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	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; felix mendelssohn bartholdy</title>
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	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.</description>
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		<title>Stimmung und Kontrapunkt</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 13:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Willkommen in unserer Sauna“ werden die Besucher des mainzer musiksommers in der Villa Musica begr&#252;&#223;t: Im Sommer heizt sich deren kleiner Konzertsaal kr&#228;ftig auf. Aber so hei&#223; wurde es dann gar nicht. Auch nicht musikalisch – das Duo Arp/Frantz blieb gelassen und lie&#223; sich von den hohen Temperaturen nicht &#252;berw&#228;ltigen. Ein interessantes Programm haben die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Willkommen in unserer Sauna“ werden die Besucher des <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainz-klassik.de/content/view/14/14/" title="musiksommer" target="_blank">mainzer musiksommers</a></span> in der <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.villamusica.de" title="Villa Musica" target="_blank">Villa Musica</a></span> begrüßt: Im Sommer heizt sich deren kleiner Konzertsaal kräftig auf. Aber so heiß wurde es dann gar nicht. Auch nicht musikalisch – das Duo Arp/Frantz blieb gelassen und ließ sich von den hohen Temperaturen nicht überwältigen.</p>
<p>Ein interessantes Programm haben die beiden jungen Musiker mitgebracht: Sie kontrastieren Werke für Cello und Klavier von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy. Das passt — immerhin war Mendelssohn Bartholdy ein großer Verehrer Bachs. Davon kann man aber an diesem Abend nur wenig hören. Denn den beiden Musikern geht es nicht darum, zu zeigen, wie geschickt der Romantiker kontrapunktisch arbeitet oder Reverenzen an die Musikgeschichte in seine Kammermusik einbaut. Sie wollen vor allem die Stimmung herbeiholen.</p>
<p>Das macht sich schon gleich zu Beginn, in den „Variations Concertantes“, einem knappen Jugendwerk des fast zwanzigjährigen Komponisten, bemerkbar. Julian Arp und Caspar Frantz spielen das als vergnügliche, kunstvoll gearbeitete Unterhaltung im kleinen Rahmen: Weich perlend verströmen die Variationen gute Laune und zeigen sich dabei als Musik, die nicht viel will – oder zu wollen scheint. Wesentlich deutlicher — und vielschichtiger — wird es aber in Mendelssohn Bartholdys zweiter Sonate für Violoncello und Klavier, in der das Duo die ganze Bandbreite der Gefühle ausschöpft.</p>
<p>Stimmungsvoll spielt das Duo auch zwei Sonaten von Bach. Was anderes bleibt ja auch kaum übrig, bei der doppelten Fehlbesetzung: Bach hat diese Sonaten der Gambe und dem Cembalo zugedacht, nicht dem Cello und Klavier. Dass es jetzt so ganz anders klingt, macht aber wenig. Vor allem bei der zweiten Sonate hat das die neue Klangpracht durchaus Vorteile. Vom zarten, vorsichten Beginn bis zum kraftvollen Ende entsteht dabei eine kleine Geschichte der Bewegung. Am Anfang noch ganz zurückhaltend, vorsichtig tastend die Fühler ausstreckend — ein Aufbruch ins Ungewisse. Das Duo bekommt aber bald Boden unter den Füßen, mit dem zweiten Satz wird der Schritt fest und zuversichtlich. Der dritter Satz erscheint dann als verträumtes Spazieren, fast ein Schlafwandeln, ein Schlendern ohne Ziel und Not. Der Schluss wiederum ist die höchste Form der Bewegung, ganz vom Nutzen befreit: Das Tanzen, neckisch, mit sicher gesetzten Pointen. Dabei sind Arp und Frantz nie effekthascherisch. Denn die Klangverbindung zwischen Cello und Klavier ist eng, fast symbiotisch. Man hört in beinahe jedem Moment, dass sie sich aus gutem Grund „Duo“ nennen: Sie müssen sich nicht einmal mehr ansehen, so gut wissen sie um die Reaktion des Partners. Und das hört man nicht nur in der technischen Souveränität, sondern auch im Gleichklang der Farben und Schattierungen.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>.)</p>

