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Tag: journalismus (Page 1 of 4)

Ins Netz gegangen (7.5.)

Ins Netz gegan­gen am 7.5.:

  • Volks­ban­ken: Meine Bank ist krank | ZEIT ONLINE — heinz-roger dohms hat eine (sehr) kleine und nicht sehr pro­fi­ta­ble genos­sesnchafts­bank besucht und berich­tet von deren stel­lung pro­bleme wohl­tu­end unauf­ge­regt und ohne große lösungen …
  • His­to­ri­ker über Erin­ne­rungs­kul­tur: „Mar­tin Luther als Spiel­fi­gur“ — taz.de — der his­to­ri­ker valen­tin gro­eb­ner im gespräch mit jan fed­der­sen über erin­ne­rung, geden­ken und den zusam­men­hang von ver­gan­gen­heit, geschichte und gegen­wart
    His­to­ri­sche Jubi­läen haben ziem­lich viel mit Heils­ge­schichte zu tun, mit kol­lek­ti­ven Erlö­sungs­wün­schen plus Sinn­an­ge­bot.[…]
    Wie viel Platz für Über­ra­schen­des kann denn in den kol­lek­ti­ven Insze­nie­run­gen von Geden­ken sein? 2017 ist Luther-Jubiläum – dann wird es ähn­lich sein. Ein biss­chen zuge­spitzt for­mu­liert: Das Ver­hält­nis zur Ver­gan­gen­heit wird über Gebets­ge­mein­schaf­ten organisiert.

  • Der 8. Mai 1945 – Tag der Befrei­ung? | reso­nanz­bo­den — huber­tus knabe fin­det die bezeich­nung »tag der befrei­uung« für den 8./9. mai 1945 unpas­send und schlägt eine zurück­hal­ten­dere, bit­te­rere les­art der erin­ne­rung an das kriegs­ende vor
    Die Deut­schen tun gut daran, sich von sol­cher Mythen­bil­dung fern­zu­hal­ten. Für sie sollte der 8. Mai vor allem ein Tag der Scham und der Trauer sein. Über 50 Mil­lio­nen Men­schen kamen durch die Poli­tik der dama­li­gen deut­schen Regie­rung ums Leben – eine Last, die zu einer dif­fe­ren­zier­ten und rea­lis­ti­schen Sicht der Geschichte verpflichtet.

  • Varou­fa­kis benimmt sich echt unmög­lich (behaup­ten anonyme Quel­len)… | misik.at — robert misik legt sehr schön dar, wie unge­si­chert und gefähr­lich die angeb­li­chen infor­ma­tio­nen der medien aus der poli­tik, ins­be­son­dere der brüs­se­ler, sein kön­nen:
    Wenn aber der immer glei­che Spin aus den offen­bar immer glei­chen “anony­men” Quel­len kommt, dann sollte Ihnen als Leser klar sein, dass hier Jour­na­lis­ten vor­sätz­lich instru­men­ta­li­siert wer­den, um eine “Sto­ry­line” unter die Leute zu bringen.

  • Making the Right Choices: A John Cage Cen­ten­nial Cele­bra­tion — videos von john-cage-werken — schön gemachte seite von michael til­son tho­mas & new world symphony
  • Plat­ten aus dem Plat­ten­bau — taz.de — andreas hart­mann hat für die taz das kleine, aber sehr feine (vor allem, wenn man auf abge­fah­rene musik so abfährt wie ich …) plat­ten­la­bel karl­re­cords ent­deckt
    Karl ist eines die­ser vie­len klei­nen, aber fei­nen Labels, die es welt­weit gibt und die nach der Krise der Musik­in­dus­trie durch die Digi­ta­li­sie­rung in den nul­ler Jah­ren in einer Nische blü­hen und gedei­hen — wegen des über­ra­schen­den Vinyl-Revivals.

    (ich bin aber immer froh, dass die ihre sachen nicht nur auf vinyl, son­dern auch digi­tal — bei band­camp — anbieten)

  • Die Neu­zeit und die Kul­tur der Unruhe: Das Gesumm der mensch­li­chen Dinge — NZZ.ch — ralf koners­mann über die »ent­de­ckung« der unruhe und ihre beschrei­bung und ana­lyse durch blaise pas­cal
    Das Neue der Neu­zeit war die Beja­hung der Unruhe, nicht jedoch das Emp­fin­den der Unruhe selbst.

  • Digi­tale Agenda der Bun­des­re­gie­rung — Böses Netz — Chris­tian Heise vom Centre for Digi­tal Cul­tures der Leu­phana Uni­ver­si­tät in Lüne­burg kom­men­tiert in der süd­deut­schen zei­tung das total­ver­sa­gen der bun­des­po­li­tik bei digi­ta­len und netz­po­lit. the­men:
    Die Netz­po­li­tik der schwarz-roten Koali­tion ist ein Witz. Sie ist gekenn­zeich­net durch feh­len­den Sach­ver­stand und eine grund­le­gende Abwehr­hal­tung gegen­über der Digi­ta­li­sie­rung. Statt Prio­ri­tä­ten zu deren Aus­bau zu defi­nie­ren, kon­zen­triert sich die Bun­des­re­gie­rung dar­auf, die Poten­ziale des Digi­ta­len zur Kon­trolle und zur Über­wa­chung der Bür­ger zu nutzen.

     — auch der rest ist poin­tiert, tref­fend und sehr lesenswert!

  • Zum Ver­ständ­nis | Post­kul­tur — jan kuhl­brodt:
    Ich ver­steh nicht, was mit Ver­ste­hen gemeint sein soll. […] Ver­ste­hen im ästhe­ti­schen Sinne aber, wäre die Offen­heit der Kunst­werke aus­zu­hal­ten, und ihre Ver­wei­ge­rung, sich in einem instru­men­tel­len Sinn über­set­zen zu las­sen, dass heißt, sich erset­zen zu las­sen durch Hand­lung oder Aussage.

     — ich glaube, dass »wäre« sollte durch ein »ist« ersetzt werden …

  • Spio­nage: Der BND, ein gefähr­li­cher Staat im Staat | ZEIT ONLINE — kai bier­mann sehr poin­tiert zur neu­es­ten wen­dung im spionage-skandal (kann man das eigent­lich noch so nen­nen?)
    Der Fall zeigt, wie krank das Geschäft der Geheim­dienste ist. Er zeigt, wie ver­scho­ben deren mora­li­sche und recht­li­che Maß­stäbe sind. Sehen­den Auges nahm der BND hin, dass ihn die NSA dazu miss­braucht, Unter­neh­men, Behör­den und Poli­ti­ker in Europa aus­zu­spä­hen. Ein Pakt mit dem Teu­fel, dem zuge­stimmt wurde, weil man glaubte, ihn kon­trol­lie­ren und vor allem davon pro­fi­tie­ren zu kön­nen.
    Aber wenn jeder jeden betrügt und aus­trickst, wo blei­ben dann Recht und Gesetz? Rich­tig, auf der Stre­cke. Kei­ner der Betei­lig­ten scherte sich darum, nie­mand inter­es­sierte sich für Grund­rechte der Bür­ger, auch das wurde in den Befra­gun­gen im Unter­su­chungs­aus­schuss klar. […] Wenn nicht ein­mal die Regie­rung ihre Spione im Griff hat, dann hat nie­mand sie im Griff.

