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  • re:publica 2016 – Richard Sennett: The City as an Open System → richard sennett sprach bei der re:publica sehr gut über open & smart cities, stadtentwicklung, grenzen und begegnungen
  • Last Week Tonight with John Oliver: Scientific Studies (HBO) → John Oliver erklärt wissenschaftliche Studien und (Wissenschafts-)Journalismus
  • Radwege: Jetzt geht es rund | ZEIT ONLINE → sehr schöner text über die absurdität und gewollt fakten-ignorierende und -verdrehende diskussion um die förderung von radverkehr in hamburg
    Kaum eine Debatte wird so emotional geführt wie die um Radwege. In einer Straße in Wandsbek zeigt sich nun die gesamte Absurdität des Konflikts.

  • The Absurd Primacy of the Automobile in American Life | The Atlantic → auch wenn's (v.a. bei den zahlen) primär um die usa geht, gilt das im wesentlichen natürlich für alle entwickelten länder
    But convenience, along with American history, culture, rituals, and man-machine affection, hide the true cost and nature of cars. And what is that nature? Simply this: In almost every way imaginable, the car, as it is deployed and used today, is insane.

  • Literatur und Kapitalismuskritik: Das Geld verschlingt uns | NZZ → björn hayer in der nzz über die literatur (d.h. über vier texte) und den kapitalismus bzw. dessen kritik – er sieht da vor allem abstrakte schuld und schwarzmalerei, ihm fehlt sozusagen das positive …

    Die Schriftsteller nehmen also ihre klassische Position als Mahner und Wächter der Moral ein. Doch wo sind die Akteure, die sie zu adressieren sich bemühen, in einem nebulösen System noch aufzuspüren?
    […] Sie verharren aber allein in Diagnosen, die Schuldfragen ins Nirgendwo verlagern und das Subjekt zur machtlosen Marionette degradieren.

    Ihre Literatur arrangiert sich mit einem gemütlichen Feindbild, das sie weiter aufbläst.

  • Selected Stockhausen Scores → Beispielseiten/-ausschnitte aus Stockhausens Partituren

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  • Volksbanken: Meine Bank ist krank | ZEIT ONLINE – heinz-roger dohms hat eine (sehr) kleine und nicht sehr profitable genossesnchaftsbank besucht und berichtet von deren stellung probleme wohltuend unaufgeregt und ohne große lösungen …
  • Historiker über Erinnerungskultur: „Martin Luther als Spielfigur“ – taz.de – der historiker valentin groebner im gespräch mit jan feddersen über erinnerung, gedenken und den zusammenhang von vergangenheit, geschichte und gegenwart
    Historische Jubiläen haben ziemlich viel mit Heilsgeschichte zu tun, mit kollektiven Erlösungswünschen plus Sinnangebot.[…] Wie viel Platz für Überraschendes kann denn in den kollektiven Inszenierungen von Gedenken sein? 2017 ist Luther-Jubiläum – dann wird es ähnlich sein. Ein bisschen zugespitzt formuliert: Das Verhältnis zur Vergangenheit wird über Gebetsgemeinschaften organisiert.

  • Der 8. Mai 1945 – Tag der Befreiung? | resonanzboden – hubertus knabe findet die bezeichnung "tag der befreiuung" für den 8./9. mai 1945 unpassend und schlägt eine zurückhaltendere, bitterere lesart der erinnerung an das kriegsende vor
    Die Deutschen tun gut daran, sich von solcher Mythenbildung fernzuhalten. Für sie sollte der 8. Mai vor allem ein Tag der Scham und der Trauer sein. Über 50 Millionen Menschen kamen durch die Politik der damaligen deutschen Regierung ums Leben – eine Last, die zu einer differenzierten und realistischen Sicht der Geschichte verpflichtet.

  • Varoufakis benimmt sich echt unmöglich (behaupten anonyme Quellen)… | misik.at – robert misik legt sehr schön dar, wie ungesichert und gefährlich die angeblichen informationen der medien aus der politik, insbesondere der brüsseler, sein können:
    Wenn aber der immer gleiche Spin aus den offenbar immer gleichen “anonymen” Quellen kommt, dann sollte Ihnen als Leser klar sein, dass hier Journalisten vorsätzlich instrumentalisiert werden, um eine “Storyline” unter die Leute zu bringen.

  • Making the Right Choices: A John Cage Centennial Celebration – videos von john-cage-werken – schön gemachte seite von michael tilson thomas & new world symphony
  • Platten aus dem Plattenbau – taz.de – andreas hartmann hat für die taz das kleine, aber sehr feine (vor allem, wenn man auf abgefahrene musik so abfährt wie ich …) plattenlabel karlrecords entdeckt
    Karl ist eines dieser vielen kleinen, aber feinen Labels, die es weltweit gibt und die nach der Krise der Musikindustrie durch die Digitalisierung in den nuller Jahren in einer Nische blühen und gedeihen – wegen des überraschenden Vinyl-Revivals.

