<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; medien</title>
	<atom:link href="http://matthias-mader.de/publizistik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://matthias-mader.de</link>
	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Feb 2012 19:28:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>&#220;berall nur Blau</title>
		<link>http://matthias-mader.de/publizistik/uberall-nur-blau/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/publizistik/uberall-nur-blau/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 19:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[erzählung]]></category>
		<category><![CDATA[gegenwart]]></category>
		<category><![CDATA[pop]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=4873</guid>
		<description><![CDATA[Auch wenn der Einband ganz gelb ist: „Bluescreen” von Mark Greif ist ein fantastisches Buch. Mir war Greif ja noch unbekannt — eine echte L&#252;cke. Die Essays, die er „Ein Argument vor sechs Hintergr&#252;nden” untertitelte und die in der — von Greif mitherausgegebenen — Zeitschrift n+1 erschienen sind, drehen sich um Erscheinungen des modernen Lebens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn der Einband ganz gelb ist: „Bluescreen” von Mark Greif ist ein fantastisches Buch. Mir war Greif ja noch unbekannt — eine echte Lücke. Die Essays, die er „Ein Argument vor sechs Hintergründen” untertitelte und die in der — von Greif mitherausgegebenen — Zeitschrift n+1 erschienen sind, drehen sich um Erscheinungen des modernen Lebens der Gegenwart, um den sexuelle Fetisch der Jugendlichkeit, um Über– und Untersexualiserung, um YouTube oder um die Geschichte des HipHop (einer der besten Essays überhaupt: „Rappen lernen”, der ausgehend von einer ganz persönlichen Erfahrung einen breiten Abriss des HipHops und seiner Bedeutungen entwickelt).</p>
<p>Die Ästhetisierung des ganzen Lebens ist die zentrale These Greifs. Aber darum spinnt sich ein wunderbarer Kosmos der Beobachtungen und Erklärungen des Alltags der Gegenwart und seiner medialen, ästhetischen und kulturellen Erscheinungen — so etwas wie eine Zeitdiagnose in Schlaglichtern. Da geht es dann auch nicht mehr nur um die eigentliche Ästhetisierung, sondern etwas allgemeiner um das Problem der mediale Vermittlung unserer Erfahrungen und im Besonderen um das Leben in Narrationen: Greif sieht die Menschen der Gegenwart umstellt von Erzählungen, die den Blick auf die „Wirklichkeit” behindern. Da kann man freilich auch anderer Meinung sein: Die narrative und mediale Erfahrung muss nicht unbedingt schlecht sein. Greif neigt sich da manchmal etwas der kulturpessimistischen Sicht zu, die die mediale Vermittlung als Hindernis ansieht, als Abkehr von einem — von Greif selbst durchaus als solchen in seiner Problematik erkannten — idealen Zustand der Unmittelbarkeit.</p>
<p>Aber Essays wie „Rappen lernen” oder auch der „Hochsommer der Sexkinder” sind trotzdem große Kulturkritik: Erklärend, aber durchaus von einem Standpunkt aus kritisch hinterfragend, ohne besserwisserischen Gestus des Alleswissers und alleserklärers allerdings, der sowieso schon weiß, was er von allem hält. In dieser Hinsicht sind das eben Essays im besten Sinne: Versuche, Erklärungen zu finden — Erklärungen z.B. für Phänomene wie das Reality-Fernsehen. Und davon ausgehend immer die Überlegung: Was macht das mit uns? Wie verändert das uns, unsere Haltung, unsere Wahrnehmungen, unsere Einstellungen, unser Verhältnis zur Welt und zu unseren Mitmenschen. In bester Essay-Tradition nimmt Greif sich da als Zweifler und Sucher auch nicht zu sehr zurück, sondern bleibt als Person, als Erlebender und Fragensteller, immer präsent. Dass das außerdem klar formuliert, überzeugend argumentiert und luzide geschrieben ist, gehört unbedingt zum positiven Eindruck dieses empfehlenswerten Bandes. </p>
<p>Mark Greif: <a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/bluescreen-mark_greif_12629.html" title="verlags-seite" target="_blank">Bluescreen</a>. Ein Argument vor sechs Hintergründen. Berlin: Suhrkamp 2011. 231 Seiten. ISBN <a href="http://worldcat.org/isbn/9783518126295" target="_blank">978–3-518–12629-5</a>.</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/publizistik/uberall-nur-blau/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fanboy</title>
		<link>http://matthias-mader.de/literatur/fanboy/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/literatur/fanboy/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 08:10:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[rainald goetz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=4723</guid>