  • Ange­sichts der von #Lidl pro­kla­mier­ten… — Bäcke­rei Rich­ter, Kub­schütz — eine schöne reak­tion eines bäcker­meis­ters als reak­tion auf die ziem­lich bescheu­erte (und die ein­kau­fen­den ver­ar­schende) wer­be­kam­pa­gne von lidl

Ins Netz gegangen (23.4.)

Ins Netz gegan­gen am 23.4.:

  • Bis­lang unver­öf­fent­lichte Wehr­machts­ak­ten jetzt online zugäng­lich — das dhi mos­kau und das zen­tral­ar­chiv des russ. ver­tei­di­gungs­min­ste­ri­ums haben bis­her unver­öf­fent­lichte wehr­machts­ak­ten digi­ta­li­siert und stel­len sie (in kürze) online zur ver­fü­gung
    Der Bestand der deut­schen Doku­mente im Zen­tral­ar­chiv des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums umfasst ca. 28.000 Akten und ist ins­ge­samt in 50 Find­bü­cher geglie­dert. Nach dem Abschluss der ers­ten Pro­jekt­phase wer­den am 29. April 2015 die für die For­schung beson­ders wich­ti­gen Unter­la­gen des Ober­kom­man­dos der Wehr­macht (271 Akten) und des Hee­res (988 Akten) sowie der Hee­res­gruppe Mitte (852 Akten) weit­ge­hend online zugäng­lich gemacht. Aus­ge­nom­men sind bis­lang groß­for­ma­tige Kar­ten, deren Digi­ta­li­sie­rung beson­ders auf­wän­dige Tech­no­lo­gien erfor­dert. In einer zwei­ten Pro­jekt­phase fol­gen in Kürze die Bestände der Hee­res­gruppe „Weich­sel“ (54 Akten), des Amts Ausland/Abwehr im OKW (52 Akten), der Waffen-SS und Poli­zei (120 Akten) sowie Beu­te­do­ku­mente der Auf­klä­rungs­ver­wal­tung beim Gene­ral­stab der Roten Armee –GRU (332 Akten).

  • Bun­des­nach­rich­ten­dienst: Neue NSA-Affäre erschüt­tert BND — SPIE­GEL ONLINE — Über­wa­chung: Neue Spio­na­ge­af­färe erschüt­tert BND (und mich auch …)
  • We Can’t Let John Deere Des­troy the Very Idea of Ownership | WIRED — wenn urhe­ber­schutz (und so etwas wie software-patente …) wild lau­fen, freuen sich kon­zerte — denn dann kommt so etwas her­aus:
    John Deere and Gene­ral Motors want to evis­ce­rate the notion of ownership. Sure, we pay for their vehi­cles. But we don’t own them. Not accor­ding to their cor­po­rate lawy­ers, anyway

  • 31 Theo­rie­an­sätze: Woran erkennt man ein Gedicht? — NZZ — der ver­le­ger jochen jung (von jung & jung) hat 31 »theo­rie­an­säatze« (man könnte sie auch the­sen nen­nen) über das wesen von gedich­ten notiert:
    Gedichte strah­len in ihrer Herr­lich­keit, sie kön­nen blen­den (aber nicht blind machen). Bis­wei­len sind sie auch Blender.

  • Jour­na­lis­mus als Kata­stro­phe | Lesen was klü­ger macht — eine erklä­rende abrech­nung mit dem zustand des jour­na­lis­mus heute von georg seeß­len
    Einen Unter­schied zwi­schen „Qua­li­täts­jour­na­lis­mus“ und Bou­le­vard kann es dann nicht mehr geben, wenn alle Nach­rich­ten­me­dien einer­seits aus den glei­chen Inter­es­sen und den glei­chen Quel­len ent­ste­hen, und wenn sie ande­rer­seits alle an die glei­chen Kun­den (Anzei­gen auf der einen, Leute die Kau­fen, ein­schal­ten, kli­cken usw. auf der ande­ren) wol­len, wenn sie Down­gra­den von Niveau und Respekt als Über­le­bens­stra­te­gie recht­fer­ti­gen. Dabei wer­den die Tricks der Nach­rich­ten­er­zeu­gung aus mehr oder weni­ger nichts immer selbst­zer­stö­re­ri­scher.[…]
    Kann denen mal viel­leicht jemand sagen, dass die Unter­schei­dung zwi­schen gutem und schlech­tem Jour­na­lis­mus nicht darin lie­gen kann, dass man letzte Gren­zen der Nie­der­tracht über­schrei­tet oder nicht, son­dern darin, dass man seine Arbeit und sei­nen Auf­trag grund­sätz­lich anders versteht?

  • Auf Kante gepresst — Warum der Vinyl-Hype die Schall­platte kaputt­macht | Das Fil­ter — inter­es­sante ein­bli­cke in die schwie­rig­kei­ten, die es mit sich bringt, ein »ver­al­te­tes« medium wie die schall­platte wei­ter zu pro­du­zie­ren — v.a. die pro­bleme, die feh­len­der neu­bau von pro­duk­ti­ons­ma­schi­nen und –werk­zeug ver­ur­sa­chen (von der frage nach mate­rial für zwi­schen­stu­fen ganz abgesehen) …

Ins Netz gegangen (17.2.)

Ins Netz gegan­gen am 17.2.:

  • Was man als klei­ner Ver­lag so alles mit dem Buch­han­del erlebt | Sei­ten­flü­gel — ein (sehr) klei­ner ver­lag über seine erfah­run­gen mit dem hohen »kul­tur­gut« des deut­schen buch­han­dels (und ama­zon zum ver­gleich):
    Viele kleine Buch­händ­ler haben kei­nes­wegs erkenn­bar mehr Ver­ständ­nis für kleine Ver­lage. Sie wet­tern zwar herz­lich gern gegen Kon­zerne und Mono­po­lis­ten, aber wenn man mit ihnen zu tun hat, ist ihr geschäft­li­cher Ego­is­mus oft kei­nen Deut gerin­ger als bei den Großunternehmen.

  • Theo­loge Fried­rich Wil­helm Graf — »Wir haben Reli­gion noto­risch unter­schätzt« — graf, wie meis­tens sehr ver­stän­dig und klug, in einem sehr lesen-/hörenswerten inter­view mit deutsch­land­ra­dio über reli­gio­nen, moderne und ihre bedeu­tung:
    Ich weiß nicht, warum Belie­big­keit so etwas Schlim­mes oder Schlech­tes sein soll. Wir müs­sen ein­fach mit der Tat­sa­che klar­kom­men und dies akzep­tie­ren ler­nen, dass in den ent­schei­den­den Fra­gen unse­res Lebens jeder für sich selbst oder jede für sich selbst ver­ant­wort­lich ist.

  • René Jacobs: »Ich bestehe auf mei­nem Recht, krea­tiv zu sein« — Thea­ter an der Wien — derStandard.at › Kul­tur — rené jacobs über seine arbeit, den »bar­biere« von gio­vanni pai­si­ello heute auf­zu­füh­ren und dem kom­po­nis­ten gerecht zu wer­den:
    Es ist natür­lich gut, wenn man weiß, was ein Auto­graf ent­hält. Aber Oper war immer ein Work in Pro­gress. Und ich bestehe auf mei­nem Recht, auch krea­tiv sein zu dürfen.