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		<title>Ein feines Streichquartett. Und ein Klavierquintett</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 10:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So etwas nennt man wohl „Romantik pur”: Die Villa Musica w&#228;hlt nicht nur bei den Spielorten romantische Erlebnisse, sondern auch beim Konzertprogramm. Zumindest f&#252;r die Er&#246;ffnung der „Musik in Burgen und Schl&#246;ssern”. Das Eisler-Quartett setzte den Auftakt f&#252;r die zwanzigste Spielzeit n&#228;mlich mit zwei wesentlichen Werken den Romantik: Dem e-Moll-Streichquartett aus Opus 44 von Felix [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->So etwas nennt man wohl „Romantik pur”: Die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.villamusica.de" title="Villa Musica" target="_blank">Villa Musica</a></span> wählt nicht nur bei den Spielorten  romantische Erlebnisse, sondern auch beim Konzertprogramm. Zumindest für die Eröffnung der „Musik in Burgen und Schlössern”. Das Eisler-Quartett setzte den Auftakt für die zwanzigste Spielzeit nämlich mit zwei wesentlichen Werken den Romantik: Dem e-Moll-Streichquartett aus Opus 44 von Felix Mendelssohn Bartholdy und Antonín Dvořáks Klavierquintett in A-Dur.</p>
<p>Mendelssohns Streichquartett ist schon deshalb eine gute Wahl, weil es fast in Mainz entstand – auf der Hochzeitsreise des jungen Musikers, inspiriert von den romantischen Landschaften des Rheins und seiner Städte. Die hierbei ausgedachte Musik gibt sich oft sehr zauberhaft, auch in ihren undurchdringlich scheinenden, verschleierten Formen. Dazu passt die beinahe undurchschaubare Entstehungsgeschichte, weil der Komponist immer und immer wieder geändert und verbessert hat.</p>
<p>Davon, von diesen Verwirrspielen, hört man in der Villa Musia vom Eisler-Quartett naturgemäß nichts. Was man aber hört, ist die Inspiration und die Lebensfreude ihres Schpfers. Das Berliner Quartett verliert sich allerdings nicht im romantischen Gefühlsreigen, sondern strebt hörbar nach Klarheit. Deshalb spielen sie die Mendelssohnsche Schöpfung auch mit dichtem Klang, ganz eng verwebt und mit sehr genau ausgearbeiteten Übergängen. Dabei klingen sie zugleich forsch, fast unbekümmert – aber auch das scheint nur so und verrät eher große Kunst als Nachlässigkeit.</p>
<p>Dvo<span style="font-family: 'Liberation Serif', 'Times New Roman', serif;">ř</span>áks Klavierquintett hat ebenfalls eine kuriose Entstehungsgeschichte: Entweder wollte er ein Jugendwerk verbessern oder konnte die alten Noten nicht finden – jedenfalls schrieb Dvo<span style="font-family: 'Liberation Serif', 'Times New Roman', serif;">ř</span>ák kurzerhand in wenigen Tagen ein neues Quintett. Egal warum, das ist auf jeden Fall ein Glück für uns, weil sich das Eisler-Quartett nun mit Kallle Randalu am Klavier daran erfreuen kann. Und nicht nur bei den Musikern ist die Freude über das eigene Tun groß, auch beim Publikum.</p>
<p>Grund dafür gibt es mehr als genug: Wuchtig, aber nie schwerfällig, mit lebendiger Konzentration auf das Wesentliche demonstrieren sie kraftvoll, wie vielfältig Dvo<span style="font-family: 'Liberation Serif', 'Times New Roman', serif;">ř</span>áks Musik sein kann.</p>
