Ins Netz gegangen (13.10.)

spinnennetz mit tau (unsplash.com)Milada Vigerova

Ins Netz gegan­gen am 13.10.:

  • Die The­se vom Sound der Revol­te | per­len­tau­cher → der per­len­tau­cher über­nimmt einen teil eines gesprä­ches aus dem „mit­tel­weg“, das wolf­gang kraus­haar mit mar­tin bau­er und ste­fan mör­chen geführt hat. hier geht es vor allem um poli­tik und pop, um demons­tra­tio­nen und open-air-kon­zer­te und den (angeb­li­chen) „sound der revol­te“ sowie die zeit­li­che dif­fe­ren­zie­rung die­ser zusam­men­hän­ge zwi­schen den spä­ten sech­zi­gern und den frü­hen sieb­zi­gern
  • Pech für Fuß­gän­ger: Selbst­fah­ren­der Mer­ce­des soll im Zwei­fel immer den Fah­rer schüt­zen | t3n → wenn das stimmt, was t3n berich­tet, dass der sicher­heits­ab­tei­lungs­lei­ter bei daim­ler bei auto­no­men fahr­zeu­gen den fah­rer schüt­zen und z.b. fuß­gän­ger opfern möch­te, zeigt das (wie­der ein­mal) ein­dring­li­ch, wie schlecht ethi­sche fra­gen bei inge­nieu­ren auf­ge­ho­ben sind …
  • Fuß­ball-Bericht­erstat­tung: „Nen­nen wir das bit­te nicht Jour­na­lis­mus“ | kress → inter­view mit ron­ny blasch­ke über die unfä­hig­keit des „sport­jour­na­lis­mus“, sich sei­nes gegen­stan­des, ins­be­son­de­re beim fuß­ball, jour­na­lis­ti­sch und kri­ti­sch zu nähern …
  • Umwelt­ex­per­te über Elek­tro­mo­bi­li­tät: „Bis 2050 kom­plett emis­si­ons­frei“ | taz → gutes (wenn auch kur­zes) inter­view mit mar­tin schmied vom umwelt­bun­des­amt:

    Ein emis­si­ons­frei­er Auto­ver­kehr ist ein gesamt­ge­sell­schaft­li­ches Pro­jekt, das wir alle brau­chen. Und ohne ent­spre­chen­de staat­li­che Ein­grif­fe wird es nicht gelin­gen. Der öffent­li­che Nah­ver­kehr, Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger, aber auch Car­sha­ring müs­sen über bes­se­re Infra­struk­tur natür­li­ch auch geför­dert wer­den. Denn Elek­tro­au­tos lösen zwar die Pro­ble­me von Schad­stoff­be­las­tung in den Städ­ten, aber sie lösen nicht die Kon­flik­te um die begehr­ten und knap­pen Flä­chen.

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web (unsplash.com)Michael Podger

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  • Nor­bert Blüm: Natio­na­lis­mus ist Idio­tie | Süddeutsche.de → was sind das nur für zei­ten, dass ich einen text von nor­bert blüm zum lesen emp­feh­len muss …

    Natio­na­lis­mus ver­steht etwas von Macht, Glanz und Glo­ria, weni­ger von Mensch­lich­keit. Macht ist die Trieb­fe­der jed­we­der natio­na­lis­ti­scher Poli­tik. War­um soll­te ich dem Natio­nal­staat nach­trau­ern? Er ist ein Zwi­schen­spiel der Geschich­te, weder gott­ge­ge­ben noch natur­ge­wach­sen.

  • Kühl­schrän­ke gibt’s bei Kater Muschi → ein net­ter text über leben und ein­kau­fen arno schmidts in darm­stadt (1955–1958)
  • Wahl­kam­pfro­man 2016. „So wird das Leben.“ – Mar­le­ne Stree­ru­witz → „Bei der Wie­der­ho­lung der Wahl zum öster­rei­chi­schen Bun­des­prä­si­den­ten steht die Ent­schei­dung für oder gegen die Demo­kra­tie an. Mar­le­ne Stree­ru­witz erzählt in ihrem drit­ten Wahl­kam­pfro­man was die­se Ent­schei­dung im wirk­li­chen Leben bedeu­tet.“
  • Jour­na­list: Zeit-Online-Chef­re­dak­teur Jochen Weg­ner: „Wir sind anders“ → ein inter­es­san­tes und teil­wei­se sehr ent­lar­ven­des inter­view. mat­thi­as dani­el fin­det es z.b. (in einem fach­me­di­um! für jour­na­lis­ten) „irre“, dass zeit-online den trai­ner des dfb mit einer nicht­nach­richt (er macht wei­ter) nicht als top­the­ma hat­te …

    und immer wie­der wun­dern mich medi­en­zah­len – so „erreicht“ ze.tt angeb­li­ch 10 % der bevöl­ke­rung in deutsch­land. das erscheint mir irre viel …

    und eine schö­ne bull­s­hit-phra­se: genaue, per­so­na­li­sier­te nut­zer­da­ten sind „ein qua­li­fi­zier­ter Kon­takt zu vie­len Lesern“

  • Lan­gua­ge Stuff – Goo­gle Dri­ve → irre vie­le (eng­lisch­spra­chi­ge) gram­ma­ti­ken irre vie­ler spra­chen, lei­der (in mei­nen stich­pro­ben) ohne ordent­li­che biblio­gra­phi­sche nach­wei­se. teil­wei­se sprach­lehr­bü­cher, teil­wei­se wis­sen­schaft­li­che
  • Ohne Pflug auf den Acker – Land­wir­te pas­sen sich dem Kli­ma­wan­del an | Deu­sch­land­ra­dio Kul­tur → schö­nes fea­ture über den umgang von (vor­wie­gend bio-)landwirten in bran­den­burg mit dem sich ändern­den kli­ma und den damit ein­her­ge­hen­den ver­än­de­run­gen in ihrer arbeit