  • Equa­tion Group: Spio­na­ge­soft­ware der Super­la­tive ent­deckt | ZEIT ONLINE — es ist kaum zu glau­ben: aber es geht immer noch etwas grau­si­ger, wenn nsa & co. im spiel sind
    Sie ver­steckt sich unlösch­bar auf Fest­plat­ten und spio­niert hoch­ran­gige Ziele aus: Anti­vi­ren­spe­zia­lis­ten ent­de­cken extrem aus­ge­feilte Mal­ware mit Par­al­le­len zu Stuxnet.

  • SZ-Leaks: Schleich­wer­bung für Steu­er­hin­ter­zie­hung | klar und deut­lich -
    Offshore-Leaks, Lux-Leaks und jetzt Swiss-Leaks: Die Süd­deut­sche Zei­tung ist das Sturm­ge­schütz des Finanz­amts. Die Redak­tion ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Infor­ma­tio­nen aus inter­nen Bank­un­ter­la­gen, an die sie durch Whist­leb­lo­wer kommt. Was die Zei­tung nie erwähnt: Dass sie selbst ihre Leser auf die Steu­er­hin­ter­zie­hung im Aus­land hin­ge­wie­sen hat und sich dafür von den Ban­ken bezah­len ließ. Ich war damals in der Redak­tion dafür zustän­dig. Es war das Jahr 2007, es war mein ers­ter Job nach d…
  • Sam Taylor-Johnsons „50 Shades of Grey“ in der Kri­tik — ha! (diet­mar dath war im kino):
    Dass frei­lich das sexu­ell Anre­gendste an einem Sadomaso-Film von 2015 die Kunst eines seit sieb­zehn Jah­ren toten Mafia-Unterhalters ist, spricht Bände über die Tal­sohle der enthemmt-verklemmten Dau­er­lust­si­mu­la­tion, in der sich die Mas­sen­kul­tur der­zeit täg­lich laut­stark ver­si­chert, dass heute ja zum Glück so gut wie nichts mehr ver­bo­ten ist.

  • Klaus The­we­leit: »2000 Light Years from Home« (Vor­trag zur Pop­ge­schichte) -
    Vor­trag von Klaus The­we­leit unter dem Titel »So tun als gäbe es kein Mor­gen oder: 2000 Light Years from Home«,gehalten am 3. Novem­ber 2011

     — eine art popgeschichte

  • Die Ober­schen­kel der Nation | Blog Maga­zin — michèle bins­wan­ger über sport­re­por­ter, frau­en­sport und sexis­mus
    Man kann dem Sport­re­por­ter wohl kaum einen Vor­wurf machen. Schliess­lich besteht die Haupt­qua­li­fi­ka­tion für die­sen Beruf vor­nehm­lich darin, schwit­zende Men­schen danach zu fra­gen, wie sie sich jetzt fühlen.

  • Inter­view mit Opern-Grammy-Gewinner Burk­hard Schmil­gun — das (eher kleine) osna­brü­cker label hat einen grammy gewon­nen — für die ein­spie­lung einer weit­ge­hend ver­ges­se­nen charpentier-oper:
    Nie­mand hat uns Bescheid gesagt. Auch der Diri­gent und der Künst­ler nicht, die die Aus­zeich­nung offen­bar in klei­ner Gruppe in Los Ange­les ent­ge­gen genom­men haben.

  • Die Inte­gra­tion läuft deut­lich bes­ser als ver­mu­tet — Süddeutsche.de — felix ste­phan in der sz:
    Inte­gra­tion wird immer noch dann als geschei­tert betrach­tet, wenn am Ende etwas ande­res als ein zwei­tes Müns­ter her­aus­kommt.[…]
    In den moder­nen Metro­po­len gebe es eigent­lich nur eine Gruppe, die sich eine eth­ni­sche Segre­ga­tion leis­ten könne, so El-Mafaalani: die Wohlhabenden.

  • Fast­nacht in Mainz: Frauen sind auf den när­ri­schen Büh­nen Man­gel­ware — Ver­eine wagen sich an Erklä­rungs­ver­su­che — All­ge­meine Zei­tung — die main­zer az über die rolle der frauen in der main­zer fast­nacht — und die zähig­keit, mit der sie sich im schne­cken­tempo ändert:
    Nach­dem der MCC seine Komi­tee­te­rin prä­sen­tiert habe, seien die Frauen eines ande­ren gro­ßen Ver­eins auf die Bar­ri­ka­den gegan­gen, da diese dort auch im Komi­tee sit­zen woll­ten. „Wor­auf­hin uns die Män­ner die­ses Ver­eins ver­är­gert gefragt haben, wie wir damit nur anfan­gen konn­ten“, berich­tet er.

    (gibt noch mehr schöne bei­spiele für sexis­mus im text .…

  • Open Access? Ver­öf­fent­li­chen unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit — Taschwer forscht nach — derStandard.at -
    So wird open access zum finan­cial excess: Um sich als Autor einer Buch­be­spre­chung für eine Fach­zeit­schrift das Recht zu erwir­ken, die Rezen­sion online stel­len zu dür­fen, ver­langt Wiley-VCH schlanke 2500 Euro vom Rezensenten.

Ins Netz gegangen (26.1.)

Ins Netz gegan­gen am 26.1.:

  • Pegida: Wie spricht das »Volk«? | ZEIT ONLINE — the­re­sia enzens­ber­ger wirft einen blick auf spra­che und argu­men­ta­ti­ons­mus­ter der pegida-anhänger:
    Dis­kurs­ana­lyse? Damit Pegida zu begeg­nen, wäre ver­geb­li­che Mühe. Man kann einen Pud­ding nicht an die Wand nageln. Die Spra­che der Wer­bung nimmt keine Rück­sicht auf die Her­kunft ihrer Phra­sen. Ob ein Slo­gan aus der rech­ten oder lin­ken Ecke kommt, ob man sich bei Orwell oder bei Goeb­bels bedient, spielt keine Rolle. Haupt­sa­che, man stif­tet so viel Ver­wir­rung wie mög­lich, stei­gert die poten…
  • Phi­lo­soph Gebauer über Sport-Spektakel: „Weit weg von der Erde“ — taz.de — gun­ter gebauer im taz-interview mit eini­gen rich­ti­gen und guten ant­wor­ten:
    Ich glaube, die gro­ßen Ver­bände tun gut daran, sich Län­der zu suchen, die sport­li­che Groß­ver­an­stal­tun­gen so orga­ni­sie­ren wol­len, dass sie nicht mehr gigan­tisch sind, son­dern dass sie für die Bür­ger eine Berei­che­rung dar­stel­len und für die Ent­wick­lung eines Lan­des posi­tiv sind. Geer­det wird der Sport hin­ge­gen nicht mehr — der Sport ist seit eini­ger Zeit weit weg von der Erde. Bestimmte Dinge wird man nicht mehr zurück­bauen kön­nen, zum Bei­spiel die unglaub­li­che Medi­en­prä­senz. Damit lebt der Sport auch sehr gut, das macht seine gewal­tige Sym­bo­lik aus, und das muss man gar nicht nur bekla­gen. Sport ist bes­ser als Krieg und als Span­nun­gen zwi­schen den Län­dern, es gibt eine Art Welt­ge­spräch des Sports. Der Sport sel­ber ist in den Bereich von Show und Gla­mour gerutscht, viele schei­nen sich dort wohl zu füh­len. Der sport­li­che Wert selbst wird dadurch zurück­ge­drängt, aber nicht entwertet.

