>
<p>auch am mittwoch starteten wir wieder am rastkogel. nach einigen wunderschönen (und vor allem schnellen) abfahrten am horbergjoch — die pisten waren wieder schön hart und glatt präpariert, es war recht wenig betrieb — wanderten wir wieder hinüber zu penken, zum nordhang und knorren sowie ins schneekar, wo es eine nette schwarze piste gibt. mittagspause machten wir an der neuen hütte „check point”, eine sehr schön gelegene, sonnige hütte. denn das wetter war nach der leichten bewölkung des ersten tages perfekt: sonne pur, keine einzige eintrübung, aber noch ausreichend kalt, damit der schnee nicht allzu weich wurde und hinweg schmolz.<br />
so sahen wir am start zur panoramaabfahrt (wirklich eine der schönsten pisten dort, nicht nur der aussicht wegen, sondern auch ihrer hänge wegen): <a title="unser trupp am start der panoramaabfahrt vom rastkogel hin&uuml;ber zum penken" href="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/gruppenbild-start-panoramaabfahrt.jpg"></a></p>
<p><a title="unser trupp am start der panoramaabfahrt vom rastkogel hin&uuml;ber zum penken" href="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/gruppenbild-start-panoramaabfahrt.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none" src="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/thumbs/thumbs_gruppenbild-start-panoramaabfahrt.jpg" alt="gruppenbild" /></a></p>
<p>so, das war also schon fast der zweite tag (die harakiri-piste sind wir natürlich auch hinunter gebraust. das war aber kein besonderer spaß, weil auch die gerade oben, wo sie eh’ nicht so einfahc ist, brutal hart gefroren war. da rutschen selbst die skifahrer mit ihren zwei latten ganz schön hin und her). denn danach machten wir uns schon bald wieder auf in richtung tal. diesmal über die skiroute (die eigentlich keine ist, sondern ein durchweg präparierter verbindungsweg) auf die eggalm, weil nur von dort eine talabfahrt nach vorderlanersbach führt. auch für diesen tag wieder die daten: <a title="meine skiline vom 7.1." href="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/skiline-712009.png"><img class="ngg-singlepic ngg-none" src="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/thumbs/thumbs_skiline-712009.png" alt="skiline 7.1." /></a></p>
<p>am donnerstag wechselten wir das skigebiet und erkundeten den tuxer gletscher. hier war es zwar ein kleines bisschen kälter, aber dafür auch garantiert weiß … und auch hier gibt es durchaus einige schöne abfahrten. vor allem weil ich bei dem herrlichsten sonnenschein volker und christoph diesmal den schlegeis-lift schmackhaft machen konnte — daneben war auch mal ein kleines bisschen off-piste angesagt, obwohl der schnee auch dort schon sehr hart, fast schon so fest wie auf der piste, und bereits reichlich zerfahren war. nach dem skitag (die <a title="skiline" href="http://www.skiline.cc" target="_blank">skiline</a> zeigt nicht alle liftfahrten, weil auf dem gletscher einige lifte ohne kontrolle laufen: <a title="meine skiline vom 8.1." href="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/skiline-812009.png"><img class="ngg-singlepic ngg-none" src="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/thumbs/thumbs_skiline-812009.png" alt="skiline 8.1." /></a>) auch am donnerstag war nach dem skifahren für mich natürlich laufen angesagt. christoph kam mit und hatte dann leider ziemliche probleme mit einer alten knieverletzung, die weder den unruhigen untergrund des winterwanderweges noch die stärkeren steigungen hinauf und hinab gut vertrug — und ihn dann leider auch am letzten tag beim skifahren noch einschränkte.</p>
