<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>„Nächstens mehr.“ &#187; geschichte</title>
	<atom:link href="http://matthias-mader.de/geschichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://matthias-mader.de</link>
	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur. Und das Laufen.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 28 Jul 2010 22:06:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>venedig: erste eindr&#252;cke</title>
		<link>http://matthias-mader.de/geschichte/venedig-erste-eindruecke/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/geschichte/venedig-erste-eindruecke/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 22:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[kirche]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[lagune]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[venedig]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://matthias-mader.de/?p=1689</guid>
		<description><![CDATA[&#252;bers wochenende (von donnerstag nachmittag bis montag mittag &#8211; also ein sehr gro&#223;z&#252;giges wochenende) war ich in venedig &#8211; dank daniel und seiner gastfreundschaft im deutschen studienzentrum dort eine sehr kosteng&#252;nstige bildungreise. heute nur ein paar erste eindr&#252;cke, der komplette bericht kommt sp&#228;ter. die reisezeit war optimal: f&#252;r venezianische verh&#228;ltnisse war die stadt ausgestorben. bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&uuml;bers wochenende (von donnerstag nachmittag bis montag mittag &#8211; also ein sehr gro&szlig;z&uuml;giges wochenende) war ich in venedig &#8211; dank daniel und seiner gastfreundschaft im deutschen studienzentrum dort eine sehr kosteng&uuml;nstige bildungreise.</p>
<p>heute nur ein paar erste eindr&uuml;cke, der komplette bericht kommt sp&auml;ter.</p>
<p>die <span style="text-decoration: underline;">reisezeit</span> war optimal: f&uuml;r venezianische verh&auml;ltnisse war die stadt ausgestorben. bis auf den absoluten kernbereich war es wirklich sehr leer &#8211; &uuml;berall. am montag freilich nicht mehr ganz so sehr wie am freitag zuvor. die temperaturen waren zwar nicht ausgesprochen angenehm, aber durchaus ertr&auml;glich. zumindest f&uuml;r einen hei&szlig;bl&uuml;tler wie mich. und das wetter war wunderbar: ganz viel sonnenschein, ein bisschen leichte bew&ouml;lkung, &uuml;berhaupt kein niederschlag. so konnten wir die stadt und ihre sch&auml;tze herrlich erlaufen.</p>
<p>ach ja, das <span style="text-decoration: underline;">laufen</span>: nat&uuml;rlich bin ich auch in venedig jeden tag gelaufen. aber das ist daf&uuml;r eine unbarmherzige stadt. gleich dreifach: der boden ist immer nur stein. und wirklich nur. (na gut, eine winzige ecke garderinie gibt es. viel weicher ist&#8217;s da aber auch nicht). und es gibt einfach keine gerade strecken: ecken, kanten, scharfe knicke &#8211; die gassen sind schwer zu rennen. und dann nochdie kan&auml;le. d.h. die br&uuml;cken dar&uuml;ber. die st&ouml;ren den rhythmus auch nochmal gewaltig. und wenn dann noch leute unterwegs sind, wird es wirklich fast zum parcour, das lauftraining.</p>
<p>aber deswegen war ich ja nicht dort. sondern um venedig zu erleben und kennenzulernen. das ist die <span style="text-decoration: underline;">stadt</span>: verr&uuml;ckt. der reichtum der vergangenheit. und auch noch der gegenwart. und dann zugleich auch der verfall: schon immer &#8211; zumindest aber lange (man lese nur thomas mann) eine morbide stadt: liebt den tod. das ende. das vergehen. das verfallen. so sieht es da auch aus: &uuml;berall br&ouml;ckelt es. &uuml;berall stehen halbe ruinen rum, die noch bewohnt werden. sehr seltsam. und dann daneben oder darin die pr&auml;chtigsten kultursch&auml;tze.<br />
die geschichte: wahnsinn. dieses selbstbewusstsein. bzw. die grandiose selbst&uuml;berhebung und -verherrlichung. da ist jede konzernzentrale heute dreck dagegen. und auch in dubai kann das nur schwer zu toppen sein. und die dichte an kunst &#8211; das ist einfach &uuml;berw&auml;ltigend. mir brummt jetzt immer noch der kopf von den ganzen eindr&uuml;cken. das muss ich jetzt erst einmal alles noch mental sortieren. und hoffentlich bin ich noch halbwegs in der lage, das auseinanderzuhalten &#8230;<br />

<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-26-1689">


	
	<!-- Thumbnails -->
		
	<div id="ngg-image-253" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:100%;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/venedig/san marco.jpg" title=" " class="thickbox" rel="set_26" >
								<img title="san marco" alt="san marco" src="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/venedig/thumbs/thumbs_san marco.jpg" width="366" height="275" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
				<br style="clear: both" />
	
 		
	<div id="ngg-image-254" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:100%;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/venedig/san michele.jpg" title=" " class="thickbox" rel="set_26" >
