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Deutscher Alltag, 9. Januar 2010

Nein, es geht jetzt nicht um das Wet­ter, das ja nur ganz nor­ma­ler Win­ter ist (also All­tag, auch wenn aller­lei pseu­do­jour­na­lis­ti­sche Medien gleich wie­der Welt­un­ter­gangs­sze­na­rien kon­stru­ie­ren). Nein, hier geht es — wie­der ein­mal — um den Grund, Sams­tag mor­gens die Süd­deut­sche Zei­tung zu lesen. Vor allem die Wochen­end­bei­lage, von der ich im all­ge­mei­nen nicht besonders […]

Vermutlich kann er …

Ver­mut­lich kann er mit sei­nen Hirn­win­dun­gen nur irgend­wel­che For­meln in den Rech­ner pro­gram­mie­ren und sich teure Autos und Frauen besor­gen, aber sich erin­nern, das kann er nicht.” (Tho­mas Klupp, Paradiso, 19)

Der Lauf der Dinge …

… ist ein hoff­nungs­lo­ser Roman­ti­ker und eng befreun­det mit der Bit­ter­keit.” (Ben­ja­min Maack, Die Welt ist ein Park­platz und endet vor Disneyland, 37)

Es gibt keine Idyllen in dieser Welt.”

SN: Das klingt doch nach Idylle.
Handke: Es ist keine Idylle. Es gibt keine Idyl­len in die­ser Welt. Nir­gendwo. Ein Idylle ist ein Gefühl von Men­schen, das ist alles Täuschung.

SN: Und man kann sich auch keine Idylle schaf­fen – so mit Haus und Gar­ten?
Handke: Nein. Nie hat’s Idylle gege­ben. Nie. Es gibt viel­leicht Atem­räume für einen Moment. Und es ist viel­leicht ein Vor­teil, einen Gar­ten zu haben, um dort lesen zu kön­nen. Aber es hat nichts mit Idylle zu tun. Der Gar­ten kann Ort es größ­ten Dra­mas sein oder des schöns­ten Dra­mas. Viel­leicht gibt’s sol­che Momente, wenn der Wind durch die Kas­ta­nien geht. Aber Idylle ist das nicht. Viel­leicht ein Auf­at­men und dann denkt man: Jetzt ist jetzt. Das ist ja eine Gabe, das sagen zu können.

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Das Thema:

… bes­ser kein Thema. Thema war das Leben, so, wie es sein sollte. Das Leben, wie es nicht sein sollte, gab es ja schon.” (moritz von uslar, wald­stein oder der tod des wal­ter gie­se­king am 6. juni 2005, 121)