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  • re:publica 2016 – Richard Sen­nett: The City as an Open Sys­tem → richard sen­nett sprach bei der re:publica sehr gut über open & smart cities, stadt­ent­wick­lung, gren­zen und begeg­nun­gen
  • Last Week Tonight with John Oli­ver: Sci­en­ti­fic Stu­dies (HBO) → John Oli­ver erklärt wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en und (Wissenschafts-)Journalismus
  • Rad­we­ge: Jetzt geht es rund | ZEIT ONLINE → sehr schö­ner text über die absur­di­tät und gewollt fak­ten-igno­rie­ren­de und –ver­dre­hen­de dis­kus­si­on um die för­de­rung von rad­ver­kehr in ham­burg
    Kaum eine Debat­te wird so emo­tio­nal geführt wie die um Rad­we­ge. In einer Stra­ße in Wands­bek zeigt sich nun die gesam­te Absur­di­tät des Kon­flikts.
  • The Absurd Pri­ma­cy of the Auto­mo­bi­le in Ame­ri­can Life | The Atlan­tic → auch wenn’s (v.a. bei den zah­len) pri­mär um die usa geht, gilt das im wesent­li­chen natür­li­ch für alle ent­wi­ckel­ten län­der
    But con­ve­ni­en­ce, along with Ame­ri­can his­to­ry, cul­tu­re, ritu­als, and man-machine affec­tion, hide the true cost and natu­re of cars. And what is that natu­re? Sim­ply this: In almost every way ima­ginable, the car, as it is deploy­ed and used today, is insa­ne.
  • Lite­ra­tur und Kapi­ta­lis­mus­kri­tik: Das Geld ver­schlingt uns | NZZ → björn hay­er in der nzz über die lite­ra­tur (d.h. über vier tex­te) und den kapi­ta­lis­mus bzw. des­sen kri­tik – er sieht da vor allem abs­trak­te schuld und schwarz­ma­le­rei, ihm fehlt sozu­sa­gen das posi­ti­ve …

    Die Schrift­stel­ler neh­men also ihre klas­si­sche Posi­ti­on als Mah­ner und Wäch­ter der Moral ein. Doch wo sind die Akteu­re, die sie zu adres­sie­ren sich bemü­hen, in einem nebu­lö­sen Sys­tem noch auf­zu­spü­ren?
    […] Sie ver­har­ren aber allein in Dia­gno­sen, die Schuld­fra­gen ins Nir­gend­wo ver­la­gern und das Sub­jekt zur macht­lo­sen Mario­net­te degra­die­ren.

    Ihre Lite­ra­tur arran­giert sich mit einem gemüt­li­chen Feind­bild, das sie wei­ter auf­bläst.

  • Selec­ted Stock­hau­sen Scores → Beispielseiten/-ausschnitte aus Stock­hau­sens Par­ti­tu­ren

Ins Netz gegangen (14.12.)

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  • Volks­ban­ken: Mei­ne Bank ist krank | ZEIT ONLINE – heinz-roger dohms hat eine (sehr) klei­ne und nicht sehr pro­fi­ta­ble genos­ses­nchafts­bank besucht und berich­tet von deren stel­lung pro­ble­me wohl­tu­end unauf­ge­regt und ohne gro­ße lösun­gen …
  • His­to­ri­ker über Erin­ne­rungs­kul­tur: „Mar­tin Luther als Spiel­fi­gur“ – taz.de – der his­to­ri­ker valen­tin gro­eb­ner im gespräch mit jan fed­der­sen über erin­ne­rung, geden­ken und den zusam­men­hang von ver­gan­gen­heit, geschich­te und gegen­wart
    His­to­ri­sche Jubi­lä­en haben ziem­li­ch viel mit Heils­ge­schich­te zu tun, mit kol­lek­ti­ven Erlö­sungs­wün­schen plus Sinn­an­ge­bot.[…] Wie viel Platz für Über­ra­schen­des kann denn in den kol­lek­ti­ven Insze­nie­run­gen von Geden­ken sein? 2017 ist Luther-Jubi­lä­um – dann wird es ähn­li­ch sein. Ein biss­chen zuge­spitzt for­mu­liert: Das Ver­hält­nis zur Ver­gan­gen­heit wird über Gebets­ge­mein­schaf­ten orga­ni­siert.
  • Der 8. Mai 1945 – Tag der Befrei­ung? | reso­nanz­bo­den – huber­tus kna­be fin­det die bezeich­nung „tag der befrei­uung“ für den 8./9. mai 1945 unpas­send und schlägt eine zurück­hal­ten­de­re, bit­te­re­re les­art der erin­ne­rung an das kriegs­en­de vor
    Die Deut­schen tun gut dar­an, sich von sol­cher Mythen­bil­dung fern­zu­hal­ten. Für sie soll­te der 8. Mai vor allem ein Tag der Scham und der Trau­er sein. Über 50 Mil­lio­nen Men­schen kamen durch die Poli­tik der dama­li­gen deut­schen Regie­rung ums Leben – eine Last, die zu einer dif­fe­ren­zier­ten und rea­lis­ti­schen Sicht der Geschich­te ver­pflich­tet.
  • Varou­fa­kis benimmt sich echt unmög­li­ch (behaup­ten anony­me Quel­len)… | misik.at – robert misik legt sehr schön dar, wie unge­si­chert und gefähr­li­ch die angeb­li­chen infor­ma­tio­nen der medi­en aus der poli­tik, ins­be­son­de­re der brüs­se­ler, sein kön­nen:
    Wenn aber der immer glei­che Spin aus den offen­bar immer glei­chen “anony­men” Quel­len kommt, dann soll­te Ihnen als Leser klar sein, dass hier Jour­na­lis­ten vor­sätz­li­ch instru­men­ta­li­siert wer­den, um eine “Sto­ry­line” unter die Leu­te zu brin­gen.
  • Making the Right Choices: A John Cage Cen­ten­ni­al Cele­bra­ti­on – videos von john-cage-wer­ken – schön gemach­te sei­te von micha­el til­son tho­mas & new world sym­phony
  • Plat­ten aus dem Plat­ten­bau – taz.de – andre­as hart­mann hat für die taz das klei­ne, aber sehr fei­ne (vor allem, wenn man auf abge­fah­re­ne musik so abfährt wie ich …) plat­ten­la­bel karl­re­cor­ds ent­deckt
    Karl ist eines die­ser vie­len klei­nen, aber fei­nen Labels, die es welt­weit gibt und die nach der Kri­se der Musik­in­dus­trie durch die Digi­ta­li­sie­rung in den nul­ler Jah­ren in einer Nische blü­hen und gedei­hen – wegen des über­ra­schen­den Vinyl-Revi­vals.

