neue tees — erster eindruck

Ein Gut­schein von Tea & Tea (den ich über deren Twitter-Account bekam) hat mich ver­führt, mei­nem Haus­lie­fe­ran­ten untreu zu wer­den (zumin­dest tem­po­ral) und die­sen Laden bzw. Ver­sand mal aus­zu­pro­bie­ren. Ange­kom­men sind drei Tees: Dar­jee­ling SFTGFOP1 Pot­t­abong Mus­ka­tel, Dar­jee­ling SFTGFOP1 North Tuk­var und der Gold Hima­la­yan Shangri-La aus Nepal. Ver­packt wer­den die Tees bei Tea & Tea recht auf­wen­dig: In Alu­mi­ni­um­beu­tel, die ver­schweißt wer­den, sta­bil ste­hen und auch wie­der­ver­schließ­bar sind. Sieht teuer aus ;-): die erste lieferung von tea & tea
Lei­der fehlts dann an ande­rem: An Hin­wei­sen zur Zube­rei­tung. Die gibt es näm­lich nur super-pauschal auf der Web­seite, nicht aber tee­spe­zi­fisch. Schade, dass finde ich immer einen hilf­rei­chen Ser­vice — denn es erspart ein­fach das Pro­bie­ren. Oder ver­kürzt es zumindest.

Den North-Tukvar-Darjeeling habe ich mal ganz klas­si­sche pro­biert, gut drei Minu­ten durfte er zie­hen. Ein net­ter Tee ist das: ange­nehm wür­zig, recht sanft und zurück­hal­tend, bei mei­nem ers­ten Ver­such auch nicht sehr stark.
Eben trinke ich den Nepal-Tee mit dem tol­len Namen „Gold Hima­la­yan Shangri-La”, der mit 3:30 bei 15 Gramm Tee für ca. 1,5 Liter kochen­des Was­ser recht dun­kel gewor­den ist. An mei­nen ande­ren Tee aus Nepal kommt er auch nicht ganz heran. Es ist ein soli­der, ordent­li­cher Tee mit stark gekräu­sel­ten Blät­tern, der auf jeden Fall ange­nehm trink­bar ist. Das Gold halte ich aber für etwas hoch­ge­grif­fen. Auch der andere Namen­s­teil, Shangri-La, weckt ja Asso­zia­tio­nen, die ich momen­tan nicht ganz ein­ge­löst sehe. Aber viel­leicht bin ich nur noch nicht bei der opti­ma­len Zubereitung …

Der Zwi­schen­stand bis­her also, was Tea & Tea angeht: Ein soli­der Laden mit (noch) über­schau­ba­rem Ange­bot ordent­li­cher Tees — sie selbst behaup­ten „Rich­tig guter Tee” — die ich geschmack­lich und preis­lich in der Mit­tel­klasse ein­ord­nen würde. Mal sehen, ob ich den ers­ten Ein­druck noch kor­ri­gie­ren darf/muss …

Comments

  1. Hallo Herr Mader,

    vie­len Dank für die Bewer­tung Ihrer TEA & TEA Bestel­lung. Zu eini­gen Punk­ten möchte ich kurz Stel­lung nehmen:

    1. Die Ver­pa­ckung
    Die Stand­bo­den­beu­tel sind defi­ni­tiv etwas teu­rer als nor­male Papier­tü­ten, erfül­len aber auch den Zweck, dass der Tee darin opti­mal auf­ge­ho­ben ist. Ergo kann er auch nach dem Öffnen in der Ver­pa­ckung blei­ben, ohne gro­ßen Scha­den. Zu oft sehe ich halb­of­fene Tee­tü­ten aus Papier in Küchen­schrän­ken neben Gewür­zen ste­hen! Nicht jeder füllt den Tee in taug­li­che Gefäße um.

    2. Hin­weise zur Zube­rei­tung
    Der Bestel­lung müsste ein Flyer beige­le­gen haben, auf dem grund­sätz­li­che Hin­weise zur Zube­rei­tung ste­hen. Fer­ner sind im TEA & TEA Shop unter jedem Tee Hin­weise für die Zube­rei­tung. Meine lang­jäh­rige Erfah­rung zeigt, dass, wie in Ihrem Fall, (indi­sche) Schwarze Tees alle nahezu nach der glei­chen Art zube­rei­tet wer­den kön­nen, um opti­male Ergeb­nisse zu erhal­ten. Letzt­lich kann jeder Tee­trin­ker seine per­sön­li­che Art der Zube­rei­tung fin­den; diese muss aber nicht bei jedem Tee erneut ermit­telt wer­den. Gute Tees ver­tra­gen z.B. auch mal etwas mehr Zieh­zeit, ohne gleich zu kip­pen. Als guter Richt­wert eig­nen sich die TEA & TEA Hin­weise, um rich­tig guten Tee zuzu­be­rei­ten. Diese gel­ten jedoch nur als Empfehlung.

    3. Der Name des Nepal Tees
    Der Name „Nepal Gold Hima­la­yan Shan­gri La” ist keine Wort­schöp­fung von mir, son­dern vom Pro­du­zen­ten. „Hima­la­yan Shan­gri La” heißt der Pro­duk­ti­ons­be­trieb und der Tee bekam den Namen „Gold”. Die genaue Erklä­rung steht auf der Arti­kel­seite im TEA & TEA Shop. Die meis­ten mei­ner Kun­den, die die­sen Tee erwor­ben haben, sind davon übri­gens ziem­lich begeis­tert. Nut­zen Sie gefil­ter­tes Was­ser? Falls nicht, soll­ten Sie das unbe­dingt aus­pro­bie­ren. Die indi­schen Tees brau­chen wei­ches Was­ser! Fer­ner emp­fehle ich für die Zube­rei­tung ein groß­vo­lu­mi­ges Gefäß, wie z.B. den TEE­MEIS­TER Tee­zu­be­rei­ter. Dann wer­den bestimmt auch die rich­ti­gen Asso­zia­tio­nen zum Namen geweckt :-)

    Grund­sätz­lich sind die Dar­jee­ling Tees in den letz­ten Jah­ren ziem­lich schwach. Das hängt mit dem Klima, teil­weise alten Pflan­zen und auch der heu­ti­gen Art der Wei­ter­ver­ar­bei­tung zusam­men. Im Ver­gleich dazu kann ein Tee wie­der der Nepal Gold schon eine Dis­kre­panz dar­stel­len, die ich aber als posi­tiv bewer­ten würde.

    Viele Grüße aus Schles­wig und trotz leich­ter Kri­tik wei­ter viel Freude mit den Tees!

    Tors­ten Sukrow

  2. matthias sagt:

    Hallo Herr Sukrow,
    schön, dass Sie sich die Zeit für einen Kom­men­tar genom­men haben …
    natür­lich haben Sie Recht, sehr stark schwankt die Zube­rei­tung inner­halb ähnli­cher Tees meist nicht.
    Aber hin­sicht­lich des Shan­gri La bleibe ich wohl bei mei­ner Ein­schät­zung: Der Jun Chia­vary ist bes­ser. Aber das ist natür­lich auch ein Stück weit ein­fach eine per­sön­li­che Vor­liebe.
    Meine Tees brühe ich übri­gens selbst­ver­ständ­lich mit gefil­ter­tem Was­ser in einer Mono-Teekanne. Daran dürfte es also nicht lie­gen.
    Ich wollte auch gar nicht über­mä­ßig kri­ti­sie­ren und beck­mes­sern — Ihr Ange­bot halte ich durch­aus für solide und fair kalkuliert!

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