		<description><![CDATA[Allein f&#252;r diesen Kommentar muss man Rainald Goetz doch lieben! – Der Umbl&#228;tterer hatte zum 30j&#228;hrigen Jubil&#228;um der „Feuilletonmanie” von Rainald Goetz, die — zumindest in der f&#252;r den Leser sichtbaren Form — mit einer Reportage (?) &#252;ber Feuilletonisten im Transatlantik von August 1981 begonnen hat, eine kleine (lobpreisende) W&#252;rdigung dieses „Unternehmens” (das ja eher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allein für diesen Kommentar muss man Rainald Goetz doch lieben!<br />
– <a href="http://www.umblaetterer.de" title="der umbl&auml;tterer" target="_blank">Der Umblätterer</a> hatte zum 30jährigen Jubiläum der „Feuilletonmanie” von Rainald Goetz, die — zumindest in der für den Leser sichtbaren Form — mit einer Reportage (?) über Feuilletonisten im Transatlantik von August 1981 begonnen hat, eine kleine (lobpreisende) <a href="http://www.umblaetterer.de/2011/08/29/30-jahre-feuilleton-rainald-goetz/" title="Betriebsjubil&auml;um" target="_blank">Würdigung</a> dieses „Unternehmens” (das ja eher einem Zwang/Drang zu entspringen scheint als Überlegung, meint man manchmal) <a href="http://www.umblaetterer.de/2011/08/29/30-jahre-feuilleton-rainald-goetz/" title="Betriebsjubil&auml;um" target="_blank">geschrieben</a>. Und Rainald Goetz hat <a href="http://www.umblaetterer.de/2011/08/29/30-jahre-feuilleton-rainald-goetz/#comment-5332" title="Kommentar R. G." target="_blank">kommentiert</a>. Unter anderem damit, mit einem kleinen aber bösen Seitenhieb auf die momentane Form des FAZ-Feuilletons:</p>
<blockquote><p>Über den aktuellen KITSCH der Faz-Kultur und –Literatur, den die dortigen Frauen Lovenberg, Mühl, Bopp, Kegel u.a. mit ihren Lebenserfahrungs-berichten und todtraurigen Spießertheorien über die FAMILLJE verbreiten, anstatt Bücher zu besprechen, weil Bücher dort programmatisch nur noch bejubelt werden […]</p></blockquote>
<p>Und mit einer kleinen Abweichung zu Botho Strauß:</p>
<blockquote><p>Botho »gleichwohl« Strauß schreibt seine unschöne Erlesenheitssprache, hat seine scheußlich erlesenen Kitschgedanken auch deshalb, weil er zu wenig Feuilleton liest. Er liest zu viel gehobenen Dreck, das ergibt im Resultat Kitsch.</p></blockquote>
<p>Das ist doch — so nebenbei — einfach mal wieder herrlich.</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/literatur/fanboy/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nomen est omen. Titel und Namen</title>
		<link>http://matthias-mader.de/publizistik/nomen-est-omen-titel-und-namen/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/publizistik/nomen-est-omen-titel-und-namen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 13:41:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[adel]]></category>
		<category><![CDATA[titel]]></category>
		<category><![CDATA[zeitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=4646</guid>
		<description><![CDATA[Warum? Warum nur? Warum ist es nach &#252;ber 90 Jahren nicht in den K&#246;pfen angelangt, dass es in Deutschland keinen Adel mehr gibt? Und dass es dementsprechend auch keine Adelstitel mehr geben kann? Johan Schloemann schreibt in der heutigen S&#252;ddeutschen Zeitung einen nette kleinen Text &#252;ber die Unn&#246;tigkeit und Kontraproduktivit&#228;t der deutschen Praxis, den Doktorgrad [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum? Warum nur? Warum ist es nach über 90 Jahren nicht in den Köpfen angelangt, dass es in Deutschland keinen Adel mehr gibt? Und dass es dementsprechend auch <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachverwirrung/2011-07-08/im-rausch-der-titel" title="Im Rausch der Titel im Sprachlog" target="_blank">keine Adelstitel</a> mehr geben kann?<br />
Johan Schloemann schreibt in der heutigen Süddeutschen Zeitung einen nette kleinen Text über die Unnötigkeit und Kontraproduktivität der deutschen Praxis, den Doktorgrad in den Personalausweis eintragen lassen zu können. Und dann, nachdem er durchaus treffend und schön dargestellt hat, wie unnötig das alles ist, wie es den Doktor vom akademischen Titel zum Protzwerk und (angeblichen) Karrierbooster macht, kommt wieder der blödestes Fehler von allen, der in Deutschland seit fast 100 Jahren unendlich perpetuiert wird: Freiherr wird zum Titel, der im Ausweis steht: „… anders als ein ererbter Titel wie ‚Freiherr’.” Inzwischen bin ich ja dafür, allen, die sich öffentlich bemerkbar machen, eine Zwangsschulung in Gschichte und Gegenwart zukommen zu lassen. Da sollten sie unter anderem lernen: In Deutschland gibt es keinen Adel. Die Adelstitel sind seit der Weimarer Republik abgeschafft — per Gesetz.