<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; forschung</title>
	<atom:link href="http://matthias-mader.de/tag/forschung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://matthias-mader.de</link>
	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Sep 2010 10:11:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>neue verweise vom 8.6.2009</title>
		<link>http://matthias-mader.de/verweise/neue-verweise-vom-862009/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/verweise/neue-verweise-vom-862009/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 18:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[verweise]]></category>
		<category><![CDATA[annette von droste-hülshoff]]></category>
		<category><![CDATA[autor]]></category>
		<category><![CDATA[bibliographie]]></category>
		<category><![CDATA[fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[fun]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[latex]]></category>
		<category><![CDATA[liegerad]]></category>
		<category><![CDATA[literaturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[package]]></category>
		<category><![CDATA[recht]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
		<category><![CDATA[tabelle]]></category>
		<category><![CDATA[tex]]></category>
		<category><![CDATA[titanic]]></category>
		<category><![CDATA[urheberrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/?p=1080</guid>
		<description><![CDATA[Blogs! Buch Blog » Die korrigierte Resolution im Wortlaut - TITANIC &#124; Das endg&#252;ltige Satiremagazin &#124; Online &#124; Ehlers/Wolff &#8211; Das Internet wird beschildert - Liegerad &#8211; Trike &#8211; Velomobil &#8211; Pedelec &#8211; Liegerad Zubeh&#246;r kaufen und verkaufen &#8211; Der Liegerad Markt ist eine kostenlose Plattform rund um den Kauf und Verkauf vom neuen oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://blogbar.de/archiv/2009/06/08/die-korrigierte-resolution-im-wortlaut/" class="liexternal">Blogs! Buch Blog » Die korrigierte Resolution im Wortlaut</a> -</li>
<li><a href="http://www.titanic-magazin.de/internetschilder.html" class="liexternal">TITANIC | Das endg&uuml;ltige Satiremagazin | Online | Ehlers/Wolff &#8211; Das Internet wird beschildert</a> -</li>
<li><a href="http://www.liegerad-markt.de/" class="liexternal">Liegerad &#8211; Trike &#8211; Velomobil &#8211; Pedelec &#8211; Liegerad Zubeh&ouml;r kaufen und verkaufen</a> &#8211; Der <a href="http://matthias-mader.de/tag/liegerad/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with liegerad">Liegerad</a> Markt ist eine kostenlose Plattform rund um den Kauf und Verkauf vom neuen oder gebrauchten <a href="http://matthias-mader.de/tag/liegerad/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with liegerad">Liegerad</a>, <a href="http://matthias-mader.de/tag/liegerad/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with liegerad">Liegerad</a> Trike, Velomobil, Pedlec und <a href="http://matthias-mader.de/tag/liegerad/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with liegerad">Liegerad</a> Zubeh&ouml;r.Jeder (Privatperson und H&auml;ndler) kann seine neuen oder gebrauchten Produkte kostenlos inserieren und durch die Kontaktaufnahme per Formular oder Telefon etc. verkaufen.</li>
<li><a href="http://texblog.net/latex-archive/floats/tabular-tabularew/" class="liexternal">New package tabularew: centering multicolumn headings &#8211; TeXblog &#8211; Typography with TeX and LaTeX</a> -</li>
<li><a href="http://www.lwl.org/LWL/Kultur/Droste/" class="liexternal">droste-forschung.de</a> &#8211; droste-<a href="http://matthias-mader.de/tag/forschung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with forschung">forschung</a>.de ist ein Forum f&uuml;r die <a href="http://matthias-mader.de/tag/forschung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with forschung">Forschung</a>, Vermittlung und Diskussion zu Annette von Droste-H&uuml;lshoff.droste-<a href="http://matthias-mader.de/tag/forschung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with forschung">forschung</a>.de umfasst eine Online-Edition der Werke der Autorin, die sukzessiv vervollst&auml;ndigt wird.
