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	<title>„Nächstens mehr.“</title>
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	<description>Literatur, Musik, Theater - die Welt meiner Kultur.</description>
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		<title>Weltm&#252;ller und andere Fast-Reportagen</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 08:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ist ein wunderbares nettes kleines Buch, dieser Weltm&#252;ller von Frank Fischer.1 Der hat sich ja — zumb Beispiel in der ebenfalls am&#252;santen „Zerst&#246;rung der Leipziger Stadtbibliothek im Jahr 2003″ — schon &#246;fters an kontrafaktischen Reportagen versucht. Das ist nicht unbedingt wahnsinnig gehaltvoll und tiefsch&#252;rfend, aber hochtrabend unterhaltsam. Dass wahrscheinlich kein Publikum der Welt den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ein wunderbares nettes kleines Buch, dieser Weltmüller von Frank Fischer.<sup class='footnote'><a href='#fn-5193-1' id='fnref-5193-1'>1</a></sup> Der hat sich ja — zumb Beispiel in der ebenfalls amüsanten „Zerstörung der Leipziger Stadtbibliothek im Jahr 2003″ — schon öfters an kontrafaktischen Reportagen versucht. Das ist nicht unbedingt wahnsinnig gehaltvoll und tiefschürfend, aber hochtrabend unterhaltsam. Dass wahrscheinlich kein Publikum der Welt den „Hamlet” so genau kennt, dass es genau folgen kann, wenn statt Menschen Hunde auf der Bühne stehen und entsprechend kein einziges Wort gesprochen wird — geschenkt. Dass Godot in einer bahnbrechenden Inszenierung zwar mit „dem besten deutschsprachigen” Schauspieler besetzt wird, aber naturgemäß nicht auftaucht, nicht einmal zum Schlussapplaus, ist natürlich an sich eine blasse Pointe. Aber darum alleine geht es Fischer ja nicht. Sondern um die Mittel und Möglichkeiten, solche (Nicht-)Ereignisse des Kulturlebens zu beschreiben. Und das kann er richtig gut — einfach präzise unterhaltend nämlich, in einer genau durchgeführten Stilparodie. Mehr ist das ganze Büchlein auch kaum. Aber das ist ja schon nicht wenig.</p>
<p>Der Witz bei den Erzählungen hier ist natürlich, dass sie zwar einerseits absurd erscheinen, andererseits als (fast?) realistisch gelten müssen: Ohne Probleme kann man sich eine Godot-Inszenierung vorstellen, bei der ein Godot besetzt wird. Selbstverständlich liegt es nicht außerhalb des Möglichen, das ein Kunstwerk quasi im Moment des Entstehens verwaist, weil sein vorgeblicher Schöpfer jede Beteiligung leugnet und so eine „semantische Zeitbombe” im öffentlichen Raum hinterlässt — denn wenn nicht bekannt ist, wer das Kunstwerk (das spricht dem Projekt übrigens bei Fischer fast niemand ab) geschaffen hat, ist es auch nicht deutbar.<sup class='footnote'><a href='#fn-5193-2' id='fnref-5193-2'>2</a></sup> Schließlich muss der imaginäre Journalist Fischers resümieren: „Man lässt das Werk nun doch einfach gewähren.” (81)</p>
<p>Das Changieren zwischen unserer „Realität” und kontrafaktischen Situationen, denkbaren Ereignissen in möglichen Welten zieht seinen Witz genau daraus, dass nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist, was Realität ist oder sein kann und was nur eine mögliche Vorstellung darstellt. Wer außerdem noch Freude an Metaspielchen (aber ganz unaufgeregt, ohne großes Theoretisieren) und Schlüsselerzählungen aus dem Kulturbetrieb hat und sich an den vorgeführten Hohlheiten von mannigfaltigen Worthülsen aus diesem Sektor delektieren kann, der wird hier sicherlich eine oder zwei vergnügliche Stunden haben (übrigens gibt es „Weltmüller” auch als <a href="http://www.sukultur.de/weltmueller-ebook.html" title="e-book" target="_blank">preiswertes E-Book</a>).</p>
<p>Frank Fischer: <a href="http://www.zerstoerung.org/weltmueller/" target="_blank">Weltmüller</a>. Berlin: Sukultur 2012. 120 Seiten. ISBN <a href="http://worldcat.org/isbn/9783941592322" title="@ worldcat" target="_blank">978–3-941592–32-2</a>.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-5193-1'>Aufmerksam geworden bin ich darauf im „<a href="http://textundblog.de" title="text &#038; blog" target="_blank">Text &amp; Blog</a>”-Blog (<a href="http://textundblog.de/?p=4679" title="markus zum weltm&uuml;ller" target="_blank">hier</a>), dann auch beim <a href="http://www.begleitschreiben.net/" target="_blank">Begleitschreiben</a>: <a href="http://www.begleitschreiben.net/frank-fischer-weltmueller/" title="begleitschreiben zum weltm&uuml;ller" target="_blank">klick</a>. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-5193-1'>↩</a></span></li>
<li id='fn-5193-2'>das ist natürlich Quatsch … — aber weit verbreiter Blödsinn und deshalb hier glaubwürdig <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-5193-2'>↩</a></span></li>
</ol>
</div>

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		<title>Taglied 17.5.2012</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 20:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sch&#246;n: Hilary Hahn &#38; Hauschka, Silfra. Gibt es bei NPR komplett zu h&#246;ren. Oder hier einen Teil davon: (via Song des Tages) und noch das Promo-Erkl&#228;r-Video dazu:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schön: <a href="http://hahnandhauschka.com/" title="hhh" target="_blank">Hilary Hahn &amp; Hauschka</a>, Silfra. Gibt es bei NPR komplett zu hören. Oder hier einen Teil davon:</p>
<p><iframe width="522" height="294" src="http://www.youtube.com/embed/JQUO1r6RBG0?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>(via <a href="http://songdestages.de/2012/05/17/hilary-hahn-and-hauschka-rift/" title="rift" target="_blank">Song des Tages</a>)<br />
und noch das Promo-Erklär-Video dazu:</p>
<p><iframe width="522" height="294" src="http://www.youtube.com/embed/5Q_yLqcDpGU?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

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		<title>Die Eisler-Familie</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 14:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Via Adresscomptoir bin ich gerade auf dieses gut gemachte, interessante Feature &#252;ber die Eisler-Familie (d.h. Hanns Eisler, Gerhart Eisler &#38; Ruth Fischer) beim &#214;1 gesto&#223;en, das noch 7 Tage online geh&#246;rt werden kann: Unbedingt zu empfehlen, f&#252;r alle, die sich auch nur etwas f&#252;r die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren. Viel typisches passiert mit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Via <a href="http://adresscomptoir.twoday.net/stories/97023622/#97023695" title="hinweis beim adresscomptoir" target="_blank">Adresscomptoir</a> bin ich gerade auf dieses gut gemachte, interessante <a href="http://oe1.orf.at/programm/302787" target="_blank">Feature über die Eisler-Familie</a> (d.h. Hanns Eisler, Gerhart Eisler &amp; Ruth Fischer) beim <a href="http://oe1.orf.at/" title="&ouml;1" target="_blank">Ö1</a> gestoßen, das noch 7 Tage online gehört werden kann: Unbedingt zu empfehlen, für alle, die sich auch nur etwas für die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren. Viel typisches passiert mit den drei Geschwistern <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Eisler" title="hanns" target="_blank">Hanns Eisler</a> als Musiker, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhart_Eisler" title="gerhart" target="_blank">Gerhart Eisler</a> &amp; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Fischer" title="ruth" target="_blank">Ruth Fischer</a> vor allem als Politiker des linken Spektrums, in Deutschland, Österreich, den USA, der Sowjetunion und anderswo. Immer <a href="http://matthias-mader.de/musik/eislermaterial/" title="eislermaterial" target="_blank">wieder berühren</a> mich die Eislerschen Musiken, der unbedingte Ernst und der feste Glaube an die historische Mission des Kommunismus, die aus seiner Musik immer wieder spricht — ob es nun um Märsche geht, um Lieder, Musiktheater oder Orchesterwerke. Das Feature von Henry Bernhard erzählt die ganzen Verknüpfungen, die Versuche und Fehler und natürlich auch ganz stark die Tragik dieser Leben: </p>
<blockquote><p>Der Karl Marx der Musik, die Denunzianten-Lady und der gefährlichste Terrorist der Welt. Die Eislers — eine Ausnahmefamilie. Wie politische Gesinnung die Geschwister Gerhart Eisler, Hanns Eisler und Ruth Fischer entzweit.</p>
<p>„In der Familie Eisler herrschen verwandtschaftliche Beziehungen wie in den Shakespeare’schen Königsdramen”, hatte Charlie Chaplin über die Geschwister Eisler gesagt. Er hatte allen Grund dazu. Stand der ältere Gerhart Eisler 1947 in New York als Angeklagter vor Gericht, so traten sein jüngerer Bruder Hanns als Zeuge der Verteidigung und die Schwester Ruth Fischer als Zeugin der Anklage auf.</p>
<p>Gerhart gilt zeitweise als „Staatsfeind Nr. 1″ in den USA; der Kommunist soll ein Aufwiegler, Terrorist und Agent der Komintern gewesen sein — dies meinte auch und gerade seine Schwester. Und wenn sich die Geschwister auch nicht gegenseitig umbrachten, so kamen ihre Verleumdungen doch Rufmorden gleich. […]</p>
<p>Die Revolution hat ihre Kinder gefressen — außerordentlich begabte Kinder, die an ihren verratenen Hoffnungen zerbrochen sind.</p></blockquote>

