gleich zu beginn der hinweis: aktuelles steht immer mal wieder (unregelmäßig) im lauftagebuch–teil meines blogs.
motivation
angefangen mit dem laufen habe ich ab dem 1.1.2005, mit schlimmen ersten wochen, in denen kaum fünf oder zehn minuten laufen ohne unterbrechung möglich waren. allmählich wurde es aber immer mehr, die kondition verbesserte sich zusehends und die freude am laufen nahm auch immer mehr zu. auch wenn ich ohne große überlegungen und planung an die sache herangegangen bin — mit etwas gesundem menschenverstand ist eigentlich klar, was man beachten muss: nicht zu schnell zu viel wollen. langsam anfangen, langsam tempo und umfänge steigern. so habe ich es gemacht und bin bisher wunderbar damit gelaufen.
und es ist herrlich, wenn man das erste mal eine besondere strecke schafft — zum beispiel die dreibrückenrunde in mainz. oder die dreiseentalrunde in erbach. dann auch der erste halbmarathon, gleich deutlich unter zwei stunden (allerdings auch erst nach eineinhalb jahren). oder die ersten 30 km nonstop. oder den ersten marathon …
allerdings legte ich damals besonderen wert darauf, dass ich nicht trainiere, um zu laufen: ich lief, um zu laufen. und sonst nichts. das heißt auch, ich befolgte — selbst in der marathonvorbereitung — keinen speziellen trainingsvorgaben. ich hatte zwar einige dinge (z.b. umfänge der einzelnen läufe, wochenumfänge und ähnliches) im auge. statt einer detailierten vorgabe machte ich aber lieber das, was mein körper mir sagt: wenn es gut geht, wurd länger und/oder schneller gelaufen. und wenn es halt mal eine woche nicht so richtig funktionierte, dann waren es eben weniger kilometer. nur eines stand und steht — momentan — fest: gelaufen wird jeden tag. also täglich. ohne ausnahme. ohne gnade. inzwischen bin ich — nach einem muskelfaserriss — in meiner zweiten serie bei knapp 500 tagen angelangt — und einer laufleistung von ca. 6500 kilometern.
das gerade eben gesagte gilt zwar grundsätzlich immer noch. aber trotzdem versuche ich im moment, einmal mit einem trainingsplan zu laufen. denn ich will jetzt einfach sehen, wie viel mir das bringt, wie viel ich damit schneller werden kann. denn — das habe ich im frühjahr 2007 gemerkt — mit meinem bisherigen ansatz kann (und wollte) ich mich nicht besonders stark, d.h. effektiv und schnell, steigern. schließlich muss man es zumindest einmal ausprobieren, bevor man es ganz und gar ablehnt. mehr zu meinen gründen und dem verwendeten plan (dem sogenannten „vicsystem”) steht im blog.
meine gedanken und erfahrungen zum täglichen laufen, dem streaken, haben nun eine eigene seite.
strecken
meine strecken in mainz sind vorwiegend die klassiker am rhein: am winterhafen, die dreibrückenrunde, die petersaue mit kaiserbrücke oder die autobahnbrück mainz-süd und die kostheimer schleuse (mit und ohne hochheim). mehr strecken, v.a. die außergewöhnlichen, gibt es bei gpsies. und natürlich in meinem (lückenhaften) trainingstagebüchern online: runsaturday für die datenfreaks und sportics für die, die lieber übersichtliche seiten mögen …
meine bescheidenen erfahrungen mit laufwettkämpfen, volksläufen etc. stehen auf einer eigenen seite.
ausrüstung
momentan laufe ich mit folgenden schuhen — viel sind es inzwischen geworden, noch mehr als hier aufgelistet …:
- new balance 766 — ein sehr zuverlässiger, solider schuh auf jeder strecke (nur auf nassem asphalt etwas rutschig), den ich jetzt schon zum zweiten mal laufe. ziemlich das gleiche gilt für den nachfolger, den 767, der jetzt auch schon einige kilometer hinter sich hat, aber mir etwas klobig geworden ist im vergleich zu seinem vorgänger.
- mizuno wave nexus 2 — guter allround-treter, der bei mir inzwischen den brooks adrenaline ablöst und mit dem new balance 766 um die gunst des standardschuhs kämpft.
- mizuno wave inspire 2 — schöner, direkter & leichter schuh, der mich sehr schnell macht ;-)
- mizuno wave elixir 3 — ein genialer, schneller, bequemer, leichter, direkter schuh. perfekt für bestzeiten ;-) und bahntrainings.
- saucony fast switch — fast noch besser als der elixir 3, etwas leichter und straffer. kommt nur bisher nur im wettkampf zum einsatz
- brooks axiom 2 & 3 — ein leichter schuh für eher kurze und schnelle ausläufe wie intervalltrainings
- puma trailfox — für matsch, schnee und so weiter (die ganz harten fälle)
- salomon 3d ultra — ein ausgezeichneter allround-trail-schuh, der auf so ziemlich allen untergründen eine ausgezeichnete figur macht: von asphalt über unbefestigte waldwege bis hin zu nassen wiesen macht er alles mit. und ist noch sehr bequem dazu.
kleidung beziehe ich bevorzugt von skinfit. die ist in der anschaffung zwar recht teuer, dafür aber sehr funktional, passt wunderbar, hält lange. ebenfalls hervorragende erfahrung habe ich mit den shirts von thoni mara gemacht — am anfang etwas gewöhnungsbedürftig, überzeugen sie durch ihre kompromisslose funktion bei jedem wetter, den großartigen tragekomfort auch im nassen zustand und das nette aussehen.
außerdem benutze ich einen garmin forerunner 205 zusammen mit sporttracks für die protokollierung (inkl. gps-daten) meiner läufe. zur navigation bei langen läufen im eher unbekannten gelände steht darüber hinaus auch noch ein etrex legend hcx von garmin bereit. und nicht zu vergessen: verschiedene systeme zur flüssigkeitsversorgung. das reicht von einer handflasche (von nike, die sich mit dem gurt bequem auch mehrere stunden tragen lässt) über eine hüfttasche (inov-8) bis zum laufrucksack für die ganz langen strecken in einsamen gegenden, auf denen ich unter umständen auch ersatzkleidung, notproviant und erste-hilfe-ausrüstung (neben dem wasser) mitführen möchte.
lesen
empfehlenswerte literatur zum thema, neben unzähligen webseiten und den wichtigen foren (streakrunner.de, laufen-aktuell.de, duv):
- kuno hottenrott, martin zülch: ausdauertrainer laufen. 9. auflage reinbek: rowohlt 2005. — durch das sponsoring von polar sehr pulswert/laktatkonzentration-fixiert. aber gute, praxistaugliche trainingsbaustein-sammlungen.
- timothy d. noakes: lore of running. fourth edition. champaign: human kinetics 2002. (nachdruck der ausgabe 2001 bei der oxfortd university press southern africa) — fast 1000seitiger wälzer zu allem, was das laufen angeht: physiologische, psychische grundlagen, trainingskonzepte (sehr schön: die darstellung der trainingsideen verschiedener erfolgreicher sportler) und und und.