<p>droste-<a href="http://matthias-mader.de/tag/forschung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with forschung">forschung</a>.de vermittelt wissenswerte Fakten zu Leben, Werk und Wirkung Drostes.</p>
<p>droste-<a href="http://matthias-mader.de/tag/forschung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with forschung">forschung</a>.de liefert aktuelle Informationen &uuml;ber Veranstaltungen zu Annette von Droste-H&uuml;lshoff (Vortr&auml;ge, Ausstellungen, Theater- und Musikprogramme), berichtet &uuml;ber Neuerscheinungen und bietet regelm&auml;&szlig;ige bibliographische &Uuml;bersichten.</p>
<p>droste-<a href="http://matthias-mader.de/tag/forschung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with forschung">forschung</a>.de gestaltet einen informativen Knotenpunkt im World Wide Web und versucht, internationale Aktivit&auml;ten zu Annette von Droste-H&uuml;lshoff zusammen zu bringen.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/verweise/neue-verweise-vom-862009/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>strauss und das musiktheater &#8211; ein weites, aber sehr verholztes und ausgelaugtes feld</title>
		<link>http://matthias-mader.de/literatur/strauss-und-das-musiktheater-ein-weites-aber-sehr-verholztes-und-ausgelaugtes-feld/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/literatur/strauss-und-das-musiktheater-ein-weites-aber-sehr-verholztes-und-ausgelaugtes-feld/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Jul 2006 14:24:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[theater]]></category>
		<category><![CDATA[drama]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[inszenierung]]></category>
		<category><![CDATA[libretto]]></category>
		<category><![CDATA[musiktheater]]></category>
		<category><![CDATA[musikwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[partitur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://localhost/wordpress/?p=59</guid>
		<description><![CDATA[sammelb&#228;nde zu besprechen ist meist keine besonders dankbare aufgabe &#8211; das editieren allerdings oft auch nicht. die regelm&#228;&#223;ig &#252;bergro&#223;e zahl der beitr&#228;ge, ihre methodische und thematische vielfalt und oft auch noch ihre stark divergierende qualit&#228;t machen ein einheitliches urteil fast unm&#246;glich. das gilt auch f&#252;r den band &#8222;richard strauss und das musiktheater&#8220;, der die vortr&#228;ge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>sammelb&auml;nde zu besprechen ist meist keine besonders dankbare aufgabe &#8211; das editieren allerdings oft auch nicht. die regelm&auml;&szlig;ig &uuml;bergro&szlig;e zahl der beitr&auml;ge, ihre methodische und thematische vielfalt und oft auch noch ihre stark divergierende qualit&auml;t machen ein einheitliches urteil fast unm&ouml;glich. das gilt auch f&uuml;r den band &#8222;richard strauss und das <a href="http://matthias-mader.de/tag/musiktheater/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with musiktheater">musiktheater</a>&#8220;, der die vortr&auml;ge der gleichnamigen internationalen fachkonferenz in bochum 2001 versammelt. schon der titel zeigt ja an, wie umfassend das spektrum sein wird. zwei dutzend beitr&auml;ge unterschiedlichsten umfangs und erkenntnisdichte f&uuml;llen dann auch gut vierhundert seiten. und die herausgeberin julia liebscher betont auch ausdr&uuml;cklich, das richard strauss aus allen m&ouml;glichen blickwinkeln betrachtet werden soll, im verein mit theater- und filmwissenschaft, mit der librettoforschung und der dramaturgie. den angestrebten &#8222;methodologischen pluralismus&#8220; hebt sie zudem besonders hervor.</p>
