„Nächstens mehr.“

Literatur, Musik, Theater – die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.

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Einmalsocken

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Heute mal ein negativer Erfahrungsbericht: Die Bamboo-Socken von Newline, die der Greif-Shop mir geschenkt hat, taugen gar nichts. Sie sind zwar angenehm zu tragen, aber schon mal im Schuh arg rutschig. Und, das ist das Hauptproblem, sie halten nichts – aber auch gar nichts – aus: Das weiße Paar, das man unten auf den Bildern sieht, hat gerade einmal sage und schreibe knappe 90 Kilometer hinter sich. Das ist also noch nicht einmal eine Woche, die die überlebt haben (zum langen Lauf hatte ich wie oft die CEP-Strümpfe an). Zum Vergleich: Ich habe Skinfit- – die kosten auch nur 9 Euro pro Paar – die schon 2000 Kilometer hinter sich haben. Und immer noch fitter aussehen als diese von Newline, die ja immerhin auch Laufsocken sein sollen. Gut, sie sind in der Woche zweimal richtig nass geworden – aber eben das sollen und müssen Laufsocken doch aushalten! Nun, das tägliche fordert eben auch Opfer …

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Geschrieben von matthias

25. Juli 2010 um 22:46

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50 km beim 19. Ultramarathon in Eschollbrücken

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So. Nachdem ich in Rodgau dieses Jahr wegen meines Skiurlaubs nicht konnte, habe ich mir mal den Ultramarathon Eschollbrücken angeschaut. Da gibt es nämlich auch die 50 km. Und inzwischen, seit Ende Januar, habe ich wieder wenigstens ein paar (wenige, viel zu wenige eigentlich) lange Läufe gemacht. Also 50 km Ende März. Und ich habe keine Ahnung, ob ich das vernünftig schaffe und wie schnell ich sein kann. Als Wettkampf wollte ich es eigentlich nicht , sondern eher als extremen Trainingslauf. Also habe ich nach den vergleichsweise schnellen 34 km vom letzten Samstag am Montag noch ein hartes Marathon-Renntempo- draufgesetzt, bin Dienstag und Mittwoch noch jeweils 16,5 km Dauerlauf gerannt und habe erst ab Donnerstag die Umfänge reduziert. Vor Eschollbrücken hatte ich also schon 70 km in den Beinen. Und noch eine kleine, erste Radfahrt. Denn der ist in der Pampa. Ohne Auto kommt man da sonntags morgens praktisch nicht hin. Also habe ich mal etwas anderes versucht: Samstag abend bin ich bei meinem Bruder in Darmstadt eingeflogen und von dort aus am Sonntag, nach einem kleinen Frühstück, mit dem Lieger nach Eschollbrücken gekurbelt. Das sind gut 10 km, ganz einfach zu finden – also nichts weltbewegendes. Am Sportplatz Eschollbrücken war ich eigentlich viel zu früh, nämlich schon kurz nach 8 Uhr – ich wollte sichergehen, da ich dieses Jahr nach überhaupt nicht mit dem Lieger unterwegs war und keine Ahnung hatte, ob 20 Minuten ausreichten (sie taten). Also hing ich da rum, habe dann kurz vor 9 auch noch Frett, den anderen Läufer aus dem Streakrunner-Forum und Spezialist für die 50 km, getroffen. Er hatte etwas mehr vor als ich ;-). Ich hatte mir so gedacht, das ganze mit 5:30/km relativ gemütlich anzugehen und am Ende zu schauen, was noch geht. Es kam etwas anders …

Der Lauf:

