Einträge mit dem Schlagwort “literaturkritik”

Die Gegenwart, das Glück und die Literatur

Irgend­wie, so habe ich manch­mal den Ein­druck, gibt es über die deutsch­spra­chige Gegen­warts­li­te­ra­tur zu viel und zu wenig Unter­su­chun­gen. Geschrie­ben wird viel und viel geschrie­ben über das Geschrie­bene. Aber nur ganz, ganz wenig davon gelingt über­zeu­gend. Richard Käm­mer­lings Buch über „Das kurze Glück der Gegen­wart”, in dem er sich der duetsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur sein 1989 widmet, […]

wenn man nicht lesen kann …

… dann sollte man eigent­lich nicht gerade als lite­ra­tur­kri­ti­ke­rin arbei­ten. warum ich diese bin­sen­weis­heit hier nie­der­schreibe? weil verena auf­fer­mann heute ihre kri­tik von peter kurz­ecks „okto­ber und wer wir selbst sind”, über das ich hier im blog ja auch schon etwas hin­ter­las­sen habe, in der süd­deut­schen zei­tung (lei­der online nicht zu fin­den) ver­öf­fent­licht. und da […]

ein kleiner nachtrag zum hubert-fichte-jubiläum

Es erge­ben sich Über­schnei­dun­gen“ heißt es am Anfang der Palette. Und das ist, das klit­ze­kleine Hubert-Fichte-Jahr zum 20. Todes­tag macht es deut­lich, noch sehr unter­trie­ben. Im Zen­trum steht natür­lich das etwas über­ra­schende Erschei­nen des Ban­des Die zweite Schuld von Fichte selbst. Fischer, inzwi­schen Fich­tes Haus­ver­lag, hat sich ent­schlos­sen, die Geschichte der Emp­find­lich­keit, die­ses viel­köpf­rige Monster, […]

deutsche literaturgeschichte in einer stunde

auch wenn kla­bund der ver­fas­ser der jetzt als nach­druck der zwei­ten auf­lage von 1921 beim textem-verlag erschie­nen deut­schen lite­ra­tur­ge­schichte in einer stunde. von den ältes­ten zei­ten bis zur gegen­wart ist — die auto­ri­tät des schrift­stel­lers reicht in die­sem falle nicht aus, über die män­gel sol­cher unter­neh­men hin­weg­zu­täu­schen. das sind natür­lich zufor­derst ganz prin­zi­pi­elle — eine […]

ganz viele zeichen — zu viele?

macht die anein­an­der­rei­hung von ganz vie­len zei­chen einen text zum roman? „die gar­ni­tur“, eine art text­agen­tur mit dem anspruch beson­de­rer inno­va­ti­vi­tät, scheint der idee nicht abge­neigt zu sein. ihre chefs mat­thias edling und jörg stein­leit­ner haben die 205.293 zei­chen einen roman genannt. so viele zei­chen sind das aber gar nicht – im groß­zü­gi­gen druck gut […]

abtrünnig: eine trümmerlandschaft aus text

eine inten­sive und den­kauf­wän­dige lek­türe: rein­hard jirgl: abtrün­nig. roman aus der ner­vö­sen zeit. mün­chen: han­ser 2005. ich bin jetzt nach einer lan­gen – meh­rere wochen – lese­reise bis ans ende vor­ge­drun­gen. und ich kann jedem nur emp­feh­len, sich die­ser erfah­rung, die manch­mal zwar den cha­rak­ter eines exer­zi­ti­ums anneh­men kann, zu unter­zie­hen. den jirgl, schon lange […]