    (ich bin aber immer froh, dass die ihre sachen nicht nur auf vinyl, sondern auch digital – bei bandcamp – anbieten)

  • Die Neuzeit und die Kultur der Unruhe: Das Gesumm der menschlichen Dinge – NZZ.ch – ralf konersmann über die "entdeckung" der unruhe und ihre beschreibung und analyse durch blaise pascal
    Das Neue der Neuzeit war die Bejahung der Unruhe, nicht jedoch das Empfinden der Unruhe selbst.

  • Digitale Agenda der Bundesregierung – Böses Netz – Christian Heise vom Centre for Digital Cultures der Leuphana Universität in Lüneburg kommentiert in der süddeutschen zeitung das totalversagen der bundespolitik bei digitalen und netzpolit. themen:
    Die Netzpolitik der schwarz-roten Koalition ist ein Witz. Sie ist gekennzeichnet durch fehlenden Sachverstand und eine grundlegende Abwehrhaltung gegenüber der Digitalisierung. Statt Prioritäten zu deren Ausbau zu definieren, konzentriert sich die Bundesregierung darauf, die Potenziale des Digitalen zur Kontrolle und zur Überwachung der Bürger zu nutzen.

    – auch der rest ist pointiert, treffend und sehr lesenswert!

  • Zum Verständnis | Postkultur – jan kuhlbrodt:
    Ich versteh nicht, was mit Verstehen gemeint sein soll. […] Verstehen im ästhetischen Sinne aber, wäre die Offenheit der Kunstwerke auszuhalten, und ihre Verweigerung, sich in einem instrumentellen Sinn übersetzen zu lassen, dass heißt, sich ersetzen zu lassen durch Handlung oder Aussage.

    – ich glaube, dass "wäre" sollte durch ein "ist" ersetzt werden …

  • Spionage: Der BND, ein gefährlicher Staat im Staat | ZEIT ONLINE – kai biermann sehr pointiert zur neuesten wendung im spionage-skandal (kann man das eigentlich noch so nennen?)
    Der Fall zeigt, wie krank das Geschäft der Geheimdienste ist. Er zeigt, wie verschoben deren moralische und rechtliche Maßstäbe sind. Sehenden Auges nahm der BND hin, dass ihn die NSA dazu missbraucht, Unternehmen, Behörden und Politiker in Europa auszuspähen. Ein Pakt mit dem Teufel, dem zugestimmt wurde, weil man glaubte, ihn kontrollieren und vor allem davon profitieren zu können.
    Aber wenn jeder jeden betrügt und austrickst, wo bleiben dann Recht und Gesetz? Richtig, auf der Strecke. Keiner der Beteiligten scherte sich darum, niemand interessierte sich für Grundrechte der Bürger, auch das wurde in den Befragungen im Untersuchungsausschuss klar. […] Wenn nicht einmal die Regierung ihre Spione im Griff hat, dann hat niemand sie im Griff.

  • Angesichts der von #Lidl proklamierten… – Bäckerei Richter, Kubschütz – eine schöne reaktion eines bäckermeisters als reaktion auf die ziemlich bescheuerte (und die einkaufenden verarschende) werbekampagne von lidl

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  • Bislang unveröffentlichte Wehrmachtsakten jetzt online zugänglich – das dhi moskau und das zentralarchiv des russ. verteidigungsminsteriums haben bisher unveröffentlichte wehrmachtsakten digitalisiert und stellen sie (in kürze) online zur verfügung
    Der Bestand der deutschen Dokumente im Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums umfasst ca. 28.000 Akten und ist insgesamt in 50 Findbücher gegliedert. Nach dem Abschluss der ersten Projektphase werden am 29. April 2015 die für die Forschung besonders wichtigen Unterlagen des Oberkommandos der Wehrmacht (271 Akten) und des Heeres (988 Akten) sowie der Heeresgruppe Mitte (852 Akten) weitgehend online zugänglich gemacht. Ausgenommen sind bislang großformatige Karten, deren Digitalisierung besonders aufwändige Technologien erfordert. In einer zweiten Projektphase folgen in Kürze die Bestände der Heeresgruppe „Weichsel“ (54 Akten), des Amts Ausland/Abwehr im OKW (52 Akten), der Waffen-SS und Polizei (120 Akten) sowie Beutedokumente der Aufklärungsverwaltung beim Generalstab der Roten Armee –GRU (332 Akten).

  • Bundesnachrichtendienst: Neue NSA-Affäre erschüttert BND – SPIEGEL ONLINE – Überwachung: Neue Spionageaffäre erschüttert BND (und mich auch …)
  • We Can’t Let John Deere Destroy the Very Idea of Ownership | WIRED – wenn urheberschutz (und so etwas wie software-patente …) wild laufen, freuen sich konzerte – denn dann kommt so etwas heraus:
    John Deere and General Motors want to eviscerate the notion of ownership. Sure, we pay for their vehicles. But we don’t own them. Not according to their corporate lawyers, anyway

  • 31 Theorieansätze: Woran erkennt man ein Gedicht? – NZZ – der verleger jochen jung (von jung & jung) hat 31 "theorieansäatze" (man könnte sie auch thesen nennen) über das wesen von gedichten notiert:
    Gedichte strahlen in ihrer Herrlichkeit, sie können blenden (aber nicht blind machen). Bisweilen sind sie auch Blender.