Gestartet wurde pünktlich um 9, ganz unspektakulär – außer den 80 Ultras war nichts los ;-) Die ersten haben sich natürlich wie verrückt auf die Strecke gestürzt (und mich später dann auch zweimal überrundet). Für mich selbst war die erste Runde eher bescheiden: Etwas zu langsam, kein rhythmus, auch keine rechte Freude beim . Die Strecke in Eschollbrücken ist ein 5-km-Rundkurs, im Grunde zwei Schleifen à zwei und drei Kilometer, wobei der zweite Teil bei km 3,5 oder so noch eine kleine Ausbuchtung in den Wald hat. Sie führt meist über recht ordentliche Wege auf dem Deich des Rückhaltebeckesn (die ersten zwei Kilometer) und durch den Wald, dann aber auch nach Kilometer 3 kurz übers Feld mit einem recht buckligen Weg, der heute zudem noch im Gegenwind lag. Aber das ist nur ein ganz kurzes Stückchen, dann geht es wieder am Orts- & Waldrand in Richtung Sportplatz, wo man noch eine extra-Schleife über den Rasenplatz dreht, bevor man hinter Kilometer 5 an der Verpflegung vorbeikommt. Beim ersten Mal ließ ich die noch rechts liegen, dann gab es für mich Tee und Wasser – beides nicht ideal für mich: Den Tee hatte ich recht bald eigentlich über (rein geschmacklich …), das Wasser hatte leider Kohlensäure, was ich beim nicht besonders mag. Aber egal. Essen hätte man auch einiges können – Bananen natürlich, Kekse, Schokolade etc. – das habe ich aber ganz sein gelassen, weil ich keinen Hunger hatte.

Bis in die zweite Runde hinein wurden wir auch noch mit Regen verwöhnt, dann kam aber immer mehr Sonne (warm genug war es durchaus), hinter Kilometer drei auch richtig Gegenwind. Auch auf dem Deich wehte es manchmal ein bisschen – aber das war alles nicht so schlimm. Bzw. erst nach 8, 9 Runden …

Ab dem zweiten Durchgang lief es besser, d.h. deutlich zügiger. Dann bin ich lange (bis Runde fünf oder sechs) im Duo unterwegs gewesen bzw. habe ein bisschen Tempo für die spätere Gesamtzweite der Frauenwertung, die dann aber leider abreißen hat lassen, gemacht. Irgendwan kam sie nach der Verpflegung – ich bin da fast komplett durchgelaufen – nicht mehr ran, der Abstand wurde dann doch etwas größer, am Ende waren es knapp 7 Minuten, die zwischen uns lagen.

Ich war erstaunlicherweise recht gleichmäßig unterwegs (Rundenübersicht, Tempodiagramm). Dem Gefühl nach noch gleichmäßiger als die Zeiten aussagen. Vor allem immer etwas schneller als eigentlich vorgenommen: Statt 5:30/km eher 5:15-5:20/km. Bis runde 7, also 35 km, ging das völlig ohne Probleme – sogar mit einer kontinuierlichen leichten Temposteigerung. Ab Runde 8 dann allerdings nicht mehr so sehr. Ganz im Gegenteil sogar: 8 schon etwas langsamer, 9 noch ein bisschen, und 10 auch noch mal ein kleines bisschen langsamer. Aber da hatte ich schon ausgerechnet, dass die sub 4:30h im Bereich des Möglichen liegen. Und 2,5 km vor Schluss sogar im Bereich des Wahrscheinlichen. Da hatte ich noch mal einen 50er überholt, der irgenwie wohl eingeschlafen war. Er hat sich dann nämlich ziemlich problemlos an meine Fersen geheftet, bis Kilometer 49 von mir ziehen lassen und ist dann wortlos abgezogen – ich konnte und wollte seiner Tempoverschärfung dann nicht mehr folgen. Im Ziel hatte ich eine 4:28:29, offiziell zu 4:28:32 korrigiert (das waren wahrscheinlich die drei Sekunden, die ich beim Start bis zur Startlinie gebraucht hatte).

Ach ja, das Überholen überhaupt. Das ist nämlich sehr schön in Eschollbrücken. Denn um 11 Uhr werden die 25 km-Läufer auf die Strecke geschickt. Dadurch kommt etwas Leben in das zu dem Zeitpunkt ja ziemlich betonierte -Feld. Und ich hätte es ja nicht geglaubt, aber ich konnte so nach 30,35 Kilometern noch eine Menge Läufer überholen. Das tut dann sehr gut, gibt Extra-Motivation. Aber erstaunlicherweise – vielleicht hat genau dies ja auch geholfen – hatte ich überhaupt keinen absoluten Durchhänger. Klar, es ging mal den einen oder anderen Kilometer nicht so leicht und flüssig. Aber ingesamt bin ich erstaunlich problemlos durchgekommen.