								<img title="san michele" alt="san michele" src="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/venedig/thumbs/thumbs_san michele.jpg" width="366" height="275" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
				<br style="clear: both" />
	
 		
	<div id="ngg-image-255" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:100%;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/venedig/tetrachen.jpg" title=" " class="thickbox" rel="set_26" >
								<img title="tetrachen" alt="tetrachen" src="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/venedig/thumbs/thumbs_tetrachen.jpg" width="366" height="275" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
				<br style="clear: both" />
	
 		
	<div id="ngg-image-256" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:100%;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/venedig/venedig.jpg" title=" " class="thickbox" rel="set_26" >
								<img title="venedig" alt="venedig" src="http://matthias-mader.de/wp-content/gallery/venedig/thumbs/thumbs_venedig.jpg" width="206" height="275" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
				<br style="clear: both" />
	
 	 	
	<!-- Pagination -->
 	<div class="ngg-clear"></div> 	
</div>

</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/geschichte/venedig-erste-eindruecke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>jirgl erh&#228;lt den feuchtwanger-preis</title>
		<link>http://matthias-mader.de/literatur/jirgl-erhaelt-den-feuchtwanger-preis/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/literatur/jirgl-erhaelt-den-feuchtwanger-preis/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 07:26:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[lion feuchtwanger]]></category>
		<category><![CDATA[literaturpreis]]></category>
		<category><![CDATA[reinhard jirgl]]></category>
		<category><![CDATA[roman]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/?p=1501</guid>
		<description><![CDATA[reinhard jirgl, in meinen augen einer der ganz wenigen ganz gro&#223;en lebenden deutschen schriftsteller (in der bedeutung als sprach-k&#252;nstler) erh&#228;lt heute den lion-feuchtwanger-preis f&#252;r historische romane. fast ein wenig ironisch, diese auszeichnung. denn auch wenn jirgls romane sich thematisch mit der vergangenheit besch&#228;ftigen (zwar nicht unbedingt in erster linie, wie es die pressemitteilung der akademie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>reinhard jirgl, in meinen augen einer der ganz wenigen ganz gro&szlig;en lebenden deutschen schriftsteller (in der bedeutung als sprach-k&uuml;nstler) <a href="http://www.adk.de/de/aktuell/pressemitteilungen/index.htm?we_objectID=24611#" class="liexternal">erh&auml;lt heute den lion-feuchtwanger-preis</a> f&uuml;r historische romane. fast ein wenig ironisch, diese auszeichnung. denn auch wenn jirgls romane sich thematisch mit der vergangenheit besch&auml;ftigen (zwar nicht unbedingt in erster linie, wie es die pressemitteilung der akademie der k&uuml;nste will, mit &#8222;mit hei&szlig;en Eisen, die sonst keiner anfassen mag&#8220;), so f&auml;llt mir ihre charakterisierung als &#8222;historische&#8220; romane doch eher schwer. das liegt nat&uuml;rlich zum einen an der form/kategorie selbst, die ja in der regel nur ein zerrbild ihrer selbst ist, zum anderen aber auch an jirgls texten &#8211; denn in meiner lekt&uuml;re gibt es kaum gegenw&auml;rtigere texte als jirgls romane. da ist die titulierung als &#8222;historisch&#8220; eben eher ungew&ouml;hnlich. die charakterisierung als &#8222;historiographische metafiktion&#8220;, auch wenn sie ein begriffliches ungeheuer ist, scheint mir &#8211; als ((post-)moderne) variante und fortsetzung des &#8222;klassischen&#8220; historischen romans f&uuml;r jirgl geeigneter. aber daf&uuml;r gibt es (noch) keine preise.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/literatur/jirgl-erhaelt-den-feuchtwanger-preis/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>wie man aus einer normalen mittelgebirgslandschaft deutschlands ein verwunschenes geisterland macht</title>
		<link>http://matthias-mader.de/publizistik/wie-man-aus-einer-normalen-mittelgebirgslandschaft-deutschlands-ein-geisterland-macht/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/publizistik/wie-man-aus-einer-normalen-mittelgebirgslandschaft-deutschlands-ein-geisterland-macht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 07:05:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[19. jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[burg]]></category>
		<category><![CDATA[gespenster]]></category>
		<category><![CDATA[mythos]]></category>
		<category><![CDATA[odenwald]]></category>
		<category><![CDATA[tourismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/?p=1171</guid>
