Einträge mit dem Schlagwort “interview”
Pimp my Lesung: Urs Widmer liest vor
Begrüßung — Verabschiedung — Interviewrunde zweimal — dazwischen noch musikalische Einlagen: Diese Lesung war gut organisiert. Aber mir war’s ein bisschen viel Tara … Die Kerzen passen nicht mehr auf den Geburtstagskuchen. So wird es also Zeit, dass der Jubilar nach 91 Lebensjahren sich auf die Reise macht. So passiert es dem Erzähler in Urs Widmers […]
„Das Konzert ist beinahe ein Abfallprodukt”
Pianist Kristian Zimerman in einem aufschlussreichen Gespräch mit dem NZZ-Redakteur Peter Hagmann. Da geht es neben anderem auch um Motivation und Ziel des Pianisten: Man könnte ja sagen: Das Konzert ist beinahe ein Abfallprodukt. Ich übe nicht, um Karriere zu machen, ich übe auch nicht für ein Konzert. Ich versuche mich zu entwickeln und zu […]
„das Größte, was wir in unserer Sprache überhaupt haben”
Andreas Maier in einem auch sonst ganz netten Interview über den von ihm (schon öfters) sehr bewunderten Peter Kurzeck: Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich mit allen meinen Büchern bis heute erfolgreicher bin als einer der allerwichtigsten deutschen Autoren, Peter Kurzeck, dann greife ich mir wirklich an den Schädel. Peter Kurzeck ist weder irgendwohin […]
„Es gibt keine Idyllen in dieser Welt.”
SN: Das klingt doch nach Idylle.
Handke: Es ist keine Idylle. Es gibt keine Idyllen in dieser Welt. Nirgendwo. Ein Idylle ist ein Gefühl von Menschen, das ist alles Täuschung.SN: Und man kann sich auch keine Idylle schaffen – so mit Haus und Garten?
Handke: Nein. Nie hat’s Idylle gegeben. Nie. Es gibt vielleicht Atemräume für einen Moment. Und es ist vielleicht ein Vorteil, einen Garten zu haben, um dort lesen zu können. Aber es hat nichts mit Idylle zu tun. Der Garten kann Ort es größten Dramas sein oder des schönsten Dramas. Vielleicht gibt’s solche Momente, wenn der Wind durch die Kastanien geht. Aber Idylle ist das nicht. Vielleicht ein Aufatmen und dann denkt man: Jetzt ist jetzt. Das ist ja eine Gabe, das sagen zu können.
„Ich bin als öffentlicher Mensch einfach nicht gut …
Handke: Ich bin als öffentlicher Mensch einfach nicht gut. Und das ist auch ganz richtig so. Heute gehen die Öffentlichkeit und der Schriftsteller nicht mehr gut zusammen. Da spielen sicher einige sehr gut – so wie der Herr Kehlmann das macht. Der ist ja fast dafür geboren, aus dem Mutterleib geschlüpft und war schon ein kleiner Showman. Warum auch nicht?! Für mich ist das nichts.
„Alle meine Texte sind Ausdruck meines Nicht-Gelingens …
Alle meine Texte sind Ausdruck meines Nicht-Gelingens. Alle. Eine sehr fragwürdige Situation ist das, und natürlich gewagt, auf Weltliteratur, auf ein großes Stück zu antworten.