  • Journalismus als Katastrophe | Lesen was klüger macht – eine erklärende abrechnung mit dem zustand des journalismus heute von georg seeßlen
    Einen Unterschied zwischen „Qualitätsjournalismus“ und Boulevard kann es dann nicht mehr geben, wenn alle Nachrichtenmedien einerseits aus den gleichen Interessen und den gleichen Quellen entstehen, und wenn sie andererseits alle an die gleichen Kunden (Anzeigen auf der einen, Leute die Kaufen, einschalten, klicken usw. auf der anderen) wollen, wenn sie Downgraden von Niveau und Respekt als Überlebensstrategie rechtfertigen. Dabei werden die Tricks der Nachrichtenerzeugung aus mehr oder weniger nichts immer selbstzerstörerischer.[…] Kann denen mal vielleicht jemand sagen, dass die Unterscheidung zwischen gutem und schlechtem Journalismus nicht darin liegen kann, dass man letzte Grenzen der Niedertracht überschreitet oder nicht, sondern darin, dass man seine Arbeit und seinen Auftrag grundsätzlich anders versteht?

  • Auf Kante gepresst – Warum der Vinyl-Hype die Schallplatte kaputtmacht | Das Filter – interessante einblicke in die schwierigkeiten, die es mit sich bringt, ein "veraltetes" medium wie die schallplatte weiter zu produzieren – v.a. die probleme, die fehlender neubau von produktionsmaschinen und -werkzeug verursachen (von der frage nach material für zwischenstufen ganz abgesehen) …

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  • Was man als kleiner Verlag so alles mit dem Buchhandel erlebt | Seitenflügel – ein (sehr) kleiner verlag über seine erfahrungen mit dem hohen "kulturgut" des deutschen buchhandels (und amazon zum vergleich):
    Viele kleine Buchhändler haben keineswegs erkennbar mehr Verständnis für kleine Verlage. Sie wettern zwar herzlich gern gegen Konzerne und Monopolisten, aber wenn man mit ihnen zu tun hat, ist ihr geschäftlicher Egoismus oft keinen Deut geringer als bei den Großunternehmen.

  • Theologe Friedrich Wilhelm Graf – “Wir haben Religion notorisch unterschätzt” – graf, wie meistens sehr verständig und klug, in einem sehr lesen-/hörenswerten interview mit deutschlandradio über religionen, moderne und ihre bedeutung:
    Ich weiß nicht, warum Beliebigkeit so etwas Schlimmes oder Schlechtes sein soll. Wir müssen einfach mit der Tatsache klarkommen und dies akzeptieren lernen, dass in den entscheidenden Fragen unseres Lebens jeder für sich selbst oder jede für sich selbst verantwortlich ist.

  • René Jacobs: “Ich bestehe auf meinem Recht, kreativ zu sein” – Theater an der Wien – derStandard.at › Kultur – rené jacobs über seine arbeit, den "barbiere" von giovanni paisiello heute aufzuführen und dem komponisten gerecht zu werden:
    Es ist natürlich gut, wenn man weiß, was ein Autograf enthält. Aber Oper war immer ein Work in Progress. Und ich bestehe auf meinem Recht, auch kreativ sein zu dürfen.

  • Equation Group: Spionagesoftware der Superlative entdeckt | ZEIT ONLINE – es ist kaum zu glauben: aber es geht immer noch etwas grausiger, wenn nsa & co. im spiel sind
    Sie versteckt sich unlöschbar auf Festplatten und spioniert hochrangige Ziele aus: Antivirenspezialisten entdecken extrem ausgefeilte Malware mit Parallelen zu Stuxnet.

  • SZ-Leaks: Schleichwerbung für Steuerhinterziehung | klar und deutlich
    Offshore-Leaks, Lux-Leaks und jetzt Swiss-Leaks: Die Süddeutsche Zeitung ist das Sturmgeschütz des Finanzamts. Die Redaktion veröffentlicht regelmäßig Informationen aus internen Bankunterlagen, an die sie durch Whistleblower kommt. Was die Zeitung nie erwähnt: Dass sie selbst ihre Leser auf die Steuerhinterziehung im Ausland hingewiesen hat und sich dafür von den Banken bezahlen ließ. Ich war damals in der Redaktion dafür zuständig. Es war das Jahr 2007, es war mein erster Job nach d…
  • Sam Taylor-Johnsons „50 Shades of Grey“ in der Kritik – ha! (dietmar dath war im kino):
    Dass freilich das sexuell Anregendste an einem Sadomaso-Film von 2015 die Kunst eines seit siebzehn Jahren toten Mafia-Unterhalters ist, spricht Bände über die Talsohle der enthemmt-verklemmten Dauerlustsimulation, in der sich die Massenkultur derzeit täglich lautstark versichert, dass heute ja zum Glück so gut wie nichts mehr verboten ist.