		<description><![CDATA[willi weiss reiste f&#252;r die s&#252;ddeutsche zeitung durch den odenwald. und es schon interessant, so etwas mal zu lesen, wenn man das zielgebiet etwas kennt. da kommen n&#228;mlich so einige ungenauigkeiten und verzerrungen zutage. zum beispiel steht da: erbach wurde im sp&#228;ten mittelalter zum zentrum der elfenbeinschnitzer. franz I, graf von erbach, der daf&#252;r ma&#223;geblich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>willi weiss reiste f&uuml;r die <a href="http://www.sueddeutsche.de" target='blank' class="liexternal">s&uuml;ddeutsche</a> zeitung durch den odenwald. und es schon interessant, so etwas mal zu lesen, wenn man das zielgebiet etwas kennt. da kommen n&auml;mlich so einige ungenauigkeiten und verzerrungen zutage.</p>
<p>zum beispiel steht da: erbach wurde im sp&auml;ten mittelalter zum zentrum der elfenbeinschnitzer. franz I, graf von erbach, der daf&uuml;r ma&szlig;geblich verantwortlich war, lebte leider erst 1754–1823 &#8211; also unbedeutend sp&auml;ter (&uuml;brigens, um den abstand zum mittelalter zu verdeutlichen: franz I. war auch der letzte graf vor der mediatisierung der grafschaft erbach). im sp&auml;ten mittelalter war im odenwald noch nicht so viel los mit spezialisierter wirtschaftspolitik und so &#8230;</p>
<p>was mich aber am meisten st&ouml;rt (abgesehen von der ungenauen darstellung der geschichte um die fusion von erbach und michelstadt): der odenwald ist hier eine einzige waldidylle, nahezu menschenleer &#8211; abgesehen von den wenigen hier hausenden originalen, den k&uuml;nstlern auf der suche nach &#8222;kontemplation&#8220; und den alten bauern &#8211;, st&auml;ndig werden mythen und aberglauben des 18. und 19. jahrhunderts zitiert und evoziert, die im odenwald faktisch kaum noch jemand kennt &#8230;und  sonst: vor allem lauter abgelegene d&ouml;rfchen, einzelne h&ouml;fe, alte scheunen etc. &#8211; das der odenwald inzwischen ziemlich gro&szlig;fl&auml;chig zugebaut wurde, erf&auml;hrt man da kaum. stattdessen hei&szlig;t es dann: &#8222;wasserreiche w&auml;lder, aus denen immer wieder h&uuml;gel mit burgen oder fachwerk-st&auml;dtchen &#8230; auftauchen&#8220; &#8211; nun ja. so viele burgen tauchen da nicht auf. und fachwerk-st&auml;dtchen auch nicht so oft. aber das w&auml;re ja zu normal und w&uuml;rde nicht in die rezeption des odenwaldes als magisch-verwunschene landschaft passen, in der auch heute noch die bauern schauergeschichten erz&auml;hlen, wenn sie dem vorbeischauenden reisenden aus der fernen gro&szlig;stadt kochk&auml;se auftischen &#8211; wie das gespr&auml;ch mit dem landwirt in ober-kainsbach wirklich abgelaufen ist, w&uuml;rde ich ja schon gerne wissen. und ob weiss wirklich glaubt, dass sei real, was er hier schreibt und andeutet.</p>
<p>der artikel mit dem passenden titel &#8222;der ritter der l&uuml;fte&#8220; will sich ausweislich seine runterzeile dem &#8222;rodensteiner land im odenwald&#8220; widmen. seltsam, dass weiss dann auf einmal in hesseneck und am kr&auml;hberg auftaucht &#8211; das ist doch eine ziemlich andere ecke. immerhin hat er mitbekommen, dass der odenwald ein gr&ouml;&szlig;eres problem mit gehirnamputierten motorradfahrern hat, die sich wie die lemminge auf den stra&szlig;en in den tod st&uuml;rzen. aber selbst dieser ziemlich moderne irrsinn wird dann wieder in das abergl&auml;ubische, mythisch-verwuschene bild des odenwaldes ganz nahtlos eingepasst: &#8222;Was sind das f&uuml;r Ger&auml;usche? Sind es ferne Motorr&auml;der  oder ist es anschwellendes Geschrei aus der H&ouml;he? [Weiss sollte sich mal im Sommer an einem sonntag an einem ziemlich beliebigen ort im odenwald raussetzen &#8211; er wird den krach der motorr&auml;der schnell kennenlernen] Bellen Hunde? Klirren Schwerter? Man kann da nicht so sicher sein &#8211; im Odenwald.&#8220; na ja, eilli weiss vielleicht nicht &#8211; man schon.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/publizistik/wie-man-aus-einer-normalen-mittelgebirgslandschaft-deutschlands-ein-geisterland-macht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8222;die zeit, vor sich betrachtet, &#8230;</title>
		<link>http://matthias-mader.de/geschichte/die-zeit-vor-sich-betrachtet/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/geschichte/die-zeit-vor-sich-betrachtet/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 May 2009 17:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[volk]]></category>
		<category><![CDATA[zeit]]></category>
		<category><![CDATA[zeitgeist]]></category>
		<category><![CDATA[zitat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/?p=1016</guid>
		<description><![CDATA[kann es nicht wirken, sondern die dinge, die in der zeit sind.&#8220; &#8212; Zedler, Art. Volck (1740)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>kann es nicht wirken, sondern die dinge, die in der zeit sind.&#8220; &mdash; Zedler, Art. Volck (1740)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/geschichte/die-zeit-vor-sich-betrachtet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8222;wache auf und lies, &#8230;</title>