<p>Traurig und heiter, locker und schwärmerisch, nachdenklich und ausgelassen – sie reizen die Palette der komponierten Emotionen weit aus. Und ihnen gelingt dabei ein kleines Kunststück, das gar nicht so klein ist: Sie schaffen es nämlich, ihr genau überlegtes Musizieren so klingen zu lassen, als ob sie die Partitur gerade vollkommen neu entdecken würden. Hier herrscht vom ersten Ton bis zum Schlussakkord eine unverstellte Lebendigkeit und freudige Bewegung vor. Genau von dieser inspirierenden Wirkung müssen auch die Romantiker geträumt haben.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>.)</p>

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		<title>brahms mal anders. aber ganz anders.</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 18:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein ganz normales Orchesterkonzert im Staatstheater: Etwas von Carl Maria von Weber, dann das Violinkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy und am Schluss noch die erste Sinfonie von Brahms. Aber irgend etwas ist anders heute – die Musiker sind alle so jung, den Solisten eingeschlossen. Ach so, das ist das Abschlusskonzert der Musikhochschule – das erkl&#228;rt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Ein ganz normales Orchesterkonzert im Staatstheater: Etwas von Carl Maria von Weber, dann das Violinkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy und am Schluss noch die erste Sinfonie von Brahms. Aber irgend etwas ist anders heute – die Musiker sind alle so jung, den Solisten eingeschlossen. Ach so, das ist das Abschlusskonzert der Musikhochschule – das erklärt natürlich die radikale Verjüngung. Nicht aber die professionelle Souveränität, mit der das Orchester hier im Kleinen Haus spielt. Denn das Programm und das Dirigat Wolfram Koloseus’ waren alles andere als ein Schonprogramm.</p>
<p>Am Beginn stand also Musik von Carl Maria von Weber: Die Ouvertüre und zwei Szenen aus dem Freischütz genau gesagt. Das war eine etwas seltsame Erfahrung. Mysteriös gespenstig entfaltete Schauerromantik im Orchester und szenische Andeutungen der jungen Sänger. Klanglich fein abgeschmeckt und auch auf authentische Wirkung ausgerichtet mit den Natur-Blechblasinstrumenten und dem vibrierenden Grundrhythmus. Aber dann brechen die elektronisch verstärkten und auch verfremdeten Singstimmen in die feinsinnige Klangwelt ein – das muss man wohl nicht verstehen. Doch sehr dramatisch ist das alles, vor allem die Wolfsschlucht-Szene mit Danilo Tepsa, Calin Cozma und Florian Küppers.</p>
<p>Mit sehr viel Freude am virtuosen Spiel stürzt sich Igor Tsinman dann in Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert in e-Moll. Er kann sich das aber auch leisten, sicherer Techniker er er ist.</p>
<p>Klar und dicht, in den meisten Teilen sehr unsentimental spielt er – das ist einfach Musik pur, mal wild, mal gedankenverloren träumend. Aber immer jugendlich unbekümmert. Schade nur, dass die robuste Prägnanz des Solisten das fließend begleitende Orchester ganz unverdient in den Hintergrund drängt.</p>
<p>Das kan dafür noch mit der abschließenden ersten Sinfonie von Johannes Brahms ganz alleine brillieren. Das erregte Pulsieren des Anfang setzt sich hier unentwegt fort, im nervösen Hin und Her, in der Unruhe der ständigen Bewegung und der permanenten Unsicherheit der unausgesetzten Hinterfragung aller Positionen und Werte. So, wie Wolfram Koloseus das hier entwickelt, klingt das viel moderner und gegenwärtiger, richtiggehend dekonstruktivistisch eigentlich, als gewöhnlich bei Brahms. Diese Haltung setzt sich dann durch die ganze Sinfonie hindurch fort. So richtig aufblühen kann sie dadurch nie. Auch wenn sich das Orchester redliche Mühe gibt und mit erstaunlicher Klangkultur und großem Engagement durchaus einige Teilerfolge erlangen kann, bleibt es befremdlich. Das Tempo dieser fiebrigen Hast ist immer sehr bemüht und wirkt mehr konstruiert als empfunden. Insgesamt gibt das dann eine oft dämonische, bis zum Wahnsinn aufgetürmt rasende und zerfetzte Sinfonie – eine echte Überraschung.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)</p>