  • Klaus Theweleit: “2000 Light Years from Home” (Vortrag zur Popgeschichte)
    Vortrag von Klaus Theweleit unter dem Titel "So tun als gäbe es kein Morgen oder: 2000 Light Years from Home",gehalten am 3. November 2011

    – eine art popgeschichte

  • Die Oberschenkel der Nation | Blog Magazin – michèle binswanger über sportreporter, frauensport und sexismus
    Man kann dem Sportreporter wohl kaum einen Vorwurf machen. Schliesslich besteht die Hauptqualifikation für diesen Beruf vornehmlich darin, schwitzende Menschen danach zu fragen, wie sie sich jetzt fühlen.

  • Interview mit Opern-Grammy-Gewinner Burkhard Schmilgun – das (eher kleine) osnabrücker label hat einen grammy gewonnen – für die einspielung einer weitgehend vergessenen charpentier-oper:
    Niemand hat uns Bescheid gesagt. Auch der Dirigent und der Künstler nicht, die die Auszeichnung offenbar in kleiner Gruppe in Los Angeles entgegen genommen haben.

  • Die Integration läuft deutlich besser als vermutet – Süddeutsche.de – felix stephan in der sz:
    Integration wird immer noch dann als gescheitert betrachtet, wenn am Ende etwas anderes als ein zweites Münster herauskommt.[…] In den modernen Metropolen gebe es eigentlich nur eine Gruppe, die sich eine ethnische Segregation leisten könne, so El-Mafaalani: die Wohlhabenden.

  • Fastnacht in Mainz: Frauen sind auf den närrischen Bühnen Mangelware – Vereine wagen sich an Erklärungsversuche – Allgemeine Zeitung – die mainzer az über die rolle der frauen in der mainzer fastnacht – und die zähigkeit, mit der sie sich im schneckentempo ändert:
    Nachdem der MCC seine Komiteeterin präsentiert habe, seien die Frauen eines anderen großen Vereins auf die Barrikaden gegangen, da diese dort auch im Komitee sitzen wollten. „Woraufhin uns die Männer dieses Vereins verärgert gefragt haben, wie wir damit nur anfangen konnten“, berichtet er.

    (gibt noch mehr schöne beispiele für sexismus im text ….

  • Open Access? Veröffentlichen unter Ausschluss der Öffentlichkeit – Taschwer forscht nach – derStandard.at
    So wird open access zum financial excess: Um sich als Autor einer Buchbesprechung für eine Fachzeitschrift das Recht zu erwirken, die Rezension online stellen zu dürfen, verlangt Wiley-VCH schlanke 2500 Euro vom Rezensenten.

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  • Pegida: Wie spricht das “Volk”? | ZEIT ONLINE – theresia enzensberger wirft einen blick auf sprache und argumentationsmuster der pegida-anhänger:
    Diskursanalyse? Damit Pegida zu begegnen, wäre vergebliche Mühe. Man kann einen Pudding nicht an die Wand nageln. Die Sprache der Werbung nimmt keine Rücksicht auf die Herkunft ihrer Phrasen. Ob ein Slogan aus der rechten oder linken Ecke kommt, ob man sich bei Orwell oder bei Goebbels bedient, spielt keine Rolle. Hauptsache, man stiftet so viel Verwirrung wie möglich, steigert die poten…
  • Philosoph Gebauer über Sport-Spektakel: „Weit weg von der Erde“ – taz.de – gunter gebauer im taz-interview mit einigen richtigen und guten antworten:
    Ich glaube, die großen Verbände tun gut daran, sich Länder zu suchen, die sportliche Großveranstaltungen so organisieren wollen, dass sie nicht mehr gigantisch sind, sondern dass sie für die Bürger eine Bereicherung darstellen und für die Entwicklung eines Landes positiv sind. Geerdet wird der Sport hingegen nicht mehr – der Sport ist seit einiger Zeit weit weg von der Erde. Bestimmte Dinge wird man nicht mehr zurückbauen können, zum Beispiel die unglaubliche Medienpräsenz. Damit lebt der Sport auch sehr gut, das macht seine gewaltige Symbolik aus, und das muss man gar nicht nur beklagen. Sport ist besser als Krieg und als Spannungen zwischen den Ländern, es gibt eine Art Weltgespräch des Sports. Der Sport selber ist in den Bereich von Show und Glamour gerutscht, viele scheinen sich dort wohl zu fühlen. Der sportliche Wert selbst wird dadurch zurückgedrängt, aber nicht entwertet.

  • Jörg Sundermeier: „Die Literaturkritik droht uns allein zurück zu lassen“ – Das Sonntagsgespräch – News – BuchMarkt.de – jörg sundermeier, chef des famosen verbrecher-verlags, ist mit dem zustand der literaturkritik in deutschland überhaupt nicht zufrieden:
    Alle meinen den ganzen Tag irgendwas, Meinungen sind ja gerade hoch im Kurs, in den Redaktionen ist immer wieder von der Meinungsstärke von Texten die Rede. Aber Haltung zeigen wenige, denn das hieße ja die Ansichten von gestern auch jetzt noch zu vertreten. Oder aber sich selbst zu kritisieren, also sich infrage zu stellen, sich angreifbar zu machen…
  • Frequently wrong @HistoryInPics company gets $2 million from investors – RT @keithcalder: Here's some more info on that shitpile called @HistoryInPics
  • Netzneutralität: Freie Fahrt für ein Phantom | ZEIT ONLINE – Friedhelm Greis versucht, die deutsch-europäische Debatte um Netzneutralität und "spezialdienste" nachzuzeichnen. So lange man dabei auf Probleme wie deep packet inspection verzichtet, scheint mir das müßig
  • Archivalia: Das Mainzer Evangeliar der Hofbibliothek Aschaffenburg (Ms. 13)
  • Pegida und das Abendland – Perversion mit System – heinrich august winkler ordnet den abendland-bezug der "pegida"-truppe historisch ein – und spart mit nicht mit verweisen auf die verwandschaft mit nationalsozioalistischen ideen und überzeugungen und sprachgebrauch
  • Frau Meike sagt: Krautreporter und die Suche nach der Relevanz – noch jemand, der von den krautreportern bisher eher mäßig begeister ist: "Von Themenvielfalt war weit und breit keine Spur"
  • Verbietet Handys an den Schulen!- taz.de – die taz hält es für sinnvoll, ein totalverbot von handys an schulen zu fordern. ich finde ja, das reicht nicht. wenn die böse jugend in den pausen immer nur in bücher, zeitungen und – horribile dictu – comics (d.i. graphic novels) schaut, kommuniziert sie nicht mehr miteinander. und der stress, wenn man nicht fertig wird und bis zur nächsten pause voller spannung warten muss, wie es weitergeht im text! also weg mit dem ganzen gedruckten unsinn!
  • James Rhodes on Twitter: “A black Bond? Totally unrealistic.
    God bless Private Eye… http://t.co/PWl2EnsaoG”
    – RT @bomani_jones: well played, i must say.

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  • Ein deutscher Dichter bin ich einst gewesen | verbrecherei – Max Herrmann-Neisse:

    Ein deutscher Dichter bin ich einst gewesen,
    die Heimat klang in meiner Melodie,
    ihr Leben war in meinem Lied zu lesen,
    das mit ihr welkte und mit ihr gedieh.

    Die Heimat hat mir Treue nicht gehalten,
    sie gab sich ganz den bösen Trieben hin,
    so kann ich nur ihr Traumbild noch gestalten,
    der ich ihr trotzdem treu geblieben bin.

    – der Verbrecher-Verlag hat jetzt auch ein Verlagsblog …

  • Späte Kriegsgewinnler – Wiener Zeitung Online – Edwin Baumgartner über die flut an bedrucktem papier im gedenkjahr zum ersten weltkrieg
    Und so einfach ist es auch beim Ersten Weltkrieg: Es ist ein Riesenremasuri, ein – wie heißt das beinahe deutsche Wort? – ja, richtig: ein Hype.

    /via "der umblätterer", die das nicht ganz zu unrecht zum feuilleton des jahres 2014 wählten (http://www.umblaetterer.de/2015/01/13/die-ergebnisse-der-feuilleton-meisterschaft-2014/)

  • What David Cameron just proposed would endanger every Briton and destroy the IT industry – Boing Boing – david cameron will den bösen buben die verschlüsselung verbieten. dumm nur, dass er halt keine ahnung hat: "David Cameron doesn't understand technology very well, so he doesn't actually know what he's asking for", sagt cory doctorow, "it puts the whole nation — individuals and industry — in terrible jeopardy. "
  • 33. Europas Werte und das Paradox der Aufklärung | Geschichte wird gemacht – achim landwehr über europäische werte (eigentum!) und ihre paradoxale struktur
  • Schlund | Peter Richter – peter richter hat einen "montags-spaziergang" in dresden besucht und in die abgründe der pegida-"bewegung" geschaut.
  • Bücher von Popmusikern: Wahre Größe gibt es nur schwarz auf weiß | ZEIT ONLINE – gerrit bartels steht etwas hilflos vor dem phänomen, dass scheinbar immer mehr popmusiker/innen bücher schreiben und veröffentlichen (wie gleich der erste kommentator bemerkt, hat er mit thomas meinecke das beste beispiel vergessen …)
    Das Kanonisieren von Pop und bestimmten Popszenen geht also intensiv weiter. Auch für Musiker ist es da attraktiv, die flüchtigen Popmomente auf den Bühnen und den DJ-Kanzeln festzuhalten, die Dreiminuten-Single und den Club-Hit in eine Erzählung zu betten und damit zu sichern. Ein Buch hat eben doch Bestand, ist ein ganz eigener Wert.

  • Pegida-Demonstrationen – “Das ist alles ernst zu nehmen” – Der Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, hat zum Dialog mit den Anhängern der Pegida-Gruppierung aufgerufen. "Wir haben es offensichtlich mit einem Problemstau zu tun", sagte Richter im Deutschlandfunk. Man müsse den Bürgern respektvoll zuhören, so schwierig es auch sein möge.
  • Islamisierung, Markenschutz und dumme Fragen – jürgen kaube hat recht:
    Gefühle haben ihr eigenes politisches Recht. Die Frage ist nur, ob sich zutreffende Gedanken daraus machen lassen.

  • Wie es bei „Maybrit Illner“ im ZDF wirklich zugeht – der autor ulf erdmann ziegler war bei der illner-redegruppe im zdf als gast geladen. und kann skurile ergebnisse berichten, die alle hoffnung auf qualitätsjournalismus im talkformat vernichten.
    Okay, die plötzliche Überfrachtung der Sendung mit Sebastian Edathy und seinem Schicksal ist das eine. Dennoch, man hätte die Kurve kriegen können. Wie wäre es etwa mit der Frage gewesen: ob, Herr Ziegler, was an diesem Donnerstag die Hauptstadt erschütterte, eigentlich ein gutes Romanthema sei. Aber mit Sicherheit, Frau Illner! Die Nebenrolle der Ignorantin, die sich allwissend gibt, wäre Ihnen darin sicher.

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  • Kolumne Besser: Wie der Herr, so’s Gescherr – taz.de – das gibt's auch nicht jeden tag: dass ich deniz yücel zustimme und seinen text auch noch gut finde. dank "pegida"-blödsinn ist's möglich (und nötig!) – also lesen!:
    Pegida findet die „Lügenpresse“ doof, die „Lügenpresse“ findet Pegida doof. Aber es gibt Ausnahmen: Stephan, Weimer, Matussek, Broder, di Lorenzo.

  • 32. Lepanto oder Der fortgesetzte Missbrauch der Vergangenheit | Geschichte wird gemacht – achim landwehr beschäftigt sich (notgedrungen …) mit dem umstand, dass der afd-politiker einfach mal ohne anlass in der fas ohne besondere historische kenntnis über die schlacht von lepanto schreibt.
    Was lernen wir aus diesem ansonsten gänzlich zu vernachlässigenden Beitrag?

    Missbrauche nicht die Vergangenheit in vereinfachender und verfälschender Form für billige politische Anliegen der Gegenwart.
    Wenn du schon von dieser Vergangenheit erzählst, dann tue es in möglicher komplexer, möglichst zahlreiche Aspekte berücksichtigender Form.
    Wenn du schon einen Artikel schreibst, in dem billige Ressentiments gegen Andere bedient werden, dann schreibe wenigstens einen guten Artikel. Üble Beiträge mit üblen Inhalten sind eine doppelte Beleidigung.
    Wenn du etwas aus Lepanto lernen willst, dann lerne dies: Es ist wirklich für alle Beteiligten besser, auf gegenseitige Anerkennung und Zusammenarbeit zu setzen als auf gegenseitiges Abschlachten.

    Muss man so etwas wirklich noch hinschreiben?

  • Kraut von Rüben sortiert – Krautreporter durchgezählt | Verwickeltes – marc mit einigen interessanten beobachtungen und bemerkungen zu den "krautreportern". einiges deckt sich mit meiner eigenen erfahrung – etwa das genervtsein von den tilo-jung-plauderstündchen. jedenfalls haben es die "krautreportern", denen ich ja gerne geld bezahlt habe (und so arg viel war es ja auch gar nicht) noch nicht geschafft, zu einem wichtigen teil meines medienkonsums zu werden – ich vergesse immer mal wieder, das zu checken …
  • Höhlen: Geh zum Teufel! | ZEIT ONLINE – "Die Welt brauchte viel weniger Psychopharmaka, wenn die Leute öfter in Höhlen gehen würden." >
  • Das Auge liest mit – Nur wenige Literaten nutzen die Oberfläche ihrer Texte als eigenständige Ausdrucksform oder machen sich die Mühe, die materielle Grundlage ihrer Texte – die Schrift – zu reflektieren. – feature von jochen meißner, ca. 54 minuten
  • France’s rock star economist Thomas Piketty turns down Legion of Honour | World news | The Guardian – piketty scheint ein mann mit charakter zu sein:
    French economist Thomas Piketty has spurned the Legion of Honour, the country’s highest distinction, on the grounds that the government should not decide who is honourable.