Nach dem Lauf habe ich dann wenigstens noch eine Banane verdrückt – das Startgeld muss sich ja auch ein bisschen rentieren. Aber ich bin dann auch ziemlich bald abgedampft, weil ich ja um 17 Uhr schon wieder in Mainz im Dom sein musste – zum Arbeiten. Der Rückweg nach Darmstadt mit dem Fahrrad ging besser als ich dachte – und die Bewegung hat sogar etwas gutgetan. Dort erwartete mich dann auch noch eine Luxus-Dusche ;-)

Geschrieben von matthias

21. März 2010 um 21:25

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skifoarn 2010: obergurgl & sölden

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nach dem kurzen abstecher nach stand ende januar wieder das alljährliche skivergnügen in meinem kalender. diesmal hatte ich mir ausgeguckt: ein offenbar recht nettes skigebiet mittlerer größe mit wenig betrieb. die unterkunftsuche hatte sich etwas mühsam gestaltet, in dem dorf – immerhin schon auf 1900 m höhe – gibt es offenbar nur hotels. das sieht auch wirklich so aus, wenn man da hineinkommt, stellte ich dann fest. ich fand dann aber doch noch ein zimmer, direkt an der skibushaltestelle. das ist ja für mich als bahnfahrer nicht ganz unwichtig ;-)

die anreise: ins ötztal ist es schon ein gutes stück fahrt von mainz aus. es gibt aber eine wunderbare verbindung: ein ic von münster nach innsbruck, der samstags einmal fährt und auch in mainz halt macht. also habe ich mich hier am rhein in den zug gesetzt – erst um kurz nach 11 ging es los – und meinen platz bis ötztal bahnhof (wirklich kaum mehr als ein bahnhof am eingang des ötztales) nicht mehr hergegeben. betrieb war ziemlich viel, doch so einige skifahrer, aber auch ohne reservierung hatte ich glück. die späte abfahrt in mainz führte dann nur dazu, dass ich erst recht spät und im dunkeln ankam. denn vom bahnhof muss man noch einmal mehr als eine stunde, ca. 80 minuten sogar, mit dem bus rechnen, bis man in ist. schließlich kommt danach ja auch nix mehr. so bekam ich also überhaupt nicht mit, wo ich eigentlich gelandet war. die unterkunft lag aber nicht nur sehr praktisch an der bushaltestelle, sondern auch nur ca. 500 m von der talstation der hochgurglbahn entfernt und direkt an loipe und winterwanderweg. dem sport stand also nichts mehr im weg.