<sup class='footnote'><a href='#fn-4646-1' id='fnref-4646-1'>1</a></sup> Das ganze Gelump mit Freiherr, Graf, Fürst, was weiß ich — das sind nur Namensbestandteile (eben ausnahmsweise <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachgebrauch/2011-07-15/titelkaempfe" title="Titelk&auml;mpfe im Sprachlog" target="_blank">deklinierte Teile</a>) von großkozerten Hochstaplern, deren Geltungssucht durch die fortwährende Weiterführung des ganzen als „Adel” nur weiter bedient wird. Denn wenn der Adel und seine Titel legitlativ abgeschafft wurde, bekommt der ehemalige Titl als Namen nur durch die Zuschreibung in der Performanz überhaupt einen Wert. Denn Adel heißt: Vorrechte kraft Geburt. Das gibt es in der BRD nicht, das verhindern Grundgesetz und Gleichheitsgrundsatz — schon mal gehört? Deshalb sollte man so einen absoluten hanebüchnen Blödsinn nicht mehr verbreiten. Auch in einer „Qualitätszeitung” nicht — haben die inzwischen niemanden mehr, der ein bisschen Ahnung hat? Und das fast perverse daran ist: Schloemann ist promoviert — so weit ich weiß, in klassischer Philologie. Er sollte also doch eigentlich so etwas wissen, so banale Dinge wie Adel und Gleichheit begriffen haben … Aber er — und seine Zeitung tut das permanent ebenso — entscheiden sich offenbar dafür, in diesen Fällen immer wieder, immer noch einmal alle hochgelobten ehrenvolle Ideale des Journalismus in den Wind zu schreiben. Traurig, dieses Land und seine Medien …</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-4646-1'>Offenbar war das nicht radikal genug. Vielleicht hätte die österreichische Variante, die auch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adelstitel" title="Adelsitel" target="_blank">Titel</a> ersatzlos abschaffte, besser funktionier? <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-4646-1'>↩</a></span></li>
</ol>
</div>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/publizistik/nomen-est-omen-titel-und-namen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>gro&#223;e musik im gro&#223;en raum: bachs johannes-passion im dom</title>
		<link>http://matthias-mader.de/musik/grosze-musik-im-groszen-raum-bachs-johannes-passion-im-dom/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/musik/grosze-musik-im-groszen-raum-bachs-johannes-passion-im-dom/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 19:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[bach]]></category>
		<category><![CDATA[chormusik]]></category>
		<category><![CDATA[kirchenmusik]]></category>
		<category><![CDATA[konzert]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[mainz]]></category>
		<category><![CDATA[mainzer dom]]></category>
		<category><![CDATA[passion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1812</guid>
		<description><![CDATA[Der erste Versuch war gleich ein Meisterwerk. Nun war Bach, als er die Johannes-Passion f&#252;r den Karfreitag 1724 in Leipzig komponierte, ja beileibe kein Anf&#228;nger mehr. Erfahren ist auch Domkapellmeister Mathias Breitschaft. Das merkt man seiner Interpretation der Johannes-Passion im Domkonzert mit der Domkantorei St. Martin und dem Mainzer Kammerorchester durchaus an – im besten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Versuch war gleich ein Meisterwerk. Nun war Bach, als er die Johannes-Passion für den Karfreitag 1724 in Leipzig  komponierte, ja beileibe kein Anfänger mehr. Erfahren ist auch Domkapellmeister Mathias Breitschaft. Das merkt man seiner Interpretation der Johannes-Passion im Domkonzert mit der Domkantorei St. Martin und dem Mainzer Kammerorchester durchaus an – im besten Sinne. Denn Breitschaft agiert durchweg mit ruhiger Hand und mit Respekt vor dem Meisterwerk, in großen, ausholenden Gebärden steuert er durch die Passionserzählung. Nicht zu ruhig allerdings. Immer wieder beweist er nämlich treffendes Gespür für die vielen dramatischen Momente, von den Bach und sein Texdichter so vielfältigen Gebrauch machten. Schon der Beginn, der Eingangschor „Herr,unser Herrscher“ verdeutlichte das: Mit Größe und Großartigkeit von Breitschaft weit ausgespannt, umfasst der schwingende Chorklang Herrlichkeit und Marter der Passion Jesu zugleich.</p>
