„Nächstens mehr.“

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„das Größte, was wir in unserer Sprache überhaupt haben“

2 Kommentare

Andreas Maier in einem auch sonst ganz netten Interview über den von ihm (schon öfters) sehr bewunderten Peter Kurzeck:

Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich mit allen meinen Büchern bis heute erfolgreicher bin als einer der allerwichtigsten deutschen Autoren, Peter Kurzeck, dann greife ich mir wirklich an den Schädel. Peter Kurzeck ist weder irgendwohin übersetzt, noch hat er irgendwo Taschenbücher. Das ist ein Mensch, der immer unter meinen Auflagen liegt. Er ist meiner Meinung nach das Größte, was wir in unserer Sprache überhaupt haben.

sonst geht es vor allem um die Schaffung des „eigenen“ Werkes und die Mechanismen des Literaturmarktes und -betriebes. Gesprochen mit Maier hat Lisa-Maria Seydlitz, zu finden ist das ganze bei subpool: klick.

Geschrieben von matthias

27. Februar 2010 um 15:30

„Das einzige, …

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… was das freie Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage im Geistigen derzeit behindert, ist der doofe Markt.
Hoffentlich bricht er bald zusammen, damit man wieder zum Schreiben und Lesen kommt.“ (Dieter Dath, Heute keine Konferzen, 25)

Geschrieben von matthias

30. August 2009 um 20:56

Abgelegt in literatur

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ausgespielt

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in der tat, „ausgespielt” hat norman lebrecht. er behauptet zwar, die „klassikindustrie” habe ausgespielt. klassikindustrie meint übrigens hier nur die majors der plattenlabels. und das ist eines der größten probleme des autors: er sieht immer nur die halbe wahrheit, ist aber felsenfest überzeugt, dass er unbestechlich bis auf den grund der tatsachen sieht. seine tatsachen sind aber einerseits ziemlich banal, andererseits – und das leider viel häufiger – klatsch und tratsch. davon ist auch seine schreibe bestimmt – ziemlich nervend, das ganze. z.b. zitiert er liebend gerne irgendwelche manager oder musiker (vorwiegend dirigenten …), die aber alle nichts sagen oder schreiben, sondern stöhnen, keuchen, seufzen, jubilieren oder was auch immer … (das fast alle quellen für diese zitate schriftlich sind und über den akt des sprechens nichts aussagen, ist da nur nebensächlich). in der tat, und das ist auch so ein problem, kann lebrecht nur personalisieren: es sind nicht irgendwelche strukturen oder marktveränderungen oder geschmackswandel oder neue publika, die den markt der majors beeinträchtigen, sondern immer nur – ganz wenige natürlich – personen, die seiner meinung nach offenbar nur in ihrer eigenen realität leben. auf die dauer nervt das ganze ziemlich, weil die eigentlichen informationen darin verschütt gehen und der kern der sache sowieso verloren ist. dass sich um die drei, vier großen labels inzwischen eine riesige menge mittlerer und kleiner labels gebildet hat, die durchaus erfolgreich operieren und den markt versorgen können, registriert lebrecht nur am rande – sein aktuellstes beispiel dafür ist naxos, die inzwischen ihre ehemals vorreiterrolle ja auch schon eine ganze weile eingebüßt haben.

besonders abartig sind dann die versammelten aufnahme-kritiken: da arbeitet lebrecht nämlich genauso. er erzählt lieber irgendwelche klatschgeschichten über die entstehung der platte oder cd, als sich mit den musikalischen ergebnissen zu beschäftigen … nunja, ich fand’s ausgesprochen dürftig und sehr enttäuschend ….

norman lebrecht: ausgespielt. aufstieg und fall der klassikindustrie. mainz: schott 2007.

Geschrieben von matthias

13. März 2008 um 12:01

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