  • Jörg Sun­der­meier: „Die Lite­ra­tur­kri­tik droht uns allein zurück zu las­sen“ — Das Sonn­tags­ge­spräch — News — BuchMarkt.de — jörg sun­der­meier, chef des famo­sen verbrecher-verlags, ist mit dem zustand der lite­ra­tur­kri­tik in deutsch­land über­haupt nicht zufrie­den:
    Alle mei­nen den gan­zen Tag irgend­was, Mei­nun­gen sind ja gerade hoch im Kurs, in den Redak­tio­nen ist immer wie­der von der Mei­nungs­stärke von Tex­ten die Rede. Aber Hal­tung zei­gen wenige, denn das hieße ja die Ansich­ten von ges­tern auch jetzt noch zu ver­tre­ten. Oder aber sich selbst zu kri­ti­sie­ren, also sich infrage zu stel­len, sich angreif­bar zu machen…
  • Fre­quently wrong @HistoryInPics com­pany gets $2 mil­lion from inves­tors — RT @keithcalder: Here’s some more info on that shit­pile cal­led @HistoryInPics
  • Netz­neu­tra­li­tät: Freie Fahrt für ein Phan­tom | ZEIT ONLINE — Fried­helm Greis ver­sucht, die deutsch-europäische Debatte um Netz­neu­tra­li­tät und »spe­zi­al­dienste« nach­zu­zeich­nen. So lange man dabei auf Pro­bleme wie deep packet inspec­tion ver­zich­tet, scheint mir das müßig
  • Archi­va­lia: Das Main­zer Evan­ge­liar der Hof­bi­blio­thek Aschaf­fen­burg (Ms. 13) — 
  • Pegida und das Abend­land — Per­ver­sion mit Sys­tem — hein­rich august wink­ler ord­net den abendland-bezug der »pegida«-truppe his­to­risch ein — und spart mit nicht mit ver­wei­sen auf die ver­wand­schaft mit natio­nal­so­zio­alis­ti­schen ideen und über­zeu­gun­gen und sprachgebrauch
  • Frau Meike sagt: Kraut­re­por­ter und die Suche nach der Rele­vanz — noch jemand, der von den kraut­re­por­tern bis­her eher mäßig begeis­ter ist: »Von The­men­viel­falt war weit und breit keine Spur«
  • Ver­bie­tet Han­dys an den Schu­len!- taz.de — die taz hält es für sinn­voll, ein total­ver­bot von han­dys an schu­len zu for­dern. ich finde ja, das reicht nicht. wenn die böse jugend in den pau­sen immer nur in bücher, zei­tun­gen und — hor­ri­bile dictu — comics (d.i. gra­phic novels) schaut, kom­mu­ni­ziert sie nicht mehr mit­ein­an­der. und der stress, wenn man nicht fer­tig wird und bis zur nächs­ten pause vol­ler span­nung war­ten muss, wie es wei­ter­geht im text! also weg mit dem gan­zen gedruck­ten unsinn!
  • James Rho­des on Twit­ter: »A black Bond? Totally unrea­listic.
    God bless Pri­vate Eye… http://t.co/PWl2EnsaoG«
     — RT @bomani_jones: well played, i must say.

Ins Netz gegangen (13.1.)

Ins Netz gegan­gen am 13.1.:

  • Ein deut­scher Dich­ter bin ich einst gewe­sen | ver­bre­che­rei — Max Herrmann-Neisse:

    Ein deut­scher Dich­ter bin ich einst gewe­sen,
    die Hei­mat klang in mei­ner Melo­die,
    ihr Leben war in mei­nem Lied zu lesen,
    das mit ihr welkte und mit ihr gedieh.

    Die Hei­mat hat mir Treue nicht gehal­ten,
    sie gab sich ganz den bösen Trie­ben hin,
    so kann ich nur ihr Traum­bild noch gestal­ten,
    der ich ihr trotz­dem treu geblie­ben bin.

     — der Verbrecher-Verlag hat jetzt auch ein Verlagsblog …

  • Späte Kriegs­ge­winn­ler — Wie­ner Zei­tung Online — Edwin Baum­gart­ner über die flut an bedruck­tem papier im gedenk­jahr zum ers­ten welt­krieg
    Und so ein­fach ist es auch beim Ers­ten Welt­krieg: Es ist ein Rie­sen­re­ma­suri, ein — wie heißt das bei­nahe deut­sche Wort? — ja, rich­tig: ein Hype.

    /via »der umblät­te­rer«, die das nicht ganz zu unrecht zum feuille­ton des jah­res 2014 wähl­ten (http://www.umblaetterer.de/2015/01/13/die-ergebnisse-der-feuilleton-meisterschaft-2014/)

  • What David Came­ron just pro­po­sed would end­an­ger every Bri­ton and des­troy the IT indus­try — Boing Boing — david came­ron will den bösen buben die ver­schlüs­se­lung ver­bie­ten. dumm nur, dass er halt keine ahnung hat: »David Came­ron doesn’t under­stand tech­no­logy very well, so he doesn’t actually know what he’s asking for«, sagt cory doc­to­row, »it puts the whole nation — indi­vi­du­als and indus­try — in ter­ri­ble jeopardy. «
  • 33. Euro­pas Werte und das Para­dox der Auf­klä­rung | Geschichte wird gemacht — achim land­wehr über euro­päi­sche werte (eigen­tum!) und ihre para­do­xale struktur
  • Schlund | Peter Rich­ter — peter rich­ter hat einen »montags-spaziergang« in dres­den besucht und in die abgründe der pegida-»bewegung« geschaut.
  • Bücher von Pop­mu­si­kern: Wahre Größe gibt es nur schwarz auf weiß | ZEIT ONLINE — ger­rit bar­tels steht etwas hilf­los vor dem phä­no­men, dass schein­bar immer mehr popmusiker/innen bücher schrei­ben und ver­öf­fent­li­chen (wie gleich der erste kom­men­ta­tor bemerkt, hat er mit tho­mas meine­cke das beste bei­spiel ver­ges­sen …)
    Das Kano­ni­sie­ren von Pop und bestimm­ten Pop­sze­nen geht also inten­siv wei­ter. Auch für Musi­ker ist es da attrak­tiv, die flüch­ti­gen Pop­mo­mente auf den Büh­nen und den DJ-Kanzeln fest­zu­hal­ten, die Dreiminuten-Single und den Club-Hit in eine Erzäh­lung zu bet­ten und damit zu sichern. Ein Buch hat eben doch Bestand, ist ein ganz eige­ner Wert.

  • Pegida-Demonstrationen — »Das ist alles ernst zu neh­men« — Der Direk­tor der säch­si­schen Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung, Frank Rich­ter, hat zum Dia­log mit den Anhän­gern der Pegida-Gruppierung auf­ge­ru­fen. »Wir haben es offen­sicht­lich mit einem Pro­blem­stau zu tun«, sagte Rich­ter im Deutsch­land­funk. Man müsse den Bür­gern respekt­voll zuhö­ren, so schwie­rig es auch sein möge.
  • Isla­mi­sie­rung, Mar­ken­schutz und dumme Fra­gen — jür­gen kaube hat recht:
    Gefühle haben ihr eige­nes poli­ti­sches Recht. Die Frage ist nur, ob sich zutref­fende Gedan­ken dar­aus machen lassen.

