<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; gesundheit</title>
	<atom:link href="http://matthias-mader.de/tag/gesundheit/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://matthias-mader.de</link>
	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 28 Jul 2010 22:06:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>Juli Zeh, Corpus Delicti</title>
		<link>http://matthias-mader.de/literatur/juli-zeh-corpus-delicti/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/literatur/juli-zeh-corpus-delicti/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 15:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[juli zeh]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[menschen]]></category>
		<category><![CDATA[roman]]></category>
		<category><![CDATA[sicherheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1685</guid>
		<description><![CDATA[&#8230; habe ich gelesen auf der Reise von Venedig zur&#252;ck nach Mainz. Ein Thesenroman. Reinsten Wassers. Und durchaus oberster G&#252;teklasse. Aber eben mit all den typischen Problemen &#8211; Man merkt die Absicht und ist verstimmt (oder so &#228;hnlich). Nun hielt sich die Verstimmung bei mir extrem in Grenzen, weil ich dem Ziel Zehs, dem freien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; habe ich gelesen auf der Reise von Venedig zur&uuml;ck nach Mainz.</p>
<p>Ein Thesenroman. Reinsten Wassers. Und durchaus oberster G&uuml;teklasse. Aber eben mit all den typischen Problemen &#8211; Man merkt die Absicht und ist verstimmt (oder so &auml;hnlich). Nun hielt sich die Verstimmung bei mir extrem in Grenzen, weil ich dem Ziel Zehs, dem freien statt dem sicheren Menschen voll zustimme und stark sympathisiere. Das &auml;ndert aber wenig daran, dass der Roman &#8211; der sich im Untertitel als &#8222;Ein Prozess&#8220; ausgibt (Gerichtsverhandlung und Entwicklung &#8211; nat&uuml;rlich ist beides gemeint &#8230; [und diese absolut durchschaubare Doppeldeutigkeit ist typisch f&uuml;r das Buch {leider, meines Erachtens, den semantische Leerstellen sind interpr), k&uuml;nstlerich eher mittelm&auml;&szlig;ig ist. Ok, die Informationsvergabe ist ganz gut gelungen, sie entwickelt sich halbwegs ungezwungen (am Anfang freilich mit hohem Tempo &#8211; und bewusst auf Klarheit der message ausgerichtet).</p>
<p>Worum geht&#8217;s? Um einen Staat der Zukunft, in dem Normalit&auml;t als Gesundheit definiert wird (bzw andersrum) und Krankheit demzufolge abgeschafft ist &#8211; gesellschaftlich und privat. Das bedarf nat&uuml;rlich einiger Vorkehrungen &#8230; Jedenfalls ger&auml;t die Hauptfigur, eine Biologin, mit diesen staatlichen Vorkehrungen, genannt die &#8222;Methode&#8220;, in Konflikt. Und entwickelt sich zur Widerst&auml;ndlerin auf sehr eigenen Weise, zu einer Art Revolution&auml;rin ohne Revolution. Jedenfalls zu einem Problem f&uuml;r die &#8222;Methode&#8220;, dass mit allen Mitteln gel&ouml;st und schlie&szlig;lich beseitigt werden muss &#8211; nicht ohne einige Verwicklungen nat&uuml;rlich. Durch die Montage verschiedener Ebenen, u.a. auch die eines Putzfrauen-Trios, wird das ganz harmonisch in seiner Vielstimmigkeit und Perspektivit&auml;t. Aber nichtsdestotrotz bleibt die Botschaft klar: Ohne Freiheit ist der Mensch kein Mensch mehr, ist das Leben keine Leben mehr, sondern nur noch Existenz. Die mag zwar sorgen-, schmerz- &amp; krankheitsfrei sein, aber eben ohne Leben. Die Parallelen zu aktuellen Diskussionen sind wohl mehr als zuf&auml;llig ;-). Und auch mehr als deutlich &#8230; Das, es klang oben ja schon an, mindert meine Begeisterung f&uuml;r dieses Buch etwas: Dass die Phantasie zu wenig ausgereizt wird, die Vorstellungkraft zu blass scheint &#8211; auch um den Preis der etwa unvollkommenen Vermittlung der zentralen Textbotschaft w&auml;re das doch etwas spannender gewesen. F&uuml;r mich zumindest. Aber man kann ja nicht immer alles haben.</p>
<p>Juli Zeh: Corpus Delicit. Ein Prozess. Frankfurt am Main: Sch&ouml;ffling 2009.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/literatur/juli-zeh-corpus-delicti/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