und damit ging es am sonntag gleich los: mit dem ersten lift zur gondelbahn und hinein ins vergnügen. das war es, vom ersten moment an. auch wenn ich schon etwas merkte, dass der letzte skitag doch einige zeit zurücklag. zunächst fing ich mal mit dem naheliegenden pisten an, dem wurmkogl und dem schermer. zu letzterem führt übrigens eine neue, luxuriöse 8-personen-gondelbahn hinauf: offenbar ist es dort oft so kalt, dass die bergbahngesellschaft hier ihre profite mit so einer überdimensionierten anlage loswerden musste … zum glück war sie nie voll (ist sie wohl auch bei voll ausgebuchten hotels nie) – überhaupt war für einen sonntag angenehm wenig betrieb. wartezeiten gab es nie – also auch keine pausen. ich bin, wie auch jeden weiteren tag also von kurz nach neun bis vier uhr durchgefahren. zum ausruhen gibt es ja lifte. nun ja. in hochgurgl gibt es nämlich tatsächlich auch noch schlepplifte – fast ein anachronismus. und zumindest einer davon ist alles andere als geruhsam. doch dazu später mehr. am sonntag machte ich mich also erst einmal auf, mit dem gebiet vertraut zu werden, alles abzuklappern. oder fast alles. zumindest in hochgurgl. also war auch der etwas längere schlepper am kirchenkar mit der ganz netten roten abfahrt und schönen kleinen varianten dran. abseits der piste machte sich aber sehr bemerkbar, dass es schon lange nicht mehr vernünftig geschneit hatte: das war alles eher hart und sehr, sehr zerfahren. aber trotzdem schön, dort.
auch die große karbahn mit der leider nicht mehr allzu üppig mit bedeckten schwarzen abfahrt direkt am lift hinunter kam an die reihe. diese abfahrt zog mich irgendwie immer wieder an. zum einen eine der wenigen nicht so superbreiten abfahrten. zum anderen durch drei querende wege, die ziemlich heftige stufen in den schönen steilhang schneiden, nicht ganz einfach fließend zu befahren.
auch die höchste stelle, der wurmkogl II mit seiner kleinen aussichtsrestauration (im marketingslang des ötztals (eine ziemlich schlimme sache) „top mountain star“ genannt, war auf dem programm. dort oben gibt es eine nette, knackige schwarze abfahrt mit zwar sehr hartem, aber schön steilem einstieg. und natürlich einen tollen ausblick von dieser höhe aus. und nebenbei führt von dort oben auch eine gemütliche blaue abfahrt hinunter, die an mehreren stellen schöne varianten ermöglicht, die jetzt aber durch die vielen vorgänger schon sehr zerfahren, meist schon zur ordentlichen buckelpiste geworden war.
die talabfahrt von hochgurgl war zwar nicht besonders spannend (sehr typische talabfahrt mit ausgebauten wegen etc.), dafür aber typisch eisig im unteren teil. und erstaunlich leer für kurz vor vier an einem sonntag nachmittag. dem skifahren folgte dann – natürlich – noch das , auf den gewalzten winterwanderwegn bzw. der skatingloipe sehr schön möglich.

am montag ging es ebenfalls wider um kurz nach neun los. diesmal allerdings mit dem bus in die anderer richtung, zur festkoglbahn am ortseingang von . da noch nix (wirklich, nix!) los war, stürzte ich mich gleich mal wieder in die talabfahrt. am festkogl gibt es zwei davon: eine normale rote und eine sehr schöne, auch landschaftlich reizvolle und gar nicht so schwere schwarze variante. später ging es dann mit den auch sehr schönen, abwechslungsreichen pisten an der roßkarbahn (mit netter, einfacher variationsmöglichkeit direkt unterm lift) und vor allem der plattachbahn weiter. beides übrigens sessellifte mit mittelstationen. gegen mittag wechselte ich dann noch zur hohen mut. die rote abfahrt von der bergstation der neuen gondelbahn fand ich aber nicht so spannend: da merkt man doch zu sehr, dass sie sehr künstlich in den berg hinein gebaut wurde. unten ging es dann nahtlos an der steinmannbahn weiter, wo es immerhin einige bucklige varianten durch die verstreut stehenden bäume auszuprobieren gab. an der hohen mut oben habe ich aber, es kaum glaubend, tatsächlich herbert heckers, dem autor des einzigen deutschen buches über den , den ich schon von einem der monoski.org-treffen kannte, getroffen. er und seine frau hatten mich schon am sonntag gesehen und sofort am fahrstil erkannt und wir liefen uns noch öfters über den weg … bei einer der letzten abfahrten von der hohen mut nahm ich dann noch die äußere pistenvariante – keine besonders gute idee. im schönsten tempo sah ich dann eine bodenwelle zu spät, flog ein stück und versemmelte die landung etwas. über roßkarbahn und die schöne schwarze talabfahrt ging es zurück zur festkogbahn und weiter zum – das wurde aber nur sehr wenig, weil ich mich nach zwei anstrengenden skitagen recht schlapp fühlte.