<p>der letzte tag führte uns ein weiteres mal auf den rastkogel — wieder starteten wir am horbergjoch, zogen dann über die wanglspitz weiter zu knorren und schneekar. da hat es mich dann auf der schwarzen piste beim zweiten mal tatsächlich noch hingelegt: aufgrund eines ziemlich blödsinnig und unaufmerksam falsch platzierten stockeinsatzes kippte ich im steilhang einfach schön nach vornüber, rutsche dann ein gutes stück bäuchlings mit dem kopf voran die piste hinunter, bis ich endlich den ski wieder nach unten bekam. das war bestimmt ein nettes spektakel für die leute im lift, der natürlich just in diesem moment stillstand … unten, am ende der piste, hatte ich dann aber trotzdem noch genügend zeit, mich vom schnee zu säubern, bevor die anderen wieder zu mir stießen. auf unserem nachmittäglichen weg zur eggalm wurden wir dann leider von einer liftpanne am eggalm-nord-sessel aufgehalten, die das ganze ziemlich verzögerte und auch ein wenig die lust nahm, den tag bis zum schluss auszureizen. deshalb sieht die skiline so aus: <a title="meine skiline vom 9.1." href="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/skiline-912009.png"><img class="ngg-singlepic ngg-none" src="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/thumbs/thumbs_skiline-912009.png" alt="skiline 9.1." /></a></p>
<p>dafür war der sport an diesem tag noch nicht erledigt — ich ging selbstverständlich auch wieder laufen. vor allem aber aßen wir auf der grieralm zu abend und rodelten dann die knapp fünf kilometer nach lanersbach hinunter. ein ziemlich ruppiges und rasantes vergnügen, aber nicht so ganz mein fall …: <a title="auf der rodelbahn von der grieralm ins tal" href="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/rodeln.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none" src="http://www.matthias-mader.de/wp-content/gallery/skiurlaub_2009_1/thumbs/thumbs_rodeln.jpg" alt="rodeln" /></a></p>
<p>die rückreise ging dann so problemlos vonstatten (sieht man mal von dem zunächst ausgefallenen niveauausgleich der hinterradfederung des busses ab), dass wir aufgrund der frühen abfahrtszeit (6.30) tatsächlich schon pünktlich zum mittagessen wieder daheim waren.</p>

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		<title>hofmannsthal gemalt</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Feb 2007 20:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[österreich]]></category>
		<category><![CDATA[biographie]]></category>
		<category><![CDATA[fin de siècle]]></category>
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		<category><![CDATA[wien]]></category>

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		<description><![CDATA[ulrich weinzierl behauptet, „skizzen” zum „bild” hugo von hofmannsthal geschrieben zu haben. meine &#252;berzeugung nach der lekt&#252;re: das sind nur studien zum hintergrund des portr&#228;ts. und ein bild ohne seinen gegenstand ist ziemlich langweilig. dazu passt, dass er aus hofmannsthal einen schriftsteller ohne werk macht. literarisches kommt in diesem rundgang durch hofmannsthals epistolographisches werk n&#228;mlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ulrich weinzierl</strong> behauptet, „<em>skizzen</em>” zum „<em>bild</em>” hugo von hofmannsthal geschrieben zu haben. meine überzeugung nach der lektüre: das sind nur studien zum hintergrund des porträts. und ein bild ohne seinen gegenstand ist ziemlich langweilig. dazu passt, dass er aus hofmannsthal einen schriftsteller ohne werk macht. literarisches kommt in diesem rundgang durch hofmannsthals epistolographisches werk nämlich so gut wie gar nicht vor.</p>
<p>dafür hat weinzierl alles an briefen und zeugnissen gelesen, was es zu hofmannsthal gibt, und auch ganz fleißig exzerpiert. und dann hat er seinen zettelkasten abgeschrieben. bezeichnend für diese arbeitsweise ist das freunde-kapitel, zugleich der hauptteil der nicht gerade umfangreichen studie: dort erfährt man im endeffekt mehr über die freunde als über den eigentlichen gegenstand, hugo von hofmannsthal. so entstehen knapp 230 seiten, dafür aber fast 1000 fußnoten, die ausschließlich zitatnachweise bieten (mit ausnahme einer quelle hat der autor nämlich alles in die endnoten gepackt).</p>
