Einträge mit dem Schlagwort “deutschland”
Dietmar Dath dichtet Deutschland dicht
(sorry, die Alliterationskette musste sein …) Das also ist es, das neueste Buch von Dietmar Dath. Und es hinterlässt mal wieder das typische Dath-Gefühl nach dem Lesen: Begeisterung und freudiges Staunen, aber auch Irritationen, Unverständnis und Ablehnung. In vielerlei Hinsicht ist „Deutschland macht dicht” (mit passender Webseite, die aber erstaunlich mager wirkt) wirklich ein typisches […]
„Die Welt ist voller großer Rätsel.”
„Die Welt ist voller großer Rätsel. Man weiß zum Beispiel nicht, warum die Anasazi-Indianer im Südwesten der heutigen USA erst eine bemerkenswerte Zivilisation aufgebaut haben und dann verschwanden. […] Und, noch unwichtiger: Warum existiert die FDP und wo hat sie jenen Herrn her, der Schals mit einem Muster wie ein Kopfkissenbezug aus einem englischen Landhaus […]
hoffnung und ihre erfüllung (musikalisch): esperanza spalding & triband
Eigentlich hätte auf der Eintrittskarte ein Warnhinweis stehen müssen. Der Jazzminister warnt: Der Genuss dieser Musik verändert ihr Jazz-Bewusstsein. Denn was Jazztoday jetzt im Frankfurter Hof präsentierte, hat mit traditionellem Jazz ungefähr noch so viel zu tun wie ein moderner Synthesizer mit einem ehrwürdigen Konzertflügel – wenig, sehr wenig sogar. Aber das macht ja nichts. […]
eine „theorie der unbildung”?
soviel gleich vorweg: eine theorie der unbildung hat konrad paul liessmann nicht geschrieben — auch wenn er seinen groß-essay so übertitel hat. was er aber sehr schön und pointiert macht: mit dem mythos, eine wissensgesellschaft zeichne sich durch viel und hohe bildung aus, gründlich aufzuräumen. er tut dies durchaus sehr pointiert. wenn auch nicht außergewöhnlich […]
ein kleiner nachtrag zum hubert-fichte-jubiläum
„Es ergeben sich Überschneidungen“ heißt es am Anfang der Palette. Und das ist, das klitzekleine Hubert-Fichte-Jahr zum 20. Todestag macht es deutlich, noch sehr untertrieben. Im Zentrum steht natürlich das etwas überraschende Erscheinen des Bandes Die zweite Schuld von Fichte selbst. Fischer, inzwischen Fichtes Hausverlag, hat sich entschlossen, die Geschichte der Empfindlichkeit, dieses vielköpfrige Monster, […]
abtrünnig: eine trümmerlandschaft aus text
eine intensive und denkaufwändige lektüre: reinhard jirgl: abtrünnig. roman aus der nervösen zeit. münchen: hanser 2005. ich bin jetzt nach einer langen – mehrere wochen – lesereise bis ans ende vorgedrungen. und ich kann jedem nur empfehlen, sich dieser erfahrung, die manchmal zwar den charakter eines exerzitiums annehmen kann, zu unterziehen. den jirgl, schon lange […]