der dienstag präsentierte sich nach zwei sehr sonnigen tagen mit eher schwierigem skiwetter: fast lückenlosen wolken. und kurz vor 3000 m ist das ziemlich schnell nebel ;-). zumal es bald ganz zuzog und leicht zu schneien anfing – leider nicht sehr ergiebig. zunächst trieb ich mich wieder in hochgurgl rum: der schlepplift am vorderen wurmkogl wollte mich noch kennenlernen. dort gab es, bei diesem wetter nicht sehr ideal, nur eine vollkommen unmarkierte piste (überhaupt ist die pistenmarkierung und -beschilderung in extrem spartanisch), die teilweise kaum zu finden war: dafür aber eine sehr schöne, im unteren drittel unpräparierte enge & steile schwarze piste. nur leider war der schlepper auch enstprechend: steil, ohne liftspur (einmal auch quer durch die buckelpiste) – beim dritten mal hat’s mich rausgehauen. das forderte natürlich spätere revanche. zunächst beließ ich es aber dabei, denn der schwere, schnelle, steile schlepper und die abfahrt waren doch eine anstrengende kombination mit dem mono. bis mittag war ich dann wieder an der großen karbahn und am kirchenkar unterwegs, bevor ich noch mal den dieses mal sehr schönen oberen teil des wurmkogls und des schermers (mit ausflügen neben die piste) unter den ski nahm. nachdem es gegen mittag etwas heller geworden war, verschlecherte sich die sicht mit dem verschwinden der sonne hinter den bergen gegen 15 uhr wieder deutlich, so dass ich etwas früher schluss machte und schon um 15:40 wieder an der talstation stand. danach noch schöne, aber sehr langsame sieben laufkilometer im leichten schneegestöber und der tag war vollendet.

mittwochs zog es mich nach sölden. nicht nur mich: ausgerechnet an diesem tag war der skibus so voll, dass ich um zehn vor neun gerade noch so einsteigen konnte. in sölden, an der gaislachkoglbahn, die auf gut 3000 m hinauf führt, durfte ich auch das erste mal anstehen. überhaupt war in sölden doch deutlich mehr betrieb – auch wenn es für die dortigen verhältnisse wohl sehr leer war. zumindest schien mir das so, wenn ich mir die riesigen, langen eingangsgatter und -zäune an den liften ansah. da muss wohl öfters mal ziemlich viel los sein. das skigebiet ist um einiges größer als , vor allem recht weitläufig. alles habe ich an einem tag gar nicht geschafft (und auch nicht gewollt), die gletscher sparte ich mir gleich. sonst blieben aber recht wenig lücken: zunächst vom gaislachkogl hinüber zum giggijoch (wo ein ziemlicher rummel herrscht), dort gibt es an der roßkirplbahn eine schöne schwarze piste und nebendran eine ausgewiesene buckelpiste (etwas schwer & steil für mich …), auch einige nette rote abfahrten. und vor allem eine sehr schöne schwarze talabfahrt, die am späten vormittag natürlich menschenleer war. die giggijochbahn brachte mich wieder zurück ins skigebiet, wo ich mich in richtung gletscher weiter machte und an der genialen piste am schwarzkogl eine weile hängenblieb: die konnte ich wunderbar am äußersten rand im kurzschwung schön rhythmisch abfahren – einfach herrlich, genau die richtige mischung aus gefälle und losem, weichen , den die anderen an den rand geschoben hatten. über einige zwischenstationen, u.a. die heidebahn ganz außen, nahm ich dann die rote talabfahrt und wurde erneut überrascht – diesmal von einem anderen monoskifahrer, der lange keinen gleichgesinnten mehr getroffen hatte. zusammen sind wir dann wieder auf den gaislachkogl hoch und zusammen in richtung rettenbachtal abgefahren. dort trennten sich unsere wege wieder: ich nahm die schwarze talabfahrt zurück in den ort, er kehrte noch einmal ein. zurück in gurgl bin ich dann mit dem rucksack nach gelaufen, etwas lebensmittel-nachschub einkaufen – das gab immerhin etwas mehr als sieben kilometer laufstrecke.