<p>Man merkt aber auch, dass der Domkapellmeister sich für diese Aufführung eine ziemlich junge Solisten-Riege engagiert hat. Und zwar ebenfalls durchaus positiv. Denn die Sänger, insbesondere die sowieso von Bach quantitativ und qualitativ hier sehr bevorzugten Männer, beleben mit ihren frischen und energischen Stimmen die Passion enorm. Zudem singen sie auch mit Mut zum Risiko, zum musikalischen Wagnis. Insbesondere der Evangelist von Thomas Volle wird so zu einem engagierten, beteiligten und unmittelbar betroffenem Erzähler, der selbst noch mitten im Geschehen steht und seine Zuhörer da auch direkt hinein führt. Der Jesus von Clemens Breitschaft wirkte gegen diesen frischen Zugang fast etwas altväterlich – sehr abgeklärt, fast entrückt und menschlicher Pein weit enthoben. Mechtild Bach und Heike Wessels ergänzten das passend mit Hingabe und Wärme.</p>
<p>Aber eigentlich ist in der Johannes-Passion mehr der Chor als die Solisten die Hauptperson – mit den Chorszenen und vor allem den Chorälen, den Meisterwerken Bachscher Satzkunst. Solide und engagiert, in den Chorälen manches zwar sehr getragen und bedeutungsvoll inszeniert. Aber nichtsdestotrotz bei Domkantorei in besten Händen – bis hin zum gelungenen Finale, der treffenden Kombination aus großem Gestus im Chor „Ruht wohl“ und der grandiosen Steigerung des zart beginnenden Schlusschorals „Ach Herr, lass dein lieb Engelein“, der energisch-satt im ewigen Lob Christi kulminiert.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)<img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/ae9c8fd3629443698700688d21fc70c9" width="1" height="1" alt=""></p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/musik/grosze-musik-im-groszen-raum-bachs-johannes-passion-im-dom/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>beatbox und mehr im chor</title>
		<link>http://matthias-mader.de/musik/beatbox-und-mehr-im-chor/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/musik/beatbox-und-mehr-im-chor/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 23:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[beatbox]]></category>
		<category><![CDATA[chor]]></category>
		<category><![CDATA[noten]]></category>
		<category><![CDATA[partitur]]></category>
		<category><![CDATA[vocal percussion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1718</guid>
		<description><![CDATA[Spa&#223; und Groove, Anspruch und lockere Musik m&#252;ssen sich nicht zwansl&#228;ufig ausschlie&#223;en. Ein sch&#246;nes Beispiel, wie man beides vereinen kann, bieten die bei der ehrw&#252;rdigen Universal Edition in Wien erschienenen vierstimmigen S&#228;tze aus der Reihe „Rhytm Voices“. Das erfordert allerding schon eine gewissen Offenheit f&#252;r Ungewohntes und die Lust, sich nicht nur in ein fremdes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spaß und Groove, Anspruch und lockere Musik müssen sich nicht zwansläufig ausschließen. Ein schönes Beispiel, wie man beides vereinen kann, bieten die bei der ehrwürdigen Universal Edition in Wien erschienenen vierstimmigen Sätze aus der Reihe „Rhytm Voices“.<br />
Das erfordert allerding schon eine gewissen Offenheit für Ungewohntes und die Lust, sich nicht nur in ein fremdes Notationssystem zu versenken, sondern auch die eigene Stimme ganz anders zu nutzen: Gesungen wird hier erstmal nicht. Stattdessen wird getrommelt. Zumindest in der Luft: „Airdrummers of Tombalesi“ führt sehr schön und dicht die Klänge und Kombinationen des Schlagzeuges vor – ganz ohne Trommel und Becken natürlich. Dafür mit vollem Körpereinsatz. Denn auch Arme und Beine braucht man bei dieser Form der vokalen Percussion ganz selbstverständlich, die Choreographie der Schlagbewegungen gehört mit zur Partitur. Interessant sind auch die „Texte“: Die erinnern in manchen Momenten an die Lautgedichte etwa von Kurt Schwitters.<br />
„Beam me up!“ setzt natürlich zumindest rudimentäre Kenntnisse der Star-Trek-Technik voraus. Und benötigt viel Energie – nicht nur, damit Mr. Spock endlich zurück zum Mutterschiff gebeamt werden darf. Auch dafür, dass der Hip-Hop-Rhythmus auch wirklich groovt. Aber Richard Filz, erfahrener Lehrer der Vocal Percussion – in Workshops und Büchern, für Schulklassen oder Solisten – weiß als Schlagzeuger natürlich, wie man das zuwege bringt. Man ist als Ensemble– oder Chorleiter allerdings gut beraten, sich vorher gut mit den Techniken und Möglichkeiten der Vocal Percussion vertraut zu machen. Denn Filz gibt zwar auch ein paar Hinweise zur Ausführung der reibenden und schlagenden Klänge, aber das sind wirklich nur ganz knappe Einführungen. Dafür lassen seine Kompositionen (das klingt schon fast ein wenig hoch gegriffen – im Grunde sind es vor allem chorisch notierte Grooves mit einigen Variationen) aber auch noch viel Platz für die eigene Kreativität und Phantasie.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.deutscher-chorverband.de/index.php?page=neue-chorzeit" title="Neue Chorzeit" target="_blank">neue chorzeit</a></span>.)</p>