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  • 30. Neohistofloxikon oder Neue Floskeln braucht das Land | Geschichte wird gemacht – achim landwehr wird grundsätzlich:
    Es ist eigentlich immer an der Zeit, das eigene Denken über Vergangenheit und Geschichte mal etwas durchzuschütteln und auf den grundsätzlichen Prüfstand zu stellen.

  • Who is afraid of jazz? | JazzZeitung – "Wer hätte gedacht, dass ich sogar Bruckner einmal spannender und frenetischer finden würde als neuen Jazz!"
  • Essay: Schläfrig geworden – DIE WELT – er osteuropa-historiker karl schlögel widerspricht in der "welt" den verfassern & unterzeichnern des aufrufes "wieder krieg in europa?" – meines erachtens mit wichtigen argumenten:
    Denn in dem Aufruf ist neben vielen Allgemeinplätzen, die die Eigenschaft haben, wahr zu sein, von erstaunlichen Dingen die Rede. So lautet der erste Satz: "Niemand will Krieg" – so als gäbe es noch gar keinen Krieg. Den gibt es aber. Russische Truppen haben die Krim besetzt
    […] Abermals ist vom "Nachbarn Russland" die Rede: Wie muss die Karte Europas im Kopf derer aussehen, die so etwas von sich geben oder mit ihrer Unterschrift in Kauf nehmen! Peinlich – und wahrscheinlich in der Eile von den viel beschäftigten, ernsthaften Unterzeichnern nicht zur Kenntnis genommen – die Behauptung, Russland sei seit dem Wiener Kongress Mitgestalter der europäischen Staatenwelt. Das geht viel weiter zurück, wie auch Laien wissen, die schon von Peter dem Großen gehört haben. Und ausgerechnet die Heilige Allianz zu zitieren, mit der die Teilung Polens zementiert, die polnischen Aufstände niedergeworfen und die 1848er-Revolution bekämpft worden ist – das passt nicht gut zur Ernsthaftigkeit eines um den Dialog bemühten Unternehmens. Vom Molotow-Ribbentrop-Pakt – eine zentrale Erfahrung aller Völker "dazwischen" und im 75. Jahr der Wiederkehr des Vertrages, der den Zweiten Weltkrieg möglich gemacht hat – ist im Text gar nicht die Rede, einfach zur Seite geschoben, "verdrängt".

  • Was bewegt Yvan Sagnet?: Hoffnung der Sklaven | ZEIT ONLINE
    Arbeiter aus dem Sudan, aus Burkina Faso, aus Mali, aus fast jedem Land Afrikas. In dreckigen Mänteln suchen sie vor den Müllhaufen nach Verwertbarem. Es ist, als würde man durch einen düsteren, apokalyptischen Roman von Cormac McCarthy fahren. An den Feldwegen, die von den Landstraßen abgehen, stehen Prostituierte. Rumäninnen und Bulgarinnen. So sieht es aus, das Herz der italienischen Tomatenproduktion.

    – fritz schaap in der zeit über den versuch des gewerkschafters yvan sagnet, die miserablen bedingungen der arbeiter in italien, v.a. der erntehelfer, zu verbessern. der sagt u.a.

    "Der Käufer muss wissen: Wenn er in den Supermarkt geht und ein Kilogramm italienische Tomaten für achtzig Cent kauft, dann wurden diese Tomaten von miserabel entlohnten Arbeitern geerntet, die man ohne Weiteres als moderne Sklaven bezeichnen kann."

  • Eine wichtige Information der Vereinigten Geheimdienste – YouTube – Better no Letter: Eine wichtige Information der Vereinigten Geheimdienste (siehe auch: The U.S.S.A. says: BETTER NO LETTER!)
  • Union kritisiert Ramelow-Wahl in Thüringen: Verlogene Heulsusen | tagesschau.de – wow, bei der ARD & der Tagesschau ist jemand genauso angewidert vom Verhalten der CDU in Thüringen wie ich
  • Forschung: So will doch keiner arbeiten! | ZEIT ONLINE – Forschung: So will doch keiner an Unis arbeiten! – Dieses Mal mit einer Historikerin
  • Zerschlagen, aber im Sammlungskontext erschließbar: In der Bayerischen Staatsbibliothek wurde über den Ankauf des Schott-Archivs informiert | nmz – neue musikzeitung – Zerschlagen, aber im Sammlungskontext erschließbar: Die Bestände des Archivs des Schott-Verlages teilen sich künftig auf die Staatsbibliotheken München und Berlin sowie sechs Forschungseinrichtungen auf. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
  • So entstand der Mythos der “Trümmerfrauen” – Politik – Süddeutsche.de – die sz lässt sich von der historikerin leonie treber noch einmal erklären, woher die "trümmerfrauen" kommen:
    Es wurde ein äußerst positives Bild dieser Frauen vermittelt: Dass sie sich freiwillig und mit Freude in die harte Arbeit stürzen und den Schutt wegräumen, um den Wiederaufbau voranzutreiben. Die PR war auch enorm wichtig, weil die Trümmerräumer – wie zuvor erwähnt – stigmatisiert waren und solche schweren Jobs bis dahin eigentlich nicht von Frauen erledigt werden sollten. Deshalb wurde das Bild der "Trümmerfrau" positiv aufgeladen mit den Stereotypen, die wir noch heute mit dem Begriff verbinden.