am donnerstag blieb ich morgens der piste zunächst einmal fern: die sicht war nahe null, das schien mir sinnlos. gegen elf uhr hielt es mich dann doch nicht mehr im zimmer: inzwischen hatte der mäßige wind die wolkendecke etwas verschoben und aufgelockert, so dass zumidnest hoffnung bestnad. ich startete in hochgurgl mit einigen talabfahrten und den nicht so hoch gelegenen pisten an der großen karbahn und dem kirchenkarlift. gegen 13 uhr, als mittagspause, transferierte ich mich dann mit dem top-express hinüber nach , um hauptsächlich die talabfahrten, insbesondere die schöne schwarze version, hinunterzubrausen. viel mehr war dann auch nicht mehr möglich: nach und nach wurden immer mehr lifte abgestellt – der wind wurde recht frisch und stellenweise stürmisch, skifahrer waren sowieso kaum welche unterwegs. auch die festkoglbahn lief nur noch in langamer geschwindigkeit – aber sie lief immerhin. gegen halb vier reichte es mir dann doch, nachdem ich mich nochmal in den weichen schneeanwehungen beim sturz über beide körperachsen überschlagen hatte und ich ging . den abend verbrachte ich dann noch sehr gemütlich im jagdhof bei herbert und gabriele.

und dann war auch schon wieder freitag und damit schon fast schluss. also stand ich natürlich wieder um neun uhr an der talstation, diesmal wieder am festkogl. mittags wechselte ich wieder nach hochgurgl hinüber, der vordere wurmkogl reizte mich noch einmal. diesmal flog ich gleich beim ersten mal schon recht weit unten aus dem lift – sogar der liftwärter merkte es … aber die restlichen male ging es dann. und die piste belohnte die mühe aufs herrlichste: der leichte schneefall und der wind hatten sie wunderbar gemach – einfach herrlich. auch wenn sich gerade im unteren teil einige anfänger herumtrieben, die da wenig spaß hatten ;-). da mir das auf die dauer aber doch zu anstrengend wurde, wechselte ich wieder an den wurmkogl, der oben blödsinnig hart gefroren war und keinen spaß machte und an den wesentlich angenehmeren schermer. später, am kirchenkarlift, als es schon wieder anfing kalt zu werden, verlor ich dann auch noch meine rechte kontaktlinse – einfach so. und als die sicht dann auch noch nachließ, wurde mir das in den fehlenden kontrasten zu blöd und ich machte mich wieder auf den weg ins tal – immerhin, es war doch wieder kurz vor 16 uhr bis ich unten war. zum abschluss lief ich dann die straße noch hochgurgl und bis zur mautstation in richtung timmelsjoch hinauf: der wohl langsamste der letzten jahre für mich: lang und erstaunlich steil ging es da hoch (auch runter keine reine freude mit so ausgepowerten oberschenkeln nach einer woche skifahren und …).

die heimreise am samstag verlief dann nicht ganz so glatt wie der hinweg. morgens hatte wieder leichter schneefall eingesetzt. und für den postbus war das offenbar dermaßen überraschend, dass er erst mit fast zwanzig minuten verspätung abfuhr. bis ötztal bahnhof hatte er zwar einiges wieder herausgefahren, aber es reichte trotzdem nur dazu, dass ich den ic, der mich ohne umsteigen nach mainz gebracht hätte, gerade noch abfahren sah. also durfte ich über innsbruck – münchen – stuttgart reisen – was gerade einmal eine halbe stunde länger dauerte als die eigentlich geplante verbindung und auch tadellos klappte.

Geschrieben von matthias

1. Februar 2010 um 20:55

venedig: erste eindrücke

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übers wochenende (von donnerstag nachmittag bis montag mittag – also ein sehr großzügiges wochenende) war ich in – dank daniel und seiner gastfreundschaft im deutschen studienzentrum dort eine sehr kostengünstige bildungreise.

heute nur ein paar erste eindrücke, der komplette bericht kommt später.

die reisezeit war optimal: für venezianische verhältnisse war die stadt ausgestorben. bis auf den absoluten kernbereich war es wirklich sehr leer – überall. am montag freilich nicht mehr ganz so sehr wie am freitag zuvor. die temperaturen waren zwar nicht ausgesprochen angenehm, aber durchaus erträglich. zumindest für einen heißblütler wie mich. und das wetter war wunderbar: ganz viel sonnenschein, ein bisschen leichte bewölkung, überhaupt kein niederschlag. so konnten wir die stadt und ihre schätze herrlich erlaufen.