<p>so kündigt es der verlag, die universal edition, an: „Rhythm Voices — für vier Stimmen oder Chor a cappella”. Vocal Percussion-Klänge gemixt mit Sprechsequenzen, verschiedenen Geräuschen und Choreographien sind die wesentlichen Elemente der neuen Serie „Rhythm Voices“. Die amüsanten und rhythmisch ansprechenden Stücke sind ein Highlight bei jedem Chorkonzert!<br />
„Airdrummers of Tombalesi” (Chorpartitur, 12 Seiten, Best. Nr: 34186)<br />
„Beam me up!” (Chorpartitur, 12 Seiten, Best. Nr: 34187)<br />
„Rushhour in Rio” (Chorpartitur, 16 Seiten, Best. Nr: 34674)<br />
„Monsun” (Chorpartitur, 8 Seiten, Best. Nr: 34675)<br />
Universal Edition 2009/2010<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/2d4482c2f2eb43c8a739e2309554e478" width="1" height="1" alt=""></p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/musik/beatbox-und-mehr-im-chor/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„herz an herz”: der bachchor mit brahms &amp; reger</title>
		<link>http://matthias-mader.de/musik/herz-an-herz-der-bachchor-mit-brahms-reger/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/musik/herz-an-herz-der-bachchor-mit-brahms-reger/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 17:10:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[chormusik]]></category>
		<category><![CDATA[johannes brahms]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[max reger]]></category>
		<category><![CDATA[ralf otto]]></category>
		<category><![CDATA[romantik]]></category>
		<category><![CDATA[sehnsucht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1752</guid>
		<description><![CDATA[Es erbebt die Seele, es zittert das Herz und es schmachtet das Gem&#252;t: In der romantischen Chormusik wird gerne gesehnt und gelitten — aber auch geliebt und gefreut. Nicht gerade typisches Repertoire f&#252;r einen Kirchenchor. Aber der Bachchor ist ja schon l&#228;nger &#252;ber seine urspr&#252;ngliche Funktion hinausgewachsen. Und dass er und sein Dirigent Ralf Otto [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es erbebt die Seele, es zittert das Herz und es schmachtet das Gemüt: In der romantischen Chormusik wird gerne gesehnt und gelitten — aber auch geliebt und gefreut. Nicht gerade typisches Repertoire für einen Kirchenchor. Aber der Bachchor ist ja schon länger über seine ursprüngliche Funktion hinausgewachsen. Und dass er und sein Dirigent Ralf Otto romantische Musik ziemlich gut in Klang setzen können, haben sie auch schon ausreichend bewiesen.<br />
Gute Voraussetzungen für ein gelingendes Konzert also. Und in der Tat, das dritte Abonnement-Konzert, für das der Bachchor mitten in der Passionszeit ins Staatstheater wechselte, gelang ihnen. Nicht nur dem Chor, auch den begleitenden Instrumenatlisten (Burkhard Schaeffer und Petra Morath-Pousinelli am Klavier) und dem Kammermusik-Duo. Denn zwischen den liebestrunkenen und wehevollen Chorsätzen sorgten auch noch Violinist Benjamin Bergmann, wiederum von Burkhard Schaeffer am Klavier unterstützt, für etwas Abwechslung: Mit einer klaren, geradlinigen A-Dur-Violinsonate von Johannes Brahms und Teilen aus der a-Moll-Suite von Max Reger.<br />
Nicht, dass die Abwechslung unbedingt nötig gewesen wäre. Denn der Bachchor selbst bringt schon genügend viele Klangfarben und Stimmungen mit, um einen Konzertabend vielfältig zu gestalten.<br />
Zumal das Programm sich zwar auf zwei Komponisten, eben Brahms und Reger, beschränkte, aber doch alles andere als langweilig war. Da gab es eine kleine Auwahl aus den Ausgewähltenn Volksliedern Regers, die beiden „Nachtwachen“ aus den Fünf Gesängen von Brahms, aber auch Regers frühe Chöre für gemischte Stimmen mit Klavier op. 6. Und schließlich noch die kompletten Brahmsschen Liebesliederwalzer. Die waren natürlich ein echter Höhepunkt, versammelten sie zum Schluss doch noch einmal die große Vielfalt romantischer Chormuik in einem – textlich und musikalisch, inhaltlich und formal.<br />
Und die reichen Differenzierungen des Chores waren hier besonders gut zu beobachten und zu bestaunen. Denn nicht nur der tanzende Dirigent sorgte für Stimmung, auch die präzisen, klaren Chorsätze machten Freude. Otto schaffte es nämlich wieder einmal, genau ins Ziel zu treffen: Durchhörbare Harmonien (selbst in den komplexen Sätzen Max Regers gelang ihm das sehr locker) verbinden sich mit einer wunderbar klaren Verdeutlichung der Komposition. Aber er begnügte sich eben noch lange nicht damit. Denn er ließ seine Sänger und Sängerinnen das zu wirklicher Musik machen: Mit Empfindung und auch etwas Emphase, mit Gefühl und Geschmack leihen sie dem leidenden Herz und der überschwänglich jubilierenden Seele immer wieder ganz frisch ihre klangvollen Stimmen.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/6246b61c1e3d47b097562fdd618c3dc1" width="1" height="1" alt=""></p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/musik/herz-an-herz-der-bachchor-mit-brahms-reger/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>bach und die virtuosen romantiker</title>
		<link>http://matthias-mader.de/musik/bach-und-die-virtuosen-romantiker/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/musik/bach-und-die-virtuosen-romantiker/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 20:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[19. jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[bach]]></category>
		<category><![CDATA[ferruccio busoni]]></category>
		<category><![CDATA[franz liszt]]></category>
		<category><![CDATA[klavier]]></category>
		<category><![CDATA[konzert]]></category>
		<category><![CDATA[robert schumann]]></category>
		<category><![CDATA[romantik]]></category>
		<category><![CDATA[widmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1749</guid>
		<description><![CDATA[Es wirkte zun&#228;chst fast wie eine Beerdigung: Der gro&#223;e schwarze Fl&#252;gel, Kirill Gerstein ganz und gar in Schwarz gewandt, der gemessenen Schrittes zu seinem Platz schritt und dort wartete, ganz in sich selbst versunken. Aber eine Trauerfeier war der Klavierabend, das f&#252;nfte Konzert der SWR-Reihe „Internationale Pianisten“, im Frankfurter Hof nun wirklich nicht. Eine Respektbezeugung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wirkte zunächst fast wie eine Beerdigung: Der große schwarze Flügel, Kirill Gerstein ganz und gar in Schwarz gewandt, der gemessenen Schrittes zu seinem Platz schritt und dort wartete, ganz in sich selbst versunken. Aber eine Trauerfeier war der Klavierabend, das fünfte Konzert der SWR-Reihe „Internationale Pianisten“, im Frankfurter Hof nun wirklich nicht. Eine Respektbezeugung allerdings schon. Zunächst ging es nämlich um JOhann Sebastian Bach. Als Komponist und als Vorbild, als Inspiration und als Heroe der klassischen Musik auch im 19. Jahrhundert.<br />
Kirill Gerstein hatte sein kurzfristig noch geändertes Programm rund um Bach konzipiert, mit dessen zweiter Englischen Suite als Mittel– und Referenzpunkt. Und dann spielte auch Ferruccio Busoni eine große Rolle: Zunächst, zum Warmspielen und zur gegenseitigen Gewöhnung, stand dessen fünfte Sonatine an — „in signo Joanni Sebastiani magni”. Aber schon das reichte, um Gersteins Prinzipien klar zu erkennen: Über allem stand ihm die Deutlichkeit. Die knackige, aber sanft artikulierte Ausarbeitung der Formen, der Motive und Themen, ihrer Verarbeitungen und Verbindungen – das lag ihm am Herzen und das gelang ihm treflich.<br />
Darüber hinaus hatte Gerstein sich aber auch noch Busonis Toccata verschrieben. Hier ging es dann richtig zur Sache — virtuos ausgespielt und deutlich bis fast zur Groteske, zeigte er sich von technischen Schwierigkeiten völlig unbeeindruckt.<br />
Und noch eine Toccata bildete das Bindeglied von Bach und Busoni zu Liszt im zweiten Teil: Die C-Dur-Toccata Robert Schumanns, die Gerstein als Episodenhafte Traumbewegung, weit entrückt der Realität vorstellte — ein Traum, der kristallne Klarheiten offenbarte und zugleich ganz und gar irreal erschien — erst der Applaus holte ihn wieder zurück in die Realität.<br />
Das war also schon eine ganze Menge. Vor allem viel Musik mit sehr hohem spieltechnischen Anspruch. Aber Gerstein setzte noch eines drauf und schloss den Abend mit Liszts h-Moll-Sonate ab. Die ist Schumann gewidmet – womit sich der Kreis der gegenseitigen Beziehungen und Verweise an diesem Abend rundete. Natürlich wurde das ein großartiger Schluss. Auch wenn, gerade in den letzten Teilen der Sonate, die Konzentration ein kleines bisschen nachzulassen schien, die Präzision Gersteins minimal aufweichte. Davor entwickelte er aber ganz viel düstere, kraftvolle, konzentrierte, faustische und doch ganz lichthelle Musik. Denn Gerstein spielte das so klar und deutlich, dass man im Geiste mitschreiben hätte können.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/40e9e86abff446a1a19b28925a49855e" width="1" height="1" alt=""></p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/musik/bach-und-die-virtuosen-romantiker/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>politik &amp; feuilleton</title>