  • Wie es bei „May­brit Ill­ner“ im ZDF wirk­lich zugeht — der autor ulf erd­mann zieg­ler war bei der illner-redegruppe im zdf als gast gela­den. und kann sku­rile ergeb­nisse berich­ten, die alle hoff­nung auf qua­li­täts­jour­na­lis­mus im talk­for­mat ver­nich­ten.
    Okay, die plötz­li­che Über­frach­tung der Sen­dung mit Sebas­tian Eda­thy und sei­nem Schick­sal ist das eine. Den­noch, man hätte die Kurve krie­gen kön­nen. Wie wäre es etwa mit der Frage gewe­sen: ob, Herr Zieg­ler, was an die­sem Don­ners­tag die Haupt­stadt erschüt­terte, eigent­lich ein gutes Roman­thema sei. Aber mit Sicher­heit, Frau Ill­ner! Die Neben­rolle der Igno­ran­tin, die sich all­wis­send gibt, wäre Ihnen darin sicher.

Ins Netz gegangen (5.1.)

Ins Netz gegan­gen am 5.1.:

  • Kolumne Bes­ser: Wie der Herr, so’s Gescherr — taz.de — das gibt’s auch nicht jeden tag: dass ich deniz yücel zustimme und sei­nen text auch noch gut finde. dank »pegida«-blödsinn ist’s mög­lich (und nötig!) — also lesen!:
    Pegida fin­det die „Lügen­presse“ doof, die „Lügen­presse“ fin­det Pegida doof. Aber es gibt Aus­nah­men: Ste­phan, Wei­mer, Matus­sek, Bro­der, di Lorenzo.

  • 32. Lepanto oder Der fort­ge­setzte Miss­brauch der Ver­gan­gen­heit | Geschichte wird gemacht — achim land­wehr beschäf­tigt sich (not­ge­drun­gen …) mit dem umstand, dass der afd-politiker ein­fach mal ohne anlass in der fas ohne beson­dere his­to­ri­sche kennt­nis über die schlacht von lepanto schreibt.
    Was ler­nen wir aus die­sem ansons­ten gänz­lich zu ver­nach­läs­si­gen­den Beitrag?

    Miss­brau­che nicht die Ver­gan­gen­heit in ver­ein­fa­chen­der und ver­fäl­schen­der Form für bil­lige poli­ti­sche Anlie­gen der Gegen­wart.
    Wenn du schon von die­ser Ver­gan­gen­heit erzählst, dann tue es in mög­li­cher kom­ple­xer, mög­lichst zahl­rei­che Aspekte berück­sich­ti­gen­der Form.
    Wenn du schon einen Arti­kel schreibst, in dem bil­lige Res­sen­ti­ments gegen Andere bedient wer­den, dann schreibe wenigs­tens einen guten Arti­kel. Üble Bei­träge mit üblen Inhal­ten sind eine dop­pelte Belei­di­gung.
    Wenn du etwas aus Lepanto ler­nen willst, dann lerne dies: Es ist wirk­lich für alle Betei­lig­ten bes­ser, auf gegen­sei­tige Aner­ken­nung und Zusam­men­ar­beit zu set­zen als auf gegen­sei­ti­ges Abschlachten.

    Muss man so etwas wirk­lich noch hinschreiben?

  • Kraut von Rüben sor­tiert – Kraut­re­por­ter durch­ge­zählt | Ver­wi­ckel­tes — marc mit eini­gen inter­es­san­ten beob­ach­tun­gen und bemer­kun­gen zu den »kraut­re­por­tern«. eini­ges deckt sich mit mei­ner eige­nen erfah­rung — etwa das genervt­sein von den tilo-jung-plauderstündchen. jeden­falls haben es die »kraut­re­por­tern«, denen ich ja gerne geld bezahlt habe (und so arg viel war es ja auch gar nicht) noch nicht geschafft, zu einem wich­ti­gen teil mei­nes medi­en­kon­sums zu wer­den — ich ver­gesse immer mal wie­der, das zu checken …
  • Höh­len: Geh zum Teu­fel! | ZEIT ONLINE — »Die Welt brauchte viel weni­ger Psy­cho­phar­maka, wenn die Leute öfter in Höh­len gehen wür­den.« >
  • Das Auge liest mit — Nur wenige Lite­ra­ten nut­zen die Ober­flä­che ihrer Texte als eigen­stän­dige Aus­drucks­form oder machen sich die Mühe, die mate­ri­elle Grund­lage ihrer Texte — die Schrift – zu reflek­tie­ren.  — fea­ture von jochen meiß­ner, ca. 54 minuten
  • France’s rock star eco­no­mist Tho­mas Piketty turns down Legion of Honour | World news | The Guar­dian — piketty scheint ein mann mit cha­rak­ter zu sein:
    French eco­no­mist Tho­mas Piketty has spur­ned the Legion of Honour, the country’s hig­hest dis­tinc­tion, on the grounds that the govern­ment should not decide who is honourable.

Ins Netz gegangen (9.12.)

Ins Netz gegan­gen am 9.12.:

  • 30. Neo­his­tof­lo­xi­kon oder Neue Flos­keln braucht das Land | Geschichte wird gemacht — achim land­wehr wird grund­sätz­lich:
    Es ist eigent­lich immer an der Zeit, das eigene Den­ken über Ver­gan­gen­heit und Geschichte mal etwas durch­zu­schüt­teln und auf den grund­sätz­li­chen Prüf­stand zu stellen.

  • Who is afraid of jazz? | Jazz­Zei­tung — »Wer hätte gedacht, dass ich sogar Bruck­ner ein­mal span­nen­der und fre­ne­ti­scher fin­den würde als neuen Jazz!«
  • Essay: Schläf­rig gewor­den — DIE WELT — er osteuropa-historiker karl schlö­gel wider­spricht in der »welt« den ver­fas­sern & unter­zeich­nern des auf­ru­fes »wie­der krieg in europa?« — mei­nes erach­tens mit wich­ti­gen argu­men­ten:
    Denn in dem Auf­ruf ist neben vie­len All­ge­mein­plät­zen, die die Eigen­schaft haben, wahr zu sein, von erstaun­li­chen Din­gen die Rede. So lau­tet der erste Satz: »Nie­mand will Krieg« – so als gäbe es noch gar kei­nen Krieg. Den gibt es aber. Rus­si­sche Trup­pen haben die Krim besetzt
    […]
    Aber­mals ist vom »Nach­barn Russ­land« die Rede: Wie muss die Karte Euro­pas im Kopf derer aus­se­hen, die so etwas von sich geben oder mit ihrer Unter­schrift in Kauf neh­men! Pein­lich – und wahr­schein­lich in der Eile von den viel beschäf­tig­ten, ernst­haf­ten Unter­zeich­nern nicht zur Kennt­nis genom­men – die Behaup­tung, Russ­land sei seit dem Wie­ner Kon­gress Mit­ge­stal­ter der euro­päi­schen Staa­ten­welt. Das geht viel wei­ter zurück, wie auch Laien wis­sen, die schon von Peter dem Gro­ßen gehört haben. Und aus­ge­rech­net die Hei­lige Alli­anz zu zitie­ren, mit der die Tei­lung Polens zemen­tiert, die pol­ni­schen Auf­stände nie­der­ge­wor­fen und die 1848er-Revolution bekämpft wor­den ist – das passt nicht gut zur Ernst­haf­tig­keit eines um den Dia­log bemüh­ten Unter­neh­mens. Vom Molotow-Ribbentrop-Pakt – eine zen­trale Erfah­rung aller Völ­ker »dazwi­schen« und im 75. Jahr der Wie­der­kehr des Ver­tra­ges, der den Zwei­ten Welt­krieg mög­lich gemacht hat – ist im Text gar nicht die Rede, ein­fach zur Seite gescho­ben, »verdrängt«.