		<link>http://matthias-mader.de/geschichte/wache-auf-und-lies/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/geschichte/wache-auf-und-lies/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 May 2009 13:36:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[nation]]></category>
		<category><![CDATA[vorurteil]]></category>
		<category><![CDATA[zitat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/?p=1014</guid>
		<description><![CDATA[&#8230; ist die beste maxime zur heilung der vorurteile wider nationen, die man nicht kennt&#8220; &#8212; johann georg zimmermann, vom nationalstolze (1758)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; ist die beste maxime zur heilung der vorurteile wider nationen, die man nicht kennt&#8220; &mdash; johann georg zimmermann, vom nationalstolze (1758)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/geschichte/wache-auf-und-lies/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>erinnerung im dom</title>
		<link>http://matthias-mader.de/literatur/erinnerung-im-dom/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/literatur/erinnerung-im-dom/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 19:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[juden]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[mainzer dom]]></category>
		<category><![CDATA[nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[opfer]]></category>
		<category><![CDATA[vertreibung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/?p=804</guid>
		<description><![CDATA[Wann f&#228;ngt Krieg an? Und wann h&#246;rt er eigentlich auf? Das waren einige der zentralen Fragen der Veranstaltung im Dom zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Domorganist Albert Sch&#246;nberger und Peter-Otto Ullrich hatten daf&#252;r mit einer gro&#223;en Zahl Mitstreiter Texte aus Vergangenheit und Gegenwart zu einem breit gef&#228;cherten Pasticcio zusammengestellt. Bem&#252;ht um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wann f&auml;ngt Krieg an? Und wann h&ouml;rt er eigentlich auf? Das waren einige der zentralen Fragen der Veranstaltung im Dom zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Domorganist Albert Sch&ouml;nberger und Peter-Otto Ullrich hatten daf&uuml;r mit einer gro&szlig;en Zahl Mitstreiter Texte aus Vergangenheit und Gegenwart zu einem breit gef&auml;cherten Pasticcio zusammengestellt.<br />
Bem&uuml;ht um Gerechtigkeit und Ausgeglichenheit kommen sowohl die Opfer- als auch T&auml;terseite immer wieder zu Wort. Ein besonderer Fokus liegt aber auf der Erinnerung und Verarbeitung der Verbrechen der &Uuml;berlebenden und Nachgeborenen. Und immer wieder geht es um Fragen, wann eigentlich Krieg war. Bei dem &Uuml;berfall Polens, oder doch schon vorher? Bei der Machtergreifung oder noch fr&uuml;her? Und vor allem: Wann endete der Krieg? Wenn alles vergeben und vergessen ist? Mit Antworten haben die Textsucher sich aber sehr behutsam zur&uuml;ckgehalten. Die Tendenz freilich wird klar: Krieg ist solange wir ihn sp&uuml;ren. Und das ist heute immer noch. Daf&uuml;r gibt es in der Literatur und Geschichte eine Menge Geschriebenes. Zum Beispiel in den Gedichten von Wislawa Szymborska oder bei Christa Wolff, bei Manès Sperber, bei Sebastian Haffner oder bei Saul Friedl&auml;nder.<br />
Albert Sch&ouml;nberger hat dazu ein wenig Musik beigesteuert, die er mit einigen Mitgliedern des Mainzer Kammerorchester und Alexander Niehues an der der Orgel zwischen und an einigen ausgesuchten Stellen auch w&auml;hrend der Textrezitationen erklingen lie&szlig;. Das war sehr gef&uuml;hlvoll, jedoch nicht sentimental, in hohem Grade einf&uuml;hlsam, aber nicht aufdringlich. Denn was Sch&ouml;nberger hierf&uuml;r geschrieben hat, bleibt immer sehr schlichte, zur&uuml;ckgenommene Musik, die sich nie aufdr&auml;ngt oder in den Vordergrund spielt, sondern mit Choralmotiven, Anspielungen und auch gr&ouml;&szlig;er ausgearbeiteten Choralbearbeitungen die Texte erg&auml;nzen und vertiefen will und kann. Nat&uuml;rlich nutzt das auch den Klang des Raumes in bew&auml;hrter Weise mit. Schlie&szlig;lich war das ganze Projekt ja auch „Stationengang mit Musik“ &uuml;berschrieben. Dazu z&auml;hlten auch die erg&auml;nzenden Projektionen von Figurendetails aus dem reichen Angebot des Domes.<br />
Schade nur, dass kaum jemand sich diesen &Uuml;berlegungen aussetzen wollte. Denn die wenigen Zuh&ouml;rer, die gekommen waren, diesen Tag als Anlass zum Nachdenken und Erinnern zu nehmen, verloren sich in den leeren Reihen des Domes sehr.</p>
<p>(geschrieben f&uuml;r die <a href="http://www.rhein-zeitung.de" target='blank' class="liexternal">mainzer rhein-zeitung</a>).</p>