  • Mainzer Schott-Musikverlag: Historisches Archiv wird öffentlich zugänglich – Rheinland-Pfalz | SWR.de – "optimale Erschließung" = Zerstörung des Zusammenhangs. Schott-Musikverlag: Archiv wird öffentlich zugänglich
  • Hat die Jugend keinen Ehrgeiz mehr? | Blog Magazin – philipp tingler über die gegenwart, die kultur und den ehrgeiz zum glück:
    Gegenwärtig leben wir in einer Gesellschaft, die Selbstperfektionierung, die Arbeit am Ich, als Selbstgenuss postuliert; einer der letzten Leitwerte in der irreduziblen Vielfalt der uns allenthalten umgebenen Kontingenzkultur ist: Authentizität. Dafür steht auch Diane von Fürstenberg. Die Biografie als Projekt. Wenn jetzt also plötzlich alle aus ihrem Leben ein Kunstwerk machen wollen, dann ist das nicht nur ein ethischer, sondern auch ein sehr ehrgeiziger Imperativ: Lebenswelten und -formen werden ambitioniert durchästhetisiert, und das Pathos der Selbsterschaffung richtet sich auf die beiden grossen Ziele der Postwachstumsgesellschaft: Spass und Glück.
    […] Wir sehen also, dass Ehrgeiz durchaus nicht verschwunden ist, sondern sich nur verirrt hat.

    seine therapie ist übrigens ziemlich einfach (und wahrscheinlich gar nicht so verkehrt): selbstironie als die "schönste Form der Eigenliebe"

  • Duden | Konrad-Duden-Preis 2014 geht an Damaris Nübling | – Der Konrad-Duden-Preis 2014 geht an @DFDmainz-Projektleiterin Damaris Nübling
  • E-Books: Wir sind die Fährtenleser der neuen Literatur – Bücher – FAZ – elke heinemann über die vielfalt der neuen (kleine) e-book-verlage:
    Dichtung ist längst auch digital: Auf der Suche nach E-Books abseits des Mainstreams führt der Weg in Deutschland vor allem nach Berlin. Doch die engagierten Spezialverlage haben auch spezielle Probleme.

  • Gender-Debatte: Anschwellender Ekelfaktor | ZEIT ONLINE – wunderbar: robin detje rechnet gnadenlos mit den kolumnenhetzern #ulfharaldjanmatthias aber (schade nur, dass das bei der @Zeit wieder niemand lesen wird und harald deshalb weiter die leserschaft vergiften darf):
    Heute tobt die Schlussstrichdebatte Feminismus. Ende: nicht abzusehen. Alternde Männer an vorderster Front. Hoher Unterhaltungswert, aber auch anschwellender Ekelfaktor. Die Argumentation wieder faszinierend: Feminismus gibt es inzwischen doch schon so lange, das nervt, Frauen nerven ja immer, und die Frauen wollen offenbar tatsächlich, dass wir Männer unser Verhalten ändern, weshalb jetzt wir die eigentlichen Opfer sind.
    […] Und deshalb husch, husch, ihr allmännermächtigen Diskursbeherrscher, zurück in eure Eckkneipe. Die jetzt leider von einem Gender-Studies-Lesben-, Transen- und X-trupp übernommen wird, und ihr schiebt für eine Weile in der Küche Abwaschdienst.

    Entschuldigung, aber das wird man sich als aufgeklärter, älterer deutscher Mann doch noch wünschen dürfen.

  • “Feminismus kann niemals Lifestyle sein” • Denkwerkstatt – gabriele michalitsch im interview mit einigen sehr richtigen beobachtungen:
    Feminismus kann niemals Lifestyle sein, Feminismus ist immer politisch. Wenn die Medien eine solche Diskussion befeuern, ist das eine Form von Antifeminismus und der Versuch, den Begriff Feminismus zu vereinnahmen, ihm seine politische Relevanz abzusprechen. Feminismus war zudem nie männerfeindlich, er wurde immer auch von Männern mitgetragen. Wenn, dann wendet er sich gegen bestimmte Konzeptionen von Männlichkeit – wie auch Weiblichkeit. Wäre dieser angeblich neue Feminismus nicht Gegenstand öffentlicher Debatten, müssten wir uns erst gar nicht damit auseinandersetzen – in meinen Augen ist das eine antifeministische Strategie.

    und später auf den punkt gebracht:

    Wenn Feminismus auf Karriere mit Kindern reduziert wird, ist das das Ende des Feminismus.

Ins Netz gegangen (13.11.)

Ins Netz gegangen am 13.11.:

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