ski fahren im montafon 2007

mein dies­jäh­ri­ger ski­ur­laub – zugleich test– und ein­ge­wöh­nungs­wo­che mit dem neuen mono­ski – führte mich ins mon­ta­fon in vor­arl­berg. gewohnt habe ich in tschag­guns. oder bes­ser gesagt, leicht ober­halb des eigent­li­chen ortes, mit ski­bus­hal­te­stelle direkt vor der haus­tür. das war auch wich­tig, denn die ski­ge­biete des mon­ta­fon (vier große und noch ein paar pille-palle-lifte) lie­gen recht ver­teilt, so dass man ohne bus oder pkw ziem­lich auf­ge­schmis­sen ist.

am ers­ten tag, 28–1, ging es auf die golm, das lag prak­tisch direkt vor der haus­tür (5 minu­ten mit dem bus). die erste ent­täu­schung stellte sich aller­dings schon gleich am beginn her­aus: das berüh­rungs­lose ticket­sys­tem im mon­ta­fon ist aus­ge­spro­chen schlecht. gleich an der ers­ten schranke zur gol­mer­bahn, die mich auf den berg brin­gen sollte, hab‘ ich ewig rum­ge­zop­pelt, bis der mein ski­pass, der in der jacken­ta­sche steckte, end­lich mal gele­sen hatte. und das ging den gan­zen tag so wei­ter … aber so etwas ist irgend­wie typisch, service-mäßig rei­ßen die im mon­ta­fon sich über­haupt kein bein aus. die lift­ty­pen etwa hocken, oft genug auch noch zu zweit, schön bequem in ihren abge­schirm­ten kabäuz­chen, bewe­gen sich mög­lichst wenig. die ein– und aus­stiege waren, obwohl es gar nicht so wahn­sin­nig voll war, ziem­lich schnell ziem­lich schlecht – das blieb die ganze woche so. auch etwa die git­ter an den ein­stie­gen waren immer wie­der nicht ordent­lich auf­ge­stellt, man blieb stän­dig irgendwo hän­gen. die pis­ten waren auf der golm schlecht prä­pa­riert – es hatte über nacht geschneit. das war für den ers­ten tag nicht gerade opti­mal, zumal die pis­ten – fast nur rotes, die schwarze dia­bolo war mit­samt dem außergolm-lift geschlos­sen – doch ziem­lich hef­tige steil­stü­cke drin hat­ten, bei denen – oder bevor­zugt nach denen – ich ziem­lich oft hin­ge­knallt bin. denn auf der har­ten (kunst-)schnee grund­lage bil­dete der tro­ckene neu­schnee ziem­lich schnell die schöns­ten buckel­pis­ten mit wan­dern­den buckeln.

vor­mit­tags war ich vor allem an der räti­kon­bahn, neben der die soge­nannte „weltcup-abfahrt“ ver­läuft – schön schmal und sakrisch steil. spä­ter bin ich vor allem an der mat­schwitz­bahn unter­wegs gewe­sen, da war weni­ger los. die blaue piste dort aller­dings ist sehr lang­wei­lig, die rote aber hat auch anspruchs­volle sei­ten. kurz war ich auch am 2er-sessel der hüt­ten­kopf­bahn, doch die rote piste dort war schon in sehr schlech­tem zustand: oben eisig, unten kein schnee, son­dern steine.

am zwei­ten tag, 29–1, ging es dann auf die andere tal­seite ins hoch­joch. mor­gens war ich noch ziem­lich kaputt gewe­sen, aber auf dem ski ging’s dann doch sehr ordent­lich. ich bin über die zamang­bahn hoch­ge­fah­ren (das war bus­tech­nisch am ein­fachs­ten), die war um kurz nach neun noch ganz leer – auch auf der piste noch nix los – hier kom­men die leute erst spä­ter … lei­der war das kreuz­joch geschlos­sen – der ver­bin­dungs­lift hatte einen getrie­be­scha­den. des­halb war ich fast den gan­zen tag am seebliga-sesellift. der hat zwei sehr schöne rote vari­an­ten, deren eine oben einen supers­tei­len, tief­schwar­zen ein­stieg hat: direkt am lift her­un­ter. das erste mal bin ich wie­der umge­kehrt … spä­ter dann aber doch einige male da run­ter, bis es zu glatt wurde. einen aus­flug hab‘ ich auch zum kropfen-sessellift gemacht. eine lange blaue abfahrt führt dahin (zur mit­tel­sta­tion der hochjoch-bahn), die offen­sicht­lich am abend zuvor prä­pa­riert wurde, auf der dann aber wohl die ganze nacht schnee gemacht wurde, der nicht mehr befes­tigt wor­den ist – mit den ent­spre­chen­den ergeb­nis­sen. und der lift braucht ewig, bis er oben ist …

