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Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Tag: buch (Page 1 of 3)

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  • The Danish Cycling Experience – The European – es ist ganz einfach:
    If you want to have bicycles cycling your city, you have to build your city for bicycles to cycle.

    oder:

    The main reason why the bike has become such a popular choice: It’s the easiest way! It’s healthy, cheap, sustainable, and nowadays the two-wheeler is even pretty trendy in major cities around the world. But at the end of the day, simplicity is the one thing that really counts for commuters.

  • Des Kaiser’s neue Karte: Disruption mit Datenschutz? — Das gute digitale Leben — Medium – lea gimpel über eine neue kundenkarte, die zwar auf persönliche daten verzichten, dabei aber – und das ist mindestens genauso schlimm – weiter dazu beiträgt, die solidarische gesellschaft aufzulösen:
    Die absolute Preisdiskriminierung ist der feuchte Traum jedes Wirtschaftswissenschaftlers. Und wird sich bald auf alle Lebensbereiche erstrecken: Vom Supermarkteinkauf über das Ticket für den öffenlichen Nahverkehr bis zur Strom- und Wasserversorgung. Doch was passiert mit denen, die dabei nicht mitmachen wollen? Nach welchen Kritieren werden Preise gemacht, wer bestimmt sie? Und welche gesellschaftlichen Auswirkungen hat die komplette Umstellung des Preismodells, das unserem Wirtschaftssystem zugrunde liegt?

  • The 20 Most Bike-Friendly Cities on the Planet | WIRED – With each edition, the Copenhagen­ize Design Company’s Index of the most bike-friendly cities in the world evolves. In 2011 we ranked 80 global cities; in 2013 we ranked 150.

    This year, we considered cities with a regional population over 600,000 (with a few exceptions because of their political and regional importance, and to keep things interesting). We ranked 122 cities. The top 20 are presented here.

  • Vom Pergament ins Internet – das jgu-magazin berichtet über das dfg-projekt der digitalen veröffentlichung der augsburger baumeisterbücher
    Die Augsburger Baumeisterbücher sind ein außergewöhnliche Quelle. "Es gibt fast aus jeder größeren Stadt und selbst aus kleineren Orten in Deutschland Kontobücher oder Rechnungsbücher", erklärt Rogge. "Sie sind nur unterschiedlich gut überliefert. Manche fangen erst um das Jahr 1500 an. Die Augsburger Baumeisterbücher beginnen 1320. Das ist sehr früh. Außerdem sind sie bis zum Jahr 1800 fast komplett erhalten. Bei vielen anderen Städten klaffen große Lücken." Und bei Augsburg handelt es sich um einen bedeutenden Ort, eine Reichsstadt, eine weitgehend autonome Kommune, die nur dem Kaiser unterstand. "Sie war unter anderem stark in den internationalen Handel eingebunden."

  • Thema: 70 Jahre Aufbau-Verlag: Bau Aufbau auf | ZEIT ONLINE – burkhard müller porträt den (heutigen) aufbau-verlag inkl. seiner geschichte und seinen besitzer, matthias koch
  • Gleiche Rechte als Sonderrechte? – sehr gute ausführungen von anna katharina marigold zur gleichstellung vor dem recht in deutschland …
  • Hatten im Mittelalter alle Menschen schlechte Zähne? | blog.HistoFakt.de – das histofakt-blog über die zähne des mittelalterlichen menschens – die wahrscheinlich (so weit wir das wissen) gar nicht so schlecht waren …
    wer etwas auf sich hielt, wird ohne Zweifel von den zahlreichen Möglichkeiten zur Zahnpflege Gebrauch gemacht und auf frischen Atem geachtet haben. Da die typische Ernährung die Zahngesundheit zudem weit weniger gefährdete, als dies heutzutage der Fall ist, dürften also die meisten Menschen im Mittelalter entgegen populärer Vor- und Darstellungen tatsächlich nicht über schlechte, sondern im Gegenteil über starke, gesunde und weiße Zähne verfügt haben.
    Nicht Verfall war im Mittelalter die größte Gefahr für Zähne und Zahnfleisch, sondern Verschleiß.

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  • Die zwölf Arbeiten des Verlegers | Edit – jan wenzel charakerisiert die tätigkeit des verlegens in 12 arbeiten und beginnt mit dem "einkreisen der gegenwart", bevor er sich eher prosaischen arbeiten widmet
    Die Arbeit des Verlegers ist vor allem eine Suche. […] Der Wunsch, die flüchtige Gegenwart lesbar zu machen, ist sein Antrieb. Die Spur seiner Suchbewegung sind die Bücher, die entstehen. Jetzt und jetzt und jetzt.