<p>das wesentliche fehlt aber. hofmannsthal bleibt blass: kein mensch wird hier beschrieben, keine person — nur äußerungen werden referiert. noch nicht einmal einen minimalen biographischen abriss leistet sich weinzierl — für wen ist das buch denn dann eigentlich gedacht? denn seiner ansicht nach gibt es ja überhaupt gar keine taugliche biographie des autors. auch weder die epoche wird eingehend charakterisiert noch der mensch. gut, in bezug auf die epoche gibt es immerhin ansätze — was das gesellschaftliche leben angeht vor allem, in hinblick auf politische oder gar kulturelle zusammenhänge gibt sich weinzierl bedeckt.</p>
<p>die forschung bleibt immer anonym, mit formulierungen wie „neueste forschungen” mogelt sich weinzierl da durch. andere biographien oder deren versuche hat er kaum zur kenntnis genommen bzw. kaum verwertet. zumindest spiegelt der text keinerlei auseinandersetzung wider. seine eigenen urteile erscheinen mir — der ich kein experte auf diesem gebiet bin — dann immer etwas freischwebend, sozusagen feuilletonistisch: pointiert bis ins extrem, aber ohne wirklich sachhaltige nachweise oder belege. dafür mokiert sich weinzierl ausgesprochen gern über jeden einzelnen schreibfehler in den briefen, besonders wenn er den absender in seinem verhältnis zu hofmannsthal sowieso negativ zeichnen will.</p>
<p>seltsam und befremdlich fand ich auch seine marotte, zwischen homophilie, homoerotik und homosexualität beliebig hin– und herzuwechseln — je nach bedarf. eigentlich erscheint mir ja schon die gern gebrauchte wendung der homoerotik als halbe korinthenkackerei und augenwischerei, wird sie doch in der regel — insbesondere bei thomas mann — gebraucht, um eine nicht praktizierte, nicht offen und umfassend ausgelebte homosexualität zu beschreiben. das mag ja noch angehen, aber dann noch eine homophilie — die, wenn ich das richtig sehe, vor allem eine jugendliche schwärmerei sein soll — zu konstruieren, ist doch irgendwie lächerlich: entweder geht es um eine (sexuelle) orientierung oder um freundschaft.</p>
<p>insgesamt hinterlässt mich weinzierl zutiefst unbefriedigt: die rätselhaftigkeit, das sprunghafte wesen hofmannsthal, wie es sich gerade in der Pflege (oder Zerstörung) seiner Freundschaft zeigt, den zahlreichen brüskierungen ebenso wie den flehenden bitten um vergebung, lassen weinzierl (und damit seine leser auch) ausgesprochen ratlos zurück. viel mehr als bloßes referieren leistet er da, wo es um das eigentlich der biographie, die erforschung des charakters, gehen sollte, nicht. dafür zieht er sich, je weiter er im text fortschreitet, immer mehr auf ein äußerst simplizistisches erklärungsmodell zurück: hofmannsthal war halt ein genie und hat entsprechend unerklärlich gehandelt. das gipfelt dann in solch absurden und idiotischen sätzen wie diesem: „hat hugo von hofmannsthal seine frau seelisch mißhandelt? keineswegs mehr, als jedes andere genie das eben tut.” (210) mehr braucht man dazu wirklich nicht sagen.</p>
<p><strong>ulrich weinzierl: <em>hofmannsthal. skizzen zu seinem bild.</em> darmstadt: wissenschaftliche buchgesellschaft 2006 (wien: zsolnay 2005).</strong></p>

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		<title>die textfabrik von marlene streeruwitz</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Oct 2006 07:45:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[autor]]></category>
		<category><![CDATA[österreich]]></category>
		<category><![CDATA[novelle]]></category>

