Posts tagged “moderne”

Novelle unseren (?) Bewusstseins

Was ist das wohl, ine „Bewusst­seins­no­velle”? 1 Ob Botho Strauß das ver­nünf­tig defi­nie­ren oder erklä­ren könnte? Immer­hin hat er eine geschrie­ben. „Die Unbe­hol­fe­nen” heißt sie, ein klei­ner Text, der im dtv-Taschenbuch mit Mühe auf 123 Sei­ten kommt. Der Text sieht schon auf den ers­ten Blick wie ein ech­ter Botho-Strauß-Text aus: Mit den typi­schen Text­blö­cken, die meist […]

orff, bartók und gershwin glücklich vereint

Béla Bar­tók, George Gershwin und Carl Orff haben wenig gemein. Und doch pas­sen sie alle in das Kon­zert des Bach­cho­res in der Chris­tus­kir­che. Denn kleine Überein­stim­mun­gen fin­den sich doch. Zum Bei­spiel, um ganz prag­ma­tisch anzu­fan­gen, es gibt von jedem Musik für zwei Kla­viere – wenn man schon zwei hoch­klas­sige Pia­nis­ten wie die Brü­der Para­tore zur […]

erste lesedrücke von den bieresch

soviel gleich vor­weg: das (näm­lich klaus hof­fers bei den bie­resch) ist ein selt­sa­mes, befremd­li­ches buch. es ent­fal­tet eine völ­lig andere welt — und doch auch wie­der nicht. bie­resch ist selt­sa­mes völk­chen — schon die namen! alle sind sie mehr­fach benannt, alle extrem mit bedeu­tung auf­ge­la­den (aber auch wie­der nicht, sie kön­nen sie ver­lie­ren, ändern, neue bekommen […]

hofmannsthal gemalt

ulrich wein­zierl behaup­tet, „skiz­zen” zum „bild” hugo von hof­manns­thal geschrie­ben zu haben. meine über­zeu­gung nach der lek­türe: das sind nur stu­dien zum hin­ter­grund des por­träts. und ein bild ohne sei­nen gegen­stand ist ziem­lich lang­wei­lig. dazu passt, dass er aus hof­manns­thal einen schrift­stel­ler ohne werk macht. lite­ra­ri­sches kommt in die­sem rund­gang durch hof­mannst­hals epis­to­lo­gra­phi­sches werk nämlich […]

kugelblitze sausen quer durch die lüfte und mittenhinein in mein literarisches nervenzentrum

noch eine frucht des wochen­en­des: end­lich habe ich ulrike dra­es­ners letz­ten gedicht­band mit dem titel kugel­blitz (mün­chen: lucht­er­hand 2005) gele­sen – er lag ja schon eine weile bereit und hat auch schon zwei anläufe hin­ter sich gehabt, die aller­dings beide ins leere lie­fen. auch die­ses mal reichte die begeis­te­rung nicht für den gan­zen band, der […]

eine inten­sive und den­kauf­wän­dige lek­türe: rein­hard jirgl: abtrün­nig. roman aus der ner­vö­sen zeit. mün­chen: han­ser 2005. ich bin jetzt nach einer lan­gen – meh­rere wochen – lese­reise bis ans ende vor­ge­drun­gen. und ich kann jedem nur emp­feh­len, sich die­ser erfah­rung, die manch­mal zwar den cha­rak­ter eines exer­zi­ti­ums anneh­men kann, zu unter­zie­hen. den jirgl, schon lange […]