<p>was nicht drin steht: die sehr seltsame gewichtung teilweise. die ersten opfer, die &#8211; auch sehr ausf&uuml;hrlich &#8211; zu wort kamen, waren von russischen soldaten vergewaltigte frauen. und die vertriebenen, die &#8211; so ungef&auml;hr sinngem&auml;&szlig; &#8211; ihre heimat opferten f&uuml;r deutschland, die in der brd ihr leid zur&uuml;ckstelltent (!) um der integration willen. nun ja. dann gab es nat&uuml;rlich noch die juden. und den eindruck einer menge deutscher gener&auml;le, die den krieg nicht wollten und schon vorher wussten, dass sie ihn verlieren w&uuml;rden. dummerweise haben sie halt weitergek&auml;mpft. und eingefallen ist es ihnen erst in kriegsgefangenschaft. nun ja.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/literatur/erinnerung-im-dom/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>endzeitstimmung an der universit&#228;t</title>
		<link>http://matthias-mader.de/geschichte/endzeitstimmung-an-der-universitaet/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/geschichte/endzeitstimmung-an-der-universitaet/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 21:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[bildung]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/geschichte/endzeitstimmung-an-der-universitaet/</guid>
		<description><![CDATA[so, die erste woche des wintersemesters ist geschafft ;-). mir ist etwas interessantes aufgefallen, weil ich viele vorlesungen des historischen seminars besuche und die dozenten in den vorlesungen ja gerne in der ersten sitzung so einige grunds&#228;tzliche ausf&#252;hrungen machen, zu methode und inhalt, entstehung und verlauf ihrer veranstaltung. und auff&#228;llig viele, n&#228;mlich gef&#252;hlte 90 % [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>so, die erste woche des wintersemesters ist geschafft ;-). mir ist etwas interessantes aufgefallen, weil ich viele vorlesungen des historischen seminars besuche und die dozenten in den vorlesungen ja gerne in der ersten sitzung so einige grunds&auml;tzliche ausf&uuml;hrungen machen, zu methode und inhalt, entstehung und verlauf ihrer veranstaltung. und auff&auml;llig viele, n&auml;mlich gef&uuml;hlte 90 % der dozenten (die nicht alle professoren sind, aber zumindest habilitiert) machten mehr oder weniger ausf&uuml;hrliche bemerkungen zur umstellung der studieng&auml;nge auf bachelor &amp; master. die mainzer universit&auml;t will das ja bereits im n&auml;chsten wintersemester komplett geschafft haben (worauf ich schon sehr gespannt bin, bis jetzt ist davon noch nicht allzu viel zu merken). und so langsam scheint bei den professoren anzukommen, dass die universit&auml;t, wir wir sie momentan kennen, damit der vergangenheit angeh&ouml;ren wird. sie merken so langsam und allm&auml;hlich, dass sie sich mit der radikalen umstellung auf diese <a href="/literatur/zitate/p283/" title="ein zitat dazu" class="liinternal">pseudo-studienabschl&uuml;sse</a> die gr&ouml;&szlig;te reform der universit&auml;t eingehandelt haben, die seit 1900 passiert ist &#8211; dagegen waren die vond en 68ern angesto&szlig;enen umbauten ein klacks. denn inzwischen realisieren sie, dass es mit der freiheit der lehre dann nicht mehr weit her ist &#8211; wenn alles sch&ouml;n im stundenplan vorgeschrieben ist, muss das ja auch erledigt werden. und dann ist &#8211; davon kann man getrost ausgehen &#8211; f&uuml;r vorlesungen wie &bdquo;Von der Bildungsreform Karls des Gro&szlig;en zur Universit&auml;t. Schriftlichkeit, Wissen und Bildung im lateinischen Mittelalter (8.-13. Jahrhundert)&rdquo; sicherlich kein platz mehr. aber jetzt ist das kind halt in den brunnen gefallen &#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/geschichte/endzeitstimmung-an-der-universitaet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>zeno.org macht das nachschlagen leicht</title>
		<link>http://matthias-mader.de/literatur/zenoorg-macht-das-nachschlagen-leicht/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/literatur/zenoorg-macht-das-nachschlagen-leicht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Aug 2007 08:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[netz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthias-mader.de/literatur/zenoorg-macht-das-nachschlagen-leicht/</guid>
		<description><![CDATA[heute durch die mitteilung achim raschkas an die wikipedia-mailingliste entdeckt (wieso mir das bisher durch die lappen gegangen ist: keine ahnung): auf der seite zeno.org bietet die zenodot-verlagsgesellschaft (die ja irgendwie mit directmedia zusammenh&#228;ngt, von denen die von mir so geliebte digitale bibliothek stammt) lexika und nachschlagwerke online an. das ist eine wunderbare sache &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>heute durch die mitteilung achim raschkas an die <a href="http://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/wikide-l" title="infos zur wikipedia-mailingliste" class="liexternal">wikipedia-mailingliste</a> entdeckt (wieso mir das bisher durch die lappen gegangen ist: keine ahnung): auf der seite <a href="http://www.zeno.org" class="liexternal">zeno.org</a> bietet die <a href="http://www.zenodot.de" class="liexternal">zenodot-verlagsgesellschaft</a> (die