Einträge, abgelegt unter “philosophie”
neurojura: der freie wille und seine gegner
schon seit einiger zeit verfolge ich eher staunend — vor allem ob der grandiosen naivität der argumente — die diskussion der neuro-wissenschaftler des sogenannten naturalistic turn, die den freien willen negieren (z.b. wolf singer oder jürgen roth) mit den juristen und den philosophen, die da dummerweise manchmal immer noch — ob aus überlegung oder aus […]
was ist pop?
die ewige frage, wahrscheinlich eh‘ nicht wirklich umfassend und zufriedenstellend zu beantworten… aber stellen muss man sie halt doch immer wieder, sonst kommt man ja gar nicht voran, beim nachdenken über phänomene des pop. dass pop mehr ist als charthits und mainstream-popmusik der seichten sorte, inklusive ihrer kulturindustriellen, marktkapitalistischen verwertungsorgien und marketingkampagnen, ist ja inzwischen […]
protestanten und ihr –ismus
sie müssen ausgesprochen gute lektoren beim beck-verlag in münchen haben für diese reihe, die „wissen“-taschenbücher. die sind nämlich immer ausgesprochen gut lesbar, für laien verständlich, ohne deshalb flach zu sein. dieser band (der protestantismus von friedrich wilhelm graf) ist dabei schon vergleichsweise voraussetzungsreich, und – um es gleich zu sagen – mir fehlt auch ein […]
gesund oder krank: das ich in der postmoderne
rainer funk macht sich gedanken darüber: ist die spezielle ich-orientierung des subjekts in der postmoderne psychoanalytisch gesehen etwas gutes oder schlechtes? es ist natürlich etwas defizientes, im grunde krankes: sie ist nicht-produktiv (und noch eine menge anderes). da ich von psychonanalyse ja eigentlich keinerlei ahnung habe, kann ich nicht wirklich beurteilen, wie gut funk dabei […]
Sprache und die Unmöglichkeiten ihrer Kritik
so, der nachtrag vom wochenende. meine hauptlektüre: das neueste buch von dieter e. zimmer: sprache in zeiten ihrer unverbesserlichkeit. hamburg: hoffmann und campe 2005. insgesamt nicht ganz so erquicklich wie ich es mir erhoffte. grundsätzlich hat er ja die richtigen ideen, insbesondere im ersten kapitel zu den grundsäztlichen möglichkeiten der sprachkritik — auch wenn das […]
willensfreiheit — aber richtig, bitte!
endlich das merkur-heft von märz angegangen. wie so oft steht das beste am anfang: ein text von jan philipp reemtsma, das scheinproblem „willensfreiheit”. ein plädoyer für das ende einer überflüssigen debatte. denn reemtsma gelingt — mit zunächst erstaunlich geringem, sehr schnell aber bewundernd beobachtet ökonomischen einsatz von gehirnschmalz und argumentation, die von den neurologen (um […]