Einträge mit dem Schlagwort “deutschland”

Verhängnis

Es wal­tet ein Ver­häng­nis über die­sem Land und ich weiß genau, daß es nicht nur der Kapi­ta­lis­mus ist. Daß die­ser bes­tia­lisch wer­den kann, hat kei­nes­wegs öko­no­mi­sche Gründe allein. […]Ich erkenne nur ein all­ge­mei­nes Schla­mas­sel, und bei­nahe wäre mir am liebs­ten, es könnte noch so fort­ge­wurs­telt wer­den.” (Sieg­fried Kra­cauer an Theo­dor W. Adorno, 28.8.1930)

Die Gegenwart, das Glück und die Literatur

Irgend­wie, so habe ich manch­mal den Ein­druck, gibt es über die deutsch­spra­chige Gegen­warts­li­te­ra­tur zu viel und zu wenig Unter­su­chun­gen. Geschrie­ben wird viel und viel geschrie­ben über das Geschrie­bene. Aber nur ganz, ganz wenig davon gelingt über­zeu­gend. Richard Käm­mer­lings Buch über „Das kurze Glück der Gegen­wart”, in dem er sich der duetsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur sein 1989 widmet, […]

Goethe

Goe­the war ein lei­den­schaft­li­cher Deut­scher, nur die Deut­schen mochte er nicht.“ (Hen­ning Rit­ter, Notiz­hefte, 340)

Konservative Tugenden: Lügen, Täuschen, Betrügen

Gus­tav Seibt hat für das heu­tige Feuille­ton der Süd­deut­schen Zei­tung eine wun­der­bare kleine Abhand­lung geschrie­ben, in der er Gut­ten­bergs unsäg­li­che Ver­su­che, die kon­ser­va­ti­ven Tugen­den­den des Lügen, des Anpas­sen von Regeln und Wer­ten (des Staa­tes vor allem) den eige­nem Gut­dün­ken unter­zu­ord­nen, auf die Wis­sen­schaft aus­zu­deh­nen, in eine his­to­ri­sche Kon­ti­nui­tät stellt und auf eine Nähe die­ses „putschistischen […]

Als der Regen begann …

… damals …: Büch­ner­preis­trä­ger Rein­hard Jirgl liest aus sei­nem wun­der­ba­ren Roman „Die Stille” — tro­cken, schlicht und nüch­tern ganz auf den Text kon­zen­triert. Aber lei­der nur ein ganz kur­zer Ausschnitt …