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		<title>Bauwesen</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 12:25:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„Es thut mir leid da&#223; Sie vom nahen Bauwesen so viel dulden. Es ist ein b&#246;ses Leiden und dabei ein reizender Zeitverderb, in seiner N&#228;he arbeitende Handwerker zu haben.” — Goethe an Schiller, 17.5.1797]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Es thut mir leid daß Sie vom nahen Bauwesen so viel dulden. Es ist ein böses Leiden und dabei ein reizender Zeitverderb, in seiner Nähe arbeitende Handwerker zu haben.”</p>
<div align="right">— <a href="http://www.briefwechsel-schiller-goethe.de/?p=1298" target="_blank">Goethe an Schiller</a>, 17.5.1797</p>

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		<title>Taglied 16.5.2012</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 20:38:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[noch einmal Rebecca Saunders, hier mit „Behind the velvet curtain”, gespielt von der musikFabrik]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://matthias-mader.de/kleinkram/taglied-15-5-2012/" title="Taglied 15.5.2012">noch einmal</a> Rebecca Saunders, hier mit „Behind the velvet curtain”, gespielt von der <a href="http://musikfabrik.eu/index.html" title="die musikfabrik" target="_blank">musikFabrik</a></p>
<p><iframe width="522" height="294" src="http://www.youtube.com/embed/l7gB1CejAYU?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

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		<title>… es kommt ein Gedicht …</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 12:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[‚Kay. Brauchen wir einen Absatz f&#252;r eine Zeile. Oder? Ruf ich ein Wort, und es kommt ein Gedicht, steht bel&#228;mmert herum wie Rilkes Zombiem&#228;dchen, wie die einst Gerufenen noch immer, mit karolisch langsamen B&#228;rten Redaktionsges&#228;nge durchsegeln, wie das niedliche Gestampf in der Bar, die gern unsere w&#228;re, so haben alle recht, denn die Temperaturen sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>‚Kay. Brauchen wir einen Absatz für eine Zeile.<br />
Oder? Ruf ich ein Wort, und es kommt ein Gedicht,<br />
steht belämmert herum wie Rilkes Zombiemädchen,<br />
wie die einst Gerufenen noch immer, mit karolisch<br />
langsamen Bärten Redaktionsgesänge durchsegeln,<br />
wie das niedliche Gestampf in der Bar, die gern unsere wäre,<br />
so haben alle recht, denn die Temperaturen sind da,<br />
„10 Derrida”, sagt man zueinander, und noch mal,<br />
denn der Witz ist scharf genug für ne ganze Zeile.</p></blockquote>
<div align="right">— Ann Cotten, Das Pferd, 14</div)</p>

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		<title>Taglied 15.5.2012</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 20:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[kleinkram]]></category>
		<category><![CDATA[kammermusik]]></category>
		<category><![CDATA[rebecca saunders]]></category>

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		<description><![CDATA[Rebecca Saunders, Into the Blue]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.edition-peters.de/cms/deutsch/general/komponist.html?composer_id=368" title="saunders" target="_blank">Rebecca Saunders</a>, Into the Blue</p>
<p><iframe width="522" height="294" src="http://www.youtube.com/embed/BtV0dL2jEHw?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe width="522" height="294" src="http://www.youtube.com/embed/m8xOcye-rWk?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