    (ich bin aber immer froh, dass die ihre sachen nicht nur auf vinyl, son­dern auch digi­tal – bei band­camp – anbie­ten)

  • Die Neu­zeit und die Kul­tur der Unru­he: Das Gesumm der mensch­li­chen Din­ge – NZZ.ch – ralf koners­mann über die „ent­de­ckung“ der unru­he und ihre beschrei­bung und ana­ly­se durch blai­se pas­cal
    Das Neue der Neu­zeit war die Beja­hung der Unru­he, nicht jedoch das Emp­fin­den der Unru­he selbst.
  • Digi­ta­le Agen­da der Bun­des­re­gie­rung – Böses Netz – Chris­ti­an Hei­se vom Cen­tre for Digi­tal Cul­tures der Leu­pha­na Uni­ver­si­tät in Lüne­burg kom­men­tiert in der süd­deut­schen zei­tung das total­ver­sa­gen der bun­des­po­li­tik bei digi­ta­len und netz­po­lit. the­men:
    Die Netz­po­li­tik der schwarz-roten Koali­ti­on ist ein Witz. Sie ist gekenn­zeich­net durch feh­len­den Sach­ver­stand und eine grund­le­gen­de Abwehr­hal­tung gegen­über der Digi­ta­li­sie­rung. Statt Prio­ri­tä­ten zu deren Aus­bau zu defi­nie­ren, kon­zen­triert sich die Bun­des­re­gie­rung dar­auf, die Poten­zia­le des Digi­ta­len zur Kon­trol­le und zur Über­wa­chung der Bür­ger zu nut­zen.

    – auch der rest ist poin­tiert, tref­fend und sehr lesens­wert!

  • Zum Ver­ständ­nis | Post­kul­tur – jan kuh­l­brodt:
    Ich ver­steh nicht, was mit Ver­ste­hen gemeint sein soll. […] Ver­ste­hen im ästhe­ti­schen Sin­ne aber, wäre die Offen­heit der Kunst­wer­ke aus­zu­hal­ten, und ihre Ver­wei­ge­rung, sich in einem instru­men­tel­len Sinn über­set­zen zu las­sen, dass heißt, sich erset­zen zu las­sen durch Hand­lung oder Aus­sa­ge.

    – ich glau­be, dass „wäre“ soll­te durch ein „ist“ ersetzt wer­den …

  • Spio­na­ge: Der BND, ein gefähr­li­cher Staat im Staat | ZEIT ONLINE – kai bier­mann sehr poin­tiert zur neu­es­ten wen­dung im spio­na­ge-skan­dal (kann man das eigent­li­ch noch so nen­nen?)
    Der Fall zeigt, wie krank das Geschäft der Geheim­diens­te ist. Er zeigt, wie ver­scho­ben deren mora­li­sche und recht­li­che Maß­stä­be sind. Sehen­den Auges nahm der BND hin, dass ihn die NSA dazu miss­braucht, Unter­neh­men, Behör­den und Poli­ti­ker in Euro­pa aus­zu­spä­hen. Ein Pakt mit dem Teu­fel, dem zuge­stimmt wur­de, weil man glaub­te, ihn kon­trol­lie­ren und vor allem davon pro­fi­tie­ren zu kön­nen.
    Aber wenn jeder jeden betrügt und aus­trick­st, wo blei­ben dann Recht und Gesetz? Rich­tig, auf der Stre­cke. Kei­ner der Betei­lig­ten scher­te sich dar­um, nie­mand inter­es­sier­te sich für Grund­rech­te der Bür­ger, auch das wur­de in den Befra­gun­gen im Unter­su­chungs­aus­schuss klar. […] Wenn nicht ein­mal die Regie­rung ihre Spio­ne im Griff hat, dann hat nie­mand sie im Griff.
  • Ange­sichts der von #Lidl pro­kla­mier­ten… – Bäcke­rei Rich­ter, Kub­schütz – eine schö­ne reak­ti­on eines bäcker­meis­ters als reak­ti­on auf die ziem­li­ch bescheu­er­te (und die ein­kau­fen­den ver­ar­schen­de) wer­be­kam­pa­gne von lidl

