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Und wie sich langsam Schrift auf alles legt.”

das hier ist so etwas wie mein vir­tu­el­les ich oder meine hei­mat im netz. des­we­gen sind hier ganz ver­schie­dene sachen ver­sam­melt: fund­sa­chen, kuriosa, zitate, tee­pro­ben, meine tex­t­u­elle pro­duk­tion und vie­les andere mehr — viel spaß beim stö­bern!
und nicht wun­dern: ich bediene mich dabei oft (aber nicht immer) der von mir bevor­zug­ten (radi­ka­len) klein­schrei­bung. das ist also absicht und kein darstellungsfehler.

momen­tan liegt bei mir auf dem lek­tü­re­tisch:

  • Wer­ner Hama­cher: Für Die Phi­lo­lo­gie: [Erwei­terte Fas­sung Eines Vor­tra­ges, Der … Am 11. Februar 2003 In Der Vor­le­sungs­reihe „Was Ist Eine Phi­lo­lo­gi­sche Frage?” An Der Universität Hei­del­berg Gehal­ten Wurde]. 2009.
  • Sieg­fried Kra­cauer: Ginster/Georg (Werke, Bd. VII). 1973.
  • Ulf Stol­ter­foht: holz­rauch über hes­lach. 2007.
  • Mar­lene Stre­e­ru­witz: Die Schmerz­ma­che­rin. 2011.
  • Taglied 4.2.2012

    What You See Is What You Hear (WYSI­WYH) — de Kapotte muziek von Frans de Waard:

     

    Taglied 3.2.2012

    Die liebe Farbe” aus Schu­berts „Die schöne Mül­le­rin” begeis­tert mich immer wie­der. Wie über­haupt „Die schöne Mül­le­rin” mir immer mehr ans Herz wächst.

    Hier mit dem aus­ge­spro­chen beweg­li­chen Ian Bos­tridge & Mit­suko Uchida (übri­gens gibt es von Bos­tridge, mit dem Pia­nis­ten Gra­ham John­son, eine wun­der­bare Auf­nahme der Mül­le­rin bei Hype­rion, im Rah­men der Gesamt­auf­nahme der Schubert-Lieder, die inzwi­schen recht güns­tig zu erwer­ben ist):

    ACTA, geistiges Eigentum & Privatisierung der Rechtsdurchsetzung

    Nach SOPA/PIPA drängt ACTA als gewis­ser­ma­ßen „euro­päi­sche” Ver­sion (ein durch­aus pro­ble­ma­ti­scher Ver­gleich, aber darum geht es hier nicht …) gerade in die Auf­merk­sam­keit. mspr0 hat eine schöne, kleine Ein­füh­rung in die Pro­bleme des ACTA-Abkommens geschrie­ben: klick. Mehr ins Detail geht ars tech­nica. Auch bei netzpolitik.org gibt es eini­ges zum Abkom­men, den Geheim­ver­hand­lun­gen und dem Pro­test in Europa, Mar­kus Becke­dahl hat im Auf­trag der Digi­ta­len Gesell­schaft auch auf Spie­gel Online die wesent­li­chen Pro­bleme von ACTA noch ein­mal zusam­men­ge­fasst.. Emp­foh­len sei des­halb zumin­dest die Peti­tion an das EU-Parlament bei Avaaz oder andere For­men des Pro­tes­tes gegen diese ein­sei­tige, unver­nünf­tige und rück­sichts­lose sowie voll­kom­men unde­mo­kra­ti­sche Art der Politik.

    Gedenken und Freuen

    Sie spie­len wie die Teu­fel, jagen das Griff­brett hoch und hin­un­ter, las­sen die Schle­gel auf den Zym­bal­sai­ten Salti schla­gen. Die Solis­ten der Roma-und-Sinti-Philharmoniker hal­ten mit ihrem Kön­nen nicht hin­term Berg, son­dern zei­gen die Schön­heit „ihrer“ Musik, die Klänge der Sinti und Roma, mit Selbst­be­wusstein und Eifer.