  • Was bewegt Yvan Sagnet?: Hoff­nung der Skla­ven | ZEIT ONLINE -
    Arbei­ter aus dem Sudan, aus Bur­kina Faso, aus Mali, aus fast jedem Land Afri­kas. In dre­cki­gen Män­teln suchen sie vor den Müll­hau­fen nach Ver­wert­ba­rem. Es ist, als würde man durch einen düs­te­ren, apo­ka­lyp­ti­schen Roman von Cor­mac McCar­thy fah­ren. An den Feld­we­gen, die von den Land­stra­ßen abge­hen, ste­hen Pro­sti­tu­ierte. Rumä­nin­nen und Bul­ga­rin­nen. So sieht es aus, das Herz der ita­lie­ni­schen Tomatenproduktion.

     — fritz schaap in der zeit über den ver­such des gewerk­schaf­ters yvan sagnet, die mise­ra­blen bedin­gun­gen der arbei­ter in ita­lien, v.a. der ern­te­hel­fer, zu ver­bes­sern. der sagt u.a.

    »Der Käu­fer muss wis­sen: Wenn er in den Super­markt geht und ein Kilo­gramm ita­lie­ni­sche Toma­ten für acht­zig Cent kauft, dann wur­den diese Toma­ten von mise­ra­bel ent­lohn­ten Arbei­tern geern­tet, die man ohne Wei­te­res als moderne Skla­ven bezeich­nen kann.«

  • Eine wich­tige Infor­ma­tion der Ver­ei­nig­ten Geheim­dienste — YouTube — Bet­ter no Let­ter: Eine wich­tige Infor­ma­tion der Ver­ei­nig­ten Geheim­dienste (siehe auch: The U.S.S.A. says: BET­TER NO LET­TER!)
  • Union kri­ti­siert Ramelow-Wahl in Thü­rin­gen: Ver­lo­gene Heul­su­sen | tagesschau.de — wow, bei der ARD & der Tages­schau ist jemand genauso ange­wi­dert vom Ver­hal­ten der CDU in Thü­rin­gen wie ich
  • For­schung: So will doch kei­ner arbei­ten! | ZEIT ONLINE — For­schung: So will doch kei­ner an Unis arbei­ten! — Die­ses Mal mit einer Historikerin
  • Zer­schla­gen, aber im Samm­lungs­kon­text erschließ­bar: In der Baye­ri­schen Staats­bi­blio­thek wurde über den Ankauf des Schott-Archivs infor­miert | nmz — neue musik­zei­tung — Zer­schla­gen, aber im Samm­lungs­kon­text erschließ­bar: Die Bestände des Archivs des Schott-Verlages tei­len sich künf­tig auf die Staats­bi­blio­the­ken Mün­chen und Ber­lin sowie sechs For­schungs­ein­rich­tun­gen auf. Über den Kauf­preis wurde Still­schwei­gen vereinbart.
  • So ent­stand der Mythos der »Trüm­mer­frauen« — Poli­tik — Süddeutsche.de — die sz lässt sich von der his­to­ri­ke­rin leo­nie tre­ber noch ein­mal erklä­ren, woher die »trüm­mer­frauen« kom­men:
    Es wurde ein äußerst posi­ti­ves Bild die­ser Frauen ver­mit­telt: Dass sie sich frei­wil­lig und mit Freude in die harte Arbeit stür­zen und den Schutt weg­räu­men, um den Wie­der­auf­bau vor­an­zu­trei­ben. Die PR war auch enorm wich­tig, weil die Trüm­mer­räu­mer — wie zuvor erwähnt — stig­ma­ti­siert waren und sol­che schwe­ren Jobs bis dahin eigent­lich nicht von Frauen erle­digt wer­den soll­ten. Des­halb wurde das Bild der »Trüm­mer­frau« posi­tiv auf­ge­la­den mit den Ste­reo­ty­pen, die wir noch heute mit dem Begriff verbinden.

  • Main­zer Schott-Musikverlag: His­to­ri­sches Archiv wird öffent­lich zugäng­lich — Rheinland-Pfalz | SWR.de — »opti­male Erschlie­ßung« = Zer­stö­rung des Zusam­men­hangs. Schott-Musikverlag: Archiv wird öffent­lich zugänglich
  • Hat die Jugend kei­nen Ehr­geiz mehr? | Blog Maga­zin — phil­ipp ting­ler über die gegen­wart, die kul­tur und den ehr­geiz zum glück:
    Gegen­wär­tig leben wir in einer Gesell­schaft, die Selbst­per­fek­tio­nie­rung, die Arbeit am Ich, als Selbst­ge­nuss pos­tu­liert; einer der letz­ten Leit­werte in der irre­du­zi­blen Viel­falt der uns allent­hal­ten umge­be­nen Kon­tin­genz­kul­tur ist: Authen­ti­zi­tät. Dafür steht auch Diane von Fürs­ten­berg. Die Bio­gra­fie als Pro­jekt. Wenn jetzt also plötz­lich alle aus ihrem Leben ein Kunst­werk machen wol­len, dann ist das nicht nur ein ethi­scher, son­dern auch ein sehr ehr­gei­zi­ger Impe­ra­tiv: Lebens­wel­ten und –for­men wer­den ambi­tio­niert durch­äs­the­ti­siert, und das Pathos der Selbster­schaf­fung rich­tet sich auf die bei­den gros­sen Ziele der Post­wachs­tums­ge­sell­schaft: Spass und Glück.
    […]
    Wir sehen also, dass Ehr­geiz durch­aus nicht ver­schwun­den ist, son­dern sich nur ver­irrt hat.

    seine the­ra­pie ist übri­gens ziem­lich ein­fach (und wahr­schein­lich gar nicht so ver­kehrt): selbst­iro­nie als die »schönste Form der Eigenliebe«

  • Duden | Konrad-Duden-Preis 2014 geht an Dama­ris Nüb­ling | — Der Konrad-Duden-Preis 2014 geht an @DFDmainz-Projektleiterin Dama­ris Nübling
  • E-Books: Wir sind die Fähr­ten­le­ser der neuen Lite­ra­tur — Bücher — FAZ — elke hei­ne­mann über die viel­falt der neuen (kleine) e-book-verlage:
    Dich­tung ist längst auch digi­tal: Auf der Suche nach E-Books abseits des Main­streams führt der Weg in Deutsch­land vor allem nach Ber­lin. Doch die enga­gier­ten Spe­zi­al­ver­lage haben auch spe­zi­elle Probleme.