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		<description><![CDATA[diese autorin sch&#228;tze ich eigentlich sehr. ihre romane sind nicht nur sprachliche hervorragend gearbeitete kunstwerke, sondern auch in ihrer formalen gestaltung. und nicht zuletzt auch inhaltlich, in ihren zielen, nicht blo&#223; hochinteressant, sondern auch gut und richtig, um einnmal diese gro&#223;en worte zu bem&#252;hen. die novelle morire in levitate (2004) allerdings z&#228;hlt nicht dazu. das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>diese autorin schätze ich eigentlich sehr. ihre romane sind nicht nur sprachliche hervorragend gearbeitete kunstwerke, sondern auch in ihrer formalen gestaltung. und nicht zuletzt auch inhaltlich, in ihren zielen, nicht bloß hochinteressant, sondern auch gut und richtig, um einnmal diese großen worte zu bemühen. die novelle morire in levitate (2004) allerdings zählt nicht dazu. das ist nichts, was mich irgendwie beeindrucken könnte. möglicherweise hatte ich auch gerade nur keine lust, mich mit dem sterben überhaupt und im besonderen zu beschäftigen – das müsste eine zweite lektüre noch einmal kontrollieren. jetzt hatte ich auf jeden fall den eindruck, das hier nur, ohne allzu große inspiration und vor allem ohne dringlichkeit, ohne den drang, etwas sagen/gestalten/machen zu müssen (der bei streeruwitz sonst durchaus solide ausgeprägt ist – gerade das schätze ich ja so an ihr) – ok, wo war ich? – ach ja, der eindruck, das hier ohne innere notwendigkeit die textfabrik arbeiten musste, um leerlauf zu vermeiden. vielleicht war es ja die äußere notwendigkeit, auf dem markt und in der öffentlichkeit präsent zu bleiben, die hinter der veröffentlichung dieser novelle stand. aber jedenfalls erscheint das alles sehr abgenutzt, die stilistischen mittel ohne konsequenz, ohne notwendige verbindung mit dem text und seinem thema, die bilder vage und blass – kurz, mich hat es ziemlich gelangweilt. also ab in die wiedervorlage in 1,2 jahren.</p>
<p><strong>marlene streeruwitz:<em> morire in levitate.</em> novelle. frankfurt/main: fischer taschenbuch 2006.</strong> (erste ausgabe im s. fischer verlag 2004)</p>

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		<title>noch einmal bier-prosa. diesmal von franz dobler</title>
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		<pubDate>Thu, 25 May 2006 09:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>nach „<a href="/2006/05/09/blut-bier/">blut &amp; bier</a>”, den ja wirklich sehr ungewaschenen stories von franz xaver kroetz, kommt gleich die nächste alkohol-lektüre: <strong><em>bierherz. flüssige prosa</em></strong> von <a href="http://www.franzdobler.de"><strong>franz dobler</strong></a> (hamburg: nautilus 1994).  so richtig sauber ist das hier natürlich auch nicht, das wäre von franz dobler auch wohl zu viel verlangt. den anfang macht die wiederverwertung des vorwortes zu einem theaterstück mit dem überraschenden namen „bierherz”, in dem dobler v.a. erklärt, dass man mit seinem stück so ziemlich alles machen kann, so lange nur der text von irgend jemand gesprochen wird. das ganze fix verquirlt mit ein paar tiefschürfenden und jeder menge flachschürfenden gedanken und ideen zum bier und seinem konsum und fertig sind die ersten dreißig seiten des neuen büchleins.…  danach kommt leider nicht mehr viel: eine kleines „reisetagebuch” durch louisiana und texas mit ein paar launigen beschreibungen der musik-, tanz-, bar– und bierverhältnisse dorten ist da noch der höhepunkt. der rest total vernachlässigbar: anekdoten, launig erzählt, absolut unscheinbar und ohne besondere stilmerkmale, ästhetische eigenheiten oder sonstige herausragende eigenschaften: flüssig eben, und schnell verronnen.…</p>

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