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  • Bis­lang unver­öf­fent­lich­te Wehr­machts­ak­ten jetzt online zugäng­li­ch – das dhi mos­kau und das zen­tral­ar­chiv des russ. ver­tei­di­gungs­mins­te­ri­ums haben bis­her unver­öf­fent­lich­te wehr­machts­ak­ten digi­ta­li­siert und stel­len sie (in kür­ze) online zur ver­fü­gung
    Der Bestand der deut­schen Doku­men­te im Zen­tral­ar­chiv des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums umfasst ca. 28.000 Akten und ist ins­ge­samt in 50 Find­bü­cher geglie­dert. Nach dem Abschluss der ers­ten Pro­jekt­pha­se wer­den am 29. April 2015 die für die For­schung beson­ders wich­ti­gen Unter­la­gen des Ober­kom­man­dos der Wehr­macht (271 Akten) und des Hee­res (988 Akten) sowie der Hee­res­grup­pe Mit­te (852 Akten) weit­ge­hend online zugäng­li­ch gemacht. Aus­ge­nom­men sind bis­lang groß­for­ma­ti­ge Kar­ten, deren Digi­ta­li­sie­rung beson­ders auf­wän­di­ge Tech­no­lo­gi­en erfor­dert. In einer zwei­ten Pro­jekt­pha­se fol­gen in Kür­ze die Bestän­de der Hee­res­grup­pe „Weich­sel“ (54 Akten), des Amts Ausland/Abwehr im OKW (52 Akten), der Waf­fen-SS und Poli­zei (120 Akten) sowie Beut­e­do­ku­men­te der Auf­klä­rungs­ver­wal­tung beim Gene­ral­stab der Roten Armee –GRU (332 Akten). 
  • Bun­des­nach­rich­ten­dienst: Neue NSA-Affä­re erschüt­tert BNDSPIEGEL ONLINE – Über­wa­chung: Neue Spio­na­ge­af­fä­re erschüt­tert BND (und mich auch …)
  • We Can’t Let John Deere Des­troy the Very Idea of Ownership | WIRED – wenn urhe­ber­schutz (und so etwas wie soft­ware-paten­te …) wild lau­fen, freu­en sich kon­zer­te – denn dann kommt so etwas her­aus:
    John Deere and Gene­ral Motors want to evis­ce­ra­te the noti­on of ownership. Sure, we pay for their vehi­cles. But we don’t own them. Not accord­ing to their cor­po­ra­te lawy­ers, any­way
  • 31 Theo­rie­an­sät­ze: Wor­an erkennt man ein Gedicht? – NZZ – der ver­le­ger jochen jung (von jung & jung) hat 31 „theo­rie­an­säat­ze“ (man könn­te sie auch the­sen nen­nen) über das wesen von gedich­ten notiert:
    Gedich­te strah­len in ihrer Herr­lich­keit, sie kön­nen blen­den (aber nicht blind machen). Bis­wei­len sind sie auch Blen­der.
  • Jour­na­lis­mus als Kata­stro­phe | Lesen was klü­ger macht – eine erklä­ren­de abrech­nung mit dem zustand des jour­na­lis­mus heu­te von georg seeß­len
    Einen Unter­schied zwi­schen „Qua­li­täts­jour­na­lis­mus“ und Bou­le­vard kann es dann nicht mehr geben, wenn alle Nach­rich­ten­me­di­en einer­seits aus den glei­chen Inter­es­sen und den glei­chen Quel­len ent­ste­hen, und wenn sie ande­rer­seits alle an die glei­chen Kun­den (Anzei­gen auf der einen, Leu­te die Kau­fen, ein­schal­ten, kli­cken usw. auf der ande­ren) wol­len, wenn sie Down­gra­den von Niveau und Respekt als Über­le­bens­stra­te­gie recht­fer­ti­gen. Dabei wer­den die Tricks der Nach­rich­ten­er­zeu­gung aus mehr oder weni­ger nichts immer selbst­zer­stö­re­ri­scher.[…] Kann denen mal viel­leicht jemand sagen, dass die Unter­schei­dung zwi­schen gutem und schlech­tem Jour­na­lis­mus nicht dar­in lie­gen kann, dass man letz­te Gren­zen der Nie­der­tracht über­schrei­tet oder nicht, son­dern dar­in, dass man sei­ne Arbeit und sei­nen Auf­trag grund­sätz­li­ch anders ver­steht?
  • Auf Kan­te gepres­st – War­um der Vinyl-Hype die Schall­plat­te kaputt­macht | Das Fil­ter – inter­es­san­te ein­bli­cke in die schwie­rig­kei­ten, die es mit sich bringt, ein „ver­al­te­tes“ medi­um wie die schall­plat­te wei­ter zu pro­du­zie­ren – v.a. die pro­ble­me, die feh­len­der neu­bau von pro­duk­ti­ons­ma­schi­nen und –werk­zeug ver­ur­sa­chen (von der fra­ge nach mate­ri­al für zwi­schen­stu­fen ganz abge­se­hen) …

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  • Was man als klei­ner Ver­lag so alles mit dem Buch­han­del erlebt | Sei­ten­flü­gel – ein (sehr) klei­ner ver­lag über sei­ne erfah­run­gen mit dem hohen „kul­tur­gut“ des deut­schen buch­han­dels (und ama­zon zum ver­gleich):
    Vie­le klei­ne Buch­händ­ler haben kei­nes­wegs erkenn­bar mehr Ver­ständ­nis für klei­ne Ver­la­ge. Sie wet­tern zwar herz­li­ch gern gegen Kon­zer­ne und Mono­po­lis­ten, aber wenn man mit ihnen zu tun hat, ist ihr geschäft­li­cher Ego­is­mus oft kei­nen Deut gerin­ger als bei den Groß­un­ter­neh­men.
  • Theo­lo­ge Fried­rich Wil­helm Graf – „Wir haben Reli­gi­on noto­ri­sch unter­schätzt“ – graf, wie meis­tens sehr ver­stän­dig und klug, in einem sehr lesen-/hörenswerten inter­view mit deutsch­land­ra­dio über reli­gio­nen, moder­ne und ihre bedeu­tung:
    Ich weiß nicht, war­um Belie­big­keit so etwas Schlim­mes oder Schlech­tes sein soll. Wir müs­sen ein­fach mit der Tat­sa­che klar­kom­men und dies akzep­tie­ren ler­nen, dass in den ent­schei­den­den Fra­gen unse­res Lebens jeder für sich selbst oder jede für sich selbst ver­ant­wort­li­ch ist.
  • René Jacobs: „Ich bestehe auf mei­nem Recht, krea­tiv zu sein“ – Thea­ter an der Wien – derStandard.at › Kul­tur – rené jacobs über sei­ne arbeit, den „bar­bie­re“ von gio­van­ni pai­si­el­lo heu­te auf­zu­füh­ren und dem kom­po­nis­ten gerecht zu wer­den:
    Es ist natür­li­ch gut, wenn man weiß, was ein Auto­graf ent­hält. Aber Oper war immer ein Work in Pro­gress. Und ich bestehe auf mei­nem Recht, auch krea­tiv sein zu dür­fen.
  • Equa­ti­on Group: Spio­na­ge­soft­ware der Super­la­ti­ve ent­deckt | ZEIT ONLINE – es ist kaum zu glau­ben: aber es geht immer noch etwas grau­si­ger, wenn nsa & co. im spiel sind
    Sie ver­steckt sich unlösch­bar auf Fest­plat­ten und spio­niert hoch­ran­gi­ge Zie­le aus: Anti­vi­ren­spe­zia­lis­ten ent­de­cken extrem aus­ge­feil­te Mal­wa­re mit Par­al­le­len zu Stux­net.
  • SZ-Leaks: Schleich­wer­bung für Steu­er­hin­ter­zie­hung | klar und deut­li­ch -
    Off­shore-Leaks, Lux-Leaks und jetzt Swiss-Leaks: Die Süd­deut­sche Zei­tung ist das Sturm­ge­schütz des Finanz­amts. Die Redak­ti­on ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Infor­ma­tio­nen aus inter­nen Bank­un­ter­la­gen, an die sie durch Whist­leb­lo­wer kommt. Was die Zei­tung nie erwähnt: Dass sie selbst ihre Leser auf die Steu­er­hin­ter­zie­hung im Aus­land hin­ge­wie­sen hat und sich dafür von den Ban­ken bezah­len ließ. Ich war damals in der Redak­ti­on dafür zustän­dig. Es war das Jahr 2007, es war mein ers­ter Job nach d…
  • Sam Tay­lor-John­sons „50 Shades of Grey“ in der Kri­tik – ha! (diet­mar dath war im kino):
    Dass frei­li­ch das sexu­ell Anre­gends­te an einem Sado­ma­so-Film von 2015 die Kunst eines seit sieb­zehn Jah­ren toten Mafia-Unter­hal­ters ist, spricht Bän­de über die Tal­soh­le der ent­hemmt-ver­klemm­ten Dau­er­lust­si­mu­la­ti­on, in der sich die Mas­sen­kul­tur der­zeit täg­li­ch laut­stark ver­si­chert, dass heu­te ja zum Glück so gut wie nichts mehr ver­bo­ten ist.
  • Klaus The­we­leit: „2000 Light Years from Home“ (Vor­trag zur Pop­ge­schich­te) -
    Vor­trag von Klaus The­we­leit unter dem Titel „So tun als gäbe es kein Mor­gen oder: 2000 Light Years from Home“,gehalten am 3. Novem­ber 2011 

    – eine art pop­ge­schich­te

  • Die Ober­schen­kel der Nati­on | Blog Maga­zin – michè­le bins­wan­ger über sport­re­por­ter, frau­en­sport und sexis­mus
    Man kann dem Sport­re­por­ter wohl kaum einen Vor­wurf machen. Schliess­li­ch besteht die Haupt­qua­li­fi­ka­ti­on für die­sen Beruf vor­nehm­li­ch dar­in, schwit­zen­de Men­schen dana­ch zu fra­gen, wie sie sich jetzt füh­len.
  • Inter­view mit Opern-Gram­my-Gewin­ner Burk­hard Schmil­gun – das (eher klei­ne) osna­brü­ck­er label hat einen gram­my gewon­nen – für die ein­spie­lung einer weit­ge­hend ver­ges­se­nen char­pen­tier-oper:
    Nie­mand hat uns Bescheid gesagt. Auch der Diri­gent und der Künst­ler nicht, die die Aus­zeich­nung offen­bar in klei­ner Grup­pe in Los Ange­les ent­ge­gen genom­men haben.
  • Die Inte­gra­ti­on läuft deut­li­ch bes­ser als ver­mu­tet – Süddeutsche.de – felix ste­phan in der sz:
    Inte­gra­ti­on wird immer noch dann als geschei­tert betrach­tet, wenn am Ende etwas ande­res als ein zwei­tes Müns­ter her­aus­kommt.[…] In den moder­nen Metro­po­len gebe es eigent­li­ch nur eine Grup­pe, die sich eine eth­ni­sche Segre­ga­ti­on leis­ten kön­ne, so El-Maf­aa­la­ni: die Wohl­ha­ben­den.
  • Fast­nacht in Mainz: Frau­en sind auf den när­ri­schen Büh­nen Man­gel­wa­re – Ver­ei­ne wagen sich an Erklä­rungs­ver­su­che – All­ge­mei­ne Zei­tung – die main­zer az über die rol­le der frau­en in der main­zer fast­nacht – und die zähig­keit, mit der sie sich im schne­cken­tem­po ändert:
    Nach­dem der MCC sei­ne Komi­tee­te­rin prä­sen­tiert habe, sei­en die Frau­en eines ande­ren gro­ßen Ver­eins auf die Bar­ri­ka­den gegan­gen, da die­se dort auch im Komi­tee sit­zen woll­ten. „Wor­auf­hin uns die Män­ner die­ses Ver­eins ver­är­gert gefragt haben, wie wir damit nur anfan­gen konn­ten“, berich­tet er.

    (gibt noch mehr schö­ne bei­spie­le für sexis­mus im text .…

  • Open Access? Ver­öf­fent­li­chen unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit – Taschwer forscht nach – derStandard.at -
    So wird open access zum finan­ci­al excess: Um sich als Autor einer Buch­be­spre­chung für eine Fach­zeit­schrift das Recht zu erwir­ken, die Rezen­si­on online stel­len zu dür­fen, ver­langt Wiley-VCH schlan­ke 2500 Euro vom Rezen­sen­ten.

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Ins Netz gegan­gen am 26.1.:

  • Pegi­da: Wie spricht das „Volk“? | ZEIT ONLINE – the­re­sia enzens­ber­ger wirft einen bli­ck auf spra­che und argu­men­ta­ti­ons­mus­ter der pegi­da-anhän­ger:
    Dis­kurs­ana­ly­se? Damit Pegi­da zu begeg­nen, wäre ver­geb­li­che Mühe. Man kann einen Pud­ding nicht an die Wand nageln. Die Spra­che der Wer­bung nimmt kei­ne Rück­sicht auf die Her­kunft ihrer Phra­sen. Ob ein Slo­gan aus der rech­ten oder lin­ken Ecke kommt, ob man sich bei Orwell oder bei Goeb­bels bedient, spielt kei­ne Rol­le. Haupt­sa­che, man stif­tet so viel Ver­wir­rung wie mög­li­ch, stei­gert die poten…
  • Phi­lo­so­ph Gebau­er über Sport-Spek­ta­kel: „Weit weg von der Erde“ – taz.de – gun­ter gebau­er im taz-inter­view mit eini­gen rich­ti­gen und guten ant­wor­ten:
    Ich glau­be, die gro­ßen Ver­bän­de tun gut dar­an, sich Län­der zu suchen, die sport­li­che Groß­ver­an­stal­tun­gen so orga­ni­sie­ren wol­len, dass sie nicht mehr gigan­ti­sch sind, son­dern dass sie für die Bür­ger eine Berei­che­rung dar­stel­len und für die Ent­wick­lung eines Lan­des posi­tiv sind. Geer­det wird der Sport hin­ge­gen nicht mehr – der Sport ist seit eini­ger Zeit weit weg von der Erde. Bestimm­te Din­ge wird man nicht mehr zurück­bau­en kön­nen, zum Bei­spiel die unglaub­li­che Medi­en­prä­senz. Damit lebt der Sport auch sehr gut, das macht sei­ne gewal­ti­ge Sym­bo­lik aus, und das muss man gar nicht nur bekla­gen. Sport ist bes­ser als Krieg und als Span­nun­gen zwi­schen den Län­dern, es gibt eine Art Welt­ge­spräch des Sports. Der Sport sel­ber ist in den Bereich von Show und Gla­mour gerutscht, vie­le schei­nen sich dort wohl zu füh­len. Der sport­li­che Wert selbst wird dadurch zurück­ge­drängt, aber nicht ent­wer­tet.
  • Jörg Sun­dermei­er: „Die Lite­ra­tur­kri­tik droht uns allein zurück zu las­sen“ – Das Sonn­tags­ge­spräch – News – BuchMarkt.de – jörg sun­dermei­er, chef des famo­sen ver­bre­cher-ver­lags, ist mit dem zustand der lite­ra­tur­kri­tik in deutsch­land über­haupt nicht zufrie­den:
    Alle mei­nen den gan­zen Tag irgend­was, Mei­nun­gen sind ja gera­de hoch im Kurs, in den Redak­tio­nen ist immer wie­der von der Mei­nungs­stär­ke von Tex­ten die Rede. Aber Hal­tung zei­gen weni­ge, denn das hie­ße ja die Ansich­ten von ges­tern auch jetzt noch zu ver­tre­ten. Oder aber sich selbst zu kri­ti­sie­ren, also sich infra­ge zu stel­len, sich angreif­bar zu machen…
  • Fre­quent­ly wrong @HistoryInPics com­pany gets $2 mil­lion from inves­torsRT @keithcalder: Here’s some more info on that shit­pi­le cal­led @HistoryInPics
  • Netz­neu­tra­li­tät: Freie Fahrt für ein Phan­tom | ZEIT ONLINE – Fried­helm Greis ver­sucht, die deut­sch-euro­päi­sche Debat­te um Netz­neu­tra­li­tät und „spe­zi­al­diens­te“ nach­zu­zeich­nen. So lan­ge man dabei auf Pro­ble­me wie deep packet inspec­tion ver­zich­tet, scheint mir das müßig
  • Archi­va­lia: Das Main­zer Evan­ge­li­ar der Hof­bi­blio­thek Aschaf­fen­burg (Ms. 13)
  • Pegi­da und das Abend­land – Per­ver­si­on mit Sys­tem – hein­rich august wink­ler ord­net den abend­land-bezug der „pegida“-truppe his­to­ri­sch ein – und spart mit nicht mit ver­wei­sen auf die ver­wand­schaft mit natio­nal­so­zio­alis­ti­schen ide­en und über­zeu­gun­gen und sprach­ge­brauch
  • Frau Mei­ke sagt: Kraut­re­por­ter und die Suche nach der Rele­vanz – noch jemand, der von den kraut­re­por­tern bis­her eher mäßig begeis­ter ist: „Von The­men­viel­falt war weit und breit kei­ne Spur“
  • Ver­bie­tet Han­dys an den Schu­len!- taz.de – die taz hält es für sinn­voll, ein total­ver­bot von han­dys an schu­len zu for­dern. ich fin­de ja, das reicht nicht. wenn die böse jugend in den pau­sen immer nur in bücher, zei­tun­gen und – hor­ri­bi­le dic­tu – comics (d.i. gra­phic novels) schaut, kom­mu­ni­ziert sie nicht mehr mit­ein­an­der. und der stress, wenn man nicht fer­tig wird und bis zur nächs­ten pau­se vol­ler span­nung war­ten muss, wie es wei­ter­geht im text! also weg mit dem gan­zen gedruck­ten unsinn!
  • James Rho­des on Twit­ter: „A black Bond? Total­ly unrea­li­s­tic.
    God bless Pri­va­te Eye… http://t.co/PWl2EnsaoG“
    RT @bomani_jones: well play­ed, i must say.