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		<title>bunte mischung: haydn, mendelssohn bartholdy &amp; korngold</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 23:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist heute kaum mehr vorstellbar: Da schreibt ein Komponist, technisch und ästhetisch auf der Höhe der Zeit, ein kongeniales, komplexes Cellokonzert – als Filmmusik für eine Hollywood-Produktion. Erich Wolfgang Korngold gelang 1946 das Kunststück, nicht nur Irving Rappers „Deception” zu vertonen, sondern damit auch noch ein Solokonzert zu schreiben, das ausgezeichnet ohne den Film funktioniert. Zumindest, wenn es einen fähigen und engagierten Interpreten findet. So jemanden wie den jungen Cellisten Daniel Müller-Schott, der beim vierten Meisterkonzert in der Rheingoldhalle, vehement für diese Musik warb.</p>
<p>Korngolds Musik klingt immer nach Hollywood – nicht, weil er sich populär angebiedert hätte. Sondern weil er in den vierziger Jahren den Sound der Filme maßgeblich prägte. Mit seinen ausgefeilten, trickreichen Instrumentationen, mit seiner flexiblen Handhabung klassischer Formen, mit seiner Einfallsvielfalt – und all das prägt auch das Cellokonzert. Das gibt Müller-Schott viel Raum, sich als Musiker mit vielen Möglichkeiten und Facetten zu präsentieren: Er kann sein Cello wunderbar schmachten lassen, ohne kitschig zu werden. Er kann aber auch ganz unvermittel heftig attackieren und mit feurigem Elan rasen. Er kann aber auch, und das prägt sein Spiel sehr stark, nachdenklich und sehr verständig emotionale Wärme mit analytischer Klarheit verbinden. So gleitet er, sanft begleitet von der Rheinischen Philharmonie aus Koblenz unter Daniel Raiskin, von Stimmung zu Stimmung, von aufbrausendem Überschwang zu zurückhaltender Traumseligkeit.</p>
<p>Seine gradlinige, fest positionierte Spielweise hatte auch schon das D-Dur-Konzert von Joseph Haydn geprägt und stark gemacht. Denn noch mehr als bei Korngold ließ Müller-Schott die Ecken und Kanten der Musik an ihrem Platz. So konnte er eine wunderbar entschlackte, pointierte Spielart des Konzertes entwickeln, die in seinem minimal angerauhten, knackigen Ton sehr lebendig wurde. Lebendiger jedenfalls als der Orchesterpart, der stets etwas arg stromlinienförmig, ein bisschen zu glatt daherkam.</p>
<p>Leider änderte Raiskin das auch für Felix Mendelssohn Bartholdys dritte Sinfonie nicht mehr wesentlich. Die „Schottische“ entfaltete mit der Rheinischen Philharmonie zwar durchaus ihren Effekt. Mit mehr klanglicher Klarheit wäre aber noch viel mehr möglich gewesen. So blieb es bei einer soliden Aufführung, die weder das Potenzial der Sinfonie noch das des Orchesters voll ausreizte.</p>

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		<title>mendelssohn bartholdy im dreierpack</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 19:24:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">die semestereröffnung nahmen die dozenten lieber selbst in die hand ;-) mit recht. es wurde nämlich ein ziemlich schönes, überraschend gutes konzert — obwohl die ja nicht regelmäßig als ensemble zusammenspielen, fanden sie zu einer sehr starken, gelungenen einheit:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Kraft und Sensibilität sind zwei Elemente, die sich in der Musik Felix Mendelssohn Bartholdys zu einer ganz besonderen Einheit verbinden. Das macht dieses Jahr, in dem sein 200. Geburtstag ausgiebig gefeiert wird, mit seinen vielen, vielen Aufführungen