Einträge mit dem Schlagwort “belletristik”
ganz viele zeichen — zu viele?
macht die aneinanderreihung von ganz vielen zeichen einen text zum roman? „die garnitur“, eine art textagentur mit dem anspruch besonderer innovativität, scheint der idee nicht abgeneigt zu sein. ihre chefs matthias edling und jörg steinleitner haben die 205.293 zeichen einen roman genannt. so viele zeichen sind das aber gar nicht – im großzügigen druck gut […]
georg kleins ideen von den deutschen
georg klein zählt ja nicht gerade zu meinen lieblingsautoren – wer schriftsteller wie jirgl, kurzeck etc. schätzt, wird das auch selten tun. als kleine nachtlektüre zwischendurch lässt er sich aber noch aushalten. etwa sein erzählungsband von den deutschen (hamburg: rowohlt 2002). der ist ziemlich typisch für seine art zu schreiben – nämlich größtenteils harmlos – […]
abtrünnig: eine trümmerlandschaft aus text
eine intensive und denkaufwändige lektüre: reinhard jirgl: abtrünnig. roman aus der nervösen zeit. münchen: hanser 2005. ich bin jetzt nach einer langen – mehrere wochen – lesereise bis ans ende vorgedrungen. und ich kann jedem nur empfehlen, sich dieser erfahrung, die manchmal zwar den charakter eines exerzitiums annehmen kann, zu unterziehen. den jirgl, schon lange […]
noch einmal bier-prosa. diesmal von franz dobler
nach „blut & bier”, den ja wirklich sehr ungewaschenen stories von franz xaver kroetz, kommt gleich die nächste alkohol-lektüre: bierherz. flüssige prosa von franz dobler (hamburg: nautilus 1994). so richtig sauber ist das hier natürlich auch nicht, das wäre von franz dobler auch wohl zu viel verlangt. den anfang macht die wiederverwertung des vorwortes zu […]
joachim lottmann beobachtet zombies in freier wildbahn
der neueste anschlag lottmanns auf guten geschmack und überkommene werte: joachim lottmann: zombie nation. köln: kiepenheuer & witsch 2006. der erzähler – ein autor-klon mit dem namen johanneslohmer, „erfinder“ des pop-romans – beobachtet sich beim recherchieren / schreiben eines familienromans, der seinem jugendroman folgen soll: „der erste familienroman der popliteratur“ behauptet der klappentext (was natürlich […]