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Und wie sich langsam Schrift auf alles legt.”

das hier ist so etwas wie mein vir­tu­el­les ich oder meine hei­mat im netz. des­we­gen sind hier ganz ver­schie­dene sachen ver­sam­melt: fund­sa­chen, kuriosa, zitate, tee­pro­ben, meine tex­t­u­elle pro­duk­tion und vie­les andere mehr — viel spaß beim stö­bern!
und nicht wun­dern: ich bediene mich dabei oft (aber nicht immer) der von mir bevor­zug­ten (radi­ka­len) klein­schrei­bung. das ist also absicht und kein darstellungsfehler.

momen­tan liegt bei mir auf dem lek­tü­re­tisch:

  • Wer­ner Hama­cher: Für — Die Phi­lo­lo­gie. 2009.
  • Gina Kaus: Mor­gen um Neun: Roman. Mit einem Nach­wort zur Neu­auf­lage. 2008.
  • Sieg­fried Kra­cauer: Gins­ter / Georg. (Bd. VII): Bd. VII. 1973.
  • Ulf Stol­ter­foht: holz­rauch über hes­lach. 2007.
  • Mar­lene Stre­e­ru­witz: Die Schmerz­ma­che­rin. 2011.
  • Taglied 26.1.2012

    nach dem Sound­scape von ges­tern heute noch ein­mal das gleich Thema: Der „Platz der Gehenk­ten”, die Dje­maa el Fna, (übri­gens ein Unesco-Weltkulturerbe) in Mar­ra­kesch, im gro­ßen und groß­ar­ti­gen Hör­spiel von Hubert Fichte:

    Taglied 25.1.2012

    Kon­rad Bayer (nein, nicht der Kon­rad Bayer, son­dern die­ser hier: klick) baut feine Klang­land­schaf­ten, Klang­be­su­che in eher fer­nen und frem­den Län­dern. Mir ist er zum ers­ten Mal begeg­net auf „Ich glaube ich höre Gene­sungs­werk”, ein Über­blick über das in die­ser Rich­tung recht agile Label Gene­sungs­werk. Auf sei­ner Home­page gibt Bayer noch viel zu hören, zum Bei­spiel auch das Pan­orama mit dem Namen „Jama El-Fna” (Hubert Fichte schreibt das Djemma el-Fna …) hier:

    Kon­rad Bayer, Jama El-Fna (Mar­ra­kech)

    Taglied 24.1.2012

    … und mal wie­der etwas ganz ande­res. Heute mal wie­der Att­wen­ger, mit „Warm”, zuerst 1996 auf der Trikont-Compilations „Nicht zuhause Mama — Per­len deutsch­spra­chi­ger Pop­mu­sik #2″, dann — als „Es wird scho wie­der woarm werdn” auch auf Att­wen­gers „Song”:

    Taglied 23.1.2012

    Her­bert Henck spielt Stock­hau­sen, hier das kurze Kla­vier­stück VIII:

    /via atonality.net

    Jazz oder so

    Das beste kam mal wie­der zum Schluss. Das ist schon eine kleine Tra­di­tion bei den Main­zer Jazz­ta­gen, dass die beein­dru­ckends­ten Auf­tritte erst wirk­lich spät am Abend begin­nen. Die Ver­an­stal­ter, die Betrei­ber der Main­zer Klangraum-Studios, haben ja inzwi­schen schon Erfah­rung. Zum fünf­ten Mal rich­te­ten sie jetzt die Main­zer Jazz­tage aus. Das Jazz im Titel darf man dabei getrost sehr, sehr weit fas­sen und gerne in Rich­tung Pop­mu­sik ausdehnen.

    Auch bei der Eröff­nung der Jubi­lä­ums­auf­lage, wie immer in den gut beset­zen Räu­men der Show­bühne, waren die Pro­gramm­ma­cher groß­zü­gig: Was Til­mann Höhn da auf sei­nen Gitar­ren – er hat gleich vier davon in den Hän­den — fri­ckelte, kann man nach allen bekann­ten Kri­te­rien nun wirk­lich nicht mehr Jazz nen­nen. Gut war es trotz­dem, und das Publi­kum lauschte auch den fein­sin­ni­gen Spie­le­reien, denen er bekannte und beliebte Pop­songs unter­zog, sehr aufmerksam.

    Auch mit der voka­len Unter­stüt­zung von Marius Mertz änderte sich daran wenig: „Songs we know“ haben sie ihr Pro­gramm genannt – und würde man nicht so andäch­tig lau­schen, könnte man tat­säch­lich immer mit­sin­gen oder wenigs­tens mit­sum­men, wenn das Duo U2, James Tay­lor oder Mark Knopf­ler interpretiert.

    Über­haupt die Spie­le­reien: Das ist viel­leicht das, was die Acts auch bei den fünf­ten Jazz­ta­gen am ehes­ten ver­bin­det: Die Lust, sich in den Details zu ver­lie­ren, hoff­nungs­los an jedem Klang­mo­ment her­um­zu­spie­len und zu bas­teln. Schon die Eröff­nung durch das Quar­tett „The Hip“, des­sen Name sich wirk­lich auf das Kör­per­teil und nicht auf irgend eine Hipp­ness bezieht, führte das vor. Im Kern spie­len die vier jun­gen Musik um Saxo­pho­nist Daniel Gug­gen­heim soli­den Modern Jazz mit behut­sam noch­mals moder­ni­sierte Stan­dards. Und das lebt eben vor allem von den Details: Den qurir­li­gen Fen­der Rho­des (Ulf Klei­ner), dem knal­len­den Schlag­zeug (Tobias Back­haus), den eif­ri­gen Saxo­phon­kas­ka­den und dem beru­hi­gend wum­mern­den Bass (Hanns Höhn). Gekonnt und prä­zise – aber etwas spar­sam mit dem Neuen.

    Das kann man Klima Kalima nicht unbe­dingt vor­wer­fen. Und des­halb waren sie auch ganz zu Recht am Schluss des Frei­tags zu hören, eigent­lich auch schon als Sams­tag­mor­gen­mu­sik: Die­ses Trio, benannt in Anleh­nung an sei­nen Lea­der und Gitar­ris­ten Kalle Kalima, fetzt unbarm­he­zig und ohne Vor­war­nung los. Ihre typi­sche Ber­li­ner Mischung aus genau kom­po­nier­ten und inspi­riert impro­vi­sierte Gebil­den greift gerne weit aus. Die spür­bare Kom­ple­xi­tät ist dabei immer gewollt. Trotz­dem bleibt die Musik von Klima Kalima aber ganz stark bid­lich – durch die Titel wird das noch unter­stri­chen: „Mexico City Drive School“ heißt das, oder „Satur­day Night – Sun­day Morning“: Eine wilde, rau­schende Party, der ver­schla­fe­nes und schlaf­trun­ke­nes Vaga­bun­die­ren folgt, prü­geln Oli­ver Steidle am Schlag­zeug und Oli­ver Potratz (Kon­tra­bass) da aus sich her­aus – nicht nur eine „Sonne aus Musik“, son­dern eigent­lich eine ganze Gala­xie, ein end­lo­ser Rei­gen an Bil­dern, Ideen, Bre­chun­gen und laby­rin­thi­schen Erkundungstouren.

    (geschrie­ben für die main­zer rhein-zeitung.)

    Taglied 22.1.2012

    back to the roots ;-) … und die raf, die treibt mich natür­lich auch noch um. deshalb: