Einträge mit dem Schlagwort “musik”
Leichtikeitslüge ganz leicht
Das Kernargument von Holger Noltze, , ist simpel: „Klassische” Musik — wie viele andere Kunst — ist komplex. Um sie erfolgreich genießen, verstehen, erleben zu können, darf die „Vermittlung” — durch Didaktik, Projekte, Events, Aufführung — diese Komplexität nicht — wie es gerne geschieht — übermäßig stark reduzieren, weil dadurch der Kern des Kunstwerkes verloren […]
„Ich höre keine Musik …
… mehr. Ich kann Musik nicht ertragen. Ich hasse Musik. Wenn man mich fragt, ist Musik einer der Gründe, warum alles zum Teufel geht. Jedes Mal, wenn ich Musik höre — als ich noch Musik hörte -,war mir, als müsste ich alles aufgeben. […] Musik schafft hirnlose Einigkeit, sonst nichts. Musik steht für Verantwortungsverdrängung. […] […]
„Klaviermusik, dachte Gieseking, …
… hatte den Vorteil, dass sie oft nicht ganz so donnernd laut, prunkvoll, angeberisch und Besitz ergreifend daherkam wie symphonische Musik. Das Orchester als Überwältigungsmaschine wirkte irgendwie gestrig.” (moritz von uslar, waldstein oder der tod des walter gieseking am 6. juni 2005, 45)
„dass musik zunächst …
… dem vergnügen der ausführenden dient, den verdacht habe ich öfters…” — r. dittmann, bad alchemy 60, 89
ausgespielt
in der tat, „ausgespielt” hat norman lebrecht. er behauptet zwar, die „klassikindustrie” habe ausgespielt. klassikindustrie meint übrigens hier nur die majors der plattenlabels. und das ist eines der größten probleme des autors: er sieht immer nur die halbe wahrheit, ist aber felsenfest überzeugt, dass er unbestechlich bis auf den grund der tatsachen sieht. seine tatsachen […]