<p>ein zweiter leitgedanke, der die meisten arbeiten pr&auml;gt, ist die &uuml;berzeugung von der modernit&auml;t und fortschrittlichkeit sowie der &#8222;universalit&auml;t&#8220; des strauss&#8217;schen oeuvre: &#8222;zweifellos ist strauss als letzter musiker der europ&auml;ischen muikgeschichte zu w&uuml;rdigen, der jene universalit&auml;t der musikalischen kultur repr&auml;sentierte, die in den pluralen kunststr&ouml;mungen und spezialisierungen des 20. jahrhunderts endg&uuml;ltig zerbrochen ist&#8220; hei&szlig;t es in der einf&uuml;hrung von liebscher. den anhaltenden ruhm strauss&#8216; auf diese faktoren zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, hat sich ja in den letzten jahren &#8211; gegen etwa adornos fr&uuml;hes verdikt &#8211; zunehmend durchgesetzt.</p>
<p>der erste teil des bandes ist &#8222;musikalische dramaturgie&#8220; &uuml;berschrieben und widmet sich vor allem den verschiedenen formen der &uuml;berf&uuml;hrung des (theater-)textes in <a href="http://matthias-mader.de/tag/musiktheater/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with musiktheater">musiktheater</a>. und obwohl er damit auf eine lange forschungstradition aufbauen kann, ist er doch insgesamt der schw&auml;chste teil des bandes. die meisten aufs&auml;tze kauen n&auml;mlich blo&szlig; &#8211; teilweise sehr minuti&ouml;s &#8211; die entstehungsgeschichten, die prozesse der zusammenarbeit zwischen librettist und komponist, also die transformationen von theater in oper bzw. <a href="http://matthias-mader.de/tag/musiktheater/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with musiktheater">musiktheater</a>, durch. besondere erkenntnisse erwachsen daraus nicht oder zumindest arg selten. eine deutliche ausnahme ist allerdings j&uuml;rgen maehders gekonnte studie zur &#8222;klangfarbenkomposition und dramatischen instrumentationskunst in den opern von richard strauss&#8220;. diese grundlegende arbeit, eine instrumentationsanalyse in der nachfolge von egon wellesz, macht sich die &#8222;interdependenz von klangfarbe und orchestersatz&#8220; mit der dramaturgischen aktion zu ihrem thema. und genau in dieser schnittmenge begibt er sich auf die suche nach der werkintention &#8211; eine m&uuml;hsame aufgabe. vor allem die einf&uuml;hrung neuer instrumente, die erweiterung und verdichtung des apparates lassen maehder dann strauss als nachfolger und fortsetzer der bem&uuml;hungen richard wagners erkennen &#8211; ein nachfolger, der allerdings weit &uuml;ber seinen vorg&auml;nger hinausreicht. das vordringen in und ausloten von grenzbereichen orchestraler klangfarben wie dem tonh&ouml;henlosen akkord und dem &uuml;bergang zum ger&auml;usch, dem umschwung des verschmelzungsklanges in die verschleierung betonen die fortschrittlichkeit des opernkomponisten: &#8222;durch wechselseitige denaturierung der einzelnen t&ouml;ne erzeugte der komponist das erste &gt;&gt;synthetische ger&auml;usch&lt;&lt; der musikgeschichte, den grenzfall extremen instrumentatorischen raffinements.&#8220; und mit der hilfe einer detaillierten situierung der strauss&#8217;schen techniken in der orchestrationstechnik des fin de siècle kann maehder zu dem schluss kommen, dass mit strauss der abschied von der epigonalen nachfolge des musikdramas aus der &#8222;einsicht in das innerste seiner musikalischen sprache&#8220; vollzogen worden sei.</p>