sehr deutlich. Auch die Hochschule für Musik wollte da nicht hintenanstehen und hat zur Eröffnung des Wintersemesters mit einem reinen Jubiläumsprogramm in ihren Roten Saal geladen. Und als wäre es geplant gewesen, haben die drei Dozenten um Manuel Fischer-Dieskau, der mit diesem Abend zugleich auch seine neue Veranstaltungsreihe „Campus Concerts“ startet, mit gerade einmal drei Werken ganz viel von der Bandbreite des Mendelssohnschen Schaffens vorgeführt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Fischer-Dieskau, von Connie Shih am Klavier begleitet, eröffnet mit der zweiten Cello-Sonate: Ein kraftvoll bis stürmisches Drängen, sehr spannungsgeladen und dramatisch inszeniert, mit Effekt und Aplomb gespielt. Dagegen wirkte dann die eigentlich unfertig gebliebene, in verschiedenen Versionen überlieferte Violinsonate in F-Dur abgeklärt und subtil. Das lag natürlich auch an der lockeren Lässigkeit, mit der sich die Geigerin Anne Shih der Musik fast widerstandslos auslieferte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das war zwar sehr niveauvoll, verblasste vor dem zweiten Teil aber sehr. Je länger man diesen drei Musikern nämlich beim ersten Klaviertrio aus Mendelssohn Bartholdys Feder lauschen durfte, desto klarer wurde es: Dies hier war der eigentliche Anlass, das eigentliche Ziel des Konzertes. Ein rauschender Höhepunkt war das, der die Interpreten selbst ganz begeisterte – und das zu Recht. Denn ihnen gelang das kleine Kunststück, zugleich sehr konkrete und sehr entrückte Musik zu machen: Inhaltlich sehr genau – aber meilenweit entrückt vom grauen Alltag, von den Banalitäten des Lebens glitten sie fast wie im Traum in weicher Harmonie und organischer Klangentfaltung durch die Mischung aus intensiver Spannung und wohliger Geborgenheit. Aber sie blieben eben doch immer mindestens mit einem Fuß auf dem Boden der Tatsachen. Nie wichen sie ganz und gar in das Reich der Feen aus – was das Trio zumindest in den Mittelsätzen durchaus erlaubt hätte. Nein, hier bleibt das ein formvollendet Psychogramm einer unruhigen, suchenden Seele. Aber eben immer einer wirklichen Seele, nicht einer fiktiven Traumperson. Dadurch, in dieser Kombination, wird das Trio ganz nahegehend und anrührend. Selbst wenn sie durchweg diesseitige Musik machen: Sie wird ihnen nie banal. Nur müssen weder sie noch Felix Mendelssohn Bartholdy hier Transzendenzen bemühen: Die reine Kraft der romantischen Musik, ihre energische Wiederbelebung, der Mut sowohl zum derben Strick als auch zum zartesten Klangtupfer eröffnet ein gewaltiges Feld – das übergroße Reich der empfindenden Seele mit ihren kraftvollen Empfindungen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)</p>

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		<title>kammermusikalische europareise</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 19:55:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[so richtig habe ich den zusammenhang des programms ja nicht verstanden: haydn — hindemith — mendelssohn bartholdy: viel gemeinsamkeiten gibt es da nicht … ganz nett war’s aber trotzdem, das war ja zu erwarten in der Villa Musica ;-). also, los gehts: Sanft weht die zarte Cellomelodie durch den Salon im ersten Stock, flutet durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>so richtig habe ich den zusammenhang des programms ja nicht verstanden: haydn — hindemith — mendelssohn bartholdy: viel gemeinsamkeiten gibt es da nicht … ganz nett war’s aber trotzdem, das war ja zu erwarten in der <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.villamusica.de" title="Villa Musica" target="_blank">Villa Musica</a></span> ;-). also, los gehts:</p>
