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	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; finanzsystem</title>
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	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.</description>
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		<title>testlese: &#8222;das war ich nicht&#8220;</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 20:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[tubuk, dieser sympathische buchvertriebe/buchhandel, der stolz darauf, &#8222;nicht jedes buch&#8220; zu verkaufen &#8211; es ist n&#228;mlich ein versuch diverser klein- und kleinstverlage (die sich auf sogenannte &#8222;junge&#8220; literatur konzentrieren), sich besser zu vermarkten &#8211; hat eine sch&#246;ne aktion, bei der jeden monat meist zehn b&#252;cher an sogenannte &#8222;testleser&#8220; verlost werden: die bekommen dann ein aktuelles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://tubuk.com/" target="_blank" class="liexternal">tubuk</a>, dieser sympathische buchvertriebe/buchhandel, der stolz darauf, &#8222;nicht jedes buch&#8220; zu verkaufen &#8211; es ist n&auml;mlich ein versuch diverser klein- und kleinstverlage (die sich auf sogenannte &#8222;junge&#8220; literatur konzentrieren), sich besser zu vermarkten &#8211; hat eine sch&ouml;ne aktion, bei der jeden monat meist zehn b&uuml;cher an sogenannte &#8222;<a href="http://tubuk.com/pages/special" title="testlsen" target="_blank" class="liexternal">testleser</a>&#8220; verlost werden: die bekommen dann ein aktuelles buch aus einem der teilnehmenden verlage geschenkt &#8211; zum testlesen eben. denn <a href="http://matthias-mader.de/tag/tubuk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with tubuk">tubuk</a> versucht, nicht nur b&uuml;cher zu verschicken, sondern auch so etwas wie eine &#8222;community&#8220; aufzubauen.<br />
diesen monat war ich dabei: kristof magnussons &#8222;das war ich nicht&#8220; bekam ich zum testen. keine offenbarung, um da vorwegzunehmen. aber nette abend-lekt&uuml;re und das meine ich sonst noch so dazu:</p>
<p>b&uuml;cher &uuml;ber das wirtschaftsleben, sein funktionieren und seine probleme zu schreiben, scheint wirklich schwer zu sein. viele gute gibt es davon nicht. und der bereich der <a href="http://matthias-mader.de/tag/banken/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with banken">banken</a> und anderen finanzdienstleistungen insbesondere der gegenwart ist davon besonders getroffen. das ist alles inzwischen viel zu kompliziert, komplex und weit entfern vom t&auml;glichen erfahrunghorizont der leser. insofern ist magnussons &#8222;das war ich nicht&#8220; ein ehrenwerter versuch. besonders weit kommt er aber auch nicht.</p>
<p>sein plot hat viel von einem laborversuch: drei personen, drei schicksale, die &#8211; nat&uuml;rlich &#8211; eng miteinander verwoben sind und immer enger in kontakt treten und aufeinander einwirken. da ist meike, die &#8222;lit. &uuml;bersetzerin&#8220; von zun&auml;chst groschenromanen und jetzt genau einem amerikanischen autor, die gerade aus hamburg und ihrer beziehung nach friesland gefl&uuml;chtet ist. dann jasper, auch ein deutscher aus bochum, der in chicago bei irgend einer bank irgend etwas handelt. und der ebenfalls in chicago lebende henry &#8211; genau der autor, den meike &uuml;bersetzt. und der nicht mehr schreibt. so. mit allerlei verwicklungen verheddern sich diese drei lebensl&auml;ufe also ineinander, jasper gelingt es mehr oder weniger aus versehen und nebenbei, seine bank in den konkurs zu treiben. und am schluss sind alle happy in friesland versammelt. aber der schluss ist eh&#8216; das schw&auml;chste &#8211; absolut hervorsehbar und ewig herausgez&ouml;gert. sp&auml;testens seit jaspers flucht wartet man als leser eigentlich nur noch darauf, dass das ende jetzt auch kommt. wie gesagt: das ist ein ganz netter roman, halbwegs ordentlich geschrieben ohne besondere stilistische anspr&uuml;che, mit einigen verloren herumstehenden glanzlichtern. &uuml;brigens gelingt es auch magnusson nicht, das finanzwesen, den handel mit optionen etc., wirklich zum thema zu machen &#8211; auch wenn er es versucht. aber das werden dann nur recht trockene belehrungen, die fast st&ouml;ren. denn eigentlich geht es ihm ja doch nur um sein figurentrio.</p>
<p>in der nzz gibt es eine <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/hoechststrafe_happy_end_1.4978649.html" title="nzz-rezension" target="_self" class="liexternal">erste rezension</a> &#8211; sehr angetan ist roman bucheli.</p>
<p><strong>kristof magnusson: </strong><em>das war ich nicht.</em> M&uuml;nchen: Kunstmann 2010.<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/cfe01e913d604de7bfadadb537a1ec4e" width="1" height="1" alt=""></p>
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