ach ja, das : natürlich bin ich auch in jeden tag gelaufen. aber das ist dafür eine unbarmherzige stadt. gleich dreifach: der boden ist immer nur stein. und wirklich nur. (na gut, eine winzige ecke garderinie gibt es. viel weicher ist’s da aber auch nicht). und es gibt einfach keine gerade strecken: ecken, kanten, scharfe knicke – die gassen sind schwer zu rennen. und dann nochdie kanäle. d.h. die brücken darüber. die stören den rhythmus auch nochmal gewaltig. und wenn dann noch leute unterwegs sind, wird es wirklich fast zum parcour, das lauftraining.

aber deswegen war ich ja nicht dort. sondern um zu erleben und kennenzulernen. das ist die stadt: verrückt. der reichtum der vergangenheit. und auch noch der gegenwart. und dann zugleich auch der verfall: schon immer – zumindest aber lange (man lese nur thomas mann) eine morbide stadt: liebt den tod. das ende. das vergehen. das verfallen. so sieht es da auch aus: überall bröckelt es. überall stehen halbe ruinen rum, die noch bewohnt werden. sehr seltsam. und dann daneben oder darin die prächtigsten kulturschätze.
die geschichte: wahnsinn. dieses selbstbewusstsein. bzw. die grandiose selbstüberhebung und -verherrlichung. da ist jede konzernzentrale heute dreck dagegen. und auch in dubai kann das nur schwer zu toppen sein. und die dichte an – das ist einfach überwältigend. mir brummt jetzt immer noch der kopf von den ganzen eindrücken. das muss ich jetzt erst einmal alles noch mental sortieren. und hoffentlich bin ich noch halbwegs in der lage, das auseinanderzuhalten …

Geschrieben von matthias

20. Januar 2010 um 23:37

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warum ich das laufen liebe. und den winter.

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heute ist so ein tag, der das (tägliche) wieder herrlich und lohnend macht:
der fällt und fällt seit dem morgengrauen (der weg zum gottesidenst war kein großes vergnügen). aber sofort nach der rückkehr vom dienst in die laufklamtotten geschlüpft, den forerunner gestartet und die salomon-schuhe (für den ) geschnürt: raus geht es, in den und den winterlichen wald. was schöneres gibt es für einen läufer kaum. gut, rekorde bricht man bei diesem wetter nicht …. vor allem, da ich die gut 32 km von gestern noch etwas in den beinen merkte. aber das ist bei so schönem wetter auch egal. ja, ich finde das wirkliich ausgesprochen schönes laufwetter. auch wenn die sonne nicht scheint. und auch, wenn es ununterbrochen schneit. gut, der wind hätte jetzt nicht sein müssen – dann hätte ich nicht so viel im gesicht gehabt. aber das konnte meine freude nicht trüben.

unterwegs war ich auf einer „standard“-runde: über den buchwaldskopf und sonnenweg zum zirkelberg, dann ein stück den kutschen weg hinauf, oberhalb von erbuch durch den wald in einem großen bogen bis ungefähr zum almenhof und dann über den schachert ins dreiseetal und zurück nach hause. das ist eine sehr schöne, weil sehr leere runde. nach dem ersten kilometer (mit schönen anstiegen) verschwindet man beim buchwaldskopf im wald und lässt mensch und ort hinter sich. am zirkelberg muss man noch einmal kurz die straße überqueren, aber sonst ist man nur auf waldwegen unterwegs. und bis zur rückkehr ins dreiseetal bei kilometer 13 auch meist ganz allein. nur der schluss hat dann noch ein kleines bisschen straße – aber das ist minimal.

so kann man oder ich zumindest auf dieser runde ganz viel genießen. den schönen wald. die ab und an davonstiebenden rehe. die zwitschernden vögel. vor allem aber die sanfte stille, die gedämpfte ruhe, die heute im alles umgibt.

und dann nach 80 minuten die harte rückkehr in die zivilisation: die autos brausen, die menschen schippen mit möglichst viel getöse, der sonntagsbraten duftet bis auf die straße. und man hat es eigentlich gar nicht vermisst. aber die warme dusche genießt man dann schon.