<p>Sanft weht die zarte Cellomelodie durch den Salon im ersten Stock, flutet durch das Treppenhaus und das ganze Anwesen, mitfühlend verfolgt von der Violine und zart untermalt von der Klavierstimme: Die Villa Musica ist aus dem Sommerschlaf erwacht.</p>
<p>Ganz angemessen geschieht das mit einem Konzert des hauseigenen Ensembles Ville Musica, also den routinierten Meistern der Kammermusik, die hier nicht nur ihre Erfahrung und ihr Wissen an junge Künstler weitergeben, sondern auch das Publikum an ihrem Können teilhaben lassen.</p>
<p>Das lässt sich gefallen. Denn aus der Sommerpause kommt das Ensemble, das ja nur lose gefügt ist und in verschiedenen Besetzungen arbeitet, mit frischem Elan zurück. Flott, fast unbekümmert, mit knackiger Frische und der ensembletypischen Mischung aus Genauigkeit und Lässigkeit, aus Gemeinsamkeit und individueller Überzeugungskraft an jedem Instrument lassen sie Haydns Klaviertrio Nr. 42 in C-Dur, eines der späten Meisterwerke nach seiner zweiten Englandreise, sehr, sehr lebendig werden. Gewiss, eine Mindestdistanz bleibt immer spürbar, das kann man vor allem im Andante sehr gut merken, so ganz haben sie sich dieses Trio nicht zu eigen gemacht. Aber dann blitzt doch wieder der Schalk zwischen den Saiten hervor – zumindest einen kleinen, aber häufigen Erscheinungen.</p>
<p>Dieses frische Musizieren, die unverbrauchte Interpretation kann man auch in Paul Hindemiths Klarinettenquartett deutlich spüren. Forsch und tatendurstig stoßen die Vier hier ein ums andere Fenster in andere Welten auf, lassen Einblicke in Traum und Imagination zu, ermöglichen das unbeschwerte Schweifen im Reich der Vorstellung. Mit immer neuen, energischen Schüben sorgen sie dafür, dass jeder die Gelegenheit bekommt, diese Grenze zu überschreiten und hinüber zu schauen in die Welt der Kunst. Dazu mischen sie den pfiffigen Witz Hindemiths, seine weiten Melodien und schroffen Klangballungen mit großer Ausdauer und feinem Gespür für die wohlgeformte Dramaturgie. Und genau das macht Felix Mendelssohn Bartholdys erstes Klaviertrio am Schluss des Konzertes zum Hit des Abends. Denn das Konzertfinale gelingt dem Ensemble eindeutig am besten, am lebendigsten und intensivsten. Patrick Demenga lässt sein Cello hier noch einmal besonders weich und bestimmt brummen, Muriel Cantoreggi geigt auf– und herausfordernd, drängt spielerisch immer wieder voran. Und Yuka Imamine am Klavier gibt ihre feine Zurückhaltung wenigstens teilweise auf. Die Mittelsätze erzählen so zart und quirlig feingesponnene Elfengeschichten – typisch Mendelssohn Bartholdy eben. Und die Rahmensätze binden das in großer Offenheit, vom Ensemble Villa Musica mit Gespür für die richtige Dosis Größe und Majestät, klangliche Abrundung und lebendige Nuancierung realisiert, prächtig und klangvoll zusammen.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)</p>

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		<title>sch&#246;nheit in gro&#223;: mendelssohn bartholdys elias</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 22:27:21 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die große Bühne der Phönixhalle ist voll gefüllt. Dicht an dicht stehen und sitzen die Studenten in Chor und Orchester des Collegium Musicums der Universität. Denn Felix Mendelssohn Bartholdy verlangt vollen Einsatz und große Massen für sein Oratorium „Elias“. Und obwohl die Zahl der Mitwirkenden hier noch lange nicht an die der Uraufführung heranreicht, kommt der „Elias“ in diesem Semester-Abschlusskonzert ziemlich großartig und mächtig daher. Das hindert den Dirigenten Joshard Daus aber überhaupt nicht daran, auch den Details ausreichend Aufmerksamkeit zu schenken.<br />
