eine cd aus der reihe jazzthing-next generation, die sechzehnte, um genau zu sein. und wieder einmal typisch für die reihe, ihr profil, und den grund, weshalb ich sie nicht abonniert habe. das ist, das muss man umbedingt zugeben, immer alles ausgesprochen professionell gemachte musik: gekonnt komponiert, arrangiert, gespielt und aufgenommen. von dieser seite gibt es also nichts zu meckern. aber das entscheidende ist eben immer noch, was da eigentlich so professionell veranstaltet wird. und das ist, ehrlich gesagt, ausgesprochen langweilig. im einzelfall genauso wie im gesamten. denn immer wieder gibt es klassischen modern-jazz, ausgesprochen zeitlos, harmlos, nett anzuhören — aber nicht mehr. was daran jung ist — keine ahnung. warum solche musik und ihre hersteller eine zukunft haben soll — keine ahnung. sie haben ja noch nicht einmal eine gegenwart. denn im eigentlichen sinne ist zeitlos für jazz vielleicht noch mehr als für jede kunst ein schimpfwort, eine abgrundtiefe verdammung. denn, und das ist eben — neben der gähnenden langeweile, die mich beim hören immer wieder überfällt -, mein hauptproblem mit jochen baldes’ ensemble und deren musik: das hat mit mir und mit der heutigen zeit (in ihrer gesamtheit) irgendwie gar nix zu tun. dass er seine cd auch nach dem free-jazz-schlagzeuger
jochen baldes subnoder: the moholo songs. double moon records 2006 (= jazzthing, next generation, vol. 16)