ja irgendwie mit directmedia zusammenh&auml;ngt, von denen die von mir so geliebte <a href="http://www.digitale-bibliothek.de" title="die digitale bibliothek" class="liexternal"><em>digitale bibliothek</em></a> stammt) lexika und nachschlagwerke online an. das ist eine wunderbare sache &#8211; denn es sind sehr hilfreiche textsammlungen dabei (auch franz kafkas werke finden sich hier). zum beispiel nicht nur verschiedene jahrg&auml;nge des brockhaus, sondern auch sulzers <em>allgemeine theorie der sch&ouml;nen k&uuml;nste</em>, mauthners <em>W&ouml;rterbuch der Philosophie</em>, auch rudolf eislers <em>W&ouml;rterbuch der philosophischen Begriffe</em> und sein <em>Philosophen-Lexikon</em> &#8211; nat&uuml;rlich alles gemeinfreie werke. meine sammlung der digitalen bibliothek wird damit ja bald &uuml;berfl&uuml;ssig, wenn das so weiter geht &#8230;</p>
<p>noch befindet sich das projekt im beta-stadium (aber welche web-2.0-anwendung tut das nicht?). man merkt es ab und an auch noch. die seite ist zwar sehr sch&ouml;n schnell. der einstieg allerdings etwas un&uuml;bersichtlich: auf der &uuml;bersichtsseite der bibliothek stehen teilweise nur k&uuml;rzel &#8211; was sulzer-1771 ist (n&auml;mlich dessen <em>allgemeine theorie der sch&ouml;nen k&uuml;nste</em>) oder friedl&auml;nder ist (die <em>interessanten kriminalprozesse</em>) muss man wissen, um das entsprechende zu finden.</p>
<p>die eigentlichen textseiten sind aber sehr klar strukturiert und gut lesbar: ausreichend gro&szlig;e schrift, klares seitenlayout. &uuml;berhaupt pr&auml;sentiert sich das ganze projekt angenehm schlank und ohne unn&ouml;tige klickibunti-spielerein &#8211; und auch entsprechend schnell. auch die navigation innerhalb der einzelnen b&auml;nde ist gut m&ouml;glich, mit entsprechendne bl&auml;tter-hyperlinks, die nicht nur &bdquo;vorw&auml;rts&rdquo; oder &bdquo;r&uuml;ckw&auml;rts&rdquo; hei&szlig;en, sondern gleich das richtige lemma anzeigen. sch&ouml;n auch die seitenmarkierungen der quelle, die (im idealfall) per hyperlink zu den faksimiles f&uuml;hren. etwas umst&auml;ndlich kommt mir h&ouml;chstens noch der zugang zu den einzelnen werken vor &#8211; da muss man immer mehrmals klicken, das lie&szlig;e sich vielleicht noch verbessern (aber dann ging wom&ouml;glich die strenge struktur verloren). sehr hilfreich dagegen die querverweise zwischen den einzelnen b&auml;nden auf gleichlautende lemmata (das kann die <em>digitale bibliothek</em> etwa (noch) nicht)</p>
<p>mit zuf&auml;lliger artikel bzw. zuf&auml;llige stelle kann man auch im vorhandenen bestand (oder im gerade aktuellen band) sehr sch&ouml;n st&ouml;bern (das mache ich ja auch in wikis, von denen diese funktion wohl herkommt, sehr gerne &#8211; man erf&auml;hrt so n&auml;mlich auch eine menge &uuml;ber die qualit&auml;t der daten und eintr&auml;ge).</p>
<p>und das herzst&uuml;ck einer solchen unternehmung, die suche? f&uuml;r ein beta-stadium erstaunlich ausgereift. offensichtlich auch hier die &auml;hnlichkeit mit der sowieso schon sehr gelungenen suche der <em>digitalen bibliothek</em>. rasant ist sie. in der standardeinstellung h&ouml;chstens etwas tolerant, was den abstand zwischen mehreren suchbegriffen angeht &#8211; da kommen n&auml;mlich schnell eine ganze menge fundstellen zusammen. sehr sch&ouml;n dann allerdings die einfache m&ouml;glichkeit, die hervorhebung der suchbegriffe auf den ergebnisseiten mit einem klick auch wieder zu entfernen &#8211; da hat jemand wirklich mitgedacht.</p>
<p>also: nach den ersten erkundungen damit: eine tolle sache mit viel potenzial.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/literatur/zenoorg-macht-das-nachschlagen-leicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>protestanten und ihr -ismus</title>
		<link>http://matthias-mader.de/philosophie/protestanten-und-ihr-ismus/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/philosophie/protestanten-und-ihr-ismus/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2006 08:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[protestantismus]]></category>
		<category><![CDATA[reformation]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://localhost/wordpress/?p=110</guid>
		<description><![CDATA[sie m&#252;ssen ausgesprochen gute lektoren beim beck-verlag in m&#252;nchen haben f&#252;r diese reihe, die „wissen“-taschenb&#252;cher. die sind n&#228;mlich immer ausgesprochen gut lesbar, f&#252;r laien verst&#228;ndlich, ohne deshalb flach zu sein. dieser band (der protestantismus von friedrich wilhelm graf) ist dabei schon vergleichsweise voraussetzungsreich, und – um es gleich zu sagen – mir fehlt auch ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>sie m&uuml;ssen ausgesprochen gute lektoren beim beck-verlag in m&uuml;nchen haben f&uuml;r diese reihe, die „wissen“-taschenb&uuml;cher. die sind n&auml;mlich immer ausgesprochen gut lesbar, f&uuml;r laien verst&auml;ndlich, ohne deshalb flach zu sein. dieser band (der protestantismus