natur und kunst

die bei­den kom­men ja ab und an mit­ein­an­der in berüh­rung, meist aller­dings nur in einer rich­tung, um die es hier jetzt auch geht: ein net­tes klei­nes kon­zert loka­ler kräfte im gon­sen­hei­mer rat­haus, das um das thema „natur­ver­to­nun­gen” kreist — mit hef­ti­gem hin– und her-springen zwi­schen den sti­len und jahr­hun­der­ten (ein bei­trag zur tat­säch­lich statt­fin­den­den berüh­rung in umge­kehr­ter rich­tung, also kul­tur in der natur, fin­det sich etwa hier.) so, genug der vor­rede, jetzt der eigent­lich text:

gut, das war der also offi­zi­elle text­teil. nicht mehr hin­ein­ge­passt hat v.a. sofia gubai­du­li­nas „klänge des wal­des”. obwohl das auch mal wie­der ganz schön zu hören war. natür­lich auch hier wie­der die obli­ga­ten vogel­stim­men (was wäre ein wald ohne die gefie­der­ten vie­cher), aber vor allem ein sehr atmo­sphä­ri­sches stim­mungs­bild, noch bei­nahe (naja, viel­leicht doch nicht so bei­nahe) roman­ti­sches stück musik. wobei die grund­hal­tung, das emo­tio­nale emp­fan­gen und (hör-)bildliche wie­der­ge­ben die­ser stim­mung in der musik eben doch ziem­lich von der roman­ti­schen ästhe­tik bestimmt ist. jeden­falls sehr schöne, plas­ti­sche momente — vor dem inne­ren auge tau­chen ein­same, unbe­rührte, leicht ver­wil­derte mär­chen­wäl­der auf, sanfte nebel­schwa­den, hier und da blitzt immer wie­der ein ein­sa­mer son­nen­strahl durch das dach der grü­nen wüste, ansons­ten eher gedämpf­tes licht etc. usw. — also irgend­wie eben die typi­schen emp­fin­dun­gen der roman­ti­ker — oder die ent­spre­chen­den klischees.

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