Dieser „Elias“ ist also schön, über weite Strecken sogar wunderschön. Aber er ist einfach nur schön. Das ist zwar eigentlich großartig. Und auch überhaupt keine einfache Leistung. Dass aber dennoch etwas fehlt, merkt man an einigen Stellen. Etwa an den Soli von Ulf Bästlein, der geschmeidig und volltönend einen wunderbar emotionalen Elias gibt, der  durchaus auch mal am fehlenden Glauben seines Volkes verzweifeln kann. Oder auch an der eleganten Leichtigkeit der Engelsmusik von Fionnuala McCarthy. Das ist nämlich genau die Trennungslinie zwischen den Solisten (außerdem noch die solide Altistin Claudia Rüggeberg und der etwas verwaschen klingende Tenor Julio Fernández) und den Ensembles, vor allem dem Chor: Daus kümmert sich nicht besonders um die religiösen Inhalte. Ihm scheint es im Gegensatz zu seinen Solisten vor allem um die reine Musik zu gehen, ihre klangliche Gestalt führt er immer wieder auf Hochglanz poliert vor.<br />
Das kann Daus ausgezeichnet. Und auch delikate Stimmungen evozieren. Aber was ihm weniger gelingt, das ist die weiter umfassende Spannung, die Dramaturgie des gesamten Oratoriums. Zwar bemüht er sich um zügig-fließende Tempi und dichte Anschlüsse der einzelnen Sätze und Nummern, verpasst dabei aber immer wieder eigentliche Höhepunkte. Dort, wo die Musik klein und leicht, detailreich und schwebend sein kann und soll, dort hat er seine größten Stärken. Er lässt seine Musiker zwar immer wieder Anlauf nehmen für den nächsten Spannungsgipfel – aber die letzten Meter verweigert er ihnen dann gerne.<br />
Keinen Abbruch tut das dem Engagement und der Leistung der Studenten. Vor allem der Chor zeigt sich wieder einmal als Wachs in den Händen Daus’. Weich und geschmeidig, kompakt und erstaunlich beweglich folgt er ihm sehr bereitwillig für zwei Stunden große und reine Musik<br />
(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)</p>

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		<title>stark im glauben und in der musik: paulus im dom</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Dec 2008 23:22:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Paulus-Jahr, Komponisten-Jubiläum, Weihnachten – Anlässe gibt es mehr als genug, Felix Mendelsson-Bartholdy Oratorium „Paulus“ jetzt aufzuführen. Aber eigentlich ist der beste Grund ja schon, dieses große Werk überhaupt zum Klingen zu bringen. Vor allem, wenn man sich darauf so ausgezeichnet versteht wie Domkapellmeister Mathias Breitschaft – dann braucht man wirklich keinen äußeren Anlass mehr. Die Erwartungen der vielen Mainzer – selbst Stehplätze waren schon knapp – wurden im Dom also bestimmt nicht enttäuscht.<br />
Von Anfang bis Ende, von der Steinigung des Stephanus über die Wandlung des Saulus zum Paulus bis zum Abschied des Märtyrers von seiner Gemeinde zeichnete Breitschaft mit den Domchören und dem Mainzer Kammerorchester eine intensive Klanggeschichte des sicheren Bestehens im Glauben. Der Hauptakteur dabei war – wenig überraschend an diesem Ort – die Chöre, also vor allem die Domkantorei mit den verstärkenden Männerstimmen des Domchores. Die gaben nämlich den entscheidenden Kick, bereiteten mit ihrer nachdrücklichen Präsenz ein ausgezeichnetes Klangfundament.<br />
Breitschaft führte seine Musiker in dramatischer Aufladung genau und diszipliniert, mit klar gezeichneten Strukturen und deutlichen Höhepunkten in den weiten Bögen – so macht das richtig viel Freude. Und außerdem gelang ihm noch etwas Besonderes: Zwei Chöre schienen sich in den Kehlen der Sänger zu verstecken. So völlig verschiedenen klang das in den Chörsätzen einerseits und den Chorälen andererseits. Indem Breitschaft diesen Unterschied aber so deutlich markierte und gleichzeitig auch die Verbindung zwischen allen Teilen des Werkes besonders stärkte, erschien das nicht gerade knappe Oratorium hier wie aus einem Guss.<br />