<p>der zweite teil, &#8222;inszenierung &#8211; darstellung &#8211; gesang&#8220; vesammelt einige &uuml;berlegungen zur auff&uuml;hrungspraxis. joachim herz als praktiker propagiert den begriff der &#8222;werkgerechtigkeit&#8220; anstelle der f&uuml;r ihn unm&ouml;glichen &#8222;werktreue&#8220; und legt anhand der &#8222;frau ohne schatten&#8220; die beweggr&uuml;nde seiner inszenierung dar. dabei kreist er in erster linie um das problem der verst&auml;ndlichkeit &#8211; eine inszenierung solle, so herz, sich darum bem&uuml;hen, text, musik und vor allem die b&uuml;hne, d.h. letztlich die ganze inszenierung besonders zur &#8222;explikation der fabel&#8220; zu nutzen &#8211; im falle seiner &#8222;frau ohne schatten&#8220; w&auml;re das f&uuml;r ihn ein &#8222;hohelied von der ver&auml;nderbarkeit des menschen&#8220;.</p>
<p>peter-michael fischer liefert eine sehr grundlegende und technisch solide arbeit zu den &#8222;anforderungen an die professionelle s&auml;ngerstimme&#8220; und reflektiert dabei vor allem das problem des &#8222;opernmuseums&#8220;: jede zeitepoche hat nicht nur ein anderes stimmideal, sondern auch andere stimmtechnischen f&auml;higkeiten und m&ouml;glichkeiten, die es heute sowohl bei der besetzung als auch bei der interpretation entsprechend zu ber&uuml;cksichtigen gilt. im falle strauss sieht er das besondere in der etablierung eines neuen, aus dem nat&uuml;rlichen sprachduktus entwickelten gesangsstil durch den komponisten, der den belcanto um neue anforderungen &#8211; bedingt durch die erweiterte vertonung von sprache &#8211; erg&auml;nzt. thomas seedorf vervollst&auml;ndigt diese ausf&uuml;hrungen mit seinem beitrag &#8222;kompositorische rollenkonzeption und s&auml;ngerische realisierung&#8220; im wesentlich details. seedorf kann n&auml;mlich anhand der vorbereitung der urauff&uuml;hrungen zeigen, dass strauss, immer der theaterrealit&auml;t verpflichtet, &#8222;im pragmatischen umgang mit dem eigenen werk&#8220; zu gro&szlig;en konzessionen hinsichtlich der details der stimmf&uuml;hrung bereit war, um aus darstellerisch und musikalischen gr&uuml;nden gew&uuml;nschten s&auml;ngerinnen die entsprechenden partien zu erm&ouml;glichen und folgert daraus: &#8222;strauss hat auf seinem urspr&uuml;nglichen ideal nicht bestanden, sondern andere interpretationen zugelassen.&#8220; eine solche, n&auml;mlich die ariadne-inszenierung von jossi wieler und sergio morabito, nimmt sich robert braunm&uuml;ller zum gegenstand. er liefert eine ausf&uuml;hrliche auff&uuml;hrungsanalyse und vergleicht dabei die konkrete inszenierungspraxis mit den vorgaben von strauss &#8211; mit ern&uuml;chterndem ergebnis. &#8222;seit jahren ersch&ouml;pfen sich die meisten inszenierungen in der kontinuierlichen fortf&uuml;hrung einer tradition.&#8220;</p>
<p>von dort aus ist der weg nicht weit zur untersuchung der rezeption(sgeschichte): die im dritten teil versammelten beitr&auml;ge betonen durchweg die flexibilit&auml;t des komponisten hinsichtlich der werktreue &#8211; solange die &#8222;intention&#8220; gewahrt blieb oder ihr damit gar gedient wurde, war strauss zu k&uuml;rzungen und umstellungen, in guten augenblicken sogar zur umarbeitung f&auml;hig.</p>