Geschrieben von matthias

3. Januar 2010 um 14:34

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2009 gelaufen

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das war es also schon wieder, das jahr 2009. die läuferische bilanz ist ziemlich durchwachsen. vorgenommen hatte ich mir nicht viel: ein marathondouble ausprobieren, um zu sehen, ob etappenläufe etwas für mich sein könnten. und, vor allem, die letzten sekunden trainieren und den marathon unter drei stunden . das erste hat geklappt, das zweite nicht.

dabei fing es ganz ordentlich an: bis mai hatte ich bereits 1800 kilometer in den beiden. und tatsächlich klappte der doppelschlag dann ziemlich gut: samstags abend in mannheim, sonntags morgen in mainz jeweils ein marathon in deutliche unter vier stunden (siehe den bericht hier). danach war’s dann nicht mehr so lustig. die motivation ging etwas bergab. zunächst stand natürlich ausgiebige regeneration auf dem plan. den sprung zurück ins habe ich dann aber nur noch halbherzig geschafft. die kilometerleistung blieb im juni sogar etwas unter der vom mai, im juli fiel sie noch mehr ab. da, vor allem nach dem rheinsteig-extremlauf (mit meiner allerersten altersklassen-platzierung!) fing das übel nämlich an: in meinem linken fuß tat sich etwas. ich brauchte eine ganze weile, bis mir klar, was das war: ein fersensporn. und wie ich damit umzugehen habe. der versuch, trotzdem den bärenfels-trail mitzulaufen, ging dann auch ordentlich in die hose. und im august erweiterte sich das dann zur strafe für den übermut noch um eine reizung/entzündung der plantar-sehne. deshalb bin ich ab ende august und vor allem im september fast gar nicht mehr gelaufen.

aber eben nur fast. denn der streak sollte halten. und er tat es auch – auch wenn es höchstwahrscheinlich etwas unvernünftig war und die heilung ohne das tägliche (weiter-) etwas schneller geschehen wäre. aber ein bisschen verrückt muss man ja sein … 558 tage des täglichen laufens gezählt – im herbst war diese wachsende zahl, die inzwischen auch meinen ersten versuch überholt hat, oft die einzige motivation, überhaupt noch die schuhe zu schnüren.

auch nachdem die entzündung abgeheilt und der fuß so halbwegs wieder hergestellt war, schnellten die kilometer nicht gerade in die höhe. zum einen wollte ich nur langsam steigern, um keinen rückfall zu provozieren. zum anderen fiel es mir im spätherbst und zunehmend schwer, mich für längere einheiten zu motivieren: ein bisschen etwas ging immer, aber jenseits der 10 kilometer fehlte oft sehr die lust. erst kurz vor weihnachten kam die zurück – aber da war es schon zu spät, sozusagen ;-). so stehen jetzt halt „nur“ 4387 kilometer im trainingstagebuch – das ist aber durchaus in ordnung so. ich hoffe, nächstes jahr werden es wieder mehr. und bin zuversichtlich, dass das auch klappt. auch wenn ich im wortsinne immer noch nicht trainiere, sondern nur laufe – vielleicht brauche ich im moment den stress des tempotrainings nicht so sehr. zumal ich sehr am überlegen bin, ob ich mich wirklich noch mal auf die drei-stunden-grenze hochtrainieren soll. das ist für mich untalentierten läufer (und extrem undisziplinierten esser) nämlich mit viel arbeit und fleiß verbunden. wahrscheinlich verlege ich mich doch eher auf die längeren strecken ohne tempodruck. das macht mir eigentlich am meisten spaß. auch ohne wettkampf und veranstaltung: die langen läufe am wochenende sind eigentlich das schönste am überhaupt. auch (oder weil?) man danach so schön fertig ist …

und abschließend mein laufjahr 2009 in einigen zahlen:

gelaufene kilometer 2009: 4387,41 km
benötigte gesamtzeit: 378:00:29 (wahnsinn!)
durchschnittstempo: 5:11 min/km
höhenmeter: +/- 59.000 m (wahrscheinlich etwas mehr als real, das ist der per sporttracks & elevation correction plugin ermittelte wert)
kürzeste einheit: 2,1 km
längste einheit: 53,1 km
marathon oder mehr:  8 mal (ergibt: 353,5 km @ 5:20)

Geschrieben von matthias

2. Januar 2010 um 20:30

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