von friedrich wilhelm graf) ist dabei schon vergleichsweise voraussetzungsreich, und – um es gleich zu sagen – mir fehlt auch ein wenig der kern: da wird viel geschrieben &uuml;ber die &auml;u&szlig;ere entwicklung des protestantismus, viel &uuml;ber die kulturelle und politische seite, aber der eigentlich nukleus, die spezifische form des glaubens und der fr&ouml;mmigkeit, ist f&uuml;r meine begriffe etwas kurz abgehandelt – es kommt nat&uuml;rlich vor und ist selbstverst&auml;ndlich angesichts der (hier auch gut dargestellten) vielfalt protestantischer str&ouml;mungen sicher eine schwierige aufgabe, aber gerade da h&auml;tte ich mir ein bisschen mehr information gew&uuml;nscht, die &uuml;ber die konstatierung des problems hinausgeht: „alle aussagen &uuml;ber ein ‚wesen des protestantismus‘ lassen sich durch vielf&auml;ltige widerstrebende ph&auml;nomen in einzelnen protestantischen lebenswelten relativieren“ – geschenkt, das ist billig. das „protestantische“ als solches, so suggeriert schon der blick ins inhaltsverzeichnis (und die lekt&uuml;re best&auml;tigt das leider cum grano salis) interessiert graf nur mehr am rande: wenn es um „die zukunft des protestantischen“, so hei&szlig;t das abschlie&szlig;ende kapitel, geht.der protestantismus scheint also, wenn man nur grafs darstellung vor augen hat, mehr ein kulturph&auml;nomen als eine religi&ouml;se erscheinung zu sein. sein hauptkapitel ist dann auch folgerichtig so betitelt: „protestantismus und kultur“. hier versucht graf, dem wesen des protestantismus auf die spur zu kommen. und eben mit den genannten schwierigkeiten. aber doch, um hier nicht nur bl&ouml;d rumzumeckern, auch wieder nicht ganz vergebens. auffallend ist allerdings die sehr variabel konzise argumentation und faktendichte: es gibt seiten, da reiht sich (direktes oder indirektes) zitat an zitat, da fliegen die daten nur so um die k&ouml;pfe der leser. und es gibt seiten, da kommt graf auf einmal wieder zu einer lesbaren darstellungsform – schade, dass die varianz so arg gro&szlig; ist.</p>
<p>die protestanten und staat, bildung, individuum, innerlichkeit – das sind seine hauptthemen. und das ganze vorz&uuml;glich an quellen des 18. und 19. jahrhunderts dargestellt, von denen graf eine un&uuml;bersehbare menge zu kennen scheint. was das 20. jahrhundert angeht, wird es aber ganz pl&ouml;tzlich ganz d&uuml;nn, &uuml;ber die zwanziger hinaus gibt es kaum etwas, als h&auml;tte sich das problem bereits erledigt, als w&uuml;rde keiner mehr dar&uuml;ber nachdenken …</p>
<p>so kreist graf also eigentlich immer weiter um ganz wenige themen: die individualisierung (v.a. des glaubens, die aber nicht ohne folgen f&uuml;r das weltliche denken und leben blieb…) und das, was seit max weber die „protestantische ethik“ genannt wird, die bem&uuml;hung um &ouml;konomischen etc. erfolg im diesseits als zeichen eines frommen, gottgef&auml;lligen lebens, die hand in hand geht mit der entwicklung des b&uuml;rgerlichen leistungsethos: „die in allen protestantischen lebenswelten zu beobachtende symbolische kommunikation, in der innerlichkeit religi&ouml;s inszeniert und reflexiv gesteigert wird, l&auml;&szlig;t sich deshalb auch als erfindung von individualit&auml;t beschreiben.“ (73) – schon recht, aber ist das nicht ein wenig einseitig? spielten da nicht – auch – noch andere faktoren eine rolle? z.b. der tiefgreifende wandel der &ouml;konomischen und politischen verfassung der gesellschaft seit dem mittelalter? deren zunehmende beschleunigung? das sind nat&uuml;rlich alles faktoren, die nie alleine betrachtet werden k&ouml;nnen, immer in heftigsten interdependenzen stehen und die sache deshalb so h&ouml;llische kompliziert machen… lustigerweise (aber: eigentlich ist das nicht so wahnsinnig lustig…) schreibt graf selbst zwei s&auml;tze weiter: „die aufkl&auml;rer und die liberalen des 19. und 20. jahrhunderts feierten die reformation deshalb als jene religi&ouml;s &#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/philosophie/protestanten-und-ihr-ismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>deutsche literaturgeschichte in einer stunde</title>
		<link>http://matthias-mader.de/literatur/deutsche-literaturgeschichte-in-einer-stunde/</link>
		<comments>http://matthias-mader.de/literatur/deutsche-literaturgeschichte-in-einer-stunde/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Jul 2006 11:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[19. jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[klabund]]></category>
		<category><![CDATA[literaturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[literaturkritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://localhost/wordpress/?p=67</guid>