		<link>http://matthias-mader.de/diverses/politik-feuilleton/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/diverses/politik-feuilleton/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 14:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[diverses]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[recht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1739</guid>
		<description><![CDATA[wie (fast) jeden samstag wieder die allw&#246;chentliche empfehlung der vortrefflichen kolumne „deutscher alltag” von kurt kister in der wochenend-beilage der s&#252;ddeutschen zeitung. auch wenn es schon bessere wochen gab … aber einen satz will &#38; muss ich doch zitieren: Irgendjemand, es k&#246;nnte der Autor dieser Kolumne gewesen sein, hat einmal gesagt, „Politik” komme aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wie (fast) jeden samstag wieder die <a href="http://matthias-mader.de/publizistik/die-welt-ist-voller-groszer-raetsel/">allwöchentliche</a> <a href="http://matthias-mader.de/diverses/deutscher-alltag-9-januar-2010/">empfehlung</a> der vortrefflichen kolumne „<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/567/466152/uebersicht/">deutscher alltag</a>” von kurt kister in der wochenend-beilage der süddeutschen zeitung. auch wenn es schon bessere wochen gab … aber einen satz will &amp; muss ich doch zitieren:</p>
<blockquote><p>Irgendjemand, es könnte der Autor dieser Kolumne gewesen sein, hat einmal gesagt, „Politik” komme aus dem Griechischen und bedeute auf Deutsch so viel wie „ich habe recht”, wohingegen „Feuilleton” aus dem Französischen stamme und sinngemäß übersetzt „ich habe recht und du bist doof” heiße.</p></blockquote>
<p>dem ist ja auch nichts mehr hinzuzufügen ;-)</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/diverses/politik-feuilleton/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die illiteraten Literati</title>
		<link>http://matthias-mader.de/publizistik/die-illiteraten-literati/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/publizistik/die-illiteraten-literati/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 16:26:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[ard]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[netz]]></category>
		<category><![CDATA[verleger]]></category>
		<category><![CDATA[zdf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1724</guid>
		<description><![CDATA[… sind — nat&#252;rlich — die Verleger. Stefan Niggemeier hat (wieder einmal) sehr eloquent und treffend „Das Elend der Debatte um ARD und ZDF” aufgeschrieben. Und da geht es nat&#252;rlich auch und vor allem um die Verleger. Ihre seltsamen Gedankenspr&#252;nge und –g&#228;nge — falls man das &#252;berhaupt noch Gedanken nennen darf. Und auch um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>… sind — natürlich — die Verleger. Stefan Niggemeier hat (wieder einmal) sehr eloquent und treffend „<a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-elend-der-debatte-um-ard-und-zdf/">Das Elend der Debatte um ARD und ZDF</a>” aufgeschrieben. Und da geht es natürlich auch und vor allem um die Verleger. Ihre seltsamen Gedankensprünge und –gänge — falls man das überhaupt noch Gedanken nennen darf. Und auch um die nicht anwesende Logik — oder, wie es bei ihm so schön heißt: </p>
<blockquote><p>„Die Logik hat bereits vor einer Weile einen Ausreiseantrag aus der Diskussion gestellt, der offenbar jetzt genehmigt wurde.”</p></blockquote>
<p>Er nimmt dann Stellungnahmen, Vorwürfe, Ideen und Forderungen der Zeitungs– und Nachrichten-, d.h. Medienbranche und ihrer Chefs im einzelnen auseinander. Seine vorläufige Schlussfolgerung:</p>
<blockquote><p>Die Verlage müssen von der (ohnehin schon reduzierten) Mehrwertsteuer befreit werden, Google muss verboten oder zur Zahlung von Lizenzgebühren verpflichtet werden, ARD und ZDF müssen das Internet verlassen, das Zitatrecht muss drastisch eingeschränkt, das kostenlose Anbieten von Informationen untersagt und die Gratis-Kultur im Internet insgesamt vernichtet werden — dann, ja dann könnten die Verlage vielleicht, möglicherweise, wenn das Wetter stimmt, in der Lage sein, auch in Zukunft Qualitätsjournalismus anzubieten, und womöglich sogar im Netz. Sonst können sie für nichts garantieren.</p></blockquote>
<p>Und das ist, da hat er vollkommen recht, natürlich eine Steilvorlage gerade für das unbedingte Fortbestehen der öffentlich-rechtlichen Medien — ganz im Sinne der „Grundversorgung”. Und die ist unbedingt notwendig. Auch gesellschaftlich:</p>
