<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; jörg widmann</title>
	<atom:link href="http://matthias-mader.de/tag/joerg-widmann/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://matthias-mader.de</link>
	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 22:40:44 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Kammermusik-Karrieren</title>
		<link>http://matthias-mader.de/musik/kammermusik-karrieren/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/musik/kammermusik-karrieren/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 10:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[jörg widmann]]></category>
		<category><![CDATA[johannes brahms]]></category>
		<category><![CDATA[kammermusik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=4806</guid>
		<description><![CDATA[Ein Konzert, das „Karrieren“ &#252;berschrieben ist, geh&#246;rt sicher nicht zum Alltag. Auch bei der Villa Musica nicht. Zum 25j&#228;hrigen Jubil&#228;um der Stiftung haben die „Freunde der Villa Musica“, der Unterst&#252;tzerverein, jetzt aber ehemalige Stipendiaten der Villa Musica eingeladen, zur&#252;ckzukehren – jetzt, wo sie alle Karriere gemacht haben. Die mittlerweile arrivierten K&#252;nstler sollen sich musikalisch pr&#228;sentieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Konzert, das „Karrieren“ überschrieben ist, gehört sicher nicht zum Alltag. Auch bei der <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.villamusica.de" title="Villa Musica" target="_blank">Villa Musica</a></span> nicht. Zum 25jährigen Jubiläum der Stiftung haben die „Freunde der Villa Musica“, der Unterstützerverein, jetzt aber ehemalige Stipendiaten der Villa Musica eingeladen, zurückzukehren – jetzt, wo sie alle Karriere gemacht haben. Die mittlerweile arrivierten Künstler sollen sich musikalisch präsentieren und im Gespräch mit Barbara Harnischfeger, der Vorsitzenden des Freundesvereins, vom Einfluss und Wert der Kammermusik für ein Musikerleben erzählen.</p>
<p>Erste Station war Mainz – und wieder mit außergewöhnlichem Programm. Schon wegen der Besetzung: Oboe, Klarinette und Klavier kommen in dieser Weise nicht so oft zusammen. Aber natürlich gibt es auch für diese Formation Musik. Zum Beispiel das Trio von Edouard Destenay, einem Zeitgenossen von unter anderem Claude Debussy, der aber inzwischen ziemlich gründlich vergessen wurde. In der Villa Musica erklingt das als geschmeidige, kraftvoll-bodenständige Musik. Besonders die schönen Trialoge und Zwiegespräche zwischen den Instrumenten fallen auf: Vor allem Oboist Kai Frömbgen und Klarinettistin Kerstn Grötsch führen immer wieder angeregte Konversationen – ein frisch gespielte, ansteckend gut gelaunte Musik.</p>
<p>Das Karrieren-Konzert war aber auch darüber hinaus ein schönes Beispiel für das Erfolgsrezept der Villa Musica beim Publikum und bei Musikern: Die Mischung von unbekannter und vertrauter Musik, auf hohem Niveau von neugierigen, spielfreudigen Musikern vorgetragen, die sich in fast jedem Programm findet. Zum Bekannten gehörte dieses Mal die zweite Klarinettensonate von Johannes Brahms, eines seiner wunderbaren absoluten Spätwerke. Kerstin Grötsch und Oliver Triendl ließen der Musik ganz viel Raum zur Entfaltung: Sorgsam bemüht, die feine Struktur der Sonate zu zeigen und den emotionalen Gehalt lebendig werden zu lassen. Über weite Strecken ist das dann einfach wunderbare Musik zum Loslassen.</p>
<p>Emotional sind Jörg Widmanns „Intermezzi“ auch, das Loslassen verbietet sich bei ihnen aber vollkommen. Oliver Triendl spielte diese oft düsteren, sehr effektvoll die ganze Klaviatur ausnutzenden kurzen und längeren romantisch verklärten Seelenmusiken in ihrer deutschen Erstaufführung mit großer Sorgfalt, aber mit noch größerer Emphase: Wenn das wirklich ein Spiegel der Seele des Komponisten ist, wie der Pianist andeutete, dann verheißt das wenig Gutes. Die Düsternis überwiegt hier stark, Licht und Trost sind nur in Andeutungen zu finden. Selbst ein „Wiegenlied“ endet dabei in Gewalt, Chaos und Umsturz, in wilden Eruptionen donnernder Klaviertöne. Damit wurde dieses Konzert auch zu einem Beispiel für die Vielfalt der Kammermusik – die ist schließlich, wie es Kerstin Grötsch auf den Punkt brachte, „die Würze im Musikerleben.“</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>.)</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/musik/kammermusik-karrieren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>j&#246;rg widmann, neue musik &amp; kritik</title>