<p>w&auml;hrend roswitha schl&ouml;tterer-traimer bei ihrer untersuchung der &#8222;musterauff&uuml;hrungen&#8220; unter clemens krauss in m&uuml;nchen immerhin noch so etwas wie eine grundtendenz der inszenierenden interpretation, n&auml;mlich das &#8222;streben nach gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher deutlichkeit&#8220; findet, begn&uuml;gt sich g&uuml;nther lesnig gleich mit einer reinen datensammlung zu den salome-auff&uuml;hrungen in wien, mailand und new york. sonst gl&auml;nzt der dritte, mit &#8222;rezeption&#8220; &uuml;berschriebene teil vor allem durch seine glanzlosigkeit. hans-ulrich fuss kann in seiner untersuchung verschiedner aufnahmen der salome immerhin zeigen, dass es bei strauss nicht immer sinnvoll ist, m&ouml;glichst exakt zu spielen: bestimmte texturen fordern die undeutlichkeit als eigenst&auml;ndiges &auml;sthetisches attribut &uuml;berhaupt erst heraus. und martin elste macht sich einige gedanken &uuml;ber den unterschied einer oper als tonaufnahme oder als theater: grundverschiedene tempi-notwendigkeiten f&uuml;r entsprechende dramaturgische effekte fordert er etwa. vor allem aber: &#8222;das blo&szlig;e h&ouml;ren einer oper kommt dem eintauchen in eine traum-, in eine scheinwelt gleich&#8220; &#8211; und konstantiert dann noch wenig &uuml;berraschend: &#8222;oper von schallplatte wird prim&auml;r als absolute musik geh&ouml;rt.&#8220; das verbindet er &#8211; ein wenig paradox &#8211; mit der quasi-nat&uuml;rlichen bevorzugung der sprache, d.h. der gesangsstimmen bei tonaufnahmen. er sieht dann darin auch eine nahezu ideale rezeptionsweise der oper &#8211; befreit von allen nebens&auml;chlichkeiten, als purer akustischer traum. das scheint mir aber dann doch ein arger fehlschluss, der viel zu stark von der pers&ouml;nlichen faszination des autors durch opernaufnahmen ausgeht &#8211; es gibt ja durchaus auch rezipienten, die opern mehr oder weniger ausschlie&szlig;lich in der kombination aus akustischen und visuellen reizen genie&szlig;en k&ouml;nnen.</p>
<p>anderes schlie&szlig;lich sammelt sich unter der rubrik &#8222;trivia&#8220;: richard strauss&#8216; leben und werke sind ja nicht ganz unerforscht. da kann man sich also auch durchaus mal auf nebenschaupl&auml;tzen tummeln und dort nach interessantem material suchen. der ertrag l&auml;sst freilich wiederum meist zu w&uuml;nschen &uuml;brig. und dennoch, schlie&szlig;lich ist strauss&#8216; werk auch noch nicht wirklich umfassend und detailliert untersucht &#8211; da b&ouml;ten sich durchaus noch m&ouml;glichkeiten f&uuml;r interessante analysen &#8211; die allerdings auch zeitgem&auml;&szlig;e methoden erforderten. aber damit hat, und das zeigt dieser band in seiner gesamtheit eben auch, die musikwissenschaft nicht immer die gl&uuml;cklichste hand: das meiste hier vesammelte ist in dieser hinsicht vor allem hochgradig unspektakul&auml;r, unbedarft bis unreflektiert und arbeitet mit altmodischer, teilweise auch einfach unzureichender methodik. dass etwa die musik strauss &#8222;an der lebendigen auff&uuml;hrung orientiert&#8220; und &#8222;auf unmittelbar sinnliche gegenwart&#8220; ausgerichtet ist (hans-ulrich fuss), wird zwar wiederholt angemerkt, schl&auml;gt sich in den analysen aber erstaunlich wenig nieder. vermutlich ist genau das einer gr&uuml;nde, warum die erforschung der musiktheaterproduktion richard strauss&#8216;, wie sie dieser band pr&auml;sentiert, oft so bieder und altbacken wirkt.</p>
<p>julia liebscher (hrsg.): richard strauss und das <a href="http://matthias-mader.de/tag/musiktheater/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with musiktheater">musiktheater</a>. bericht &uuml;ber die internationale fachkonferenze bochum, 14. bis 17. november 2001. berlin: henschel 2005.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/literatur/strauss-und-das-musiktheater-ein-weites-aber-sehr-verholztes-und-ausgelaugtes-feld/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
