ich glaube es ja wirklich nicht: gerade, beim lesen der „zeit” der letzten woche, stolpere ich in dem sowieso recht seltsamen text über bzw. gespräch mit johann dora, bundeswehrgeneral, über diesen satz: „Gerade deswegen ist heute wie damals die Unterstützung an der Heimatfront wichtig.” wirklich, weder lese– noch tippfehler. so viel also zum staatsbürger in uniform, zur politischen bildung der bundeswehr. „damals” meint hier übrigens nicht die vierziger, sondern den krieg in serbien. auch sonst faselt der liebe general schöne sprechblasen — das beste ist ja noch „Ein Soldat ist ein Spezialist für Sicherheit” — nunja, normalerweise sind soldaten dafür da, zu töten, nicht zu sichern. und dann geht es passend weiter: „Und für die Sicherheit kämpft er mit militärischen Mitteln, d.h., wenn es nötig ist, übt er militärische Macht aus.” sehr schön, der sicherheitsspezialist muss im fremden land nicht einmal mehr kämpfen, sondern nur noch „militärische macht” ausüben. wer so denkt und redet braucht sich nun wirklich nicht zu beschweren, wenn der rückhalt in der heimat für das morden seiner truppe zu gering ist.