  • Vorschläge für eine bessere Opernwelt. | Bad Blog Of Musick – moritz eggert macht – ziemlich einfache – vorschläge, wie die opernwelt deutschlands besser (und vor allem: aktueller) werden könnte: einfach mehr neue opern spielen – und zwar nicht nur uraufführungen, sondern auch nach-inszenierungen …
    Gäbe es aber viel Neues, Verrücktes und Experimentelles in den Opernhäusern zu sehen, so würde man sich auch gerne mal eine Mozartoper anschauen, die ohne sinnlosen Schnickschnack auskommt und in der sich niemand anpissen muss. Das wäre dann auch nicht spießig, sondern lebendige Tradition in Kommunikation mit dem Neuen. Wenn ich mir die “Mona Lisa” anschaue, so ist es halt die “Mona Lisa”, und das ist auch in Ordnung so. Ein Dokument einer bestimmten Zeit, einer bestimmten Sicht auf die Dinge. Ich muss das nicht zerstören, sondern kann es auch so mal stehen lassen.
    Es wäre alles so einfach.
    Wenn sich nur jemand mal endlich trauen würde, etwas dauerhaft zu ändern.

  • Heidegger-Lehrstuhl-Streit: Rektor versteht nicht – jürgen kaube über die "aufregung" um die umwidmung eines lehrstuhls zur junior-professur an der uni freiburg:
    Doch der Rektor der Universität Freiburg versteht die ganze Aufregung nicht. Wir glauben ihm. Er versteht es einfach nicht, aber genau das ist ja das Problem. An deutschen Universitäten, die dauernd Exzellenz beschwören und nach Stanford schauen, gibt es zu viel Spitzenpersonal, das einfach nicht versteht, wenn sich andere über die Phrasen aufregen, mit denen es seine merkwürdigen Entscheidungen dekoriert.

  • BND-Überwachung: Warum schickt der BND der Bundeswehr abgehörte Daten? | ZEIT ONLINE – es hört nicht auf mit den spionageskandalen – der bnd scheint wirklich keinerlei respekt für irgendwelche deutschen gesetze und grenzen zu haben:
    Warum gibt der BND der Bundeswehr abgehörte Daten? Und lässt von ihr Spionagemeldungen übersetzen? Es ist illegal

  • Vorratsdatenspeicherung : Ein Schritt zur totalen Überwachung | ZEIT ONLINE – kai biermann erinnert (mal wieder, leider aber eben auch mal wieder notwendigerweise) daran, warum eine lückenlose überwachung der gesamten bevölkerung mit der vorradtsdatenspeicherung keine so gute idee ist:
    Darum aber, die Arbeit der Polizei bequemer zu machen, darf es nicht gehen. Sicherheit ist nicht das oberste Ziel eines Staates, auch wenn Innenminister das gerne behaupten. Wäre es das, würde dieser Staat bald all seine Bürger vollständig überwachen. Genau um das zu verhindern, gibt es das Grundgesetz, es ist eine Sammlung von Abwehrrechten, mit denen sich die Bürger den Staat vom Leib halten sollen. Und dort steht, die Würde der Menschen zu schützen und zu erhalten, sei die erste Regel.
    […]
    Kein Anschlag der vergangenen Jahre war im Nachhinein eine Überraschung, alle Täter waren bereits zuvor aufgefallen. Für diese Erkenntnisse brauchte es keine gesetzliche Vorratsdatenspeicherung.

  • Peter Engstler: Die Freiheit, langsam zu sein | Frankfurter Rundschau – sabine vogler hat den wunderbaren peter engstler und seinen verlag besucht und ein schönes porträt eines idealisten geschrieben:
    Als Engstler 1986 mit dem Bücherverlegen begann, hatte er keinerlei Finanzkapital im Hintergrund. Das ist bis heute so. Sein Einmannbetrieb rechnet sich marktwirtschaftlich nicht. Engstlers Bücher, nunmehr knapp 200 und fast alle noch lieferbar, sind Nischenprodukte: Lyrik, experimentelle Prosa.
    […]
    Engstler ist ein Beispiel dafür, dass doch ein richtiges Leben im falschen möglich ist. Ein glücklicher Rebell, dem nichts mangelt. […] Was immer da abläuft, es ist unbezahlbar.
  • ICE-Anbindung Darmstadts: Knifflige Überlegungen – neue Eisenbahnstrecken zu planen kann ganz schön kompliziert sein. Hier: ICE in Darmstadt – hält er oder nicht?

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  • Kolumne Besser: Wie der Herr, so’s Gescherr – taz.de – das gibt's auch nicht jeden tag: dass ich deniz yücel zustimme und seinen text auch noch gut finde. dank "pegida"-blödsinn ist's möglich (und nötig!) – also lesen!:
    Pegida findet die „Lügenpresse“ doof, die „Lügenpresse“ findet Pegida doof. Aber es gibt Ausnahmen: Stephan, Weimer, Matussek, Broder, di Lorenzo.

  • 32. Lepanto oder Der fortgesetzte Missbrauch der Vergangenheit | Geschichte wird gemacht – achim landwehr beschäftigt sich (notgedrungen …) mit dem umstand, dass der afd-politiker einfach mal ohne anlass in der fas ohne besondere historische kenntnis über die schlacht von lepanto schreibt.
    Was lernen wir aus diesem ansonsten gänzlich zu vernachlässigenden Beitrag?

    Missbrauche nicht die Vergangenheit in vereinfachender und verfälschender Form für billige politische Anliegen der Gegenwart.
    Wenn du schon von dieser Vergangenheit erzählst, dann tue es in möglicher komplexer, möglichst zahlreiche Aspekte berücksichtigender Form.
    Wenn du schon einen Artikel schreibst, in dem billige Ressentiments gegen Andere bedient werden, dann schreibe wenigstens einen guten Artikel. Üble Beiträge mit üblen Inhalten sind eine doppelte Beleidigung.
    Wenn du etwas aus Lepanto lernen willst, dann lerne dies: Es ist wirklich für alle Beteiligten besser, auf gegenseitige Anerkennung und Zusammenarbeit zu setzen als auf gegenseitiges Abschlachten.

    Muss man so etwas wirklich noch hinschreiben?

  • Kraut von Rüben sortiert – Krautreporter durchgezählt | Verwickeltes – marc mit einigen interessanten beobachtungen und bemerkungen zu den "krautreportern". einiges deckt sich mit meiner eigenen erfahrung – etwa das genervtsein von den tilo-jung-plauderstündchen. jedenfalls haben es die "krautreportern", denen ich ja gerne geld bezahlt habe (und so arg viel war es ja auch gar nicht) noch nicht geschafft, zu einem wichtigen teil meines medienkonsums zu werden – ich vergesse immer mal wieder, das zu checken …
  • Höhlen: Geh zum Teufel! | ZEIT ONLINE – "Die Welt brauchte viel weniger Psychopharmaka, wenn die Leute öfter in Höhlen gehen würden." >
  • Das Auge liest mit – Nur wenige Literaten nutzen die Oberfläche ihrer Texte als eigenständige Ausdrucksform oder machen sich die Mühe, die materielle Grundlage ihrer Texte – die Schrift – zu reflektieren. – feature von jochen meißner, ca. 54 minuten
  • France’s rock star economist Thomas Piketty turns down Legion of Honour | World news | The Guardian – piketty scheint ein mann mit charakter zu sein:
    French economist Thomas Piketty has spurned the Legion of Honour, the country’s highest distinction, on the grounds that the government should not decide who is honourable.

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  • 30. Neohistofloxikon oder Neue Floskeln braucht das Land | Geschichte wird gemacht – achim landwehr wird grundsätzlich:
    Es ist eigentlich immer an der Zeit, das eigene Denken über Vergangenheit und Geschichte mal etwas durchzuschütteln und auf den grundsätzlichen Prüfstand zu stellen.

  • Who is afraid of jazz? | JazzZeitung – "Wer hätte gedacht, dass ich sogar Bruckner einmal spannender und frenetischer finden würde als neuen Jazz!"
  • Essay: Schläfrig geworden – DIE WELT – er osteuropa-historiker karl schlögel widerspricht in der "welt" den verfassern & unterzeichnern des aufrufes "wieder krieg in europa?" – meines erachtens mit wichtigen argumenten:
    Denn in dem Aufruf ist neben vielen Allgemeinplätzen, die die Eigenschaft haben, wahr zu sein, von erstaunlichen Dingen die Rede. So lautet der erste Satz: "Niemand will Krieg" – so als gäbe es noch gar keinen Krieg. Den gibt es aber. Russische Truppen haben die Krim besetzt
    […]
    Abermals ist vom "Nachbarn Russland" die Rede: Wie muss die Karte Europas im Kopf derer aussehen, die so etwas von sich geben oder mit ihrer Unterschrift in Kauf nehmen! Peinlich – und wahrscheinlich in der Eile von den viel beschäftigten, ernsthaften Unterzeichnern nicht zur Kenntnis genommen – die Behauptung, Russland sei seit dem Wiener Kongress Mitgestalter der europäischen Staatenwelt. Das geht viel weiter zurück, wie auch Laien wissen, die schon von Peter dem Großen gehört haben. Und ausgerechnet die Heilige Allianz zu zitieren, mit der die Teilung Polens zementiert, die polnischen Aufstände niedergeworfen und die 1848er-Revolution bekämpft worden ist – das passt nicht gut zur Ernsthaftigkeit eines um den Dialog bemühten Unternehmens. Vom Molotow-Ribbentrop-Pakt – eine zentrale Erfahrung aller Völker "dazwischen" und im 75. Jahr der Wiederkehr des Vertrages, der den Zweiten Weltkrieg möglich gemacht hat – ist im Text gar nicht die Rede, einfach zur Seite geschoben, "verdrängt".

  • Was bewegt Yvan Sagnet?: Hoffnung der Sklaven | ZEIT ONLINE
    Arbeiter aus dem Sudan, aus Burkina Faso, aus Mali, aus fast jedem Land Afrikas. In dreckigen Mänteln suchen sie vor den Müllhaufen nach Verwertbarem. Es ist, als würde man durch einen düsteren, apokalyptischen Roman von Cormac McCarthy fahren. An den Feldwegen, die von den Landstraßen abgehen, stehen Prostituierte. Rumäninnen und Bulgarinnen. So sieht es aus, das Herz der italienischen Tomatenproduktion.

    – fritz schaap in der zeit über den versuch des gewerkschafters yvan sagnet, die miserablen bedingungen der arbeiter in italien, v.a. der erntehelfer, zu verbessern. der sagt u.a.

    "Der Käufer muss wissen: Wenn er in den Supermarkt geht und ein Kilogramm italienische Tomaten für achtzig Cent kauft, dann wurden diese Tomaten von miserabel entlohnten Arbeitern geerntet, die man ohne Weiteres als moderne Sklaven bezeichnen kann."

  • Eine wichtige Information der Vereinigten Geheimdienste – YouTube – Better no Letter: Eine wichtige Information der Vereinigten Geheimdienste (siehe auch: The U.S.S.A. says: BETTER NO LETTER!)
  • Union kritisiert Ramelow-Wahl in Thüringen: Verlogene Heulsusen | tagesschau.de – wow, bei der ARD & der Tagesschau ist jemand genauso angewidert vom Verhalten der CDU in Thüringen wie ich
  • Forschung: So will doch keiner arbeiten! | ZEIT ONLINE – Forschung: So will doch keiner an Unis arbeiten! – Dieses Mal mit einer Historikerin
  • Zerschlagen, aber im Sammlungskontext erschließbar: In der Bayerischen Staatsbibliothek wurde über den Ankauf des Schott-Archivs informiert | nmz – neue musikzeitung – Zerschlagen, aber im Sammlungskontext erschließbar: Die Bestände des Archivs des Schott-Verlages teilen sich künftig auf die Staatsbibliotheken München und Berlin sowie sechs Forschungseinrichtungen auf. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
  • So entstand der Mythos der „Trümmerfrauen“ – Politik – Süddeutsche.de – die sz lässt sich von der historikerin leonie treber noch einmal erklären, woher die "trümmerfrauen" kommen:
    Es wurde ein äußerst positives Bild dieser Frauen vermittelt: Dass sie sich freiwillig und mit Freude in die harte Arbeit stürzen und den Schutt wegräumen, um den Wiederaufbau voranzutreiben. Die PR war auch enorm wichtig, weil die Trümmerräumer – wie zuvor erwähnt – stigmatisiert waren und solche schweren Jobs bis dahin eigentlich nicht von Frauen erledigt werden sollten. Deshalb wurde das Bild der "Trümmerfrau" positiv aufgeladen mit den Stereotypen, die wir noch heute mit dem Begriff verbinden.

  • Mainzer Schott-Musikverlag: Historisches Archiv wird öffentlich zugänglich – Rheinland-Pfalz | SWR.de – "optimale Erschließung" = Zerstörung des Zusammenhangs. Schott-Musikverlag: Archiv wird öffentlich zugänglich
  • Hat die Jugend keinen Ehrgeiz mehr? | Blog Magazin – philipp tingler über die gegenwart, die kultur und den ehrgeiz zum glück:
    Gegenwärtig leben wir in einer Gesellschaft, die Selbstperfektionierung, die Arbeit am Ich, als Selbstgenuss postuliert; einer der letzten Leitwerte in der irreduziblen Vielfalt der uns allenthalten umgebenen Kontingenzkultur ist: Authentizität. Dafür steht auch Diane von Fürstenberg. Die Biografie als Projekt. Wenn jetzt also plötzlich alle aus ihrem Leben ein Kunstwerk machen wollen, dann ist das nicht nur ein ethischer, sondern auch ein sehr ehrgeiziger Imperativ: Lebenswelten und -formen werden ambitioniert durchästhetisiert, und das Pathos der Selbsterschaffung richtet sich auf die beiden grossen Ziele der Postwachstumsgesellschaft: Spass und Glück.
    […]
    Wir sehen also, dass Ehrgeiz durchaus nicht verschwunden ist, sondern sich nur verirrt hat.

    seine therapie ist übrigens ziemlich einfach (und wahrscheinlich gar nicht so verkehrt): selbstironie als die "schönste Form der Eigenliebe"

  • Duden | Konrad-Duden-Preis 2014 geht an Damaris Nübling | – Der Konrad-Duden-Preis 2014 geht an @DFDmainz-Projektleiterin Damaris Nübling
  • E-Books: Wir sind die Fährtenleser der neuen Literatur – Bücher – FAZ – elke heinemann über die vielfalt der neuen (kleine) e-book-verlage:
    Dichtung ist längst auch digital: Auf der Suche nach E-Books abseits des Mainstreams führt der Weg in Deutschland vor allem nach Berlin. Doch die engagierten Spezialverlage haben auch spezielle Probleme.

  • Gender-Debatte: Anschwellender Ekelfaktor | ZEIT ONLINE – wunderbar: robin detje rechnet gnadenlos mit den kolumnenhetzern #ulfharaldjanmatthias aber (schade nur, dass das bei der @Zeit wieder niemand lesen wird und harald deshalb weiter die leserschaft vergiften darf):
    Heute tobt die Schlussstrichdebatte Feminismus. Ende: nicht abzusehen. Alternde Männer an vorderster Front. Hoher Unterhaltungswert, aber auch anschwellender Ekelfaktor. Die Argumentation wieder faszinierend: Feminismus gibt es inzwischen doch schon so lange, das nervt, Frauen nerven ja immer, und die Frauen wollen offenbar tatsächlich, dass wir Männer unser Verhalten ändern, weshalb jetzt wir die eigentlichen Opfer sind.
    […]
    Und deshalb husch, husch, ihr allmännermächtigen Diskursbeherrscher, zurück in eure Eckkneipe. Die jetzt leider von einem Gender-Studies-Lesben-, Transen- und X-trupp übernommen wird, und ihr schiebt für eine Weile in der Küche Abwaschdienst.

    Entschuldigung, aber das wird man sich als aufgeklärter, älterer deutscher Mann doch noch wünschen dürfen.

  • “Feminismus kann niemals Lifestyle sein” • Denkwerkstatt – gabriele michalitsch im interview mit einigen sehr richtigen beobachtungen:
    Feminismus kann niemals Lifestyle sein, Feminismus ist immer politisch. Wenn die Medien eine solche Diskussion befeuern, ist das eine Form von Antifeminismus und der Versuch, den Begriff Feminismus zu vereinnahmen, ihm seine politische Relevanz abzusprechen. Feminismus war zudem nie männerfeindlich, er wurde immer auch von Männern mitgetragen. Wenn, dann wendet er sich gegen bestimmte Konzeptionen von Männlichkeit – wie auch Weiblichkeit. Wäre dieser angeblich neue Feminismus nicht Gegenstand öffentlicher Debatten, müssten wir uns erst gar nicht damit auseinandersetzen – in meinen Augen ist das eine antifeministische Strategie.

    und später auf den punkt gebracht:

    Wenn Feminismus auf Karriere mit Kindern reduziert wird, ist das das Ende des Feminismus.

Erkenntniß der Wahrheit

Es ist wahr: so wenig der Mensch ohne Speise und Tranck seyn kan / so wenig kan er auch ohne Bücher oder etwas dergleichen zur Erkenntniß der Wahrheit und Tugend kommen.

— Christian Thomasius, Monatsgespräche V (1689), S. 1155.

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  • Strand: Wie Gold am Meer | ZEIT ONLINE
    Es ist nicht nur das Meer, das den Sand vom Strand wegholt, es ist auch der Mensch.

    spannender text über den sand – am strand und im beton etc. und was der in den letzten jahren alles für probleme bereitet (weil der mensch herumpfuscht …)

  • Spendenaktion ǀ Ice Bucket Challenge? Fuck off! — der Freitag – RT @derfreitag: Spendenaktion: #IceBucketChallenge? Fuck off! >>
  • Kolumne Luft und Liebe: Wahn und Schmodder – taz.de – "Breaking News: Die Welt ist kompliziert. Und im Internet gibt es gleichzeitig Feministinnen und krasse Pornos" >
  • 50 – Na 1, 356 – Korrespondenzen mit Herbert Marcuse (p. V 118, 1-383) – Seite – Max Horkheimer – Digitale Sammlungen – RT @benni_b: Doof wenn man berühmt wird und dann im Nachlass des Kumpels der eigene Sexismus zu Tage tritt: #marcuse #horkheimer
  • Simply Explained — Geek&Poke – Simply Explained — Geek&Poke;
  • Deutsche Politik vor den Weltkriegen – FAZ – heinrich august winkler über den kriegsbeginn 1914, die frage der schuld bzw. hauptschuld und warum seiner meinung nach deutschland nicht ganz auf einer ebene mit den anderen europäischen staaten anzusiedeln ist:
    Schwerer noch wiegt die Ausklammerung der innenpolitischen Vorgeschichte des deutschen Weges in den Ersten Weltkrieg bei Clark und Münkler. Der Militarismus war ein gesamteuropäisches Phänomen, aber nirgendwo waren die Gesellschaft und das politische Denken so militarisiert wie im Deutschen Reich. „Kriegsparteien“ gab es überall, aber nirgendwo verfügten sie über einen so breiten gesellschaftlichen und politischen Rückhalt wie in Deutschland. Er reichte vom ostelbischen Rittergutsbesitz über die Schwerindustrie und Teile des gebildeten Bürgertums bis zu den Verbänden des gewerblichen Mittelstandes und der kaufmännischen Angestellten. Deutschland war eine konstitutionelle, keine parlamentarische Monarchie. Der Reichskanzler war dem Kaiser, nicht dem Reichstag verantwortlich. Die militärische Kommandogewalt des Königs von Preußen, der zugleich Deutscher Kaiser war, bedurfte nicht der ministeriellen Gegenzeichnung – ein Relikt des Absolutismus.

    – und zur kontinuität von 1914 und 1939 (was alles zusammen bei den faz-lesern nicht auf große gegenliebe stößt …)

  • In Redesigned Room, Hospital Patients May Feel Better Already – NYTimes.com – die new york times über die rolle von architekten im gesundheitswesen, hier am beispiel eines neubaus des "University Medical Center of Princeton":
    But the real eye-opener was this: Patients also asked for 30 percent less pain medication.

  • Es geht ums Lesen – taz.de – johannes thumfart in der der taz über das befreiende potenzial von ebooks (und warum es scheinheilig ist, dem gedruckten buch so sehr nachzuweinen):
    Kern der ablehnenden Haltung gegenüber dem E-Book ist, dass es eben nur den eigentlichen Zweck von Büchern erfüllt, nämlich das Gelesenwerden. Dagegen ist das gedruckte Buch in unseren Breitengraden vor allem ein Dummy für den Gabentisch, das man geschenkt bekommt, im Bücherschrank abstellt, als Accessoire neben den Latte macchiato legt, aber auch – etwas seltener – an Freunde verleiht und weiterverkauft. Für all diese Nebenaspekte der Buchkultur taugt das E-Book nicht.

    Anstatt also dem gedruckten Buch nachzuweinen oder gar zu versuchen, es durch Ornamente im bislang herrlich reduzierten E-Book zu imitieren, muss E-Book-Kultur davon handeln, den Prozess der Demokratisierung, Säkularisierung und Rationalisierung der Schrift, der schon mit der Erfindung des Alphabets begann, zu beschleunigen. In dem Sinne findet sich die Speerspitze der Buchkultur heute in den trivialen Ecken fernab der Büchermessen und ähnlicher Veranstaltungen: In der "Fan Fiction" zum Beispiel, wo massenweise Schmuddelliteratur for the people by the people gemacht wird, die auch noch in der U-Bahn vollkommen unsichtbar gelesen wird und in keinem Regal als Trophäe ausgestellt werden muss.

    Buchgestalter, Verlage, Kritiker, Buchdeckel und Druckerschwärze stehen dieser neuen, auf das Wesentliche reduzierten Ästhetik der sich literarisch emanzipierenden Masse nur im Wege.