    Dabei ist diese schöne Trauer ja immer wider­sprüch­lich: Darf etwas schreck­li­ches, gar die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus, als Anlass für ein­fach schöne Musik die­nen? Mit etwas Abstand kann man das gelas­se­ner sehen. Ent­spannt – zumin­dest in die­ser Hin­sicht – geben sich auch die Roma-und-Sinti-Philharmoniker beim Kon­zert zum Geden­ken an die Opfer des Natio­nal­so­ziali­mus in St. Boni­faz. Am Vor­abend des Holocaust-Gedenktages kon­zer­tier­ten das ver­gleichs­weise junge Ensem­ble, des­sen Instru­men­ta­lis­ten im Haupt­be­ruf als Orches­ter­mu­sik in ganz Europa arbei­ten, zum ers­ten Mal in Rheinland-Pfalz. Da spie­len sie zwar auch feu­rige Tänze spie­len – ein sol­ches Kon­zert ohne min­des­ten einen Csár­dás ist ja kaum denk­bar. Aber sie spie­len auch noch mehr. Zum Bei­spiel „Fal­ling Dance“, eine ein­fühl­same, epi­so­den­hafte Arbeit des Buda­pes­ter Kom­po­nis­ten Kál­mán Cséki, das die Strei­cher der Roma-und-Sinti-Philharmoniker unter ihrem Diri­gen­ten Ric­cardo M Sahiti in wei­ten Bögen ent­fal­tet und mit kraft­vol­lem Klang zum ver­söhn­li­chen Schluss führt. Oder auch Puc­cin­ins Cri­san­temi und Ciprian Porum­bescu Bal­lade für Solo­vio­line und Strei­cher, bei­des in gewis­ser Weise orches­trale Kla­ge­lie­der. Weich und weh­mü­tig, mit Ele­ganz und empha­ti­schem Schwin­gen las­sen die­ser Musik viel Raum, sich frei zu entfalten.

    Dann aber ging es doch noch ziem­lich rund in St. Boni­faz. Dabei waren es nun nur noch drei Musi­ker, die dem Publi­kum recht unver­mu­tet zuckende Beine bescher­ten: Der Gei­ger Marius Banica und der Bas­sist Zoly Kekenej mit Cos­tel Ursu­let am Zym­bal. Und vor allem der ließ seine Schle­gel flie­gen, dass man ihnen kaum noch fol­gen konnte. Mit tra­di­tio­nel­ler Roma-Musik, viel Chro­ma­tik, fet­zi­gen Rhyth­men und vir­tuo­sem Spiel mach­ten sie aus dem sprö­den Raum von St. Boni­faz fast ein Tanz­lo­kal: Zwar hielt es das Publi­kum nicht mehr auf den Bän­ken – aber nur, um das Trio mit stan­ding ova­tions zu ehren.

    An Beru­hi­gung war danach dann kaum mehr zu den­ken. Béla Bar­tóks „Rumä­ni­sche Volks­tänze“, wie­der vom gesam­ten Orches­ter dar­ge­bo­ten, run­de­ten das Pro­gramm aber geschickt ab: Wie­der tauchn typi­sche Momente auf, in der Rhyth­mik und in der Melo­dik. Aber Bar­tók trans­for­miert sie ohne Wenn und Aber in die Kunst­mu­sik. Und die Roma-und-Sinti-Philharmoniker spielte sie auch genau in die­ser Mischung aus volks­tüm­li­chen Wei­sen und kunst­vol­ler Bear­bei­tung. Ric­card M Sahiti ließ die sat­ten Klänge genau so wuch­tig ertö­nen, wie sie sein sol­len. Und blieb trotz­dem enorm auf Zack, so dass auch wirk­lich nichts von der Effek­ti­vi­tät der Tänze ver­lo­ren geht. Kein Wun­der, dass das Publi­kum danach ohne Zuga­ben nicht nach Hause gehen mochte.

    (geschrie­ben für die main­zer rhein-zeitung.)

    Taglied 26.1.2012

    nach dem Sound­scape von ges­tern heute noch ein­mal das gleich Thema: Der „Platz der Gehenk­ten”, die Dje­maa el Fna, (übri­gens ein Unesco-Weltkulturerbe) in Mar­ra­kesch, im gro­ßen und groß­ar­ti­gen Hör­spiel von Hubert Fichte:

    Taglied 25.1.2012

    Kon­rad Bayer (nein, nicht der Kon­rad Bayer, son­dern die­ser hier: klick) baut feine Klang­land­schaf­ten, Klang­be­su­che in eher fer­nen und frem­den Län­dern. Mir ist er zum ers­ten Mal begeg­net auf „Ich glaube ich höre Gene­sungs­werk”, ein Über­blick über das in die­ser Rich­tung recht agile Label Gene­sungs­werk. Auf sei­ner Home­page gibt Bayer noch viel zu hören, zum Bei­spiel auch das Pan­orama mit dem Namen „Jama El-Fna” (Hubert Fichte schreibt das Djemma el-Fna …) hier:

    Kon­rad Bayer, Jama El-Fna (Mar­ra­kech)