		<description><![CDATA[auch wenn klabund der verfasser der jetzt als nachdruck der zweiten auflage von 1921 beim textem-verlag erschienen deutschen literaturgeschichte in einer stunde. von den &#228;ltesten zeiten bis zur gegenwart ist &#8211; die autorit&#228;t des schriftstellers reicht in diesem falle nicht aus, &#252;ber die m&#228;ngel solcher unternehmen hinwegzut&#228;uschen. das sind nat&#252;rlich zuforderst ganz prinzipielle &#8211; eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>auch wenn<strong> klabund</strong> der verfasser der jetzt als nachdruck der zweiten auflage von 1921 beim textem-verlag erschienen <em><strong>deutschen literaturgeschichte in einer stunde</strong><strong>. von den &auml;ltesten zeiten bis zur gegenwart</strong></em> ist<em><strong> &#8211; </strong></em>die autorit&auml;t des schriftstellers reicht in diesem falle nicht aus, &uuml;ber die m&auml;ngel solcher unternehmen hinwegzut&auml;uschen. das sind nat&uuml;rlich zuforderst ganz prinzipielle &#8211; eine solche &#8222;literaturgeschichte&#8220; kann weder literatur noch geschichte sein, sie ist blo&szlig; eine knappe versammlung der h&ouml;henkammliteratur, eine aufz&auml;hlung des kanons. auch wenn klabund sein ziel noch anders verfehlt &#8211; in einer stunde wird der text kaum zu schaffen sein, ich brauchte fast drei daf&uuml;r (und habe nicht sehr getr&ouml;delt). auffallend an klabunds unternehmung sind eher die immer wieder eingestreuten unbekannten namen &#8211; z.b. johann christian g&uuml;nther, zu dem ihm einf&auml;llt: &#8222;wie ein sturmwind braust [er], der g&ouml;tterbote einer neuen zeit, in die deutsche dichtung.&#8220; (35) anl&auml;sslich eines anderen unbekannten schwingt er sich zu wahren gro&szlig;taten auf: salomon &#8222;ge&szlig;ner war einmal eine europ&auml;ische ber&uuml;hmtheit. es wird nicht besser werden in der welt, ehe es ge&szlig;ner nicht wieder ist. wir werden erst dann ewigen frieden haben, wenn arkadische dichter wie er wahrhaft popul&auml;r geworden sind.&#8220; (41)</p>
<p>und damit sind wir ja auch schon beim eigentlichen problem: klabund ist ein bekennender und gnadenloser emphatiker, um eine k&uuml;rzlich aufgebrachte unterscheidung hier anzuwenden. als autor hat er nat&uuml;rlich jedes recht, ein solcher zu sein &#8211; als literarhistoriker meines erachtens aber &uuml;berhaupt keines. und es ist nat&uuml;rlich sehr passend, dass ausgerechnet volker weidermann, an dessen &#8222;lichtjahre&#8220; sich die von hubert winkels (<a href="http://www.zeit.de/2006/14/Debatte1_neu?page=all" class="liexternal">zeit vom 30.3.</a>) eingef&uuml;hrte unterscheidung der literaturkritiker zwischen emphatikern  und gnostikern &uuml;berhaupt entz&uuml;ndete, das vorwort zu diesem nachdruck beisteuert: eine r&uuml;ckvergewisserung des eigenen unternehmens &#8211; seht her, auch der gro&szlig;e klabund war (wie ich) ein emphatiker! und die &#8222;lichtjahre&#8220; sind dann auf einmal so etwas wie eine fortsetzung von klabunds werk, der ja zu beginn des 20. jahrhunderts aufh&ouml;rt zu lesen und sich zu begeistern (und schon ab der zweiten h&auml;lfte des 19. jahrhunderts geh&ouml;rig ins schwimmen ger&auml;t und kaum noch sortiert bzw. zwischen gut und schlecht unterscheidet und deshalb notgedrungen auch nichts mehr wirklich beschreibt, sondern alles nur noch gehetzt anrei&szlig;en kann).</p>
<p>als solcher pr&auml;sentiert klabund naturgem&auml;&szlig; einen vollkommen subjektiven blick auf die geschichte der deutschen literatur und tut doch gleichzeitig so, als sei dies eine richtige literaturgeschichte. dazu passend ist sein ansatz viel zu sehr personal gepr&auml;gt, um wirklich zu relevanten einsch&auml;tzungen zu kommen &#8211; personal insofern, als er bedeutung zun&auml;chst an seiner eigenen leseerfahrung misst und personal auch insofern, als er literaturgeschichte als geschichte von autorenpersonen schreibt (die fast durchweg m&auml;nnlich sind, nat&uuml;rlich). das ergibt ein ziemliches misch-masch, gepr&auml;gt von einer fast ausschlie&szlig;lich identifikatorischen lekt&uuml;re. epochen, geistige verbindungslinien, traditionen etc. kommen bei ihm allenfalls am rande vor. und solch ein ansatz f&uuml;hrt naturgem&auml;&szlig; zu einigen gerechten, aber auch zu einigen ungerechten urteilen und fehlern (z.b. das hier: &#8222;friedrich schiller ist der dichter der jugend&#8220; (53) &#8211; dazu muss man schon einiges aus dem werk schillers ausblenden) &#8211; immerhin unternimmt klabund nicht noch den versuch, das zu verbergen: die (selbst-)sicherheit des urteilens hat schon fast etwas gro&szlig;artiges. als zeitdokument und in seiner ausgrabung gerade zu diesem zeitpunkt heute, wo sich immer mehr literaturkritiker als emphatiker gen&uuml;gen und darauf auch noch stolz sind (was nat&uuml;rlich in der tradition des gro&szlig;en grauenhaften anti-kritikers reich-ranicki steht), ist das immerhin eine erg&ouml;tzliche lekt&uuml;re &#8211; f&uuml;r historische wahrheit und gerechtigkeit ist klabund hier halt nicht zust&auml;ndig.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://matthias-mader.de/literatur/deutsche-literaturgeschichte-in-einer-stunde/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
