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	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; markt</title>
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	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur.</description>
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		<title>Leichtikeitsl&#252;ge ganz leicht</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 10:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kernargument von Holger Noltze, , ist simpel: „Klassische” Musik — wie viele andere Kunst — ist komplex. Um sie erfolgreich genießen, verstehen, erleben zu können, darf die „Vermittlung” — durch Didaktik, Projekte, Events, Aufführung — diese Komplexität nicht — wie es gerne geschieht — übermäßig stark reduzieren, weil dadurch der Kern des Kunstwerkes verloren ginge. Und das war’s dann auch schon — eigentlich. Der Rest der 275 Seiten dieses Buches ist aufgeblasenes, etwas geschwätziges Hin und Her zum Stand der Bildung, zur Situation des Marktes der Musik (ganz, ganz schlecht, dieser Teil), zu den Medien und so weiter — ein kulturkritischer Rundumschlag also, der aber erstaunlich seicht bleibt, finde ich. Und der natürlich sehr genau weiß, wie problematisch solche Generalabrechnungen sind und deshalb ständig die entsprechenden Sicherungen einbaut. Aber der andererseits auch wieder nur bekannte Versatzstücke arrangiert und wenig selbst denkt. Und auch nie wirklich in die Tiefe geht, sondern zwar nicht an der verabscheuten Oberfläche, aber doch sehr nahe zu ihr bleibt. Warum das „das beste Musikbuch des Jahres,vielleicht das beste Musikbuch der letzten Jahre überhaupt” sein soll, wie Arno Lücker in der nmz ausweichlich des Schutzumschlages behauptet hat, erschließt sich mir nun überhaupt. Zumal es um die Musik selbst ja gar nicht (bzw. nur sehr anektdotisch am Rande) geht und auch gar nicht gehen soll. Wahrscheinlich is das so ein Fall von Betriebsblindheit oder übermäßigem Verharren im kleinen Zirkel der Musikvermittler, der so ein Buch so herausragend findet. Naja, zum Glück habe ich es nur aus der Bibliothek und nicht selbst gekauft …</p>
<p>Holger Notze: Die Leichtigkeitslüge. Über Musik, Medien und Komplexität. Hamburg: edition Körber-Stiftung 2010.294 Seiten. ISBN <a title="worldcat" href="http://worldcat.org/isbn/9783896840790" target="_blank">978–3-89684–079-0</a>.</p>

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		<title>„das Gr&#246;&#223;te, was wir in unserer Sprache &#252;berhaupt haben”</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 14:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Andreas Maier in einem auch sonst ganz netten Interview &#252;ber den von ihm (schon &#246;fters) sehr bewunderten Peter Kurzeck: Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich mit allen meinen B&#252;chern bis heute erfolgreicher bin als einer der allerwichtigsten deutschen Autoren, Peter Kurzeck, dann greife ich mir wirklich an den Sch&#228;del. Peter Kurzeck ist weder irgendwohin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Maier in einem auch sonst ganz netten <a href="http://www.subpool.de/data/m_artikel.php?id=84">Interview</a> über den von ihm (schon öfters) sehr bewunderten Peter Kurzeck:</p>
<blockquote><p>Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich mit allen meinen Büchern bis heute erfolgreicher bin als einer der allerwichtigsten deutschen Autoren, Peter Kurzeck, dann greife ich mir wirklich an den Schädel. Peter Kurzeck ist weder irgendwohin übersetzt, noch hat er irgendwo Taschenbücher. Das ist ein Mensch, der immer unter meinen Auflagen liegt. Er ist meiner Meinung nach das Größte, was wir in unserer Sprache überhaupt haben.</p></blockquote>
<p>sonst geht es vor allem um die Schaffung des „eigenen” Werkes und die Mechanismen des Literaturmarktes und –betriebes. Gesprochen mit Maier hat Lisa-Maria Seydlitz, zu finden ist das ganze bei <a href="http://subpool.de">subpool</a>: <a href="http://www.subpool.de/data/m_artikel.php?id=84">klick</a>.</p>

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		<title>„Das einzige, …</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 18:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[literatur]]></category>
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		<description><![CDATA[… was das freie Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage im Geistigen derzeit behindert, ist der doofe Markt. Hoffentlich bricht er bald zusammen, damit man wieder zum Schreiben und Lesen kommt.” (Dieter Dath, Heute keine Konferzen, 25)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>… was das freie Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage im Geistigen derzeit behindert, ist der doofe Markt.<br />
Hoffentlich bricht er bald zusammen, damit man wieder zum Schreiben und Lesen kommt.” (Dieter Dath, Heute keine Konferzen, 25)</p>

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		<title>ausgespielt</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 11:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[klassik]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>in der tat, „ausgespielt” hat norman lebrecht. er behauptet zwar, die „klassikindustrie” habe ausgespielt. klassikindustrie meint übrigens hier nur die majors der plattenlabels. und das ist eines der größten probleme des autors: er sieht immer nur die halbe wahrheit, ist aber felsenfest überzeugt, dass er unbestechlich bis auf den grund der tatsachen sieht. seine tatsachen sind aber einerseits ziemlich banal, andererseits — und das leider viel häufiger — klatsch und tratsch. davon ist auch seine schreibe bestimmt — ziemlich nervend, das ganze. z.b. zitiert er liebend gerne irgendwelche manager oder musiker (vorwiegend dirigenten …), die aber alle nichts sagen oder schreiben, sondern stöhnen, keuchen, seufzen, jubilieren oder was auch immer … (das fast alle quellen für diese zitate schriftlich sind und über den akt des sprechens nichts aussagen, ist da nur nebensächlich). in der tat, und das ist auch so ein problem, kann lebrecht nur personalisieren: es sind nicht irgendwelche strukturen oder marktveränderungen oder geschmackswandel oder neue publika, die den markt der majors beeinträchtigen, sondern immer nur — ganz wenige natürlich — personen, die seiner meinung nach offenbar nur in ihrer eigenen realität leben. auf die dauer nervt das ganze ziemlich, weil die eigentlichen informationen darin verschütt gehen und der kern der sache sowieso verloren ist. dass sich um die drei, vier großen labels inzwischen eine riesige menge mittlerer und kleiner labels gebildet hat, die durchaus erfolgreich operieren und den markt versorgen können, registriert lebrecht nur am rande — sein aktuellstes beispiel dafür ist naxos, die inzwischen ihre ehemals vorreiterrolle ja auch schon eine ganze weile eingebüßt haben.</p>
<p>besonders abartig sind dann die versammelten aufnahme-kritiken: da arbeitet lebrecht nämlich genauso. er erzählt lieber irgendwelche klatschgeschichten über die entstehung der platte oder cd, als sich mit den musikalischen ergebnissen zu beschäftigen … nunja, ich fand’s ausgesprochen dürftig und sehr enttäuschend .…</p>
<p><strong>norman lebrecht: </strong><em>ausgespielt. aufstieg und fall der klassikindustrie. </em>mainz: schott 2007.</p>

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