  • Gender-Debatte: Anschwel­len­der Ekel­fak­tor | ZEIT ONLINE — wun­der­bar: robin detje rech­net gna­den­los mit den kolum­nen­het­zern #ulf­ha­rald­jan­mat­thias aber (schade nur, dass das bei der @Zeit wie­der nie­mand lesen wird und harald des­halb wei­ter die leser­schaft ver­gif­ten darf):
    Heute tobt die Schluss­strich­de­batte Femi­nis­mus. Ende: nicht abzu­se­hen. Alternde Män­ner an vor­ders­ter Front. Hoher Unter­hal­tungs­wert, aber auch anschwel­len­der Ekel­fak­tor. Die Argu­men­ta­tion wie­der fas­zi­nie­rend: Femi­nis­mus gibt es inzwi­schen doch schon so lange, das nervt, Frauen ner­ven ja immer, und die Frauen wol­len offen­bar tat­säch­lich, dass wir Män­ner unser Ver­hal­ten ändern, wes­halb jetzt wir die eigent­li­chen Opfer sind.
    […]
    Und des­halb husch, husch, ihr all­män­ner­mäch­ti­gen Dis­kurs­be­herr­scher, zurück in eure Eck­kneipe. Die jetzt lei­der von einem Gender-Studies-Lesben-, Tran­sen– und X-trupp über­nom­men wird, und ihr schiebt für eine Weile in der Küche Abwaschdienst.

    Ent­schul­di­gung, aber das wird man sich als auf­ge­klär­ter, älte­rer deut­scher Mann doch noch wün­schen dürfen.

  • “Femi­nis­mus kann nie­mals Life­style sein” • Denk­werk­statt — gabriele micha­litsch im inter­view mit eini­gen sehr rich­ti­gen beob­ach­tun­gen:
    Femi­nis­mus kann nie­mals Life­style sein, Femi­nis­mus ist immer poli­tisch. Wenn die Medien eine sol­che Dis­kus­sion befeu­ern, ist das eine Form von Anti­fe­mi­nis­mus und der Ver­such, den Begriff Femi­nis­mus zu ver­ein­nah­men, ihm seine poli­ti­sche Rele­vanz abzu­spre­chen. Femi­nis­mus war zudem nie män­ner­feind­lich, er wurde immer auch von Män­nern mit­ge­tra­gen. Wenn, dann wen­det er sich gegen bestimmte Kon­zep­tio­nen von Männ­lich­keit – wie auch Weib­lich­keit. Wäre die­ser angeb­lich neue Femi­nis­mus nicht Gegen­stand öffent­li­cher Debat­ten, müss­ten wir uns erst gar nicht damit aus­ein­an­der­set­zen – in mei­nen Augen ist das eine anti­fe­mi­nis­ti­sche Strategie.

    und spä­ter auf den punkt gebracht:

    Wenn Femi­nis­mus auf Kar­riere mit Kin­dern redu­ziert wird, ist das das Ende des Feminismus.

Ins Netz gegangen (13.11.)

Ins Netz gegan­gen am 13.11.:

Nachrechnen: Die Notwendigkeit von Blogs

vor­ges­tern hat dobrindt die pkw-maut, die er beschö­ni­gend »infra­struk­tur­ab­gabe« genannt wis­sen will (gibt’s nicht auch andere infra­struk­tur als stra­ßen?), vor­ge­stellt. die ein­zige kritisch-kontrollierende nach­rech­nung, ob es über­haupt wahr­schein­lich ist, dass er mit sei­nen plä­nen (die ja wahr­schein­lich sowieso nicht eu-recht-konform sind) wirk­lich die ange­streb­ten sum­men erlö­sen kann, habe ich in einem blog gefun­den. die zei­tun­gen beten alle nur die zah­len der poli­tik nach, ohne das mal selbst zu kon­trol­lie­ren (aber viel­leicht haben sie es auch nur so gut ver­steckt, dass ich es nicht gese­hen habe?). ob die zah­len von mar­tin ran­del­hoff nun rea­lis­ti­scher sind als die offi­zi­el­len oder nicht, das kann ich nicht beur­tei­len (sie schei­nen mir aber immer­hin in sich stim­mig und schlüs­sig argu­men­tiert, auf schwach­stel­len weist er auch selbst hin). aber wäre so eine rech­nung (ran­del­hoff kommt zu dem skep­ti­schen ergeb­nis: »Es darf daher bezwei­felt wer­den, ob dem Bun­des­haus­halt durch die Ein­füh­rung einer Infra­struk­tur­ab­gabe pro Jahr wirk­lich über 600 Mil­lio­nen Euro zuflie­ßen«) nicht auch von den medien, die sich doch gerne als »vierte gewalt«, als »kon­trolle« der poli­tik, ver­ste­hen, zu erwar­ten? schließ­lich haben die doch auch (noch) spe­zi­elle wirt­schafts– und ver­kehrs­re­dak­teure, die soll­ten doch so weit auch selbst rech­nen kön­nen — oder jeman­den fin­den, der es für sie tut. also wie­der ein grund, die ach so unjour­na­lis­ti­schen blogs zu lesen.

Ins Netz gegangen (27.6.)

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  • Hoch­mut gro­ßer Söhne – Sprach­log — Ana­tol Ste­fa­no­witsch über einen Vor­schlag, im Text der öster­rei­chi­schen Natio­nal­hymne die Frauen wie­der zu strei­chen:
    Am Text der öster­rei­chi­schen Natio­nal­hymne fin­det sich, wie es bei Tex­ten von Natio­nal­hym­nen nun ein­mal so ist, wenig Erhal­tens­wer­tes. Sie fei­ert die Land­schaft (gut, das ist gerade noch erträg­lich), das „für das Schöne begna­dete“ und mit „hoher Sen­dung“ aus­ge­stat­tete Volk (das ist dann eben, natio­nal­hym­nen­ty­pisch, nicht mehr erträg­lich), die krie­ge­ri­sche Ver­gan­gen­heit, und eine „arbeits­frohe“ Zukunft. Und natür­lich wird dem „Vater­land“ auch ordent­lich Treue geschworen.

  • Neues ARD-Nachrichtenstudio: Tho­mas Roth trifft jetzt immer auf King Kong — Medien — FAZ — Oli­ver Jun­gen hält vom neuen ARD-Studio nicht so viel:
    Ein Ope­ra­ti­ons­feh­ler, das ist eigent­lich eine gute Meta­pher für das, was mit den ARD-Nachrichten pas­siert ist: Man hat eine Wagen­la­dung Adre­na­lin in ihrem Bauch ver­ges­sen und ein­fach zugenäht.

     — dazu noch ein biss­chen Baudril­lard (Simu­lacrum!) und nost­al­gi­sche Rück­be­sin­nung auf die guten alten Zei­ten, als die Nach­rich­ten ohne Bil­der aus­ka­men (übri­gens auch in der FAZ!) …

  • Deutsch­land, ver­knautscht — BILD­blog — 
  • Rech­ter Über­fall in Dort­mund: Poli­zei nimmt Nazis in Schutz — taz.de — total crazy: »Rechts­ex­treme woll­ten Rat­haus stür­men. Das Innen­mi­nis­te­rium: Die Poli­ti­ker selbst hät­ten randaliert.«
  • »Ich brau­che das Geld nicht« — taz.de — Tho­mas Piketty im »taz-»Interview:
    Ich ver­traue der Quan­ti­fi­zie­rung des Reich­tums für das Jahr 1913 stär­ker als der von 2013. Das Natio­nal­ein­kom­men wird rela­tiv gut erfasst. Aber die Ver­tei­lung des Ein­kom­mens bis in die obers­ten Schich­ten ist eine andere Frage.