am 30–1 hatte ich dann einen herr­li­chen ski­tag an der sil­vretta nova: sonne pur, nur viel zu warm, gute pis­ten: vor allem viele carver-autobahnen. denn hier in der sil­vretta ist ein­deu­tig am meis­ten pla­niert wor­den. schön anzu­se­hen ist das nicht. aber die leute ver­tei­len sich so ganz gut. mor­gens zunächst am älpli unter­wegs gewe­sen, auch zur mit­tel­sta­tion der vali­se­ra­bahn (aber das war nicht sehr schön: die blaue biste erstaun­lich schmal und erstaun­lich steil). nicht sehr inter­es­sant auch der aus­flug auf die nova, wo ich für die­sen tag aller­dings die schwar­zen pis­ten aus­ge­las­sen habe. auch die rück­seite von der rin­der­hütte (dort eine ganz nette abfahrt, oben lei­der erste ein stück weg), die heim­spitz­bahn, konnte mich nicht begeis­tern: ein ewig lan­ger zieh­weg für eine kurze, unspek­ta­ku­läre piste.

gar­gel­len hieß das ziel am wie­derum wun­der­bar son­ni­gen 31–1. das ist von tschag­guns noch ein gan­zes stück (liegt aber auch dop­pelt so hoch, näm­lich auf über 1400 m), der ski­bus braucht mit umstei­gen fast eine stunde dahin. dafür war ich dann vom eigent­li­chen ski­ge­biet, das sonst immer so hoch gelobt wird, eher ent­täuscht. zwar war sehr wenig los, aber viel aus­wahl gibt es nicht und vor allem nur wenig span­nen­des für mich. die rote piste neben dem vie­rer­ses­sel, dem haupt­lift dort, ist im obe­ren teil sehr sehr schräg, dafür aber ziem­lich flach. erst unter­halb des ses­sel­lif­tes, zum schlep­per hin, wird es kna­cki­ger. sonst gibt es da oben vor­wie­gend blaue, fla­che und breite bis­ten (und einige ski­rou­ten, die ich aber nicht erkun­det habe). die tal­ab­fahrt war vor­mit­tags noch in ord­nung, aber auch ziem­lich lang­wei­lig. und obwohl ich schon ziem­lich gebret­tert bin, musste ich dann doch noch ein stü­cken schie­ben. nach­mit­tags war ich dann öfters zwi­schen den pis­ten unter­wegs – wenn ich schon einen mono­ski hab … und kurz vor schluss, als kaum noch jemand auf der piste war, hab‘ ich den ski auch noch zum car­ven gebracht – saug­eil, super schnell und anstrengend …

am 1–2 war ich noch ein­mal in der sil­vretta, dies­mal bei wei­tes­ge­hend bedeck­tem him­mel (warm war’s trotz­dem). es war kaum jemand da. dies­mal noch aus­gie­bi­ger den nova-teil erkun­det – aber dort ist nur kur­zes rotes oder lah­mes blaues mit vie­len wegen zu fin­den – also nix für mich. dafür bin ich mehr­mals die schwarze piste direkt am ses­sel­lift hin­un­ter – die ist nicht über­mä­ßig schwer, hatte aller­dings etwas viel stein­zeug im schnee, was dann doch für abwech­se­lung sorgte. nach­mit­tags war ich vor allem wie­der an madri­sella und dem 3er-sessel neben­dran ind allen varianten.

zum schluss, am 2–2, bin ich noch ein­mal ins hoch­joch. schließ­lich war­te­ten kreuz– und gras­joch noch auf die erkun­dung. dazu muss man zunächst über den sennigrät-lift, der ganz selt­sam schräg über den hang läuft, hin­auf. und bis man end­lich drü­ben ist, sitzt man eine gute weile im lift. dafür gibt es dann aber gar nicht so viel so erkun­den: da hin­ten nur blaue pis­ten, lau­ter sehr hüge­lige, wel­lige bän­der, die immer wie­der schuss­fahr­ten benö­ti­gen – das macht mit dem mono­ski nicht so sehr viel spaß. des­halb bin ich dann nach einer weile doch wie­der zum seebliga-lift und hab mich da ver­gnügt – im ste­ten wech­sel zwi­schen har­ten, kur­zen bögen und wei­ten, sehr tem­po­rei­chen schwün­gen. immer mehr kam aller­dings das eis raus – und immer mehr unter­schied sich die spreu vom wei­zen: einige sehr gute fah­rer bret­ter­ten über die piste, andere rutsch­ten ziem­lich selt­sam herum oder lan­de­ten im akia und hub­schrau­ber, den ich in die­ser woche jeden tag min­des­tens ein­mal gese­hen hab. schnee war halt doch sehr wenig – im tal wur­den die hänge von tag zu tag immer grüner.

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