  • Warum ich die Petition gegen Amazon nicht unterschreibe – Süddeutsche.de – ich finde, stefan weidner hat durchaus recht, auch wenn er sich in details irrt (wann/womit bitte ist es besser, auf dem tablet als auf dem ebook-reader zu lesen? und natürlich ist es nicht egal, wo ich meine ebooks kaufe, weil amazon sie einsperrt. aber das sind nebensächlichkeiten, die hier nichts zur sache tun)
    Aggressivität und einen unsentimentalen Blick nach vorn. Amazon hat das, der deutsche Buchmarkt nicht, nichts anderes belegt der Protest gegen Amazon. Ich verstehe die Gründe für den Protest und die Angst, aber das ändert nichts an der Verknöcherung und Reformunwilligkeit des Buchmarktes. An sich ist er, ich sagte es, perfekt. Aber das System hat den Kontakt zur Außenwelt verloren. Und da diese, wie Außenwelt oft, unbekannt und böse ist, will man sich nur umso mehr von ihr abkapseln. So sind schon viele Spezies ausgestorben.

Bücher

Zum heutigen „Welttag des Buches“ darf und muss Georg Christoph Lichtenberg, der große Leser und Schreiber, zu Wort kommen lassen:

Wie man alte Bücher studiert, in der Absicht Wahrheit zu suchen, so kann man wohl zuweilen eine Ausbeute erhalten, die andern entgangen ist, allein man riskiert auch zuweilen, die beste Zeit seines Lebens zu verkuxen. [H 56]

oder

Es ist sehr gut, die von andern hundertmal gelesenen Bücher immer noch einmal zu lesen, denn obgleich das Objekt einerlei bleibt, so ist doch das Subjekt verschieden. [H 54]

— Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher

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  • [toread] Verkehr – Aufgesattelt und … ausgebremst – Schönes Feature von Carolin Nokel bei Deutschlandradio Kultur über Fahradfahren und Verkehr in der Stadt

    Radfahren ist gesund, verursacht keine Abgase und keinen Lärm. Doch Autofahrer dominieren den Verkehr, die Autolobby die Verkehrs- und Steuerpolitik. Fahrradfreundlichkeit zieht in den meisten Kommunen und Großstädten nur im Schneckentempo ein.

  • Lokal? Egal! | JakBlog – Christian Jakubetz überlegt, was die momentanen Veränderungen auf dem Lokaljournalismusmarkt für Gründe und Auswirkungen haben könnten:

    Tatsächlich gibt es keine Mediengattung, bei der Anspruch, Wahrnehmung und Wirklichkeit so weit auseinander klaffen wie im Lokalen. Niemand käme theoretisch auf die Idee, Lokaljournalismus für überflüssig erklären zu wollen. […]
    Und was, wenn sich irgendwann herausstellt, dass eine junge Generation, die in einer global-digitalen Welt aufgewachsen i…

  • (500) http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/zeitgenossen/swr2-zeitgenossen-steffen-popp-huchel-preistraeger-2014/-/id=660664/did=12929790/nid=660664/3r4u20/index.html – »Wenn man etwas erreichen will im Gedicht, nützt es nicht, es auszusprechen.« (Steffen Popp)
  • Kriminologin über den „Islam-Rabatt“: „Ehrenmorde werden härter bestraft“ – taz.deKönnen muslimische Täter vor deutschen Gerichten mit Nachsicht rechnen? Eine Krimonologin im Interview
  • Research Fragments: Visualizing the seventeenth century – Die deutsche Buchproduktion im 17. Jahrhundert (wie sie sich in den momentan vorhandenen VD17-Daten spiegelt): Mit schöner Delle im Dreißigjährigen Krieg
  • [toread] My Night in Solitary – NYTimes.com
    If an inmate acts up, we slam a steel door on him. Ad Seg allows a prison to run more efficiently for a period of time, but by placing a difficult offender in isolation you have not solved the problem — only delayed or more likely exacerbated it, not only for the prison, but ultimately for the public. Our job in corrections is to protect the community, not to release people who are worse than they were when they came in.

  • Überlegungen zur gesellschaftlichen Relevanz vasallitischer Beziehungen in der Karolingerzeit | Mittelalter
  • 22. Flache Geschichte | Geschichte wird gemacht
    Was solcherart produziert wird, ist eine flache Geschichte, die keine Winkel und Kanten hat, keinen Widerstand bietet, sondern problemlos unseren Erwartungen unterworfen wird. Geschichte wird zweidimensional. Das ist in etwa so, als würden wir die Vielfalt einer Landschaft mit der Landkarte verwechseln, die wir von ihr angefertigt haben. Flache Geschichte ist die bequeme Möglichkeit, sich von all den Kompliziertheiten und Komplexitäten zu verabschieden, die eine intensive (und damit …
  • Hamburger Hedonisten enttarnen sich: „Ein reines Schauspiel“ – taz.de – Der "Privatdozent des Hedonistischen Intituts für angewandte Populismusforschung" in Hamburg über Populismus und die Leichtigkeit, Medien zu manipulieren:

    Natürlich ist es kein Grund zu triumphieren, zu sehen, wie weit sich der Journalismus von ursprünglichen Idealen entfernt hat. Aber genau das wollten wir ja auch erreichen, mit einer hanebüchenen Geschichte und abstrusen Falschbehauptungen in die Medien zu kommen. Es ist natürlich auch ein Spiel, das Spaß macht, wenn man sich mit e…

  • Bayreuther Manifest zu Recht und Moral – Die Beyreuther Juristen (?) schreiben ein Manifest zum Zusammenhang von Recht und Moral und den notwendigen und gewünschten Verhaltensweisen einiger gesellschaftlicher Akteure

    Wenn man aber weder verrechtlichen noch moralisieren will, muss man die Orientierung der Moral am Recht und die moralische Verbindlichkeit des Rechts stärken. Recht und Moral betreffen unterschiedliche Geltungssphären, die nicht fusioniert werden dürfen, nämlich die demokratische und die autonome Gesetzgebung. …

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  • Zum Tod von Jacques Le Goff – Nils Minkmar würdigt den großen Mediävisten Jacques Le Goff in seinem Nachruf:
    Kein Thema war zu entlegen, keine Fragestellung zu banal, als dass er nicht darauf eingestiegen wäre. Sein Fundus an Anekdoten, Lesefrüchten und Zitaten aus den Quellen war so beschaffen, dass immer etwas passte, nie erlebte man ihn sprach- oder lustlos. Doch er nutzte diese besondere Position eines weithin bekannten Gelehrten und >public intellectual< nicht, um sich eine akademische Machtbasis zu erreicht…
  • buecher-magazin.de | Reportage: Poetische Spurensuche – Auf dem Weg zur Gegenwartslyrik – Elisabeth Dietz hat sich nach dem Befinden der Gegenwartslyrik erkundigt – bei ihren Macherinnen und bei den Vertreibern:
    Was macht eigentlich die Lyrik? Man sieht sie nur noch selten in der Öffentlichkeit, und wenn, dann redet sie wirr.

  • Liebenswerte Löwen für die Rhön « BILDblog – Grandios: Die DPA fällt auf einen sehr durchsichtigen Aprilscherz des Hessischen Umweltministeriums rein
  • Stiftung Lyrik Kabinett – "Die Gedichtbücher des Jahres 2013", eine kluge Liste der Deutschen Akademie für Sprache & Dichtung mit dem Münchener Lyrik Kabinett (und einige kenne ich sogar schon …)
  • ‘Women conductors? It’s not getting any better, only worse’ – »This is a purely biological question.« Ein alter Sack (und Dirigentenlehrer – als solcher auch sehr erfolgreich und einflussreich) sagt, Frauen könnten nicht dirigieren
  • Mario Barth: Recherche? Nie gehört! Wozu auch? – Stefan Niggemeier in der FAZ über die (neuen ?) Untiefen des deutschen Fernsehens:

    Eine aggressive Dummheit, ein brutales Nicht-wissen-Wollen prägt diese Sendung. Für Mario Barth und seine Handlanger ist alles eins: Ob tatsächliche kriminelle Veruntreuungen, ärgerliche Fehlplanungen oder unabsehbare Ausgaben, deren Sinn einem Laien nicht unmittelbar einleuchten – wenn man es mit dem Desinteresse des Mario Barth betrachtet, sieht alles gleich aus. Jedes Beispiel ein Beleg für das, was…

  • Die deutsche Sehnsucht, unschuldig zu sein – taz.de – Gerd Krumeich, Spezialist für den Ersten Weltkrieg, resümiert die Debatten um die (deutsche) Kriegschuld und besonders die begeisterte Rezeption der Thesen Christopher Clarks in Deutschland – und kommt zu einem differenzierteren Schluss:
    Alle Mächte waren vor 1914 an der Zuspitzung und Verfeindlichung des Allianzsystems beteiligt. Genauso wie am Wettrüsten. Da hat Deutschland keine besondere Verantwortung. Aber die Explosion des Juli 1914 gab es, weil das Deutsche Reich auf den Zünde…
  • Thomas Piketty im Interview: Rückkehr des Kapitals – Süddeutsche.de – Der Ökonom Thomas Piketty warnt vor einer zunehmend ungleichen Verteilung des Vermögens – weil inzwischen der normale Zustand eingetreten ist, dass das Wirtschaftswachstum nicht bei fünf oder mehr Prozent liegt, geht die Schere zwischen Arbeitenden und Vermögenden immer weiter auf:

    Der Wohlstand ist nicht richtig verteilt. Deswegen bin ich für eine progressive Vermögensteuer, die steigt, je reicher jemand ist.

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