    Schön auch eine andere Stelle:

    Aber es ist schon inter­es­sant, wie viel Geld da ist, zum Bei­spiel in gro­ßen Fir­men. Die glei­chen Leute, die hart um jeden Euro mit ihrem Rei­ni­gungs­per­so­nal oder ihren Nied­rig­lohn­ar­bei­tern ver­han­deln, bie­ten mir 100.000 Euro für einen ein­stün­di­gen Vor­trag. Wenn ich ablehne, ver­dop­peln sie das Angebot.

  • Pen­nä­ler­hafte Fach­prosa — Die neue „Kul­tur­ge­schichte der frü­hen Neu­zeit“ ist nicht nur pein­lich, son­dern unver­schämt : literaturkritik.de — »Zu hof­fen bleibt, dass der ange­sichts der feh­len­den Qua­li­tät über­aus dreiste Preis die Käu­fer abzu­schre­cken vermag«
  • Welt­meis­ter­schaft und Doping — Gro­ßes Indianer-Ehrenwort! — Süddeutsche.de — wun­der­bar: Tho­mas Kist­ner in der »Süd­deut­schen« zur WM etc.:
    Wer glaubt, der Fuß­ball sei sau­ber, der darf das­selbe von der Fifa glauben.

    Eine Frage bleibt am Ende: Warum tei­len die Fuß­bal­l­ärzte ihr tie­fes Wis­sen nicht mit der All­ge­mein­heit? Sieht man, wie man­cher 30-Jährige durch die WM-Arenen bret­tert, obwohl er als 20– bis 25-Jähriger kein Spiel zu Ende brachte, ohne dass der Mus­kel zwickte oder dicht­machte — dann stellt sich die Frage, warum mit die­ser doch auch für die breite Mensch­heit segens­rei­chen Heil– und Auf­bau­kunst so ver­dammt dis­kret umge­gan­gen wird.

    Mit der Logik kommt man der medi­zi­ni­schen, sprich: ent­schei­den­den Seite die­ser Mil­li­ar­den­in­dus­trie so wenig bei wie mit Doping­tests. Dem gläu­bi­gen Fan ist es sowieso einer­lei: Augen zu, und ein­fach feste daran glauben.

  • Twit­ter / Calvinn_Hobbes: The ent­ire edu­ca­tion sys­tem … — RT @hnnngkttr: Time for change? “@Calvinn_Hobbes: The ent­ire edu­ca­tion sys­tem sum­med up in a three panel comic strip. ” #edchatde
  • An die weib­li­chen und männ­li­chen Waffenscheuen

    Die Waf­fen hoch! Das… | Aphorismen.de — RT @giesbert: Der Felix Dahn war mit sei­ner Ant­wort an Ber­tha von Sutt­ner auch so ein Knalldepp.

  • Er kann es ein­fach nicht | Begleit­schrei­ben — Gre­gor Keu­sch­nig hat sich Chris­tian Wulffs »Ganz oben, ganz unten« auf den Unter­su­chungs­tisch gelegt:
    Ich habe inzwi­schen kei­nen Zwei­fel daran, dass Wulff in einer Mischung aus selbst­verschuldetem Unglück und nar­ziss­ti­schem Jagd­trieb eini­ger wild­ge­wor­de­ner Ego­ma­nen einem eben auch qua­li­täts­me­dia­len Blut­rausch erlag, in dem sich zu Beginn meh­rere Jäger gleich­zei­tig auf das glei­che Objekt kon­zen­trier­ten.
    […] bie­tet er mit teil­weise unge­nauen und unge­len­ken For­mu­lie­run­gen wie­der neue Angriffs­flä­chen. So lang­sam ver­fes­tigt sich der Ein­druck: Er kann es ein­fach nicht.

  • Siri Hust­vedt trifft Carl Dje­rassi — Wie­der so eine toll kon­zi­pierte Ver­an­stal­tung, die mehr ver­heißt als sie ein­löst:
    Es sei so eine Sache mit dem Dia­log, mur­melt Siri Hust­vedt vor sich hin.

  • Neue sichere Her­kunfts­staa­ten: Ein Pro­blem wird zur Lösung -
    Bereits diese kur­zen Aus­füh­run­gen zei­gen, dass die Ein­stu­fun­gen von Maze­do­nien, Ser­bien und Bosnien-Herzegowina als sichere Her­kunfts­staa­ten wenig Anlass zur Freude bie­ten – sie wer­fen in ers­ter Linie euro­pa­recht­li­che Beden­ken auf. Dane­ben ist diese Geset­zes­än­de­rung ein Bei­spiel, wie im Ver­lauf von nur 20 Jah­ren der Grund für ein Pro­blem zu des­sen Ant­wort (gemacht) wird.

  • Frän­ki­sches Reich : Das ewige Leben einer dienst­ba­ren Lei­che — Nach­rich­ten Kul­tur — DIE WELT — Eck­hard Fuhr ist von den Aus­stel­lun­gen zum 1200. Todes­tag von Karl dem Gro­ßen in Aachen sehr ange­tan:
    Es ist ein­fach so: Auch wer von tie­fer Skep­sis gegen jeden Ver­such erfüllt ist, mit Karl dem Gro­ßen Geschichts­po­li­tik betrei­ben, sollte jetzt doch nach Aachen fah­ren. Denn um das zu sehen, was er dort zu sehen bekommt, muss er sonst um die ganze Welt reisen.

    Sehr recht hat er übri­gens auch mit sei­ner Ein­lei­tung:

    Ohne Karl ver­ste­hen wir gar nichts.

  • Kom­men­tar zum deut­schen Ranschmeiß-Journalismus | 11 Freunde — Die 11 Freunde sind mit der öffentlich-rechtlichen »Bericht­er­stat­tung« zur WM zu Recht nicht zufrie­den:
    Alle zwei Jahre, bei den gro­ßen Tur­nie­ren, wird Deutsch­land zu Sch­land, einer Nation der Nar­ren. Den Fans sei die­ser Aus­nah­me­zu­stand ver­gönnt und ver­zie­hen. Die Sen­der und ihre Jour­na­lis­ten aller­dings dür­fen sich davon nicht mit­rei­ßen las­sen. Denn was geschieht etwa, wenn die Natio­nal­mann­schaft doch noch früh­zei­tig aus­schei­det – ein Sze­na­rio, das nach nur einem Spiel und der beglei­ten­den Schwär­me­rei noch unwahr­schein­li­cher erscheint, als dass Joa­chim Löw mal schlecht ange­zo­gen ist? Für die­sen Fall braucht es kri­ti­sche Ana­ly­sen und harte Fra­gen. Und keine wei­nen­den Jour­na­lis­ten am Pool.

  • Why ›Game of Thro­nes‹ Isn’t Medi­eval — and Why That Mat­ters — Paci­fic Stan­dard: The Sci­ence of Society — 
  • The­sen­an­schlag: Schwang Luther 1517 tat­säch­lich den Ham­mer? — FAZ — Mar­tin Luthers The­sen­an­schlag von Wit­ten­berg ist sicher der berühm­teste, aber längst nicht der ein­zige: Eine Geschichte des Anschla­gens von Zet­teln an Kirchen.
  • Die Ver­öf­fent­li­chungs­form der Zukunft? Mein Lösungs­vor­schlag: Ein Auf­satz in Baum– und Ebe­nen­struk­tur. | Mit­tel­al­ter — eine schöne idee, die chris­tian schwa­de­rer da ent­wi­ckelt hat …

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