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  • Ein deut­scher Dich­ter bin ich ein­st gewe­sen | ver­bre­che­rei – Max Herr­mann-Neis­se:

    Ein deut­scher Dich­ter bin ich ein­st gewe­sen,
    die Hei­mat klang in mei­ner Melo­die,
    ihr Leben war in mei­nem Lied zu lesen,
    das mit ihr welk­te und mit ihr gedieh.

    Die Hei­mat hat mir Treue nicht gehal­ten,
    sie gab sich ganz den bösen Trie­ben hin,
    so kann ich nur ihr Traum­bild noch gestal­ten,
    der ich ihr trotz­dem treu geblie­ben bin.

    – der Ver­bre­cher-Ver­lag hat jetzt auch ein Ver­lags­blog …

  • Spä­te Kriegs­ge­winn­ler – Wie­ner Zei­tung Online – Edwin Baum­gart­ner über die flut an bedruck­tem papier im gedenk­jahr zum ers­ten welt­krieg
    Und so ein­fach ist es auch beim Ers­ten Welt­krieg: Es ist ein Rie­sen­re­ma­su­ri, ein – wie heißt das bei­na­he deut­sche Wort? – ja, rich­tig: ein Hype.

    /via „der umblät­te­rer“, die das nicht ganz zu unrecht zum feuil­le­ton des jah­res 2014 wähl­ten (http://www.umblaetterer.de/2015/01/13/die-ergebnisse-der-feuilleton-meisterschaft-2014/)

  • What David Came­ron just pro­po­sed would end­an­ger every Bri­ton and des­troy the IT indus­try – Boing Boing – david came­ron will den bösen buben die ver­schlüs­se­lung ver­bie­ten. dumm nur, dass er halt kei­ne ahnung hat: „David Came­ron doesn’t under­stand tech­no­lo­gy very well, so he doesn’t actual­ly know what he’s asking for“, sagt cory doc­to­row, „it puts the who­le nati­on – indi­vi­du­als and indus­try – in ter­ri­ble jeo­par­dy. “
  • 33. Euro­pas Wer­te und das Para­dox der Auf­klä­rung | Geschich­te wird gemacht – achim land­wehr über euro­päi­sche wer­te (eigen­tum!) und ihre para­do­xa­le struk­tur
  • Schlund | Peter Rich­ter – peter rich­ter hat einen „mon­tags-spa­zier­gang“ in dres­den besucht und in die abgrün­de der pegida-„bewegung“ geschaut.
  • Bücher von Pop­mu­si­kern: Wah­re Grö­ße gibt es nur schwarz auf weiß | ZEIT ONLINE – ger­rit bar­tels steht etwas hilf­los vor dem phä­no­men, dass schein­bar immer mehr popmusiker/innen bücher schrei­ben und ver­öf­fent­li­chen (wie gleich der ers­te kom­men­ta­tor bemerkt, hat er mit tho­mas meine­cke das bes­te bei­spiel ver­ges­sen …)
    Das Kano­ni­sie­ren von Pop und bestimm­ten Pop­sze­nen geht also inten­siv wei­ter. Auch für Musi­ker ist es da attrak­tiv, die flüch­ti­gen Pop­mo­men­te auf den Büh­nen und den DJ-Kan­zeln fest­zu­hal­ten, die Drei­mi­nu­ten-Sin­gle und den Club-Hit in eine Erzäh­lung zu bet­ten und damit zu sichern. Ein Buch hat eben doch Bestand, ist ein ganz eige­ner Wert.
  • Pegi­da-Demons­tra­tio­nen – „Das ist alles ern­st zu neh­men“ – Der Direk­tor der säch­si­schen Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung, Frank Rich­ter, hat zum Dia­log mit den Anhän­gern der Pegi­da-Grup­pie­rung auf­ge­ru­fen. „Wir haben es offen­sicht­li­ch mit einem Pro­blem­stau zu tun“, sag­te Rich­ter im Deutsch­land­funk. Man müs­se den Bür­gern respekt­voll zuhö­ren, so schwie­rig es auch sein möge.
  • Isla­mi­sie­rung, Mar­ken­schutz und dum­me Fra­gen – jür­gen kau­be hat recht:
    Gefüh­le haben ihr eige­nes poli­ti­sches Recht. Die Fra­ge ist nur, ob sich zutref­fen­de Gedan­ken dar­aus machen las­sen.
  • Wie es bei „May­brit Ill­ner“ im ZDF wirk­li­ch zugeht – der autor ulf erd­mann zieg­ler war bei der ill­ner-rede­grup­pe im zdf als gast gela­den. und kann sku­ri­le ergeb­nis­se berich­ten, die alle hoff­nung auf qua­li­täts­jour­na­lis­mus im talk­for­mat ver­nich­ten.
    Okay, die plötz­li­che Über­frach­tung der Sen­dung mit Sebas­ti­an Eda­thy und sei­nem Schick­sal ist das eine. Den­no­ch, man hät­te die Kur­ve krie­gen kön­nen. Wie wäre es etwa mit der Fra­ge gewe­sen: ob, Herr Zieg­ler, was an die­sem Don­ners­tag die Haupt­stadt erschüt­ter­te, eigent­li­ch ein gutes Roman­the­ma sei. Aber mit Sicher­heit, Frau Ill­ner! Die Neben­rol­le der Igno­ran­tin, die sich all­wis­send gibt, wäre Ihnen dar­in sicher.