		<link>http://matthias-mader.de/musik/joerg-widmann-neue-musik-kritik/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/musik/joerg-widmann-neue-musik-kritik/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 19:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[analyse]]></category>
		<category><![CDATA[jörg widmann]]></category>
		<category><![CDATA[musikkritik]]></category>
		<category><![CDATA[neue musik]]></category>
		<category><![CDATA[publikum]]></category>
		<category><![CDATA[veranstalter]]></category>
		<category><![CDATA[wolfgang rihm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1704</guid>
		<description><![CDATA[das ist mal eine abrechnung: unter dem titel „halbbildung, schw&#228;rmerei, leere” steht sie im bad blog of musick der neuen musikzeitung. da geht es zun&#228;chst um widmann, seine (inzwischen) leere, belanglose, aus versatzst&#252;cken geschusterte musik (ich konnte den hype um ihn noch nie so recht verstehen — einfach, weil seine musik mich nur selten ber&#252;hrte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>das ist mal eine abrechnung: unter dem titel „<a title="halbbildung etc." href="http://blogs.nmz.de/badblog/2010/02/08/halbbildung-schwaermerei-leere/" target="_blank">halbbildung, schwärmerei, leere</a>” steht sie im <a title="bad blog of musick" href="http://blogs.nmz.de/badblog/" target="_blank"><em>bad blog of musick</em></a> der <a title="nmz" href="http://www.nmz.de/" target="_blank">neuen musikzeitung</a>. da geht es zunächst um widmann, seine (inzwischen) leere, belanglose, aus versatzstücken geschusterte musik (ich konnte den hype um ihn noch nie so recht verstehen — einfach, weil seine musik mich nur selten berührte oder faszinierte. vielleicht war das ja intuitiv richtig …). dann aber auch um die verstrickungen im musikbetrieb, um die vergabe von preisen etc., um festivals und dergleichen — anhand von widmann und wolfgang rihm. und dann auch noch um die nicht (mehr) vorhandene musikkritik. und sogar die musikwissenschaft enttäuscht <a title="arno l&uuml;cker zuhause" href="http://www.arnoluecker.de/" target="_blank">arno lücker<strong></strong></a> (der auch mal selbst komponiert) mit inhaltsleere und ungenauigkeit bei der untersuchung widmannscher musik. er versucht sich stattdessen selbst an einer analyse. da kommt weniger gutes bei raus:</p>
<blockquote><p>Widmann kommt es nicht auf Struktur, auf Form, auf Reflexion, auf Tiefe, sondern auf Wirkung, Ausdruck, Effekt, Gefühligkeit und auf den „spannenden“ Moment im Konzert an, mit dem er das – wie er: naive – Publikum beeindrucken kann</p></blockquote>
<p>und kurz darauf, am ende der fünften these, kommen noch so ein paar schöne, treffende sätze:</p>
<blockquote><p>Widmanns kompositorische Ästhetik ist unreflektiert, juvenil, affirmativ bis zur Anbiederung, scheinauthentisch und ohne Utopie. Widmann sehnt sich ins 19. Jahrhundert zurück. Zurück zu den Schwärmern, zurück zum Biedermeier. Seine Ästhetik ist veraltet, aber genau das ist es, was seinen Erfolg ausmacht, was ihn – aus der Gruppe jüngerer Neue-Musik-Komponisten – zum Publikumsliebling der Philharmonieabonnenten Deutschlands werden ließ.</p></blockquote>
<p>hach, das sitzt. und gefällt mir … auch das: „Was hier in Wahrheit vermittelt wird, ist schlechte, primitiv-monumentale Naivästhetik mit unaufgeklärtem, geschichtlich blindem Spaßfaktor.”</p>
<p>und sehr schön auch noch der nachtrag, daraus muss ich noch einmal zitieren:</p>
<blockquote><p>… der Autor des Textes schätzt Jörg Widmann, als jemanden, der – würde er nicht von der ihn umarmenden Öffentlichkeit zeitlich und dadurch auch künstlerisch überfordert werden – durchaus das Potential hätte, gute Musik zu komponieren. Vielmehr weiß er von einigen Komponisten, deren Persönlichkeiten nicht derart stromlinienförmig justiert wurden, dass sie sich an alles und jeden anzupassen gewillt sind, dabei aber künstlerisch unsagbar Wert– und Spannungsvolles zu sagen, zu komponieren haben. Diesen Komponisten wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.</p></blockquote>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/musik/joerg-widmann-neue-musik-kritik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

