Einträge mit dem Schlagwort “lektüre”
Real-Satire?
Heute im Zug habe ich mit großem Vergnügen Norbert Hoppes „Ich war Guttenbergs Ghost” gelesen. Die Mitreisenden haben immer mal wieder seltsam geschaut, wenn ich aus heiterem Himmel laut aufgelacht habe. Aber manche Stellen sind einfach zu witzig … Dann sagte der alte Mann [d.i. Karasek] wieder: „Krull” — und ging weg, den Haussmann holen, […]
Novelle unseren (?) Bewusstseins
Was ist das wohl, ine „Bewusstseinsnovelle”? 1 Ob Botho Strauß das vernünftig definieren oder erklären könnte? Immerhin hat er eine geschrieben. „Die Unbeholfenen” heißt sie, ein kleiner Text, der im dtv-Taschenbuch mit Mühe auf 123 Seiten kommt. Der Text sieht schon auf den ersten Blick wie ein echter Botho-Strauß-Text aus: Mit den typischen Textblöcken, die meist […]
Westrand: Dieter M. Gräfs vagabundierende Lyrik
tja, das ist das ergebnis des manischen bücherkaufens aus den restposten — so etwas rutscht auch immer wieder hinein. denn mit diesen gedichten kann ich nicht viel anfangen. das hat mehrere gründe — vielleicht war ich ja auch nur nicht in der richtigen stimmung. aber einwände habe ich folgende: die ständigen enjambements: ich verstehe diese […]
kugelblitze sausen quer durch die lüfte und mittenhinein in mein literarisches nervenzentrum
noch eine frucht des wochenendes: endlich habe ich ulrike draesners letzten gedichtband mit dem titel kugelblitz (münchen: luchterhand 2005) gelesen – er lag ja schon eine weile bereit und hat auch schon zwei anläufe hinter sich gehabt, die allerdings beide ins leere liefen. auch dieses mal reichte die begeisterung nicht für den ganzen band, der […]
abtrünnig: eine trümmerlandschaft aus text
eine intensive und denkaufwändige lektüre: reinhard jirgl: abtrünnig. roman aus der nervösen zeit. münchen: hanser 2005. ich bin jetzt nach einer langen – mehrere wochen – lesereise bis ans ende vorgedrungen. und ich kann jedem nur empfehlen, sich dieser erfahrung, die manchmal zwar den charakter eines exerzitiums annehmen kann, zu unterziehen. den jirgl, schon lange […]
eine wunderbar sprechende „gegensprechstadt”
ja genau, so heißt nämlich der neueste lyrikband von gerhard falkner. genauer gesagt: gegensprechstadt — ground zero. und im grunde ist es auch gar kein lyrikband, sondern nur ein gedicht, ein langes eben — so ca. 70 seiten. und es kommt nicht nur in der kookbooks-typischen ausstattung daher, sondern auch noch mit cd. dadrauf hat […]