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Ins Netz gegan­gen am 5.1.:

  • Kolum­ne Bes­ser: Wie der Herr, so’s Gescherr – taz.de – das gibt’s auch nicht jeden tag: dass ich deniz yücel zustim­me und sei­nen text auch noch gut fin­de. dank „pegida“-blödsinn ist’s mög­li­ch (und nötig!) – also lesen!:
    Pegi­da fin­det die „Lügen­pres­se“ doof, die „Lügen­pres­se“ fin­det Pegi­da doof. Aber es gibt Aus­nah­men: Ste­phan, Wei­mer, Matus­sek, Bro­der, di Loren­zo.
  • 32. Lepan­to oder Der fort­ge­setz­te Miss­brauch der Ver­gan­gen­heit | Geschich­te wird gemacht – achim land­wehr beschäf­tigt sich (not­ge­drun­gen …) mit dem umstand, dass der afd-poli­ti­ker ein­fach mal ohne anlass in der fas ohne beson­de­re his­to­ri­sche kennt­nis über die schlacht von lepan­to schreibt.
    Was ler­nen wir aus die­sem ansons­ten gänz­li­ch zu ver­nach­läs­si­gen­den Bei­trag?

    Miss­brau­che nicht die Ver­gan­gen­heit in ver­ein­fa­chen­der und ver­fäl­schen­der Form für bil­li­ge poli­ti­sche Anlie­gen der Gegen­wart.
    Wenn du schon von die­ser Ver­gan­gen­heit erzähl­st, dann tue es in mög­li­cher kom­ple­x­er, mög­lichst zahl­rei­che Aspek­te berück­sich­ti­gen­der Form.
    Wenn du schon einen Arti­kel schreib­st, in dem bil­li­ge Res­sen­ti­ments gegen Ande­re bedient wer­den, dann schrei­be wenigs­tens einen guten Arti­kel. Üble Bei­trä­ge mit üblen Inhal­ten sind eine dop­pel­te Belei­di­gung.
    Wenn du etwas aus Lepan­to ler­nen will­st, dann ler­ne dies: Es ist wirk­li­ch für alle Betei­lig­ten bes­ser, auf gegen­sei­ti­ge Aner­ken­nung und Zusam­men­ar­beit zu set­zen als auf gegen­sei­ti­ges Abschlach­ten.

    Muss man so etwas wirk­li­ch noch hin­schrei­ben?

  • Kraut von Rüben sor­tiert – Kraut­re­por­ter durch­ge­zählt | Ver­wi­ckel­tes – marc mit eini­gen inter­es­san­ten beob­ach­tun­gen und bemer­kun­gen zu den „kraut­re­por­tern“. eini­ges deckt sich mit mei­ner eige­nen erfah­rung – etwa das generv­t­s­ein von den tilo-jung-plau­der­stünd­chen. jeden­falls haben es die „kraut­re­por­tern“, denen ich ja ger­ne geld bezahlt habe (und so arg viel war es ja auch gar nicht) noch nicht geschafft, zu einem wich­ti­gen teil mei­nes medi­en­kon­sums zu wer­den – ich ver­ges­se immer mal wie­der, das zu che­cken …
  • Höh­len: Geh zum Teu­fel! | ZEIT ONLINE – „Die Welt brauch­te viel weni­ger Psy­cho­phar­ma­ka, wenn die Leu­te öfter in Höh­len gehen wür­den.“ >
  • Das Auge liest mit – Nur weni­ge Lite­ra­ten nut­zen die Ober­flä­che ihrer Tex­te als eigen­stän­di­ge Aus­drucks­form oder machen sich die Mühe, die mate­ri­el­le Grund­la­ge ihrer Tex­te – die Schrift – zu reflek­tie­ren. – fea­ture von jochen meiß­ner, ca. 54 minu­ten
  • France’s rock star eco­no­mist Tho­mas Piket­ty turns down Legi­on of Hono­ur | World news | The Guar­di­an – piket­ty scheint ein mann mit cha­rak­ter zu sein:
    Fren­ch eco­no­mist Tho­mas Piket­ty has spur­ned the Legi­on of Hono­ur, the country’s hig­hest dis­tinc­tion, on the grounds that the govern­ment should not deci­de who is hono­ura­ble.
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