vietnam gold-blatt nam lanh

tee aus viet­nam habe ich bis­her noch nie getrun­ken. also eine ech­te pre­mie­re, die mir  kolod­ziej & lie­der ver­schaf­fen. dort heißt es zu die­sem sehr preis­wer­ten tee:

In der Berg­re­gi­on an der chi­ne­si­schen Gren­ze zu Myan­mar, Laos und Viet­nam leben ver­schie­de­ne eth­ni­sche Min­der­hei­ten, die auch heu­te noch die alten Tee­bäu­me kul­ti­vie­ren.

Gegen­wär­tig haben wir Coope­ra­tio­nen mit zwei Dör­fern in Yunn­an (Dai und Bu Lang) und drei in Viet­nam (H’mong).

Die­ser Tee stammt von alten Tee­bäu­men, die nie durch moder­ne Anbau­me­tho­den ver­än­dert wur­den. Die Bäu­me wer­den bis zu acht Meter hoch. Um die neu­en Trie­be zu pflü­cken, müs­sen die Bau­ern in die Bäu­me stei­gen. Die­se lie­gen zwi­schen ande­ren Bäu­men in den Wäl­dern. Da kei­ne Dün­ger ein­ge­setzt wer­den, ist der Ern­te-Ertrag ziem­li­ch gering.

Geern­tet wird nach hohen Stan­dards, nur die bei­den fri­schen Blät­ter und die Knos­pe wer­den gepflückt. Ver­gli­chen mit ande­ren kul­ti­vier­ten Tee­pflan­zen sind die Blät­ter und Knos­pen ver­hält­nis­mä­ßig groß. Die Ver­ar­bei­tung fin­det zuhau­se oder in sehr klei­nen Ver­ar­bei­tungs­ein­hei­ten in den Dör­fern statt.

Die H’mong in Viet­nam haben kei­ne Elek­tri­zi­tät, so dass alle Maschi­nen von Hand betrie­ben wer­den. Es wer­den tra­di­tio­nell grü­ne und schwar­ze Tees her­ge­stellt. Es scheint so, dass die ursprüng­li­che Form der Fermentation/Oxidation zum schwar­zen Tee von die­sen eth­ni­schen Min­der­hei­ten ent­wi­ckelt wur­de.

den tee­baum hät­te ich jetzt weder an geschmack noch an der far­be oder dem geruch gemerkt. tat­säch­li­ch hat der nam lanh eine der dun­kels­ten, schwär­zes­ten tas­sen, die ich je vor mir hat­te. wirk­li­ch fast schwar­zes braun mit einem leich­ten rot­stich. dabei habe ich ihn noch gar nicht so sehr lan­ge zie­hen las­sen. und auch wenn er recht ver­hal­ten duf­tet, ist es doch ein sehr kraft­vol­ler tee, den man zu recht „stark“ nen­nen kann. im ver­gleich zu ande­ren tees aus mei­nen vor­rä­ten wirkt er doch fast plumb – aber der ver­gleich ist unfair, die kos­ten auch mehr ;-). jeden­falls ein sehr ordent­li­cher, soli­der  und ehr­li­ch erfri­schen­der tee.

zube­rei­tung: ca. 13g tee für 1,5 liter kochen­des was­ser, 3:15 zie­hen las­sen.

Über Matthias

Leser mit allerlei Ansprüchen und ausdauernder Läufer. Je nach Tagesform auch mal ausdauernder Leser und Läufer mit allerlei Ansprüchen.

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