<blockquote><p>Warum soll es gesellschaftlich erstrebenswert sein, journalistische Inhalte nur denen zugänglich zu machen, die dafür zahlen können? Inwiefern ist es gut, wenn Menschen ohne Geld schlecht informiert werden?</p></blockquote>
<p>Und weil Niggermeier trotzdem kein Lobbyist der ARD etc. sein will, weist er wenigenstens kurz auch auf Mängel auf deren Seite hin — etwa den Umgang mit der Kritik. Natürlich muss die BBC da wieder mal als Vorbild dienen. Also: <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-elend-der-debatte-um-ard-und-zdf/">dort</a> komplett lesen und nicht von den lautesten Schreiern verwirren lassen.</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/publizistik/die-illiteraten-literati/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>immer wieder oktober: peter kurzeck liest in mainz</title>
		<link>http://matthias-mader.de/literatur/immer-wieder-oktober-peter-kurzeck-liest-in-mainz/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/literatur/immer-wieder-oktober-peter-kurzeck-liest-in-mainz/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 17:53:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[lesung]]></category>
		<category><![CDATA[peter kurzeck]]></category>
		<category><![CDATA[zeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1720</guid>
		<description><![CDATA[Da sitzt er also, verschwindet fast hinter seinem Buch mit dem auff&#228;lligen orangefarbenen Umschlag, wirkt noch kleiner und zerbrechlicher als sonst. Aber seine Stimme, die dringt m&#252;helos &#252;ber das Publikum hinweg bis in die letzte Reihe und f&#252;llt das Antiquariat am Ballplatz ganz und gar aus. Peter Kurzeck, der aus B&#246;hmen stammende, bei Gie&#223;en aufgewachsene, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sitzt er also, verschwindet fast hinter seinem Buch mit dem auffälligen orangefarbenen Umschlag, wirkt noch kleiner und zerbrechlicher als sonst. Aber seine Stimme, die dringt mühelos über das Publikum hinweg bis in die letzte Reihe und füllt das Antiquariat am Ballplatz ganz und gar aus. Peter Kurzeck, der aus Böhmen stammende, bei Gießen aufgewachsene, lange in Frankfurt lebende und nun in Südfrankreich schreibende Meister der Erinnerung und der Vergegenwärtigung liest aus seinem letzten Buch, „Oktober und wer wir selbst sind“.  Die Lesungen Kurzecks sind immer ein Fest für seine Leser und Fans, von denen es in Mainz inzwischen eine ganze Menge gibt – die Stühle im Antiquariat reichten gar nicht für alle, eine schöner Erfolg für den Veranstalter, das Literaturbüro Mainz. Denn Peter Kurzeck liest nicht nur einfachr, was er mal, vor einigen Jahren, irgendwann aufgeschrieben hat. Nein, er trägt es wirklich vor. Mit schwebenden Betonungen, manchmal fast singend. Und immer mit großem, beinahe kindlichem Erstaunen über diesen Text, den er da vor sich liegen hat.  Dieses Erstaunen, das ist eine echte Kurzecksche Qualität. Es findet sich nämlich schon im Buch selbst: Als Staunen über die Welt, die den Erzähler umgibt. In „Oktober und wer wir selbst sind“ ist es das Frankfurt im Herbst 1983, die Wohnung in Bockenheim, die Wege in der Stadt und an ihren Rändern, mit Frau und Kind, zum Einkaufen und zum Kinderladen, im vergangenen Sommer und beginnenden Herbst. Und natürlich das Schreiben selbst – der Erzähler hat gerade sein drittes Buch begonnen. Kurzeck liest in Mainz aus den beiden ersten Kapiteln von „Oktober“, die genau den Moment beschreiben, in dem der Sommer endgülig vorüber ist. Aber in dem zugleich auch der Herbst schon da ist, schon etwas Neues begonnen hat.  Das klingt alles furchtbar banal. Und ist es eigentlich auch. Nicht aber für Peter Kurzeck. Er verzaubert das nämlich: Durch die Erinnerung an den Alltag, das übliche und das ungewöhnliche, das banale und außerordentliche Geschehen wird das alles schon wieder ganz anders und besonders. Und durch seinen feinen, präzisen, verknappten und doch beredten Stil, der ihn schon so lange zu einer ganz außergewöhnlichen Erscheinung der deutschen Gegenwartsliteratur macht, wird es geradezu überhöht. Das Ergebnis, sein Buch und seine Lesung, ist berührend. Und mächtiger, auch dauerhafter als der kleine, unscheinbare Mann, der sie geschaffen hat.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>)</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/literatur/immer-wieder-oktober-peter-kurzeck-liest-in-mainz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