Das Solistenquartett spielte oder sang dabei wunderbar mit, vor allem der kräftige Sopran von Kaja Bördner und der stark ausdifferenzierte Bariton Johannes Kösters als Paulus.<br />
In der Verbindung mit den ausgefeilten Chorpassagen und gerade ihrer klanglichen Festigkeit betonte Breitschaft damit ganz besonders die personale, individuelle Seite des Glauben, die Erfahrung Gottes. Diese Gewissheit der religiösen Grundlage macht das Paulus-Oratorium so anrührend – selbst Atheisten muss so eine überzeugende Darbietung zumindest Respekt entlocken.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)</p>

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		<title>musik, den glauben zu festigen: voces cantantes in st. stephan</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 10:48:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfangs lag noch ein sanfter blauer Schimmer &#252;ber dem Kirchenraum. Doch bald schon schwand jede Au&#223;enwelt ganz und gar dahin. Das lag nicht nur an der einbrechenden Dunkelheit, sondern vor allem an dem, was in der Kirche passierte. Denn reiner Chorklang eroberte den Raum, machte ihn sich zu eigen: St. Stephan feierte das 30-j&#228;hrige Jubil&#228;um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfangs lag noch ein sanfter blauer Schimmer über dem Kirchenraum. Doch bald schon schwand jede Außenwelt ganz und gar dahin. Das lag nicht nur an der einbrechenden Dunkelheit, sondern vor allem an dem, was in der Kirche passierte. Denn reiner Chorklang eroberte den Raum, machte ihn sich zu eigen: St. Stephan feierte das 30-jährige Jubiläum der Chagall-Fenster mit einem Konzert der Voces Cantantes.<br />
Und mit einer passenden Auswahl Musik: Werke, die zwar immer wieder ein Außen mit sich bringen, im Kern aber ganz auf sich selbst konzentriert bleiben hatte sich Alexander Süß für seinen Kammerchor ausgesucht. Denn in allem, was hier erklang, geht es nicht um die Welt, sondern um Gott, um den Glauben und die Zweifel der Christen – egal ob mit Musik aus der Renaissance oder der Romantik, egal ob nun Jacobus Gallus, Johannes Brahms oder Felix Mendelssohn Bartholdy christliche Texte vertonen.<br />
Der Kern des Konzertes waren einige der vielen Psalmvertonungen von Mendelssohn Bartholdy. Und die trugen hier schon so viel Vielfalt in sich, dass sie allein schon ausgereicht hätten. Denn die Voces Cantantes bemühten sich sehr und mit hörbarem Erfolg um eine passende Klanggestalt für jeden Satz, fast sogar für jedes Wort. Immer wieder suchte — und fand — Alexander Süß die treffendste Ausdrucksform, die eine genau passende, adäquate Umsetzung der stummen Noten in aussagekräftigen Schall.<br />
Und die Chorsänger folgten ihm dabei sehr willig. Ob es nun die durchweg sehr flexiblen Tempi, die weichen Einsätze oder der strahlend triumphierende Schlussakkord waren – immer blieben sie eine homogene Einheit. Dadurch blieben alle Gemütslagen der Musik nicht nur erfahrbar, sondern auch verständlich. Der Zweifel an der Gerechtigkeit Gottes leuchtete ebenso unmittelbar ein wie die unbeirrbare Festigkeit des Glaubens und die Freude an der Geborgenheit in Gottes Hand oder an der Herrlichkeit der Schöpfung.<br />
Dass der eine oder andere Übergang dabei etwas abrupt erfolgte, dass die Spannungsbögen manchmal etwas kurzatmig blieben, trübte die Freude nur sehr geringfügig und kurzzeitig. Denn schließlich endet alles immer wieder im Wohlklang, auf den die Voces Cantantes abonniert schienen. Keine Zweifel bleiben, wenn nur der Glaube fest genug ist – und die Schönheit der Musik groß genug.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>.)</p>

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