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		<title>Kontrastdramaturgie: Bach &amp; Strawinsky</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 16:53:59 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[kritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist ein st&#228;ndiges Kommen und Gehen. Beim achten Sinfoniekonzert ist auf der B&#252;hne des Gro&#223;en Hauses viel Bewegung – kaum eine halbe Stunde vergeht, ohne dass die Besetzung des Philharmonischen Orchesters sich &#228;ndert und kleinere Umbauten anstehen. Dabei sind nur zwei Komponisten zu h&#246;ren: Johann Sebastian Bach und Igor Strawinsky. Beide allerdings mit mehreren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Beim <a href="http://www.staatstheater-mainz.com/index.php?id=1001" target="_blank">achten Sinfoniekonzert</a> ist auf der Bühne des Großen Hauses viel Bewegung – kaum eine halbe Stunde vergeht, ohne dass die Besetzung des Philharmonischen Orchesters sich ändert und kleinere Umbauten anstehen. Dabei sind nur zwei Komponisten zu hören: Johann Sebastian Bach und Igor Strawinsky. Beide allerdings mit mehreren Werken – und jedes Werk verlangt ein anderes Orchester: Mal sind es nur ein knappes Dutzend Streicher, mal ein komplettes Streichorchester, mal mit und mal ohne Bläser.<br />
Kontrastdramaturgik heißt das im Programmheft: Zwischen Orchestermusik von Bach – zwei Suiten und dem dritten Brandenburgischen Konzert – stehen noch zwei Kompositionen von Strawinsky: Die Danses concertantes und das Concerto in D. Das hat einen guten Sinn, denn der Neoklassizist Strawinsky klingt zwar ein bisschen anders als Bach, bezieht sich aber gerne und oft auf barocke Formen, wie sie eben auch bei Bach vorkommen.</p>
<p>Im Staatstheater merkt man das vor allem dem späten Concerto an, das Andreas Spering wunderbar dirigierte. Und bei dem das Orchester besonders klangschön arbeitete: Weiche, runde Streicherharmonien wechseln mit kantigen Einwürfen. Quicklebendig interpretierte Spering das – bei diesem Werk, das gerne etwas spröde daher kommt, ein großes Verdienst. Seine Präzision und natürlich die des Philharmonischen Orchesters entfachen nicht nur unzählige Attacken, sondern beherrschen alle Stimmung, auch die zarten, fast vergessenen anmutenden Schwärmereien des Mittelsatzes.<br />
Überhaupt gelingt Andreas Spering in diesem Konzert der Abwechslung und der Schnitte etwas seltenes: Eine konstante Steigerung vom etwas betulichen Beginn zu einem großen Finale.<br />
Denn auch in der abschließenden vierten Suite von Bacht betont Sperling gerne die große Bandbreite der musikalischen Charakter und Emotionen. Die Ränder sind es, die ihn an diesem Spektrum besonders gelingen – dazwischen bleibt es durchaus auch mal solides Mittelmaß. Aber im Ganzen ist das doch ein packend intensives Orchesterfest und ein wunderbarer gemeinsamer Abschluss nach so viel Besetzungswechseln.</p>
<p>(geschrieben für die <span class='wp_keywordlink'><a href="http://www.mainzer-rhein-zeitung.de" title="Mainzer Rhein-Zeitung" target="_blank">mainzer rhein-zeitung</a></span>.) </p>

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		<title>B&#252;cher</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 15:52:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[gewagt. aber reizvoll — wie aller bookshelfporn:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bookshelfporn.com/post/23094489184" target="_blank">gewagt</a>. aber reizvoll — wie aller <a href="http://bookshelfporn.com/" target="_blank">bookshelfporn</a>:<br />
<img alt="gestapelte b&uuml;cher" src="http://farm6.staticflickr.com/5106/5634840601_6495813e7d.jpg" title="buchturm" class="alignnone" width="500" height="337" /></p>

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		<title>Taglied 14.5.2012</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 19:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Helmut Lachenmanns „Grido” (= 3. Streichquartett), in einer Live-Aufnahme des Arditti-Quartetts (und nur echt mit den Hustern …):]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Helmut Lachenmanns „Grido” (= 3. Streichquartett), in einer Live-Aufnahme des Arditti-Quartetts (und nur echt mit den Hustern …):</p>
<p><iframe width="522" height="294" src="http://www.youtube.com/embed/Yb8wUXkS9So?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe width="522" height="294" src="http://www.youtube.com/embed/PjWo74U_0wY?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe width="522" height="294" src="http://www.youtube.com/embed/KHxwWDxK-MM?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

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