„Nächstens mehr.“

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Archiv für das Schlagwort ‘gesellschaft’

religiöse konservative sind dümmer als atheistische linke

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zumindest haben sie offenbar einen niedrigeren intelligenz-quotienten. im durchschnitt natürlich. zu dem schluss kommt man, wenn man ergebnisse einer amerikanischen und einer englischen studie kombiniert. beide fanden leichte varianzen im iq, die mit der politischen einstellung signifikant korrelieren: die gruppe der sehr konservativen hat demnach einen iq-durchschnitt von 95, die der sehr progressiven einen von 106. ähnlich, wenn auch etwas geringer in der differenz, bei der differenzierung zwischen sehr religiös (97) und überhaupt nicht religiös (103). in der süddeutschen von heute hat christopher schraer das nett erzählt und mit kommentaren und erklärungsversuchen der psychologen garniert, z.B. von Detlef Rost:

Um progressiv zu sein, brauchen kognitive Leistungsfähigkeit. Wer immer im Bekannten bleibt, muss nicht viel überlegen.

(via papier-zeitung)
nachtrag: noch mehr dazu hat florian rötzer bei telepolis geschrieben: „Intelligente Menschen sind eher Atheisten und gehen nachts später schlafen“ (via @viertelnachvier)

Geschrieben von matthias

26. Februar 2010 um 13:27

Juli Zeh, Corpus Delicti

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… habe ich gelesen auf der Reise von Venedig zurück nach Mainz.

Ein Thesenroman. Reinsten Wassers. Und durchaus oberster Güteklasse. Aber eben mit all den typischen Problemen – Man merkt die Absicht und ist verstimmt (oder so ähnlich). Nun hielt sich die Verstimmung bei mir extrem in Grenzen, weil ich dem Ziel Zehs, dem freien statt dem sicheren voll zustimme und stark sympathisiere. Das ändert aber wenig daran, dass der – der sich im Untertitel als „Ein Prozess“ ausgibt (Gerichtsverhandlung und Entwicklung – natürlich ist beides gemeint … [und diese absolut durchschaubare Doppeldeutigkeit ist typisch für das Buch {leider, meines Erachtens, den semantische Leerstellen sind interpr), künstlerich eher mittelmäßig ist. Ok, die Informationsvergabe ist ganz gut gelungen, sie entwickelt sich halbwegs ungezwungen (am Anfang freilich mit hohem Tempo – und bewusst auf Klarheit der message ausgerichtet).

Worum geht’s? Um einen Staat der Zukunft, in dem Normalität als definiert wird (bzw andersrum) und Krankheit demzufolge abgeschafft ist – gesellschaftlich und privat. Das bedarf natürlich einiger Vorkehrungen … Jedenfalls gerät die Hauptfigur, eine Biologin, mit diesen staatlichen Vorkehrungen, genannt die „Methode“, in Konflikt. Und entwickelt sich zur Widerständlerin auf sehr eigenen Weise, zu einer Art Revolutionärin ohne Revolution. Jedenfalls zu einem Problem für die „Methode“, dass mit allen Mitteln gelöst und schließlich beseitigt werden muss – nicht ohne einige Verwicklungen natürlich. Durch die Montage verschiedener Ebenen, u.a. auch die eines Putzfrauen-Trios, wird das ganz harmonisch in seiner Vielstimmigkeit und Perspektivität. Aber nichtsdestotrotz bleibt die Botschaft klar: Ohne Freiheit ist der Mensch kein Mensch mehr, ist das Leben keine Leben mehr, sondern nur noch Existenz. Die mag zwar sorgen-, schmerz- & krankheitsfrei sein, aber eben ohne Leben. Die Parallelen zu aktuellen Diskussionen sind wohl mehr als zufällig ;-). Und auch mehr als deutlich … Das, es klang oben ja schon an, mindert meine Begeisterung für dieses Buch etwas: Dass die Phantasie zu wenig ausgereizt wird, die Vorstellungkraft zu blass scheint – auch um den Preis der etwa unvollkommenen Vermittlung der zentralen Textbotschaft wäre das doch etwas spannender gewesen. Für mich zumindest. Aber man kann ja nicht immer alles haben.

: Corpus Delicit. Ein Prozess. Frankfurt am Main: Schöffling 2009.

Geschrieben von matthias

19. Januar 2010 um 16:11

harter gegenwind für die wikipedia

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der wikipedia weht gerade in den letzten tagen ein harter wind ins gesicht – nicht so ganz verständlich, meiner meinung nach, weil die inklusionisten, die gerade v.a. das wort führen, eine enzyklopädie mit einer datenbank und wissen mit information verwechseln (und deshalb so unsinnig pauschal gegen relevanzkriterien argumentieren). jetzt in der telepolis gefunden: Das Interview mit dem umstrittenen Medientheoretiker Prof. Eugen Driverman zur ihm drohenden Entziehung der Lehrbefugnis, der fefe-Krise von 2009 und der Kanzlerwahl Westerwelles von 2016 von Markus Kompa. da stehen viele nette sachen drin. zum beispiel: „Diese Sperren waren jedoch damals noch nicht durchsetzbar, da die seinerzeit an der Regierung beteiligte FDP alle anderen Wahlversprechen gebrochen hatte und zur Gesichtswahrung wenigstens das Internetsperrgesetz von 2009 vorläufig blockierte.“

Geschrieben von matthias

26. Oktober 2009 um 13:13

„‚Bindschädler, ich glaube, …

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… daß uns heute weniger das Gesellschaftliche zu schaffen macht als vielmehr dieses Vakuum an Spiritualität, das uns sozusagen an den Rand eines kosmischen Abgrundes saugt‘, sagte Baur, lächelnd.“ (Gerhard Meier, Borodino, 114)

Geschrieben von matthias

4. Oktober 2009 um 20:27

Abgelegt in literatur

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„Marcel Proust …

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… hat Unsagbares – sagbar gemacht. Daran messe ich einen Autor. Unsagbares begreifbar machen, das tut nicht die . Und die Wirtschaft schafft’s auch nicht.“ (Gerhard Meier, Borodino, 94)

Geschrieben von matthias

4. Oktober 2009 um 18:26

Abgelegt in literatur

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„Wer Angst hat, irrt.“

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(, Klage, 352)

Geschrieben von matthias

18. September 2009 um 14:53

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